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Letzter Beitrag:
vor 1 Monat, 2 Wochen
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Tesco.live, DLR-Fan Sachsen-Anhalt, Habakukk, Thomas (Metal), Jens1978, Zintus, DH0GHU, Chris_BLN, Kay B, elchris

Telekom wechselt von Strabag PFS zu ISS (2019)

Startbeitrag von Tesco.live am 20.10.2017 20:29

Ab 01.07.2019 lässt die Telekom ihre ~9.000 Standorte von der ISS-Gruppe betreuen. Der auslaufender, 10-jähriger Vertrag mit den Facility Partner Strabag PFS wird nicht verlängert. Betroffen sind auch alle Tochterunternehmen, wie die Deutsche Funkturm (DFMG). Somit werden die Funktürme und Mast nicht mehr von der Strabag PFS (ehemals DeTeImmobilien) unterhalten. Laut Strabag PFS sind 3300 Arbeitsplätze betroffen.

Die Dienstleistungen umfassen Property Services (einschließlich wichtiger technischer Dienstleistungen), Reinigungs- und Supportleistungen, Facility Management sowie die Unterstützung bei Investitionsprojekten. ISS wird auch neueste Sensorik- und IoT-Lösungen einsetzen, um Informationen über die Nutzung von Einrichtungen und den Status der technischen Ausrüstung und der Belegungsfrequenz zu sammeln, um die Gebäudeeffizienz und die Endnutzerfahrung weiter zu optimieren.


PM:
https://www.immobilienmanager.de/fm-telekom-wechselt-von-strabag-pfs-zu-iss/150/55878/

http://www.handelsblatt.com/unternehmen/it-medien/strabag-jobs-in-gefahr-telekom-vergibt-milliardenauftrag-neu/20478540.html

http://www.strabag-pfs.com/databases/internet/_public/content.nsf/web/DE-STRABAGPFS.COM-DTAG.html#?men1=7&men2=undefined&sid=642&h=1

Antworten:

ISS ist natürlich clever. Da spart man sich die ganzen erdgebundenen Türme und sendet halt ausm All.

(SCNR)

Im Ernst: das Karussell des wahnsinnig gewordenen Endzeit-Kapitalismus dreht sich immer schneller. Da kann man den Strabag-Mitarbeitern nur wünschen, dass sie erstens überhaupt und zweitens zu mindestens den gleichen Konditionen übernommen werden.

von Chris_BLN - am 20.10.2017 21:53
Überall der gleiche Raubtierkapitalismus. Man will von gut bezahlten Tariflohnjobs weg um Billigheimer anzuheuern, die dann im Niedriglohnsegment die gleiche Arbeit verrichten.
Das Spiel ist immer gleich, es werden für 1-2 Jahre mit etwa 20% Abschlägen die Mitarbeiter und deren Gehältern übernommen, nach spätestens 2 Jahren verdienen sie dann nur noch die Hälfte, Neueinstellungen liegen dann höchstens noch ein paar Cent über dem Mindestlohn.

Auf dass die Groß-Aktionäre noch mehr verdienen können und dass die Managergehälter weiterhin ins Uferlose steigen können... .

von DLR-Fan Sachsen-Anhalt - am 21.10.2017 13:41
Der zweite Abschnitt ist ja geil:
"Property Services"; "Supportleistungen";,"Facility Management" und "(...) und den Status der technischen Ausrüstung und der Belegungsfrequenz zu sammeln, um die Gebäudeeffizienz und die Endnutzerfahrung weiter zu optimieren"

Was für ein BWL-Gelaber! :bloed:

von Kay B - am 21.10.2017 15:45
Typisch, wenn einer der unproduktivsten Berufe überhaupt über diejenigen regiert, die irgendetwas erschaffen, erhalten oder sonstwie betreuen.

BWL ist eine der wenigen Berufsgruppen, die nur funktionalen Zwecken dient, aber nichts im eigentlichen Sinne erschafft (außer Zahlen), und ausgerechnet die bestimmen über Arbeiter, Techniker und Ingenieure :-(

von DH0GHU - am 21.10.2017 16:40
Da ich die Strabag aus tiefstem Herzen verachte, bin ich froh um jede Klatsche, die sie kassiert - die neue Firma wird, wenn sie betriebswirtschaftliche Regeln beachtet (etwas, das die Strabag größtenteils nicht kann) einen Großteil der Mitarbeiter an der Front übernehmen. Ich kann mir vorstellen, dass diese eh schon längst in einer ausgelagerten Personalfirma (die nun abgewickelt wird) untergebracht sind.

von elchris - am 22.10.2017 13:26
Zitat
elchris
Da ich die Strabag aus tiefstem Herzen verachte, bin ich froh um jede Klatsche, die sie kassiert - die neue Firma wird, wenn sie betriebswirtschaftliche Regeln beachtet (etwas, das die Strabag größtenteils nicht kann) einen Großteil der Mitarbeiter an der Front übernehmen. Ich kann mir vorstellen, dass diese eh schon längst in einer ausgelagerten Personalfirma (die nun abgewickelt wird) untergebracht sind.


Aber bitte beachte: Die Strabag PFS war einmal DeTeImmobilien und eine reine Telekom Tochter. Alle Mitarbeiter sind zu 100%ig in der Strabag angestellt. Es ist nur der "außere Name" Strabag, welches die Mitarbeiter tragen. "Innen" sind sie jeher Telekom geblieben.

von Tesco.live - am 22.10.2017 18:15
Zitat
DH0GHU
Typisch, wenn einer der unproduktivsten Berufe überhaupt über diejenigen regiert, die irgendetwas erschaffen, erhalten oder sonstwie betreuen.

BWL ist eine der wenigen Berufsgruppen, die nur funktionalen Zwecken dient, aber nichts im eigentlichen Sinne erschafft (außer Zahlen), und ausgerechnet die bestimmen über Arbeiter, Techniker und Ingenieure :-(


Volle Zustimmung! BWL'er entscheiden, dass in Schaltnetzteilen Kondensatoren im Wert von "Pfennigbruchteilen" weggelassen werden. Daher sind es größtenteils BWL'er die für den ständig zunehmenden Störnebel verantwortlich sind. Ein Techniker oder Ingenieur würde niemals eine solche Entscheidung treffen, allein schon aus Liebe zu seiner Materie nicht. Genauso würde kein Koch eine unschmackhafte oder gesundheitsschädliche Zutat in sein Essen rühren, das ordnen nur BWL'er in großen Lebensmittelkonzernen an. Ein Betonbauer würde niemals minderwertigen Beton mit zuwenig Zement anrühren um damit den U-Bahntunnel zu bauen. Das geschieht nur auf Anordnung der BWL'er in den Bürotürmen.

Die Menschen, die etwas "Physisches" schaffen, wollen, dass ihr Produkt so gut wie nur irgend möglich wird. In der Regel lieben diese Menschen was sie tun und sind stolz darauf. Deshalb haben sie ihren Beruf gewählt. Ein Koch ist stolz auf seine Spezialität des Hauses und erfreut sich daran, wenn es den Gästen schmeckt. Ein Entwicklungsingenieur freut sich, dass sein Empfänger gute Empfangsergebnisse erzielt und den Nutzer zufrieden stellt. Ein Tischler/Schreiner empfindet Befriedigung bei der Vollendung eines schönen Möbelstücks...etc. etc.

Ein BWL'er... hm... Zahlen...Euros....:kotz:

von Zintus - am 23.10.2017 10:37
@Zintus/DH0GHU:
:spos: :spos: :spos: :spos:

Nicht zuletzt deshalb war mir z.B. immer schon klar, dass man bei VW beim Dieselskandal an der falschen Stelle schaut, wenn man dafür Entwicklungsingenieure verantwortlich macht. Die werden auch nur von oben her mit "darf nicht mehr als xx kosten", "überlegt euch eine Lösung" etc geknechtet...

von Habakukk - am 23.10.2017 10:48
Volle Zustimmung :spos:

BWL ist die Kunst des Ausbeutens, nicht mehr und nicht weniger. Um diese allerdings zu (er-)kennen und entsprechend zu handeln, sollte man sie selbst erlernen ;-)
Und wie schonmal an anderer Stelle gesagt: Einen Gewinn dürfte es nie geben. Wenn es einen gibt, wurde mind. einer ausgenutzt und ausgebeutet.

von Jens1978 - am 23.10.2017 10:49
:spos: Dem ist einfach nichts mehr hinzuzufügen, wunderbar ausgedrückt.

von DLR-Fan Sachsen-Anhalt - am 23.10.2017 11:07
Eintragen bitte!

von Thomas (Metal) - am 27.10.2017 09:58
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