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UHD über HbbTV

Startbeitrag von Studio Leipzig am 17.11.2017 16:46

Hallo,

das ZDF strahlt zurzeit die Serie "Die Bergretter" in UHD/HDR Qualität über HbbTV aus. Auch ProSiebenSat1 hat schon Inhalte per HbbTV in UHD gesendet.

Für das ZDF ist das nicht der erste Versuch mit UHD Inhalten über das Internet. Bereits im Mai 2016 erfolgten UHD-Sendungen der "Terra X" Reihe übers Netz.

Die Frage ist, ob das die Zukunft von UHD in Deutschland werden soll? Einerseits würde der Aufbau von linearen UHD Übertragungswegen sehr lange dauern und sicherlich ziemlich kostenintensiv werden. Andererseits schließt man bei UHD über HbbTV von vorn herein bestimmte Zuschauergruppen aus. Und zwar die im ländlichen Raum mit lahmen Internetverbindungen.

Wie ist eure Meinung? Ist das der richtige Schritt vom ZDF, UHD-Inhalte über HbbTV zu den Zuschauern zu transportieren?

MfG

Studio Leipzig

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Zitat
Studio Leipzig
das ZDF strahlt zurzeit die Serie "Die Bergretter" in UHD/HDR Qualität über HbbTV aus. Auch
ProSiebenSat1 hat schon Inhalte per HbbTV in UHD gesendet.


Ich fände an der Stelle - für die weniger informierten Anwender - eine passendere Formulierung wichtig. Über HbbTV werden keine Inhalte "ausgestrahlt" oder "gesendet" sondern lediglich die TV-Signale mit Quellen im Internet verknüpft.

von EmmWeh - am 17.11.2017 17:29
Zitat
EmmWeh

Ich fände an der Stelle - für die weniger informierten Anwender - eine passendere Formulierung wichtig. Über HbbTV werden keine Inhalte "ausgestrahlt" oder "gesendet" sondern lediglich die TV-Signale mit Quellen im Internet verknüpft.


Ja, ist ein bisschen unglücklich formuliert, sorry. Ich lass das jetzt aber so. Trotzdem danke für den Hinweis.

MfG

Studio Leipzig

von Studio Leipzig - am 17.11.2017 18:07
Solange nicht zu viele Nutzer über das Netz in UHD streamen sehe ich da wenig Probleme. Effizienter wäre allerdings eine Verbreitung mittels IP-Multicast.

Sind Infos zur verwendeten Datenrate bekannt? Codec dürfte H.265 / HEVC sein.
Da dürfte bei vielen Nutzern eine nicht zu vernachlässigende Datenrate zusammen kommen...

von Winnie2 - am 17.11.2017 18:12
Zitat
Winnie2
Sind Infos zur verwendeten Datenrate bekannt? Codec dürfte H.265 / HEVC sein.
Da dürfte bei vielen Nutzern eine nicht zu vernachlässigende Datenrate zusammen kommen...


Siehste, da haben wir das nächste Problem. Nutzer mit limitierten Datenvolumen. Zum Beispiel wenn man mangels DSL LTE nutzt.

MfG

Studio Leipzig

von Studio Leipzig - am 17.11.2017 18:16
Zitat
Studio Leipzig
Siehste, da haben wir das nächste Problem. Nutzer mit limitierten Datenvolumen.

Das kommt noch hinzu.
Ich meinte allerdings dass beim Anbieter eine Menge an Datenvolumen entsteht.

Immerhin muss der Anbieter bei IP-Unicast eine Datenrate von
Datenrate pro Nutzer * Anzahl der Nutzer stemmen.

Wenn man da mal 20 Mbit/s pro Nutzer annimmt und es schauen 1000 Leute dann wären das bereits 20 Gbit/s welche das ZDF ins Netz verteilen müsste.

Streaming per IP-Multicast wird allerdings mittel- bis längerfristig der Standard werden, ganz einfach weil die Verbreitung deutlich preisgünstiger ist im Vergleich zu Broadcast über Funk.

von Winnie2 - am 17.11.2017 18:24
Da ich sowas mit meinem Internet ohnehin nichtmal ansatzweise ausprobieren kann: ist das live oder ist das eine Art Mediathek-Abruf? Weil: wars nicht so, dass das ZDF die Live-Sendeabwicklung nichtmal in 1080p, sondern in 720p aufgebaut hat und somit nichtmal "Full HD" live anbieten köntne? Oder hat sich das inzwischen geändert?

von Chris_BLN - am 17.11.2017 18:53
Beim benutzten Begriff "Senden" denke ich mal an einen IP basierten Multicast. Falls dem nicht so ist, dürfte es sich um eine Art Abruf wie bei einer Mediathek handeln. Aber ich bin da kein Experte. Sondern seit April glücklicher Nutzer einer Glasfaserleitung mit 50 MBit. Eine ganz neue Qualität der Internetnutzung, wenn man nicht mehr auf das Datenvolumen schauen muss. Bei LTE mit 10 GB im Monat und mehreren Endgeräten musste man da immer sehr aufpassen, sonst war schon am 20. Schicht im Schacht.

von dlf-fan - am 17.11.2017 19:15
Zitat
dlf-fan
Beim benutzten Begriff "Senden" denke ich mal an einen IP basierten Multicast.


HbbTV ist Streaming per IP-Unicast. Da wird kein Multicast genutzt.

Es sind sowohl Livestreams als auch vorproduzierte Inhalte möglich.

Livestreams per HbbTV wären mit TV-Liveübertragungen, also "Senden", vergleichbar.

von Winnie2 - am 17.11.2017 19:44
Das ZDF hat in meinen Augen andere Baustellen. Man kürzt als gebührenfinanziertes Programm die DVB-T2 Ausstrahlung vernachlässigt die Fläche und selbst in den Ballungsrümen betreibt die private Konkurenz mittlerweile stärkere Sender.

Wenn ich die Grundversorgung im Griff habe, kann ich auch UHD via hbb-tv anbieten.

Über den Sinn und Unsinn einer Unicastverbindung mit der Datenrate müsste man auch noch diskutieren-

von Göttelborn - am 17.11.2017 20:04
Das Bild ist so wie bei Netflix einfach nur cool und wird als Bonbon noch in HDR :hot:gestreamt, ich denke das ZDF wird auch eine Datenrate von 15,95 Mbits benutzen, den laut Info-Seite(die man aufrufen kann) reicht ein schneller DSL Anschluß mit 16 Mbits. Da viele DSL Nutzer schon eine auf 17 Mbits begrenzte VDSL Leitung geschalten bekommen haben, für ihren gebuchten DSL Anschluß, paßt die Aussage des ZDF. Wer ein bisschen mehr als 16 Mbits hat, der kann ZDF Bergretter in UHD schauen.

von jug - am 17.11.2017 22:28
Die öffentlichen Sender ARD und ZDF müssen sich einen Ausspielweg ausdenken, auf dem modere Bilddarstellung möglich wird und sie das Problem der europaweiten Ausstrahlung über die Astra und die Rechtebezahlung für ganz Europa vermeiden können. Damit scheidet der unverschlüsselte Sat Verbreitungsweg aus. Da eine Verschlüsselung, wie bei den privaten Sendern, wohl bei ARD und ZDF politisch nicht durchsetzbar ist, muß man sich nach anderen Wegen umsehen. Über HbbTV und Geo-Blocking über das Internet, wäre dies ohne Verschlüsselung möglich. Oder man erstellt eine App, wie bei Netflix über die man nur Zugang erhält, wenn man GEZ bezahlt hat.
Diesen Weg würde ich am besten finden, UHD von ARD, ZDF und Arte nur für deutsche GEZ Zahler.

von jug - am 18.11.2017 09:08
Mein Gott, Rentnerihalte, Bergretter, in UHD, was für so eine Innovation. Meine Eltern haben weder einen Internetanschluss noch wissen die was UHD sein soll, die sind um die 80. Auf einen Breitbandanschluss kann ich hier in der Internetwueste von Halle noch mindestens 10 Jahre warten, meine LTE Zelle ist abends auf Ueberlast, bin froh, mit 6M RAM überhaupt noch Amazon Prime nutzen zu können. Hybrid ist hier keine Verbesserung die 800er Lte-Zelle ist eh immer schon lahm zu den Stosszeiten. UHD Streaming in der Internetweste in Deutschland, wir sind auf Platz 30 in Europa, in der Bandbreite, daran ändert sich vorerst nichts. 2050 hat vielleicht mal jeder 50 MBit, vielleicht ist dann UKW noch in Betrieb .... .

von DLR-Fan Sachsen-Anhalt - am 18.11.2017 10:00
@DLR-Fan Sachsen-Anhalt
das ist alles richtig, was du schreibst. Mir persönlich tut es auch leid, das viele Bürger noch von einer 50 Mbits Leitung abgehängt sind. Für dieses Problem habe ich ja gerade Politiker gewählt, die das durchsetzen müssen. Und wenn sie das nicht tun, muß ich als Bürger da Drück machen.

Aber das ändert nichts an der Tatsache, das es für ARD, ZDF und Arte einen modernen Bildausspielweg geben muß, der die europaweite, freie Ausstrahlung umgeht!!! Deutschland kann sich über diesen freien Astra Weg eine UHD Ausstrahlung nicht leisten!!! Ein anderer Weg wäre ein öffentlicher Sammelkanal auf Astra in UHD, der über die Verschlüsselung von HD+ laufen müßte.

von jug - am 18.11.2017 10:16
Ich denke mal dass die ÖR kein UHD über Satellit ausstrahlen werden, weil
- das bislang reine Nische ist
- sicherlich 7 Sat-Transponder zusätzlich für alle TV-Programme notwendig wären; klar, die ÖR würden erst nach der SD-Abschaltung in UHD senden, dennoch wären für UHD mehr Sat-Transponder notwendig im Vergleich zur SD-Ausstrahlung, Den Luxus die Anzahl an Transponder wie zu Zeiten der Analogverbreitung zu finanzieren würde von der KEF nicht mehr abgesegnet werden.
- die Thematik der Eischränkung des Verbreitungsgebietes bei der Sat-Ausstrahlung für bestimmte Inhalte eine Rolle spielt; wobei das sicherlich nur bei zugekauften Inhalten eine Rolle spielt.

Da allerdings alle Bürger mit Breitbandinternet versorgt werde sollen, spätestens bis 2025, wäre das dann für die ÖR der bevorzugte Verbreitungsweg.
Wobei dann unbedingt auf IP-Multicast gesetzt werden müsste, weil IP-Unicast bei einer hohen Anzahl an Nutzern einfach nicht mehr effizient ist.
Die Nutzung von IP-Multicast würde zudem die Begrenzung des Verbreitungsgebietes, wg. den Beschränkungen beim Routing, vereinfachen.

von Winnie2 - am 18.11.2017 11:01
Ich verlange doch keinen Umstieg von ARD und ZDF Arte auf UHD über Astra. Ich wünsche mir einen Ausspielweg für UHD. Dieser könnte für die drei genannten Programme als gemeinsamer Ausspielkanal für UHD Content dienen. Wenn also über den HD Astra-Kanal von den drei Sendern eine Sendung in HD 720p ausgestrahlt wird und die aktuell ausgestrahlte Sendung in UHD Content vorliegt( wie z.B der Bergretter Serie) könnte man diese ausgesuchte Sendung parallel über den gemeinsamen UHD Kanal auch in UHD ausstrahlen.
Das Problem über Astra ist die fehlende Verschlüsselung der öffentlichen Sender für UHD Material.

von jug - am 18.11.2017 11:22
Na warten wir mal erst den nächsten Schritt ab, natives Full HD in der gesamten Kette beim linearen TV. Das reicht für Diagonalen bis 55 Zoll, was die meisten im Wohnzimmer so haben, vollkommen aus. UHD bei einem 40 Zoll-TV und kleiner ist schon ziemlicher Unsinn.
Erst bei Diagonalen jenseits von 55 Zoll spielt UHD sein volles Potential überhaupt aus, vorerst ist es eine Nische beim Streaming, die UHD BDs kosten auch jenseits von Gut und Böse. Dann auch noch das Formatwirrwar bei HDR und HDMI 2.x. UHD-TVs die 2 Jahre alt sind, sind eigentlich schon wieder Schrott... .

von DLR-Fan Sachsen-Anhalt - am 18.11.2017 11:28
Weshalb soll Full-HD der nächste Schritt sein? Dann braucht es wieder neue Hardware. Nein, die sollen gleich auf UHD 2160p gehen. Insofern macht das ZDF hier vieles richtig. Dass die Tests zunächst nur übers Internet laufen, ist für jetzt in Ordnung. ARD und ZDF sollten sich jedoch mittelfristig überlegen, einen Sat-TP bzw. Kabelkanal mit den beiden Hauptprogrammen und, sollte das noch draufpassen, Arte in UHD zu belegen, wie damals bei HD. Dazu müsste über Sat nicht mal unbedingt ein neuer TP gemietet werden, sondern man könnte bei den SD- und HD-Programmen etwas an der Bitrate kürzen und diese sinnvoller über die TP verteilen.

Die anderen ÖR-Programme werden in UHD eh erst nach der SD-Abschaltung (wohl irgendwann zwischen 2020 und 2023) ausgestrahlt werden, also entsteht da kein Zusatzbedarf an Kapazität. Für kleinere Programme wie ARD-alpha, RB und SR ist ein harter Umstieg von HD auf UHD denkbar. HD ist in der Form 720p (und auch 1080i, was für die Privaten gilt) freilich eine Übergangstechnologie und wird dasselbe Schicksal wie SD erleiden, nämlich die Abschaltung innerhalb des nächsten Jahrzehnts.

von GLS - am 18.11.2017 11:54
Ich sage nur, wer 1080p mit UHD/HDR auf einem 49 Zoll Fernseher(Bildschirm neuste Generation -HDR tauglich!) gesehen hat, weis was ich meine. UHD mit HDR ist genial gut.:spos:
Und der größte Fortschritt liegt nicht nur in der Auflösung sondern in der Kombination mit HDR und im erweiterten Farbraum, solche Bilder hat man bei Sky und privaten Sendern in 1080i über Astra noch nie sehen können!

von jug - am 18.11.2017 12:02
Keiner meiner Vorredner bedenkt die europaweiten Kosten einer UHD Ausstrahlung. Kein Programmanbieter wird zulassen, das sein Content unverschlüsselt und mit Aufnahmesperre in UHD europaweit ausgestrahlt wird! Das ist das eigentliche Thema! bessere Bildqualität über Astra der öffentlich rechtlichen Programme wird es wird es aus Kostengründen und Rechtevergabe nicht geben können. Es sei denn, ihr wollt nur Talkshows aus dem Studio sehen. Da reicht aber das aktuelle Niveau von 720p.

von jug - am 18.11.2017 12:10
Meiner Prognose nach werden die ÖR die nächsten 3 bis 4 Jahre ohnehin nur ausgewählte Inhalte in UHD produzieren.
Weshalb sollten die ÖR dann Vollzeit in UHD senden falls nur einige Inhalte in UHD produziert wurden?
Da bietet es sich doch geradezu an diese Inhalte als Internet-Stream bereitzustellen.

Bis (bei den ÖR) eine signifkante Anzahl an Inhalten in 4k produziert werden dürften noch einige Jahre vergehen.
Von daher bezweifel ich ob die Inhalte der ÖR jemals in UHD über Satellit verbreitet werden, falls dann preisgünstigere Verbreitungswege verfügbar sind.

von Winnie2 - am 18.11.2017 14:44
Meiner Meinung ist die aktuelle Lösung mit HbbTV OK bzw. es macht aktuell keinen Sinn, UHD linear auszustrahlen:
- die Inhalte fehlen, mit denen ein sinnvoller Anteil an nativem UHD geboten werden könnte; das kostet auf Produktionsseite ja erstmal viel Geld
- schon jetzt wird in zwei anderen Standards (SD und HD) parallel gesendet
Entsprechend gibt es nur vereinzelt Sendungen - da ist es OK, sie über VoD anzubieten. Genauso die einzelnen Broadcast-Showcases, die es bisher so gab (z.B. UHD-Opern von arte). Ein linearer Kanal bei den ÖR wäre da momentan Perlen vor die Säue.

Es müssten sich UHD-Fernseher erst weiter verbreiten und SD abgeschaltet werden. Wenn dann UHD käme, sollte man aber auf jeden Fall HDR dazunehmen; das ist eine deutliche Verbesserung des Bildeindrucks. HFR ist auch ganz schön; bräuchte ich jetzt halt nicht unbedingt.

[warum jetzt wieder jemand mit Geoblocking um die Ecke kommt für UHD. während SD und HD FTA sind, verstehe ich allerdings nicht]

von Basic.Master - am 18.11.2017 20:39
Die Kunden sind gerade in diesem Jahr vor den Kopf gestoßen worden, nach nur 2 Jahren schon wieder neue Hardware notwendig, in Sachen UHD-TV, wegen nicht unterstützter Standards. Da lachen doch die Hühner. Das ist genau so gekommen, wie man es eigentlich nicht machen sollte, damit verschreckt man viele potentielle Käufer wieder und sie bleiben bei Full-HD-Geräten bis sie kaputt gehen, oder kaufen sich neue Geräte im Billigsegment. Was Hochwertiges bekommt man so nicht nur noch wenig verkauft. Das Betrifft ja die ganze Kette, AV-Receiver usw... . Das geht einfach auch ins Geld, aller 2 Jahre neu anschaffen zu müssen um UpToDate zu sein. Von der Ressourcen Verschwendung mal ganz zu schweigen. Dagegen ist aller paar Jahre mal einen Beistelldecoder wechseln zu müssen einfach Peanuts.

von DLR-Fan Sachsen-Anhalt - am 19.11.2017 11:06
Zitat
DLR-Fan Sachsen-Anhalt
Die Kunden sind gerade in diesem Jahr vor den Kopf gestoßen worden, nach nur 2 Jahren schon wieder neue Hardware notwendig, in Sachen UHD-TV, wegen nicht unterstützter Standards.

Das wäre mir neu. Welche Standards genau meinst du?

von Basic.Master - am 19.11.2017 11:15
Was HDR angeht, gibt es mit HLG keine Probleme - auf älteren UHD-Fernsehern ohne HDR sieht das auch gut aus; ist ja extra abwärtskompatibel entwickelt worden. PQ dagegen wird zwar (üblicherweise) auch angezeigt, aber sieht aus, als ob man einen Grauschleier drübergelegt hätte.
Ergo muss man einfach mit HLG ausstrahlen (was das Gros der HDR-Testsender auch macht), dann gibt es keine Probleme mit älteren Geräten.

Was Audio angeht, hat gerade mal ein HDR-Testsender auf Astra/Hotbird AC-4 aufgeschaltet, und das als zweite Tonspur...da glaube ich viel weniger, dass sich das schnell durchsetzen wird; der Nutzen ist da meines Erachtens viel niedriger.

von Basic.Master - am 19.11.2017 12:07
Das stimme ich dir zu,
TV-Geräte mit 4k-Darstellung aber ohne HDMI 2.x und HDCP 2.2 sind nicht zukunftssicher.
Genau solche Gerätemodelle wurden aber bis 2016(?) verkauft. Vermutlich werden solche Geräte immer noch an nicht genug informierte Leute verramscht.

Für die Übertragung von 4k/50p ist HDMI 2.0 einfach erforderlich. Die alte HDMI-Norm 1.4 unterstützt 4k nur bis 30p.

Die HDR-Thematik kommt da noch hinzu. Wobei für HDR soweit mir bekannt die Decoder 10 Bit pro Farbkanal unterstützen müssen. In ältere Geräte wurden auch Decoderchips verbaut welche nur 8 Bit pro Farbkanal unterstützen.

Wie man sehen kann: Alles nicht so einfach.

von Winnie2 - am 19.11.2017 14:25
Wenn man danach geht darf man sich wohl die nächsten 2 bis 3 Jahre kein TV-Gerät mit UHD kaufen.
U.a. auch wg. der Unterstützung von Videocodecs bei 4k-Bildauflösung
Im Netz werden sich wohl alternative Videocodecs durchsetzen, weil die Nutzung von H.265 vielen Anbietern einfach zu kostspielig ist.
Und dann gibt es zwei Optionen: Entweder das TV-Gerät unterstützt den Codec den der Inhalteanbieter nutzt oder man braucht einen externen Streamingclient...
Natürlich mit eigener Fernbedienung.

von Winnie2 - am 19.11.2017 16:08
Zitat
Basic.Master
...warum jetzt wieder jemand mit Geoblocking um die Ecke kommt für UHD. während SD und HD FTA sind, verstehe ich allerdings nicht...


Da wäre die nächste Frage: Wird den Geoblocking zurzeit überhaupt angewendet? Kann das mal ein freundlicher User mit entsprechender Hardware/Internetanbindung außerhalb von Deutschland testen?

MfG

Studio Leipzig

von Studio Leipzig - am 19.11.2017 16:31
Zitat
Studio Leipzig
Da wäre die nächste Frage: Wird den Geoblocking zurzeit überhaupt angewendet? Kann das mal ein freundlicher User mit entsprechender Hardware/Internetanbindung außerhalb von Deutschland testen?
MfG
Studio Leipzig


Natürlich wird das vom Ausland eingesetzt. ORF und SRG über das Internet -Geoblocking!
Der normale Nutzer kann in D keine ORF/ SRG TV-Blockbuster schauen. ARD und ZDF sind bestimmt weltweit zu sehen, deshalb gibt es da auch keine Blockbuster mehr!

von jug - am 19.11.2017 17:20
Zitat
jug
ARD und ZDF sind bestimmt weltweit zu sehen, deshalb gibt es da auch keine Blockbuster mehr!


Die deutschen ÖR nutzen Geoblocking für Inhalte im Netz für die diese nur Verbreitungsrechte in Deutschland erworben haben, soweit mir das bekannt ist. Für selbstproduzierte Inhalte der ÖR wird kein Geoblocking genutzt.
Bei Verbreitung über Satellit gilt die Verbreitung in Nachbarländer hingegen als technisch bedingte Überreichweite.
Bei IP-Unicast kann jedoch "die Herkunft" jedes einzelnen Nutzesr anhand der IP-Adresse festgestellt werden.

von Winnie2 - am 19.11.2017 17:39
Zitat
Winnie2
Die deutschen ÖR nutzen Geoblocking für Inhalte im Netz für die diese nur Verbreitungsrechte in Deutschland erworben haben, soweit mir das bekannt ist. Für selbstproduzierte Inhalte der ÖR wird kein Geoblocking genutzt.
Bei Verbreitung über Satellit gilt die Verbreitung in Nachbarländer hingegen als technisch bedingte Überreichweite.
Bei IP-Unicast kann jedoch "die Herkunft" jedes einzelnen Nutzesr anhand der IP-Adresse festgestellt werden.


Danke für die Antwort, dann ist die unverschlüsselte Astra HD Übertragung der ÖR die Ursache für fehlende Blockbuster.

von jug - am 19.11.2017 17:44
Das dürfte nicht der einzige Grund sein. Die Privaten strahlen ihr Programm ja auch frei empfangbar in SD über Astra aus.

Die ÖR setzen auf mehr europäische Serien u. Filme, überlassen den Privaten die (Erst-)Ausstrahlung von US-Serien und Hollywood-Filmen.

von Winnie2 - am 19.11.2017 17:52
Mit SD scheint man heute grundsätzlich weniger Rechteprobleme über Sat zu haben. Schon damals in den 90ern musste man auf den Zweikanalton über Sat aus Rechtegründen verzichten (bis man ihn auch terrestrisch in Deutschland aufgab), um so manchen Film und manche Serie noch zeigen zu dürfen. Andere ÖR der Nachbarländer strahlen ja durchaus sog. Blockbuster aus, aber die sind auf Sat dann verschlüsselt oder haben einen Spotbeam. Die freie HD Ausstrahlung der deutschen ÖR ist durchaus ein Problem beim Rechteerwerben. BTT.

von CBS - am 19.11.2017 20:55
Wenn man amerikanische Serien und Filme mag, ist man bei Amazon und Netflix wohl mit am Besten aufgehoben, ist zumindest auch preiswerter als Sky und hat nicht nervige Unterbrechungen wie bei den Privaten.
Das geht wenigstens auch an kleineren Bandbreiten noch zufriedenstellend, natürlich nicht in UHD, mein 6M-RAM-Anschluss macht noch relativ gutes HD-Bild bei Amazon.

Die Eigenproduktionen der ARD und ZDF sind ja enorm, es spielt aber meistens in D in irgend welchen Villenvierteln, und es sind meist nur Besserverdiener, Ärzte, Rechtsanwälte, Lehrer, Ökoleute mit "Political Correctness" und Familienprobleme zu sehen, das spricht meist für Langeweile.

ORF und SRF haben mehr Blochkbuster im Angebot, müssen auch nicht europweit die Rechte einkaufen. Nun kann man argementieren wie man will, aber eine Verschlüsselung von ARD und ZDF über Sat ist unter den derzeitigen Umständen noch nicht durchsetzbar, selbst ein Spotbeam für D würde zumindestens Deutsch-Schweiz und Teile Österreichs immer mit einschließen, ließe sich niemals so hinbekommen wie bei der BBC, da D so zentral liegt.
Unsere Lieblingsurlaubsländer hätten dann allerdings keinen Empfang mehr.

von DLR-Fan Sachsen-Anhalt - am 20.11.2017 07:37
Finde ich grundsätzlich auch gut, dass man das Thema angeht. Allerdings ist das mit dem Internet eher schwierig, weil da entsprechender Internetanschluss Voraussetzung ist. Ich würde mir erstmal einen UHD-Testkanal aller öffentlich-rechtlichen Kanäle wünschen. Hier könnte man dann schonmal expertimentieren und ggf. Highlights wie Bundesliga, WM 2018, olympische Spiele, ausgewählte Filme oder Eigenproduktionen in UHD bereit stellen. Das Zeit wäre mehr als reif dafür, da immer mehr Geräte den UHD Standard beherrschen. Falle es ein Problem mit den Rechten gäbe, könnte man das Material doch vielleicht auch im verschlüsselten UHD Kanal von HD+ ausstrahlen? Dort läuft ja auch nur Testbettrieb.

von zerobase now - am 20.11.2017 09:17
Wenn die Privatsender nach 2022 SD vom Astra nehmen, muß auch für die ÖR eine Lösung für die Verschlüsselung her. Warum sollten den die ÖR nicht auch die HD+ Plattform mit benutzen. Die Zuschauer, die ab 2022 die privaten Sender sehen wollen müssten sich sowieso eine HD+ Karte anschaffen. Die Zuschauer , die nur ÖR in HD oder UHD sehen wollen und GEZ bezahlen, bekommen eine HD+ Karte mit einer Freischaltung dieser ÖR Programme, wer dann noch die 5,75 € bezahlt bekommt auch die Privaten in HD + UDH Kanal der Privaten dazu.
Auch wir Deutschen müssen uns daran gewöhnen, das es mit dem freien Empfang in Europa nun vorbei ist, ob uns das gefällt oder nicht. Das Geld regiert nun mal die Welt.

von jug - am 20.11.2017 11:36
Ich glaube nicht an ÖR in der HD+ Plattform, bei den vielen Gebühreneinnahmen brauchen die das überhaupt nicht und dann pro Gerät zu bezahlen, dass man überhaupt was sieht, ist einfach unverschämt, wenn ich monatlich den Rundfunkbeitrag zahle. Dann würde ich persönlich keine GEZ mehr bezahlen wollen, T2 ist nicht flächendeckend überall in D verfügbar.
Es kann natürlich sein, dass es keine Filme und Sportveranstaltungen in UHD über Sat bei den ÖR geben wird, in HD, so wie jetzt, bleibt sicherlich Alles so wie es ist.

von DLR-Fan Sachsen-Anhalt - am 20.11.2017 12:45
Zitat
DLR-Fan Sachsen-Anhalt
Ich glaube nicht an ÖR in der HD+ Plattform, bei den vielen Gebühreneinnahmen brauchen die das überhaupt nicht und dann pro Gerät zu bezahlen, dass man überhaupt was sieht, ist einfach unverschämt, wenn ich monatlich den Rundfunkbeitrag zahle.


Die öffentlich-rechtlichen wären ja frei, somit müsstes du dafür nicht etxra zahlen. Aber man hätte zumindest schonmal ausgeschlossen, das Leute außerhalb Deutschlands gucken.

von zerobase now - am 20.11.2017 13:38
Zitat
jug
Wenn die Privatsender nach 2022 SD vom Astra nehmen, muß auch für die ÖR eine Lösung für die Verschlüsselung her.


Ich bezweifle stark dass die Privatsendern SD über Astra nach 2022 abschalten werden, dann werden nämlich eine ganze Menge an Zuschauern weg sein u. dadurch die Werbeeinnahmen signifikant sinken.
Das ist die gute Frage ob sich die Privaten diesen Verlust erlauben können u. werden.

von Winnie2 - am 20.11.2017 13:55
In Korea hat auch fast jedes Haus einen Glasfaseranschluss mit Gigabitinternet, das ist mit D nicht vergleichbar, wir haben Schneckentempo, dass wir mal Elektronikvorreiter waren ist mindestens 3 Generationen her... .

Mit Gigabitanschluss ist 4k/8k überhaupt kein Problem.

von DLR-Fan Sachsen-Anhalt - am 20.11.2017 15:08
Zitat
jug
ARD und ZDF sind bestimmt weltweit zu sehen, deshalb gibt es da auch keine Blockbuster mehr!


Hier in Österreich kann ich etwa die Hälfte der ÖR Programme als Livestream sehen:

- Das Erste, ONE, Tagesschau24, 3sat, BR, HR, NDR, WDR sind nutzbar (nur vereinzelte Sendungen können blockiert sein)
- ZDF, ZDFneo, ZDFinfo, KiKA, Phoenix, arte, MDR, RBB, SWR, Alpha sind hingegen dauerhaft blockiert.

von Cha - am 20.11.2017 20:56
Hallo,

die UHD Version der "Terra-X" Folge: "Mythos Wolfskind" liegt übrigens noch der ZDF Internetseite. Ist auch im HDR Modus aufgenommen. 44 Minuten lang und hat 4,6 GB. Ich ziehe es mir gerade auf den Stick.

MfG

Studio Leipzig

von Studio Leipzig - am 21.11.2017 15:39
Zitat
Studio Leipzig
Hallo,
die UHD Version der "Terra-X" Folge: "Mythos Wolfskind" liegt übrigens noch der ZDF Internetseite. Ist auch im HDR Modus aufgenommen. 44 Minuten lang und hat 4,6 GB. Ich ziehe es mir gerade auf den Stick.
MfG
Studio Leipzig


Danke für die Info, die Folge ist nun auch auf meiner Festplatte am Panasonic. Und das Bild ist in UHD/HDR wirklich beeindruckend.:xcool:

von jug - am 22.11.2017 11:59
Wie/wo findet man die UHD-Inhalte eigentlich, wenn man sie über die ZDF-Mediathek abrufen will? Die Bergretter sind da zwar "ganz vorn" zweimal identisch aufgeführt, keine Variante scheint mir da aber UHD zu sein!?!?
Wer hilft mir auf´s (UHD-)Pferd? :)

stefsch

von stefsch - am 22.11.2017 16:25
Zitat
stefsch
Wie/wo findet man die UHD-Inhalte eigentlich, wenn man sie über die ZDF-Mediathek abrufen will? Die Bergretter sind da zwar "ganz vorn" zweimal identisch aufgeführt, keine Variante scheint mir da aber UHD zu sein!?!?
Wer hilft mir auf´s (UHD-)Pferd? :)

stefsch


Hallo stefsch,

hast Du auch wirklich den "richtigen" TV? Also 4k mit H.265/HEVC-Codec? Neueste Firmware auf dem Gerät?
Bei mir erscheint nach dem Drücken auf den Red-Button direkt ein Reiter mit Bergretter/UHD Inhalten. Die Terra X Wolfskinder-Folge habe ich von der ZDF Internetseite runtergeladen. Die war in der Mediathek direkt auf meinem Fernseher nicht mehr zu finden. Lad Dir doch mal die Wolfskinder in UHD auf ein Speichermedium und steck das dann in Deinen TV. Wenn Du beim Abspielen eine Fehlermeldung bekommst, ist Dein TV nicht UHD/4k tauglich.

MfG

Studio Leipzig

von Studio Leipzig - am 24.11.2017 08:07
Also, H.265/HEVC-Codec hatta. Wieviele K´s er hat weiß ich nicht, Vielleicht läuft er auch nur auf 3 "K"olben :xcool:
Ganz im Ernst: was steckt technisch hinter "4K"? Kann man solche Inhalte nicht auch (in insprechend geringerer Qualität) auch auf nicht-4K-Geräten sehen??

stefsch

von stefsch - am 27.11.2017 16:27
Zitat
stefsch
Kann man solche Inhalte nicht auch (in insprechend geringerer Qualität) auch auf nicht-4K-Geräten sehen??


Klar, kann man, aber dann ist das Bild eben genaso wie im normalen Programm. Das es im HBBTV in 4 K angeboten wird, ist ja gerade der Clou an der Geschichte. Hier hat man dann auf den neueren Geräten das berühmte ""Wow-Erlebnis".

von zerobase now - am 27.11.2017 20:12
Zitat
zerobase now
Zitat
stefsch
Kann man solche Inhalte nicht auch (in insprechend geringerer Qualität) auch auf nicht-4K-Geräten sehen??


Klar, kann man, aber dann ist das Bild eben genaso wie im normalen Programm. Das es im HBBTV in 4 K angeboten wird, ist ja gerade der Clou an der Geschichte. Hier hat man dann auf den neueren Geräten das berühmte ""Wow-Erlebnis".
Dann muß also die Mediathek "wissen" was mein Bildschirm kann (wenn man "nur" eine STB hat, etwas schwierig) und mit ggf. 4K anbieten??

stefsch

von stefsch - am 28.11.2017 17:03
...weil die Box vielleicht nicht weiß was der Schirm kann???...
habe jetzt mal meine Samsung STB an der Röhre ausprobiert: hier wird mir UHD angeboten, aber der Strean startet nicht, habe aber auch noch die ursprüngliche Firmware drauf, vielleicht liegt es daran?
Auf dem neuen Flat TV (JVC) steht nix von HBBTV. Ist nur die normale Mediathek-App. 4K wird hier nicht angeboten....

stefsch

von stefsch - am 29.11.2017 16:57
Also die aktuellen Receiver, die auf samsung.de gelistet werden, können alle kein UHD. Entsprechend kann der Receiver keine 4K/HEVC-Videos abspielen. Nur ein UHD-Receiver könnte das - und würde dann halt optional für die Wiedergabe auf HD oder SD runterskalieren können.

von Basic.Master - am 30.11.2017 10:47
Ok, aber warum werden diese Inhalte über die HBBTV-"App" so prominient angeboten wenn sie (ZDF empfiehlt auch min. 16Mb/s) nur von wenigen abgespielt werden können? Ein Verweis oder eine Verlinkung auf die HD-Version könnte da nicht schaden....
Eine "normale" Smart-TV-Mediathek-App bietet diese Version gar nicht erst an!

stefsch

von stefsch - am 30.11.2017 11:02
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