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Erster Beitrag:
vor 13 Jahren, 6 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 13 Jahren, 6 Monaten
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Rosti 2.0, ronald niclaus, Brubacker, andimik, Der kleine Pirat, Kranitz, Obelixx, -Ole-

Unterschiede zwischen DVB-C und DVB-T?

Startbeitrag von Obelixx am 20.12.2004 11:35

Warum sind DVB-C und DVB-T nicht identisch? Was sind die Unterschiede zwischen DVB-C und DVB-T? Welche Nachteile hätte die Verwendung von DVB-T im Kabelfernsehen und von DVB-C für die terrestrische Verbreitung?

Antworten:

Das Dokument ist zwar schon etwas älter, beantwortet aber wohl einige Deiner Fragen.

Gruß

Guido

http://uva.uni-trier.de/download/dvb.pdf

von Kranitz - am 20.12.2004 13:05
Hi Obelixx

Da hast Du recht , dass DVB-T und DVB-C die gleichen Frequenzen verwenden
, angefangen von Band 3 bis Band 4/5 . nur die Modulation vom Kabel (MPEG 4:2:2)
ist nicht identisch mit DVB-T (MPEG 2) und umgekehrt. Das ist mir nach 'zig Experimenten auch klar geworden. Ich weiss nicht , in welcher Gegend Du wohnst ,
ob schon Tests auf DVB-T laufen , nur um sowas zu empfangen , kommst Du um
eine Neuanschaffung eines solchen Teils nicht drumrum.(ab 79 Eur. bei Conrad).
....dazu noch eine gutgehende Zimmerantenne , da kommste locker über 100 Eu's.
Das Ganze ist eigentlich nur interessant wenn Du weder Kabel-noch Satellitenmöglichkeiten hast. ....also lass es einfach sein , Dein sauer erspartes Geld
kannste auch für andere Sachen ausgeben als für max. 24 Programme.

so denn FROHES FEST und GUTEN RUTSCH........ Ronald aus Leipzig

ronaldniclaus@msn.com

P.S. über ASTRA 19,2° Ost kriegste digital über 200 Programme frei haus.....

von ronald niclaus - am 21.12.2004 01:37
...nochmal zu DVB-C und DVB-T
da diese beiden Systeme in keinster Weise identisch sind , könnte man die
theoretisch z.B. auf ein und dem selben Kanal parallel abstrahlen .
Somit ergeben sich weder für Kabelteilnehmer noch für DVB-T Nutzer Vor-oder Nachteile. alles Andere liegt an Jedem selbst , was und wieviel Programme er sehen will...
Wer mit ARD/ZDF und paar dritten Programmen (vielleicht noch RTL und SAT1)
zufrieden ist , soll sich doch DVB-T zulegen. Radioprogramme sind aufgrund der
Schmalbandigkeit der Kanäle auch nicht im Gespräch....

also Viel Spass

von ronald niclaus - am 21.12.2004 02:23
Unsinn, natürlich kann man die nicht auf demselben Kanal aussenden.

DVB-T ist für die probleme der terrestrischen Ausstrahlung eingerichtet, DVB-C halt nicht. Gäbe über Antenne wenig Freude.

von Der kleine Pirat - am 21.12.2004 18:31
Au backe, bei den ganzen Halbwahrheiten oben wird einem ja übel!

Also: DVB-C und DVB-T sind nicht identisch, weil sie für quasi komplett andere Medien gedacht sind: DVB-T logischerweise für die Antenne. Was haben wir da? Schwankende Feldstärken, Reflektionen, Bedarf für SFNs... Im Kabel dagegen herrschen im Vergleich quasi Idealbedingungen.

Insofern wurde die Modulationsart samt Parametern an die unterschiedlichen Bedingungen angepasst. Dadurch lassen sich mit den typischen Parametern bei DVB-C über einen 8 MHz-Kanal netto 41 MBit/s übertragen, DVB-T dagegen kommt mit den Standardparametern hier auf knapp 13-15 MBit/s. Mit anderen Paramtern wäre mehr möglich, das aber dann natürlich zu Lasten der Störungssicherheit.


Zitat

da diese beiden Systeme in keinster Weise identisch sind , könnte man die
theoretisch z.B. auf ein und dem selben Kanal parallel abstrahlen.



Alles klar :-) Wo warst du eigentlich in Physik?

von -Ole- - am 21.12.2004 19:38
ronald niclaus schrieb:
Zitat

nur die Modulation vom Kabel (MPEG 4:2:2) ist nicht identisch mit DVB-T (MPEG 2) und umgekehrt.
Auch das wage ich mal anzuzweifeln. Meines Wissens nutzen alle drei DVBs MPEG-2, das außerden auch nichts mit der Modulation zu tun hat.

von Brubacker - am 22.12.2004 15:21
Eine Frage finde ich aber trotzdem interessant. Warum kein DVB-t im Kabel? Was sind die Nachtteile? (ich denke wohl noch "analog" ;) klärt mich mal auf!)



von Rosti 2.0 - am 22.12.2004 15:35
1. Nicht überall, wo es Kabel gibt, gibt es auch DVB-T, daher wird Kabel per Sat gespeist.
2. Ich denke, das wäre reine Platzverschwendung.



von andimik - am 22.12.2004 15:42
dein erster Punkt leuchtet mir zwar nicht ganz ein (es wird ja schließlich auch kein DVB-s im Kabel übertragen), aber der zweite Punkt ist allerdings ein Argument ;)



von Rosti 2.0 - am 22.12.2004 15:43
die Kabelkopfstationen sind für die Einspeisung von DVB-S nicht ausgelegt.
die Frequenzen (10,7 bis 12,75 Ghz) sind dafür einfach zu hoch. Nun gut , theoretisch ist alles machbar , aber die meisten Kabelanbieter speisen immer noch die analogen ASTRA-Signale in ihr Netz ein. Das kann man immer wieder bei Gewitter oder Platzregen mitverfolgen , ( "Fische" statt "Bauklötze"). da stossen auch die grossen
Sat-Spiegel der Kabelbetreiber manchmal an die Grenzen ihrer Möglichkeiten.
...zu DVB-T : ich hab auch schon versucht , mit einer Kabelbox DVB-T zu empfangen ,
da ja DVB-C und DVB-T die gleichen Frequenzbänder benutzen (Bereich 3 bzw.4/5) ,
ausgenommen das'High'-Band im Kabel. Das da nix gehen kann ist mir jetzt auch klar.
Die beiden Systeme sind in keinster Weise kompatibel (Symbolraten , FEC, Bandbreite....)
des Weiteren rate ich Allen zu DVB-S , da hängt man nicht an der 'Langen Leine'
irgendwelcher Anbieter (vorausgesetzt der Vermieter erlaubt die Aufstellung oder Montage einer Schüssel)...
ronald

von ronald niclaus - am 22.12.2004 16:25
ronald niclaus schrieb:
Zitat

die Kabelkopfstationen sind für die Einspeisung von DVB-S nicht ausgelegt. die Frequenzen (10,7 bis 12,75 Ghz) sind dafür einfach zu hoch.
Ah, so ein Quatsch! Natürlich geht das und wird auch praktiziert. Wie willst Du denn z.B. ein Terra Nova einspeisen, wenn nicht von digital. Und i.ü. ist 10,7 GHz die generelle Untergrenze und digitale Signale sind sowohl im niederen als auch im höreren Band vertreten (genauso wie es auch analoges im High Band gibt).

Zitat

Nun gut , theoretisch ist alles machbar , aber die meisten Kabelanbieter speisen immer noch die analogen ASTRA-Signale in ihr Netz ein. Das kann man immer wieder bei Gewitter oder Platzregen mitverfolgen , ( "Fische" statt "Bauklötze").
Na das ist ja auch richtig so! Schließlich fehlen bei digitalen Ausstrahlungen analoge "Features" wie VPS z.B. gänzlich. Und im analogen Kabel sollten die ja schon noch verfügbar sein.

von Brubacker - am 22.12.2004 16:30
Symbolrate und FEC sind nicht entscheidend bei der Inkomaptibilität, das sind variable Größen ;) es entscheidet eher QAM oder QPSK über Empfang oder nicht Empfang ;)

Im übrigen gibt es auch digitale Satelliten-Sender, die als Heranführung das analoge Signal nehmen, also sind Fische nicht unbedingt ein Argument für die analoge Einspeisung.



von Rosti 2.0 - am 22.12.2004 16:32
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