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CDU-NRW will BFBS nur auf Kassette

Startbeitrag von Klausi69 am 17.04.2003 16:44

"BFBS sollte seine Sendungen besser auf Kassette aufnehmen und an die nicht einmal 10 000 britischen Soldaten in NRW per Post verschicken", fordert der medienpolitische Sprecher der CDU- Landtagsfraktion, Lothar Hegemann.
Inzwischen befasst sich laut Düsseldorfer Staatskanzlei ein britischer Arbeitsstab auf Generalsebene mit der Frage, ob BFBS auch künftig seine flotten Musikshows über die landesweite UKW-Frequenz senden wird. Erste Ergebnisse werden in einigen Monaten erwartet.

Kompletter Text unter http://www.ksta.de/servlet/ContentServer?pagename=ksta/page&atype=ksArtikel&aid=1050257848590

Antworten:

Da kann man eigentlich nur hoffen, dass BFBS auf seinem Standpunkt verbleibt. So gut ich das DLR finde, BFBS ist für ihr Sendegebiet einfach unverzichtbar. Andernfalls könnte man ja in Niedersachsen, Hacksen-Anstalt und NRW gleich das Radio ausbauen - und ja, ich finde die WDR-UKW-Programme besser als 90 % der anderen deutschen Radios.

Also: Von mir aus könnte BFBS weiterhin auf 93.0-96.5-97.6-103.0 senden.

von Ole- - am 17.04.2003 16:55
BFBS muss bleiben, ehrlich gesagt habe ich in NRW nach Jahren wieder zu BFBS zurückgefunden.

Anfang der 90er, damals ging Radio Duisburg als erster Privater in NRW auf Sendung , war ich auf das Programm gespannt, habe auch einige Jahre lokal mein Ohr an die diversen Lokalradios angelehnt. BFBS habe ich leider verdrängt gehabt. Aber seit 2001 höre ich wieder die ultimative Music-Farbe des Senders BFBS Radio 1 in NRW. BFBS war schon immer hier bei den NRW - Hörern seit den früheren 70ern (neben RTL auf Mittelwelle ) im UKW Band gern gehört. (Flotte Mukke)

Ich erinner nur an die Tony Blackbournn Show- die jetzt wieder in England auf diversen Stationen mit verdammt guter Mucke läuft.

von sun - am 17.04.2003 17:19
BFBS gehört in NRW ins DAB und nicht auf UKW. Nur habe ich einiges dagegen, dass die Frequenzen an D-Radio gehen. Wir benötigen in NRW eine weitere private Hörfunkkette.

von M. Schirmer - am 17.04.2003 19:16
M. Schirmer schrieb:

Zitat

BFBS gehört in NRW ins DAB und nicht auf UKW. Nur habe ich
einiges dagegen, dass die Frequenzen an D-Radio gehen. Wir
benötigen in NRW eine weitere private Hörfunkkette.


Ihr tut immer so als sei alles schon beschlossene Sache.
Wenn dann passiert das nur mit freiwilliger Zustimmung der BFG.
Zudem deren Tage in Deutschland sowieso bereits gezählt sind.

von AFN BE KENNER - am 17.04.2003 19:20
Ich fänd's schade wenn BFBS tatsächlich die UKW-Frequenzen in NRW räumen müsste. Ich bin zwar selten in Zentral-NRW unterwegs aber wenn es mich doch einmal dorthin verschlägt dann nur mit 96,5; 97,8 oder der 103,0 im Radio. BFBS bringt frischen Wind in die in meinen Augen relativ trostlose nordrhein-westfälische Radiolandschaft. Mich würde mal interessieren welches Programm mehr Hörer anzieht: BFBS R1 oder eins der beiden DLR's. Aus meinen Erfahrungen/Beobachtungen denke ich dass BFBS R1 das Rennen macht :-) Geht mir übrigens genauso. Auch wenn ich im Überschneidungsgebiet von NDR, WDR, NRW-Lokalfunk, Radio Bremen, HRA NDS und ffn wohne und somit eigentlich genug Auswahl habe, höre ich am liebsten BFBS R 1.

Andere Möglichkeit wäre eine Neuordnung des UKW-Bandes. So liesse sich auch in NRW Platz für die DLR's UND BFBS schaffen...

von Staumelder - am 17.04.2003 19:45
BFBS 1 muss bleiben! Diese NRW-Lokalsender wo überall das gleiche läuft (dank radio nrw) hört sowieso keiner... ;)

von Tester - am 17.04.2003 21:07
@Tester:

Ja, Ja, wenn mehr als ein einviertel der Bevölkerung "keiner" ist.

von M. Schirmer - am 17.04.2003 21:35
Dieses Viertel der Bevölkerung hört das aber nur, weil auf den Billig-Aldi-Radios nichts anderes als der Lokalsender vom Sendemast am eigenen Bahnhof reinkommt...Diese NRW-CDU soll mal ganz still sein, und dafür sorgen, dass neben BFBS auch noch andere hörbare Radiosender auf die NRW-Frequenzen kommen. Aber wahrscheinlich denkt man bei diesem Haufen noch nicht mal darüber nach, dass eventuell auch andere Leute ausser den Briten BFBS hören könnten...naja, Politiker halt...

von Kroes - am 17.04.2003 22:34
Unsere Politiker machen alles kaputt. :mad:

von ??? - am 17.04.2003 23:21
Unter der Rubrik "Aktuelles" auf seiner Homepage fordert der o.g. CDU-Herr Hegemann ein "entschiedenes Handeln der Landesmedienanstalten" gegen das "voyeuristische Spektakel" Big Brother. Ach ja, sehe gerade, dass der Artikel vom März 2000 stammt.

von Klausi - am 18.04.2003 07:40
Seltsam - sobald die "Sauregurkenzeit" anbricht, verbreiten irgendwelche Hinterbänkler Nonsens, der freudig in den Medien verbreitet wird.
Ein tagesaktuelles 24 Stunden Programm auf Diskette zu verschicken, diese Aussage zeigt doch schon den Sachverstand. Was tut man nicht alles, um im Gespräch zu bleiben.

BFBS soll da bleiben, wo es ist. WDR 2 kann man ja entlang der Autobahn über Lautsprecher verbreiten und schon gibt es freie Frequenzen. ;-))

von Dieter - am 18.04.2003 11:03
Warum hat man gerade BFBS diese Drohung gemacht? Es gäbe durchaus auch andere Sender mit denen man so verfahren sollte!

von Obelixx - am 18.04.2003 19:40
Obelixx schrieb:

Zitat

Warum hat man gerade BFBS diese Drohung gemacht? Es gäbe
durchaus auch andere Sender mit denen man so verfahren sollte!


In Bayern würde die CSU dem treuen Partner und Freund Amerika
niemals mit Entzug der AFRTS Freqs drohen. Ehr bekommen die noch welche dazu, wenn sie welche brauchen. :)

von AFN BE KENNER - am 18.04.2003 19:54
Es kommt m.E. - wie so oft - darauf an: Wenn man die BFBS Frequenzen dazu benutzen würde, im letzten, hinterweltlerischen Bundesland auch mal wenigstens einen einzigen Privatsender zu lizenzieren (vgl., was die Niederlande mit gleicher Bevölkerungszahl und geografischer Größe hinkriegen), wäre ich für die Abschaltung von BFBS am morgigen Tage. So, wie das Land aber regiert bzw. verwaltet wird, geht die 96,5 bestimmt mit 1 kW an Radio EN, um Versorgungslücken im Wodantal zu schließen, bestenfalls an Deutschlandradio Berlin. Die 103,0 ginge bestimmt an Funkhaus Europa. Und nur darum: "Dear Mr. Blair, please leave BFBS R1 on air!"

von raschwarz - am 19.04.2003 07:35
Sowas ähnliches gab's ja schon mal in NRW.

Als 1997 Phoenix on air ging sollte Kabel 1 aus dem Kabelnetz in NRW fliegen um Platz für Phoenix zu machen.

Das kam damals sogar in den Nachrichten. Da sagte auch so ein (wohl unbedeutender) Politiker, daß "der Faktor Unterhaltung weitgehend im Kabel vertreten ist". Dem Argument, warum aber x Dritte Programme im Kabel sind, konnte allerdings selbst dieser "Schwafelkopf" nichts entgegenbringen.

von Kay Bartholomäus - am 19.04.2003 08:40
...Und da fällt mir noch was ein.

1994 (kann auch 1995 sein) wurde in den Nachrichten ebenfalls eine "innovative" Idee eines Schwafelkopfes / Politkers vorgestellt.

Er wollte per Gesetz alle jugendorientierten Hörfunksender dazu verdonnern, deutsche Volks- und Heimatlieder in einem gewissen Anteil ins Programm zu nehmen, da ihm das Gedudel beim Einschalten des Radios nicht paßte.

...Na wer schon zu beh..mert ist, den Dial-Knopf eines Radios zu drehen, der sollte sich über sowas mal weniger Gedanken machen.


Wie ist das eigentlich, wenn Politiker ein neues Gesetz initiieren? Kriegen die da irgendwie Geld oder so?

von Kay Bartholomäus - am 19.04.2003 08:48
Da will sich wohl ein Ahnungsloser hochdienen. Was haben wir gelacht, Herr Hegemann.

von MatthiasW. - am 19.04.2003 08:59
Na ja, die Franzosen haben so etwas Ähnliches durchgesetzt. Jeder Sender muss einen recht hohen Anteil (ich glaube, es sind sogar 50%) französische Musik spielen. Natürlich nicht unbedingt Volksmusik, einfach französisch muss es sein.
Stellt euch mal vor, unsere Dudelwellen müssten 50% deutsches spielen... vielleicht täte das denen mal ganz gut. Dann müssten sie nämlich wieder fähige Musikredakteure einstellen! :D

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 19.04.2003 09:22
@Rolf
Wenn ich am Tag viermal den Grönemayer und Nena in 4 Stunden serviert bekomme, wäre ich eher für eine 0 % Deutschqoute :D

von Schwabinger - am 19.04.2003 10:33
@ Schwabinger: eben deswegen meinte ich ja, dass es dann wieder fähige Musikredakteure bräuchte, die nicht nur die ganz Grossen der deutschen Musikszene kennen. Auf die neuen Grölemeyer-Sachen und diese wieder-aufgewärmten Nena-Hits kann ich auch gerne verzichten!

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 19.04.2003 11:35
Solang's deutscher Pop und Rock ist, mag's ja noch gehen. Aber stellt euch mal vor JUMP, hr XXL, Galaxy oder Antenne Bayern müßten auf einmal die Kastelruter Spatzen (Richtige Schreibweise?), die Zilltertaler Musikanten (oder so) und Heino spielen.

Dann bräuchten sie eingentlich keine fähigen Musikredakteure sondern nur Marianne & Michael, Karolin Reiber (falls sie nicht gerade Medikamentenwerbung macht), Maria & Margot Helwig oder was es da sonst noch für Schunkelkönige gibt.

von Kay Bartholomäus - am 19.04.2003 12:08
Die Geschichte mit der Quote ist noch gar nicht so alt. Zu den Befürwortern auf Musikerseite zählen z.B. Heinz Rudolf Kunze ("Dein ist mein ganzes Herz") oder Wolf Maahn ("Fieber"). Angesichts der Tatsache, dass Kunze nur noch im akademischen Zirkel seine Ergüsse zum Besten bringen kann und Maahn sich schon freut, wenn er noch beim GrandPrix-Vorentscheid auftreten darf, sicherlich eine nachvollziehbare Forderung. Dass aber der frühere Kulturstaatsminister Julian Nida-Rümelin, seines Zeichens Professor der Philosophie, sich noch 2002 für derartige Quoten engagierte, veranlasste nicht nur die TAZ zu nervösem Kopfschütteln
( http://www.taz.de/pt/2002/09/21/a0215.nf/text ). Selbst wenn eine Radio-Quote eingeführt würde, wäre wahrscheinlich das maßgebliche Kriterium nicht die deutsche Sprache, sondern die deutsche Herkunft/Produktion. Und dann könnte sich besonders Kollege Prof. Bohlen die Hände reiben.

von Klausi - am 19.04.2003 12:46
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