Diese Seite mit anderen teilen ...

Informationen zum Thema:
Forum:
Radioforum
Beiträge im Thema:
3
Erster Beitrag:
vor 13 Jahren, 2 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 13 Jahren, 2 Monaten
Beteiligte Autoren:
Hagen, dasradioinmir

Regionalsender TV.Berlin stellt Insolvenzantrag

Startbeitrag von dasradioinmir am 08.06.2005 00:14

Der Regionalsender TV.Berlin musste am vergangenen Freitag beim Amtsgericht Charlottenburg zum zweiten Mal innerhalb von drei Jahren einen Insolvenzantrag stellen.

Innerhalb von drei Jahren muss der Berliner Regionalsender TV.Berlin zum zweiten Mal einen Insvolvenzantrag beim Amtsgericht Charlottenburg stellen. Der Grund: Im Februar 2002 war die Pleite der von Leo Kirch aufgebauten KirchGruppe. Im Anschluss daran wurden die Regionalsender TV.Berlin und TV.München von dem Wiener Bauunternehmer Hanno Soravia bzw. seines Unternehmens "Kanal 1 Fernsehbetriebsgesellschaft mbH" übernommen. Neben TV.Berlin und TV.München betreibt das Unternehmen auch die TV-Sender RR.TV in Nordrhein-Westfalen sowie U1 TV Station in der Schweiz.

Am 07. April 2005 stellte der Münchner Regionalsender TV.München ebenfalls zum zweiten Mal innerhalb von drei Jahren einen Insolvenzantrag, nachdem der Sender im Januar 2005 die Lizenz entzogen bekam. Als Begründung nannte die Bayerische Landeszentrale für neue Medien (BLM), dass sich der Regionalsender neue Gesellschafter aus dem Raum München suchen muss. Durch den Insolvenzantrag von TV.München musste auch TV.Berlin nun einen Insolvenzantrag stellen. Beide Sender waren wirtschaftlich stark miteinander verbunden. Wie der "Tagesspiegel" in seiner gestrigen Ausgabe berichtet, konnte TV.Berlin bis zum vergangenen Donnerstag auch Verhandlungen mit einem neuen Investor nicht erfolgreich abschließen. Dadurch sei der Sender in einen Liquiditätsengpass geraten.

TV.Berlin hatte vor allem durch die Fusion des SFB und des ORB mit steigenden Zuschauerzahlen gerechnet. Diese blieben aber mangels Highlights im Programm aus. Einzig die Sport-Berichterstattung mit Live-Spielen von ALBA Berlin sowie der Football-Mannschaft Berlin Thunder brachten ein wenig Abwechslung ins Programm. "Wir hatten geglaubt, dass die Insolvenz von "TV.München" nicht auf uns zurück schlägt, denken aber schon, dass wir jetzt kein Schwarzbild kriegen", sagte Thekla Liebnitz, Assistentin der Geschäftsführung, dem Berliner "Tagesspiegel". Laut dem Schweizer "Klein Report" steht der Münchner Regionalsender TV.München finanziell besser da als TV.Berlin.

Laut einem Bericht des Mediendienstes wird es allerdings auch für den Schweizer Regionalsender U1 TV Station eng. Stefan Trinko, Programmleiter von TV.Berlin, sagte dem "Klein Report" dass man weitersenden will und nur auf große Außenproduktionen verzichten wird. Das würde damit auch den kleinen TV-Sender treffen, der viele Formate wie die Realityshows "Circus Star" oder "U-Haft - Das Experiment" und Magazine wie "Sooo beautiful" von den Kanälen aus München und Berlin übernommen hat.

Quelle: Der Tagesspiegel

Antworten:

Naja, freie Marktwirtschaft würde ich das nicht nennen, wenn eine Aufsichtsbehörde (BLM) bei scheinbar gut funktionierendem Sendebetrieb zu 50% akzeptablen Programm der Meinung ist, daß ihr Geldgeber zu undurchsichtig sind oder ihr schlichtweg nicht passen und deshalb einheimische Geldgeber fordern oder den Stecker ziehen wollen und damit eine Sender-Kette in den Strudel hinabziehen, weil diese nur im Verbund lebensfähig ist. Gegen die größte Volksverdummung (9live) im bundesweiten Äther hat man aber nix einzuwenden, sondern sieht das eher wohlwollend, weil das Programm von einheimischen Veranstaltern aufgezogen ist.



von Hagen - am 08.06.2005 08:18
Zur Information:
MySnip.de hat keinen Einfluss auf die Inhalte der Beiträge. Bitte kontaktieren Sie den Administrator des Forums bei Problemen oder Löschforderungen über die Kontaktseite.
Falls die Kontaktaufnahme mit dem Administrator des Forums fehlschlägt, kontaktieren Sie uns bitte über die in unserem Impressum angegebenen Daten.