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Grenzwelle, Schwabinger, Gelöschter Benutzer, P.A., Alqaszar, electroSMOG, Sebastian Dohrmann, Mathias Volta, dasradioinmir, Robert S.

CDU fordert Zusammenlegung von Jump und Sputnik

Startbeitrag von dasradioinmir am 18.05.2005 02:59

CDU fordert Abschaffung eines MDR-Jugendsenders
Schomburg: Entweder «Jump» oder «Sputnik» - MDR: Eingriff in Programmautonomie

Der medienpolitische Sprecher der CDU, Reiner Schomburg, fordert Sparmaßnahmen beim MDR-Jugendradio.

Halle/Magdeburg/MZ. Die CDU-Landtagsfraktion in Sachsen-Anhalt fordert die Abschaffung eines der beiden Jugendsender des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR). "Zwei Programme müssen nicht sein", sagte Reiner Schomburg, medienpolitischer Sprecher der CDU. Der MDR, der von Halle aus mit "Jump" und "Sputnik" zwei Programme für Jugendliche anbietet, hält die Forderung für abwegig.

Die Sender seien eine "Dopplung des Angebots für Jugendliche", kritisierte Schomburg. "In einer Zeit, wo es vielen Menschen wirtschaftlich schlecht geht, muss man fragen dürfen, ob das MDR-Angebot in ganzer Fülle bestehen bleiben muss." Mit dem Wegfall eines Programms könne ein hoher sechsstelliger Betrag eingespart werden. Der käme zwar auch durch einen Stellenabbau zustande, aber vor allem durch eine Reduzierung der Verbreitungskosten, die der MDR für die Ausstrahlung an die Telekom zahlen muss. Hintergrund der Sparforderungen ist die ständige Debatte um die Erhöhung der Rundfunkgebühren sowie der Vorstoß des Rundfunkrates, "Sputnik" künftig nicht nur in Sachsen-Anhalt, sondern auch in Thüringen und Sachsen auszustrahlen. Die CDU trage die nächste Gebührenerhöhung nur mit, wenn diese "minimal" ausfällt, so Schomburg. Dazu müsse der Sender aber sparen. Das tue der MDR auch jetzt schon, räumte Schomburg ein, aber an falscher Stelle - an der Berichterstattung aus den Regionen.

MDR-Sprecher Eric Markuse nannte den Vorstoß der CDU einen "Eingriff in die Programmautonomie" des Sender. "Noch wird das Programm ja nicht von einer Landtagsfraktion beschlossen", sagte Markuse. Zudem haben die existierenden Programme des MDR laut Rundfunk-Staatsvertrag Bestandsgarantie. Es dürfe nicht mehr, aber auch nicht weniger Angebote geben. Markuse warf Schomburg vor, die Inhalte von "Jump" und "Sputnik" nicht zu kennen: "Das sind zwei ganz unterschiedliche Sender." Während "Sputnik" als werbefreies Jugendprogramm auf die Hörer unter 25 Jahren ziele, sei "Jump" auf Hörer bis 40 ausgerichtet und zudem werbefinanziert.

"Mit ,Jump’ verdient der MDR Geld, schon deshalb sind die Angebote nicht vergleichbar", so Markuse. Er verteidigte den Plan des Rundfunkrates, "Sputnik" künftig auch in Thüringen und Sachsen ausstrahlen zu wollen: "Dort zahlen die Leute auch Gebühren, können den Sender aber bislang nicht hören."

Quelle:
http://www.mz-web.de/servlet/ContentServer?pagename=ksta/page&atype=ksArtikel&aid=1113568139009

Antworten:

Na endlich :spos: ,das sind mal gute Nachrichten,ich hoffe da tut sich auch mal was.

Meine Vorschläge für den MDR

MDR INFO wieder auf AM,natürlich mit höherer Leistung und eventuell zusätzlichen Frequenzen.
MDR SPUTNIK auf DAB starten und massiv Werbung auf einigen UKW Promofrequenzen (einige ehemalige MDR INFO Funzeln) dafür machen.
MDR JUMP einstellen,neue Rock und Popwelle im Format von RADIO 10 GOLD,SWR 3,ANTENNE BAYERN mit dem Namen MDR LIFE :D aus dem Boden stampfen.



von Robert S. - am 18.05.2005 10:33
So, wie ich den mdr einschätze, würde man, auf frei werdende QRG' erstmal mdr Info draufklatschn.



von Sebastian Dohrmann - am 18.05.2005 11:14
@Robert:

Gute Idee ! :D:cool:

Grüße,
Matze



von Mathias Volta - am 19.05.2005 15:55
Ja klar, Mystifizierung des ersten Dudlers, den der mdr fabriziert hatte, finde ich gut!

Durchformatiert bis zum Abwinken (die neue Antenne Bayern würde blass vor Neid), Musikbett unter den meistens bildzeitungsmäßigen Nachrichten, viele Westimport-Moderatoren vom Westimport-Wellenchef eingekauft, diedie Ortsnamen im Verkehrsfunk nicht richtig aussprechen konnten ... und so weiter.

Schon in diesem Programm jegliches Fehlen musikjournalistischer Leistungen, auch der restliche Journalismus war eher beschränkt - siehe oben.

Aber sonst, ja, war mdr-life ein tolles Programm.

Naja eins noch: Die ganze Verpackung und vor allem die gesungenen Jingles klangen so schleimig, dass einem der Kaffee von vorgestern hochkommen konnte!

Aber sonst, ....



von Grenzwelle - am 19.05.2005 16:08
Dann sollten sich die öffentlich Rechtlichen auch einmal gedanken machen über die daseinsberechtigung ihrer vielen Rundfunkorchester, die wir alle mit der GEZ finanzieren.

von electroSMOG - am 22.05.2005 10:50
Die Rundfunkorchester sind ob ihres a priori hohen kulturellen Standtards eigentlich nicht in der Diskussion, denn solche Einrichtungen funktionieren eigentlich nicht unsubventioniert. Was die Veranstaltung von Programmen angeht, welche die Privaten genau so oder sogar besser machen könnten (in der Realität unterbieten sie das schlechte Niveau der Öffis ja noch): Dafür müssen nun wirklich keine Gebühren verschwendet werden.

Sprich: Ein Programm wie JUMP könnte notfalls noch ein Privater machen.

Das Problem ist aber dass es nicht passiert und alle Beteiligten sich auf ihrem Mittelmaß ausruhen.



von Alqaszar - am 22.05.2005 11:02
In vielen anderen Ländern der Erde gibt es erstklassige Orchester mit internationalem Ruf (Auf welches ARD-Rundfunkorchester trifft dies zu?). Diese Orchester haben keinen Gebührenmoloch im Hintergrund und überleben trotzdem. Wie schaffen die das wohl?



von Grenzwelle - am 22.05.2005 14:36
@alqaszar
Zitat

Was die Veranstaltung von Programmen angeht, welche die Privaten genau so oder sogar besser machen könnten (in der Realität unterbieten sie das schlechte Niveau der Öffis ja noch): Dafür müssen nun wirklich keine Gebühren verschwendet werden.


Und wer entscheidet, welches Format die Privaten besser machen können (die LMA’s? Die stärkste Landtagsfraktion?) :D
Oder meinst du mit "besser machen können" alles das, was nach der Abteilung U (für Unterhaltung) klingt?

Die Diskussion ob die Öffis nur noch quasi Minderheiten bedienen sollen oder nicht, oder ob die Öffis in der Unterhaltung nur mit dem erhobenen "Bildungsauftragsfinger" agieren sollen, ist so alt wie das duale System selbst. Bisher regelt das der Markt, was als gute (bzw. noch verträgliche :D) Unterhaltung akzeptiert wird.

Zitat

Ein Programm wie JUMP könnte notfalls noch ein Privater machen.


Dafür müsste "der Private" aber schnell mal von 3 LMA’s jeweils eine Lizenz ergattern :D

ziemlich OT (sorry): Grenzwelle wird es freuen, mich na klar nicht. Statt der Eintracht spielt nun doch leider Sechzig nächste Saison gegen Offenbach in der 2. Liga.
OT-Ende


von Schwabinger - am 22.05.2005 20:47
wie gesagt, JUMP= Hot AC, Sputnik= CHR
man kann nicht ein Jugendradio und nen Hitsender zusammenpacken, die beiden haben doch sehr unterschiedl. Zielgruppen

von Gelöschter Benutzer - am 23.05.2005 05:12
Zitat

wie gesagt, JUMP= Hot AC, Sputnik= CHR
man kann nicht ein Jugendradio und nen Hitsender zusammenpacken, die beiden haben doch sehr unterschiedl. Zielgruppen


... und wie auch von mir schonmal gesagt, ist es Politikern egal, wie die Radiofuzzis ihre Formate nennen. Die sehen eine weitgehende Übereinstimmungen in den Zielgruppen und das reicht ihnen.

Ich persönlich sehe auch nicht ein, warum für weitgehend inhaltslose Musikabudelei zwei Programme über UKW verbreitet werden sollen.



von Grenzwelle - am 23.05.2005 06:26
SLM äußert sich zur SPUTNIK Ausdehnung in Sachsen:

http://www.slm-online.de/psk/slm/slm_content/powerslave,id,630,nodeid,11.html

von P.A. - am 21.06.2005 11:27
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