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Antenne Düsseldorf 91.5

Startbeitrag von radio56 am 18.12.2017 12:38

Die 91.5 für D Heerdt ist die noch aktuell? Auf der Webseite von ADüsseldorf ist die Frequenz nicht
oder nicht mehr drauf.

Die 50 interessantesten Antworten:

Ja, Antenne Düsseldorf sendet mit 20 Watt gerichtet in Richtung City / Osten vom Gebäude der Rheinischen Post in Heerdt.
Installiert wurde der Sender von der Firma ILCO Funktechnik.
Man hatte nach über 20 !! Jahren auf einmal bemerkt, dass die 104,20 MHz in Heerdt ja teilweise nicht in jedem Kellerloch zu empfangen war und prompt....
Böse ist , wer Böses denkt, zumal im selben Zeitraum ein zweiter Lokalsender für die Stadt im Raum stand....
Übrigens : Die 93,3 MHz für Hubbelrath ist auch noch im Gespräch und für die alte 106,0 MHz von Deutschlandradio Kultur lässt sich bestimmt auch noch ein Fleckchen finden

von peppi477 - am 19.12.2017 09:27
Zitat
sup2
Warum wird eigentlich dieser Tage vom Landtag NRW die 105,5 vom Teuto dem WDR zugewiesen, während Sender Waldbröhl und Köln 105.8 der LfM zugeiwiesen werdrn ?
Siehe Dokumente vom Landtatg


In dem von Dir erwähnten Dokument geht es u.a um die "Änderung des 5. Rundfunkänderungsgesetzes"

Das ursprüngliche "Fünftes Gesetz
zur Änderung des Gesetzes über den
,,Westdeutschen Rundfunk Köln" und des Rundfunkgesetzes
für das Land Nordrhein-Westfalen
(5. Rundfunkänderungsgesetz)
Vom 22. September 1992 "

findest Du hier.

Diese Änderung des Gesetzes wurde jetzt wieder abgeändert - Juristen halt :gruebel: . Der §5 mit den Frequenzzuweisungen, wohlgemerkt von 1992, wurde neu strukturiert und einige Frequenz-Dateileichen wurden dabei entfernt. Alles, was weiterhin Gültigkeit hat, steht weiterhin drin und damit in dem von Dir zitierten Dokument, so auch die von Dir genannten Frequenzen.

von Funkohr - am 09.01.2018 18:22

Antenne Düsseldorf neu von der Gerresheimer Höhe

Wir haben gestern die trockene Wetter genutzt um einen kleinen Spaziergang zum neuen Sendestandort von Antenne Düsseldorf (104.2) zu unternehmen. Die altbekannte Konfiguration (4x 4-Element Kathrein in alle 4 Himmelsrichtungen) wurde gegen eine Zwei-Antennenlösung ähnlich wie bei NE-WS 89,4 auf dem Rheinturm gelöst. Sicherlich ökonomischer als die alte Lösung, zumal durch den höheren Standort auch die Leistung abgesenkt werden konnte, wenn auch in einigen Details (Aufbau, Abstrahlwinkel) nicht ganz optimal aber immerhin sollte jetzt die geplante Füllfrequenz für Knittkuhl vom Tisch sein, da die nördliche Antenne genau dorthin zeigt.

https://flic.kr/p/257efUx

von Frequenzfieber - am 12.03.2018 10:36


Hier das Diagramm:

http://fmscan.org/power.php?i=2002201&r=f

In Richtung Innenstadt gehen demnach nur 790 Watt raus. Weshalb denn der Einzug bei 270 Grad, wo nur 130 Watt nach Westen rausgehen?

Interessant, dass nach Osten immerhin noch 160 Watt rausgehen. Hätte darauf spekuliert, dass der Einzug hier drastischer ist und nur wenige Watt rausgehen.

Wieso sendet man Antenne Düsseldorf eigentlich nicht vom zentral gelegenen Düsseldorfer Rheinturm, von wo auch NE-WS 89,4 kommt?

von Klaus Wegener - am 14.03.2018 11:49
Die Werbung bei Antenne Düsseldorf kostet zwischen 7:00 und 8:00 Uhr 11,- €/Sekunde, bei NEWS 89,4 nur 7,-/Sekunde. Das liegt sicherlich an der Anzahl der Hörer.

https://www.news894.de/werben/files/News894-Neuss-Preisliste-2018.pdf
https://www.antenneduesseldorf.de/zeiten-und-preise

Die Menschen in Meerbusch und Neuss interessiert was in Düsseldorf passiert. Die Menschen in Dormagen orientieren sich nach Köln und die in Korschenbroich kaufen in Mönchengladbach ein. Die Hörer in Düsseldorf werden kaum an dem Geschehen in Grevenbroich interessiert sein. Legt man die Sender zusammen, wird sicherlich nicht die Einschaltquote steigen und höhere Werbepreise werden nicht im Interesse der Geschäftsleute aus Düsseldorf sein, denn die Menschen aus Jülich suchen keinen Händler in Kaiserswerth oder in Gerresheim auf. Legt man die beiden Lokalradios zusammen, wird die Sendezeit sich auch nicht verdoppeln. Die Werberelevante Zeit ist in der Radioprimetime 6 bis 9 Uhr und in der Drivetime 16 bis 18 Uhr. Bei zwei Lokalradios kann man die Werbung zweimal teuer verkaufen, bei einem zusammengelegten Verbreitungsgebiet müsste man die Frequenzen aufrechterhalten und die Werbung für Düsseldorf und Neuss getrennt ausstrahlen oder auf Einnahmen verzichten. Weniger Einnahmen ist gleichzusetzen mit weniger Stellen im Sender.

Ich frage allen Ernstes warum die Lokalradios einen Weg gehen sollten, den die Politik nicht gehen will. Wattenscheid gehört nun zu Bochum, die Wattenscheider fühlen sich immer noch nicht als Bochumer. Sicherlich wäre eine Gebietsreform in NRW begrüßenswert, denn die künstlichen Kreisgrenzen entsprechen nicht den Lebensräumen der Menschen. Einige Kreise könnte man sicherlich ganz auflösen, andere um die Großstädte herum neubilden. Ich sehe nur niemanden, der es machen will. Wer sagt, dass ein neues Lokalradio für Düsseldorf und Neuss die doppele Anzahl an Mitarbeitern beschäftigt und die Berichterstattung ausbauen wird? Vielleicht wird erklärt, dass die Berichterstattung zurückzufahren wird, weil die Werbeeinnahmen gesunken sind?

Der Weg liegt in der Digitalisierung des Hörfunks und nicht in teuren Neukoordinierung der UKW-Frequenzen für wie viele Jahre noch? Mir fallen ganz viele Sachen ein, die man in NRW anders machen könnte. Wie Du richtig geschrieben hast, es ist nicht gewollt, weil keiner sich etwas traut.

von Seltener Besucher - am 14.03.2018 15:45
In der Anfangszeit hat Radio Neandertal (damals auf der 106,7) bewusst Hörer von Düsseldorf bis Wuppertal angesprochen. Noch heute wären andere Lokalradios interessant, wenn da andere Musik lief. Solange da überall die gleichen Lieder laufen ist es total uninteressant, Nachbarsender zu hören, es sei denn, man kommt von da, arbeitet da etc.
Eine Zusammenführung etwa von Wuppertal und RSG, Köln und Erft, Düsseldorf und Neuss wäre aus meiner Sicht total sinnvoll. Dann könnten auch Schrottfrequenzen abgeschaltet werden wie die 107,9 in Remscheid (Münster), die 107,4 in Wuppertal (Koblenz) oder eben die 104,2/91,5 in Düsseldorf, da die 89,4 viel besser ist wenn man die Leistung etwas erhöhen würde.

Man kann nur hoffen, dass bei DAB+ nicht wieder Minigebiete gebildet werden, sondern Ballungsräume wie Düsseldorf und Köln zusammengefasst werden.

von Languedoc - am 15.03.2018 10:27
Zitat
IRT_Digital
Eine genaue Standortbeschreibung wäre schon nicht verkehrt, damit man die Situation besser einordnen kann. Generell wird sich der Empfang östlich der A3 (gedachte Linie) verschlechtern.


Es reicht manchmal auch eine Seite zurück zu blättern und da ist die Antwort:
http://radioforum.foren.mysnip.de/read.php?8773,1450171,1458990#msg-1458990

Und wenn nicht, dann hilft Google:
https://goo.gl/maps/UchbbfCqZhS2

So sieht dort aus:
https://www.flickr.com/photos/149906192@N07/

Wenn der Sendetum im Osten der Stadt steht und und die Antenne nach Westen zeigt, dann ist der Empfang auf der A3 sicherlich nicht sehr gut. Es wundert mich, dass man überhaupt etwas emfangen kann.

In Zukunft kommt auf den Turm auch noch DAB+ drauf:
http://www.radiowoche.de/mehr-radio-will-in-duesseldorf-dab-multiplex-betreiben/

von Seltener Besucher - am 30.03.2018 22:48
Habe mich wohl unklar ausgedrückt, aber mir gings um die Standortbeschreibung des Users "Sano" der sich über den schlechten Empfang beklagt hat.

Der neue Standort hat einen Vorteil die effektive Höhe ist deutlich Größer als bei alten Telekom Hochhaus, deshalb wurde er ausgewählt. Dies und die geringe Entfernung sollte nach Simulationen noch für einen ausreichenden Mobilen Empfang entlang der A3 ausreichen.
Natürlich ist heutzutage mit den Radios ein Standort in der Innenstadt mit 2kW besser, als ein gut gelegener Standort außerhalb der Stadt mit nur 100 W. Die Diskussion hatte ich vor kurzem mit jemand von Radio Bob zur Situation in Gießen. Dort hat Bob ja bereits den weitreichenden Standort Dünsberg und bekommt nun noch eine Funzel am DTAG in der Stadt. Er erklärte mir, dass es für die Radiomacher v.a. auf Reichweitenkarten ankommt und die 100 W reichen eben trotz der guten HAAT wegen der Entfernung nicht mehr für Indoor tauglichen Emfang aus, der für die Werbekunden, aber auch die Nutzung im Küchenradio und somit Nutzungszeiten (Mediaanalyse) wichtig ist, da kaum jmd noch ein Radio mit einer vernünftigen Antenne nutzt.
Also lieber eine Funzel mit ausreichender Feldstärke im Talkessel die 50.000 Menschen indoor versorgt, als ein guter Standort, bei dem der Indoor Bereich im Wald liegt, aber eig mobil relativ gut im Auto zu empfangen ist. Verrückte Welt ...

In Düsseldorf hätte man den alten Standort sicherlich gerne behalten, der neue ist aber die beste Alternative die sich finden lies, also auch ohne Einsprüche.

Soweit die Theorie ...

Nun sind natürlich die praktischen Erfahrungen interessant und deshalb die Nachfrage, wo der User getestet hat.

von IRT_Digital - am 31.03.2018 00:06
@IRT_Digital
Genau diese Diskussionen hatten wir neulich in Wien gehabt. Der Geschäftsführer war traurig, weil die Werbekunden das eigene Programm nicht hören können. Betroffen sind aber Regionen, die eigentlich bestens versorgt sein müßten, und es wurde auch bestätigt, daß der Empfang entlang der Autobahn gut ist, aber abseits der Autobahn geht es eben nicht mehr. Das klang zunächst lustig, fast so, als wenn sich Radiowellen nur linienförmig und dann auch noch entlang von Autobahn ausbreiten würden. Aber so ist es heutzutage: Moderne Autoradios (nicht alle) haben hervorragende Empfangsqualitäten (hohe Empfindlichkeit, mittlerweile exzellente Trennschärfe), stationäre Küchenradios sind dagegen taube Kisten.
Allerdings kann man dem Werbekunden nicht erzählen, daß der schlechte oder gar fehlende Empfang daher kommt, weil er so eine unfähige Küchenmühle zuhause herumstehen hat. Das käme gar nicht gut an. Die Lösung wird also sein, Füllsender für die betroffenen Gebiete zu koordinieren.

Neulich, als wir uns mit Kollegen der RTR trafen, hatten wir zwischendurch philosophiert, ob denn die ITU-Empfehlungen bzgl. Mindestempfangsfeldstärken (54/66/74 dBµV/m bei Stereophonie) noch zeitgemäß wären. Ich hab´s verneint mit dem Hinweis, daß das ein doppeldeutiges "nein" ist: Die heutigen Autoradios brauchen solchen Feldstärken nicht mehr, die kommen mit viel weniger auch bestens zurecht. Für die stationären Schrottkisten sind die Grenzwerte dagegen inzwischen zu niedrig angesetzt. Mit dem Dilemma werden wir leben müssen, wir können der Geräteindustrie nicht diktieren, wieder vernünftige Empfänger zu produzieren. Der Werbekunde ist aber heilig, von daher hilft alles Philosophieren nichts, es braucht praxisorientierte Lösungen. Darob kümmere ich mich heute aber nicht mehr, es ist Ostern :)

von MHM - am 31.03.2018 04:43
Der Standortwechsel hat einen Vorteil. Die Antenne Düsseldorf ist aus der Antennen-Problematik mit Media Broadcast Nachfolgern schon raus.

Knittkuhl und Ludenberg sollen versorgt sein, wie ist es mit Hubbelrath? Die Stadtgrenze zu Mettmann verläuft noch hinter der A3. Die beiden großen Golfplätze liegen hinter der A3. Spätestens der Berg der Zentraldeponie Hubbelrath wird das Signal an der Erkrather Landstraße stoppen. Auch vom Rheinturm wäre dieses Gebiet nur schlecht zu versorgen. Wie weit geht der Empfang auf der A46 jetzt?

von Seltener Besucher - am 31.03.2018 09:28
Also Leute hier kann man nur mit dem Kopf schütteln. Burscheid und Wermelskirchen liegen weit außerhalb des Versorgungsgebiets und anhand dieser Erfahrungen werden dann solche Aussage getätigt, wie "mehr schlecht als recht".

Das kann ich nicht nachvollziehen und habe kein Verständnis dafür, da man immer die Schutzabstände berücksichtigen muss.

Antenne Düsseldorf ist das Lokalradio für Düsseldorf und hier müssen wir die Versorgung sicherstellen und nach einem neuen Standort suchen.

Bei Orten außerhalb des Versorgungsgebiets kann ein wechsel auf die andere Straßenseite schon den Empfang zu Nichte machen, wenn die Antenne nicht mehr in ein Tal reinstrahlt bzw Hügel im Weg stehen, d.h. aber dann nicht, das der Standort per se schlecht ist. Diese Effekt nimmt natürlich mit steigender Frequenz zu.

von IRT_Digital - am 01.04.2018 11:19
Jaaa aber wenn es Jahre anders war ist das schon echt ne verschlechterung. Ich hab Antenne Düsseldorf indoor mit RDS reinbekommen und jetzt ist fast gar nix mehr zu hören . Deshalb meine Aussage und ja es ist für Düsseldorf aber vileicht haben einige Leute den Sender auch noch außerhalb gehört? Und das nächste Problem ist Radio Bonn/SU aus Bornheim auf der 104.2 , die machen sich leider jetzt beide gegenseitig platt. Wie viel Watt gehen den in unsere Richtung raus wenn jetzt vermutlich mit 1.3 KW gesendet wird? Der Standort ist sicherlich nicht schlecht hab mir aber dadurch mehr erhoft naja.

von sano - am 01.04.2018 11:23
Zitat
IRT_Digital
Da alle Radios im Prinzip Radio NRW übernehmen und fast alle Kreise / Städte ihr Lokalradio haben, dürfte die Anzahl der Höhrer außerhalb überschaubar sein. Außerdem ist es eigentlich nicht erwünscht, den Sender außerhalb des Versorgungsgebiets zu empfangen, aber die Physik kann man nicht überlisten.


Nicht alle Lokalradio übertragen die Bundesligaspiele einer Fußballmannschaft. Es wird immer die Mannschaft aus dem eigenen Sendegebiet übertragen, nur die Fans wohnen schon mal außerhalb. Außerdem übertragen einige Lokalradios die Interpreten und Titel im RadioText, die anderen eben nicht. Auch die Sondersendungen und die Musikreihenfolge und der Wortanteil weichen schon mal ab.

von Seltener Besucher - am 01.04.2018 17:53

Post von Antenne Düsseldorf

Liebe Antenne Düsseldorf Hörerinnen, liebe Antenne Düsseldorf Hörer,
leider hat sich durch den unumgänglichen Umzug unserer Sendeantenne in einigen Bereichen der Stadt neben vielen Verbesserungen auch eine deutliche Verschlechterung in der Empfangsqualität ergeben. Gerne möchte ich Ihnen mit dieser Mail einige Erläuterungen und Erklärungen geben:
Wir mussten unseren bisherigen Senderstandort Sohnstraße aufgeben, da das Gebäude der ehemaligen Oberpostdirektion (auf dem sich unsere Antenne befand) abgerissen wird und ein Weiterbetrieb daher nicht möglich war. Eine Verlagerung der UKW-Sendeanlage auf den Rheinturm wurde schon in der Vergangenheit geprüft und war nicht möglich. Wir haben uns mit allen Gremien von Antenne Düsseldorf intensiv um einen neuen geeigneten Standort bemüht. Eine UKW-Antenne kann und darf allerdings nicht willkürlich verlagert werden. Unter Einbeziehung der zuständigen Landesanstalt für Medien, der Staatskanzlei sowie der Bundesnetzagentur muss ein neuer Standort gefunden werden an dem die Fortführung des Betriebes der UKW-Sendeanlage von Antenne Düsseldorf mit der Frequenz 104,2 MHz überhaupt frequenztechnisch zulässig und möglich ist. Zeitweilig war sogar ein Totalausfall der UKW-Verbreitung nicht auszuschließen…
Letztlich wurde mit einem Standort im Osten der Stadt, am Rotthäuser Weg, ein geeigneter Standort identifiziert und die Bundesnetzagentur konnte dem Umzug dorthin zustimmen. Bereits im Vorfeld der Standortverlagerung zeigten die theoretischen Versorgungsberechnungen, dass es voraussichtlich zu Versorgungsveränderungen aber auch Versorgungsdefiziten kommen wird. Bei einer ersten Probeabstrahlung stellten sich diese als ziemlich massiv heraus. Daraufhin wurde die Antenne noch einmal kurzfristig optimiert. Die Ergebnisse zeigten allerdings auch bei der zweiten Probeabstrahlung zwar verbesserte aber immer noch vorhandene und erwartete Empfangsverschlechterungen gegenüber der Verbreitung von der Sohnstraße.
Besonders massiv sind die Empfangsstörungen im Bereich Flingern, Mörsenbroich, Düsseltal, Friedrichstadt, Pempelfort und Unterrath.
Derzeit laufen in der Stadt wiederum Messungen der Landesanstalt für Medien, die nunmehr Daten im Echtbetrieb erfassen. Aufgrund der Versorgungsberechnungen, der Testmessungen und Ihrer Beschwerden ist allerdings davon auszugehen, dass diese die verschlechterte Situation nur dokumentieren. Im Landesmediengesetz NRW ist festgelegt, dass die flächendeckende UKW-Verbreitung des Lokalsenders zu gewährleisten ist und letztlich ein gesetzlicher Anspruch darauf besteht. Alle Behörden sind derzeit mit Hochdruck um Verbesserungen bemüht. Eine Erhöhung der Sendeleistung der jetzigen Antenne am Rotthäuser Weg ist leider so gut wie ausgeschlossen.
Deshalb ziehen wir die Zuweisung einer sogenannten „UKW-Stützfrequenz“ in Betracht. Das bedeutet, dass wir neben der 104,2MHz eine weitere Frequenz zugeteilt bekommen, über die die Stadtteile, in denen es massive Probleme beim Empfang gibt, wieder ausreichend versorgt werden können.
Allerdings muss diese erst von der Landesanstalt für Medien und der Staatskanzlei angefordert und von der Bundesnetzagentur gefunden werden. Dann muss auch für diese Frequenz wieder ein geeigneter Standort identifiziert und koordiniert werden. Erschwerend kommt hinzu, dass aufgrund der Grenznähe zu den Niederlanden dann auch voraussichtlich eine europaweite und damit auch zeitaufwendige Frequenzkoordination notwendig wird.
Sie sehen, dass der Vorgang leider äußerst komplex ist und noch etwas Zeit benötigen wird. Ich kann Ihnen aber versichern, dass wir alles daransetzen, die Probleme schnellstmöglich zu beheben, damit Sie möglichst bald wieder ihren Sender der Stadt „Antenne Düsseldorf“ in der gewohnten Qualität empfangen können. Ich melde mich wieder bei Ihnen, sobald es Neuigkeiten dazu gibt.
Ich hoffe, Sie bleiben Antenne Düsseldorf dennoch als Hörerin und Hörer treu!
Bei dieser Gelegenheit möchte ich gerne auf unseren Livestream im Internet (https://www.antenneduesseldorf.de/webradio) hinweisen, der vielleicht übergangsweise als Alternative zum klassischen UKW-Empfang dienen könnte. Auch über unsere Antenne Düsseldorf App können Sie uns auf Ihrem Smartphone empfangen.
Beste Grüße
Christian Zeelen

ANTENNE DÜSSELDORF

von Frequenzfieber - am 06.04.2018 11:21
Aber -9dB ergeben bei 31dBW Sendeleistung doch immer noch satte 22dBW, also ca. 160W. Das ist doch von diesem relativ exponierten Standort (gut 100m höher als die Stadt) nicht allzu schlecht? Da gibt es wahrlich schlechtere Konstellationen...

Aber die Situation ist doch super, da kann Antenne Düsseldorf gleich nochmal eine Frequenz einkassieren, die eigentlich für ein zweites Lokalradio angefragt wurde, bzw. für metropol fm reserviert wäre. Dass man 91,5 Heerdt etwas aufpimpt, wage ich ja zu bezweifeln.

von Habakukk - am 07.04.2018 09:58
Vom Rheinturm sendet komischerweise News 89,4 gibt es in Neuss keinen Umsetzer? Habe heute als ich am Rhein war News 89,4 ohne Rauschen reinbekommen direkt am Rhein ging Antenne Düsseldorf auf beiden Frequenzen nur mit rauschen. Hm vielleicht sollte ich das denen melden dann bekommt die Rheinuferpromenade ne Extra Frequenz für Antenne Düssedorf :). So wird das nie was mit DAB + in NRW. Mal sehen ob es Mittwoch wirklich einen Blackout gibt, habe beide Artikel in der Welt gelesen.:)

von Jens Rau - am 08.04.2018 18:26
Aber mal zurück zur Realität: Antenne Düsseldorf geht im Autoradio bis auf die von Peppi erwähnten Zuckungen durch die Modulationsspitzen von Arnhem 104.1 mit einen normalen Autoradio gut bis nach Duisburg hinein. Der schrille Ruf nach Füllfrequenzen und der Aufruf, Hörer sollten Empfangslücken melden zeigt ja offensichtlich die Strategie dieses Senders am liebsten gleich mehrere Füllfrequenzen an den Start zu bringen. Mögen sie die anstehenden Feldstärkemessungen der BnetzA wieder auf den Boden der Realität bringen...

von Frequenzfieber - am 09.04.2018 12:28
Heute konnte ich den Empfang von Antenne Düsseldorf mal testen. In Mettmann ist der Empfang schlechter geworden, wird aber auf der B7 Richtung Düsseldorf auch schnell besser. Bis in die Innenstadt traten keine Probleme beim Empfang auf. Auch von der Innenstadt bis zu Ikea zurück über die A46 und A3 bis Ausfahrt Mettmann keine Empfangsprobleme.

Fazit: Der Empfang ist nur Richtung Mettmann/Wuppertal schlechter geworden. Vielleicht hilft ja eine Verlagerung der 91,5 in das entsprechende Gebiet, wo Antenne Düsseldorf Schwierigkeiten beim Empfang hat

von pfennigfuchser - am 23.04.2018 12:56
Zitat
ilse1922
Genau, 3 Monate dann wären die Pleite und in Folge die Frequenz frei.:wall:


Super, dann könnte sie endlich von einem besseren Programm genutzt werden.

Zitat
sup2
Nein, das glaube ich nicht. Schliesslich werden die Lokalsender Aufgrund ihres Programmes gerne gehört ( sagen sie jedenfalls ), somit werden die Hörer überall hin folgen, auch auf DAB.
Falls nicht, dann beruht der "Erfolg" nur auf dem Verbreitungsweg. Und das kann nun wirklich keiner glauben, oder ? ;)


Eine kluge Argumentation, der ich mich nur anschließen kann.

von Wellenjaeger - am 24.04.2018 09:40
Die Idee der Senderzusammenlegung ist alt und während der aktuellen DAB+-Diskussion wahrscheinlich nicht durchzusetzen, denn würden nicht ausreichend DAB+-Ressourcen für die Lokalradios freigehalten. So bremst man DAB+ in NRW aus.

Radio Neandertal hat nur halb so hohe Einschaltquote wie die Antenne und auch die Besitzverhältnisse sprechen dagegen. Es müssten beiden Sender sich auflösen. Es stellt sich die Frage, was passiert mit der 104,2 MHz, wenn Antenne Düsseldorf und Radio Neandertal zusammengehen? Dann bewirbt sich Mehr Radio um diese Frequenz. Das wird sicherlich nicht im Sinne der Antenne sein.

von Seltener Besucher - am 25.04.2018 10:53
Zitat
t2711
Am besten Antenne Düsseldorf mit Radio Neandertal zusammen legen und aus Langenberg senden.


Die Idee ist gar nicht mal schlecht, ich habe mich eh immer gefragt, was genau der Bereich Neandertal sein soll. Eigentlich ist das ja nur das Gebiet im Kreis Mettmann zwischen Düsseldorf und Wuppertal. In Ratingen und Mettman ist man eh Richtung Düsseldorf orientiert. Könnte ja z.B. Antenne Rheinland oder so heissen und das ganze Gebiet rund um Düsseldorf umfassen. Wenn man schon mal dabei ist kann man da auch direkt NEWS 89,4 mit reinnehmen. Auch im Kreis Neuss ist man stark auf die Metropole Düsseldorf ausgerichtet.

von zerobase now - am 25.04.2018 13:46
Dann wäre es aber auch kein Lokalradio mehr, zumal Radio Neandertal ja nicht nur aus Ratingen und Mettmann besteht. Da sind noch ganz andere Sendegebiete, wo man durchaus von einer neuen Aufteilung sprechen könnte.

Was in der Diskussion leider immer noch nicht klar gestellt wurde: Gibt es denn gerade in den erwähnten Stadtteilen von Düsseldorf wirklich plötzlich die Empfangsprobleme? Auch wenn die 104,2 jetzt von einem anderen Standort kommt, ist die Reichweite doch sicherlich nicht (viel) schlechter. Selbst in Wuppertal kann ich die 104,2 noch empfangen (etwas schlechter als vorher). Richtung Innenstadt und linke Rheinseite ist es doch sicherlich nicht schlechter geworden (im Sendegebiet)

von pfennigfuchser - am 25.04.2018 14:44
Die Kreise in NRW neu zu ordnen ist eine Aufgabe für die Politik. Man sollte solche Entscheidungen kleinteilig für jeden Stadtteil und jede Straße neu überlegen und von den Bürgern entscheiden lassen. Es gibt im Ruhrgebiet Häuser, da verläuft die Grenze durch das Wohnzimmer. Die Leute auf dem Sessel rechts sitzen in der Stadt A, auf dem Sessel links in der Stadt B.

Die Idee Lokalradios in NRW einzurichten hat etwas mit den Verlagshäusern zu tun, die sich nicht in die Quere kommen sollen. In Kreisen mit nur einem Verleger wird es leicht, in anderen Fällen problematisch. Der Kreis Mettmann ist ein gutes Beispiel dafür. Städte die künstlich zusammengewürfelt wurden, wie Velbert müsste man Teilen. Den Norden nach Essen und den Süden nach Wuppertal eingemeinden. Erkrath würde gut Düsseldorf ergänzen, doch was macht man mit Langenfeld und Monheim?

Die ganzen Kreisgebiete sind Verwaltungstechnisch sehr teuer, hier ein Vergleich:

Besoldung Bürgermeister und Landräte in NRW (ab 2018) in Klammern die Einwohnerzahl

9.255,76 € Erkrath (44.413)
8.767,41 € Haan (30.414)
8.249,64 € Heiligenhaus (26.010)
9.255,76 € Hilden (55.569)
9.255,76 € Langenfeld (Rheinland) (58.563)
8.767,41 € Mettmann (38.734)
9.255,76 € Monheim am Rhein (40.814)
9.731,08 € Ratingen (87.158)
9.731,08 € Velbert (81.822)
8.249,64 € Wülfrath (21.273)
9.731,08 € Landrat Kreis Mettmann (484.770)
Summe: 100.250,38 € Pro Monat zzgl. monatliche Aufwandsentschädigung (223,20 € bis 542,08 €) + Posten in Aufsichtsräten usw.

13.244,21 € Düsseldorf (613.230)

von Seltener Besucher - am 25.04.2018 19:39
Die starke Verringerung der Feldstärke besteht seit dem Standortwechsel tatsächlich. In Richtung Osten sind es nun 10 dB weniger, in südöstlicher Richtung "nur" 6 dB. Davon ist aber das vorgesehene Sendegebiet kaum betroffen. In der östlichen Richtung ist tlw. der eigene Turm in Düsseldorf-Gerresheim selbst "im Weg". Allerdings ist auch in nordwestlicher Richtung das Signal um 10 dB schwächer. Das ist allerdings unverständlich bei der von Kathrein eingemessenen Antenne. In der Richtung soll natürlich Arnheim 104,1 MHz geschützt werden, trotzdem..... Ansonsten hat es vermutlich Herr W. von der LfM versäumt die Ex-BFBS Frequenz 104,3 in Mönchengladbach von den Engländern löschen zu lassen. Er meinte mal zu mir, das wäre ein hoher Aufwand und liefe über Berlin und London (Außenministerium/Verteidigungsministerium). Zeit genug wäre trotzdem gewesen, die Frequenz ist schon einige Jahre außer Betrieb und die Niederländer "schaffen" so etwas in ca. einem Jahr. Das in der Stadt selber der Empfang sich verschlechtert hat ist tlw. darauf zurückzuführen das natürlich früher um den alten Standort herum eine viel höhere Feldstärke zur Verfügung stand. Auf Empfangsantennen konnte da fast verzichtet werden^^

von Der Chef - am 26.04.2018 19:07
Richtig...im Büro (viel Technik, meist dicke Verglasung, schlechte Empfangsgeräte, ...) ist der Empfang sicherlich jetzt in vielen Fällen schlechter als vorher. In Golzheim habe ich jetzt 1,3 kW aus 7 Kilometer Entfernung (allerdings Richtung 280° ja sowieso noch weniger) statt zuvor 2 kW aus 3 Kilometern...das macht sich schon bemerkbar, sauberer Empfang im Büro (3. Etage, aber Nordfenster) ist nicht möglich. Die größere Höhe hilft auf die kurze Entfernung eher wenig.

von Kroes - am 26.04.2018 19:58
Zitat
Seltener Besucher
Die Kreise in NRW neu zu ordnen ist eine Aufgabe für die Politik. (...) Der Kreis Mettmann ist ein gutes Beispiel dafür. Städte die künstlich zusammengewürfelt wurden, wie Velbert müsste man Teilen. Den Norden nach Essen und den Süden nach Wuppertal eingemeinden. Erkrath würde gut Düsseldorf ergänzen, doch was macht man mit Langenfeld und Monheim?


Monheim würde ich Köln zuordnen, meines Wissens wird im Monheim Kölsch getrunken. Langenfeld ist noch Düsseldorf zuzuordnen.

Der Kreis Mettmann ist sehr unglücklich zusammengesetzt. Erkrath hat (westlich der A3) Düsseldorfer Telefonvorwahl und hängt am Düsseldorfer Kabelknoten (Kabelfernsehen). Hier würde ich also definitiv noch Antenne Düsseldorf als Versorger sehen, hier hat man mit Monheim und Velbert nichts am Hut, außer dass diese auch ME sind. Das war in den 70er Jahren besser gelöst, als die Autokennzeichen in Erkrath noch D hatten.

Velbert und Heiligenhaus sind definitiv Essen zuzuordnen. Der Kreis Mettmann ist ein Paradebeispiel dafür, dass es keinen Sinn macht, sich beim Lokalfunk an politische Grenzen zu halten. Zwischen Velbert und Monheim liegen "Welten", es macht wenig Sinn, diese demselben Lokalsender zuzuordnen.

.

von Klaus Wegener - am 27.04.2018 13:19
Zitat
Klaus Wegener
Zitat
Seltener Besucher
Die Kreise in NRW neu zu ordnen ist eine Aufgabe für die Politik. (...) Der Kreis Mettmann ist ein gutes Beispiel dafür. Städte die künstlich zusammengewürfelt wurden, wie Velbert müsste man Teilen. Den Norden nach Essen und den Süden nach Wuppertal eingemeinden. Erkrath würde gut Düsseldorf ergänzen, doch was macht man mit Langenfeld und Monheim?


Monheim würde ich Köln zuordnen, meines Wissens wird im Monheim Kölsch getrunken. Langenfeld ist noch Düsseldorf zuzuordnen.

Der Kreis Mettmann ist sehr unglücklich zusammengesetzt. Erkrath hat (westlich der A3) Düsseldorfer Telefonvorwahl und hängt am Düsseldorfer Kabelknoten (Kabelfernsehen). Hier würde ich also definitiv noch Antenne Düsseldorf als Versorger sehen, hier hat man mit Monheim und Velbert nichts am Hut, außer dass diese auch ME sind. Das war in den 70er Jahren besser gelöst, als die Autokennzeichen in Erkrath noch D hatten.

Velbert und Heiligenhaus sind definitiv Essen zuzuordnen. Der Kreis Mettmann ist ein Paradebeispiel dafür, dass es keinen Sinn macht, sich beim Lokalfunk an politische Grenzen zu halten. Zwischen Velbert und Monheim liegen "Welten", es macht wenig Sinn, diese demselben Lokalsender zuzuordnen.

.


Das findet man aber überall in den Kreisen. Man könnte theoretisch alle Kreise auflösen und den umliegenden Städten zuordnen. Selbst Essen-Werden und Essen-Kettwig fühlen sich beispielsweise nicht mit Essen verbunden und Wattenscheid hasst Bochum. Irgendwo muss man sich ja orientieren und dies hat man anhand der Städte und Kreise gemacht. Wahrscheinlich hat dies auch politisch einen Sinn, denn an den Lokals sind ja auch die Städte und Kreise beteiligt.

von pfennigfuchser - am 28.04.2018 07:25
@ Häufiger Besucher

Ja vielleicht werden die Ex-BFBS Frequenzen mal irgendwann an die Bundesrepublik Deutschland zurückgeben. Mit unseren einzelnen Bundesländern aber haben die Engländer nichts zu tun. Darum schrieb ich ja bereits, dass es sich um ein etwas aufwändigeres Verfahren handelt, über die Außen- und Verteidigungsministerien beider Länder. Das war bei der 96,5 MHz in Langenberg damals nicht viel anders. Es handelte sich zwar um eine Art Tausch aber auch die 105,1 MHz in Kalkar später Rheinberg wanderte mal vom AFN zum Deutschlandradio und danach zu BFBS. Nach der Stilllegung der BFBS 2 Frequenz 104,3 MHz in Rheindahlen hätte die LfM aktiv werden müssen um den starken Einzug in Richtung Westen im Diagramm von Antenne Düsseldorf aufheben zu können. Da die NRW-Lokalsender in ihrer Versorgung, nach dem Gesetz, eine absolute Priorität besitzen und in diesem Fall auch seit 2 Jahren bekannt war, dass Antenne Düsseldorf den Standort auf der Sohnstraße aufgeben muss, hätte hier nur die LfM aktiv werden können bzw. sogar müssen.

von Der Chef - am 11.05.2018 20:27
Zitat
Der Chef
@ Häufiger Besucher
Da die NRW-Lokalsender in ihrer Versorgung, nach dem Gesetz, eine absolute Priorität besitzen und in diesem Fall auch seit 2 Jahren bekannt war, dass Antenne Düsseldorf den Standort auf der Sohnstraße aufgeben muss, hätte hier nur die LfM aktiv werden können bzw. sogar müssen.


Warum sollte die LfM NRW tätig werden? Sie kennt doch nicht die Pläne des Lokalradios? Das Lokalradio muss sich bei der LfM NRW melden. Es gibt auch andere Verbreitungsgebiete mit einer schlechten Versorgung. Es ist immer eine Frage des Geldes wie viel das Lokalradio in die Versorgung investiert.

Der Düsseldorfer Rheinturm ist ungeeignet, weil sonst die 104,2 MHz in Witten-Stockum gestört wird. Bornheim 104,2 MHz muss auch geschützt werden.

Wäre es nicht sinnvoller vom Mühlheimer Stadtwald gerichtet nach Düsseldorf einzustrahlen?
In dem Fall wird der WDR sein Pfründe schützen: 104,4 Bärbelkreuz.

von Seltener Besucher - am 13.05.2018 00:14
Zitat
Seltener Besucher


Warum sollte die LfM NRW tätig werden? Sie kennt doch nicht die Pläne des Lokalradios? Das Lokalradio muss sich bei der LfM NRW melden. Es gibt auch andere Verbreitungsgebiete mit einer schlechten Versorgung. Es ist immer eine Frage des Geldes wie viel das Lokalradio in die Versorgung investiert.


Also man könnte denken Du hättest hier den Zusammenhang verloren? Die LfM arbeitet mit ihren Lokalsendern zusammen und führt im Moment Messungen in Düsseldorf durch, weil sich Antenne Düsseldorf ja über den schlechten Empfang bereits beschwert hat bei der LfM. Auch die Frequenz 91,5 MHz um die es hier ja ursprünglich ging wurde von der LfM in Zusammenarbeit mit der BNetzA für Antenne Düsseldorf gefunden. Das Problem ist, dass diese Frequenz bereits beim alten Standort der 104,2 MHz mit der Ausblendung wegen der 104, 3 MHz in Mönchengladbach begründet wurde. Messtechnisch war das auch berechtigt. Aber es ging in Wirklichkeit vor allem darum ein 2. Lokalradio in Düsseldorf zu verhindern. Antenne Düsseldorf führte damals sogar noch Versorgungslücken im Bereich um den Golfplatz an der Stadtgrenze zu Mettmann an. Jetzt würde ein 2. Sender im Westen der Stadt wirklich benötigt. Aber die 91,5 MHz kann in der Leistung von jetzt 20 Watt nicht viel weiter verstärkt werden. Die LfM hat bereits, wie ich aus eigenen Gesprächen weiß, direkt nach der Abschaltung in Mönchengladbach erkannt das, das Problem mit einer Diagrammänderung erledigt wäre... Auch die 91,5 MHz würde dann nicht mehr benötigt! Aber statt das mit den Engländern zu klären wird sie jetzt eher eine 3. Frequenz für Antenne Düsseldorf in der Innenstadt koordinieren lassen.

von Der Chef - am 13.05.2018 18:16
Zitat
Seltener Besucher
Könnte man so ein Richtdiagramm umsetzen?
Grafik:
https://imgur.com/a/qmgtPaC


Dieses Diagramm mit dem Standort in Mülheim würde die eingeschränkte Empfangbarkeit der 104,2 MHz im Düsseldorfer Zentrum mit Sicherheit verschärfen. Tendentiell zu niedriger Standort (bedingt durch das Höhenprofil Richtung Ratingen / Mülheim), zu wenig Feldstärke in den Häusern der Stadt. Refektionen und Abschattungen durch hohe Gebäude und andere Hindernisse. Relativ zu eher geringen Strahlungsleistung ist der Standort auch zu weit vom Haupt-Zielgebiet entfernt. Und auch die 104,2 MHz im Bereich Bonn fällt hier ins Gewicht. Weiter nördlich in Mülheim ist auch die Wittener EN-Frequenz problematischer. Die kommt im Bereich Mülheim / Ratingen / Kettwig zum Teil schon sehr stark an.

von hybrid - am 13.05.2018 19:43
Zitat
Der Chef
Da die NRW-Lokalsender in ihrer Versorgung, nach dem Gesetz, eine absolute Priorität besitzen und in diesem Fall auch seit 2 Jahren bekannt war, dass Antenne Düsseldorf den Standort auf der Sohnstraße aufgeben muss, hätte hier nur die LfM aktiv werden können bzw. sogar müssen.


Zitat
Seltener Besucher
Warum sollte die LfM NRW tätig werden? Sie kennt doch nicht die Pläne des Lokalradios? Das Lokalradio muss sich bei der LfM NRW melden. Es gibt auch andere Verbreitungsgebiete mit einer schlechten Versorgung. Es ist immer eine Frage des Geldes wie viel das Lokalradio in die Versorgung investiert.


Zitat
Der Chef
Also man könnte denken Du hättest hier den Zusammenhang verloren? Die LfM arbeitet mit ihren Lokalsendern zusammen und führt im Moment Messungen in Düsseldorf durch, weil sich Antenne Düsseldorf ja über den schlechten Empfang bereits beschwert hat bei der LfM. Auch die Frequenz 91,5 MHz um die es hier ja ursprünglich ging wurde von der LfM in Zusammenarbeit mit der BNetzA für Antenne Düsseldorf gefunden. Das Problem ist, dass diese Frequenz bereits beim alten Standort der 104,2 MHz mit der Ausblendung wegen der 104, 3 MHz in Mönchengladbach begründet wurde. Messtechnisch war das auch berechtigt. Aber es ging in Wirklichkeit vor allem darum ein 2. Lokalradio in Düsseldorf zu verhindern. Antenne Düsseldorf führte damals sogar noch Versorgungslücken im Bereich um den Golfplatz an der Stadtgrenze zu Mettmann an. Jetzt würde ein 2. Sender im Westen der Stadt wirklich benötigt. Aber die 91,5 MHz kann in der Leistung von jetzt 20 Watt nicht viel weiter verstärkt werden. Die LfM hat bereits, wie ich aus eigenen Gesprächen weiß, direkt nach der Abschaltung in Mönchengladbach erkannt das, das Problem mit einer Diagrammänderung erledigt wäre... Auch die 91,5 MHz würde dann nicht mehr benötigt! Aber statt das mit den Engländern zu klären wird sie jetzt eher eine 3. Frequenz für Antenne Düsseldorf in der Innenstadt koordinieren lassen.


Ich würde nichts an meiner Aussage ändern. Der Weg bleibt unverändert. Antenne Düsseldorf muss sich bei der LfM NRW melden, wenn ihr Standort gekündigt wird und nicht die LfM NRW bei der Antenne Düsseldorf. Erst dann wird die LfM NRW tätig.

In Essen werden auch zwei Frequenzen benötigt, das kann nicht das Problem sein.

Zitat
hybrid
Zitat
Seltener Besucher
Könnte man so ein Richtdiagramm umsetzen?
Grafik:
https://imgur.com/a/qmgtPaC


Dieses Diagramm mit dem Standort in Mülheim würde die eingeschränkte Empfangbarkeit der 104,2 MHz im Düsseldorfer Zentrum mit Sicherheit verschärfen. Tendentiell zu niedriger Standort (bedingt durch das Höhenprofil Richtung Ratingen / Mülheim), zu wenig Feldstärke in den Häusern der Stadt. Refektionen und Abschattungen durch hohe Gebäude und andere Hindernisse. Relativ zu eher geringen Strahlungsleistung ist der Standort auch zu weit vom Haupt-Zielgebiet entfernt. Und auch die 104,2 MHz im Bereich Bonn fällt hier ins Gewicht. Weiter nördlich in Mülheim ist auch die Wittener EN-Frequenz problematischer. Die kommt im Bereich Mülheim / Ratingen / Kettwig zum Teil schon sehr stark an.


Die Antenne der Antennen Düsseldorf befindet sich z.Z. auf 151 m. Der Fernmeldeturm Mülheim-Speldorf befindet sich je nach Angaben der BnetzA auf 53 bzw. 63 m ü. NN und ist 158 Meter hoch. Würde man die Antennen an die Spitze hängen, wären es über 200 Meter über NN, also ca. 50 Meter höher als bei der aktuellen Lösung. Würde man nicht mit 1,3 kW, sondern in der Hauptrichtung mit 2,0 kW senden, würde ich die Situation nicht so negativ beurteilen. Vorher wurde aus 90 Meter höhe gesendet. Die Abschattungen durch die hohen Gebäude treten jetzt auch auf. Das höchste Gebäude in Düsseldorf, das ARAG-Tower ist gerade mal 125 m hoch. Bei Richtstrahlung von Mülheim nach Düsseldorf spielt Witten keine Rolle und Bornheim wird nicht gestört, wenn in Richtung Erkrath mit einer geringeren Strahlungsleistung gesendet wird, da reichen locker 200 Watt, es sind gerade mal 20 km ohne, dass dazwischen irgendwelche Bauten das Signal abschatten. Die Antenne von NEWS 89,4 hängt auf (196 m + 36 m) 232 m Höhe.

von Seltener Besucher - am 14.05.2018 12:52
Eine einfache, ganz pragmatische Idee: die 104,2 auf das eigene Hochhaus in Heerdt verlagern, von wo derzeit die Low-Power 91,5 kommt. Von dort vertikal mit 2kW nach Osten brutzeln, fertig! Wäre rein von der Antennenhöhe nicht schlechter (34+64) als vorher DTAG Sohnstr. (40+60m).

Die 91,5 könnte man ja für die Innenstadt vielleicht noch zur St.Suitbertus-Kirche verlagern, von wo das Hochschulradio auf 97,1 sendet. Oder nach Gerresheim, wenn sich das mit Hauptstrahlrichtung West verträgt.

Oder die 104,2 zur St.Suitbertus-Kirche und von dort mit 500W-1kW rund, wenn das an dem Standort erlaubt ist.

Oder, was halt am allersinnvollsten wäre: die 104,2 mit temporärer Versuchslizenz auch nach Westen abstrahlen, mit Vereinbarung, dass zurückgebaut wird, sollten die Briten die 104,3 in Rheindahlen jemals wieder nutzen wollen (mit welcher Wahrscheinlichkeit wird dieser Fall schon eintreten?)

Ansonsten irritiert es mich, dass der Empfang soo schlecht sein soll: anderswo werden vergleichbare Städte mit weniger Leistung von Standorten versorgt, die auch nicht exponierter sind.

von Habakukk - am 14.05.2018 13:25
Ich würde nichts an meiner Aussage ändern. Der Weg bleibt unverändert. Antenne Düsseldorf muss sich bei der LfM NRW melden, wenn ihr Standort gekündigt wird und nicht die LfM NRW bei der Antenne Düsseldorf. Erst dann wird die LfM NRW tätig.

Die LfM arbeitet mit ihren Lokalsendern zusammen und führt im Moment Messungen in Düsseldorf durch, weil sich Antenne Düsseldorf ja über den schlechten Empfang bereits beschwert hat bei der LfM.

Du liest immer noch nicht richtig! Antenne Düsseldorf beschwert sich laufend über einen schlechten Empfang bei der LfM! Im Moment sowieso, darum ja auch die beschriebenen Messungen der LfM. Die LfM ist also bereits tätig, genau wie früher. Weswegen es zur Koordinierung der 91,5 MHz kam. Es geht darum, dass dieses ganze tätig werden der LfM auf diese Art überflüssig gewesen wäre, wenn der unnötige Einzug im Diagramm nicht mehr bestehen würde. Darum hätten sich aber LfM und BNetzA kümmern müssen. Und das spätestens als die Media Broadcast der Antenne Düsseldorf mitgeteilt hat das der alte Standort aufgegeben werden muss. Das hat Antenne Düsseldorf der LfM mitgeteilt. Daraufhin wurden LfM, BNetzA und Uplink tätig. Und keiner von denen hat sich dann darum gekümmert, den nicht mehr aktuellen Einzug beseitigen zu lassen. Wäre das aber geschehen müsste Antenne Düsseldorf jetzt nicht die LfM beauftragen, eine Lösung für den verschlechterten Empfang zu finden. Den würde es gar nicht geben wenn ein Sender, der nicht mehr existiert, nicht weiterhin im Abstrahlungsdiagramm berücksichtigt würde.

von Der Chef - am 14.05.2018 18:34
Es gibt acht NRW-Lokalradios mit einem Sender mit Strahlungsleistung über 1 kW, nur einer davon ist ein Stadtsender, alle anderen versorgen Flächenkreise. Würde das Lokalradio nicht in der Landeshauptstadt senden und gleichzeitig am Standort des Verlegers, würden die Empfangsprobleme niemanden interessieren. Die Verleger achten immer auf eine gute Versorgung des Lokalradios an ihrem Hauptsitz, zufällig sind es immer die Großstädte. Die einzige Ausnahme in diesem Verbund sind die Lokalradios in OWL, die technisch besser aufgestellt sind.

Die Antenne D. hat sich einen Turm gesucht, der recht hoch gelegen aber dafür recht niedrig ist. Man wollte eine günstige Lösung haben. Wer billig kauft, kauft zweimal. Die LfM NRW erstellt ein Frequenzgutachten, es wird sich herausstellen wo es Defizite in der Versorgung gibt. Bis dahin können wir nur Vorschläge machen, es sind aber auch schon alle Alternativen erwähnt worden. Die Lokalradios halten an UKW fest, dann sollen sie eben mit den dazugehörigen Problemen leben.

Der Vorschlag irgendjemand soll eine Frequenz zurückgeben, weil ein Lokalradio plötzlich Probleme bekommt ist etwas weltfremd. Die Lokalradios nehmen auf anderen Anbieter auch keine Rücksicht und geben ihre Frequenzen auch nicht gerne ab.

von Seltener Besucher - am 14.05.2018 19:03
Ohaa Antenne Düsseldorf hat den Turm weder gesucht noch selber gefunden. Er ist auch keine günstige Lösung! Wie kommst du denn darauf? Du scheinst den Turm nicht zu kennen, er gehört der DFMG. Wäre der Turm/Antenne noch höher, wäre die Ausblendung in Richtung Westen noch gravierender. Ich wüsste keinen Lokalsender in NRW der sich noch nicht wegen schlecht versorgter Gebiete bei der LfM beschwert hätte. Sogar Radio Neandertal hat das bereits gemacht. Lokalradios müssen auch keine Frequenzen abgeben, da ihre Versorgungsansprüche die höchste Priorität haben. Sie erhalten deswegen höchstens weitere dazu. Selten schon mal auch nicht wirklich notwendige. Und wenn ich wegen einer Frequenz, die nicht mehr benötigt wird und die auch nicht erneut wieder eingesetzt werden soll, andere Frequenzen einsparen kann, ist das wirtschaftlich und auch sinnvoll im Sinne der Hörer und der Kosten. Alles andere wäre weltfremd. Seit Jahren gibt es hinter den Kulissen Diskussionen, Spekulationen und Änderungen des Landesmediengesetzes, je nach Regierung, die schon jetzt die BFBS Frequenz 103,0 MHz in Bielefeld betreffen. Da wird das alles recht schnell über die Bühne gehen mit der Abgabe/Übernahme der Frequenz.

von Der Chef - am 14.05.2018 20:15
Zitat
Der Chef
Ohaa Antenne Düsseldorf hat den Turm weder gesucht noch selber gefunden. Er ist auch keine günstige Lösung! Wie kommst du denn darauf?


DFMG-Türme sind nie eine günstige Lösung, aber ein Platz in 37 m Höhe ist immer günstiger als in 196 m Höhe. Wenn es zu teuer ist, dann soll die Antenne ihre Antennen tiefer aufhängen. Der Empfang wird schlechter, aber dafür die Turmmiete günstiger. Für viele Lokalradios wurden neue Türmchen gebaut, die Miete wird da auch nicht wesentlich günstiger sein als in Gerresheim.

Bei der BFBS Frequenz 103,0 MHz in Bielefeld wäre ich mir gar nicht so sicher, dass es schnell gehen wird. Auch in dem Fall wird man mindestens ein Gericht einschalten.

von Seltener Besucher - am 14.05.2018 21:44
Mannesmanngebäude ? Dann kann man direkt vom daneben stehenden Rheinturm senden. Zum Thema Antennenhöhe und Kosten : Der ebenfalls zur Rheinischen Post gehörende Sender NE-WS 89.4 sendet in 232 Metern Höhe. Warum sollte das also bei Antenne Düsseldorf nicht auch gehen ? Außerdem bleibe ich bei der Behauptung, dass der Rheinturm sehr wohl funktionieren würde, mit entsprechend weniger Leistung nach Osten und Süden. Bis Witten sind es ein paar Kilometer und da stört nicht mehr viel, zumal noch Gebirgszüge im Weg sind.

von peppi477 - am 14.05.2018 22:12
@ Seltener Besucher

Zuerst meintest du ja: "Man wollte eine günstige Lösung haben. Wer billig kauft, kauft zweimal."
Die Aussage war falsch.

Und später:
"Wenn es zu teuer ist, dann soll die Antenne ihre Antennen tiefer aufhängen. Der Empfang wird schlechter, aber dafür die Turmmiete günstiger."
Es geht hier auch nicht darum, dass es zu teuer ist und es irgendwie billiger werden soll oder muss.

Es wird in diesem Fall auch nicht preiswerter die Antenne in Gerresheim oder am Rheinturm tiefer am Turm anzubringen. Es würde, ganz im Gegenteil, einen hohen Aufwand bedeuten die Antenne unterhalb der Plattformen anzubringen. Oft ist das aus verschiedenen Gründen gar nicht möglich. Ich kann mir doch nicht einfach einen Betonturm ansehen und dann glauben ich könnte da irgendwo unterhalb der dafür vorgesehen Plattformen Antennen anbringen. Ausnahmen gibt es natürlich, aber die sind in Deutschland selten.

Und nein der Rheinturm kann in dieser Höhe, wie bei der 89,4 MHz, und mit der Frequenz 104,2 MHz nicht genutzt werden. Nach dem jetzigen Stand muss ich ja nach Norden und Westen wegen der Nachbarfrequenzen ausblenden und nach Süden und Osten wegen den Gleichkanalbenutzern. Da würde in dieser Höhe nicht mehr viel an Leistung über bleiben. Und da der Versorgungsbereich von Antenne Düsseldorf bis fast nach Mettmann reicht, bräuchte ich aber einiges um in Richtung Osten bis dorthin noch ungestört anzukommen. Und würde dann Witten stören.
Möglich wären tatsächlich nur die Hochhäuser im Stadtzentrum, wie das sogenannte LVA-Gebäude...

von Der Chef - am 15.05.2018 18:49
Zitat
Der Chef
@ Seltener Besucher

Zuerst meintest du ja: "Man wollte eine günstige Lösung haben. Wer billig kauft, kauft zweimal."
Die Aussage war falsch.


Die Aussage kann nicht falsch gewesen sein, wenn man 2 Jahre gesucht hat und keine andere Lösung gefunden hat. Jetzt hat man eine Lösung gefunden und sucht nach der nächsten Lösung, weil man unzufrieden ist. Für die Wahl der aktuellen Lösung kann es folgende Ursachen haben:

  • Jede andere Lösung wäre teurer
  • Keine andere Lösung wäre möglich


Willst Du uns einreden, dass zwei Lösungen billiger sind als eine gute?

Zitat
Der Chef
Und nein der Rheinturm kann in dieser Höhe, wie bei der 89,4 MHz, und mit der Frequenz 104,2 MHz nicht genutzt werden. Nach dem jetzigen Stand muss ich ja nach Norden und Westen wegen der Nachbarfrequenzen ausblenden und nach Süden und Osten wegen den Gleichkanalbenutzern.


Warum Du?

von Seltener Besucher - am 15.05.2018 19:57
Wo steht das man 2 Jahre gesucht hat??? Das hast Du so vermutet und falsch interpretiert. Nein wenn, dann hat man sich schlimmstenfalls für diesen Standort zu schnell entschieden. Und das hatte bestimmt nichts mit irgendwelchen Kostenfaktoren zu tun. Aber die Zeit drängte natürlich, denn die Telekom hat ihren Standort schneller aufgeben, als abzusehen war. Es kann ja nicht einfach eine Frequenz mal so verschoben werden, vor allem nicht in dieser Leistungsklasse. Diese Standortverlagerung kommt einer Neukoordinierung gleich. Deswegen ja auch die veränderten Parameter und da muss u.a. auch das Ausland erneut wieder zustimmen. Das dauerte schon über anderthalb Jahre.

"Jede andere Lösung wäre teurer" Nein das war sicher eine der teuersten, die aber das Beste Ergebnis vermuten lies. Und gäbe es keinen Einzug, für einen nicht mehr existierenden Sender, wäre es auch die beste Lösung.

"Keine andere Lösung wäre möglich" Natürlich gibt es fast immer auch andere Lösungen.

"Willst Du uns einreden, dass zwei Lösungen billiger sind als eine gute?" Von zwei Lösungen war nie die Rede! Nur die jetzige muss ohne den Einzug nach Westen optimiert werden. Von etwas anderem habe ich nie geschrieben.

Und nein, nicht ich persönlich. Ich bin da nicht involviert aber ich kenne bzw. kannte Teile der Planungen.

von Der Chef - am 15.05.2018 20:53
Hier mal zwei Links zu Artikeln die schon was älter sind. Ich glaube sie sind auch mal in dem MEDIA BROADCAST Thread hier verlinkt worden. Und eigentlich gehören sie dort auch hin. Jetzt unter den aktuellen Gesichtspunkten sieht man sie jedoch mit ganz anderen Augen...

In diesem Link sieht man den UPLINK Geschäftsführer Michael Radomski vor einem Bild der Antenne von NEWS 89,4, von dem ja hier auch die Rede ist. Nur bis heute gehört ihm bzw. UPLINK diese Antenne nicht.

https://www.welt.de/regionales/nrw/article165616175/Eine-Antenne-fuers-Geschaeft.html


Und in diesem Artikel heißt es: Denn Radomski ist Herr über 500 Antennen für Rundfunk auf Ultrakurzwelle (UKW), mit denen private Sender ihre Programme zu den Hörern bringen. Darunter sind Stadtradios aus Hagen, Leverkusen und Euskirchen und Regionalsender wie Radio Sauerland oder Radio Schleswig-Holstein.

Herr über 500 Antennen ist er gerade NICHT! Auch die Antennen der hier aufgeführten Sender besitzt er bis heute nicht. Abgesehen davon ist Radio Sauerland ein Lokalsender und Radio Schleswig Holstein ist ein landesweiter Sender.
Aber die Antenne von Antenne Düsseldorf, die gehört UPLINK.

http://www.handelsblatt.com/my/unternehmen/mittelstand/uplink-chef-michael-radomski-der-manager-mit-der-richtigen-antenne/20228844.html

Wenn man heute diese Schlagzeilen liest: Der Manager mit der richtigen Antenne, dann weiß man nicht ob man lachen oder weinen soll.

Das kann auch gerne in den entsprechenden Thread kopiert werden wenn gewünscht.

von Der Chef - am 15.05.2018 21:17
Zitat
Der Chef
Wo steht das man 2 Jahre gesucht hat??? Das hast Du so vermutet und falsch interpretiert. Nein wenn, dann hat man sich schlimmstenfalls für diesen Standort zu schnell entschieden.


Die RP schrieben am

14. Februar 2015: Telekom bastelt an Umzugsplänen

29. August 2015: Planungsausschuss Anfrage der CDU: Städtebauliche Entwicklung Sohnstraße – was wird aus dem Telekom - Hochhaus?

24.11.2015: Deutsche Telekom zieht in den Seestern 3

März 2018: Das Lokalradio sendet sein Programm seit Ende März von einem neuen Sendemast in Gerresheim.

Auch wenn man ein Jahr für die Koordinierung benötigt, bleiben noch noch zwei Jahre für die Standortsuche.

Zitat
Der Chef
Aber die Zeit drängte natürlich, denn die Telekom hat ihren Standort schneller aufgeben, als abzusehen war.


Spätestens im November 2015 war klar, dass die Telekom schnell umziehen wird.


Zitat
Der Chef
Es kann ja nicht einfach eine Frequenz mal so verschoben werden, vor allem nicht in dieser Leistungsklasse. Diese Standortverlagerung kommt einer Neukoordinierung gleich.


Die Leistungsklasse hat man sich selbst auferlegt. Antenne Düsseldorf hat mit 100 Watt angefangen und steigerte sich bis 2 kW.
Zum Vergleich:

91,20 Dortmund/Florianturm 0,2 kW
107,10 Köln/Sternengasse 0,5 kW


217,41 km2 Düsseldorf
280,71 km2 Dortmund
405,02 km2 Köln

Vergleichbare und größere Städte kommen mit 1/4 der Leistung aus, im Vergleich zu den 2 kW.
Ist es nicht tatsächlich der Landeshauptstadt-Bonus, den man jetzt hier ausspielen will?


Zitat
Der Chef
Deswegen ja auch die veränderten Parameter und da muss u.a. auch das Ausland erneut wieder zustimmen. Das dauerte schon über anderthalb Jahre.


Die Zustimmung aus dem Ausland dauert nicht 1,5 Jahre. Für die Zustimmung oder Ablehnung gibt es Fristen.

von Seltener Besucher - am 15.05.2018 23:19
Zitat Habakukk:

Sagen wir so: wenn man v.a. Richtung Westen ausblenden muss, dann wäre ein Standort im Westen der Stadt sicherlich günstiger als einer im Osten der Stadt, der dann genau Richtung Hauptversorgungsgebiet ausblenden muss.
Die Beeinträchtigungen durch die Ausblendung hat man vermutlich unterschätzt. Ansonsten wäre Gerresheim m.E. gar kein so schlechter Standort.

Da kann ich Dir nur zustimmen. Theoretisch könnte man sogar auch hier das Gebäude der Rheinischen Post dafür einsetzen. Denn wenn man von dort, mal grob gesagt, in Richtung Südost, Nordost und Ost strahlt, würden sich weniger Überschneidungen mit Arnheim und Bornheim ergeben. Die 91,5 MHz wäre dann natürlich überflüssig. Allerdings würde es auf den abgeschatteten Höhen im Düsseldorfer Osten wieder Probleme geben, ihr wisst der Golfplatz wäre definitiv unterversorgt. Die 91,5 kann dorthin u.a. aber wegen Hattingen nicht umkoordiniert werden.

@peppi447

Es geht fast immer vieles. Aber die Frage ist mit welchem Ergebnis. Ich bezweifle sehr das Gebiete wie Angermund und Hellerhof noch ausrechend versorgt werden können, denn eine mögliche Leistung vom Rheinturm würde sich meiner Meinung nach im 200 Watt Bereich bewegen, höchstens bei der Höhe. Und mit Witten und Bornheim, das würde die LfM ja noch hinkriegen aber weißt Du wie so was geht? Man würde den Niederländern das geplante Diagramm vorlegen und was die dann da "weg scheiden" und runterrechnen, dass gilt! Schau dir mal das Diagramm der 91,0 MHz für Wuppertal an. Vorher und nachher. Die Leistung musste von 500 Watt auf 250 Watt runter und der Rest mit den Einzügen wegen Dortmund, Herne und Biedenkopf ergab einen löchrigen Leerdammer Käse. Der DLF hat zähneknirschend trotzdem eingeschaltet, er hat ja noch Wesel und Nordhelle, hüstel. Nein so ein Risiko kannst du mit Antenne Düsseldorf auf dem Rheinturm nicht eingehen. Weil da verlierst du Jahre und musst dann doch einen neuen Standort planen.

von Der Chef - am 16.05.2018 21:18
@Seltener Besucher

Deine Links zur Rheinischen Post finde ich schon fast etwas unverschämt. Denn du hättest sie wenigstens selber vorher lesen sollen! Denn dort steht ganz klar, dass die Zukunft des Gebäudes unklar war damals. Von einen Abriss war erst viel später die Rede. Es wurde erst noch überlegt das Gebäude zu sanieren bzw. einen Käufer dafür zu suchen. Wäre es dazu gekommen, hätte damals noch MEDIA BROADCAST versucht weiterhin den Standort für Antenne Düsseldorf zu mieten/nutzen. Mit "schneller den Standort aufgeben" war natürlich gemeint, dass er schneller als vermutet durch Abriss ganz wegfällt.
Auch der Übergang zu UPLINK brachte natürlich noch eine Verzögerung mit sich.

Zu 91,20 Dortmund/Florianturm 0,2 kW:

Das kannst Du nicht vergleichen denn die Antenne hängt in einer Höhe von 182 Metern und insgesamt 300 Meter über dem Meeresspiegel. Würde sich die Antenne 100 Meter tiefer befinden würde die Leistung über einem kW betragen.

Zu "Die Zustimmung aus dem Ausland dauert nicht 1,5 Jahre. Für die Zustimmung oder Ablehnung gibt es Fristen."

Ähmm wo steht das? Das suche ich schon länger.

Und hier ist zu erkennen das die Senderleistung in einem weiten Bereich deutlich unter einem kW liegt.

TNARDuesseldorf 104.200KG 006E522351N1415006E522051N1410D NW 114 37 31.0 HD 31.0 30.0 29.0 28.0 26.0 23.0 22.0 22.0 22.0 22.0 22.0 22.0 22.0 22.0 22.0 22.0 22.0 24.0 24.0 30.0 31.0 31.0 29.0 29.0 29.0 29.0 21.0 21.0 25.0 30.0 30.0 30.0 30.0 30.0 31.0 31.0

von Der Chef - am 16.05.2018 21:38
Es spielt doch keine Rolle, ob das Gebäude leergezogen oder abgerissen wird. Wäre das Gebäude umgewidmet worden und würden dort Mieter einziehen, stellte sich trotzdem die Frage, ob ein UKW-Sender mit 2 kW auf dem Dach bleiben darf. Beim Wechsel des Eigentümers würde sich die gleiche Frage stellen. Daraus entsteht ein Handlungsbedarf und wenn die RP darüber berichtet, hat die Betriebsgesellschaft über mögliche Veränderungen Kenntnis erlangt. Ich gehe in dem Fall davon aus, dass die RP diese Nachricht erlangte, weil die BG direkt oder indirekt informiert wurde. Es gab da sicherlich auch Fristen für die Kündigung.

Die Ursprungsfrage war, wie lange hatte der Programmanbieter Zeit etwas Neues zu finden und die von Dir angezweifelten 2 Jahre waren auf jeden Fall drin, um tätig zu werden. Von der ersten Veröffentlichung bis zur Inbetriebnahme des neuen Senders vergingen mehr als 36 Monate.
BnetzA: 08.09.2017 - 19.12.2017.

Ich kann Dir meine Quellen nicht nennen, es sind jedoch mehrere. Außerdem kann nach der Koordinierung zu Störungen kommen und hier geht das Windhundverfahren / Prioritätsprinzip (prior tempore potior iure). Wer zuerst auf einer Frequenz gesendet hat, die jetzt durch einen neuen Sender gestört wird, hat das Recht den Störer zu Unterlassung zu zwingen. Dabei spielt keine Rolle, dass die Koordinierung durchgewunken wurde. Es ist alles etwas komplizierter und häufig auch eine Verhandlungssache. Die Leute, die die Koordinierung vornehmen, sehen ihre Kollegen aus dem Ausland regelmäßig bei Meetings und besprechen ihre Pläne.

von Seltener Besucher - am 16.05.2018 23:01
Zitat
Der Chef
Man würde den Niederländern das geplante Diagramm vorlegen und was die dann da "weg scheiden" und runterrechnen, dass gilt! Schau dir mal das Diagramm der 91,0 MHz für Wuppertal an. Vorher und nachher. Die Leistung musste von 500 Watt auf 250 Watt runter [...]


Das liegt aber daran, dass in D mögliche Einwände aus dem Ausland ausgesprochen ernst genommen werden.
In NL dagegen spielen Diagramme offenbar kaum eine Rolle; man denke in diesem Zusammenhang nur an die unlängst in Betrieb genommene 89,2 von RTV Parkstad.

von Wellenjaeger - am 17.05.2018 16:46
Zitat
Wellenjaeger

Das liegt aber daran, dass in D mögliche Einwände aus dem Ausland ausgesprochen ernst genommen werden.
In NL dagegen spielen Diagramme offenbar kaum eine Rolle; man denke in diesem Zusammenhang nur an die unlängst in Betrieb genommene 89,2 von RTV Parkstad.


Es gibt da schon Probleme klar. Aber wenn ich mich richtig erinnere nicht bei dieser Frequenz. Vorher waren das 1 kW, jetzt sind es 0,5 kW. Und ich meine auch weiterhin nahezu Rundstrahlung. Also AFN vorher war in etwa genauso stark.

von Der Chef - am 17.05.2018 21:38
@Seltener Besucher

Also um die Zeiten geht es hier doch gar nicht. Es dauerte halt bis klar war das, das Gebäude abgerissen wird und definitiv darum, und nur darum musste, ein neuer Standort gesucht werden. Und bevor dann der neue Standort zur Koordinierung an die BNetzA gegeben wird, vergeht natürlich die meiste Zeit. Da muss geplant, verhandelt, gemessen werden usw., das neue Diagramm fällt ja nicht vom Himmel. Und es gab ja auch keine Zeitprobleme! Bevor das alte Gebäude abgerissen wird konnte zum neuen Standort umgeschaltet werden und bis zur endgültigen Ausstrahlung sogar nochmal Änderungen an der Antenne vorgenommen werden. Auch die MEDIA BROADCAST hätte diesen Standort gewählt.

Es geht darum das schon bei der Koordinierung der 91,5 MHz auffiel, das diese nur durch den Einzug nach Westen sich überhaupt begründen lies. Und die LfM nach der Abschaltung dieser Frequenz in Rheindahlen meinte, der Aufwand wäre hoch um die löschen zu lassen bzw. noch besser meinte man auch, dass ja evtl. auch mal das Land NRW die Frequenz dort vielleicht mal brauchen könnte. Unter den jetzigen Gesichtspunkten bzw. dem heutigen Kenntnisstand sind da die Würfel gegen Antenne Düsseldorf gefallen... Denn es war abzusehen das es Probleme in Richtung Westen geben könnte, aber wirklich gerechnet hatte man damit nicht.

Ironiemodus: Das Land NRW ist seiner Zeit weit voraus, anders als immer behauptet wird. Man könnte meinen die UKW-Abschaltung hätte hier schon begonnen, denn es sind seit Jahren weit über 20 UKW Frequenzen nicht mehr in Betrieb bzw. nie in Betrieb gegangen, oder mal geplante nie koordiniert worden. Siehe IRT Gutachten, AFN und BFBS Abschaltungen, Frequenzen im Kreis Heinsberg und Olpe usw. Und dann natürlich noch die für Radyo Metropol FM. Auch die sogenannte Überbrückungstechnologie DAB+ ist hier nicht nötig. Man plant bereits mit dem G6 Standard und die Lokalsender sind ganz heiß auf die Konkurrenz im Internet/Webradio mit 20.000 anderen Stationen.

Zitat Seltener Besucher:

Außerdem kann nach der Koordinierung zu Störungen kommen und hier geht das Windhundverfahren / Prioritätsprinzip (prior tempore potior iure). Wer zuerst auf einer Frequenz gesendet hat, die jetzt durch einen neuen Sender gestört wird, hat das Recht den Störer zu Unterlassung zu zwingen. Dabei spielt keine Rolle, dass die Koordinierung durchgewunken wurde. Es ist alles etwas komplizierter und häufig auch eine Verhandlungssache. Die Leute, die die Koordinierung vornehmen, sehen ihre Kollegen aus dem Ausland regelmäßig bei Meetings und besprechen ihre Pläne.

Das ist grob richtig so. Aber wirkliche feste Fristen kenne ich nicht. Diese Treffen finden statt bei Kongressen z.B. da wird dann auch mal über aktuelle Fragen gesprochen. Aber niemals über die Koordination irgendwelcher Funzeln. Von wirklichen konkreten Treffen zu solchen Themen weiß ich von dem Tausch wegen dem DAB Kanal 5A und mit den Niederländern mit ihrer Zerobase.

von Der Chef - am 17.05.2018 22:24
Zitat
Der Chef
Aber wirkliche feste Fristen kenne ich nicht.


Es sind gut 2x 100 Tage. Erst Inlandskoordinierung, dann Auslandskoordinierung. Das ist aber nur die Frist zur Antwort. Wird abgelehnt muss nachgebessert oder aufgegeben werden, dann läuft der Tacho von vorne los. In der Regel sind aber die inländischen Betroffenen immer recht fix mit der Prüfung, so 3-6 Wochen, wenn nicht gerade Urlaubszeit ist. Realistisch ist aber ein Zeitraum von knapp einem Jahr für die Realisation, selbst wenn Du am gleichen Standort bleibst und ne eigene Antenne bauen willst.

von Shortwaveservice - am 18.05.2018 05:40
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