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Richtig guter portabler DX-Empfänger?

Startbeitrag von Habakukk am 30.08.2005 09:36

Angeregt durch den Bench-Thread wollte ich hier nochmal bisschen ausloten, was ihr denn so an portablen Empfängern kennt (abseits von Sangean ATS 909 / Degen 1103 / Grundig-Satelliten), die ihr für gute, evtl. sogar richtige DX-Empfänger haltet?

Die Problematik ist eigentlich ganz klar: zuhause wird man möglichst einen "richtigen" stationären Tuner rumstehen haben mit Anschluß an eine Dachantenne, oder zumindest eine gut ausgerichtete Zimmerantenne. Hier kann man durchaus ein gewisses Optimum heraus holen (in Bezug auf Empfindlichkeit / Trennschärfe), auch wenn die wirklich guten Tuner doch schon bereits vor einiger Zeit gebaut wurden und neuere Tuner nicht mehr dagegen anstinken können.

Für das DXen unterwegs kann man, sofern man einen fahrbaren Untersatz besitzt, durchaus den Stationärtunern fast gleichwertige Autoradios erwerben, mit denen man überall dort, wo eine befahrbare Straße hinführt, im Grunde auch ordentlich DXen kann. Empfindlichkeit und Trennschärfe ist heute kein Problem mehr, hier werden eigentlich auch heute noch (oder gerade heute?) vernünftige Empfänger gebaut.

Das Problem sind eigentlich die portablen batteriebetriebenen Empfänger. Denn oftmals muss man, um richtig DXen zu können, auch mal ins Gelände rein (es führt halt auch nicht überall eine befahrbare Straße hin), vor allem in den Bergen sind portable Geräte oft die einzige Möglichkeit, die Empfangssituation zu checken.

Nun mangelt es aber gerade hier den meisten Geräten an dem *richtig guten* Empfang. Besonders in den Bergen, wo man mitunter zwischen sehr starken Signalen richtig schwache Sender rausfischen muss, muss der Empfänger die Brücke zwischen hoher Empfindlichkeit und guter Großsignalfestigkeit schlagen können.

Nun habe ich mit dem Sangean ATS 909 und dem Degen 1103 zwei relativ gute Portabelgeräte und auch den Grundig Satellit 700 konnte ich schon mal testen, aber letzterer war mir dann eigentlich schon zu groß und besonders ersterer , aber eigentlich alle, hatten so ihre Probleme mit Mischprodukten, wenn ein starker Sender (wie hier der Wendelstein) einstrahlt. Eine mangelnde Trennschärfe lässt sich ja mittels Filtermodifikation oft gut beheben, aber dagegen kann man nun kaum was machen.

Die Frage ist nun, was gibt es denn über diese Empfänger hinaus an guten Portabelgeräten? Denn im Grunde wurden sowohl Sangean ATS 909 als auch der Degen 1103 jeweils ein klein wenig gehypet. Erst hatte die quasi keiner, dann wollte jeder einen haben, so haben die dann auch einen gewissen Kultstatus erreicht. Aber man weiß ja nicht, welche Perlen da draußen noch unerkannt schlummern, die nur drauf warten, ihren Hype zu erleben. Wenn da also jemand einen Tipp hat, darf er den gerne hier nennen.

Interessant sind auch alte gebrauchte Kofferradios, sofern sie nicht allzu schwer und unhandlich sind und v.a. trennscharf sind. Auch eine Möglichkeit wären modifizierte Autoradios, wobei hier halt viele Geräte (wie z.B. Woodstock) aufgrund ihres immensen Stromverbrauchs für Portabelbetrieb ausscheiden (ich will ja keine Autobatterie mitschleppen).

Antworten:

Empfehlenswert ist auch der Grundig Yacht Boy 400 in der alten Ausführung in komplett schwarz. Der ist relativ easy zu modifizieren und hat meiner Meinung nach viel weniger Probleme mit Mischprodukten als der ATS909. Allerdings ist der nicht mehr ganz einfach zu bekommen. Der SANGEAN schmückt eigentlich nur noch meinen Nachttisch, er hat auch für die Holländer wieder etwas breitere Filter bekommen...



von hybrid - am 30.08.2005 11:20
Für ein etwas größreres Budget ist der AR5000 (evtl auch andere AOR) keine schlechte Wahl. Er läßt sich gut mit einem 12V-Akku betreiben. Bei Betrieb zieht er ca. 900 mA. Mit den gängigen 7 Ah-Akkus sind also gut 7 Stunden Betrieb drin.

von peeraxel - am 30.08.2005 12:50
Ich kann den Grundig YB400 auch empfehlen, ich habe ihn hier nun schon seit etwa 10 Jahren. Besitze die graue Variante. Wie schon hybrid schrieb, wenig Mischprodukte. Nach meinem empfinden eine ETWAS bessere Empfindlichkeit wie der ATS Sangean909. Davon konnte ich mich bei "vogelsberger" überzeugen, ich denke das kann er auch bestätigen ;)
Der YB ist zudem kleiner wie der Sangean, braucht allerdings auch ein paar mehr Batterien (wie es mit der Laufzeit aussieht, keine Ahnung, jedenfalls hält ein Satz Batterien im YB SEEEHR lange)
Trennschärfe muss man unbedingt mit besseren Filtern nachrüsten, aber ich denke das ist kein Problem hier ;) Ansonsten hat er wirklich sehr breite Filtern drin.
Großer Nachteil ist halt das fehlende RDS.



von Rosti 2.0 - am 30.08.2005 13:23
Ich würde auch den AOR AR-5000 empfehlen. Der Scanner ist federleicht und paßt problemlos in den Rucksack hinein. Bin gerade dabei, ein Ladegerät für die Akkus zu basteln, denn künftig will ich den AR-5000 bei DXpeditionen im Gebirge einsetzen. Angesichts der enormen Empfindlichkeit ist die Großsignalfestigkeit immer noch sehr gut, wenngleich sie nicht ganz an die des ICOM IC R-7100 heranreicht.



von MHM - am 30.08.2005 14:41
Der Woodstock 54 braucht auch nur 12V / 900 mA, wobei der ja als Doppeltuner arbeitet: DAB und UKW sind andauernd in Betrieb.

Ingo

von Ingo-GL - am 30.08.2005 15:08
MHM: Mhm, wenn man das nötige Kleingeld hat, ist der AOR eine nette Sache.
Aber so eben mal über 2000 Euro hinlegen...?

von PeterSchwarz - am 30.08.2005 18:34
@Peter Schwarz
Mit sehr viel Glück kriegt man einen gebrauchten AR-5000 für um die 1300 Euro, allerdings werden diese Kisten so gut wie nie in ebay angeboten. Neu kosten die 5000er je nach Version inzwischen bis zu 3600 Euro, vielleicht ist auch der Preis inzwischen nochmal gestiegen. Dafür kriegt man dann aber eine wirkliche DX-Maschine geboten. Mag sein, daß der 5000er in den Empfangsleistungen vom portablen Empfänger EB 200 von Rohde&Schwarz noch übertroffen wird, aber ein EB 200 kostet etwa so viel wie zehn AR-5000 zusammen und liegt damit nun wirklich jenseits von gut und böse...



von MHM - am 30.08.2005 20:20
Man sollte auch den Yachtboy 500 nicht vergessen. Dieser spielt empfangstechnisch auf jeden Fall mit dem Sangean ATS-909 in einer Liga - wenn man schmale Filter einbaut. Hervorzuheben ist die im Vergleich zum ATS deutlich schnellere und häufigere RDS-Dekodierung inklusive der hier serienmäßigen PI-Anzeige. Weiterhin ist der Klang, insbesondere bei Verwendung der Boost-Schaltung, besser als der des Koreaners.
Weitere Infos im Thread "Vergleich Sangean ATS-909 mit Grundig Yachtboy 500" vom Juli 2004 (Suchfunktion benutzen).

Bei einem Vergleich zwischen YB400 (unmod.) und ATS909 (unmod.) im Sommer 2002 haben mich die Empfangsleistungen des YB400 nicht so überzeugt. Mit dem ATS waren doch einige Empfänge mehr möglich.
@hybrid
Wie schlägt sich der Degen 1103 im Vergleich zum YB400? Beide haben bei Dir ja 80kHz-Filter und sind von daher gut vergleichbar.

von Ottensen FM - am 31.08.2005 06:11
@MHM :
Wo werden denn solche Geräte wie der EB 200 eingesetzt?
30.000¤ ?....für ein Gerät?
Dat Dingen interessiert mich :D

Chris



von Scrat - am 31.08.2005 06:31
@Chriss505
Die von Rohde & Schwarz anvisierte Kundschaft sind Behörden und Militär u.ä., die dat Dingen für Überwachungszwecke einsetzen wollen.

Außer dem portablen EB 200 gibt´s von R & S freilich noch weitere Breitbandscanner, die eher für den stationären Betrieb gedacht sind, z.B. der ESMB oder der ESMC.

Ich hab mal gehört, daß es gar nicht so leicht sein soll, als Privatkunde an diese Kisten heranzukommen. Aber ich denke, mit dem nötigen Kleingeld wird das schon irgendwie zu machen sein.

Tja, mich interessieren diese Kisten auch brennend und ich wäre mal an einem Vergleich mit Geräten wie AOR AR-5000 interessiert. Wenn ich mal groß bin, dann gewinne ich im Lotto und dann kaufe ich so ein Teil von R&S :D



von MHM - am 31.08.2005 07:36
Hier mal ein Bild von dem Dingen:



von Ottensen FM - am 31.08.2005 08:21
Hmm,schaut ja noch recht "übersichtlich" aus.....

Welchen Frequenzbereich hat den diese "Zauberkiste"?

Wohl von VLF über VHF bis EHF etc.alles dabei,oder? :D ;-)

von Scrat - am 31.08.2005 13:06
Interessant und passend zum Thema vielleicht auch folgende Seite:

http://www.dr-boesch.ch/radio/radio-index.htm



von Habakukk - am 31.08.2005 13:29
und das hier:
http://stephan.win31.de/kurzwell.htm



von Habakukk - am 31.08.2005 13:48

Der Degen 1103 ist das PERFEKTE tragbahre (NICHT PORTABLE BITTE ! WEG MIT DEN ANGLIZISMEN ;) )Radio, das beweisen meine ausgezeichneten Tropoempfaenge aus Korea mit Entfernungen von ueber 500 Kilometer ausgezeichnet !

von Marcin Wilk - am 31.08.2005 13:56
@Marcin:
Wieso Anglizismen? Portabel ist ja wohl ein deutsches Wort (wird wohl aus dem lateinischen stammen).... Ja, der Degen DE1103 ist sicherlich ein sehr guter Empfänger, v.a. für diese Preisklasse. Perfekt ist er aber z.B. deshalb nicht, weil ihm RDS fehlt. Ansonsten kommt er mir aber tatsächlich besser vor als der Sangean ATS 909. Ob er die Grundig Yachtboys 400/500 oder gar den Grundig Satelliten 700 schlagen kann, kann ich mangels Vergleichsmöglichkeit nicht beurteilen. Und auch den Sangean ATS909 schlägt der Degen nicht in ALLEN Punkten.

Nun: ohne deine Importbemühungen (vielen Dank nochmal dafür) hätte wohl fast keiner etwas über den Degen 1103 erfahren, denn obwohl es den ja nun auch schon einige Zeit gibt, kam er vor deinen Aktionen hier im Forum NICHT vor. Nun hat der DE1103 hier einen gewissen Hype erfahren, den zuvor der Sangean ATS909 erlebt hat. Das heißt aber nicht, dass da draußen nicht noch weitere gute Weltempfänger unerkannt schlummern, die nur drauf warten, ins Gespräch gebracht zu werden. Entsprechend interessiert es mich eben, ob vielleicht irgendjemand noch etwas weiß.

Besonders gelobt werden ja auch immer SONY ICF SW77 und die SONY ICF 7600er Serie (z.B. 7600 G). Diese haben ihre Stärken aber anscheinend eher im AM-Bereich und nicht so sehr im UKW-Bereich.

von Habakukk - am 31.08.2005 14:10
Hoffen wir doch einfach mal, dass es irgendwann eine chinesische Variante von Grundig gibt und eine Kundschaft für Geräte dieser Güteklasse. Vielleicht ist ja Degen auf dem Weg dorthin.
Bei Sony tut sich auf dem Gebiet der Weltempfänger schon seit Jahren nichts mehr, ganz abgesehen davon, dass sich Sony um den UKW-Empfang noch nie so besonders gekümmert hat, weder bei den Weltempfängern, noch bei den HiFi-Tunern, noch bei den Autoradios, die die ja auch mal im Programm hatten.

Ingo

von Ingo-GL - am 31.08.2005 15:05
Chriss505 schrieb:

Zitat

Hmm,schaut ja noch recht "übersichtlich" aus.....

Welchen Frequenzbereich hat den diese "Zauberkiste"?

Wohl von VLF über VHF bis EHF etc.alles dabei,oder? :D ;-)


Ja, die Kiste deckt so ziemlich alles ab, genauer gesagt lückenlos von 10 kHz bis 3 GHz.



von MHM - am 31.08.2005 17:14
@Ottensen FM: Deine Meinung zum YB 500 kann ich nicht teilen. Ich habe das Teil drei Jahre lang in Gebrauch gehabt und empfand ihn als ausgesprochen taub. Der Klang war zwar bedeutend besser als beim Sangean 909. Dennoch hat die mangelnde Empfindlichtkeit auf UKW dazu geführt, daß ich das gute Stück am Ende als Küchenradio benutzt habe, bevor er über ebay einen neuen Besitzer gefunden hat. Übrigens war er nicht nur auf UKW taub. Auch auf den anderen Bändern war nichts besonderes rauszuholen. Ich hatte ihn mehrfach im Urlaub dabei und war sehr enttäuscht davon, was die Kiste eingefangen hat. Da bietet der Sangean deutlich mehr. Gerade auch auf KW und LW.
Zudem habe ich seit einiger Zeit ein sehr gespaltenes Verhältnis zu Grundig-Geräten - diese scheinen nämlich eine "eingebaute Lebensdauer-Begrenzung" zu haben. Bei keiner Marke sind mir bisher so viele Elektrogeräte in derart kurzem Zeitraum in die Brüche gegangen wie bei Grundig. Und alles waren es Fehler, die eigentlich nie oder erst nach langen Jahren der Überbeanspruchung auftreten dürfen. Ein Radiorekorder bei dem die Kassettentasten nicht mehr rasten, ein Satellitenreceiver, der laufend seine eigene Programmierung vergisst, ein Weltempfänger (eben jeder YB 500), bei dem plötzlich das UKW-Teil komplett ausfällt, ein Fernseher, der plötzlich ein extrem blaustichiges Bild hat (aufgrund einer defekten Platine...)... also von Grundig bin ich jedenfalls kuriert!



von RadioNORD - am 31.08.2005 17:19
Marcin Wilk schrieb:

Zitat


Der Degen 1103 ist das PERFEKTE tragbahre (NICHT PORTABLE
BITTE ! WEG MIT DEN ANGLIZISMEN ;) )Radio, das beweisen meine
ausgezeichneten Tropoempfaenge aus Korea mit Entfernungen von
ueber 500 Kilometer ausgezeichnet !


Naja, bei guten Tropo-Bedingungen kannst Du auch mit einfach(er)em Equipment schon gute Erfolge feiern.

Der DE1103 ist sicher kein schlechtes Gerät, aber ihm fehlt beispielsweise RDS, was (nicht nur) beim Sporadic-E-Empfang fast unverzichtbar ist, außerdem würde ich von einem "perfekten" Empfänger erwarten, daß er beispielsweise 10kHz-Schritte anbietet, einen "echten" Lautstärkeregler besitzt und wesentlich weniger Intermodulationsprodukte hat.



von _Christoph - am 31.08.2005 18:06
Besonders gelobt werden ja auch immer SONY ICF SW77 und die SONY ICF 7600er Serie (z.B. 7600 G). Diese haben ihre Stärken aber anscheinend eher im AM-Bereich und nicht so sehr im UKW-Bereich.


Bei Sony tut sich auf dem Gebiet der Weltempfänger schon seit Jahren nichts mehr, ganz abgesehen davon, dass sich Sony um den UKW-Empfang noch nie so besonders gekümmert hat, weder bei den Weltempfängern, noch bei den HiFi-Tunern, noch bei den Autoradios, die die ja auch mal im Programm hatten.



Die Meinung kann ich bestätigen. Mein SONY ICF SW-11 (klein, leicht, ideal für's Reisegepäck) ist auf LW, MW und KW (9 Bänder von 60 m bis 13 m mit jeweils eigener Skala) richtig gut, aber vor dem UKW-Teil kann ich nur warnen...



von Manager. - am 31.08.2005 19:42
Laut Dr Boesch bedeutet das ja aber, daß man den 909 mit besseren Filtern durchaus empfehlen kann - und die meisten von uns haben die Kiste ja auch ein wenig getunet :-) Ich kann nur aus meiner Erfahrung sprechen. Und da sage ich: YB 500? Never ever...



von RadioNORD - am 31.08.2005 19:50
Ich plane zukünftig, ein Autoradio (UKW-only von Blaupunkt, latürnich mit SHARX) in ein Gehäuse zu stecken, das so mit Adaptern ausgestattet wird, dass man 4 stinknormale Lautsprecher anschließen kann, außerdem eine Antenne mit Standard-Buchsen, Line-In/Out über Cinch und Stromversorgung über eine 4-polige Molex-Buchse wie im Computer (da der Betrieb an 230 V über ein AT-Netzteil läuft, bietet sich sowas an). Vielleicht kommt noch ein kleiner Bleigelakku (in der Größenordnung 0,6-1,2 Ah) als Puffer rein, für "richtige" DX-Einsätze unterwegs kommt dann halt was größeres so um die 7 Ah in den Rucksack.

Als Antenne wird zum stinknormalen Radiohören eine solide Teleskopstange aus dem Autozubehörhandel dienen - und zum DXen muss ich mal sehen, wie ich eine HB9CV rucksacktauglich in 7 Teile zerlegen und elektrisch korrekt wieder zusammensetzen kann :-P

BTW: Hat eigentlich schon mal jemand ausprobiert, was so ein Blaupunkt-Digiceiver an Strom verbraucht? Da sind ja auch einige nette ICs drin, die sich sicher nicht mit 50 oder 100 mA abspeisen lassen...



von Hagbard Celine - am 31.08.2005 20:09
Mich erstaunt die "sehr gute" Bewertung des SW 55. Das wäre ja seit den seligen Zeiten des CRF-320 (na gut, der ist mit ca. 14kg trotz des Tragegriffs und des Batteriefachs auch nicht mehr so ganz portabel :-) ) der erste Sony mit ansprechenden Empfangsleistungen im UKW-Bereich).

Bis vor etwa 13 Jahren hatte ich einen 2001D. Dieser hatte einen hervorragenden AM-Teil, auf UKW konnte man eigentlich nur die Ortssender hören. Als dann Anfang 1992 der S700 erhältlich war, habe ich den Sony in Zahlung geben dürfen. Es eröffneten sich mir völlig neue FM-Welten. Für AM habe ich dann den kurze Zeit später herausgekommenen Lowe HF-150 gekauft, der dann noch besser als der 2001D war.

Die Panasonics kenne nur flüchtig.



von Ottensen FM - am 01.09.2005 06:57
Guten Tag allerseits!

Ich lese hier ab und zu mal mit und dachte mir, das ist eine gute Gelegenheit, mich zu registrieren: Ich habe Erfahrungen mit dem Panasonic RF-B45; das ist mein DX-Empfänger schlechthin und das schon seit über 10 Jahren. Ein Riesenvorteil bei diesem Gerät ist der stabile und durchdachte mechanische Aufbau, was Modifikationen wirklich einfach macht (keine Schnappverschlüsse, Gerät lässt sich offen mit Teleskopantenne betreiben und abgleichen etc.) Der UKW-Teil ist schon ab Werk sehr empfindlich und ziemlich grosssignalfest, die Trennschärfe jedoch schlecht, da 2 280kHz-Filter verbaut sind.
Ich habe anstelle des ersten Filters eine Kombination mit 4 110-er Filtern eingebaut, ergänzt durch einen 2-stufigen regelbaren Verstärker mit BFW92- und BF199-Transistoren. An der 2 Filterposition sitzt ein 56kHz-Filter. Damit lassen sich Sender meist ohne Probleme im 100kHz-Raster trennen, selbst die Trennung auf 50kHz gelingt recht ordentlich, wenn man die Antenne geschickt ausrichtet (z.B. Feldberg 104.0 / Monte Faeto 104.05). Italienische Sender sind damit hier im Raum Bern/Aaretal ohne weiteres zu empfangen, es kommt allerdings aufgrund deren starken Aussteuerung zu gewissen Verzerrungen. Sender aus der Schweiz und Deutschland klingen dagegen recht ordentlich.
Erwähnenswert ist noch der gute KW- und der sehr empfindliche MW-Teil, wo man mit Modifikationen ebenfalls noch einiges mehr herausholen kann.

von Adrian Böhlen - am 01.09.2005 07:53
@ tomfritz
Nochmal OT:
Deine Grundig-Geräte stammen alle auch aus der Zeit, als in Grundig Geräten eben auch noch Grundig-Technik steckte, was ja heute leider nicht mehr der Fall ist :-( ...



von WiehengeBIERge - am 01.09.2005 13:51
So, heute halte ich meinen nun mit 80khz Filtern von Jürgen Martens modifizierten Degen 1103 in Händen. Bin begeistert. Vom Klang kann man über den eingebauten Lautsprecher keine Verschlechterung feststellen. Und er trennt hier sauber in der Wohnung RTL Radio 97,0 vom Ortsender 97,1 Skyradio. OK, die 97,1 ist hier nicht wirklich als Ortssender zu bezeichnen :D Kriege jetzt auch noch weitere Polizeisender zwischen 106,8 und 108 herein. Nun gut, damit muß man wohl leben. Bin mal gespannt, was noch so geht.



von wavefinder - am 09.09.2005 19:10
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