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Analog-Freak, PowerAM, andimik, Scrat, Kay B, Volker39, Steffen_K1

UKW + TV Empfang Westukraine

Startbeitrag von Volker39 am 27.10.2004 15:56

Hallo Leute,

habe folgende Frage:

Wer kennt die UKW und terrestrischen TV Empfangsbedingungen in der Westukraine, d. h. Zakarpatska oblast ? (liegt unweit von der slowakischen Ostgrenze)
Wie sieht es im allgemeinen mit den FM VHF UHF Empfängen in der Ukraine aus ?
Gibt es Unterschiede zwischen Land und Stadt ?

Antworten:

ich hab an der Ungarisch-Ukrainischen Grenze schon mal nen Scan gemacht(BEREGSURURANY),nur mit Autoanntenne.
Kein Erfolg.
Senden die noch OIRT Band?



von Scrat - am 27.10.2004 16:42
Frequenzlisten für UKW & TV in mehreren ukrainischen Städten, u.a. Lvov gibt's hier: http://www.tv.net.ua/television/
Der Haken dabei: die Website ist komplett in Russisch (nicht ukrainisch) gehalten, Kenntnisse dieser Sprache sind dafür leider notwendig.

Zu Ungarn: TV-Frequenzangaben in Englisch unter http://www.ahrt.hu/en/services/C8CE734B64864C9195FE35784E1281BA.php oder in Ungarisch unter tv.tvnet.hu. Zur Sendenorm in Ungarn: Die Farbe ist inzwischen längst PAL, die Sendenorm beträgt auf dem VHF z.T. noch D/K, auf dem UHF ist aber alles auf B/G umgestellt, eine Press-Release,ist dort unter http://www.ahrt.hu/en/aboutus/press_releases_5C084B710E674B83A190E92FF2C499A2.php zu finden

von Analog-Freak - am 28.10.2004 22:47
@ Analog-Freak: Ich war an der Ungarischen Grenze auf der suche nach Ukrainischen Sendern.....
Ungarn selber ist mein kleines Spezialgebiet.Scans rund um Budapest,Esztergom,Szeged,Beregsurany,Györ,Kecskemet hab ich schon hinter mir.
Da sendet nur Kossuth Radio noch rund um 68 mhz.Aber die haben dieses Jahr auch auf UKW aufgeschalten....Gruss,Chriss505



von Scrat - am 29.10.2004 01:13
Analog-Freak schrieb:

Zitat

Frequenzlisten für UKW & TV in mehreren ukrainischen Städten,
u.a. Lvov gibt's hier:
Das (Lemberg) ist zu weit weg.

Ich war im Frühjahr in Mukatchevo (Transkarpatien). Hab dort in Uschhorod auch das dortige lokale TV-Studio kurz besucht.

Da ich mal wirklich entspannen wollte, habe ich auch kein Radio mitgenommen. Im Autoradio unserer Reisegruppe ging sehr viel aus H und SK rein, die ukrainischen haben auch RDS.



von andimik - am 29.10.2004 07:09
Zitat

Analog-Freak
(...) die Sendenorm beträgt auf dem VHF z.T. noch D/K, auf dem UHF ist aber alles auf B/G umgestellt (...)


Das ist ja doof. Da können wohl einige Fernseher keinen Ton mehr empfangen. Wieso macht man eigentlich die Umstellung auf B/G. Noch dazu kurz vor der Digitalisierung der terrestrischen Übertragungswege. Was hat man davon?

Eigentlich sollte doch auch ein Simultanbetrieb möglich sein. Wo ist das Problem, einen Tonträger auf 5,5 MHz und einen auf 6,5 MHz zu setzten? Bei 1 MHz-Abstand dürfte es doch auch keine gegenseitigen Störungen geben.

von Kay B - am 29.10.2004 08:22
@ KaiB: Die Ungarn haben da kein Problem mit.
Enteder sie lassen ihren Fernseher umbasteln,oder holen sich nen gebrauchten ausm Westen.
Auf VHF sendet auch meist nur MTV 1,die Privaten RTL Klub,TV 2 etc sind alle UHF.



von Scrat - am 29.10.2004 11:13
@KayB: In Ungarn gibt es schon seit langem Multinorm-TV's. Bereits 1982 (Urlaub am Balaton) konnte man in Fachgeschäften und Elektronik-Abteilungen der Kaufhäuser auf einigen TV-Geräten ORF 1 oder 2 in Ton & Farbe bewundern. Auch bei uns in der DDR konnten die Farbfernseher aus heimischer Produktion seit ca. 1981 PAL-Farbe empfangen - sie in den Läden mit "Westfernsehen" öffentlich laufen zu lassen, war hier allerdings undenkbar.
Auch die in Ungarn angebotenen UKW-Radios hatten schon in den 80ern beide UKW-Frequenzbänder. So waren fast aller Zuschauer bereits längst für den Umstieg gerüstet. Weniger schön ist das allerdings für Ältere, sozial schwache, welche vielleicht nur ein altes Radio oder einen alten TV aus den 70ern besitzen. Im OIRT-UKW-Band sendet dort nur noch Kossuth Radio.

von Analog-Freak - am 29.10.2004 15:19
Zitat

Bereits 1982 (Urlaub am Balaton) konnte man in Fachgeschäften und Elektronik-Abteilungen der Kaufhäuser auf einigen TV-Geräten ORF 1 oder 2 in Ton & Farbe bewundern


Richtig.Konnte ich z.B. 1988 bei einem laufendem TV-Gerät an der Hotel-Rezeption in Sopron (nur ca. 10km von der österreichischen Grenze weg) beobachten.Dort lief ORF1 in Bild & Ton.Von welchem Hersteller dieser Fernseher war,weiss ich nicht mehr.Vermutlich aus westlicher Herkunft.In unserem Hotelzimmer hatten wir nur s/w Kofferfernseher aus ungarischer Produktion.:-(





Zitat

sie in den Läden mit "Westfernsehen" öffentlich laufen zu lassen, war hier allerdings undenkbar.


Stimmt nicht ganz.Manchmal liefen auch für mehrere Stunden "Feindsender" :Dauf den zu kaufenden TV-Geräten in den Kaufhäusern und Geschäften,allerdings nur ,wo man es empfangen konnte.



von Steffen_K1 - am 29.10.2004 19:05
@KayB, chris505: Die in der damaligen CSSR (TESLA-Werke) produzierten Fernseher konnten ab 1971 (Campinggeräte ab ca. 1980) beide Tonnormen empfangen (siehe http://www.oldradio.cz/tvp.htm. Im linken Menü-Frame sind die Typennamen gelistet. Meistens entdeckt man die Angabe beim Überfliegen des Textes,
Zitat

zvuku dle normy OIRT (6,5 MHz) i CCIR (5,5 MHz).
, die Begriffe "CCIR" und "OIRT" sind nicht zu überlesen. Insofern dürfte die größtenteils abgschlossene Umstellung auf B/G in der Slowakei nur denen Probleme bereiten, die noch eine Uralt-Kiste aus den 60ern oder frühen 70ern haben.

von Analog-Freak - am 01.03.2005 01:39
@Andreas Mikula: Seit kurzem gibt es auf http://victorcity.narod.ru TV- und Radiolisten auch für 35 ukrainische Städte,u.a. hier für Uzhgorod: http://victorcity.narod.ru/Ukraina/uzhgorod.htm . Dort sind jede Menge QRG'S aus Ungarn und der Slowakei gelistet.

von Analog-Freak - am 01.03.2005 01:57
@ Analog-Freak



Schöner Link. Wäre noch interessant zu erfahren, was die Geräte damals so gekostet haben.

Haben die anderen Ostblockländer zur damaligen Zeit auch ihre Fernsehgeräte in die westlichen Länder exportiert?

Wenn man z. B. ein Privileg-Gerät von Quelle mal genauer angeschaut hat, dann hat man festgestellt, daß da ein RFT-Gerät drin war. Waren auch aus anderen Ostblock-Ländern Elektronikprodukte im Handel der westlichen Länder zu finden?

von Kay B - am 01.03.2005 07:45
Was die Geräte damals in der CSSR gekostet haben, kann ich nicht sagen, nur wie teuer sie bei uns in der DDR waren: In den 80er Jahren kostete ein einfaches Wohnzimmergerät um die 4000 bis 6000 DDR-Mark, ca. ein halbes Jahres-Nettogehalt! Immerhin konnten hatten die Kisten auch PAL-Farbe empfangen. Die ersten PAL-tauglichen Geräte gab es 1980 als japanische Importware, Marke Sanyo (mit Infrarot-Fernbedienung, 8 Programmplätze, mechanische Abstimmung). Preis etwa um die 6700 Mark!
Selbst s/w-Geräte waren nicht billig, ein tragbarer s/w-TV der Marke "Junost" kostete immerhin 1200 Mark.

Eine weitere Frage: Ging der UHF bei den TESLA-Geräten gleich bis Kanal 60 oder wie bei uns bis Ende der 70er nur bis Kanal 39? Bei uns waren die ersten UHF-tauglichen Geräte (gab es ab 1970 mit dem Start des 2. Programms) technisch zwar bis Kanal 60 ausgelegt, aber bei Kanal 40 war am Tuner eine mechanische Sperre eingabaut, unser "Fernsehfritze" hat diese beim alten s/w-Gerät meiner Eltern während einer notwendigen Reparatur in den 1970ern mal netterweise (eigentlich illegal!) entfernt, damit wir ARD (Zernien K 43) und N3 (Höbeck K 45) sehen konnten.

von Analog-Freak - am 03.03.2005 01:44
Danke für den Link!

Ach daher war 1+1 so schlecht, da VHF1!

Ganz gefinkelt war der PS-Code "CBIT FM " (ohne Gewähr), wenn man es englisch ausspricht, ist es Sweet FM.



von andimik - am 03.03.2005 10:39
Mechanische Sperren bei den Tunern gab es definitiv nicht, das war eher damaliger Stand der Technik. Jeder analoge Tuner läßt sich begrenzt verstimmen. Nichts anderes wurde bei den Fernsehgeräten gemacht. Sie gingen einigermaßen noch bis ca. UHF K 45 - 47. Meist aber dort nicht mehr mit der üblichen Empfindlichkeit.

UKW Tuner hat man ja auch gern manipuliert und damit von 100 auf 104 MHz bzw. von 104 auf 108 MHz erweitert. Eines meiner Röhrenschätze (heißt "Intimo") geht sogar bis gut 107,50 MHz. Die Empfindlichkeit bis ca. 104 MHz ist nicht mal schlecht, danach baut der Tuner spürbar ab.



von PowerAM - am 03.03.2005 17:04
@Andreas Mikula: Das World "Svit (CBIT)" heißt "Welt" (russisch: Sv'et)

@PowerAM. Ich weiß nicht, welchen Fernseher ihr hattet, beim "Staßfurt Stella 405 U" war das jedenfalls so mit der mechanischen Sperre. Zu bemerken war das am Skalenstrich: Die Skala ging von 21 bis 39, die 39 war ca. 1 bis 2 cm vor dem Rand des Skalenfensters, nur bis dahin ließ sich der Tuner einstellen. Nach der Entfernung der Sperre änderte sich die Skalenstrichposition nicht, nur bei Einstellung von ARD oder N3 verschwand der Skalenstrich aus dem Anzeigefenster. Leider machte der Antrieb des Tuners dieses nicht lange mit (der Apparat hatte keinen Programmspeicher), bald verhedderte sich das Antriebsband. Nach der Reparatur mussten wir ohne Skale auskommen, dafür ließ sich dann der Tuner bis Kanal 60 durchstimmen. Allerdings ließ ab Kanal 52 die Empfindlichkeit stark nach, am oberen Ende des UHF war kein Rauschen mehr zu sehen, nur noch ein Weißbild, als ob man den Kontrast "zugedreht" hätte. Nebenbei noch bemerkt: Der "Staßfurt Stella" war ein schweres klobiges Röhrengerät, welches nach dem Einschalten erst 3 Minuten warmlaufen musste. Meine Eltern hatten den 1970 gekauft, eines der ersten Geräte bei uns mit UHF. Ab 1980 waren alle Neugeräte ganz offiziell bis Kanal 60 durchstimmbar, obwohl lt. Betriebanleitung "UHF Kanäle 21-39". Aber es gab ja unter den technischen Daten immer noch den Satz "Änderungen im Sinne des technischen Fortschritts vorbehalten"

von Analog-Freak - am 03.03.2005 23:56
@ Analog-Freak: Ich hatte bis ca. 1992 'nen Luxomat in meinem Zimmer. Der hatte 5 mechanische Programmspeicher. Einer für VHF Band I, zwei für VHF Band II und zwei für UHF. UHF ging offiziell auch nur bis K 39. Irgendwann zur Aufschaltung von RTL Plus (Schäferberg, K 56) wurde der dann noch mal "professionell" verstimmt. K 56 ging dann in der Tat, war aber trotz einwandfreiem Ton nur sehr flau und total verrauscht empfangbar. Auf allen anderen Geräten an der selben Antenne ging RTL Plus deutlich verrauscht, aber immerhin ansehbar. Bis K 39 war der Empfang einwandfrei. Herrlich war der angenehm volle Klang. Nach dem Einschalten kam der Ton nach ca. 20 s, etwas über 1 min später kam auch ein Bild.

Da die Bildröhre fertig war wurde das Gerät 1992 durch einen 37 cm-Farbfernseher (Universum, mit VT) ersetzt - der Lohn von Ferienarbeit in den Sommerferien. Der Luxomat war nur noch im völlig verdunkelten Zimmer bei reduzierter Helligkeit einigermaßen brauchbar. Mit zunehmender Helligkeit wurde das Bild kontrastärmer und unschärfer. Zudem fing der Tuner mit zunehmender Erwärmung des Gehäuses zu wandern an. Somit wurde er bei der Lieferung des 37ers durch Quelle gleich mit entsorgt.



von PowerAM - am 04.03.2005 15:46
Zitat

@Andreas Mikula: Das World "Svit (CBIT)" heißt "Welt" (russisch: Sv'et)
Hätte ich draufkommen müssen, auf slowenisch heißt es auch svet. Danke trotzdem.



von andimik - am 04.03.2005 15:56
@PowerAM: Der Stassfurt Stella wurde Anfang der 90er entsorgt. Stammen tut er aber aus dem Jahre 1970. Wenn bei dir das Bild nach 1 min kam, war der bereits teiltransistorisiert. Der Stella aber war ein reines Röhrengerät, lediglich der UHF-Tuner war transistorisiert. Was mir auch auffiel: Nach Entfernung der Sperre und des mechanischen Skalenanzeige blieben die Abstände zwischen den Kanälen gleich (Anzahl der Umdrehungen des Stellknopfes), von K21 bis K60 musste man verdammt lange drehen. Bei diesem Gerätetyp war eindeutig eine mechanische Sperre im Einsatz.

von Analog-Freak - am 06.03.2005 20:23
Ich schätze mal, daß es etwa 1 min war, bis das Bild kam. Meines Wissens müßte dieser Luxomat Anfang der 70er gekauft worden sein. Ich glaube, daß er nicht oder nur sehr wenig mit Transistoren gearbeitet hat.



von PowerAM - am 07.03.2005 10:55
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