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Radiosendern soll eine Verbreitung über Digital-Sat angeboten werden

Startbeitrag von Franken am 11.02.2018 15:09

Zitat
infodigital
Herr Deitenbeck, Sachsen will eine schnelle UKW-Abschaltung, erste Kabelnetzbetreiber wie Vodafone kündigen bereits Abschaltungen an.
Den Radiosendern soll im Gegenzug eine Verbreitung über Digital-Sat angeboten werden. Wie wird diese Regelung aussehen und was bedeutet das für regionale und lokale Anbieter? Der SLM ist seitens der Netzbetreiber erläutert worden, dass auch künftig alle gewohnten Hörfunkprogramme im Kabel empfangbar sein werden, und zwar überwiegend mittels des Übertragungsstandards DVB-C.


Quelle: https://www.infosat.de/technik/tsch-analoges-kabelradio-infodigital-im-gespr-ch-mit-martin-deitenbeck-slm

Wäre echt schön wenn endlich mal mehr Privat Sender auf Satelit wären nicht nur ABY, FFH oder ffn.

Was haltet Ihr davon ist an diesen Gerücht was dran? Das wäre echt toll, denn dann könnte man seinen Regionalsender auch mal im Urlaub auf dem Campingplatz hören. Radio Bamberg mitten in Budapest das wär echt klasse!

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Zitat
Franken

Was haltet Ihr davon ist an diesen Gerücht was dran? Das wäre echt toll, denn dann könnte man seinen Regionalsender auch mal im Urlaub auf dem Campingplatz hören. Radio Bamberg mitten in Budapest das wär echt klasse!


Ich halte nichts davon. Man solle sich lieber auf DAB+ fokusieren und nicht auf Digital Sat. Und div. deutsche Radiosender bekommt man im Ausland auch ueber WiFi und Internet.

Deutsche Radiosender im Urlaub, da vermisse ich eher den Deutschlandfunk auf 1422. Diese Frequenz ging in fast ganz Europa. Die Mittelwelle kommt aber sicher nicht zurueck, dies ist vorbei.

von 102.1 - am 11.02.2018 15:17
R.SA (Sachsen) ist für mich der einzigste hörbare Privatsender, da fände ich die Sataufschaltung echt cool. Damit wären die nach der Kabel-UKW-Abschaltung auch via DVB-C wieder in ganz Sachsen im Kabel. Ich kann aber mir nicht vorstellen, dass an diesen Sataufschaltungsgerüchten was drann ist, man könnte auch IP auf DVB-C an den Kopfstellen einspeisen.

R.SA hat auch nicht son schlimmes Soundprozessing, dass es extrem Scheiße klingt, so wie bei FFN, FFH oder SAW. R.SA klingt fast so vom Soundprozessing wie Rias2 in den 80igern, die Musikauswahl ist relativ gut, beste Sendung für mich "Neumis Rockzirkus" .

von DLR-Fan Sachsen-Anhalt - am 11.02.2018 15:33
Ich verstehe nicht, was das eine (Kabelabschaltung) mit dem anderen (Sat-Aufschaltung) zu tun hat.
Das ist so, als wäre die Milch ausverkauft und man als Ersatz Tiefkühlpommes kauft. Toll.

von Boombastic - am 11.02.2018 16:30
Sachsen hat eine Menge kleiner und mittelständischer Kabelnetze, gewachsen aus den Antennengemeinschaften, mit denen man zu DDR-Zeiten Westfernsehen heranzuholen versuchte.

Da nun die SLM per Gesetz Kabel-UKW abschalten lässt (meist ohne Not, in vielen Klein-Netzen blockiert UKW kein Internet, da selbiges nicht vorhanden oder nur mit geringer Anschlusszahl genutzt wird!), bekommt man nun offenbar kalte Füße wegen nicht-Verbreitung der Privatdudler. Die bösen "Staatsfunk-Öffis" sind ja weitgehend auf Sat (wenngleich teils nicht in der richtigen Regionalisierung, gerade bei MDR Radio Sachsen ist die ja etwas ausgebauter), man hat also nun offenbar den Nachteil für die Privaten erkannt. Und will nun möglicherweise versuchen, die DVB-C-Aufschaltung auf diesem wege zu bewerkstelligen, denn dafür ist Technik da (und evtl. sogar der Transponder bereits in vielen Netzen drin). Eine Umsetzung UKW->DVB-C würde je Klein-Netz ca. 10-12 kEUR kosten, das würde diesen Netzen das Genick brechen.

Schon lustig: erst den Ast absägen auf dem man sitzt und dann schnell noch ein Podest hinbauen, damit man nicht runterfällt. Falls das kein Verschreiber ist und es sich um DVB-C statt DVB-S handelt.

Zur Frage, welchen Mehrwert das für mich hätte: keinen. Privatfunk halt.

von Chris_BLN - am 11.02.2018 17:21
Sehr interessant, diese möglichen technischen bzw. medienpolitischen Entwicklungen weiter zu verfolgen.

Zur inhaltlichen Bereicherung meines individuellen Radiohörens wird das allerdings nicht beitragen.
Ich ertrage keinen dieser Privatdudler; also Mehrwert: keiner (s. a. Beitrag von Chris_BLN).

von hetietz - am 11.02.2018 18:16
Zitat
Chris_BLN
Zur Frage, welchen Mehrwert das für mich hätte: keinen. Privatfunk halt.


Das hätte ich grundsätzlich vor nicht all zu langer Zeit exakt auch so geschrieben. Leider muß es beim ARD-Hörfunk inzwischen feststellen daß dies "Headbanger's Fall" ist. Wo finde ich sowas? Erstaunlicherweise im Privatfunk, natürlich nicht auf den einschlägigen Dudlern. Man nehme hier einfach einmal STAR FM wo es jetzt die "Heavy Hour" mit Jakob Kranz gibt. Eigentlich ist das genau das Stahlwerk von Fritz, was wiederum in der direkten Tradition von "Tendenz Hard bis Heavy" (DT 64, Ausgabe von Jens Molle.: Kranz: Der Metal kam zu mir. Einen Erfolg den das Radio heute immer weniger schreiben kann).
Dann gäbe es hier noch die ebenfalls erwähnenswerten Gong97,1 in Nürnberg und die RockAntenne mit TuffStuff was immerhin dann noch zweimal zu einer vernünftigen Zeit wiederholt wird. Man erkläre mir, als einer der defintiv immer seine Hand über den ARD-Hörfunk hält, wo ich sowas dort noch finde :-( .
Unterm Strich: Es gibt tatsächlich noch Privatfunk wo sich da Zuhören lohnt! Auch wenn es ganz sicher nicht die Masse ist :-( . Die Waage, hier also mit 0:3, und das verstört mich durchaus, kippt schon lange gegen die ARD-Programme wo derartiges nicht mehr stattfinden darf :sneg: .

von Thomas (Metal) - am 11.02.2018 20:06
Wer die härtere Gangart der Musik, im normalen, linearen Rundunk aus Deutschland hören möchte, ist tatsächlich bei den Privatsendern besser aufgehoben als bei den ÖR.

Die ÖR haben in den letzten Jahren ihre Musikwellen eh auch nur noch nach dem Mainstream- Privatfunk ausgerichtet, selbst die "Einser Wellen", welche früher auch schlagerlastig waren, sind nun in direkte Konkurrenz gesetzt zu den Mainstream-Privaten, und sind inzwischen auch oft austauschbar.
Beim NDR ist es am Schlimmesten, da ist auch noch eine große Überschneidung der Musik der Einser Wellen mit NDR2 und NDR2 hat wiederum viel Überschneidung noch mit NJoy, alles klingt fast gleich.

von DLR-Fan Sachsen-Anhalt - am 12.02.2018 07:11
Zitat
Thomas (Metal)
Man nehme hier einfach einmal STAR FM wo es jetzt die "Heavy Hour" mit Jakob Kranz gibt. Eigentlich ist das genau das Stahlwerk von Fritz, was wiederum in der direkten Tradition von "Tendenz Hard bis Heavy" (DT 64, Ausgabe von Jens Molle.


Genau deswegen würde ich es sehr begrüßen wenn man auf den ASTRA Satelliten ein Transponter mit Privatprogrammen starten würde. Ich denke 1 Transponter dürfte reichen, wenn nur Radio drauf ist.
Einen hätte man ja zum teil denn mit FFH und ffn, wenn man hier die ganzen SEX und PORNO Sender, die sowieso niemand ernsthaft guckt, abschalten würde könnte man die Privatradios locker mit unterbringen.

von Franken - am 12.02.2018 10:02
Zitat
Franken
wenn man hier die ganzen SEX und PORNO Sender, die sowieso niemand ernsthaft guckt, abschalten würde könnte man die Privatradios locker mit unterbringen.

Es wurde schon gerichtlich festgestellt, daß "mit dem Mehrwertdienst nicht unerheblich Gewinn erzielt" wird. Also: es gucken schon so viele zu, daß man mit diesen Kanälen deutlich in der Gewinnzone liegt. Freiwillig wird die also keiner abschalten! Das ist ein richtig lohnenswertes Geschäft.

von iro - am 12.02.2018 10:15
Zitat
Franken
Einen hätte man ja zum teil denn mit FFH und ffn, wenn man hier die ganzen SEX und PORNO Sender, die sowieso niemand ernsthaft guckt, abschalten würde könnte man die Privatradios locker mit unterbringen.


Astra ist es völlig egal, ob die Sender jemand sieht, solange sie für sie die Geld bringen. Auf Sat ist auch sonst noch genügend Platz für Radiosender.

von Jelvert - am 12.02.2018 10:16
Auf 19,2E ist soviel Platz, da wären alle Privatsender Deutschlands locker mit mindestens 192k mp2 aufschaltbar, das würde nicht mal einen ganzen Transponder belegen. Es ist nur eine Finazierungsfrage.

von DLR-Fan Sachsen-Anhalt - am 12.02.2018 10:31
Zitat

Es ist nur eine Finazierungsfrage.

Kostet das dann eigentlich auch mehr an GEMA, wenn halb Europa via Sat mitversorgt wird?

von iro - am 12.02.2018 10:46
Über Internet sind die Sender weltweit vertreten, was kostet das zusätzlich an Gema?

von Handydoctor - am 12.02.2018 10:49
Über Internet sind viele Sender ja eben nicht weltweit vertreten, sondern aus Rechtegründen mit einem Geoblocking versehen.
Allerdings: Lizenzen der GEMA gelten sowieso nur für Deutschland...

von iro - am 12.02.2018 11:12
Zitat
Handydoctor
Über Internet sind die Sender weltweit vertreten, was kostet das zusätzlich an Gema?


Tja da sind wir wieder beim Internet! Gerade im Ausland ist es da immer ein wenig Problematisch einen freies WLAN zu finden wenn überhaupt verfügbar, denn die meisten wollen Cash.
Und zudem ist die Klangqualität über ASTRA westlich besser als das gequäcke über Internet!
Aus meinen Bekanntenkreis zumintest kenne ich niemanden der Internetradio hört.

Das mit den GEMA die Sender ABY, FFH, ffn und Co. zahlen auch nur die GEMA für Deutschland. Und eine SAT Radio Ausstrahlung dürfte sogar noch billiger sein wie eine Internetausstrahlung, denn die Server die da gemietet werden sind ja auch nicht billig.
Und wer bitteschön hat im Ausland auf einen Campinplatz einen Festnetzanschluss???
Denn über das Mobilfunknetz dürfte relativ schnell Schluss mit Interntradio sein nämlich dann wenn das Datenvolumen aufgebraucht ist. Ach und das Geoblocking gibts ja auch noch!

Dont' Use Internet Use Radio!

von Franken - am 12.02.2018 11:15
Na, dass die Klanqualität im Internet schlechter sein soll als via Sat kann man nicht verallgemeinern. R.SA (Sachsen) klingt mit 192k mp3 z.B. ganz passabel, besser als FFN,FFH,RTL, Rockantenne usw. via Sat, der Klang hängt weitestgehend auch vom Soundprozessing ab.

von DLR-Fan Sachsen-Anhalt - am 12.02.2018 11:51
Zitat
Franken
Und zudem ist die Klangqualität über ASTRA westlich besser als das gequäcke über Internet!

Das gilt aber nur für die ÖR-Sender mit ihren 256-320k mp2. Die Privatsender sind via Satellit meist mit eher mieser Datenrate unterwegs.
Ausschließlich bei den Öffis würde ich von allen Übertragungswegen (UKW, DAB, Internet, Sat) immer den Satelliten bevorzugen. Alles andere ist da schlechter.

von iro - am 12.02.2018 12:03
So sehe ich das auch, bei den ÖR ist Satellit wirklich erste Wahl.

von DLR-Fan Sachsen-Anhalt - am 12.02.2018 12:05
[OT]

Auch wenn ich mit meiner Frage einen Nebenkriegsschauplatz aufmache;
Mir kommt es bei MDR Sachsen-Anhalt so vor als wenn die 94,6 vom Brocken besser klingt als über Astra. Kann das wirklich sein? Wie erfolgt die Zuführung der 94,6? Mit "besser" meine ich höher aufgelöst, detailreicher, mehr Bassfundament, keine wahrnehmbaren Artefakte. Ganz so, als wäre das übertriebene Processing nicht ganz so übel..Natürlich kann das auch an meinen Geräten liegen; für UKW nutze ich den sehr guten (alten) Kenwood KT-6040, der in Bandbreite "Wide" wirklich breit und damit audiophil ist. Der Tuner hängt an zwei Körner 9.2 in horizontal gestockter Anordnung, die bei Harz-Ausrichtung (knapp 50km) wirklich "Vollanschlag" und exzellente Ausblendung von Reflexionen liefern. Für Astra habe ich einen Enigma-Receiver von Atemio, der bei klassischen Programmen wirklich gut im Kopfhörer klingt. Beim MDR fällt das halt an jedem Freitag beim 80er Hit-Abend auf, der bei mir Pflichtprogramm ist. Ansonsten läuft das Programm bei mir eigentlich nicht..

von Mc Jack - am 12.02.2018 12:50
Ich meine hier im Forum gelesen zu haben, dass der MDR seine UKW Standorte, wenn möglich, direkt linear per PCM 48 khz anbindet.

von Boombastic - am 12.02.2018 12:54
Also der Petersberg 100,8 klingt nicht besser als Satellit bei mir, der Brocken kommt etwas leiser rein und mit etwas weniger übertriebenen Höhen und klingt etwas anders, das Prozessing finde ich trotzdem noch unmöglich.
Am Atemio 6000 liegt es nicht ich habe 3 Stück davon im Einsatz, die klingen alle gut über HDMI, höre keinen Unterschied zu GigaBlue HD Quad+ oder meiner alten DM8000. Alles mit Open-ATV.

von DLR-Fan Sachsen-Anhalt - am 12.02.2018 13:34
Ja, soweit mir bekannt via DisNet mittels https://www.digigram.com/audio-over-ip/iqoya-link-le-stereo-ip-audio-codec/ in PCM. Seit etwa einem Jahr.

Da auf Sat wohl die gleiche Regio (Magdeburg) wie auf dem Brocken läuft, wäre auch unterschiedlicher Ausspielweg mit evtl. nicht identischem Processing wenig wahrscheinlich. Einst hatte MDR Sachsen-Anhalt aber separates DVB-Processing, da kam einige Zeit lang richtig HiFi, bis es den Programmchefs wohl zu gut war und kassiert wurde.

Ich könnte ggf. mal Wiederau gegen Sat vergleichen, schaffe ich derzeit aber nicht.

von Chris_BLN - am 12.02.2018 13:44
Wiederau klingt wie Petersberg, kein Unterschied, was in etwa Satellit entspricht.

von DLR-Fan Sachsen-Anhalt - am 12.02.2018 13:48
Im DAB+ klingen alle verschiedenen Regionalversionen auch nicht zu 100% gleich.

von DLR-Fan Sachsen-Anhalt - am 12.02.2018 13:52
Zitat
DLR-Fan Sachsen-Anhalt
Auf 19,2E ist soviel Platz, da wären alle Privatsender Deutschlands locker mit mindestens 192k mp2 aufschaltbar, das würde nicht mal einen ganzen Transponder belegen. Es ist nur eine Finazierungsfrage.

Und hier könnte man etwas befürchten: Die werden vielleicht aufschalten, aber in einem "neuen Qualitätsstandard" der nicht mehr mp2 heißt und sich an Hörfunk aus Tschechien oder Norwegen orientiert. Das könnte dann zum gefürchteten Präzedenzfall werden und irgendwann ist die Tonqualität beim ARD-Hörfunk auf ASTRA auch dahin. Geschrieben wurde ja schon genug dazu :-( ..

von Thomas (Metal) - am 12.02.2018 14:28
bietet man am Campingplatz WiFi an, hat sich diese Diskussion erledigt....

von 102.1 - am 12.02.2018 15:00
Die Campingplätze im Ausland (z.B.Italien,Kroatien,Spanien) heben meist freies WLAN oder gegen eine geringe Gebühr.

von Handydoctor - am 12.02.2018 15:03
Ich kann mir weiterhin nicht vorstellen, dass die Privaten in Mitteldeutscland Interesse an einer selbst zu finanzierenden Sat-Aufschaltung haben. Wenn ihnen die LMAs das bezahlen, dann sicher gerne. Damit käme das Geld ggf. sogar aus dem GEZ-Topf. Ewig könnte man das nicht als "Technologieanschub" deklarieren, sowas wie Satverbreitung sowieso nicht.

Radio Top40 hatte ja Sat - als UKW-Zuführung. Nach deren Umstellung auf IP (e-APTX mit 384 kbps) durch den neuen Dienstleister Divicon wurde Sat sofort abgeschaltet. Protestierende Hörer (auch in Thüringen gibt es bei Top40 mehr "weiße Flecken" als es UKW-versorgte Gebiete gibt) wurdn nauf den Stream und die App verwiesen. Selbst die UKW-Abschaltung in Kabelnetzen wurde in Kauf genommen. Man sieht da keine Zukunft, die sieht man einzig in IP.

von Chris_BLN - am 12.02.2018 15:15
Zitat
Handydoctor
Die Campingplätze im Ausland (z.B.Italien,Kroatien,Spanien) heben meist freies WLAN oder gegen eine geringe Gebühr.


Das dachte ich mir. Warum sollte ich dann am Campingplatz mit einer SAT Antenne herumbasteln, wenn ich den Radiosender aus der Heimat via WiFi bekomme? Da lohnt sich der Aufwand fuer mich nicht.

von 102.1 - am 12.02.2018 15:56
So lang es kein Geoblocking im Ausland gibt, wie es z.B. bei der Fussball-WM von den deutschen Infoprogrammen praktiziert wurde, ist das auch sehr gut. Wenn dann noch TV geschaut werden soll, via Hotspot, ist die Kapazität aber schnell am Limit, da ist Sat voll im Vorteil.

von DLR-Fan Sachsen-Anhalt - am 12.02.2018 18:58
Zitat

Und zudem ist die Klangqualität über ASTRA westlich besser als das gequäcke über Internet!


Das ist ja nun wirklich mal eine sehr subjektive Wahrnehmumg und entspricht keinesfalls der Realität. Ordentliche Bitraten und ordentlicher Klang sind mit heutigen Übertragungskapazitäten lange Standard. Beispiele gibt es nebenan im Radiohörerforumsbereich mehr als genug.

von Felix II - am 12.02.2018 19:11
Hallo,
bei all Euren Vergleichen müsst ihr bitte auch beachten, dass bei UKW teilweise unterschiedliche Sendertypen zum Einsatz kommen - welche untereinander schon den Klang beträchtlich beeinflussen. In Wiederau steht ein Rohde und Schwarz Sender der 9000der Generation - zugeführt regulär via Disnet. Als Ersatzweg Brocken 94,60 MHz.
Auf dem Brocken könnte schon wieder ein anderer Typ stehen - allein wegen der HF Ausgangsleistung und des Steuersenders. Dieser hat schon einen anderen Klang.

Für mich war der Unterschied besonders gravierend, als MDR Sachsen Chemnitz 92,80
MHz bereits mit neuem Rohde Sender sendete und Wiederau 93,90 MHz mit altem Rohde Röhren Sender in der Luft war.

von Karl 3 - am 12.02.2018 20:03
Nochmal sehr OT (sorry)

@Mc Jack
Mir ist das kürzlich bei der Landshuter BR Funzel aufgefallen, als ich einen Kopfhörer zufällig mit einem alten Wackeligen Klinkensteckeradapter angeschlossen habe. Jeder kennt das vermutlich, wenn der Massekontakt fehlt, hört man nur das Stereodifferenzsignal (L - R). Und da hört man normalerweise immer Artefakte bzw. gezischel oder gezwitscher, sogar auf DVB-S.
Aber die UKW BR Programme waren auch im Differenzsignal total sauber (im gegensatzt zu den Privaten).
Habe schon seit Ewigkeiten kein UKW mehr mit Kopfhörer gehört, aber es klingt (mit vernünftigem Kopfhörerstecker) total angenehm.

@Karl 3
Welcher Sender klang nun besser, der neue Rohde oder der alte Rohde Röhren Sender?

von phaserotator - am 13.02.2018 21:29
Zitat
DLR-Fan Sachsen-Anhalt
So lang es kein Geoblocking im Ausland gibt, wie es z.B. bei der Fussball-WM von den deutschen Infoprogrammen praktiziert wurde, ist das auch sehr gut. Wenn dann noch TV geschaut werden soll, via Hotspot, ist die Kapazität aber schnell am Limit, da ist Sat voll im Vorteil.


Beides ist loesbar.

von 102.1 - am 13.02.2018 21:32
@phasenrotator

Der BR führt die meisten Standorte (zumindest alle großen) mittels zentral erzeugtem und verlustfrei zum Sender gebrachtem MPX-Signal zu: https://www.2wcom.com/fmc01/

Also keine psychoakustische Datenreduktion auf der Zuführung. Damit sind zumindest Live-Elemente (Moderation, Nachrichten) ohne Datenreduktion. Ob auch die Landshuter Funzel da dran hängt, entzieht sich allerdings meiner Kenntnis.

MPEG 1 Layer 2 ist tatsächlich selbst bei 320 kbps sehr anfällig für Gezischel, auch bei echten mono-Inhalten. Das schaffen da manche Livestreams in MP3 mit halber Bitrate besser. Aber das ist ja auch nicht das einzige Kriterium für anständigen Klang, ich nutz(t)e diese Eigenschaft allerdings auch gerne zum Nachweis von Datenreduktion.

BR Klassik auf DAB+ in 144 kbps LC-AAC ist bei echten Mono-Inhalten übrigens absolut stumm gewesen in meinem Hörtest. Das geht so lange gut, wie nichts unter der Moderation liegt. Sobald noch etwas Musik etc. drunter liegt, geht das Gezischel im Differenzsignal los.

Und zum Klangunterschied schrieb Karl 3 vor etwa einem Jahr:

"Einen minimalen Klangunterschied könntest du wirklich feststellen. Für mich klingen die neuen Sender etwas blecherner und dünner. Also nicht mehr so Bass lastig.
Dies kannst du jetzt schon probieren. Probiere mal die 92,8 im Vergleich zur 93,9. Mit Kopfhörern sollte man einen Unterschied hören. "

http://radioforum.foren.mysnip.de/read.php?8773,1409196,1409250#msg-1409250

von Chris_BLN - am 13.02.2018 22:27
[OT]

Zitat
Chris_BLN
MPEG 1 Layer 2 ist tatsächlich selbst bei 320 kbps sehr anfällig für Gezischel, auch bei echten mono-Inhalten. Das schaffen da manche Livestreams in MP3 mit halber Bitrate besser. Aber das ist ja auch nicht das einzige Kriterium für anständigen Klang, ich nutz(t)e diese Eigenschaft allerdings auch gerne zum Nachweis von Datenreduktion.

BR Klassik auf DAB+ in 144 kbps LC-AAC ist bei echten Mono-Inhalten übrigens absolut stumm gewesen in meinem Hörtest. Das geht so lange gut, wie nichts unter der Moderation liegt. Sobald noch etwas Musik etc. drunter liegt, geht das Gezischel im Differenzsignal los.


Damit wären wir bei einer weiteren Folge der Frage: Was muß als Untergrenze gelten damit man zumindest mit normalem aber kritischem Gehör keinen Unterschied zum Ausgangssignal feststellen kann?
Ich stelle es nur bei meinen eigenen selbst gewandelten mp3 fest: Alte CD die eben nicht kaputtgemastert (80er, frühe 90er) sind vertragen eine deutlich niedrigere Bitrate. Es ist einfach zuviel da, die Datenreduktion kann nicht sinnvoll greifen. Da sie aber greift sind die Ergebnisse leider eindeutig :-( .
Im Hörfunk heißt das: Kein oder nur geringes Audio-Processing. Vielleicht finden wir dann eine Mainwelle aus BT auf Satellit die dann bezüglich Klang einen Hochbiträter aussticht :bruell: Weniger kann eben mehr sein!

Nachgetragen:
Man kann es teilweise auch auf Youtube noch sehen. So wie hier bei Fates Warning (1991). Allerdings sind hier durchaus schon Soundkatastrophen auszumachen (Aussteuerung schlägt schon mal oben an, auf der CD optimal gelöst). Offenbar Nachbearbeitet hat man hier eine meiner Lieblingsbands, das kenne ich auch noch anders, da ist die Kassette heute noch besser. Das klingt dann fast wie Kommerzfunk-Audio-Processing :-( .

von Thomas (Metal) - am 13.02.2018 22:46
@Chris_BLN

Danke für die vollumfängliche Beantwortung meiner Fragen und das heraussuchen des Postings von Karl 3.
Das mit der digitalen MPX-Zuführung ist ja interessant. Da könnte man ja mit dem FM-Hub sehr nahe ans Limit gehen und dafür etwas mehr Dynamik zulassen.

Bei Karl 3 hätte ich eher erwartet, dass die neuen Sender besser klingen. Aber oft sind es ja kleine "Unzulänglichkeiten", wie quadratische Verzerrungen im Tieftonbereich, die einen warmen angenehmen Sound ausmachen.

@Thomas (Metal)

Das deckt sich genau mit meinen Erfahrungen. Bei vernünftig gemasterten CDs reichen 192 kbps MP3 völlig aus (eigentlich auch 160). Wenn dagegen Clipping im Spiel ist, hört man selbst bei 256 kbps teilweise Artefakte. 128 kbps MP3 erkenne ich dagegen, auch ohne Tricksereien, sehr zuverlässig und unabhängig vom Programmmaterial.

Wenn man das Soundprocessing auf den Digitalen Ausspielwegen weglassen würde, hiesse es wieder: "Das klingt ja viel dünner als UKW". Ich habe solche Aussagen damals schon von Leuten gehört, die es eigentlich besser wissen müssten.

von phaserotator - am 14.02.2018 00:56
Querverweis: in Österreich verschlüsselt der landesweit ausgestrahlte UKW Sender Kronehit sein Signal über DVB-T2, um nicht noch einmal Gebühren für die AKM (die Österreich-Version der GEMA) zu zahlen.

von andimik - am 14.02.2018 12:09
Zitat
phaserotator
Das mit der digitalen MPX-Zuführung ist ja interessant. Da könnte man ja mit dem FM-Hub sehr nahe ans Limit gehen und dafür etwas mehr Dynamik zulassen.


Bei Bayern 2 vom Wendelstein habe ich mal nachmessen lassen. Es war eine Stunde mit Hörspielen, also eigentlich was eher nicht so "dichtes". Dennoch kam die erste halbe Stunde bis auf ca. -0,5 dBr MPX-Leistung, die Werte lagen meist zwischen -1 und -2 dBr. Der Spitzenhub lag bei 71 kHz. Würde sowas gerne nochmal sehen für eine Stunde Popmusik und für das Vormittagsprogramm. Auch interessant wäre BR Klassik (wegen des Spitzenhubes) und Bayern 1 / 3 (wegen der MPX-Leistung). Habe dazu aber keine Daten.

Zitat
phaserotator
Das deckt sich genau mit meinen Erfahrungen. Bei vernünftig gemasterten CDs reichen 192 kbps MP3 völlig aus (eigentlich auch 160). Wenn dagegen Clipping im Spiel ist, hört man selbst bei 256 kbps teilweise Artefakte. 128 kbps MP3 erkenne ich dagegen, auch ohne Tricksereien, sehr zuverlässig und unabhängig vom Programmmaterial.


Ich habe mit dem LAME 3.93.1 (den verwende ich nach wie vor für CBR) die Erfahrung gemacht, dass man geclipptes Dauer-Vollpegel-Material um ca. 1,5 dB absenken muß vor dem Erstellen des MP3, damit die durch Artefakte bedingten Sample-Abweichungen unterhalb 0 dBr bleiben. Das kann man gleich im LAME auf der Kommandozeile mit "--scale 0.84" erledigen. Wird es dann besser auch bei 192 kbps?

von Chris_BLN - am 14.02.2018 16:31
Zitat
102.1
Zitat
DLR-Fan Sachsen-Anhalt
So lang es kein Geoblocking im Ausland gibt, wie es z.B. bei der Fussball-WM von den deutschen Infoprogrammen praktiziert wurde, ist das auch sehr gut. Wenn dann noch TV geschaut werden soll, via Hotspot, ist die Kapazität aber schnell am Limit, da ist Sat voll im Vorteil.


Beides ist loesbar.

Ich nutze im Ausland schon seit ein paar Jahren Streams. Geoblocking stellt kein Hindernis dar, dank mobilem Router (so groß wie eine Zigarettenschachtel), der das WLAN-Signal dort auffängt wo es empfangbar ist (bspw. das freie Signal von der Lobby auf dem zimmereigenen Balkon) und per LAN-Kabel an die Shellfire-Box (so groß wie eine Streichholzschachtel) weiterleitet und eine sichere VPN-Verbindung wahlweise in fast jedes Land der Welt herstellt. Entweder ich greife auf Zattoo Schweiz zurück (inkl. ORF, SRF und den Privaten) oder auf den transcodierten Stream der VU+ Box, die daheim an der Sat-Schüssel hängt. Empfangen wird das ganz bequem auf dem Fire TV Stick, der direkt an den Fernseher angeschlossen ist und die entsprechenden Apps installiert hat. Was ich nicht ändern kann (und da gibt es eine fifty-fifty Chance dafür) ist das schlechte Internet bzw. die (zu langen) Ping-Zeiten, die zu nervigen Aussetzern führen. In Mexiko bspw. hatte ich in einem Hotel superschnelles Internet, in einem anderen kam es drauf an, ob zu dem Moment das halbe Hotel im Internet surfte. Aber sowas ist für mich natürlich auch Nebensache, wenn ich in einem so schönen Land Urlaub mache, geht es mal nicht, geht die Welt auch nicht unter ;) P.S. es war auch egal wie schmal das transcodierte Signal war, die Aussetzer blieben, zweiteres ist also vom Endkonsumenten so nicht zu lösen ;)

von Rosti 2.0 - am 15.02.2018 12:34
Zitat
Franken

Denn über das Mobilfunknetz dürfte relativ schnell Schluss mit Interntradio sein nämlich dann wenn das Datenvolumen aufgebraucht ist.


Naja, es hören ja nicht nur Kinder mit Billig-Kartenverträgen und beschränktem Datenvolumen Radio über's Internet. Ich habe jeden Monat z.B. 100 GB zur Verfügung, das kratzt mich überhaupt nicht. Ist also kein Grund, eher noch der immer noch schwächliche Ausbau der Mobilfunk-Infrastruktur. In manchen Gegenden fühle ich mich heute immer noch wie im Jahr 2000, was den Empfang angeht. Und das gilt nicht nur für vergessene Landstriche in Brandenburg. Auch in Berlin und München kann man mitten in der Stadt stehen und kein versch***enes Internet haben...

von Raptor68m - am 15.02.2018 22:28
100 GB monatlich sind aber keineswegs Standard. Was kostet dich das monatlich ?

von Felix II - am 16.02.2018 04:34
Zitat
Felix II
100 GB monatlich sind aber keineswegs Standard. [...]


Mein Wohngebiet wird mit DSL-Bandbreiten zwischen DSL light und 6 MBit versorgt. Je nach dem, wo man wohnt. Dennoch verkauft man haufenweise Entertain oder ähnliches, verheizt also die ohnehin nicht üppige Bandbreite an Fernsehgucker. Dagegen ist nichts zu sagen, es soll ja die Zukunft sein oder es werden. Gleiches versucht auch Vaderfone, deren Easybox dem Nutzer sogar den gleichen Komfort wie ein klassischer DSL-Anschluss bietet.

Fakt ist, dass abends oder an Wochenenden mit möglichst miesem Wetter im Netz von Vaderfone nicht mehr viel geht. Pingzeiten im Sekundenbereich. Trennen von Datenverbindungen, auf denen nicht mindestens ein Stream kontinuierlich Daten nuckelt: "Es kann zur Zeit keine Verbindung zum Internet hergestellt werden. Versuchen Sie es später noch einmal." - Dann kommt man nicht mehr online, ohne sich eine neue IP-Adresse zu holen (Karte Aus- und erneut Einbuchen).

Wer auf sowas für Radio und Fernsehen angewiesen ist, der hört oder sieht dann nichts mehr.

von PowerAM - am 16.02.2018 05:46
Hier wurde Ende 2002 DSL 6000 eingeführt. Zuvor war es DSL 3000.
Und seitdem herrscht Stillstand.
Ich staune, was trotz dieses Zustandes (dank guter eigener Technik) doch noch geht (BBCiPlayer usw.).
Sat-Empfang ist hier unabdingbar.
Für das deutschsprachige Grundangebot ist DVB-T2 vom nahen Leipziger Sender vorhanden;
DAB+ ebenfalls.
Wer sich vom hirnlosen UKW-Dudelfunk verblöden lassen will, braucht ebenfalls keinen großen Aufwand.

von hetietz - am 16.02.2018 06:02
Bei mir ist auch nur 6000 RAM verfügbar, für Amazonvideo in HD reichts gerade so, bekomme auch immer volle 6MBit Bandbreite, vermutlich ist mein ATM-DSLAM kaum noch beschaltet. Entertain ist hier natürlich Fehlanzeige, Satellit ist ein Muss, da ich sowieso auch mit Zimmerantenne kein DVB-T2 bekomme, habe ich an jeder Empfangstelle Koaxkabel mit Sat und T2, gespeist via Multischalter, und Netzwerkanschluss, dass die Linuxreceiver ordentlich laufen. Damit kann ich auch ordentlich Webradio hören, mit WebradioFS, und z.B Mediatheken nutzen mit dem Mediaportal u.v.m..
UKW wird bei mir zu Hause nicht mehr aktiv für Inhalte hören genutzt, nur zu Testzwecken.

von DLR-Fan Sachsen-Anhalt - am 16.02.2018 07:18
Webradio ist für mich ebenfalls von großer Bedeutung, meist auf Empfängern wie PURE, z. T. auch per Apps auf dem Sony TV bzw. einer Android TV Box.

Einen klassischen UKW-Receiver bzw. -Tuner habe ich gar nicht mehr, da sich dies hier nicht lohnen würde. Für DLF oder zu bestimmten Zeiten MDR Aktuell wären diese Geräte überdimensioniert.

Die ÖR-Hauptsender im Rundfunk gleichen sich immer weiter an. Es gibt natürlich noch ein paar positive Beispiele, und, wie in einigen Beiträgen hervorgehoben, findet man in bestimmten Regionen bei einzelnen privaten Radiosendern Innovatives.

Im ländlichen Bereich (z. B. Nordsachsen) wird in letzter Zeit die Deutsche Glasfaser zunehmend aktiv. Das mag fürs Internet zum Lückenschluss beitragen, ist aber immer abhängig von genügend Anschlusswilligen, also von Unterschriften.
Fernsehen und Rundfunk kann man auch dazu buchen, aber das Senderangebot wäre nicht attraktiv für mich.

Zurück zum eigentlichen Thema: Insgesamt wäre es bestimmt sinnvoll, die angedachte Verbreitung von Radiosendern über Satellit umzusetzen.

von hetietz - am 16.02.2018 08:15
Zitat
Felix II
100 GB monatlich sind aber keineswegs Standard. Was kostet dich das monatlich ?


Ich hab einen simplen Businesstarif beim großen V, für Selbständige und kleine Firmen, alles flat in alle Netze sowie 100 GB Bonus für etwas unter 50 Euro/Monat. Da ich viel telefonieren muss, ist das für mich völlig okay und angemessen. Werden die 100 GB in einem Monat nicht verbraucht (was häufig vorkommt, das ist ne Menge Holz), kann ich sie auf den nächsten Monat schieben. Danach verfallen sie. Dann bin ich meist 1-2 Wochen bei normalen 8Gig, bis wieder Valentinstag, Ostern, Sommer, Herbst, Winter, Weihnachten, Tag der heiligen Bahnschranke oder sonstwas ist und zack, gibt's wieder 100 GB. Hab also immer viel mehr Volumen, als ich tatsächlich verheizen kann.

Streaming ist für die Provider ein großes Ding und wird jeden Tag wichtiger. Da sind die Radiostreams auch nur die Spitze des Eisbergs, denn viel heftiger wird es zukünftig in Richtung Videostreaming usw. gehen (sagen Trendstudien und Menschen in schlauen Vorträgen), ganz abgesehen von virtual reality-Anwendungen, die in ein paar Jahren auf uns zukommen werden. Dafür braucht man viel Platz und Geschwindigkeit. Und das Geschäft mit der Mischkalkulation geht für den Provider nur auf, wenn er immer reichlich zahlende Kunden hat - und natürlich attraktive Angebote durchleiten kann, wie Netflix und Co.

von Raptor68m - am 16.02.2018 17:33
Zitat
Raptor68m
Zitat
Franken

Denn über das Mobilfunknetz dürfte relativ schnell Schluss mit Interntradio sein nämlich dann wenn das Datenvolumen aufgebraucht ist.


Naja, es hören ja nicht nur Kinder mit Billig-Kartenverträgen und beschränktem Datenvolumen Radio über's Internet. Ich habe jeden Monat z.B. 100 GB zur Verfügung, das kratzt mich überhaupt nicht. Ist also kein Grund, eher noch der immer noch schwächliche Ausbau der Mobilfunk-Infrastruktur. In manchen Gegenden fühle ich mich heute immer noch wie im Jahr 2000, was den Empfang angeht. Und das gilt nicht nur für vergessene Landstriche in Brandenburg. Auch in Berlin und München kann man mitten in der Stadt stehen und kein versch***enes Internet haben...


100 GB???? Bei welchen Anbieter??? 100 GB gibt es nirgends in Deutschland für Normal Sterbliche.

von Franken - am 24.02.2018 18:17
Zitat
Raptor68m
Zitat
Felix II
100 GB monatlich sind aber keineswegs Standard. Was kostet dich das monatlich ?


Ich hab einen simplen Businesstarif beim großen V, für Selbständige und kleine Firmen, alles flat in alle Netze sowie 100 GB Bonus für etwas unter 50 Euro/Monat. Da ich viel telefonieren muss, ist das für mich völlig okay und angemessen. Werden die 100 GB in einem Monat nicht verbraucht (was häufig vorkommt, das ist ne Menge Holz), kann ich sie auf den nächsten Monat schieben. Danach verfallen sie. Dann bin ich meist 1-2 Wochen bei normalen 8Gig, bis wieder Valentinstag, Ostern, Sommer, Herbst, Winter, Weihnachten, Tag der heiligen Bahnschranke oder sonstwas ist und zack, gibt's wieder 100 GB. Hab also immer viel mehr Volumen, als ich tatsächlich verheizen kann.

Streaming ist für die Provider ein großes Ding und wird jeden Tag wichtiger. Da sind die Radiostreams auch nur die Spitze des Eisbergs, denn viel heftiger wird es zukünftig in Richtung Videostreaming usw. gehen (sagen Trendstudien und Menschen in schlauen Vorträgen), ganz abgesehen von virtual reality-Anwendungen, die in ein paar Jahren auf uns zukommen werden. Dafür braucht man viel Platz und Geschwindigkeit. Und das Geschäft mit der Mischkalkulation geht für den Provider nur auf, wenn er immer reichlich zahlende Kunden hat - und natürlich attraktive Angebote durchleiten kann, wie Netflix und Co.


Ja ein Business Vertrag ist ja wieder was anderes, denn bekommt man ja als Normalperson ja gar nicht also sind solche Dinge gemeindlich obsolet.

Wie einer meiner Vorredner schon sagte, SAT Empfang ist unabdingbar und zuverlässiger als das hochgelobte Internet. Wie oft fällt das Internet mal aus und dann gibt es manchmal tage da geht bei manch einen fast gar nichts. (Minutenlanger Seitenaufbau)

von Franken - am 24.02.2018 18:28
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