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Freenet TV in Deutschland, Ein Marketingfehler?

Startbeitrag von 102.1 am 03.11.2017 12:59

Das Free TV in Deutschland nicht "free" ist, ist ja leicht auf der Webseite zu sehen:

https://www.freenet.tv/

D.h. 5.75 Euro sind im Monat zu zahlen.

Allerdings wofuer? Und in welcher Region?

Unten werden die Staedte Dreseden, Freiburg, Kassel und Koblenz genannt. Sucht man aber nach Stuttgart oder Muenchen, duerfte FreenetTV ebenfalls zu emfpangen sein.

Generell habe ich den Eindruck, dass die oeffentl. rechtlichen Programme alle empfangbar sind, ohne irgendwelche Abo-Gebuehren, Decoder, Zusatzgeraete oder irgendwelche Chips und Smartcards? Ich denke, die koennen ja keine Abo-Gebuehren verlangen, wenn man ohnehin schon die Haushaltsabgabe zahlt.

Nur fuer die Privatsender faellt 5.75 Euro im Monat an?
Solange man in einer Region von Deutschland ist, in welcher DVB-T2 verfuegbar ist, ist das Angebot auch das Gleiche, oder zumindest groesstenteils so?

Kann dies jemand so bestaetigen?

Die 50 interessantesten Antworten:

Für Sachsen-Anhalt ja. Die ÖR und Lokal TV von größeren Städten ist grundsätzlich frei empfangbar, lokales TV trotz 5MBit/s sogar in schlechter DVB-T alt Qualität. Die Privaten die es hier vorher nie über Antenne gab kann man extra zahlen. Die Freischaltung erfolgt über das DVB-T Netz. Seit September funktioniert das problemlos. 40 Programme Full HD aufwärts, Lokale und Internet TV nicht mit eingerechnet.

Wenn man wissen möchte was wo wie zu empfangen ist, es gibt Foren die sich damit auskennen:
DVB-T Deutschland

von pomnitz26 - am 03.11.2017 13:21
Zitat
102.1
Generell habe ich den Eindruck, dass die oeffentl. rechtlichen Programme alle empfangbar sind, ohne irgendwelche Abo-Gebuehren, Decoder, Zusatzgeraete oder irgendwelche Chips und Smartcards? Ich denke, die koennen ja keine Abo-Gebuehren verlangen, wenn man ohnehin schon die Haushaltsabgabe zahlt.


Die öR sind ja nicht Teil von Freenet, auch wenn das auf der Seite gerne so dargestellt wird. Richtig ist leider, dass die öR die Umstellung auf DVB-T2 zum Anlass nahmen, noch mehr Kahlschlag im Sendernetz vorzunehmen.

Zitat
102.1
Nur fuer die Privatsender faellt 5.75 Euro im Monat an?
Solange man in einer Region von Deutschland ist, in welcher DVB-T2 verfuegbar ist, ist das Angebot auch das Gleiche, oder zumindest groesstenteils so?

Kann dies jemand so bestaetigen?


Eindeutig Nein. DVB-T2 ist ein Übertragungsstandard. Je nachdem, wo du wohnst bekommst du nach der Abschaltung von DVB-T (alt):
a) gar nichts
b) die öR in HD (ggf. nur aus einem Nachbar-Bundesland)
c) die öR in HD und Freenet

Prognose: Freenet wird floppen, weil Deutschland eine FreeTV-Kultur ist. Man ist nicht gewollt, für Fernsehen zusätzlich Geld auszugeben. Was frei ist, wird mitgenommen, was nicht, das bleibt aussen vor.

Entavio ist gefloppt, Viseo+ ist gefloppt, HD+ wird floppen, Freenet wird floppen.

Die Privaten werden über Sat nicht komplett verschlüsseln, entweder SD läuft ewig oder HD+ stirbt.

Interessant ist lediglich, wie es sich in bisherigen DVB-T (alt) Ballungsräumen verhält, wo man noch ein riesen Angebot über DVB-T (alt) hat - inkl. der Privaten. Ob da jedem klar ist, dass es die Privaten bald nur noch gegen extra Kohle gibt? Ob die BILD-Zeitung sich dann für die armen Leute einsetzt, die kein RTL mehr schauen können?

Die Mehrheit hängt sowieso am Zwangskabel (über die Nebenkosten) und davon nicht betroffen.

Wolfgang

von Wolfgang R - am 03.11.2017 13:37
Zitat
102.1
Unten werden die Staedte Dreseden, Freiburg, Kassel und Koblenz genannt. Sucht man aber nach Stuttgart oder Muenchen, duerfte FreenetTV ebenfalls zu emfpangen sein.


Natürlich ist freenet.tv auch dort zu empfangen. Dresden, Freiburg, Kassel und Koblenz sind lediglich die Städte, in denen freenet.tv kommende Woche neu aufgeschaltet wird. Daher der große Hinweis auf der Homepage.

Zitat
102.1
Nur fuer die Privatsender faellt 5.75 Euro im Monat an?


Ja.

Zitat
102.1
Solange man in einer Region von Deutschland ist, in welcher DVB-T2 verfuegbar ist, ist das Angebot auch das Gleiche, oder zumindest groesstenteils so?


Das freenet.tv-Paket ist bundesweit identisch. Die Belegungen der ÖR unterscheiden sich teilweise erheblich.

Zitat
Wolfgang R
Interessant ist lediglich, wie es sich in bisherigen DVB-T (alt) Ballungsräumen verhält, wo man noch ein riesen Angebot über DVB-T (alt) hat - inkl. der Privaten. Ob da jedem klar ist, dass es die Privaten bald nur noch gegen extra Kohle gibt?


Da liegst du leider falsch, die großen Privatsendergruppen RTL und ProSiebenSAT1 sind terrestrisch nirgends mehr FTA zu sehen. Die Abschaltung erfolgte bundesweit am 29.3.2017.

Freenet.tv vermeldete im August bereits 700.000 zahlende Abonennten, sowie rund 1 Mio. Zuschauer, die sich noch in der dreimonatigen Gratisphase befanden.
Ich kenne deren interne Kalkulation nicht, aber nach einem Flop sieht das nicht aus.

von MainMan - am 03.11.2017 14:36
Zitat
Wolfgang R
Richtig ist leider, dass die öR die Umstellung auf DVB-T2 zum Anlass nahmen, noch mehr Kahlschlag im Sendernetz vorzunehmen.


Das würde ich nicht verallgemeinern, es sind nur noch nicht alle Sender umgestellt worden.

Zitat
Wolfgang R
Prognose: Freenet wird floppen, weil Deutschland eine FreeTV-Kultur ist.
Man ist nicht gewollt, für Fernsehen zusätzlich Geld auszugeben.


Das ist doch Blödsinn, viele Menschen bezahl jetzt schon den ARDZDF... Beitragsservice und für ihren Kabelanschluß. Also zahlen viele Menschen schon 17,50 € und ca 20 Euro für Kabelfernsehen. Ich kenne einige, die für Zusatzpakete zahlen oder sich FreenetTV geholt haben. Andere zahlen für Netflix & Co.
Worauf stützt Du deine These?

Zitat
Wolfgang R
Entavio ist gefloppt, Viseo+ ist gefloppt, HD+ wird floppen, Freenet wird floppen.


Das lineare Fernsehen bekommt Konkurrenz vom Fernsehen auf Abruf, aber die Bezahlkultur ist längst Realität, spätestens seit dem es Teleclub und später Premiere gab.

Zitat
Wolfgang R
Die Privaten werden über Sat nicht komplett verschlüsseln, entweder SD läuft ewig oder HD+ stirbt.


Wunschdenken!

Zitat
Wolfgang R
Interessant ist lediglich, wie es sich in bisherigen DVB-T (alt) Ballungsräumen verhält, wo man noch ein riesen Angebot über DVB-T (alt) hat - inkl. der Privaten.


Wo gibt es noch die Privaten in DVB-T(1)?

von Seltener Besucher - am 03.11.2017 14:43
Zitat
Wolfgang R
...
Interessant ist lediglich, wie es sich in bisherigen DVB-T (alt) Ballungsräumen verhält, wo man noch ein riesen Angebot über DVB-T (alt) hat - inkl. der Privaten.
...


Streiche das 'noch'. Es sind bereits im März alle Ballungsräume mit den privaten DVB-T Sendern auf DVB-T2 mit Verschlüsselung umgestellt worden. Es kommen nun nur noch ein paar neue Regionen hinzu.

Wie groß der 'Erfolg' der Verschlüsselung ist oder sein wird, können wir ja aus den Pressemitteilungen von Freenet etc. herauslesen, oft genug nur zwischen den Zeilen. ;-)

von Saarländer (aus Elm) - am 03.11.2017 14:44
Zitat
selten
Das lineare Fernsehen bekommt Konkurrenz vom Fernsehen auf Abruf, aber die Bezahlkultur ist längst Realität, spätestens seit dem es Teleclub und später Premiere gab.

Da die Bezahlkultur eben nicht breit in der Realität angekommen ist, gibt es den Teleclub nicht mehr. Und Premiere ist auch bereits Geschichte.

Zitat
Main
Freenet.tv vermeldete im August bereits 700.000 zahlende Abonennten, sowie rund 1 Mio. Zuschauer, die sich noch in der dreimonatigen Gratisphase befanden.
Ich kenne deren interne Kalkulation nicht, aber nach einem Flop sieht das nicht aus.

700000 x 5,75€ = ca. 4 Mio. €/Monat. Ob das reicht, um den Betrieb der Sender zu finanzieren und die Programmanbieter zu bezahlen?

von iro - am 03.11.2017 15:02
Ich wusste nicht, dass die Privaten bereits überall weg sind - sorry.

Und wenn die Ballungsräume inkl. Berlin, Rhein/Main und dem Pott bereits umgestellt sind, dann sind 700.000 Freenet-Abos bundesweit nicht wirklich viel. Wie viel werden von der 1 Mio. wohl verlängern? Ich sage maximal 50%? Ist immer noch nicht viel für ein bundesdeutsches Angebot.

Darauf stütze ich meine These und die eigene Erfahrung, dass Vollzahler für Kabel* immer weniger werden und eben die große Mehrheit KEIN PayTV-Abo hat. Und wie schwer sich der große Pay-TV-Anbieter, welcher Premiere übernommen hat, in Deutschland immer noch tut. Zuletzt das Theater mit Goldstar TV und sonstigen Spartensender. Netflix & Co. laufen zudem nur dort flüssig, wo es schnelles Internet gibt. Das ist bei weitem nicht überall der Fall.

Ich bleibe bei meiner Aussage. Es gibt zu viel FreeTV in Deutschland, dass die große Masse noch mehr Geld ausgibt.

Wolfgang

*) also NICHT der Zwangsanschluss über die Nebenkosten

von Wolfgang R - am 03.11.2017 15:16
Zitat

Entavio ist gefloppt, Viseo+ ist gefloppt, HD+ wird floppen, Freenet wird floppen.

Du willst jetzt ernsthaft Viseio+ mit FreenetTV vergleichen? Entscheidender Unterschied ist, dass bei Viseo+ nur 6 Programme hatte, wovon zwei PayTV waren. Pro7 oder Sat.1? - Fehlanzeige.
Und ob HD+ floppen wird, muss man mal abwarten. Tendenziell werden es immer mehr Programme und die Preise fürs Abo steigen. Klingt für mich nicht nach "Wir müssen was tun, es läuft schlecht". Zumindest derzeit. Ob man in 10 Jahren noch für lineares TV mit Werbeunterbrechungen nur weil es in HD ist noch was verlangen kann steht auf einem anderen Blatt.

Und bei FreenetTV wird man auch abwarten müssen. Wenn ich es recht in Erinnerung habe, müssen die Abonnenten auch nicht 100% der Kosten übernehmen, sondern die Privatsender zahlen und bekommen die Kosten dann je nach ihrem Marktanteil aus den Aboeinnahmen erstattet. Damit ist FreenetTV auf der sicheren Seite.

von Zwölf - am 03.11.2017 15:47
Zitat
Wolfgang R
Und wenn die Ballungsräume inkl. Berlin, Rhein/Main und dem Pott bereits umgestellt sind, dann sind 700.000 Freenet-Abos bundesweit nicht wirklich viel


Bis Juli lief für die meisten Zuschauer die drei- bis viermonatige Gratisphase, ohne Abo wurde der Bildschirm also erst am 1. Juli bzw. 1. August schwarz. Somit sind 700.000 Abos im August - also zum Start in die Bezahlphase - kein schlechter Wert.
Die spannende Frage ist, wie sich der Rest der 3 Millionen Haushalte entscheidet bzw. entschieden hat, die bis 29.03.2017 die Privaten terrestrisch in SD geschaut haben. Dazu gibts noch keine Zahlen.

Zitat
iro
700000 x 5,75€ = ca. 4 Mio. €/Monat. Ob das reicht, um den Betrieb der Sender zu finanzieren und die Programmanbieter zu bezahlen?


Die Sender betreibt freenet.tv über seine Tochter MB selbst und die Programmanbieter erhalten in der Aufbauphase nichts, haben für die terrestrische Ausstrahlung jetzt aber auch keine Gebühren mehr an MB zu zahlen. Ob sich das aktuell bereits lohnt kann man von außen nicht seriös bewerten.

von MainMan - am 03.11.2017 16:11
Zitat
Wolfgang R
Und wie schwer sich der große Pay-TV-Anbieter, welcher Premiere übernommen hat, in Deutschland immer noch tut. Zuletzt das Theater mit Goldstar TV und sonstigen Spartensender.


Premiere hatte noch nie über 5 Mio. Abonnenten, Sky allerdings schon (zwar erst seit diesem Jahr, aber immerhin). Bei den ganzen Programmen, die entfernt/abgeschaltet wurden, stimme ich dir zu (von anderen Fehlentscheidungen ganz zu schweigen). Trotzdem werden sie wohl vieles richtig machen, denn wie gesagt: Über 5 Mio. Abonnenten können sich nicht irren, oder doch? Und Netflix und Co. können hierzulande von solch hohen Kundenzahlen nur träumen... :rolleyes:

von Francesco210175 - am 04.11.2017 01:27
Zitat
Francesco210175
Über 5 Mio. Abonnenten können sich nicht irren, oder doch? Und Netflix und Co. können hierzulande von solch hohen Kundenzahlen nur träumen... :rolleyes:


Muss dich enttäuschen:

http://www.wiwo.de/unternehmen/it/marktanteil-in-deutschland-netflix-liegt-mit-fuenf-millionen-kunden-hinter-amazon/19727452.html

Nicht umsonst wird ein Abgesang auf lineares Fernsehen als Contentlieferanten für Unterhaltung gesungen. Und es ist klar, wenn man 10€/Monat für Netflix ausgibt, überlegt mans sich zweimal ob man sich HD+/freenet antut - da läuft ja nix frisches, meist aufgetaute Ware aus Übersee, die dann keine Quote bringt und wieder abgesetzt oder dreimal in der Ausstrahlung verschoben wurde. Dass P7S1 recht unbeachtet mittlerweile kostenfrei auf Android/iOS Geräten schaubar ist, ist beachtlich - RTL verweigert sich noch. Heute ist es noch zu früh, aber ich denke irgendwann gehen sie wieder auf FTA, um zu überleben.

von elchris - am 04.11.2017 03:32
Es gibt auch Formate, die man nicht mit Netzangeboten abdeckt, bzw. nicht wirklich abdecken kann. Ich nenne sie mal "Variety- oder Eventshows" wie sich die Samstagabendshows darstellen: DSDS, DUDW, VSS oder News, Politk- und generelle Talkrunden, etc. Über den Inhalt muss man hier nicht diskutieren aber solche Shows funktionieren m.M. nur wirklich im herkömmlichen TV, wo eine große Masse gleichzeitig damit beglückt wird. Auch andere große Serien haben die Popularität durch Unterstüzung der Ausstrahlung im TV gewonnen. Würde es nur noch im Netz auf Demand sein, dürfte es schwieriger werden, solche "Blockbuster" zu erzeugen, da jeder nur noch individuell schaut. Ohne Social Media wird man dann schnell abgehängt und das ist auch nicht jedermanns Sache.

von CBS - am 06.11.2017 09:55
Zitat

Die Privaten werden über Sat nicht komplett verschlüsseln, entweder SD läuft ewig oder HD+ stirbt.


HD+ ist bisher kein echter Flop, aber der Hit ist es auch nicht. Daher wird man den Status Quo auf lange Zeit so aufrecht erhalten, dazu gibt es bereits offizielle Aussagen von RTL.
Die SD Verbreitung wird man mindestens bis 2023, wahrscheinlich darüber hinaus, fortsetzen. HD+ läuft als Zusatzangebot weiter wie bisher.
Spannender wird sein, wie sich ARD/ZDF hier verhalten werden. Das ZDF hat bereits angekündigt, SD noch lange verlängern zu wollen - man hat wohl einfach Angst, gegenüber den Privaten Zuschauer zu verlieren, wenn man SD abschaltet, obwohl man selbst FTA in HD sendet.
Die ARD ist sich offenbar uneins. Einige ARD Anstalten wollen bis 2020 raus aus SD; andere erst später.

von Terranus - am 06.11.2017 10:20
Zitat
DX OberTShausen
Ich finde 5,75 Euro monatlich gar nicht zu teuer. Wenn ich mir das HD+ Paket für Sat kaufe, dann zahle ich genauso viel.
Das Problem besteht aus meiner Sicht eher darin, dass die meisten Leute nicht bereit sind, sich schon wieder neue Hardware zuzulegen. Die meisten haben sowieso die Möglichkeit, HD+ zu buchen, also wozu braucht man dann freenet TV? Der Anteil derer Leute, die weder Sat noch Kabel haben, ist sehr gering.


Für 5,75 € bekomme ich auch T-Entertain über DSL oder z.B. Sat-HD, was wohl beides in Summe mehr Auswahl und mehr Qualität bieten dürfte.
Vor allem kann ich z.B. Entertain an beliebigen Endgeräten nutzen, während ich das andere Zeugs vermutlich pro Gerät bezahlen darf?

von DH0GHU - am 06.11.2017 10:20
Zitat
DH0GHU
Für 5,75 € bekomme ich auch T-Entertain über DSL oder z.B. Sat-HD, was wohl beides in Summe mehr Auswahl und mehr Qualität bieten dürfte.
Vor allem kann ich z.B. Entertain an beliebigen Endgeräten nutzen, während ich das andere Zeugs vermutlich pro Gerät bezahlen darf?


Ja, natürlich musst Du bei HD+ so viele Karte haben, wie Endgeräte. Wenn es die Zweitkarte vergünstigt, oder sogar kostenfrei gäbe, würde der Schwarzmarkt blühen. Immerhin kann hier der technisch interessierte eine (halblegale) Home-CS-Lösung basteln. Das geht mangels Smart-Card bei Freenet nicht. Hier heißt es wirklich: Pro CI-Modul/Receiver löhnen...


MfG

Studio Leipzig

von Studio Leipzig - am 06.11.2017 11:42
Zitat
w_weinmann
Vom ORF kann man bis auf wenige Ausnahmen in Deutschland nur träumen. Mehr auch nicht. Umgekehrt gibt es keine legale Möglichkeit HD+ oder Freenet in Österreich zu bekommen. Da gibt es auch für "Grenzregionen" keine Ausnahmen.


Dürfte auch mit ein Grund sein, weshalb man den Hochrheinsender ersatzlos abschalten wird, obwohl er weit in die Schweiz empfangbar wäre. Der Markt existiert einfach nicht für Freenet & Co., ebenso hätte man wohl im Elsass interesse, geht aber nicht - offiziell. Allerdings hält es bei Freenet mögliche Kunden auch nicht wirklich ab, sich einen Decoder frei im Geschäft zu besorgen und dann einfach mit der Prepaidkarte, auch im Laden erhältlich, freizuschalten.

von CBS - am 06.11.2017 12:49
Ich glaube vorerst nicht, dass ARD/ZDF und die Privaten, jeweils zu unterschiedlichen Zeiten, das SD-Signal via Sat abschalten. Man findet in ein paar Jahren sicherlich noch ein gemeinsames Datum dafür, nur der Weg bis dahin ist noch weit. Für die Zuseher der Privaten, bei denen SD dafür völlig reicht, kann das nur von Vorteil sein. Somit noch auf etliche Jahre kein "Zwangs HD+" notwendig.

Rein theotetisch könnte man ja, wenn die ÖR eher auf "HD only" gehen möchten, als die Privaten, die Privaten ja in SD auch in H264 bei besseren Bild übertragen und sogar Transponerkapazität sparen.

Es steht ja nirgendwo geschrieben, dass der alte MPEG2-Standard und DVB-S(1) in SD beibehalten werden muss.

von DLR-Fan Sachsen-Anhalt - am 06.11.2017 12:55
Zitat
w_weinmann
@102.1
:joke: Sorry, der war gut.

Vom ORF kann man bis auf wenige Ausnahmen in Deutschland nur träumen. Mehr auch nicht.
Umgekehrt gibt es keine legale Möglichkeit HD+ oder Freenet in Österreich zu bekommen. Da gibt es auch für "Grenzregionen" keine Ausnahmen.


Ja, gut, nur waere hier zwischen "oeffentlich rechtlich" und "privat" zu unterscheiden. Freenet TV waere privat und ist somit ausgeschlossen.

Wie sieht es aber mit oeffentlich rechtlichen Sendern aus Deutschland aus, etwa bei terrestrischem Empfang in der Grenzregion zu der Schweiz oder Oesterreich?

von 102.1 - am 06.11.2017 13:08
Zitat
Studio Leipzig
Zitat
DH0GHU
Für 5,75 € bekomme ich auch T-Entertain über DSL oder z.B. Sat-HD, was wohl beides in Summe mehr Auswahl und mehr Qualität bieten dürfte.
Vor allem kann ich z.B. Entertain an beliebigen Endgeräten nutzen, während ich das andere Zeugs vermutlich pro Gerät bezahlen darf?


Ja, natürlich musst Du bei HD+ so viele Karte haben, wie Endgeräte. Wenn es die Zweitkarte vergünstigt, oder sogar kostenfrei gäbe, würde der Schwarzmarkt blühen. Immerhin kann hier der technisch interessierte eine (halblegale) Home-CS-Lösung basteln. Das geht mangels Smart-Card bei Freenet nicht. Hier heißt es wirklich: Pro CI-Modul/Receiver löhnen...


MfG

Studio Leipzig


Na Danke... Was ein Müll. Bei Entertain gebe ich die Streamadresse im VLC ein (bzw. lade mir die entsprechende Datenbank) und fertig :-/
Ganz egal, ob Laptop oder PC.

von DH0GHU - am 06.11.2017 13:46
Zitat
102.1
Zitat
iro

Da diese nicht verschlüsselt sind, sind sie mit jedem H265-Receiver zu empfangen, soweit die grenznahen Sender reichen. Das Signal macht nicht an der Grenze halt.
Mit einem H264-Receiver (üblicherweise in AUT und NL gehandelt) bleibt der Bildschirm aber schwarz, man muss sich schon einen deutschen receiver kaufen.


Warum bleibt bei den M264-Receiver der Bildschirm schwarz? Wie weis diese Reciever, wo ich mich aufhalte? Via GPS oder so?

Damit hat das nicht zu tun; in Deutschland verwendet man nur kein MPEG-4, sondern HEVC den Nachfolgestandard. Die (meisten) österreichischen Geräte beherrschen den noch nicht. Wenn man einen HEVC-fähigen Fernseher hat, sieht es natürlich besser aus.

Zitat

Wie ist diese Situation mit den Smart-Cards in Grenzregionen zu Deutschland geregelt, bzw. wenn der Empfang von Fernsehen aus Deutschland gewuenscht ist?

Bzw. ist fuer diese Smart-Card ein Wohnsitz in Deutschland zwingend erforderlich?

Wie ist das andersrum, etwa ORF Empfang via DVB-T2 ?

Abgesehen von Privatfernsehen, muesste der oeffentlich-rechtliche Rundfunk via DVB-T2 in den Grenzregionen der jeweiligen Nachbarlaender empfangbar sein?

ORF1+2W sind in Deutschland unverschlüsselt in SD zu empfangen wo Overspill aus AT besteht. Zusätzlich auch noch die Privatsender ATV und ATV2. Die HD-Programme (selbst 3sat HD sind verschlüsselt)

Für FreenetTV kann man m.W. auch eine Guthabenkarte kaufen. Evtl. ist es so auch möglich das im Ausland zu nutzen.

von Zwölf - am 06.11.2017 14:46
Zitat
102.1
Zitat
iro

Da diese nicht verschlüsselt sind, sind sie mit jedem H265-Receiver zu empfangen, soweit die grenznahen Sender reichen. Das Signal macht nicht an der Grenze halt.
Mit einem H264-Receiver (üblicherweise in AUT und NL gehandelt) bleibt der Bildschirm aber schwarz, man muss sich schon einen deutschen Receiver kaufen.


Warum bleibt bei den M264-Receiver der Bildschirm schwarz? Wie weis diese Reciever, wo ich mich aufhalte? Via GPS oder so?

Der Receiver weiß nicht, wo Du Dich aufhältst. In Deutschland wird wird DVB-T2 in H.265 gesendet. Diese Receiver sind abwärtskompatibel und können auch H.264-Signale decodieren.
Die im europäischen Ausland verkauften H.264-Receiver können dagegen aber keine H.265-Signale decodieren.

von iro - am 06.11.2017 14:49
Zitat
iro
Zitat
102.1
Zitat
iro

Da diese nicht verschlüsselt sind, sind sie mit jedem H265-Receiver zu empfangen, soweit die grenznahen Sender reichen. Das Signal macht nicht an der Grenze halt.
Mit einem H264-Receiver (üblicherweise in AUT und NL gehandelt) bleibt der Bildschirm aber schwarz, man muss sich schon einen deutschen Receiver kaufen.


Warum bleibt bei den M264-Receiver der Bildschirm schwarz? Wie weis diese Reciever, wo ich mich aufhalte? Via GPS oder so?

Der Receiver weiß nicht, wo Du Dich aufhältst. In Deutschland wird wird DVB-T2 in H.265 gesendet. Diese Receiver sind abwärtskompatibel und können auch H.264-Signale decodieren.
Die im europäischen Ausland verkauften H.264-Receiver können dagegen aber keine H.265-Signale decodieren.

Danke fuer die Erklaerung. Ich wusste das nicht. Mit einem H265 Receiver bin ich offenbar in ganz Europa auf der sicheren Seite.

von 102.1 - am 06.11.2017 16:03
Zitat
102.1
Das Free TV in Deutschland nicht "free" ist, ist ja leicht auf der Webseite zu sehen:

https://www.freenet.tv/

D.h. 5.75 Euro sind im Monat zu zahlen.

Allerdings wofuer? ........
Wofür? Wohl eher eine philosophische Frage ;-).

Letzte Woche wurden auf Amazon schon freenet-Codes für 61,-€/Jahr angeboten. Mal sehen wie der Börsenkurs sich so macht, wenn die ersten Jahresabos auslaufen....
Vieleicht gibt es dann auch "Verträge" mit Auszahlung, wie früher im Mobilfunk...:bruell:

stefsch

von stefsch - am 07.11.2017 23:15
Zitat

Ähnlich ist es bei Firmen, in denen fast ausnahmslos Leute arbeiten die privat schon den Rundfunkbeitrag zahlen.

Da hat sich aber etwas geändert durch die Haushaltsabgabe.
Zu GEZ-Zeiten mussten die dort in den Firmen arbeiten Leute, die zu Hause bereits einen Beitrag zahlten, für das von ihnen in der Firma betriebene Radio nochmal einen Beitrag zahlen. Und zwar jeder einzelne dort arbeitende Radiobesitzer, bei 50 Radiobesitzern also 50x Beitrag. Jetzt dagegen muss die Firma die Haushaltsabgabe einmal zahlen, egal ob Radios vorhanden sind oder nicht und unabhängig von deren Anzahl und Besitzverhältnissen.

von iro - am 08.11.2017 10:37
Zitat
pomnitz26
Zitat
stefsch
...man könnte den netten Nachbarn (mit Freenet-ABo) fragen, ob über ihn eine "Freenet-Sublizenzsierung" denkbar wäre.....man teilt dann die Gesamtkosten durch 2....:cool:

stefsch
Sowas ähnliches habe ich diesen Monat versucht. Abgezogen wurden 11€. Auf eine Email reagiert man nicht. Wieder abgemeldet. Dann gibt es nur einen Anschluss. Mobilfunker sind doch auch nicht so, Familienpakete sind kein Problem.

Was hast du denn für ein Gerät angemeldet? Für die USB-Sticks gilt das Angebot ja nicht.

von Zwölf - am 08.11.2017 11:03
Ich zumindest denke, dass sich das deutsche Privatfernsehen mit HD+ und Freenet TV sein eigenes Grab geschaufelt hat. Das Geld, das man für Werbung in High Definition ausgibt, ist in einem Abo eines Streamingdienstes aktuell eindeutig besser angelegt (keine Werbung und Filme in 4K sprechen für sich). Wenn man also irgendwann das SD-Signal abschaltet, schießt man sich die werberelevante Zielgruppe selbst aus (siehe DVB-T2). Es bleibt somit abzuwarten, ob die Privaten irgendwann einmal hochwertige Inhalte abliefern, um gegen das Internet bestehen zu können, oder ob sie in der Versenkung verschwinden werden. Der aktuelle Kurs ist der zwanghafte Versuch, dem längst toten Pferd, auf dem man reitet, wieder Leben einzuhauchen. Mit Freenet TV und der aktuellen Programmpalette wird das allerdings nicht funktionieren.

von Lungaharing - am 08.11.2017 21:10
Zitat
Lungaharing
Ich zumindest denke, dass sich das deutsche Privatfernsehen mit HD+ und Freenet TV sein eigenes Grab geschaufelt hat. Das Geld, das man für Werbung in High Definition ausgibt, ist in einem Abo eines Streamingdienstes aktuell eindeutig besser angelegt (keine Werbung und Filme in 4K sprechen für sich). Wenn man also irgendwann das SD-Signal abschaltet, schießt man sich die werberelevante Zielgruppe selbst aus (siehe DVB-T2). Es bleibt somit abzuwarten, ob die Privaten irgendwann einmal hochwertige Inhalte abliefern, um gegen das Internet bestehen zu können, oder ob sie in der Versenkung verschwinden werden. Der aktuelle Kurs ist der zwanghafte Versuch, dem längst toten Pferd, auf dem man reitet, wieder Leben einzuhauchen. Mit Freenet TV und der aktuellen Programmpalette wird das allerdings nicht funktionieren.


Ich sehe das auch so. Ich denke, dass der Kunde nicht bereit ist, extra zu zahlen, was er ueber Streamingdienste besser bekommt und dies wie von Dir beschrieben, werbefrei.

Freenet TV sehe ich in Deutschland einen Strategiefehler der Privatsender, und einen Marketingfehler was den Namen betrifft. "Free" und dennoch zahlen? Nee, das geht mal gar nicht. Was als "Free" vermarktet wird, muss auch kostenlos sein.

Freeview und Freesat in UK sind auch wirklich "free" also kostenlos, ausser der TV license.

von 102.1 - am 09.11.2017 08:37
...eben, viele Leute achten mehr auf die Verpackung als auf den Inhalt. Möglicherweise hat "freenet" (man sollte die Anführungszeichen benutzen wie früher die BILD beim Wort "DDR" :xcool:) durch sein Marketing (immerhin hat das Privatfernsehen mit freenet.de auch eine einheitliche "Landingpage") für drei bundesweit identische Muxe, einen größeren Erfolg als die alten T1 SAT/RTL-Muxe + regional unterschiedliche Privatmuxe, um die sich nie jemand marketingtechnisch gekümmert hat. Ich habe so den Eindruck, wenn irgendwo HD draufsteht, schaltet das Hirn in den Suspend-Mode und das Portemonnaie öffnet sich selbsttätig :gruebel:. Es gibt ja auch den Spruch: was nix kostet, ist auch nix :bloed:
Ok, wenn dem terr. linearen Fernsehen (speziell dem ö.-r. TV) so das überleben gesichert wird, kann ich das akzeptieren. Ich werde "freenet" nicht unterstützen!

stefsch

von stefsch - am 09.11.2017 10:18
Zitat
DH0GHU
Der Name kommt halt vom Eigner, Freenet. Deren Telefonangebote waren auch schon nicht "free", und der Kunde will ja eh vera..... werden ;-)

Wobei Mobilfunk halt schon immer gekostet hat. Aber wenn etwas bislang kostenloses ab dem Zeitpunkt zu dem es kostenpflichtig wird in "free" umbenannt wird fühlen sich die bisherigen Nutzer dieses Angebots natürlich irgendwie vera... Da gab's einige Leute die eh schon sauer waren, dass die Privaten terrestrisch nur noch gegen Bezahlung zu haben sind und dass der Betreiber die Kosten dann auch noch bagatellisiert indem er es "FreenetTV" nennt hat die Sache dann halt nicht besser gemacht. Da war zum Start in der Hinsicht einiges Los auf der Facebookseite von FreenetTV. Man hätte es genauso auch "debitelTV" oder so nennen können.
Aber irgendwie scheinen solche unpassenden Namen für solche Angebote in zu sein. Man denke an SimpliTV in Österreich, das im vergleich zum normalen DVB-T überhaupt nicht simply ist, sondern recht umständlich mit Modul und Registrierung.

von Zwölf - am 09.11.2017 11:02
Zitat
Zwölf
Zitat
DH0GHU
Der Name kommt halt vom Eigner, Freenet. Deren Telefonangebote waren auch schon nicht "free", und der Kunde will ja eh vera..... werden ;-)

Wobei Mobilfunk halt schon immer gekostet hat. Aber wenn etwas bislang kostenloses ab dem Zeitpunkt zu dem es kostenpflichtig wird in "free" umbenannt wird fühlen sich die bisherigen Nutzer dieses Angebots natürlich irgendwie vera... Da gab's einige Leute die eh schon sauer waren, dass die Privaten terrestrisch nur noch gegen Bezahlung zu haben sind und dass der Betreiber die Kosten dann auch noch bagatellisiert indem er es "FreenetTV" nennt hat die Sache dann halt nicht besser gemacht. Da war zum Start in der Hinsicht einiges Los auf der Facebookseite von FreenetTV. Man hätte es genauso auch "debitelTV" oder so nennen können.
Aber irgendwie scheinen solche unpassenden Namen für solche Angebote in zu sein. Man denke an SimpliTV in Österreich, das im vergleich zum normalen DVB-T überhaupt nicht simply ist, sondern recht umständlich mit Modul und Registrierung.


Beim oesterreichischen Simpli-Fernsehen wird ja im Gegenzug zu Deutschland zumindest ein fremdsprachiges Programm, und zwar CNN International verbreitet.Vielleicht will man hier auf den Tourismus-Bezug von Oesterreich hinweisen. An sonsten duerften die Inhalte ziemlich aehnlich sein, die Oesterreich-Versionen, von Privatsendern aus Deutschland.

Ich denke, was heute im Privatfernsehen in Deutschland oder Oesterreich geboten wird, dafuer wuerde ich kein Geld zahlen wollen, egal welcher Betrag.

von 102.1 - am 09.11.2017 14:12
Zitat
102.1
Zitat
Zwölf
Zitat
DH0GHU
Der Name kommt halt vom Eigner, Freenet. Deren Telefonangebote waren auch schon nicht "free", und der Kunde will ja eh vera..... werden ;-)

Wobei Mobilfunk halt schon immer gekostet hat. Aber wenn etwas bislang kostenloses ab dem Zeitpunkt zu dem es kostenpflichtig wird in "free" umbenannt wird fühlen sich die bisherigen Nutzer dieses Angebots natürlich irgendwie vera... Da gab's einige Leute die eh schon sauer waren, dass die Privaten terrestrisch nur noch gegen Bezahlung zu haben sind und dass der Betreiber die Kosten dann auch noch bagatellisiert indem er es "FreenetTV" nennt hat die Sache dann halt nicht besser gemacht. Da war zum Start in der Hinsicht einiges Los auf der Facebookseite von FreenetTV. Man hätte es genauso auch "debitelTV" oder so nennen können.
Aber irgendwie scheinen solche unpassenden Namen für solche Angebote in zu sein. Man denke an SimpliTV in Österreich, das im vergleich zum normalen DVB-T überhaupt nicht simply ist, sondern recht umständlich mit Modul und Registrierung.


Beim oesterreichischen Simpli-Fernsehen wird ja im Gegenzug zu Deutschland zumindest ein fremdsprachiges Programm, und zwar CNN International verbreitet.Vielleicht will man hier auf den Tourismus-Bezug von Oesterreich hinweisen. An sonsten duerften die Inhalte ziemlich aehnlich sein, die Oesterreich-Versionen, von Privatsendern aus Deutschland.

Ich denke, was heute im Privatfernsehen in Deutschland oder Oesterreich geboten wird, dafuer wuerde ich kein Geld zahlen wollen, egal welcher Betrag.

Für mich persönlich ist der entscheidende programmliche Unterschied zwischen FreenetTV und SimpliTV, dass bei SimpliTV auch SRF1 und SRFzwei HD dabei sind. Die beiden Programme könnten mich tatsächlich dazu bringen über ein Abo nachzudenken. Aber FreenetTV hat die nicht dabei und die Österreicher wollen kein Geld von Deutschen.

von Zwölf - am 09.11.2017 14:22
Zitat
Zwölf
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102.1
Zitat
Zwölf
Zitat
DH0GHU
Der Name kommt halt vom Eigner, Freenet. Deren Telefonangebote waren auch schon nicht "free", und der Kunde will ja eh vera..... werden ;-)

Wobei Mobilfunk halt schon immer gekostet hat. Aber wenn etwas bislang kostenloses ab dem Zeitpunkt zu dem es kostenpflichtig wird in "free" umbenannt wird fühlen sich die bisherigen Nutzer dieses Angebots natürlich irgendwie vera... Da gab's einige Leute die eh schon sauer waren, dass die Privaten terrestrisch nur noch gegen Bezahlung zu haben sind und dass der Betreiber die Kosten dann auch noch bagatellisiert indem er es "FreenetTV" nennt hat die Sache dann halt nicht besser gemacht. Da war zum Start in der Hinsicht einiges Los auf der Facebookseite von FreenetTV. Man hätte es genauso auch "debitelTV" oder so nennen können.
Aber irgendwie scheinen solche unpassenden Namen für solche Angebote in zu sein. Man denke an SimpliTV in Österreich, das im vergleich zum normalen DVB-T überhaupt nicht simply ist, sondern recht umständlich mit Modul und Registrierung.


Beim oesterreichischen Simpli-Fernsehen wird ja im Gegenzug zu Deutschland zumindest ein fremdsprachiges Programm, und zwar CNN International verbreitet.Vielleicht will man hier auf den Tourismus-Bezug von Oesterreich hinweisen. An sonsten duerften die Inhalte ziemlich aehnlich sein, die Oesterreich-Versionen, von Privatsendern aus Deutschland.

Ich denke, was heute im Privatfernsehen in Deutschland oder Oesterreich geboten wird, dafuer wuerde ich kein Geld zahlen wollen, egal welcher Betrag.

Für mich persönlich ist der entscheidende programmliche Unterschied zwischen FreenetTV und SimpliTV, dass bei SimpliTV auch SRF1 und SRFzwei HD dabei sind. Die beiden Programme könnten mich tatsächlich dazu bringen über ein Abo nachzudenken. Aber FreenetTV hat die nicht dabei und die Österreicher wollen kein Geld von Deutschen.


Hinsichtlich SRF1 und SRF 2 wuerde ich eigentlich auch zustimmen. Die Frage ist halt hier, wie lange bleiben diese Programme dabei?

von 102.1 - am 09.11.2017 14:29
Zitat
102.1
Beim oesterreichischen Simpli-Fernsehen wird ja im Gegenzug zu Deutschland zumindest ein fremdsprachiges Programm, und zwar CNN International verbreitet.Vielleicht will man hier auf den Tourismus-Bezug von Oesterreich hinweisen. An sonsten duerften die Inhalte ziemlich aehnlich sein, die Oesterreich-Versionen, von Privatsendern aus Deutschland.


In Deutschland sind CNN, NHK World, France24 und Bloomberg als englischsprachige Programme dabei. In der Programmliste sind sie direkt als Internetstream verfügbar. Die Bildqualität entspricht in etwa den SD-Ausstrahlungen über Astra.

von Mujek3 - am 09.11.2017 14:45
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102.1
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Zwölf
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102.1
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Zwölf
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DH0GHU
Der Name kommt halt vom Eigner, Freenet. Deren Telefonangebote waren auch schon nicht "free", und der Kunde will ja eh vera..... werden ;-)

Wobei Mobilfunk halt schon immer gekostet hat. Aber wenn etwas bislang kostenloses ab dem Zeitpunkt zu dem es kostenpflichtig wird in "free" umbenannt wird fühlen sich die bisherigen Nutzer dieses Angebots natürlich irgendwie vera... Da gab's einige Leute die eh schon sauer waren, dass die Privaten terrestrisch nur noch gegen Bezahlung zu haben sind und dass der Betreiber die Kosten dann auch noch bagatellisiert indem er es "FreenetTV" nennt hat die Sache dann halt nicht besser gemacht. Da war zum Start in der Hinsicht einiges Los auf der Facebookseite von FreenetTV. Man hätte es genauso auch "debitelTV" oder so nennen können.
Aber irgendwie scheinen solche unpassenden Namen für solche Angebote in zu sein. Man denke an SimpliTV in Österreich, das im vergleich zum normalen DVB-T überhaupt nicht simply ist, sondern recht umständlich mit Modul und Registrierung.


Beim oesterreichischen Simpli-Fernsehen wird ja im Gegenzug zu Deutschland zumindest ein fremdsprachiges Programm, und zwar CNN International verbreitet.Vielleicht will man hier auf den Tourismus-Bezug von Oesterreich hinweisen. An sonsten duerften die Inhalte ziemlich aehnlich sein, die Oesterreich-Versionen, von Privatsendern aus Deutschland.

Ich denke, was heute im Privatfernsehen in Deutschland oder Oesterreich geboten wird, dafuer wuerde ich kein Geld zahlen wollen, egal welcher Betrag.

Für mich persönlich ist der entscheidende programmliche Unterschied zwischen FreenetTV und SimpliTV, dass bei SimpliTV auch SRF1 und SRFzwei HD dabei sind. Die beiden Programme könnten mich tatsächlich dazu bringen über ein Abo nachzudenken. Aber FreenetTV hat die nicht dabei und die Österreicher wollen kein Geld von Deutschen.


Hinsichtlich SRF1 und SRF 2 wuerde ich eigentlich auch zustimmen. Die Frage ist halt hier, wie lange bleiben diese Programme dabei?

Ich würde vermuten dauerhaft. Ich meine mal wo gelesen zu haben, dass die beiden Programme auch österreichweit ins Kabel eingespeist werden. Und Kabel BW hat die ja auch viele Jahre in ganz BW verbreitet. Dort sind sie erst großflächig rausgeschmissen worden, als Unitymedia KabelBW übernommen hatte und meinte das BW-Netz an die Netze in den anderen Bundesländern anpassen zu müssen.

Zitat

In Deutschland sind CNN, NHK World, France24 und Bloomberg als englischsprachige Programme dabei. In der Programmliste sind sie direkt als Internetstream verfügbar. Die Bildqualität entspricht in etwa den SD-Ausstrahlungen über Astra.

Aber 1. können das sehr viele Geräte nicht wiedergeben und 2. kann man dann im Prinzip ja gleich einen IPTV-Anbieter wählen...

von Zwölf - am 09.11.2017 15:24
Ich kann mir nicht vorstellen daß das langfristig wirklich erfolgreich ist.
Beim privaten TV gibt es zwei grundsätzlich verschiedene Geschäftsmodelle:

1. Werbefinanziertes Free-TV.
Bei diesem Geschäftsmodell ist das Produkt, welches verkauft wird, Werbung. Damit das funktioniert und ordentliche Preise für die Werbezeit verlangt werden können ist es notwendig daß die Programmanbieter gegenüber der werbenden Industrie eine möglichst hohe Anzahl an Zuschauern (aka Werbeempfänger) nachweisen können. Das ist nur möglich wenn die Werbung, äh pardon, das Programm über möglichst viele Plattformen übertragen wird und für den Zuschauer mit geringstem Aufwand empfangbar ist. Ähnlich wie z.B. die Einwurf-Werbung welche wöchentlich meinen Briefkasten füllt. Kein Mensch holt sich freiwillig die Werbung irgendwo selbst ab weil er sie möchte - Werbung muß immer regelrecht aufgedrängt werden damit sie funktioniert.

2. Über Abo-Gebühren finanziertes Pay-TV.
Bei diesem Geschäftsmodell muß der Programminhalt, die Übertragungskosten und auch die notwendige Technik, etc... über Abo-Gebühren finanziert werden.
Damit das funktioniert müssen die Zuschauer bereit sein dafür ihr schwer verdientes Geld zu bezahlen - und das sind sie nur wenn sie dafür auch einen entsprechenden Gegenwert bekommen. Z.B. in Form von exclusiven Inhalten (Sport wie Bundesliga, neueste Kino-Filme ohne Werbeunterbrechung...) oder in Form von besonders hochwertigen Inhalten welche man so im Free-TV sonst nicht findet (z.B. selbst produzierte aufwändige und auserlesene Filme und Serien).

Die deutschen Privatsender haben es nun fertig gebracht ein neues Geschäftsmodell zu kreieren welches die Nachteile beider o.G. Modelle kombiniert:
Sie bieten die übliche billigst produzierte Free-TV-Kost - bis zur unkenntlichkeit durch Werbung zerstückelt und mit Pling-pling-Werbeeinblendungen kaputt gemacht - und sperren dabei auch noch einen Großteil der potentiellen Werbe-Empfänger mit einer Paywall aus.
Also das kann doch nur in die Hose gehen.

von Loger - am 09.11.2017 18:08
Zitat
Zwölf
Zitat

In Deutschland sind CNN, NHK World, France24 und Bloomberg als englischsprachige Programme dabei. In der Programmliste sind sie direkt als Internetstream verfügbar. Die Bildqualität entspricht in etwa den SD-Ausstrahlungen über Astra.


Aber 1. können das sehr viele Geräte nicht wiedergeben und 2. kann man dann im Prinzip ja gleich einen IPTV-Anbieter wählen...


Wiedergabefähige Geräte und Internet sind tatsächlich ein Problem, wobei meine heutzutage schon eher langsame 6000er Leitung vollkommen ausreichend ist. Im Gegensatz zu IPTV-Angeboten, die direkt am TV verfügbar sind wie Entertain, ist Connect kostenlos und funktioniert auch ohne Freenetmodul. Ich halte das Angebot jedenfalls für eine praktische und sinnvolle Ergänzung.

von Mujek3 - am 09.11.2017 18:51
Zitat
Loger
Die deutschen Privatsender haben es nun fertig gebracht ein neues Geschäftsmodell zu kreieren welches die Nachteile beider o.G. Modelle kombiniert:
Sie bieten die übliche billigst produzierte Free-TV-Kost - bis zur unkenntlichkeit durch Werbung zerstückelt und mit Pling-pling-Werbeeinblendungen kaputt gemacht - und sperren dabei auch noch einen Großteil der potentiellen Werbe-Empfänger mit einer Paywall aus.
Also das kann doch nur in die Hose gehen.


Solange es genug Dumme gibt, die dafür bezahlen, werden sie es weiter so machen. Wenn mal die Einschaltquoten in den Keller rauschen, werden sie auch HD wieder unverschlüsselt verbreiten um Marktanteile zurückzuholen.

von Stefan Heimers - am 10.11.2017 11:38
Zitat
Loger

1. Werbefinanziertes Free-TV.
Bei diesem Geschäftsmodell ist das Produkt, welches verkauft wird, Werbung. Damit das funktioniert und ordentliche Preise für die Werbezeit verlangt werden können ist es notwendig daß die Programmanbieter gegenüber der werbenden Industrie eine möglichst hohe Anzahl an Zuschauern (aka Werbeempfänger) nachweisen können. Das ist nur möglich wenn die Werbung, äh pardon, das Programm über möglichst viele Plattformen übertragen wird und für den Zuschauer mit geringstem Aufwand empfangbar ist. Ähnlich wie z.B. die Einwurf-Werbung welche wöchentlich meinen Briefkasten füllt. Kein Mensch holt sich freiwillig die Werbung irgendwo selbst ab weil er sie möchte - Werbung muß immer regelrecht aufgedrängt werden damit sie funktioniert.

2. Über Abo-Gebühren finanziertes Pay-TV.
Bei diesem Geschäftsmodell muß der Programminhalt, die Übertragungskosten und auch die notwendige Technik, etc... über Abo-Gebühren finanziert werden.
Damit das funktioniert müssen die Zuschauer bereit sein dafür ihr schwer verdientes Geld zu bezahlen - und das sind sie nur wenn sie dafür auch einen entsprechenden Gegenwert bekommen. Z.B. in Form von exclusiven Inhalten (Sport wie Bundesliga, neueste Kino-Filme ohne Werbeunterbrechung...) oder in Form von besonders hochwertigen Inhalten welche man so im Free-TV sonst nicht findet (z.B. selbst produzierte aufwändige und auserlesene Filme und Serien).

Die deutschen Privatsender haben es nun fertig gebracht ein neues Geschäftsmodell zu kreieren welches die Nachteile beider o.G. Modelle kombiniert:
Sie bieten die übliche billigst produzierte Free-TV-Kost - bis zur unkenntlichkeit durch Werbung zerstückelt und mit Pling-pling-Werbeeinblendungen kaputt gemacht - und sperren dabei auch noch einen Großteil der potentiellen Werbe-Empfänger mit einer Paywall aus.
Also das kann doch nur in die Hose gehen.


In UK trifft mehrheitlich nur die erste von Dir geschilderte Variante auf und zwar in Form von Freeview. Freeview ist auch wirklich "free" in UK. ( Das gleiche trifft auf Freesat zu ) Die zweite Variante, also PayTV mit Abo-Gebuehren, gibt es auch in UK, fuer div. Programme die aktuelle Filme oder Sport verbreiten.

von 102.1 - am 10.11.2017 12:17
Zitat
DLR-Fan Sachsen-Anhalt
In Deutschland aber "Freenet", damit trägt dieser Name wirklich absolut zur Verwirrung bei. Daß die Verantwortlichen das durchgehen ließen, das erschließt sich mir gar nicht.

Free ist frei und heißt für mich immer ohne extra Gebühr und ohne Abo, siehe Beispiel in GB.

Sowas muss dann erst recht ein Ausländer, der englisch kann, und nach Deutschland kommt und hier vielleicht leben möchte, erst mal begreifen, dass man für "Freenet" in Deutschland etwas zu bezahlen hat. :wall:


Mir ging es exakt so. Zudem ist es so, dass man als Auslaender Deutsches Privatfernsehen nicht umbedingt als positiv aufnimmt und die Art der Unterhaltung nicht wirklich Unterhaltung ist. ( Etwa "Dschungelcamp" oder "Deutschland sucht einen Superstar" oder auch die ganzen Synchronfilme. Dafuer auch noch zahlen zu muessen, was als "Free" vermarktet wird und ohnehin Kommerz ist, erschliesst sich fuer einen eben nicht.

Hinzu sei aber auch gesagt, dass Deutschland's oeffentlich rechtliches Fernsehen oft mehr tiefgehende Dokumentationen oder Reiseberichte bringt, die es selbst auf BBC oder RTE auf diese Art nicht gibt.

Ich fand auch in Deutschland andere Begriffe sonderbar, etwa "Flatrate" und dessen Unerschied zu "echter Flatrate". Denn Flatrate im Internet, war offenbar nicht wirklich flat, es war irgendwie limitiert. Selbst vor der Einfuehrung von DSL gab es in UK oder Canada bereits Flatrates die zeitlich sowie vom Datenvolumen unbegrenzt waren, allerdings zu damaligen Uebertragungsraten, die mit Heute kaum mithalten koennen.

Auch der Begriff "Debitel" ist seltsam fuer mich mich. Meine Bank in UK oder Irland gab mir eine Debit card. Was genau sollte dann ein "Debitel" sein? Dass man fuers Telephonieren zahlen muss, dass die monatliche Rechnung vom Konto abgezogen wird, "is being debited" ist wohl klar, allerdings waere dies im Anglo Raum nie etwas was extra zu vermarktet waere.

Spaeter lernte ich, dass Debitel von Debis kommt. Ist man nicht Deutscher, oder kennt die Branche kaum, weis man es einfach nicht.

von 102.1 - am 10.11.2017 13:29
Zitat
stefsch
Zitat
Stefan Heimers
Solange es genug Dumme gibt, die dafür bezahlen, werden sie es weiter so machen. ....
Sie sterben wohl nie aus.....siehe http://www.dehnmedia.de/?page=update&subpage=arch1711 Beitrag vom 10.11.2017 :bloed:

stefsch


875.000 zahlende Kunden für freenet bis Ende September 2017 und Erhöhung der Sollzahlen auf 950.000 Kunden bis Jahresende sind in der Tat beeindruckend. Hätte ich niemals erwartet.

Man muss es aber positiv sehen: Die Abonnenten für das private Werbefernsehen erhöhen automatisch die Wahrscheinlichkeit, dass ARD und ZDF terrestrisch abgesichert weitersenden können.

Falls freenet gescheitert und abgeschaltet worden wäre (was ich einerseits begrüßt hätte), wäre die Existenz der Terrestrik TV-Ausstrahlung für ARD und ZDF auf dem Spiel gestanden. Die KEF hätte dann sicher den Stecker gezogen. Dies hätte ich außerordentlich bedauert.

http://www.freenet-group.de/presse/freenet-ag-mit-stark-gestiegenem-konzernergebnis-und-nach-oben-korrigiertem-zielwert-fuer-dvbt2kunden_6351360_4496444.html

von transponder - am 10.11.2017 14:51
Zitat
transponder


875.000 zahlende Kunden für freenet bis Ende September 2017 und Erhöhung der Sollzahlen auf 950.000 Kunden bis Jahresende sind in der Tat beeindruckend. Hätte ich niemals erwartet.

Man muss es aber positiv sehen: Die Abonnenten für das private Werbefernsehen erhöhen automatisch die Wahrscheinlichkeit, dass ARD und ZDF terrestrisch abgesichert weitersenden können.

Falls freenet gescheitert und abgeschaltet worden wäre (was ich einerseits begrüßt hätte), wäre die Existenz der Terrestrik TV-Ausstrahlung für ARD und ZDF auf dem Spiel gestanden. Die KEF hätte dann sicher den Stecker gezogen. Dies hätte ich außerordentlich bedauert.

http://www.freenet-group.de/presse/freenet-ag-mit-stark-gestiegenem-konzernergebnis-und-nach-oben-korrigiertem-zielwert-fuer-dvbt2kunden_6351360_4496444.html


Diese Befuerchtung habe ich nicht. Wuerde die terrestrische Ausstrahlung der oeffentlich-rechtlichen Sender beendet werden, wuerde automatisch die GEZ-Haushaltsabgabe zur Diskussion stehen. So wie ich Deutschland kenne, wird man eine solche Diskussion auf Biegen und Brechen vermeiden, also muessen die oeffentlich-rechtlichen Sender terrestrisch weitersenden.

von 102.1 - am 10.11.2017 14:56
Zitat
Lungaharing
Zitat
transponder
875.000 zahlende Kunden für freenet bis Ende September 2017 und Erhöhung der Sollzahlen auf 950.000 Kunden bis Jahresende sind in der Tat beeindruckend. Hätte ich niemals erwartet.


Ich habe es mir auch gedacht. Trotzdem stehen auf der anderen Seite die Menschen, die gar kein Privatfernsehen mehr empfangen (QVC etc. mal ausgenommen). Ob sich das Werbetechnisch unterm Strich lohnt, ist wieder eine ganz andere Sache.

Wobei die Frage ist, wie viel Privatfernsehen die anderen geschaut hätten. Vielleicht wären das überwiegend Gelegenheitsschauer oder ö.r.-only-Zuschauer gewesen.

von Zwölf - am 10.11.2017 15:32
Die ÖR würden mit Sicherheit terrestrisch auch ohne die Privatsender weiter senden.

Bei uns in der Gegend gabs vorher, (außer der kostenpflichtige "Viseo+ Unsinn") keine frei empfangbaren Privatsender terrestrisch. Auch jetzt sind die Privatsender nur im Inselbetrieb in Ballungszentren, nur in ein paar mehr als vorher.
In den Ballungsräumen, wo es in T1 schon Privatsender gab, war das terrestrische Fernsehen viel mehr, als bei uns hier in der Gegend, genutzt, Viseo+ war ein Flopp, da über Sat+Kabel in SD frei war und immer noch ist.

Ich sehe keinen Grund, weshalb die ÖR an die terrestrischen Ausstrahlung der Freenet-Plattform gekoppelt sein sollen, da es sowieso schon jetzt deutlich weniger Flächendeckung von Freenet gibt, als bei den ÖR.
Die ÖR haben mindestens 8 Milliarden € an Rundfunkbeiträgen jedes Jahr, damit ist das locker weiter finanzierbar.

von DLR-Fan Sachsen-Anhalt - am 10.11.2017 16:52
Ich habe mir im August einen Transit gemietet für den ganzen Monat, wo man auch drinnen schlafen kann etc, und bin hier von Lohmar, am rhein,Mosel, nahe, main, Altmühltal, Allgäu, schwarzwald, und dann den Rhein hoch und die Lahn mit genommen, und dann die A3 wieder bis Lohmar.

Zusammenfassend würde ich ganz klar sagen, mit ner kleinen Stummel Antenne auf dem Dach, ne ganz knappe 5!

Daneben habe ich ich noch eine 5 Element Antenne die ich natürlich während der Fahrten abbauen mußte, auf dem Dach gehabt, damit habe ich ne 3 erreicht gehabt.

Mosel, Teile im Schwarzwald, Altmühltal, Absolut kein empfang! Dazwischen irgendwo selbst auf freiem offenem Gelände kam auch nix Brauchbares mehr an.

Der flache Satspiegel hat deutlich gewonnen! Wir haben Telekom und o2 Getestet. Hier Lag die Telekom nicht ganz so weit vorn wie ich es gedacht hätte. Getestet mit Zattoo und HD.

Insgesamt kann man sagen Ist Freenet TV Eine art Lotterie, meist geht es teils nicht, oder halt mit abbrüchen(Wetterbedingt etc)

Besser ne sat schüssel kaufen, gibt auch ganz flache, damit ist man immer auf der sicheren seite!

von Rheinländer - am 10.11.2017 16:59
Die DVB-T Ausstrahlung wird neben der DVB-S ausstrahlung auch als Backup und Druckmittel bzw Absicherung benötigt und rechtfertigt natürlich auch das Argument, warum man keine Einspeisegebühren im Kabel möchte.

Ich persönlich habe eine eigene Meinung zu diesem Thema.

Fremde Dritte Programme müssen immer für die Einspeisung zahlen. Die anderen "GEZ"-Programme, also die Programme für die man Beiträge bezahlt, müssen eingespeist werden. Ist eine keine DVB-T Versorgung vorhanden, müssen hierfür gebühren bezahlt werden, ansonsten nicht.

Die Versorgung, ob AUßen, Zimmer oder Dachantenne und die Abdeckung in % müsste man festlegen.

von Göttelborn - am 10.11.2017 18:22
Zitat

Fremde Dritte Programme müssen immer für die Einspeisung zahlen.

Dürfen die das überhaupt? Z.B. der BR bekommt ja nur Rundfunkbeiträge von bayerischen Beitragszahlern. Es wäre nun nicht im Sinne des bayerischen Beitragszahlers (um nicht zu sagen eine Verschwendung), wenn damit die Kabeleinspeisung in z.B. NRW bezahlt würde. Aber gut, das BR Fernsehen muss ja auch nicht unbedingt bundesweit im Kabel sein.

Ich bin gerade gar nicht sicher, ob es vielleicht schon so ist wie du schreibst, und die Kabelanbieter die fremden Dritten freiwillig kostenlos verbreiten.

von Zwölf - am 10.11.2017 18:38
Ich glaube der Fehler bei der Diskussion liegt in der wörtlichen Übersetzung von Freenet im Sinne von Frei = kostenlos.

DVB-T ist zwar als Überallfernsehen 2003/2004 beworben worden, aber bei DVB-T2 HD wurde dieses Argument nicht mehr verwendet. Der Empfang über eine Stummelantenne im Schwarzwald wurde nie beworben. Es sollte nur der Empfang in Ballungsräumen möglich sein und dort funktionierte es bis zur Umstellung auf DVB-T2. Ich kenne keinen Diversity-Stick für DVB-T2 HD, der mobilen Empfang ermöglicht. Bei DVB-T ging immer besser mit 2 Antennen, mit einer Antenne stockte DVB-T auch schon mal z.B. mit dem Tivisen.

Etwas Geschichte:
1996:
https://web.archive.org/web/19961222164530/http://www.freenet.de

2000:
https://web.archive.org/web/20000302233521/http://www.freenet.de

2002:
https://web.archive.org/web/20020126095939/http://www.freenet.de:80/freenet/

2010:
https://web.archive.org/web/20100504000323/http://www.freenet.de:80/index.html/

von Seltener Besucher - am 12.11.2017 21:35
Zitat
DLR-Fan Sachsen-Anhalt
Die ÖR würden mit Sicherheit terrestrisch auch ohne die Privatsender weiter senden.

Bei uns in der Gegend gabs vorher, (außer der kostenpflichtige "Viseo+ Unsinn") keine frei empfangbaren Privatsender terrestrisch. Auch jetzt sind die Privatsender nur im Inselbetrieb in Ballungszentren, nur in ein paar mehr als vorher.
In den Ballungsräumen, wo es in T1 schon Privatsender gab, war das terrestrische Fernsehen viel mehr, als bei uns hier in der Gegend, genutzt, Viseo+ war ein Flopp, da über Sat+Kabel in SD frei war und immer noch ist.

Ich sehe keinen Grund, weshalb die ÖR an die terrestrischen Ausstrahlung der Freenet-Plattform gekoppelt sein sollen, da es sowieso schon jetzt deutlich weniger Flächendeckung von Freenet gibt, als bei den ÖR.
Die ÖR haben mindestens 8 Milliarden € an Rundfunkbeiträgen jedes Jahr, damit ist das locker weiter finanzierbar.

Die KEF hat in ihren Berichten deutlich gemacht, dass ab einem bestimmten Schwellenwert bei den Haushalten, die terrestrisch ihre linearen TV-Programme empfangen, aus wirtschaftlichen Gründen KEINE Gebührenmittel dafür mehr bewilligt werden.
Würde freenet scheitern und die privaten Programme nicht mehr terrestrisch verbreitet, würden die Haushalte, die ausschließlich terrestrisch lineares TV empfangen, stark sinken. Die KEF würde ab einem gewissen Punkt ARD und ZDF auffordern, ihre terrestrische Ausstrahlung einzustellen bzw. dafür keine Gebührenmittel mehr bereitstellen.
Die Mobilfunker machen über die Politik sowieso Druck, dass sie möglichst bald selbst über das gesamte UHF-Band verfügen können und halten die terrestrische TV-Ausstrahlung in der heutigen Zeit für unnötigen Luxus.

von transponder - am 13.11.2017 15:00
Zitat
transponder
Die Mobilfunker machen über die Politik sowieso Druck, dass sie möglichst bald selbst über das gesamte UHF-Band verfügen können und halten die terrestrische TV-Ausstrahlung in der heutigen Zeit für unnötigen Luxus.
Mit seit Jahren genehmigten aber vollkommen ungenutzten Koordinationen sieht es wohl tatsächlich sehr voll aus. Stream On vermarkten, Handys schneller kaputt bekommen mit fest verbauten Akkus um noch mehr verkaufen zu können. Wer kann wie lange über den Akku streamen? Selbst mit Power Bank bei optimal funktionierenden Netz schwierig. Gut, mein alter gebrauchter tragbarer DVB-T Fernseher hält den ganzen Tag im Akku Betrieb, ist aber Mobil auch nicht wirklich nutzbar. Der neue DVB-T2 Empfänger ist im Punkt Akku dem alten massiv unterlegen. Kann man auch gleich das Handy nehmen.

von pomnitz26 - am 13.11.2017 15:24
Ausgeschlossen ist nichts. Wenn Freenet gut anläuft kann es durchaus weiter ausgebaut werden, spätestens wenn die privaten in SD über Sat verschwinden sollten.

und man muss sich das mal vorstellen im Gegensatz zum Gebührenfinanzierten ZDF hat man in Köln die Leistung von 20 auf 40kW erhöht und auch am Standort des RBB noch einen 15kW Sender installiert.

und machen wir uns nichts vor DVB-T mit Zimmerantenne ist viel einfacher als Sat. Auch schnell an einem Ort Garten etc installiert.

und die Politik des SWR ist Konsequent ohne die 4 Wackelkandidaten hat man natürlich etliche Sender abgeschaltet, aber mit Karlsruhe, Mannheim, Reutlingen und Freiburg-Stadt auch 4 neue Standorte im Kerngebiet in Betrieb genommen.
Der HR hat Angelburg gegen Darmstadt getauscht.

DVB-T macht meiner Meinung nur Sinn, wenn man in der Fläche ein SFN mit mehreren Standorten aufbaut um die Vorteile der Technik nutzen zu können. Die Füllsender in der analogen Zeit wurden ja nicht ohne Grund installiert und die SWR oder auch der SR haben schwierige Gebiete zu versorgen. Der HR kommt mit 8 Sendern aus, der MDR mit 14. Der SWR wird mindestens 20 Sender on air haben.

von Göttelborn - am 14.11.2017 19:55
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