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vor 13 Jahren, 6 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 4 Jahren, 11 Monaten
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HansEberhardt, hegi_ms, Manager., Marcus., satjay, freiwild, Nacke, digifreak, RheinMain701, Analog-Freak, ... und 4 weitere

ehem. DLF-Fremdsprachenprogramme

Startbeitrag von Manager. am 20.01.2005 19:22

Da dieses Thema schon häufiger angesprochen wurde, hier noch einmal ein Rückblick auf die ausgestrahlten Programme.

Der Wechsel der Fremdsprachenprogramme vom DLF zur Deutschen Welle erfolgte am 01.07.93.


Hier der letzte Stand vom 30. Juni '93:

MW 1269 kHz (Neumünster)
20.15 h bis 21.00 h täglich in englisch
21.00 h bis 21.30 h täglich in niederländisch
21.30 h bis 22.00 h werktags in schwedisch
22.00 h bis 22.30 h werktags in norwegisch
22.30 h bis 23.00 h werktags in dänisch


UKW 103,3 MHz (Flensburg)
20.00 h bis 20.30 h werktags in dänisch


MW 1539 kHz (Mainflingen)
20.00 h bis 20.15 h werktags in französisch
20.00 h bis 20.30 h sonntags in polnisch
20.30 h bis 21.30 h täglich in polnisch
21.30 h bis 22.00 h täglich in französisch
22.00 h bis 22.30 h täglich in slowakisch
22.30 h bis 23.00 h täglich in tschechisch
23.00 h bis 23.30 h täglich in ungarisch
23.30 h bis 24.00 h täglich in italienisch


MW 1575 kHz (Burg)
6.30 h bis 7.00 h täglich in skandinavischen Sprachen
7.00 h bis 7.30 h täglich in polnisch
12.30 h bis 13.20 h täglich in tschechisch
13.30 h bis 14.00 h täglich in ungarisch
14.15 h bis 14.50 h täglich in polnisch
20.00 h bis 20.15 h werktags in französisch
20.00 h bis 20.30 h sonntags in polnisch
20.30 h bis 21.30 h täglich in polnisch
21.30 h bis 22.00 h täglich in französisch
22.00 h bis 22.30 h täglich in slowakisch
22.30 h bis 23.00 h täglich in tschechisch
23.00 h bis 23.30 h täglich in ungarisch
23.30 h bis 24.00 h täglich in italienisch


Quelle: Deutschlandfunk "Programm und Information" Juni 1993

Antworten:

Ende der 70er Jahre hatte der DLF auf der Kurzwelle direkt neben der Deutschen Welle (vermutlich 6065 kHz? - damals gab's noch keine Radios mit digitaler Anzeige) Auslandsprogramme für Osteuropa ausgestrahlt:
12.00 - 12.55 MEZ: Tschechisch/Slowakisch - wurde immer gestört!
13.00 - 13.40 MEZ: Ungarisch
13.45 - 14.30? MEZ: Polnisch
Pausenzeichen war das der Deutschen Welle.
Die Programme begannen mit den Worten "Vom Deutschlandfunk hören Sie ein Programm in ... Sprache über die Kurzwellensender der Deutschen Welle". Beim tschechischen Programm "versanken" diese Worte meist im Rauschen der anlaufenden Jammer. Die beiden anderen Programme wurden dagegen nicht gestört.
In der Zeit von 11.30 - 11.58 MEZ wurde die Frequenz von Radio Schweden (deutschen Programm) genutzt.

von Analog-Freak - am 20.01.2005 19:45
Suche eine Aufnahme insbesondere des dänischen Programms. Kann jemand helfen?

von Mecki2 - am 27.07.2013 18:20
Eine interessante Ansage - aber falsch. Die Deutsche Welle besaß keine Kurzwellensender und der Deutschlandfunk keine Mittelwellensender, sie gehörten alle der Deutschen Bundespost.

Der Störsendereinsatz ist auch nicht nachzuvollziehen. Die Tschechoslowakei störte deutsche Sendungen auf Kurzwelle, aber nicht auf Mittelwelle (1538/1539 kHz), dagegen die von Radio Freies Europa auch auf der Mittelwelle 719/720 kHz. Die DDR störte den RIAS nur auf Mittel- und Langwelle, aber nicht auf Kurzwelle und UKW.

von hegi_ms - am 28.07.2013 09:10
Ganz dumme Frage, denn mir war noch nie so ganz klar, warum der Deutschlandfunk neben der Deutschen Welle auch Fremdsprachen hatte:
Gehe ich richtig in der Annahme, dass die Sprachen, die vom Deutschlandfunk bedient wurden, dann nicht von der Deutschen Welle bedient wurden?

von DigiAndi - am 28.07.2013 09:29
Ja, das hatten DW und DLF so miteinander abgesprochen.

von Manager. - am 28.07.2013 10:05
wurde zumindest das dänische Programm nicht auch über den grenznahen UKW-Sender ab den späten 1980er Jahren abgestrahlt?

von ruhrdx - am 29.07.2013 15:43
Zitat
ruhrdx
wurde zumindest das dänische Programm nicht auch über den grenznahen UKW-Sender ab den späten 1980er Jahren abgestrahlt?

So steht es auch oben.

von RheinMain701 - am 29.07.2013 15:46
Ich hab mal grad ein altes WRTH ('84) rausgekramt, in dem ist folgendes vermerkt:

DLF -> Zweck: "Veranstaltung von Rundfunksendungen für Deutschland und das europäische Ausland (...)"

DLF über die Kurzwellen der DW ("Programme produced by DLF) :
Czech/Slowak
0530-0600 7275 (S), 9650 (S)
1100-1150 6020, 6065, 7130
1830-1915 11865 (S), 15160 (S)
2030-2115 9610 (S), 11865 (S)

Hungarian
1200-1230 6065, 7130
1930-2000 9610 (S), 11865 (S)

Polish
0600-0630 7275 (S), 9650 (S)
1245-1320 6065, 7130
1730-1830 11865 (S), 15160 (S)

(S) = Sines

DW über die Mittelwellen des DLF ("Programme produced by DW" ):
Rumanian
2030-2100 1539

Serbo-Croat
2100-2130 1539

Ein WRTH von 1989:
- Keine großen Veränderungen bei Sendeumfang, Zeiten und Frequenzen des DLF via DW-Kurzwellensender
- Umgekehrt: MW-Sendungen der DW via DLF-Mittelwellen sind nicht mehr aufgeführt

DLF-Fremdsprachensendungen auf UKW:
1830-1900 (W) Dänisch 1269, FM 103.3 MHz
4 cm höher ist Dänisch via 103.3 dagegen als 1845-1915 (W) aufgeführt...

1830-1900 French/English/Spanish News Bonn 89.1 MHz


Zitat
DigiAndi
Ganz dumme Frage, denn mir war noch nie so ganz klar, warum der Deutschlandfunk neben der Deutschen Welle auch Fremdsprachen hatte:
Gehe ich richtig in der Annahme, dass die Sprachen, die vom Deutschlandfunk bedient wurden, dann nicht von der Deutschen Welle bedient wurden?

Der DLF hat eigentlich nur Sprachen direkt angrenzender Länder in seinem Programm gehabt (wenn man Schweiz, OE und die Ostsee mal unter den Tisch fallen lässt ;) )
Das waren Czech/Slowak, Danish, Dutch, English, French, Hungarian, Italian, Norwegian, Polish, Swedish.
Spachüberschneidungen mit der DW gab es nur bei den englisch- und französischsprachigen Sendungen.

Wikipedia weiß unter (Link) noch zu berichten:
Zitat

Im Jahr 1960 wurde die „Deutsche Welle“ per Bundesgesetz eine eigenständige Anstalt des öffentlichen Rechts. Das am 26. Oktober 1960[9] vom Deutschen Bundestag verabschiedete Gesetz über die Errichtung von Rundfunkanstalten des Bundesrechts vom 29. November 1960 legte fest, dass die Deutsche Welle als Kurzwellensender Rundfunksendungen für das Ausland und der mit diesem Gesetz ebenfalls gegründete Deutschlandfunk Rundfunksendungen für (ganz) Deutschland und das europäische Ausland produzieren sollten.


von iro - am 29.07.2013 18:42
Zitat
iro
Wikipedia weiß unter (Link) noch zu berichten:
Zitat

... Deutschlandfunk Rundfunksendungen für (ganz) Deutschland und das europäische Ausland produzieren sollten.

Schade, daß jetzt das europäische Ausland nicht mehr zum Aufgabenbereich gehört

von HansEberhardt - am 29.07.2013 19:19
Schade, dass es offenbar kein europäisches Ausland mehr gibt, sondern nur noch den EU-Einheitsbrei.

von hegi_ms - am 29.07.2013 19:50
wäre doch mal für die EU was pro Land eine ausländerkette zu erzwingen.

von Marcus. - am 29.07.2013 19:56
So einfach geht das nicht. In der EU wird nichts erzwungen, sondern einstimmig beschlossen.

Zuerst beschließt die EU zur Überwindung nationaler Identitäten eine für alle EU-Insassen verbindliche Neusprache. Zur Umsetzung wird eine 134-köpfige Sprachfindungskommision unter Leitung von Edmund Stoiber gegründet.

Danach wird ein EU-einheitliches Programm in Neusprech eingeführt, das über eine neue EU-weite Senderkette (EU-Supermurx) im eigens dazu entwickelten Digital-Mono-Verfahren (DM+) ausgestrahlt wird.

von hegi_ms - am 30.07.2013 07:25
Zitat
hegi_ms
So einfach geht das nicht. In der EU wird nichts erzwungen, sondern einstimmig beschlossen.

Zuerst beschließt die EU zur Überwindung nationaler Identitäten eine für alle EU-Insassen verbindliche Neusprache. Zur Umsetzung wird eine 134-köpfige Sprachfindungskommision unter Leitung von Edmund Stoiber gegründet.


Aufgrund des hohen Alters der 134 Mitglieder sterben die Hälfte in dieser Phase und es sind Nachnominierungen der Experten durch die Nationalstaaten notwendig, Die Kommision ist ja nur in voller Besetzung arbeitsfähig.
Nach 15 Jahren liegt endlich ein einstimmiges Ergebnis vor:

Zitat
hegi_ms
Danach wird ein EU-einheitliches Programm in Neusprech eingeführt, das über eine neue EU-weite Senderkette (EU-Supermurx) im eigens dazu entwickelten Digital-Mono-Verfahren (DM+) ausgestrahlt wird.


Zur Umsetzung dieser Ergebnis haben die Länder weitere 15 Jahre Zeit: Es müssen ja dazu die nationalen Rundfunkgesetze geändert werden.
Nach Zwei Jahren gibt es gerade 2 Sender in Deutschland, die diesen EU-Murx ausstrahlen.
Dies sind die Testsender vom LIKE_IIS und IRT. Geräte zum Empfang sind nur auf dem studentischen Schwarzmarkt in Kaiserslautern erhältlich, wo einige Technik-Studenten die Erprobungsradios nachbauen. Da mittlerweile keine Chipproduktion mehr in Europa stattfindet ist es schwierig, einen Produzenten für den notwendigen Eurochip2 zu finden, so daß nur relativ unförmige Empfangsgeräte im Moment hergestellt werden können.
EuroBrodcast, die mit dem Ausbau des Euronetzes beauftragt sind, spricht von etwa 25 Jahren bis zur Vollabdeckung, da durch verschidene Wirtschaftskrisen die finanziellen Mittel für dieses Vorhaben rekativ knapp sind.

von HansEberhardt - am 30.07.2013 10:02
[
Wikipedia weiß unter (Link) noch zu berichten:
Zitat

Im Jahr 1960 wurde die „Deutsche Welle“ per Bundesgesetz eine eigenständige Anstalt des öffentlichen Rechts. Das am 26. Oktober 1960[9] vom Deutschen Bundestag verabschiedete Gesetz über die Errichtung von Rundfunkanstalten des Bundesrechts vom 29. November 1960 legte fest, dass die Deutsche Welle als Kurzwellensender Rundfunksendungen für das Ausland und der mit diesem Gesetz ebenfalls gegründete Deutschlandfunk Rundfunksendungen für (ganz) Deutschland und das europäische Ausland produzieren sollten.
[/quote]

ANSTALT DES BUNDESRECHTS...
Verwirrt, gilt das für DW und DLF heute noch? Ist aber wohl nicht = Anstalt des Bundes/"Regierungssender" (wie die DDR immer behauptete) oder sitzt überw. der Bund im Rf.-Rat?
-- siehe auch Thread "R. Andernach"---
sj

von satjay - am 01.08.2013 11:13
Der DLF ist seit 1994 Teil des Deutschlandradios, das nicht vom Bund, sondern von den 16 Bundesländern getragen wird - so ähnlich wie das ZDF. Die Deutsche Welle ist bis heute eine Anstalt des Bundes - und das ist nur deshalb zulässig, weil sie sich an Personen außerhalb der deutschen Staatsgrenzen wendet.

von freiwild - am 01.08.2013 13:42
weil sie sich an Personen außerhalb der deutschen Staatsgrenzen wendet.

und trotzdem wird das Programm im Kabelnetz Berlin verbreitet:confused:

von digifreak - am 01.08.2013 18:04
Zitat
digifreak
weil sie sich an Personen außerhalb der deutschen Staatsgrenzen wendet.
und trotzdem wird das Programm im Kabelnetz Berlin verbreitet:confused:

In Berlin sind die ganzen ausländischen Botschaften quasi exterritorales Gebiet der jeweiligen Staaten. das ist in erster Linie für diese.

von HansEberhardt - am 01.08.2013 20:00
Hallo zusammen!
Bei Aufräumen habe ich dieses Dokument aus dem Jahre 1981 gefunden.
Viel Freude damit!
[attachment 1955 DLF1981.pdf]

von Nacke - am 13.08.2013 14:04
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