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Historisches Foto vom Sender TORFHAUS

Startbeitrag von Robert S. am 09.03.2005 19:56

Ich hab eben beim Suchen bei EBAY ein altes Foto vom Sender TORFHAUS gefunden,es stammt laut Anzeige aus dem Jahr 1958.

Um welchen Sender handelt es sich,ich würd sagen ea kann nur der NDR Mast sein,aber mich wundert daß da keine Bäume zu sehn sind,oder war die gesammte Fläche früher nicht bewaldet ?

Hier nun das Foto

Antworten:

Hallo Robert,

es ist mit Sicherheit der NDR-Mast, für den Mastbau ist damals eine bestimmte Fläche gerodet worden, inzwischen sind neue Bäume gewachsen ...
Interessant ist das Foto auch, weil hier noch der alte 250m-Mast zu sehen ist, erst später hat man den Mast für die Fernsehantenne Kanal 10 (ARD) noch um 25m erhöht ....
Der Telekom-Mast (Unterer Lerchenkopf) für ZDF, N 3 und die privaten UKW-Programme ist erst in den 60er Jahren gebaut worden.

Wer weiß es noch genauer ?

von Mainspitzdreieck - am 09.03.2005 20:25
Muss dann sehr alt sein, Harz-West K10 ging schon 1955 auf Sendung.
Hannover K8 schon 1952 - war einer der ersten Sender .
Der Rest war schlichtweg nicht versorgt ...



von Terranus - am 09.03.2005 20:35
nein, soweit mir bekannt ist, hat man den Mast um 25m aufgestockt und alle Sendeantennen um 25 m nach oben verschoben. Diese Aufstockung war damals beispielsweise in Halle und Leipzig sehr deutlich am verbesserten Empfang zu bemerken.

von Mainspitzdreieck - am 09.03.2005 20:37
Beim nächsten Besuch in der Bibliothek schau ich nach, dort gibt's Handbücher, da ist jeder Sender einzeln exakt mit Startdatum und Art der Antennen aufgelistet ..



von Terranus - am 09.03.2005 21:03
@tomfritz: Ich werde das Foto natürlich online stellen. Ist zwar sehr klein, aber fein ;-)



von Heinz Schulz - am 09.03.2005 21:15
Das oben gezeigte Photo muß ein etwas älteres sein. Heute hat der Mast um die UKW-Antennen eine Kunststoff-Ummantelung.

Siehe hier: http://www.dxradio-ffm.de/P101SenderTorfhaus.JPG

von Kay B - am 09.03.2005 21:20
Senderfreak

Genau. Die Richtfunkverbindung war allerdings neben dem Bundespost-Sendemast.

Das war eine Überhorizont-Richtfunkstrecke zum Schäferberg in West-Berlin.

Die Parabolspiegel für die Richtfunkstrecke kann man hier

http://www.dxradio-ffm.de/Torfhaus_X.jpg
http://www.dxradio-ffm.de/Torfhaus_Telekom_X.jpg
http://www.dxradio-ffm.de/Torfhaus1_X.jpg

noch sehen.


Siehe auch:

http://funk.breloehr.de/fotos-b/b_scat.htm
http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%9Cberhorizont-Richtfunk


Auf diesem Bild http://www.dxradio-ffm.de/Torfhaus2_X.jpg sind die Parabolantennen nicht mehr drauf. Sind die jetzt auch in Torfhaus abgebaut worden?

von Kay B - am 09.03.2005 21:30
Ich hatte das mal im Web gefunden: http://www.gumo.de/sonstiges/ablage/1953-TV-ListeD.jpg
Demnach war Torfhaus 1953 noch in Planung.



von Analogiker - am 09.03.2005 21:53
@ Analogiker

Seltsam. In der von dir geposteten Liste ist für West-Berlin ein zweiter VHF-Sender auf E04 mit 25 KW koordiniert.

Hat man den dann an die DDR (Cottbus-Calau) abgegeben?

von Kay B - am 09.03.2005 22:04
öhm, mal ne Frage - darf man einfach irgendein Bild aus ebay nehmen und hier online stellen???



von Gelöschter Benutzer - am 10.03.2005 05:24
Also das Bild habsch beim Suchen bei EBAY endeckt,daher kann ich es auch nicht vergrößern oder anderen Angaben dazu machn. ;-)



von Robert S. - am 10.03.2005 19:11
Die Sucheingabe "Torfhaus" bei eBay fördert noch andere Fotos zu Tage. Ich glaube nicht, dass es verboten ist, diese Bilder mit Quellenangabe zu verlinken.



von Analogiker - am 10.03.2005 19:31
Hab mal nachgeforscht:

Inbetriebnahmen von TV Sendern:

Flensburg (k4) 6. Aug 57
Kiel (K5) 1. April 55
Heide (k10) 20.Dez 59
Bungsberg("k14") 1. Dez 60
Hamburg (k9) 25.Dez 52, vorher Versuchsbetrieb
Hannover (k8) 25.Dez 52
Harz-West (k10) 30. Sept 54
Steinkimmen (K2) 6. Aug 56
Lingen ("K17") 12.Jan 59
Dannenberg ("K36") 5. Jan 61
Aurich ("K46") 4. Mai 61

SFB: Berlin K7 1. Okt. 51
WDR:

Langenberg (K9) 12. Sept 52
Bielstein (K11) 1. April 54
Kleve ("K51") 3. Jan 60
Nordhelle ("K23") 16. Aug 60
Aachen ("K17") 3.Nov. 58
Münster ("K25") 15. Nov 59

Umsetzer:
Bonn (K5) 25. Mär 54
Köln (K11) 25 Dez.52

HR:
Feldberg(k8) 23.Mai 53
Meißner (K7) 1.Okt 55
SDR:
Stuttgart K11 24. Okt 55
Aalen K8 14. April 58
Heidelberg K7 24. Aug 60
Waldenburg K9 3. Jul 59
SWR:

BadenBaden K7 1.Jun 53
Weinbiet K6 2.Jun 53
Feldberg K8 20.Dez 55
Hornisgrinde K9 8.Okt 54
Raichberg K4 24.Dez.54
Haardtkopf "K25" 28.Okt 58
Eifel "K23" 22.Jun 59

BR:
Wendelstein 6.Nov 54
Dillberg 25.Nov 54



von Terranus - am 08.04.2005 18:28
Welcher ist derzeit der älteste noch im Betrieb befindliche TV Sender in Deutschland??



von essemm - am 08.04.2005 18:44
Jens Ullrich schrieb:

Zitat

@essemm:
Nach der Liste kannst Du dir die Frage praktisch selbst
beantworten..;)


:joke:

Nein das mein ich nicht. Jeder dieser Sender wurde sicher irgendwann mal ausgetauscht. Ich denke mal, dass die Sender von damals sicher nicht Stereotauglich waren. Welches ist also der älteste noch im Betrieb befindliche TV Sender???



von essemm - am 08.04.2005 19:19
Ahh das heisst also, dass von den alten Röhrensendern noch heute welche im Betrieb sind? - Natürlich mit Ersatzröhen ist ja klar.

Ich dachte man hat die Sender vor dem dvb - t Zeitalter schonmal ausgetauscht.



von essemm - am 08.04.2005 19:26
Die Sendeleistung betrug 5kW EIRP von Hannover aus. Antennenhöhe 85m , 4 x 2 Achterfelder.
Harz sendete von anfang an mit 100kW EIRP 242m Antennenhöhe, 4 x 4 Achterfelder.



von Terranus - am 08.04.2005 20:52
Sehr schöne und interessante Liste! Hast du die Angaben zu den Sendeleistungen, Antennenhöhen usw (wie jetzt gerade zu Hannover und Harz) auch von den anderen Sendeanlagen? Wäre ja interessant, wie die teilweise so gewachsen sind.

Wie ist das eigentlich mit diesen UHF-"Kanälen". Anscheinend liegen die ja immer sieben Kanäle unterhalb der jetzigen Kanalnummern. Nur Haardtkopf scheint da nicht zu passen - und Kleve K51? Das wäre ja jetzt K58 und ist dann wohl irgendwie nach Aachen und Arnhem gewandert.



von Kroes - am 08.04.2005 21:29
Ja, das "Handbuch für TV und Radio" listet das extrem detailgetreu auf. Es steht sogar drin von welcher Firma die Sender sind usw. Muss das halt alles abtippen, aber ich werde bei Gelegenheit mal nen Scan machen. Ich war halt heute in Nürnberg wegen dem Umbau, aber die haben erst um Mittag angefangen und da hab ich die Zeit in der Unibib totgeschlagen :D



von Terranus - am 08.04.2005 22:12
Dann muss ich wohl auch mal bei uns in der Uni-Bibliothek suchen. Kann ja sein, dass es da auch rumsteht.



von Kroes - am 08.04.2005 22:55
Kroes schrieb:
Zitat

Wie ist das eigentlich mit diesen UHF-"Kanälen". Anscheinend liegen die ja immer sieben Kanäle unterhalb der jetzigen Kanalnummern.
Das sind wohl diese alten UHF-Kanalnummern. Zu der Zeit hat selbiges Band mit dem Kanal 14 angefangen (stand auch mal auf irgendeiner alten Senderliste, die jemand mal eingescannt hier reingestellt hatte), bevor man dann das heutige Raster mit Kanal 21 als ersten UHF-Kanal festgelegt hat.



von Brubacker - am 09.04.2005 00:08
Jens Ullrich schrieb:

Zitat

Moin tomfritz, lange nichts von Dir gelesen.
Brocken _könnte_ als Bildlieferant in Frage kommen, aber das
würde ich fast ausschließen. Der mittlerweile legendäre ARD
O-Ton des Kommentators wurde mit Sicherheit nicht im
DDR-Fernsehen übertragen, aber in der Gaststätte lt.
Zeitzeugen gehört. Es muss die ARD gewesen sein!

--------------------------------------
QTH: Bad Salzdetfurth, Lkr. Hildesheim
Galaxie 26, 14,5m Höhe / Telefunken HT 870 / Blp. München
RD104 / Woodstock DAB52

@ Jens Ulrich.

Wäre bei euch der Sender Bielstein möglich gewesen?

von 88,7 MHz - am 23.07.2005 14:30
Jens:

M.W. war der "legendäre" Kommentar von Zimmermann nur im ARD-Radio zu hören. Im TV gab es einen anderen Kommentator. Allerdings: "Nur gehört, ohne Garantie..

von -Ole- - am 23.07.2005 15:14
Ole hat Recht.
Die legendäre Reportage von Herbert Zimmermann (NWDR) war (nur) im Radio zu hören. Im TV übertrug - glaube ich - Rudi Michel (SWF).

Ob der DFF das Endspiel live übertrug, weiß ich nicht. Ich denke eher nicht.
In Radio DDR wurde das Spiel - natürlich aus Sicht des sozialistischen Bruders Ungarn - direkt übertragen.


Der mittlerweile legendäre ARD O-Ton des Kommentators wurde mit Sicherheit nicht im DDR-Fernsehen übertragen, aber in der Gaststätte lt. Zeitzeugen gehört.

@ Jens Ullrich:

Ob sich da die "Alten" nach 50 Jahren noch so genau erinnern können? - Die Zeit verklärt bekanntlich vieles. Da DIE Fußball-Reportage aller Zeiten schlecht hin schon unzählige Male in Radio und TV wiederholt wurde (wer kennt sie nicht längst auswendig), glauben wohl inzwischen alle noch lebenden Zeitzeugen diese Reportage damals auch schon gehört zu haben.

OT:
Vor der Fußball-WM 1970 in Mexiko gab es eine Single mit den wichtigsten Ausschnitten dieser Endspiel-Reportage von 1954 sowie dem Endpiel 1966 mit dem ebenfalls legendären Wembley-Tor (auch dieses Endspiel hat Herbert Zimmermann kurz vor seinem tödlichen Autounfall übertragen) zu kaufen. Die Scheibe hab ich sogar noch.

von Manager. - am 23.07.2005 17:24
Zum Thema siehe auch ---> http://www.indirekter-freistoss.de/home/ballschrank-wunder_von_bern.html

Zur Halbzeitpause kam ein Nachbar ins Lokal, um sich mit weiteren Getränken zu versorgen. "Was!" rief er, "ihr hört den Bilderkommentar? Ich kombiniere Fernsehen mit dem Radiokommentar von Herbert Zimmermann. Großartig und verrückt wie immer! Müßt ihr auch machen!" (…)

=> So war das evt. auch in Jens Ullrichs Kneipe und würde die Aussagen oben erklären.


Aus Deutschland ist eine Begeisterung wie noch nie vor einem Sportereignis gemeldet worden. Viele Fußballfans amüsieren sich an diesem Tag über die Programmhinweise in den Funkzeitschriften. In der Hör zu steht: "Der NWDR gibt Ihnen die Möglichkeit, die zweite Halbzeit um 17.50 Uhr mitzuerleben." Längst aber haben die Sondersendungen aus der Schweiz das Programm umgeworfen. Es ist 16.55 Uhr, als die deutschen Sendungen zum Finale nach Bern schalten. Dort empfängt Teamchef Robert Lembke die Millionen Hörer aus Deutschland mit dem Ton eines Buchhalters: "Hier sind alle Sender in der Bundesrepublik Deutschland und West-Berlin. Angeschlossen Radio Saarbrücken. Wir übertragen aus dem Wankdorf-Stadion in Bern das Endspiel um die Fußball-Weltmeisterschaft zwischen Deutschland und Ungarn. Reporter ist Herbert Zimmermann."

=> Reporter: Herbert Zimmermann vom NWDR ; ARD-Teamchef: Robert Lembke ("Welches Schweinderl bitte?") vom BR


Im Zuchthaus Brandenburg spielte sich am 4. Juli 1954 eine Begebenheit ab, die wie unter einer Lupe deutsche Biographien und jüngste deutsche Geschichte zusammenführte. [...]
Am Tag des WM-Endspiels überraschte die Zuchthausleitung die Häftlinge der Abteilung 3. Wenn sie sich ruhig verhielten, ihre Zellen nicht verließen, würde man die Zellentüren am Nachmittag angelehnt lassen und sie dürften die Radio-Reportage aus Bern mithören. [...]
Übertragen wurde über Lautsprecher auf den Fluren die DDR-Hörfunkreportage Wolfgang Hempels. [...]
Gegen neunzehn Uhr meldet der DDR-Reporter Hempel seinen Zuhörern im Zuchthaus den Sensationssieg der westdeutschen Mannschaft. Plötzlich, so erinnern sich Kreutzer und Moeller, fing ein Gefangener an zu singen: das Deutschlandlied, die erste Strophe. Und alle fielen ein, so wie wenig später die zwanzigtausend deutschen Zuschauer im Berner Wankdorfstadion bei der Siegerehrung. Im DDR-Zuchthaus Brandenburg stiftete der WM-Sieg einen Gefangenenchor, allerdings nur für zwei, drei Minuten. Die Wärter drehten durch, Türen knallten, Schlösser wurden verriegelt, und auf den Fluren wurde getobt - Ruhe! Die Gefängnisleitung verschwieg den für sie hochnotpeinlichen Vorfall."


=> Reporter im DDR-Rundfunk: Wolfgang Hempel


Und das mit der Fernsehübertragung kriegen wir auch noch raus. ;)

von Manager. - am 19.10.2005 20:51
Und nun zur TV-Übertragung:

Das deutsche Fernsehen berichtete erstmals live von einer Fußball-Weltmeisterschaft. Die ARD entsendete ein vierköpfiges Reporterteam, das fürs Fernsehen und fürs Radio aus der Schweiz berichtete. Die Journalisten waren Herbert Zimmermann, Gerd Krämer , Kurt Brumme und Rudi Michel.
Vor allem die Reportage vom Endspiel durch Herbert Zimmermann ist legendär und hatte großen Anteil an der Legende von Bern. Für die Fernsehübertragung des Endspiels wurde eine Co-Moderation mit dem Schweizer Fernsehen organisiert. Den deutschen Kommentar übernahm Dr. Bernhard Ernst. Die Tonspur ist allerdings nicht erhalten, so dass über die Fernsehbilder heute der Radiokommentar von Herbert Zimmermann zu hören ist..


---> http://fussball.sporttoday.de/Fu%C3%9Fball-Weltmeisterschaft_1954


Dr. Bernhard Ernst war Sportkommentator für Radio und Fernsehen beim Nordwestdeutschen Rundfunk (NWDR). Er kommentierte unter anderem die Fernsehübertragung des Fußball-WM-Finalspiels 1954 Deutschland - Ungarn.
Den Radioreporter Herbert Zimmermann und sein Radiokommentar zum Spiel sind jedoch weitaus mehr bekannt, da es in den 50er Jahren weitaus mehr Radio- als Fernsehempfänger gab.

---> http://fussball.sporttoday.de/Bernhard_Ernst



von Manager. - am 20.10.2005 20:51
Also Brocken war es nicht!

Zum einen hatte der DFF 1954 nur ein Versuchsprogramm laufen; der Regelbetrieb startete erst 1956. Und zum anderen war der TV-Sender Brocken erst ab 1955 (wieder) in Betrieb.


1. August 1955

Mit der Inbetriebnahme des Fernsehsenders auf dem Brocken strahlen neun Sender das DDR-Versuchsfernsehprogramm aus.


Quelle ---> http://www.rfb.ch/hinnen/international008.html



von Manager. - am 23.10.2005 16:04
Wie gesagt, dan muss es Hannover sein (K8)

von Jassy - am 23.10.2005 17:53
etlichen Versuchen in den Jahren 1988/89 weiß ich das der K11 vom Bielstein selbst mit 13 Fuba-Elementen und Antennenverstärker nur ein völlig vergrieseltes S/W-Bild bringt. Das war '54 mit Sicherheit nicht anders,

@ Jens Ullrich:

Ja, so wird es wohl gewesen sein. Und da man nur ein vergrieseltes Bild (natürlich s/w ;) ) ohne Ton vom Bielstein (!) sehen konnte, hat der Wirt das Radio eingeschaltet (NWDR 1 = Mittelwellen-Programm). Und deshalb erinnern sich auch alle Zeitzeugen, die in der Kneipe waren, an die Reportage von Herbert Zimmermann.

Nicht möglich? - Na, von einem deiner Vorfahren musst du doch das DXer-Gen geerbt haben. Und dieser Verwandte hat wahrscheinlich nach der Inbetriebnahme des TV-Senders Bielstein (1952) so lange mit einer VHF-Antenne experimentiert bis er das Bild im Kasten hatte. :D


von Manager. - am 24.10.2005 16:59
In der ersten Hälfte der 50er trieben TV Pioniere teils großen Aufwand um ein TV Bild zu empfangen. Bei uns in der Gegend wurden meterhohe Eigenkonstruktionen errichtet, um den Feldberg im Schwarzwald zu kriegen, da hier erst ab 1955 der Dillberg sendete.


von Terranus - am 25.10.2005 16:13
@Terranusl: Meinst du rein zufällig den Hausberg des Rhein-Main-Gebiets, nämlich den Feldberg im Taunus? Schwarzwald-Empfang im Nürnberger Raum stelle ich mir noch ein Stück schwieriger vor ;-)

von Hagbard Celine - am 25.10.2005 16:16
Manchmal können auch "alteingesessene Radiofachgeschäfte" weiterhelfen-hier gab es in der Tageszeitung mal einen Bericht über die ersten Empfangsversuche.
Die Antennen waren oft einige Meter höher auf einen Hügel installiert worden,man hat mit Reflexionen gearbeitet-und mit "Metal/Aluplatten"versucht den Empfang zuverstärken.
Leider habe ich diesen Zeitungsbericht nicht mehr.Kann mich aber noch gut erinnern-das früher oftmals Fernsehantennen einige Meter von der Wohnung entfernt-irgendwo in der Landschaft auftauchten.

von 88,7 MHz - am 25.10.2005 16:17
Ich kram hier mal einen alten Thread aus...



Weiss eigentlich jemand was genaueres über den linken Mast bzw. über die Geschichte der Bundespost Anlage ? Wurde darüber eigentlich auch auf dem Tag der offenen Tür beim NDR was erzählt ? Das Bild ist von einer Ansichtskarte , ich vermute mal aus dem Jahr 1967.



von Chief Wiggum - am 16.12.2006 13:57
Der linke Mast ist sicher der Vorgänger des heutigen Rohrmastes für ZDF/NDR3. Die Bundespost verwendete in den 60ern gerne Gittermasten, weil man die schneller aufbauen konnte und das UHF Netz ja dringend gebraucht wurde.

Hier in der Gegend war das auch so, in Bamberg war auch erst ein Gittermast bevor der Betonturm gebaut wurde. Das Fundament kann man heute noch sehen.

Rechts ist die berühmte Gegenstelle zur Überhorizont Richtfunkstrecke nach Berlin-Schäferberg.

von Terranus - am 16.12.2006 14:07
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