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Nie realisierte Großsender

Startbeitrag von Wiesbadener am 28.09.2005 09:00

Im Genfer Wellenplan und in den Planungsschubladen der Rundfunkanstalten gibt es einige Grundnetzsenderplanungen, die nie realisiert wurden. Hierzu sammle ich einige Infos. Mir fallen spontan ein:

Hessen:

Sender Wasserkuppe (50 kW) -> Frequenzen wurden zum Telekom-Standort Heidelstein umkoordiniert

Sender Dillenburg (30 kW) -> sollte hr-Versorgungslücken im Dilltal, Aartal, Gladenbacher Bergland und Westerwald schließen, wo Sackpfeife und Feldberg verzerrt sind, wurde aber aus Kostengründen nicht realisiert, Frequenzen wanderten für FFH nach Driedorf, Angelburg und auf's Hohe Lohr und für den Hr auf die Sackpfeife (hr info 102,3).

Sender Wächtersbach (5 kW) -> wollte der hr nutzen, um Versorgungslücken im Kinzigtal zu schließen, wurde nie realisiert, statt dessen hilft der Heidelstein nun zusätzlich zum Feldberg aus, in Zukunft sollen Füllsender in Bad Orb und Schlüchtern die Situation weiter befriedigen, aber auch die sind erst mal aus Spargründen auf Eis gelegt

Brandenburg:

Sender Wiesental (bis 100 kW) -> alte DDR-Planung. Die Frequenzen wanderten zu den neuen Standorten Belzig (Brandenburg) und Wittenberg (Sachsen-Anhalt)

Die 50 interessantesten Antworten:

Zitat

Brandenburg:

Sender Wiesental (bis 100 kW) -> alte DDR-Planung. Die Frequenzen wanderten zu den neuen Standorten Belzig (Brandenburg) und Wittenberg (Sachsen-Anhalt)


Wo befindet sich dieses Wiesental?Du meinst sicherlich die Stadt Wiesenburg südwestlich von Belzig.



von Steffen_K1 - am 28.09.2005 09:36
*LOL* @ jkr:

Beim ersten Posting in diesem Thread kann man das beinah vermuten - das hat schon Obelixx-Qualitäten. Aber wir kennen unseren Wiesbadener ja... Ich denke mal, da ist nichts zu befürchten.



von RadioNORD - am 28.09.2005 10:45
Keine Angst, ich werde kein Buch zu dem Thema schreiben. Dachte halt nur, dass es ein Thread wäre, wo man untereinander Wissen austauschen kann.

Ach ja, natürlich war Wiesenburg gemaint :-)

von Wiesbadener - am 28.09.2005 10:50
Der "Sender Wiesenburg" wurde lange Zeit noch in diversen UKW-Sendetabellen als geplant gelistet.Die genauen Frequenzen weiß ich leider nicht mehr,aber es waren Frequenzen vom heutigen Sender Wittenberg und Belzig dabei.

Dieser Sender wäre für den Raum Wittenberg sehr optimal und notwendig,weil Wiesenburg durch den Fläming hoch liegt und Wittenberg eher niedrig.Wittenberg war zu DDR-Zeit mit DDR-Rundfunkempfang nicht optimal versorgt.Es waren zwar drumherum Großsender (Berlin,Cottbusleipzig und Brocken)aber die Feldstärke war mobil meistens zu gering,um rauschfreien Empfang zu bekommen.Auf dem damaligen Sendemast auf dem Gallunberg (dieser alte Sendemast wurde im letzten Jahr abgerissen),wurde nur DDR 1 und Ende der 80er DDR 2 verbreitet.

Mich hätte es interessiert,wenn es zu diesen Großsenderbau bei Wiesenburg gekommen wäre,für eine Bauform in Frage gekommen wäre.Ich vermute mal, einen Standartturm , wie
z.B. in Cottbus/Calau oder auf dem Helpterberg.



von Steffen_K1 - am 28.09.2005 11:22
@ Wiesbadener:

- Sender "Schwarzer Grat" mit bis zu 100 kW als Ersatz für Waldburg (SWF) => Bau durch Naturschützer verhindert
- Sender "Donau/Iller" nähe Riedlingen mit 5 kW => ist heute Funzelstandort "Donautal"
- Sender "Arber" 4 QRGs mit 1 kW für BR 1 bis 4 => bis heute kein UKW-Sender

Weitere Details gefällig?

von Manager. - am 28.09.2005 11:44
- Sender "Donau/Iller" nähe Riedlingen mit 5 kW => ist heute Funzelstandort "Donautal"
Weitere Details gefällig?

Ja, sehr gerne, von diesem mal geplanten Sender weiss ich noch nicht(s). Wo genau wäre dieser Sender denn geplant gewesen?



von dxbruelhart - am 29.09.2005 03:48
Die Hohe Wurzel war für RPR 1 und RPR 2 als Standort mit 20 KW koordiniert. Aber wurde durch den EInspruch von Hessen( Begründung Rhein Main Gebiet wird versorgt) nie realisiert. Der Jetztige Standort Ober Olm strahlt noch mehr ins Rhein Main Gebiet herein.

107,7 in Blaschatte war eigentlich in Dudelange mit 100 KW koordiniert, aber duch Einnspruch der Flugbehörde nie verwirklicht.

In Lothringen ist Forbach 102,3 derzeit Europe 2 mit 100 KW koordiniert wird jedoch nur mit 1 KW rund betrieben.

von Marcus. - am 29.09.2005 11:51
Forbach 102,3 mit 100 kW trotz Weinbiet 102,2 - das wäre spaßig, wahrscheinlich selbst bei Richtstrahlung noch !

Gruß, Stefan

von Stefan Z. - am 29.09.2005 12:28
Richtung Weinbiet gehen nur 27 dbw raus, also 500 w. Richtung Norden 40 KW. Richtung Südost, Süd, West und Nordwest gehen die vollen 100KW raus

von Marcus. - am 29.09.2005 12:50
@dxbruelhart:
mit "Donau/Iller" ist sowohl der Standort Riedlingen/Österberg gemeint gewesen, von wo aus heute auf 106,2 gesendet wird als auch die bekanneten Standorte bei Ulm (Ermingen und Kuhberg). In alten Frequenzlisten (Siebel, 1. Auflage) findet sich die Planung 105,9 für "Donau/Iller" (ich meine nicht nur 5, sondern sogar 10 kW. Die 106,2 (500 W) taucht in den Listen am Standort Ulm auf. Das letzte Mal wurde der Standort bei der ersten Neustrukturierung des baden-württembergischen Privatfunks (Schaffung von Bereichs- und Lokalsendern Mitte der 1990er Jahre) erwähnt, hier sah die erste Planung den Einsatz der 105,9 in Riedlingen und der 106,2 in Ulm vor.

von Joachim M. - am 29.09.2005 16:06
@ dxbruelhart:

Aus Genf '84:

Donautal 92,8 0,1 kW ND 9E30 48N14
Donau/Iller 105,9 10 kW D 9E30 48N14


Die 92,8 ging dann auch noch in den 80ern für SWF3 (heute SWR3) mit 100 W in Betrieb.
Die 105,9 wurde erst ab der zweiten Linzensierungsperiode in BaWü (nach dem 01.10.94) für Radio 7 Melody >>> radio donau 1/die Welle >>> Donau 3 FM genutzt, aber nicht am ursprünglichen Standort, sondern in Ulm-Ermingen mit zunächst 5, inzwischen 10 kW.

von Manager. - am 29.09.2005 16:15
Im Chiemgau sollte ein 500kW Grundnetzsender für ZDF/BFS gebaut werden, K34 und K48, wurde nie gemacht, sondern ein Umsetzer am Wendelstein. Heute nutzt DVB-T die Kanäle.



von Terranus - am 29.09.2005 16:56
Welche Leistung wurde vom Wendelstein gefahren? Selbst 500 w haben von dort aus schon ein gute Reichweite

von Marcus. - am 29.09.2005 16:59
Einen hab ich noch: :-)

Soest 100,9 10 kW (so in Genf'84 geplant) => war die für BFBS vorgesehen??

=> wird heute eingesetzt mit 1 kW von Möhnesee-Körbecke für Hellweg-Radio

von Manager. - am 30.09.2005 04:25
Soest 100,9 10 kW (so in Genf'84 geplant) => war die für BFBS vorgesehen??
Zitat

Soest 100,9 10 kW (so in Genf'84 geplant) => war die für BFBS vorgesehen??


Nein, der Sender Soest war Teil einer 6. UKW-Kette, zu der auch Langenberg 97.6, Teutoburger Wald 88.1, Münster 95.4, Nordhelle 102.7 u.a. gehört hätten. Diese Kette wurde dann zu Gunsten der Lokalsender geopfert.

73 de Uli

von ulionken - am 30.09.2005 05:55
In die Reihe mit Soest passt auch noch die "geschlachtete" 107,5 die für Bielefeld koordiniert war und mittlerweile von Radio NRW an verschiedenen Standorten genutzt wird.

von Staumelder - am 30.09.2005 06:54
Nicht ganz, denn Bielefeld 107,5 war nie Teil der 6.UKW-Kette, die bereits vollständig an den WDR vergeben wurde. Neben den von Uli aufgeführten Frequenzen waren das nur noch 102,4 Bonn, 103,7 Kleve (sind dann letztlich für WDR1 doch beim WDR geblieben) und 92,7 Aachen (erst WDR-Ausländersendungen, jetzt Lokalfunk).



von Kroes - am 30.09.2005 10:02
Irgendwo hatte ich mal was von Torfhaus 100,4 gelesen - daraus wurde dann anscheinend 100,3 für den Drachenberg. Die 100,4 am Torfhaus hätte auch bestimmt große Probleme mit der 100,5 vom Bielstein bekommen.



von Olli / Widen - am 30.09.2005 10:19
@ Olli:

Ja, das stimmt.
Torfhaus 100,4 war mit 100 kW und Richtstrahlung für RIAS 1 geplant. Die deutsche Einheit kam dann aber schneller...

von Manager. - am 30.09.2005 12:18
Gibts den Plan von 1984 irgendwo zum Nachlesen? Mein erster Blick via Google war nicht wirklich erfolgreich...

von Staumelder - am 30.09.2005 14:23
Zitat

Münster 95.4


Mit welche leistung darf diese frequenz betrieben werden?



von Jassy - am 30.09.2005 15:37
Wie sieht es mit nie realisierten Grossender auf MW und LW aus?

Ich denke hier an irgendwelche groessenwahnsinnige Plaene in der Hitler-Zeit....

von 102.1 - am 30.09.2005 17:27
Zitat

Das wär mal geil gewesen.....


ja das dachte ich auch :-)



von Olli / Widen - am 30.09.2005 18:25
Zitat

Wie sieht es mit nie realisierten Grossender auf MW und LW aus?

In der "Hitler-Zeit" wurden ziemlich alle Senderpläne auch umgesetzt. Damals reichten außerdem 100 kW für eine zufrieden stellende Fernversorgung. Lediglich auf LW gab es drei 500 kW-Sender: Herzberg, 2 x Moskau.

Danach zeigte sich die BRD immer eher zurückhaltend, was leistungsstarke Sender betraf. Die DDR war weniger zurückhaltend, setzte aber ihre High-Power-Projekte in den 1970er-Jahren auch um. Lediglich Neubrandenburg auf 657 kHz mit 2000 kW kam nicht zur Ausführung. Dort sollte auch noch der Sender von RBI auf 1575 kHz mit 500 kW aufgestellt werden.

von Wasat - am 30.09.2005 18:31
Auch die 105,8 war mal für BN-Venusberg in Planung. Bin nicht mehr sicher ob das 50 KW waren. 105,8 Bonn habe ich noch in Kopf gehabt. Heute durch die Lokalsender aufgeteilt für Radio Erft 105,8 Köln-Colonius und 105,7 Radio Berg von Waldbröhl,beide mit 1 KW ERP und Richtstrahlung.



von DJ Taifun - am 30.09.2005 18:38
Zitat

Nie realisierte Großsender


105,2 Ismaning :D

von Schwabinger - am 30.09.2005 20:01
Kommen wir mal zum Thema aufgegebene Großsender ,ich verstehe bis heute nicht warum der MDR die Frequenz 98.5 (100kw) vom Standort Leipzig Wiederau damals aufgegeben hat !? Wieviel Funzeln hätte dieser
Sender uns erspart wenn man zum Beispiel MDR Info dort aufgeschalten hätte oder halt Sputnik.

von Hallenser - am 01.10.2005 14:35
Zitat

quote:

Wie sieht es mit nie realisierten Grossender auf MW und LW aus?



In der "Hitler-Zeit" wurden ziemlich alle Senderpläne auch umgesetzt. Damals reichten außerdem 100 kW für eine zufrieden stellende Fernversorgung. Lediglich auf LW gab es drei 500 kW-Sender: Herzberg, 2 x Moskau.


Nun, der auf der Zugspitze wurde nicht mehr umgesetzt, nur den Berg hat man einige Meter kürzer und kaputter gemacht durch die Sprengungen.

Ein MW-Sender auf der Zugspitze war funktechnisch ja auch Unsinn. 3000 Meter Erdleitung? Und UKW gabs damals noch nicht.

von Der kleine Pirat - am 03.10.2005 08:21
Zitat

ich verstehe bis heute nicht warum der MDR die Frequenz 98.5 (100kw) vom Standort Leipzig Wiederau damals aufgegeben hat !?


Dann hätte man die 98,4 (Radio SAW) vom Standort Wittenberg eine andere Frequenz erteilen müssen.Denn die 98,4 kann man noch in Leipzig gut empfangen.



von Steffen_K1 - am 03.10.2005 08:56
Ich denke das wäre Anfang der 90`er kein Thema gewesen und auch für die 98.5 (Lobenstein)Landeswelle und 98.5 (Keula)
MDR1 Thüringen hätte sich sicher was anderes gefunden !

von Hallenser - am 03.10.2005 09:37
Was den Donau/Iller-Sender angeht.
vermutlich hat man einach gemerkt, daß man vom Standort Ulm aus mehr Einwohner erreichen kann und hat dann hier die leistungsstärkere Frequenz eingesetzt. Die 106.2 musste dafür nach Riedlingen wandern, wo sie sehr mit dem Rigi zu kämpfen hat. Für die Stadt selbst und ein paar Käffer im Donautal tut sie es aber wohl.

von Peter-Schwarz - am 03.10.2005 10:08
@ Manager und andere:
Die 100,9 war eigentlich für Olsberg mit 10kW koordiniert und nicht für Soest! Ich denke normalerweise hätte da WDR3 gesendet.
Für Soest waren 107,2 mit 10kW und die 87,8 mit glaube ich auch 10kW geplant!

von Homer^J - am 03.10.2005 16:04
@Homer^J: Das stimmt so nicht ganz - vielleicht war in den 80ern mal 100,9 Olsberg angedacht. An den WDR per Verordnung vom 30.Mai 1990 wurde aber 100,9 Soest mit effektiver Antennenhöhe 236m und Rundstrahlung zugewiesen.
Im Rahmen des Rundfunkänderungsgesetzes vom 22.September 1992 wurde diese Zuweisung dann aufgehoben und die 100,9 mit nur noch 1 kW und 212m Effektivhöhe (auch Rundstrahlung) an die damalige LfR zur Lokalfunkversorgung weitergegeben. Letzteres dürfte auch eher hinkommen, denn die Antenne hängt nicht auf den koordinierten 50 Metern (10 kW sind international auch noch zulässig), sondern laut http://emf.bundesnetzagentur.de/gisinternet/regtp/standort.aspx?FID=115380 nur auf 35 Metern.

Möglicherweise gab es also wirklich solche Planungen (wie auch 107,2 Soest - jetzt Ederkopf - und 87,8 Soest - vorher Werl, jetzt Dortmund), aber das waren dann nur Gedankenspiele am Schreibtisch und wurden nicht offiziell bis zum Ende durchgezogen. 100,9 Soest an den WDR dagegen schon, nur war die eben nie in Betrieb.



von Kroes - am 03.10.2005 16:25
Re Sender Wächtersbach (5 kW):
Welche Frequenzen waren dafür geplant? Hier war mal vor einiger Zeit zu lesen daß der hr Ende der 80er einen Großsender mit den Wasserkuppefrequenzen im Nordspessart / Kinzigtal aufbauen wollte weil Wasserkuppe nicht zu realisieren war (Militär, Radar). Hätte man die 4 QRG's aus der Rhön geschlachtet und mit nur 5 kW betrieben?
Re 107,2 Soest:
Die 107,2 Ederkopf war sicherlich aus Genf 84. Im Raum SO ist der Ederkopf nur schlecht empfangbar.
Anstelle von Olsberg wäre sicher auch Stimmstamm, das ist der gut 500m hoch gelegene FMT nördlich von Meschede, sehr interessant gewesen. Das obere Ruhrtal hätte man auch von dort sehrt gut versorgt und noch weite Teile der Soester Börde gleich mit. In Meschede ist so Olsberg noch nichtmal der beste Versorger, Nordhelle ist i. d. R. besser zu empfangen und Arnsberg braucht bereits wieder einen Füllsender.
[Halb-OT] Auch interessant für eine Kette in Ostwestfalen: 10 kW MES-Stimmstamm, 4 kW Bielstein und Bielefeld-Hünenburg (z. B. 88,1) und die üblichen Füller in Lübbecke, Höxter und Warburg.

von Thomas (Metal) - am 03.10.2005 16:51
Auch die 105,8 war mal für BN-Venusberg in Planung. Bin nicht mehr sicher ob das 50 KW waren.

@ DJ Taifun:

Ja, 50 kW waren geplant.


verstehe bis heute nicht warum der MDR die Frequenz 98.5 (100kw) vom Standort Leipzig Wiederau damals aufgegeben hat !

@ Daniel1:

Der neugegründete MDR brauchte damals eine reichweitenstarke Frequenz für MDR 1 Radio Thüringen in Nord-Thüringen, da vom Brocken ja das "falsche" Landesprogramm ausgestrahlt wurde. daher die Verlagerung der 98,5 nach Keula mit 20 kW.


@ Homer^J:

Die 100,9 war eigentlich für Olsberg mit 10kW koordiniert und nicht für Soest!

Aus dem Genfer Wellenplan:
Soest 100,9 10 kW ND 8E05 51N30


Die 107,2 Ederkopf war sicherlich aus Genf 84.

@ Thomas (Metal):

Ja, die stammt aus Genf '84.

von Manager. - am 03.10.2005 19:34
Hier einige Frequenzen mit 1 kW und mehr, die nie vom ursprünglich koordinierten Senderstandort betrieben wurden:


geplanter Standort QRG kW tatsächlicher Standort

Donau/Iller 105,9 10 Ulm-Ermingen
Kehl-Neumühl 107,4 5 Lahr
Schwarzer Grat 98,7 100 Grünten
Schwarzer Grat 103,0 50 Grünten
Waldburg 103,9 1 Iberger Kugel
Schwarzer Grat 105,0 50 Iberger Kugel
Arber 87,9 1 Radio AWN
Arber 98,8 1 98,7 Deggendorf-Hochoberndorf
Arber 101,5 1 Freyung
Arber 104,0 1 Seubersdorf
Hohenpeißenberg 106,3 25 Eisenberg b. Pfronten
Ismaning 102,7 25 Zugspitze
Ismaning 105,2 25 Isen
Ismaning 107,2 10 M-Olympiaturm
Passau 107,4 1 Pfarrkirchen
Glattbach b. Asch'burg 100,5 1 100,4 Aschaffenburg
Wiesenburg 88,1 30 Wittenberg
Wiesenburg 91,3 30 Leipzig
Wiesenburg 101,6 100 Wittenberg
Wiesenburg 104,0 100 Wittenberg
Ronneburg 106,5 30 Leipzig-Wiederau
Kulpenberg 98,8 2 Naumburg
Kulpenberg 100,1 20 Sondershausen
Sonneberg 104,5 ? Keula
Dillenburg 100,0 30 Angelburg
Dillenburg 102,3 30 Biedenkopf
Dillenburg 106,8 30 Driedorf
Dillenburg 107,7 30 Hohes Lohr
Rimberg 103,7 50 Habichtswald
Wasserkuppe 100,9 50 Rhön
Wasserkuppe 104,8 50 Vogelsberg ===> Rhön
Wasserkuppe 106,2 50 Rhön
Wasserkuppe 107,3 50 Rhön
Würzberg 107,0 5 Darmstadt
Schwerin 97,4 2 Röbel
Torfhaus 100,4 100 100,3 Braunschweig
Bielefeld 107,5 70 diverse Kleinsender
Bonn 105,8 50 Köln
Bonn 107,1 1 Köln
Ederkopf 105,2 15 105,4 Hohe Hessel
Bärbelkreuz 106,9 20 Schleiden
Hohe Wurzel 100,6 20 Ober-Olm
Hohe Wurzel 104,5 20 Ober-Olm
Hohe Wurzel 105,2 1 Ober-Olm ===> Mainz-Kastel
Bernburg 91,1 2 Magdeburg
Bernburg 104,4 2 Halle/S.
Dequede 104,3 100 Pritzwalk
Wittenberg 91,9 30 Belzig
Wittenberg 99,3 30 Belzig
Bliestal 105,0 5 Neunkichen/Saar

Ergänzungen und Korrekturen sind erwünscht.

von Manager. - am 03.10.2005 20:20
Teutoburger Wald 88,1 (100 kW mit dicken Einzügen) -> 88,1 Eggegebirge und 87,9 Bielefeld-Uniradio

Ederkopf 105,2 nicht nur Hohe Hessel 105,4 (sind interessanterweise beide im Frequenzplan drin), sondern auch Lindlar 105,2



von Kroes - am 03.10.2005 20:48
Teutoburger Wald 88,1 gab's ja tatsächlich und fehlt deshalb in meiner Auflistung.

von Manager. - am 03.10.2005 21:00
Teutoburger Wald 88,1 gab's ja tatsächlich und fehlt deshalb in meiner Auflistung.

von 88,7 MHz - am 03.10.2005 21:07
@ Toucher:

Ja, so war das.

von Manager. - am 03.10.2005 21:16
"Hohenpeißenberg 106,3 25 Eisenberg b. Pfronten"

Daraus entstand eigentlich hauptsächlich auch 106,4 Fürstenfeldbruck 2kW.

von Habakukk - am 04.10.2005 08:28
aus Österreich sind mir noch bekannt:

106,0 Dobratsch 125kW
105,1 Schöckl 100kW
107,1 Rechnitz 6kW
107,8 Wien 1 100kW (wegen Flughafen???)
105,3 Schärding 8kW (wäre wohl mit 105,3 Högl kollidiert)
107,6 Salzburg-Gaisberg 100kW (katastrophal wegen 107,7 Hochries, heute über 107,4 nun 107,5 vom Plainberg (nur 500W))
107,9 Linz 1 100kW (jetzt in Liebenau (R.OÖ), dort wären 5kW erlaubt, eingesetzt werden aber nur 250W)
102,8 Kitzbühler Horn 5kW (heute 102,9 Hahnenkamm 100W)

Und apropos Schärding: die 99,5 von Radio Oberösterreich dürfte mit bis zu 50kW betrieben werden, allerdings stark gerichtet, weshalb man wohl lieber die 4kW mit "weicher" Richstrahlung verwendet hat.

Die 103,4 von Life Radio Tirol (derzeit 8kW vom Rangger Köpfl) hätte eigentlich mit 50kW am Patscherkofel betrieben werden dürfen.

von Habakukk - am 04.10.2005 08:36
Sackpfeife 103,2 => Habichtswald

@ tomfritz:

Hab ich (wie alle späteren Umkoordinierungen) weggelassen, weil die 103,2 anfangs ja tatsächlich von der Sackpfeife (= geplanter Standort) betrieben wurde.



Seubersdorf 104,0 ist falsch. Dort sendet man auf 94,0 mit 1 kW

@ jkr:

Sorry, hab ich verwechselt.

Die 98,8 wurde für Burglengenfeld für Charivari hergenommen

Das passt auch viel besser. Danke.

Ochsenkopf 104,3: Bayreuth-Oschenberg mit 10 kW

Da war ich unsicher, ob Radio Mainwelle anfangs nicht doch vom Ochsenkopf kam?
Hab in meinen Unterlagen einen Eintrag Ochsenkopf 104,3 / 5 kW. Kann aber auch falsch sein. :confused:



Hohenpeißenberg 106,3 25 Eisenberg b. Pfronten"
Daraus entstand eigentlich hauptsächlich auch 106,4 Fürstenfeldbruck 2kW.


@ Andalus:

Richtig, den muss man in dem Zusammenhang schon erwähnen.

von Manager. - am 04.10.2005 15:23
Zitat

Hohenpeißenberg 106,3 25
Eisenberg b. Pfronten"
Daraus entstand eigentlich hauptsächlich auch 106,4
Fürstenfeldbruck 2kW.


@ Andalus:

Richtig, den muss man in dem Zusammenhang schon erwähnen.


In diesem Zusammenhang fiel wohl auch 106,3 Lindau flach, aber ok, das ist auch nur eine Funzel.

von Habakukk - am 04.10.2005 15:30
Zitat
Kroes
Nicht ganz, denn Bielefeld 107,5 war nie Teil der 6.UKW-Kette, die bereits vollständig an den WDR vergeben wurde.


War einst eine 6. UKW-Kette für den WDR im Gespräch?
Was für ein Programm war da geplannt? Weiß da jemand was dazu? Oder wurde nur die Sendekette geplant?

von Radionicki - am 10.03.2006 15:37
War da geplant Funkhaus Europa landesweit auszustrahlen?

von Radionicki - am 10.03.2006 15:40
FH Europa war damals vermutlich noch nicht einmal in den kühnsten Träumen von WDR-Verantwortlichen existent :) Die Welle entstand letztlich doch nur, weil man schnell ein Programm brauchte, um die 103,3 zu belegen. Dass man "Integrationswellen" politisch extrem schlecht absägen kann, ist natürlich ein unbeabsichtigter Nebeneffekt :)

von -Ole- - am 10.03.2006 17:27
Hier in unmittelbarer Umgebung würden mir der FMT Gütersloh sowie der FMT auf dem Köterberg einfallen, die aufgrund ihrer enormen Größe auch für UKW in Frage kommen würden. Leider sind mir aber keine Frequenzen bekannt, deren Belegung geplant gewesen ist. Momentan gibt´s dort nur Mobilfunk- und Richtungantennen sowie div. AF-Relais.

von LukeDX - am 10.03.2006 21:09
@Radionicki: Das mit der 6.Kette war nicht ganz richtig - es war die Fünfte. Dafür wurden aber dann letztlich ja weitere Frequenzen - viele eben auch über 104 MHz, die anfangs nicht mit voller Leistung genutzt werden durften - koordiniert und ein Teil der ursprünglich geplanten Frequenzen dieser Kette für Lokalfunk geschlachtet.

@LukeDX: Der FMT Gütersloh hat doch früher Radio Gütersloh auf 107,4 MHz mit 60 Watt abgestrahlt - jetzt ist für den Standort (oder doch das Rathaus?) die 95,9 mit 50 Watt geplant.

von Kroes - am 11.03.2006 10:24
Hallo,

gab es zu DDR-Zeiten Senderpläne für die Region Müritz (Mecklenburger Seenplatte)? Heute wird diese Region ja vom Sender Röbel versorgt. Dort war ja zu DDR-Zeites nur schlechter Fernseh- und Radioempfang.


Gruß Steve-o

von Steve-o1987 - am 14.03.2006 13:03
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