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Sat-Empfang in der DDR

Startbeitrag von Kay B am 11.01.2005 21:49

In einigen Beiträgen hier im Forum wurde der Sat-Empfang in der DDR schon öfters mal angesprochen.

Da kamen immer solche Sätze wie "(...) die (Sat-Anlagen) schossen ja in den letzen jahren der DDR wie pilze aus dem boden. " oder Aussagen, daß RTL plus und Sat.1 ab Mitte der 80er im Kabel war, vor.

Robert S. hat als Sat-Pionier hier ja schon oft wertvolle Aussagen gemacht.

Da der Sat-Empfang mein Hobby ist würde es mich jetzt aber mal interessieren, wieviele Bürger der damaligen DDR Zugang zu westlichen Privatfernsehsendern hatten und vor allem, wie diese dort aufgenommen wurden. D. h. wie z. B. die Leute aus dem "Tal der Ahnungslosen" auf die Privatsender, die die westliche Welt weitaus übertriebener und bunter als ARD und ZDF dargestellt haben, reagierten. Welchen Eindruck haben die Privaten vom Westen vermittelt?

Antworten:

Hallo!

Also zur Wirkung, ich war so etwa 8. Klasse und habe öfters mal nach der Schule Bundestag geguckt und fand es irre, wie die sich da so gegenseitig anmachen.....
Das war so 1982 oder so.

Damals war Neubrandenburg (MeckPom) in großen Bereichen mit Kabelfernsehen versorgt und da wurde ARD ZDF und noch irgendein drittes glaube ich eingespeist.
Und natürlich DDR 1 und 2.

So richtig hat mich das nicht interessiert, ferngesehen habe ich damals nicht so viel.
Und auch heute läuft die Kiste oft nur nebenbei.

Gruss

Rainer



von Funkerberg - am 11.01.2005 21:56
Hi Kay,na der Thread gefällt mir ja auch wieder sehr sehr gut :D.
Also ich wollte damals unbedingt immer die Werbeblöcke sehen,da hab ich dann ständig die Kanäle rauf und runter geschaltet bis ich irgendwo Werbung gefunden hab,man mag sich das heut garnicht vorstellen können das ich mal Werbung gemocht hatte.
Ja das West Privat TV wirkte irgendwie total bunt und durch die Werbung auch wie ein Schlaraffenland,mich hat es immer zu RTL oder SAT 1 gezogen.
Begeister war ich auch über die vielen Cartoons die da immer liefen,was mich aber immer etwas gestört hat war das ich Sonnabend früh nie die Cartoons sehen konnte da ich ja in der DDR zur Schule mußte,also Sonnabends :-(



von Robert S. - am 11.01.2005 22:03
Zitat

das ich Sonnabend früh nie die Cartoons sehen konnte da ich ja in der DDR zur Schule mußte,also Sonnaben


da teilst du das Schicksal mit vielen Westdeutschen Schülern, die auch Samstags in die Penne mussten. Das hatte auch den Nachteil, das man freitags früh ins Bett musste und es dadurch mit dem Spätfilm oder auch Bundesliga (damals noch am Freitag) Essig war.

von zerobase now - am 12.01.2005 07:20
zum Thema DDR kann ich zwar direkt nichts beitragen, möchte Euch aber eine nette Anektote aus der Tschoslowakei erzählen. Gleich nachdem da der eiserne Vorhang gefallen war, besuchte ich damals das erste mal unseren nördlichen Nachbarn. Deutsch hat hier offensichtlich keiner gesprochen, aber alle TV-Dachantennen zeigten eindeutig nach Österreich und wenn man in Elektrogeschäfte ging, flimmerte da auf den Ausstellungsgeräten nur ORF und egal, wo man hinkam, in allen Läden und auch Lokalen war als hintergrundmusik Radio Niederösterreich oder Ö3 zu hören.
Diese Erfahrung habe ich damals mehrfach zwischen Budweis und Brünn gemacht.

von delfi - am 12.01.2005 07:42
Klar, das war die neue gewonnene Freiheit. Das dürfte sich mittlerweile aber gelegt haben, oder?

von zerobase now - am 12.01.2005 07:48
Gab es nicht auch Leute, die den ORF in der DDR über TV Empfangen haben?

Wenn Ö3 im Radio ging, war doch auch bestimmt VHF I kein Problem oder?

von -The Dome- - am 12.01.2005 13:07
Umgekehrt gings zumindest nicht. Während ich früher DT64 und DDR Radio 2 auf IKW in Stereo hatte (bei Steyr, Oberösterreich), war vom DDR-TV leider nix zu sehen.

von delfi - am 12.01.2005 13:48
Es ging doch hier um die Tschecheslowakei. Österreichisches Fernsehen war sicher in der DDR nicht möglich, ebensowenig wie Radio. Da ja zum Teil noch nicht mal in allen Landesteilen westdeutsches Radio zu empfangen war.

von zerobase now - am 12.01.2005 13:49
Der ORF wird noch heute viel in CZ gesehen! Ich hab mal im Internet eine Marktanteilsauflistung der CZ TV Senderlandschaft gesehen, da stand auf den unteren Rängen auch der ORF sowie Pro7 ...
viele Leute dort sprechen zwar kaum deutsch, sie verstehen es aber recht gut.



von Terranus - am 12.01.2005 13:53
>>Wenn Ö3 im Radio ging, war doch auch bestimmt VHF I kein Problem oder?

Vom der Feldstärke her hast Du wohl recht. Nur muss man bedenken, dass für UKW-Mono schon 10-15dBuV reichen können. Bei dieser Feldstärke kommt auf nem TV aber noch gar nix. Ab 26-30dBuV gibts ein vergrieseltes SW-Bild, ab 40 dBuV ein vergieseltes Farbbild. Richtig ansehnlich wird es erst ab 50dBuV.

Diesen Pegel wiederum auf UKW bezogen würde heißen: 1a Stereoqualität.



von Channel Master - am 12.01.2005 14:50
Bei meinem kürzlichen Besuch in Sachsen (Werdau) erinnerten mich die dort noch
öfters zu beobachtenden Antennenungeheuer (= Ochsenkopfantennen) an meine Besuche während der DDR-Zeit und meine dortigen Erlebnisse zum Thema Fernsehen.

Da bat ich in den 60er Jahren mal die Hausfrau, sie möge mir doch das DDR-Fernsehen einschalten. Auf ihren verwunderten Blick, auf meine scheinbar seltsame Bitte, wollte sie wissen, ob ich denn Kommunist sei, denn nur solche Leute würden DDR schauen, konterte sie messerscharf. Im übrigen könne sie das DDR-Programm nicht einschalten, nur den Westen! Wenn ich DDR-Fernsehen unbedingt sehen möchte, müsse ich warten bis abends der Sohn nach Hause kommt, der könnte die DDR hersuchen.

Ungefähr in die selbe Zeit fällt die berüchtigte "Ochsenkopf-Aktion" von SED/FDJ-Leuten. Der Hausherr von dieser Besuchergruppe angesprochen, ob sie ihm den "Ochsenkopf" herunternehmen sollten, antwortete: "Die Antenne bleibt oben und wenn einer von euch auf mein Dach steigt, schmeiße ich ihn ohne viel Federlesen eigenhändig herunter!". Unverrichteter Dinge zog der Trupp weiter und wurde in der Straße nicht mehr gesehen.

Bald darauf erklärte mir mal ein Bekannter in Sachsen: "Wenn DIE uns auch noch das Westfernsehen wegnehmen, würde ich mir überlegen, ob ich nicht auch in den Westen abhaue, obwohl ich hier ein schönes Haus- und Grundbesitz habe. Das Westfernsehen lassen wir uns aber nicht wegnehmen!"

Mitte der 70er Jahre, wieder auf DDR-Fahrt. Auf Wunsch schmuggelte ich diesesmal den "GRUNDIG-Farbbaustein PAL" über die Grenze. Bei meiner Ankunft am Spätnachmittag wartete schon der Fernsehtechniker auf mich und dieses technische Wunderding um den vorhandenen Secam-Farbfernseher Made in DDR auf Westfarbe umzurüsten. Schon nach kurzer Zeit war der Mann mit dem jetzt PAL-tüchtigen Farb-TV-Gerät wieder zurück. Es war Samstag abend und Rudi Carell stand auf dem Programm, die Stube konnte nicht alle Nachbarn, Verwandten und Bekannten fassen, zum Teil gab es nur noch Stehplätze, der Alkohol floß in Strömen. Man gab eine Siegesfeier, bis spät in die Nacht. Der Westen konnte in Farbe gesehen werden, was wollte man mehr?

Bei meinen Besuchen jetzt nach der Wende hörte man immer öfters von den gleichen Leuten selbstkritisch und zerknirscht: "Wir haben dem Westfernsehen halt immer alles geglaubt . . . ."



von Walter Schiefele - am 12.01.2005 18:39
Wir im Westen konnten im Kinderzimmer ddr1 und ab und zu 2 empfangen. Wir schauten oft das Kinderfernsehen.

von einstein - am 12.01.2005 18:52
@Walter Schiefele

Ich fand Ihren Bericht interessant. Unter "dem Westfernsehen glauben" denke ich dass es hier ähnlich ist. Nur weil in amerikanischen Filmen Autos explodieren und es Verfolgungsjagdten gibt, heist dies noch lange nicht, daß dies zur Tagesordnung in Amerika gehört. Der damalige berufliche Einsatz der West-Bürger wurde von den Menschen im Osten nicht gesehn, da die westliche Konsumgesellschaft nur übers Fernsehen und Werbung hinübergetragen wurde, ohne die Probleme natürlich.

@Österreichischen Rundfunk in der DDR

Ich denke schon, dass ein kleinerer Teil der technisch versierten Bevölkerung in der DDR Zugang zu ORF Fernsehen und Radio gehabt haben könnte. Lt. Berichten zu Folge ist Ö3 bis heute in Chemniz auf FM gut zu empfangen, wie dies auch immer zustande kommen mag ist mir nicht bekannt. In diesem Forum wurde über Ö3 in Chemniz immer berichtet.

ORF Fernsehen war mit "etwas höherem Antennenaufwand" noch in Prag möglich.

Allgemein sei dazu noch zu bemerken, dass damals wenige Frequenzen belegt waren. Mit entsprechender Ausrüstung und Pioniergeist konnte man sicherlich auch das Fernsehen empfangen, wenn auch zu unterschiedlichen Bedingungen, bei unterschiedlichem Wettereinfluß

von 102.1 - am 12.01.2005 19:04
Das mit Ö3 in Sachsen und Südthüringen stimmt, es ging dort bei entsprechende Lage da das UKW-Band frei war und die Tschechen im OIRT sendeten wars halt nicht überdeckt. Für relativ guten Mono-Empfang hatte halt noch gereicht auf diese Entfernung.
Ich habe aber von niemanden bisher eine Bestätigung, dass jemand auf dem Territorium der ehemaligen DDR ohne Tropo-Überreichweiten regelmäßig ORF empfing ähnlich westdeutsches TV. Für TV-Empfang ist eben viel mehr Feldstärke erforderlich als für Mono-UKW. Das erste mal ORF TV und Ö3 in meinem Leben hatte ich in Bratislawa gesehn bzw. gehört, so 1983 etwa. Im Hotelzimmer war ein Dualband-UKW-Radio vorhanden, analoge Dreko-Abstimmung und Gehäuseantenne. Damit ging Ö3 nur verrauscht, hatte aber immer ein Stück Draht mit im Urlaub den man hinten in die Antennenbuchse stecken konnte, und schon kam ORF-Radio (vermutlich aus Wien) glasklar im Hotelradio. Im Fernsehraum schauten die slowakischen Hotelangestellten und die deutschen Urlauber ORF-TV sogar in Farbe. Tschecheslowakisches TV hatte ich dort nie gesehn, hatte auch niemand eingestellt. Das musste ich schon bei meiner Verwandschaft in Dresden einschalten wenn ich das mal sehen wollte ;-). Den ihr Junost-Koffer-TV konnte auch OIRT-Ton, mit Zimmerantenne kam Tschechen-TV in Dresden damals schon prima.

Ich selbst hatte in den 80igern auf Kanal 21 ORF2 bei einer mordsmäßigen Mega-Herbst-Tropo mit meiner nach Wiederau kleinen 10 Element-UHF-Antenne mehrer Stunden klar empfangen können. Da es gleich unterhalb des Kanal 22 aus Wiederau war, kam nur 21 in Frage auch wenn ich nur Drehregler zum Abstimmen hatte. Es ging natürlich auch K23 ZDF Hof in solchen Situationen, aber der ging öfter mal und bescherte mit dann ZDF, welches hier bei mir Nähe Halle/S. nicht mehr ortsüblich ohne größeren Aufwand gut empfangbar war. Meist hatte ich aber bei Tropo dann auch guten Berlinempfang je nach Feldstärke auch Sat1/RiasTV, da hatte ich dann kein ZDF mehr geschaut, wenn das mal ging ;-).

von DLR-Fan Sachsen-Anhalt - am 12.01.2005 20:33
Interessant daß in der CSSR damals Dualbandgeräte eingesetzt wurden. Ö3 kam ziemlich sicher aus Wien, auf der 99,9. Weitere Frequenzen wären die 92,0 für Ö1, 97,9 für Ö2 Niederösterr. und 102,2 für Blue Danube Radio, später 102,5.

Die Radioshow Casey Kasem's TOP 40 hate einen regelmässigen Hörer in Bratislava der einmal sogar einen Request schickte, der dann auch gelesen wurde.....

Im OIRT Band unterhielten die Slowaken damals (1983) in Bratislava zwei Programme, ich konnte mich aber auch auf einige FM Sender im "westlichen" FM Band erinnern.

Ich denke, dass 100,7 (Novo Mesto), und 96,6 Bratislava ziemlich lange schon im Betrieb sind. Dort war glaube ich "Inter" zu empfangen, ein Sender aus Prag. Teilw. war er auch auf deutsch.

Die ORF Sender waren früher auch mit mehr Leistung unterwegs. Auf Grund der Monarchiezeit sah man - durch dem Kommunismus angefacht - die Notwendigkeit die CSSR und Westungarn mitzuversorgen, soweit es möglich war.....

von 102.1 - am 12.01.2005 20:58
In wie weit war Privatfernsehen in der DDR empfangbar?

Durch E25 von Berlin-Schäferberg wurde ein Großteil der DDR mit Sat.1 versorgt.

Gab es noch andere Möglichkeiten, Privatsender terrestrisch zu empfangen? Lübeck, Braunschweig, Göttingen, Kassel oder Fulda sollten doch vom Empfang her auch möglich gewesen sein? Oder gingen die Privatfernsehsender dort erst nach der Wende on air?

von Kay B - am 13.01.2005 07:53
ST Pölten K2 müsste es doch theroretisch bis nach Sachsen/Thüringen geschafft haben oder?

Von Dresden nach Prag sind es 150km, also müsste wenn in Prag ORF möglich gewesen war, in Sachsen, Südthüringen mit erhöhtem Aufwand möglich gewesen sein!

von -The Dome- - am 13.01.2005 10:36
Nochmal zum ORF Empfang im Osten,es wurde mal geschrieben das in der Lausitz ein Poster hier aus dem forum regelmäßig Ö3 wärend seiner Lehrzeit hören konnte.
Damals als die polnischen und tschechichen Sender noch im OIRT Band waren.

In Chemnitz kann laut Aussagen von Christian Brüllhart und Jörg Möschner noch heute regelmäßig Ö3 via UKW gehört werden.

In Südthüringen ,also bei mir, gibt es eine Kurve,die im OT FORUM liebevoll ..Ö3 KURVE,, genannt wird,der Name dürfte klar sein,dort geht STÄNDIG Ö3,ich fahre durch diese Kurve 2 mal pro Tag auf meinem Weg zur Arbeit,da hab ich immer an einer bestimmten Stelle Ö3 drin.
Warum, weil dort der Meißner mit HR 1 gut abgeschattet ist.
Mit der richtigen ausrüstung sollte an dieser Stelle auch ORF TV zu sehen sein.



von Robert S. - am 13.01.2005 11:39
also ORF hier im Raum Dresden auch in den höher gelegenen Gebieten hatte ich noch nie, auch die Radioprogramme gingen nur vielleicht einmal im Jahr und das auch nur verrauscht (hatte damals eine 14-Elemente UKW-Antenne), dagegen kam der Ochsenkopf und die West-Berliner TV-Sender in den späten 80er Jahren auch RTLplus und SAT.1 bei mir teilweise mit Zimmerantenne (im Junost-Koffer-TV). Habe damals viel in der Richtung West-TV und Radio rumexperimentiert.

MfG Sven



von Sven2501 - am 13.01.2005 12:12
> Durch E25 von Berlin-Schäferberg wurde ein Großteil der DDR mit Sat.1 versorgt.

Bzw. RIAS-TV. Das ging bis südlich von Dessau, allerdings nur wenn Wittenberg (?) mit DDR2 abgeschalten war in der sendefreien Zeit. Oftmals konnte man um Mitternacht herum noch die Vorschau erwischen bevor dort auch Sendeschluß war, und zumindest in den Schulferien war ca. 09:30 wieder Schluß, da mit der Wdh. der Aktuellen Kamera vom Vorabend (19:30 DDR1) das reguläre Programm startete. In der Schulzeit dürfte DDR2 früher gestartet haben, da ging schon vor 08:00 das Schulfernsehen los.



von The Jazzman - am 13.01.2005 12:27
@Robert S

Besten Dank für Deine Ausführlichen Darstellungen.

Auf welcher Frequenz empfängst Du Ö3?

In Thüringen vermute ich, dass Du den Gaisberg aus Salzburg empängst, oder ist es etwa doch Linz oder gar Jauerling??

Kann man in der sogenannten "Ö3 Kurve" diesen Sender mit Ortssenderqualität kriegen?

von 102.1 - am 13.01.2005 17:25
Ich vermute es auch,das DDR 2 auf Kanal 25 aus meiner Heimatstadt kam,denn ich hatte die selben Störungen.Einen Fernsehsender für DDR 1 gab es bereits schon vor der Wende auf dem Wittenberger Gallunberg.Dieser DDR 2 Sender (Kanal 25) wurde aber erst später (1988?) als der Sat.1 Sender aus Berlin-Schäferberg eingesetzt,so dass wir in den Anfangsjahren ungehindert SAT.1 sehen konnten.



von Steffen_K1 - am 13.01.2005 17:25
Schmuggel. Was meinst du was da abging. Sogar ich hatte Bekannte, die Videorekorder damit Filmen rübergeschleust haben. War aber ein Risiko.



von Terranus - am 13.01.2005 20:00
Es wurden auch Receiver von Tesla aus der CSSR mitgebracht und eben wie schon geschrieben , Geräte aus der Bundesrepublik.



von Handydoctor - am 13.01.2005 20:05
Oft wurde das Zeug auch einfach so weit zerlegt wie möglich und über einen Zeitraum rübergebracht. So wanderten dann Video2000 Geräte hinüber, Stück für Stück ;)



von Terranus - am 13.01.2005 20:10
@ Schwabe:ich empfange Ö 3 auf der 99,0 vom Sender Gaisberg ;-)
Naja Ortssenderqualität erreicht er ein paar mal im Monat,sprich da ist Er mit RDS zu empfangen,sonst meist leicht verrauscht,aber eben ständig und wenns nur auf ein paar Metern sind.
In der Kurv biegt ein Waldwegt ab,dort hab ich mich schon des öfteren hingestellt und gescannt,Ö3 ist da auch fast immer zu hören.



von Robert S. - am 13.01.2005 21:40
@DLR-Fan Sachsen Anhalt:

(ich gebe zu der Thread ist nicht der aktuellste...)
Zitat

Tschecheslowakisches TV hatte ich dort nie gesehn, hatte auch niemand eingestellt. Das musste ich schon bei meiner Verwandschaft in Dresden einschalten wenn ich das mal sehen wollte . Den ihr Junost-Koffer-TV konnte auch OIRT-Ton, mit Zimmerantenne kam Tschechen-TV in Dresden damals schon prima.


Ich habe mittlerweile schon in diversen Threads Berichte über OIRT-fähige Fernseher in der DDR gelesen und würde dem gern nachgehen. Ich hatte selbst schon zwei Junost, einen alten, der hieß glaube ich 603, und eine neueren, der hieß 402 B oder so. Bei beiden ist mir nicht bekannt, ob sie OIRT hatten, da ich in Berlin keine derartigen Sender empfangen konnte. Ich kenne auch niemanden persönlich, den ich fragen könnte.

Meinen Fragen:

- mußte man bei dem Junost deiner Verwandschaft den Ton manuell auf OIRT umstellen, oder hat er das automatisch gemacht? (Ich gehe davon aus, daß er auf jeden Fall CCIR konnte...),

- gibt es überhaupt Fernseher, die automatisch erkennen können, welche Tonnorm sie gerade empfangen? Ich kenne das selbst bei neueren Geräten nur so, daß man das irgendwo manuell im Menü für jeden Sender einzeln abspeichern muß,

- wer konnte noch in der DDR (oder von mir aus auch in der BRD oder sonstwo) CCIR und OIRT-Ton mit einem Gerät empfangen?



von Sebastian Fritzsche - am 19.08.2005 01:53
Zu DDR-Zeiten- anfangs der 80er konnte ich zum Bsp. ohne Fading mit Kofferradio Ö3 in Johnsdorf und Zittau hören/Oberlausitz. Bei Überreichweiten war es üblich auch bei uns im Raum Elsterwerda /Südbrandenburg Ö3 empfangen zu können- hat sich alles mit der Überbelegung des FM-Berreiches bzw. der Umstellung der FM-Abstrahlung in Tschechien und Polen erledigt.

Schönes WE allen!!!

von gunter33 - am 19.08.2005 07:04
Stimmt!



von Funtomas - am 19.08.2005 10:15
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