Diese Seite mit anderen teilen ...

Informationen zum Thema:
Forum:
Radioforum
Beiträge im Thema:
54
Erster Beitrag:
vor 12 Jahren, 11 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 1 Woche, 1 Tag
Beteiligte Autoren:
peeraxel, Dr. Antenne, Morten Hesseldahl, Eheimz, MICHAELKRAUS, Japhi, peeraxel , -Ole-, Gelöschter Benutzer, Björn., ... und 12 weitere

Neues aus Dänemark

Startbeitrag von peeraxel am 02.08.2005 15:13

hier mal einige Meldungen aus DK, die ich größtenteils aus http://www.radionyt.dk übernommen habe

Skyradio mit neuem Format
Skyradio dümpelte bei den Quoten trotz landesweiter UKW-Versorgung bei 4-5 % herum. Besonders schmerzhaft: Radio 100 FM, das nur im Raum Kopenhagen und einigen wenigen Städten zu empfangen ist, hatte meistens mehr.

Das führte dazu, dass im Frühjahr das bisherige Konzept völlig umgeworfen wurde. Bis dato verzichtete Skyradio auf Moderation und sendete Nonstop-Musik, nur von Werbung und Kurznachrichte unterbrochen. Den geforderten Wortanteil erfüllte eine Talk-Sendung am späten Abend nach 22 Uhr.
Jetzt wird auf Skyradio viel geredet. Meistens plänkeln zwei oder drei Moderatoren minutenlang herum.
Vorbei ist die Zeit mit dynamischem RDS. Jetzt heißt es starr: SKYRADIO


Neue Frequenzen
105,8v Globus Guld, Tønder
95,8 Skala FM Kolding, Haderslev
106,7v Radio 100 FM, Broby/Fyn (ex R.2)
101,2v Radio 100 FM, Årslev-Nærå (ex R.2), 500 W
90,1 Radio Rønde/Radio Djursland, Ebeltoft
106,3 Mix FM Esbjerg, Esbjerg (Vestkraft-Schornstein)
97,4 Vendsyssel FM (Frederikshavn Lokalradio, Sæby Lokalradio og FCMR), Sæby
104,0 Nord FM, Læsø

In Betrieb ist auch wieder 90,5 Radio Rønde/Radio Djursland, Grenå. Der Sender hatte seit einem Sturmschaden im Januar geschwiegen.
Radio Møjn hat jetzt dynamisches RDS mit Titel und Interpret.

Sky und Radio 100 auf DAB
Beide Stationen senden ab 1.9. landesweit auf DAB.

DR Eventkanalen wechselt wöchentlich Formate
Der neue DAB-Kanal DR Event sendet Nonstop-Musik und wechselt alle 2 Wochen die Stilrichtung:
20.6. - 3.7. DR Country
4.7. - 17.7. DR Barometer (Alternative Rock/Pop)
18.7. - 31.7. DR R&B
1.8. - 14.8. DR Evergreen
15.8. - 28.8. DR Hip Hop

Aus für Bornholms Stimme
Der Lokalsender Bornholms Stimme stellt im März 2006 den Betrieb ein. Zu diesem Zeitpunkt läuft die Lizenz aus. Betreiber Erik Truelsen (70) wird in radionyt.dk zitiert, er fühle nach 17 Jahren Radio nicht mehr kreativ genug. Auf den Frequenzen sendet auch Bornholms Kristne Naerradio. Ob sie in Betrieb bleiben, ist nicht bekannt.

Zerobase Dänemark
In Dänemark ist die Diskussion um eine komplette UKW-Frequenzneuordnung im Gang, angeregt vom niederländischen Modell. So äußerte Kulturminister Brian Mikkelsen kürzlich seine Ideen:
- Mehr Effizienz durch Gleichwellenbetrieb
- 30 neue starke Frequenzen für Privatradios, davon evtl. 3 in Kopenhagen und Aarhus, 2 in Odense und Aalborg
- freiwerdende 160W und 30W-Frequenzen für nichtkommerzielle Lokalradios
- evtl. Reduzierung der DR-Sendern bei Doppelversorgungen
- kein Empfangsschutz mehr für schwedisches Radio, allerdings weiterhin für deutsche Stationen (!)

Die 50 interessantesten Antworten:

Also hält der Dudelfunk auch Einzug in Dänemark. Niveauvollen Qualitätsrundfunk gibt es bald nur noch in Afrika, Nahost und Südostasien.

von digifreak - am 02.08.2005 15:18
Weiss jemand was mit Globus Guld auf der 93,0Mhz Gram los ist ?
Ich hab auf dieser Freqenz immer ein Stereo Leerträger mit starken RDS Hub.



von _Yoshi_ - am 02.08.2005 17:09
@Peeraxel

Als Alqaszar mit mir in Schleswig-Holstein unterwegs war, fiel uns auf, dass Radio Mojn
auf 90.10 eine besonders hohe Reichweite nach Süden hatte, war es von diesen Tx ?

90,1 Radio Rønde/Radio Djursland, Ebeltoft

Im Autoradio von Alqaszar war noch kurz vor Neumünster auf der A7 richtung Süden empfang möglich, etwas nördlich davon nahe Rendsburg war problemlos RDS dekodierung möglich, an den Hüttener Bergen bereits fast Ortssenderstärke.
PS: MOJN____ / Titel und Interpret

Im Gebiet des Limfjords/Aggersunds und etwas südlich und Nördlich davon war auf 97.40 sehr gut Mix FM zu empfangen auf 97.40. RDS PS: _MIX_FM_ / MIX_97,4

von Björn. - am 02.08.2005 17:10
De nye SkyRadio sendet jetzt ja schon seit Monaten !
damals hatte i9ch mal einige Jingles und Details hier reingeschrieben

weitere neue Frequenzen hatte ich hier auch mal gepostet, z.b. Radio Diablo usw. aber scheint ja niemand zu interessieren

von Gelöschter Benutzer - am 02.08.2005 18:16
Ebeltoft liegt aber an der Ostsee nördlich von Aarhus. Ich glaube nicht, dass der TX so weit geht...

Radio Mojn auf 90,1 mit der Reichweite? Normalerweise kann ich in Rendsburg bei normalen Bedingungen nur die 107,6 empfangen.

von -Ole- - am 02.08.2005 18:32
die 90,1 kommt wirklich sehr weit nach Süden rein. Kommt hier in Rendsburg besser rein, als die 107,6.

von Kai. - am 02.08.2005 18:34
den Eventkanaler konnten wir übrigens in Kägsdorf / Buk Basthorst an der Ostsee hören, neben sämtlichen anderen DR Angeboten - das dortige Digitalradio ist sehr vielfältig (siehe neuen Thread)



von Gelöschter Benutzer - am 02.08.2005 21:01
Das mit der sehr großen Reichweite der 90.1 kann ich auch nur bestätigen.
Die geht selbst hier teilweise noch einwandfrei mit RDS. Hingegen ist die 107.6 unter normalen Bedingungen hier grade eben noch über der Grasnarbe aufzunehmen.

Ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, das die 90.1 nur 160 Watt hat. Selbst wenn sie an einen sehr exponierten Standort steht, so ist mit Sicherheit bei über 100 KM Entfernung zum Sender und nur 160 Watt Sendeleistung wohl kaum noch permanenter RDS Empfang möglich. Das sind wohl doch ein paar 100 Watt mehr Leistung. Zum Vergleich geht die 91.0 N-Joy aus FL mit 500 Watt hier nur noch sehr schlecht. Und die steht einiges weiter südlicher ....



von Uncle_Sam - am 02.08.2005 21:10
... vielleicht auf einer Seite des Schornsteins, so dass Fanö abgeschattet ist?

Was mir noch auffiel: die 101,7 von Victor scheint entweder in der Leistung reduziert worden zu sein, oder der Sender hat ebenfalls ein starkes Richtdiagramm. Letztes Jahr hatte ich nördlich von Esbjerg mal gut 1 kW gemessen, nach Süden ging's angerauscht bis zur deutschen Grenze im Autoradio. Inzwischen ist sie selbst mit 8-Element kaum noch zu hören (Globus Guld lässt sich ausblenden).

90,1 von Mojn steht in Felsted, ca. 10 km südöstlich von Apenrade Richtung Graasten . Dort wahrscheinlich auf dem TDK-Mast auf einer Anhöhe. Der wurde bereits von ca. 1993-1996 für die Graastener Lokalradios genutzt. Der Mast steht damit nur ca. 5 km östlich von Stubbaek (Überversorgung pur). Die 107,6 von dort macht ca. 400 Watt nach Süden. 90,1 hab ich noch nicht gemessen.
Die Vertikalantennen sind ohne Reflektoren an der Südseite vom Gittermast montiert, es gibt auch eine gewisse Richtwirkung nach Süden. Ich frag mich manchmal, ob der Mast in diesem Fall einen Reflektor darstellt.

Ebeltoft (R.Rønde) ist dagegen ganz woanders, ca. 170 km nördlicher, beliebtes Ferienhausgebiet östlich von Aarhus.

Was ich noch vergessen hatte: 102,6 von Mojn hat jetzt auch offiziell 500 W. Ist in der offiziellen Liste so verzeichnet. War schon immer recht stark, vielleicht sogar ein wenig stärker.

Andereseits gibt es auch Sender, die weit unterhalb von 160W senden. R.Mojn Skaerbaek auf 91,2 pustet nur eine handvoll Watt raus, und das in Mono und ohne RDS! (Bausatz ?! ;-) )

Auch Fanö 90,0 scheint weniger als 160 Watt zu machen.

@Yoshi
Globus Guld scheint öfters Ausfälle zu haben. Seit ein paar Tagen ist auch wieder die 104,6 nur mit Leerträger zu hören (Programm dumpf und ganz leise im Hintergrund). Andere Frequenzen laufen normal. Kannst Du die 93,0 in Ostfriesland häufig empfangen?
Im Fanö-Thrread war ja auch noch von der 104,1 die Rede. Da läuft regulär Bredebro (eher schwächer als 160 W) mit Globus Guld. Von Skala keine Spur.

Auf 97,4 kommt hier meistens R.Holstebro (RDS: HOLSTBRO). Ist hier fast täglich zu hören (knapp 200 km entfernt). Andere starke Sender aus dem mittleren Jütland sind hier u.a. 99,7 und 105,8 Midt Hit, 102,4 Alfa (sehr stark, überlagert gelegentlich Kiel) und 98,3 R.2 (auch tw. stärker als Kiel).



von peeraxel - am 03.08.2005 08:42
"Ich frag mich manchmal, ob der Mast in diesem Fall einen Reflektor darstellt.

Tut er, ja!
Bei Radio Mobile kommt in diesem Fall das "Cardio"-Diagramm ganz gut hin!

von PeterSchwarz - am 03.08.2005 08:56
Peeraxel - gibt es auch einen Bandscan von Dir aus Handewitt ?

Ja, Radio Mojn aus Felsted auf 90.10 war echt genauso weit im Autoradio zu empfangen wie die Frequenzen aus Rangstrup (97.20 u.a) mit noch deutlich mehr kW ERP.

Südlich von Neumünster wird auch alles schwächer, teilweise ist dann sogar Næstved noch stärker dort und in bei Bad Segeberg zu empfangen.

von Björn. - am 03.08.2005 12:22
Einen Bandscan griffbereit habe ich nicht. Die Position ist aber ganz gut, seit dem Umzug aus Flensburg. Ein Unterschied wie Tag und Nacht, nicht mehr 3 km, sondern jetzt 12 km vom 25kW-Mast entfernt zu wohnen!



von peeraxel - am 03.08.2005 14:56
Genau. Gibt es eigentlich mittlerweile auf Fanø auch GSM-Standorte? 2001 konnte ich da nichts entdecken, alles wurde vom Festland versorgt.

von -Ole- - am 03.08.2005 19:11
Nicht wirklich. Es kann natürlich sein, dass Sky (jetzt ca. 6% landesweit) bei einzelnen Umfragen mal vor Radio 100 (ca. 6 %) gelegen hat. Aber sonst hat P4 (im Verbund) die mit Abstand höchsten Quoten (>30%), auch P3 liegt weit drüber (ca. 14%).

Allerdings ist generell jede Station irgendwie Marktführer, man muss nur die Kriterien der Statistik entsprechend setzen. Da gibt es sehr viele Möglichkeiten: Gebiet, Hördauer, Hörer gestern, weitester Hörerkreis, Bekanntheitsgrad, Marktanteil, Mo-Fr, Mo-So, Altersdekade, nur Stationen mit Werbung, nur Privatradio / nur örAs, nur Stationen bestimmten Formats usw.

von peeraxel - am 05.08.2005 08:20
@ peeraxel

Lange ists her, aber wie können die realen ERP-Were bei den dänischen Lokalsendern ermittelt werden? Misst du die? Vor ein paar Tagen hab ich mal wieder die FMLIST in Dänemark durchgeguckt und da waren einige ehemalige 160/500W-Sender mit weit über +- 5kW verzeichnet. Das glaube ich auch gerne, weil Sender wie Ikast 99.7, Langå 102.4 oder 102.0 Østbirk fast Reichweiten von Grundnetzsendern erreichen.

Nach meinem letzten Besuch in Dänemark sind mir wieder einige Sender aufgefallen, die ungewöhnlich weit rauskommen. Vielleicht kann man die irgendwann auch mal genauer checken:


  • 87.9 Thisted - Die Frequenz reicht viel weiter als die DR-Frequenzen, bei Skive geht die meist immer noch mit RDS, wo von den anderen fast nichts mehr zu hören ist.


von Dr. Antenne - am 10.02.2012 13:34
Ja, das sind Messungen, und zwar zum Teil recht ausführliche. Einige Messwerte sind aber schon ein paar Jahre alt. 2007 und 2010 bin ich mal jeweils einen Tag herumgefahren und habe alle paar km automatisierte Bandscans über die RS232-Ansteuerung des AR5000 erstellt, mit H-Kreuzdipol und V-Dipol. Das sind einige 100 Standorte. Dann habe ich mit den FMSCAN-Algoritmen und gemittelten Werten quasi zurückgerechnet. Leider fehlt mir momentan dazu die Zeit, obwohl ich mal wieder große Lust hätte. Und viele Messungen sind noch immer nicht ausgewertet.
Einige neuere Werte sind auch nur von einem Standort aus geschätzt, im Verhältnis zu mehreren vergleichbaren Sendern. Da sind die Richtdiagramme dann sehr unvollständig. Und im Raum Aarhus schätzt Niels auch gerne.
Dennoch muss man vorsichtig sein. Ohne genaue dB-Werte und Kenntnis der Antennenhöhe kann man auch Fehlschlüsse ziehen. Manch ein exponierter Mast kommt auch schon mit 160 bzw 500 Watt ganz gut weit, zumal die Dänen ja großzügig modulieren.

von peeraxel - am 17.02.2012 19:32
Wow, so viel Mühe :spos: .

Ich würde gern mal alle gesamten Senderleistungen kennen, da würden wir sicher noch das eine oder andere Wunder erleben. Aber mehr wie schätzen kann ich leider nicht, mir fällt es halt irgendwann wie im Fall der 87.9 aus Thisted auf, dass die erheblich mehr Kraft haben muss wie verzeichnet. Selbst die 2kW erscheinen mir noch zu wenig, denn wie schon geschrieben ist die Reichweite erheblich größer als die der DR-Frequenzen. Das kann nicht nur am Hub und am strammen RDS-Signal liegen, letzten Winter hab ich mit mehreren Radios getestet (auch einfache Küchen-/Kofferradios), und da blieb der Sendersuchlauf in Lundø meist noch bei 87.9 hängen, aber bei keinen anderen Thisted-Frequenzen (die waren tlw. arg verrauscht). Das ist allerdings erst auch seit dem Winter 2011/12 so.

Zitat
peeraxel
Dennoch muss man vorsichtig sein. Ohne genaue dB-Werte und Kenntnis der Antennenhöhe kann man auch Fehlschlüsse ziehen. Manch ein exponierter Mast kommt auch schon mit 160 bzw 500 Watt ganz gut weit, zumal die Dänen ja großzügig modulieren.

Ja, darum kann ich beim Sender Tastum nicht einordnen ob die überdurchschnittliche Reichweite "nur" an dem recht gut gelegenen Standort liegt oder ob man dazu nicht noch etwas mehr ERP hat. Die 105,6 reicht mit RDS bis an das Nordende der Agger Tange (also Agger), das sind über 55km. Die letzten paar km vor dem Ort kratzt es schon mal aber die Definition beifahrertauglich wäre nicht übertrieben. Allerdings ist auch vermehrt nur Wasser dazwischen :confused: . Mir ist mehrfach auch schon aufgefallen, dass Sender nicht wie koordiniert rund sondern sehr gerichtet senden, z.B. 107.0 Ørslevkloster und 105.4 Hvalpsund. Das verkompliziert alles nochmal erheblich.

von Dr. Antenne - am 17.02.2012 20:53
92,6 kann ich bestätigen. Mit einer 5-Element kann ich ihn hier in Handewitt regelmäßig empfangen. Trotz der 262 km kann er sich dann gegen P3 (93 km / 60 kW) durchsetzen. Es mag mehr sein, aber gut modulierte 1 kW sind ja auch schon eine Menge. Man muss berücksichtigen, dass andere Standorte zum Vergleich oft deutlich weniger als 160W machen. Mein Paradebeispiel ist die 96,6 in Toftlund, die ich auf 1 Watt schätze.

von peeraxel - am 20.02.2012 12:53
In den Sendertabellen tauchen aktuell wieder haufenweise neue Funzeln auf, teilweise solch haarsträubende Konstellationen wie Aalborg 101.4 (neu radio100) gegen Frederikshavn 101.4 (Bestandssender von TheVoice). Wenn ich mir so die Karten dazu anschaue, muss in einigen Gegenden lagsam ziemliches Chaos herrschen, vgl. die neue 101.3 Middelfart 101.3 Vejle. Beide stehen keine 25km von einander entfernt. Interessant ist auch, dass einige Frequenzen aus der Pampa in Städte umziehen sollen, z.B. die 89.9 für MyRock. Bei dem Haufen neuer Sender sowie Umkoordinierumgsplänen scheinen die „Lokalprogramme“ ja noch nicht wirklich auf DAB umschwenken zu wollen?

von Dr. Antenne - am 26.12.2017 16:08
Die neue Lizenzperiode beginnt erst in 8 Stunden, aber so genau scheint man es in Süddänemark nicht zu nehmen: Globus hat bereits 105,1 (Tinglev -> Aabenraa Felsted) / 107,6 (Stubbaek -> Tinglev) / 97,6 (Haderslev Ost->West) / 103,5 (Vojens) übernommen, sowie 98,2 Rødekro aufbeschaltet. 98,2 und 107,6 kommen hier 7 bzw. 10 dB kräftiger als die Globus Guld-Frequenzen von denselben Standorten - das deutet auf jeweils mindestens 500 W hin. 105,1 scheint sich an die 160W zu halten. Und auch 90,1 Classic kommt hier stärker, so dass der Wechsel von Aabenraa-Felsted nach Padborg wohl schon geschehen ist. Vielleicht läuft das sogar schon länger - ich habe ein paar Tage FM vernachlässigt.

von peeraxel - am 31.12.2017 15:32
Und es geht weiter: "Classic" läuft jetzt auf den Radio Als Frequenzen 88 / 93,6 / 93,7 / 107 und hat auch 101,8 und 100,1 übernommen. Farvel Radio Als - damit verabschiedet sich eine der letzten Stationen, die tatsächlich im Lokalen basiert waren, nach rund 30 Jahren Sendebetrieb.
Skala FM ist auf 99,5 zu hören, vermutlich Sjølund/Vojens, obwohl sie dort bereits auf 88,4 senden.
Globus habe ich auch auf 105,5 Fredericia gefunden. Das ist alles etwas anders als angekündigt. Landesweit gibt es zahlreiche weitere Änderungen.

Technische Probleme haben 99,1 Globus Gold Tinglev (Soundbrei mit 250 KHz Hub), 92,8 Skala (Soundbrei). Einen breit modulierten Rauschteppich sendet auch seit Längerem schon die Sydvest-Kette (93,6/100,7/106,6/106,8), wenn gerade kein Programm läuft. Neu ist, dass der das Signal ständig an und aus geht und dann nicht mal der Träger stehen bleibt.

Klassik Radio in SH sendet übrigens noch.
Schönes neues Jahr!

von peeraxel - am 01.01.2018 11:04
Dass Radio Als ersetzt wird, war auch seit Weihnachten auf der Classic FM Website zu lesen. Da wird eine landesweite Kette durch die Hintertür aufgezogen, aber Radio Alfa und Skala FM sowie VLR machen es auch nicht anders, und so geht ein Lokalprogramm nach dem nächsten und es bleiben nur eine Hand voll Programme übrig. Die legen dann noch los und funzeln sich Jahr für Jahr mehr zu - allein nur 60 Frequenzen bei Skala FM für eine überwiegend flache Fläche, die DR mit 2x 60kW und 1x 10kW versogt, lassen das inzwischen recht ausgeprägte Chaos in Süd- und Mitteljütland erahnen, das zunehmend auch unter 104 MHz herrscht. Gelegentlich schlampig justierte Sender (z.B. brachiales Soundgematsche oder unsaubere Zuführung per Ball) sind nur ein weiterer wunder Punkt neben den einzelnen, stetig wiederkehrenden Leistungserhöhungen und -reduzierungen, die die Programme zu gegenseitigen Störungen und damit zu weiterer Funzelei verleiten. Es wirkt alles etwas aus dem Ruder gelaufen. Bleibt bei all dem Frequenzgeschiebe und ERP-Gebastel noch der Blick auf die deutsche Seite, bei der die Programme z.B. in Flensburg strenge Richtdiagramme einzuhalten haben, während von dänischer Seite bei beliebiger Sendeleistung (~500W statt der offiziellen 160) und deutlich höherem Hub alles munter rübersendet.

von Dr. Antenne - am 01.01.2018 12:05
Guten Morgen zusammen.

Unter Hochdruckeinfluss kann ich derzeit einige Lokalstationen aus Dänemark an der großen Dachantenne hier im Raum Perleberg empfangen. Dabei handelt es sich um völlig neue Sender, z.B. "Radio Soft" auf 99,0 (neben MDR Jump 98,9 und NDR2 99,1) -dummerweise horizontal, was sich durch Störungen auf den Nachbarkanälen bemerkbar macht. Oder "Radio Nova" auf 107,2 (stört BB Radio aus Cottbus und RS2 aus Casekow), sicherlich deutlich stärker als erlaubt. Bei vertikaler Polarisierung kommt "My Rock" auf 106,1 MHz so stark, dass es Antenne Niedersachsen und RBB Radio 1 auf gleicher Frequenz völlig verdrängt. Auch Antenne Brandenburg aus Bad Belzig auf der 106,2 wird angekratzt von dem Rocksender. Dort wird wohl mindestens mit 2 Kilowatt gesendet, eher mit 5. Es ist mir schleierhaft, warum Bauer Radio (ähnlich wie in UK wo in jedem Kuhstall ein Mittelwellenmast aufgestellt wird) plötzlich in jedem dänischen Nest fünf neue Frequenzen benötigt. Noch dazu in einem Land wo DAB hervoragend ausgebaut ist und gerade erst vor Kurzem auf den neuen DAB+ Standard umgestellt wurde. Was soll dieser Unsinn? Wo kommen die neuen Masten eigentlich auf einmal her? Das müsste doch gerade bei grenznahen Standort wo nur Nord- oder Ostsee dazwischen liegt, international abgestimmt werden. Hochdruckwetterlage hin oder her, aber dass zwei örtliche Grundnetzsender (Dannenberg/Elbe und Casekow / Uckermark) hier im Raum Perleberg von einem solchen Lokalradio komplett an die Wand gefahren werden ist schon ein starkes Stück. Zugegeben, da läuft schöne alte Rockmusik. Aber dieser Sender hat hier wirklich nichts mehr auf UKW zu suchen. Wenn man bedenkt mit welchen Frequenzen sich Powerradio und Radio B2 abquälen müssen, vom Inforadio ganz zu schweigen (94,2 direkt neben RS2 Berlin!) Eigentlich sollte man das an die Netzagentur melden. Hoffentlich wird das bei Überreichweiten aus Nord nicht zu einem Dauerproblem. Es reicht schon, dass die Polen hier das Band zuballern (95,2 Zet neben Radio 1, 106,7 RMF neben Antenne BB, 92,0 Szczecin neben NDR 2 Torfhaus, 98,2 sogar auf Gleichwelle mit Paradiso Berlin), da braucht es nicht noch die Dänen. sEs ist mir unbegreiflich was dieses Frequenzbesetzen soll. UKW ist in Dänemark ein Auslaufmodell, siehe Norwegen. Übrigens: DAB aus Dänemark kann ich zur Zeit auch empfangen, schöne Auswahl. Besonders P5 und der Jazzsender (ist das P8 ?) gefällt mir sehr gut. Darüber kann man auch den BBC Worldservice hören, den es ja leider in Brandenburg und Sachsen seit einiger Zeit nicht mehr auf UKW zu hören gibt sondern nur noch in direkter Innenstadtnähe von Berlin-

Gruß a.d. Prignitz

Kraus.

von MICHAELKRAUS - am 09.01.2018 01:22
Zitat
Michael Kraus
Es ist mir schleierhaft, warum Bauer Radio (ähnlich wie in UK wo in jedem Kuhstall ein Mittelwellenmast aufgestellt wird) plötzlich in jedem dänischen Nest fünf neue Frequenzen benötigt. Noch dazu in einem Land wo DAB hervoragend ausgebaut ist und gerade erst vor Kurzem auf den neuen DAB+ Standard umgestellt wurde. Was soll dieser Unsinn? [...] Das müsste doch gerade bei grenznahen Standort wo nur Nord- oder Ostsee dazwischen liegt, international abgestimmt werden.


Berechtigte Fragen. Mein bisheriger Enthusiasmus für die dortige Szene ist durch die neuesten Geschehnisse auch etwas in Ernüchterung abgedriftet...

von Dr. Antenne - am 09.01.2018 07:28
Hier muss wirklich die Frequenz-Koordination verbessert werden.

Das Angebot von DAB+ Dänemark ist natürlich, z. B. mit BBC WS, gut.

Wegen der mangelnden Attraktivität von DAB+ in meiner Region (östlich von Leipzig) nutze ich mein PURE-Radio fast ausschließlich für (vorwiegend britische) Internetsender.

von hetietz - am 09.01.2018 08:08
Und mal wieder eine Anekdote aus dem Grenzland:
Die 88,2 ist nach den neuen Plänen von Løgumkloster ins 15 km entfernte Rangstrup umgezogen und soll jetzt The Voice statt Radio 100 übertragen. Seit ein paar Tagen ist The Voice aufgeschaltet. Aber offenbar kümmert sich niemand darum, Radio 100 von Løgumkloster mal abzuschalten. Hier in Handewitt dominiert jetzt Rangstrup, wohl aufgrund der deutlich höheren Antenne, aber in ca 5% aller Positionen kommt Radio 100 weiterhin im Autoradio gut durch. 105,3 von Tønder überträgt weiterhin Radio 100.

von peeraxel - am 20.03.2018 12:16
Ich habe auch mehrmals von ein in Dänemark ansässigen Ätherpirat verstanden dass die Behörde auch kaum Messungen macht und erst gar nicht eingreift. Da wo siche keiner beschwert wird auch nicht eingegriffen, auch nicht progressiv. Für mich ist diese Anekdote dann auch nicht mehr als ein Bestätigung zur zunehmender UKW Chaos in Dänemark...

von Jassy - am 20.03.2018 14:34
Aha und ich dachte, dass da nur jemand in der FMLIST vergessen hatte einen alten Eintrag rauszunehmen :D . Das ist krass, wenn man sich in Dänemark wirklich so dilletantisch um die Umsetzung kümmert.

Inzwischen sind mir auch viele unsinnige Frequenzwechsel aufgefallen, die statt Verbesserung eher nur noch mehr Chaos mitbringen, sofern die eingetragenen Diagramme auch soweit der Realität entsprechen. Auch innerhalb der Bauer Mediengruppe (NOVA, The Voice, Radio 100, myRock, Soft) plant und belegt man benachbarte Frequenzen ohne sinnvollen Zusammenhang. Beispiele gefällig?

1. Den Klassiker Vejle 107.0 vs. Horsens 106.9 hat man ganz galant „optimiert“ in 106.9 Vejle (Radio 100) vs. 107.0 Horsens (myRock)! :joke:
2. 104.1 Middelfart (The Voice) sendet nun gegen Sønder Højrup 104.2 (Radio Soft)
3. 101.3 Middelfart (Soft) sendet nun gegen Sønder Højrup 101.2 (Radio 100)
4. 104.4 Aalborg (Soft) sendet gegen 104.4 Frederikshavn (myRock)
fortfolgend.

Sich im eigenen Hause gegenseitig wegzuzünden hat schon was.

Aber auch andere Granaten hätte jeder von uns hier noch nach nem Kasten Bier besser organisiert bekommen:
104.2 Aars vs. 104.1 Løgstør
107.8 Nykøbing M vs. 107.9 Skive
101.8 Middelfart vs. 101.7 Vejle
Um nur einige zu nennen.

von Dr. Antenne - am 20.03.2018 22:16
Zitat
Dr. Antenne
Aha und ich dachte, dass da nur jemand in der FMLIST vergessen hatte einen alten Eintrag rauszunehmen :D . Das ist krass, wenn man sich in Dänemark wirklich so dilletantisch um die Umsetzung kümmert


Hallo zusammen,

das liegt eindeutig an der nicht vorhandene Dänische Gründlichkeit - sowas wird (leider) einfach hingenommen!

Schlimmer finde ich mittlerweile den Empfang deutscher Sender in Süddänemark. Von 2001-2003 war ich in Kolding wohnhaft (meine Wohnung war etwas höher gelegen).

Mit einem Grundig Ocean Boy 510 am Küchenfenster ging problemlos folgende Sender aus Flensburg:

1. NDR 1 SH - 89,60 (wird heute stark von Radio Globus auf 89,50 gestört - geht aber teilweise noch in Kolding)
2. NDR 2 SH - 93,20 (geht heute genau so gut wie damals)
3. NDR Kultur - 96,10 (geht heute genau so gut wie damals)
4. Deutschlandfunk - 103,30 (geht heute gar nicht mehr wegen VLR auf 103,20)
5. R.SH - 101,40 (geht heute gar nicht mehr wegen Radio SOFT auf 101,30)

Ganz früher (bis so 1998-1999) ging auch Delta Radio auf 105,60 in Kolding. DAB+ aus Flensburg geht so bis Haderslev (Hadersleben).

Recht maues Angebot, wenn man bedenkt, dass die deutsche Minderheit in Dänemark bis hoch nach Christiansfeld (15 km südlich von Kolding) wohnen.

Schöne Grüße aus Flensburg
Morten Hesseldahl

von Morten Hesseldahl - am 21.03.2018 10:18
Ich find's gut, wie die Frequenzplanung in Dänemark gehandhabt wird: Ein bisschen Chaos als Pendant zur deutschen Gründlichkeit hat was für sich. :spos:

Auf zum nächsten Urlaub nach Dänemark! :cheers:
Wenn da nur das Wetter etwas besser wäre. :rolleyes:

von Wellenjaeger - am 21.03.2018 16:21
Zitat
Wellenjaeger
Ich find's gut, wie die Frequenzplanung in Dänemark gehandhabt wird: Ein bisschen Chaos als Pendant zur deutschen Gründlichkeit hat was für sich. :spos:


Und ich finde es grausam :-)

von Morten Hesseldahl - am 22.03.2018 13:05
Wenn es wenigstens die inhaltliche Vielfalt verbessern würde. Aber da ist DK nicht besser als Deutschland.

von Japhi - am 22.03.2018 15:03
Zitat
Japhi
Wenn es wenigstens die inhaltliche Vielfalt verbessern würde. Aber da ist DK nicht besser als Deutschland.


Im Gegenteil, viele Lokalradios haben in den letzten Jahren dicht gemacht bzw. wurden von den größeren Locals übernommen. In dem Zusammenhang ist die gesamte Struktur in einigen Bereichen nicht mehr sinnvoll und nachvollziehbar, statt 5-6 größerer Frequenzen besetzt z.B. SKALA FM aktuell 54 Frequenzen im vorgegebenen Low-Power-Leistungsspektrum. Dabei hat Dänemark bei der Frequenzplanung den Vorteil, nur wenig angrenzende Flächen von Deutschland und Schweden unmittelbar berücksichtigen zu müssen. Insofern war diese jüngste Frequenzoptimierung (unabhängig von DAB+) eine vertane Möglichkeit, mal richtig aufzuräumen.

von Dr. Antenne - am 22.03.2018 21:35
Zitat
Morten Hesseldahl
Zitat
Dr. Antenne
Aha und ich dachte, dass da nur jemand in der FMLIST vergessen hatte einen alten Eintrag rauszunehmen :D . Das ist krass, wenn man sich in Dänemark wirklich so dilletantisch um die Umsetzung kümmert


Hallo zusammen,

das liegt eindeutig an der nicht vorhandene Dänische Gründlichkeit - sowas wird (leider) einfach hingenommen!

Schlimmer finde ich mittlerweile den Empfang deutscher Sender in Süddänemark. Von 2001-2003 war ich in Kolding wohnhaft (meine Wohnung war etwas höher gelegen).

Mit einem Grundig Ocean Boy 510 am Küchenfenster ging problemlos folgende Sender aus Flensburg:

1. NDR 1 SH - 89,60 (wird heute stark von Radio Globus auf 89,50 gestört - geht aber teilweise noch in Kolding)
2. NDR 2 SH - 93,20 (geht heute genau so gut wie damals)
3. NDR Kultur - 96,10 (geht heute genau so gut wie damals)
4. Deutschlandfunk - 103,30 (geht heute gar nicht mehr wegen VLR auf 103,20)
5. R.SH - 101,40 (geht heute gar nicht mehr wegen Radio SOFT auf 101,30)

Ganz früher (bis so 1998-1999) ging auch Delta Radio auf 105,60 in Kolding. DAB+ aus Flensburg geht so bis Haderslev (Hadersleben).

Recht maues Angebot, wenn man bedenkt, dass die deutsche Minderheit in Dänemark bis hoch nach Christiansfeld (15 km südlich von Kolding) wohnen.

Schöne Grüße aus Flensburg
Morten Hesseldahl


Haben die deutschen Sender nicht Bestandsschutz gegenüber solchen "Katastrophenkoordinierungen" ? Ich bin gerade echt erschüttert über solche Planungen.

Ich meine man war es schon gewöhnt auf zig Frequenzen das gleiche Programm zu haben, aber das gibt dem Ganzen nun natürlich nochmal eine andere Ebene...

Die 105,6 Delta fährt nach Norden starke Einzüge. Laut fmscan sind das nur

von Eheimz - am 22.03.2018 23:19
Zitat
Eheimz
Haben die deutschen Sender nicht Bestandsschutz gegenüber solchen "Katastrophenkoordinierungen" ? Ich bin gerade echt erschüttert über solche Planungen.

Ich meine man war es schon gewöhnt auf zig Frequenzen das gleiche Programm zu haben, aber das gibt dem Ganzen nun natürlich nochmal eine andere Ebene...

Die 105,6 Delta fährt nach Norden starke Einzüge. Laut fmscan sind das nur


von Morten Hesseldahl - am 23.03.2018 13:09
Zitat
Morten Hesseldahl
Ich meinte auch mal, dass die ÖRR-Programme aus Flensburg wegen der deutschen Minderheit Bestandsschutz hatten, aber kein Kläger kein Richter.


Im Geiste der gegenseitigen Bonn-Kopenhagener Erklärungen von 1955 sollte das so sein bzw. so bleiben. Einen völkerrechtlich verbindlichen Vertrag dazu gibt es aber m.W. nicht.

Bisher gab es aber ein gegenseitiges Agreement, dass die deutschen Radio + TV Programme in Nordschleswig ungestört zu empfangen waren, genauso wie die dänischen Radio + TV Programme in Südschleswig. Im Interesse einer guten Nachbarschaft sollte das auch so bleiben. :cheers:

von Manager. - am 23.03.2018 18:30
Senden radio100 und The Voice immer noch zugleich auf 88.2 in Sønderjylland? Wie man der FMLIST entnehmen kann, scheint die neue 88,2 aus Rangstrup ordentlich Dampf unterm Kessel zu haben. Verwunderlich, dass da gar keine Reklamationen aus Deutschland kommen.

Inzwischen hat man scheinbar das nächste Störfeuer in Betrieb genommen:

90.0 Kolding (The Voice) vs. 89.9 Vejle (MyRock), beide mit 500W und nur knapp 20km Distanz zueinander. Beides sind Standorte die direkt aneinander anschließen, und dennoch arbeitet man bei nur 100kHz Versatz auch wieder mit unterschiedlichen Programmbelegungen. Die Trekanten-Region entwickelt sich langsam zum Rhein-Main-Chaos von Dänemark.

von Dr. Antenne - am 12.04.2018 19:50
Die 88.2 kann ich bestätigen, dass dort beide Sender aktiv sind. In Harrislee kommt Thevoice mit RDS durch, ist aber ein hin und her zwischen zwei Sendern.

von Eheimz - am 12.04.2018 23:29
Da werden sich aber die Betreiber des Sylter Sölring-Lokalfunks freuen, die auf 88,1 MHz senden. Oder haben die schon genervt aufgegeben? Von Rangstrup nach Westerland sind es etwa 50 Kilometer Luftlinie bis zur dän. Grenze bei Tondern. Ich kann mir vorstellen, dass das Hören des Inselradios vor allem in den nördlichen und östlichen Dörfern kein Spaß mehr ist. Als privatrechtlicher Anbieter ist aber eine hohe technische Reichweite für den Verkauf von Werbesekunden und dem Erreichen vieler möglicher Hörer wichtig für das nackte Überleben!

Welche Rolle spielt eigentlich die 88,1 aus Aarhus in Grenznähe? Die 88,1 von Danmarks Radio sollte sich doch selbst im Zielgebiet der 88,2 bei schönem Wetter noch bemerkbar machen.


Gruß aus der Prignitz

Kraus

von MICHAELKRAUS - am 15.04.2018 09:29
Die 88,1 aus Aarhus ist kein Problem, die 88,2 dagegen schon.

Muss man gucken, wie sich das beißt.

von Eheimz - am 15.04.2018 11:57
Zitat

Welche Rolle spielt eigentlich die 88,1 aus Aarhus in Grenznähe? Die 88,1 von Danmarks Radio sollte sich doch selbst im Zielgebiet der 88,2 bei schönem Wetter noch bemerkbar machen.


Naja wozu hat DR P1 in Rangstrup die 95.1 mit 60kW? ;) Rangstrup ist nicht mal direkter Anschlusssender an Aarhus, dazwischen kommt noch die 95.5 mit 10kW aus Vejle.

von Dr. Antenne - am 15.04.2018 18:33
Zitat
MICHELKRAUS
Da werden sich aber die Betreiber des Sylter Sölring-Lokalfunks freuen, die auf 88,1 MHz senden. Oder haben die schon genervt aufgegeben? Von Rangstrup nach Westerland sind es etwa 50 Kilometer Luftlinie bis zur dän. Grenze bei Tondern. Ich kann mir vorstellen, dass das Hören des Inselradios vor allem in den nördlichen und östlichen Dörfern kein Spaß mehr ist. Als privatrechtlicher Anbieter ist aber eine hohe technische Reichweite für den Verkauf von Werbesekunden und dem Erreichen vieler möglicher Hörer wichtig für das nackte Überleben!

Welche Rolle spielt eigentlich die 88,1 aus Aarhus in Grenznähe? Die 88,1 von Danmarks Radio sollte sich doch selbst im Zielgebiet der 88,2 bei schönem Wetter noch bemerkbar machen.


Der Syltfunk hat es eh nicht so leicht: Beide Frequenzen werden schon bei leichten Inversionen von den dänischen Powerhäusern Aarhus (88,1) und Holstebro (100,3) überlagert. Und an der Küste treten solche Wetterlagen etwas häufiger auf - wird das bei der Koordinierung eigentlich bedacht? Hinzu kommen die restriktiven Richtdiagramme, die hierzulande ja eher unter- als überschritten werden, ganz im Gegensatz zu DK. Die 88,1 ist in Richtung der östlichen Inseldörfer nur mit 2 bis 5 Watt koordiniert - das kommt auch hin. Die Folge: 88,1 ist eigentlich nur im unmittelbaren Stadtgebiet von Westerland ein Thema. Die 100,3 von Süderlügum soll theoretisch die restlichen Dörfer versorgen. Sie kommt ganz gut vom Fleck, ist aber eigentlich zu weit entfernt. Im Autoradio mag's gehen, im billigen Uhrenradio eher nicht. Alle anderen Programme strahlen zudem deutlich kräftiger von der Insel. Die technische Reichweite ist für ein Kommerzradio selbst bei guten Bedingungen knapp bemessen: 15.000 Insulaner + 30.000 auf dem Festland + Urlauber saisonal schwankend.
Wenn die 88,2 dann auch noch in den Outskirts von Westerland ein paar potentielle Hörer vergrault, würde ich das eher als Randproblem einordnen.

von peeraxel - am 17.04.2018 07:34
Dänemark: Landesweite Sender sollen 2021 UKW abschalten

Dann würde diese gegenseitige Störerei in ein paar Jahren eingedämmt werden.

von Cha - am 17.04.2018 19:41
Das fände ich sehr schade. Im Gegensatz zu UKW aus Sønder Høyrup und Næstved empfange ich hier in Bochum kein dänisches DAB als Scatter.

von Japhi - am 17.04.2018 19:51
Zitat
Cha
Dänemark: Landesweite Sender sollen 2021 UKW abschalten

Dann würde diese gegenseitige Störerei in ein paar Jahren eingedämmt werden.


Das Vorhaben würde eher die treffen, die noch kein Chaos verursachen. Als landesweit werden auf UKW nur DR P1-P4, 24syv, Nova und Pop FM eingestuft, der Rest ermogelt sich über zusammengelegte Lokalfunkketten eine (wenn auch nur rudimentäre) landesweite Verbreitung. Dieser Umstand dürfte Kandidaten wie radio100, Classic FM, Radio Soft, The Voice und Co. von dieser Maßnahme ausnehmen. Warum sollte man auch sonst noch so viele Frequenzem in großem Stil in Betrieb nehmen, wie aktuell die neue 104.7 aus Kolding von radio100, die keine 28km entfernt von Randbøl (VLR, ebenfalls 104.7) steht?

von Dr. Antenne - am 18.04.2018 00:33
Classic FM bastelt am RDS - mit der Folge, dass man im Autoradio den Sender manuell suchen muss, wenn man unterwegs ist. Bisher war es weitgehend einheitlich 9E7E. Jetzt haben wir hier im Grenzland:

9D7E: 88,0 / 91,6 / 93,7 / 107,0 (ex Radio Als-Kette / Sønderborg Kommune)
9C10: 90,1 / 104,0 / vermutlich auf 92,0 (Aabenraa Kommune)
9D10: 98,6 / 107,4 und evtl weitere (Haderslev Kommune)

Was weiter nördlich passiert, kann ich derzeit nicht checken. Die Kette versorgt mit ihren 37 Standorten den größten Teil Jütlands und Fünens. 9C10 und 9D10 werden im Moment dauerhaft benutzt, obwohl das ja eigentlich eine Regionalkennung wäre.

von peeraxel - am 21.04.2018 08:49
Beim UKW-Ausstieg in Dänemark rudert man wohl zurück. Der Plan ist angeblich tot, wenn man der DF glauben soll.

http://digitalradioinsider.blogspot.com/2018/06/governments-plan-to-turn-off-fm-band-is.html

Noch ein paar Beobachtungen vor Ort:
- 88.2 Løgumkloster ist jetzt aus, ebenso 91.2 und 92.1 Skærbæk, 92.8 Gråsten, 93 und 106.6 Sydals sowie 105.4 Esbjerg
- Rømø hat von der wohl versehentlich benutzten 94.5 auf die seit Langem koordinierte 99.5 gewechselt
- 107.7 Høyer ist tatsächlich aktiv, aber nur mit einer Handvoll Watt gerichtet nach ca 70°
- 88.2 Rangstrup scheint deutlich stärker als koordiniert zu sein.
- 93.0 Globus Guld hat nach einer Pause wieder auf ca 4 KW aufgedreht
- 90.1 sendet nach dem Wechsel von Felsted nach Kollund wieder mit normaler Leistung, nachdem der Sender mit deutlich mehr als 1kW über Jahre (im guten Autoradio) bis nach Kiel reichte
- weitere Rundfahr-Messergebnisse werde ich in den kommenden Tagen in FMSCAN einarbeiten

von peeraxel - am 07.07.2018 07:14
Zitat
Peeraxel
Beim UKW-Ausstieg in Dänemark rudert man wohl zurück. Der Plan ist angeblich tot, wenn man der DF glauben soll.


Alles andere hätte mich bei der aktuellen Bewegung in der Senderlandschaft auch gewundert. Diese diversen Umzüge und Senderaufschaltungen wären für nur noch 3-4 Jahre Laufzeit kaum die Mühe wert gewesen. Bin in ein paar Wochen in Nordjütland und auf die dortigen Entwicklungen gespannt.

von Dr. Antenne - am 08.07.2018 11:25
Jetzt endgültig: UKW in Dänemark wird nicht abgeschaltet.

Zitat
https://www.nordschleswiger.dk/de/daenemark-politik-kultur-gesellschaft/regierung-und-df-einigen-sich-medienabsprache
https://www.nordschleswiger.dk/de/daenemark-politik-kultur-gesellschaft/regierung-und-df-einigen-sich-medienabsprache


von peeraxel - am 10.07.2018 06:30
Zur Information:
MySnip.de hat keinen Einfluss auf die Inhalte der Beiträge. Bitte kontaktieren Sie den Administrator des Forums bei Problemen oder Löschforderungen über die Kontaktseite.
Falls die Kontaktaufnahme mit dem Administrator des Forums fehlschlägt, kontaktieren Sie uns bitte über die in unserem Impressum angegebenen Daten.