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Eine Studie, die DAB zum Fallen bringen könnte

Startbeitrag von Wiesbadener am 22.11.2005 13:34

http://www.satnews.de/mlesen.php?id=1392

Übrigens: noch nicht mal Experten glauben noch an DAB als zukünftigen Standard für digitales Radio. DRM könnte das Rennen machen.

Antworten:

Was ist denn z.B, mit Radio über DVB-T? Ich habe gehört mobil soll das nicht so gut gehen, aber es wäre doch 'ne Alternative, wenn man vorher Kabel hatte.

von hornig - am 22.11.2005 13:57
DAB hätte das Rennen schon längst für sich entscheiden können, aber unsere deutsche Rundfunkverhinderungsbürokratie, gepaart mit staatlich verordnetem Frequenzmangel haben den jetzigen Zustand zu verantworten.
DRM+ hat natürlich Vorteile, speziell der fehlende Ensemblezwang, aber ich bin mir da 100% sicher, unsere Rundfunkverhinderungsbürokratie wird auch das torpedieren, wo es nur geht. :kotz:


von Nohab - am 22.11.2005 14:12
Vor allem möchte ich sehen, wie in diesem Fall die Übergangsphase gestaltet wird. Viel Platz ist im UKW-Band ja jetzt schon nicht mehr. Mit DAB wäre ein Umstieg insofern einfacher.
Später, wenn alle landes- und bundesweiten Sender von UKW auf DAB umgestiegen sind, wäre im UKW-Band genug Platz, um alle verbliebenen (lokalen) Sender parallel analog und digital (DRM+) zu verbreiten.
Aber warum einfach, wenn's auch kompliziert geht.

von Jobi - am 22.11.2005 14:25
Die Kosten für DRM+ sind höher als bei DAB, weil man für jedes Programm einen eigenen Sender braucht. Für die Frequenzinhaber ist die Beschränkung auf UKW allerdings günstig, weil sie so die Kontrolle über den Zutritt neuer Teilnehmer behalten. In der Übergangszeit wird man wahrscheinlich beides (DAB und UKW-FM und UKW-DRM) haben. UKW können die DAB-Chipsätze heute schon empfangen. Sie müssen für die Wiedergabe nur noch erfahren, wie das DRM-Signal aufgebaut ist.

Ingo

von Ingo-GL - am 22.11.2005 14:30
Haben die Radiosender und vor allem die Hoerer denn mehr Interesse an DRM als wie an DAB? Kann mir kaum vorstellen das jemand DRM Sender oder Empfaenger kauft um in ein neues System zu investieren nachdem DSR und ADR nun grad wieder ein weiteres als das 'System der Zukunft' angepriese Uebertragungssystem den Bach runter geht.
Ausserdem sieht das schon wieder nach nem rein Deutschen Projekt aus wenn alle anderen bei DAB bleiben. Witzig auch die Ansprueche die gestellt werden 'mindestens gleich gute portable Versorgung im Haus' dann kann ich DRadio in Hamburg also schlechter empfangen wie derzeit mit DAB und nicht besser als ueber UKW also wozu dann das Ganze.
Warum ueberhaupt digitalisieren? UKW scheint doch fuer die meissten Hoerer voellig ausreichend und das sehen die Programmanbieter wohl genauso.
Meiner Meinung nach wird sich in Sachen Angebot anstatt DAB oder DRM der Empfang aus dem Internet durchsetzen -> Ueberregional, in gleicher Soundqualitaet wie DAB/DRM, billiger fuer die Programmanbieter und ohne jegliche Einfluesse der Landesmedieanstalten aber genau davor scheinen die ja Angst zu haben.

von Nordlicht2 - am 22.11.2005 15:01
Zitat
Nordlicht2
Warum ueberhaupt digitalisieren?

Ganz einfach: Frequenzökonomie.
Schaue dir mal die Funzelsammlung eines beliebigen landes- oder bundesweit empfangbaren Programms an.
Und jetzt stell dir vor, man könnte diese Funzelsammlung komplett auf EINER Frequenz betreiben.
Und die Grundnetzsender dieses Programms ebenfalls. Auf der selben Frequenz.
Und stell dir darüberhinaus vor, die Schutzabstände zwischen den Programmen fallen ebenfalls weg.
Da die Empfängerbandbreite bei Digitalempfängern durch den Standard festgelegt ist, kann man die Sender dicht an dicht packen.
So wie RTL und BR5 auf 49m.
Für die gleiche Qualität wie UKW ( abzüglich Rauschen und Störungen ) brauchts nur noch 50kHz Bandbreite.
Macht 400 Programme. Sollte erstmal reichen. Oder?

Zitat
Nordlicht2
Haben die Radiosender und vor allem die Hoerer denn mehr Interesse an DRM als wie an DAB? Kann mir kaum vorstellen das jemand DRM Sender oder Empfaenger kauft um in ein neues System zu investieren nachdem DSR und ADR nun grad wieder ein weiteres als das 'System der Zukunft' angepriese Uebertragungssystem den Bach runter geht.

In diesem Falle wird der geneigte Radiohörer nicht umhinkommen, sich ein neues Radio zu kaufen.
Es ist geplant, auch den Hörfunk EU-Weit zu digitalisieren.
Und die Chancen stehen gut, das DRM+ parallel zu DAB europaweit den analogen FM-Rundfunk ersetzen wird.

Zitat
Nordlicht2
Witzig auch die Ansprueche die gestellt werden 'mindestens gleich gute portable Versorgung im Haus' dann kann ich DRadio in Hamburg also schlechter empfangen wie derzeit mit DAB und nicht besser als ueber UKW also wozu dann das Ganze.

Mit DRM+ kein Problem. Da im Gegensatz zu Band III die Bundeswehr sich nicht wehren kann, kann mit höherer Leistung gefahren werden.
Alte Rechte bestehen weiterhin, auch wenn das Übertragungsverfahren geändert wird.
Lizenz und Frequenzbereich bleiben ja.


von Nohab - am 22.11.2005 15:17
Internet durchsetzen, weils billiger ist? Nein, wenn's wirklich die Masse nutzen soll (>100.000 Hörer), die Server-Farm und Bandbreite will ich sehen. Und vor allem: ~300km/h mobil empfangbar - über UMTS ins Internet, um Radio hören zu können? Sorry, aber das finde ich Käse.

von Oliver.M - am 22.11.2005 15:17
@Nordlicht2:
Ich kann mich nur wiederholen: wenn ich mir ansehe, welch große Lücken selbst etablierte GSM-Mobilfunkanbieter in ihren Netzen hier in der Gegend haben (wir sind zwar eine ländliche Gegend, aber immerhin wirtschaftlich relativ weit vorne), dann wage ich zu bezweifeln, dass wir so schnell ein flächendeckendes mobiles Internet bekommen werden. Das gehört aber nun mal zum Radioempfang dazu, dass man die Programme auch am Badesee, im Keller oder beim Autofahren hören kann. Alles andere macht in meinen Augen wenig Sinn, bzw. dient dann allenfalls als Zusatz zu UKW.
Ein Traum ist das immer und überall verfügbare mobile Internet natürlich schon, ganz klar.

In der Diskussion zum amerikanischen IBOC-System, das in der Schweiz ja bald mal getestet werden soll, wurde ein entscheidender Vorteil für die Programmanbieter genannt, den DAB eben nicht hat: man kann das digitale Signal sozusagen huckepack auf die existierenden UKW-Sender aufschalten, hat also in der Umstiegsphase wenige Kosten. Ähnlich dürfte das auch mit DRM+ laufen. Außerdem ist DRM+ natürlich deutlich flexibler: keine starren Paketstrukturen, keine nötigen starren Koordinierungen, man kann hier riesige Gleichwellennetze ebenso aufbauen wie kleine lokale Standorte mit verschiedenen Frequenzen. Bei DAB wird es einige wenige Sendernetzbetreiber geben (womöglich nur einen), alles wird sehr viel stärker reglementiert sein, als das mit DRM+ jemals möglich ist. Und ein weiterer Vorteil ist: DRM+ passt natürlich hervorragend zu DRM, das im AM-Bereich eingesetzt wird.

DAB muss man wohl mehr und mehr als Anwendung im Bereich der Datendienste sehen. Darin liegt wohl die große Zukunft dieses Systems. Der Hörfunk ist es wohl nicht unbedingt.

von Habakukk - am 22.11.2005 15:19
kann Dabradio in Deutschland denn noch tiefer fallen *duck* ???
zumal es sich doch selber die Beine weggehauen hat
würde das hierzulande so aussehen wie auf http://www.dr.dk/dab/ hätte jeder ein DigitalRadio

von Gelöschter Benutzer - am 22.11.2005 15:37
DAB wird UKW ablösen? Keep on dreamin´, der Zug is schon lange abgefahren. Wie auch immer der künftige Digitale Rundfunk aussehen mag, es wird sicher keine Technik zum Einsatz kommen, die dann schon > 20 Jahre aufm Markt ist...
Nur soviel steht fest: Es wird keine staatlich verordnete Technik sein, der Markt wird selber was finden. War in der Vergangenheit auch immer so.

von HAL9000 - am 22.11.2005 16:28
Zitat
Noch'n Saarländer
Na, bei der Umstellung auf UKW gab es da auch gewisse "Anreize", wie Übertragung der zweiten Halbzeit eines Fußballspiels nur auf UKW, nachdem man die erste noch über MW übertragen hat usw.

Saarländer gibt es auch in Köln!
NurzumSpassda



Naja der Unterschied in der Klangqualität zwischen analoger Mittelwelle und UKW ist ja auch sehr groß. Der Unterschied zwischen UKW und DRM / DAB nicht so groß, die digitalen Systeme klingen ja eher schlechter als UKW (vermatscht).

von essemm - am 22.11.2005 16:39
Das Argument, DAB ist nur was für Großflächennetze für überregionale Programme, wird wohl immer gewichtiger. Wir haben nun mal eine stark regionalisierte Radiolandschaft, und die lässt sich sehr schwer in DAB Blöcke hineinkoordinieren. Man bräuchte dazu viele Frequenzen, wobei man die einzelnen Blöcke dann auch wieder füllen müsste um sie wirtschaftlich zu betreiben.
Ich kann mir derzeit einfach nicht vorstellen, wie zB Bayerns Lokalradios in DAB abgebildet werden sollen. DAB Minisender in VHF? Kleine L-Band Zellen, die aber mehr Leistung als UKW Sender bräuchten zwecks Indoor ?

Für mich sieht es immer mehr nach Systemchaos aus. Wir werden wohl keinen einheitlichen Radiostandard bekommen. DAB für Großflächennetze, DRM+ für Lokalsender. Ach ja, DVB-T gibt's auch noch, für Ballungsraumradio mit großer Senderzahl sicherlich auch überlegenswert.
Wird also spannend werden ;)
Und eins steht auch immer fester: UKW lebt und wird noch lange leben, getreu unseren Politikern, wir werden immer älter :D

von Terranus - am 22.11.2005 16:57
"DAB Minisender in VHF"

Warum nicht? Mit 10-50W (an richtiger Position) könnte man so kleinere Regionaldörfer ohne starke Hochhausbebauung (Freising, etc. :-) ) locker mit Lokalsender und denen der nächstgrösseren Stadt versorgen (oder mit Lokal-TV per DMB). Schon mit 1W an ungünstiger Stelle schafft man problemlos ca. 1.5km Umkreis (hüstel...).

Und dafür muss man dann auch nicht 100tausende an Teuros für die Infrastruktur ausgeben. Auch bei der Zuführung der einzelnen Dienste zum Mux-Standort sollte man sich mal vom üblichen "Telekom"-Gedanken (Standleitung, ...) lösen. DSL schafft die notwendige Bandbreite locker und kostet auch nicht wirklich was. Und von der Zuverlässigkeit ist das für Kaff-Sender gut genug, da stürzen die Playoutsysteme häufiger ab... Für Nicht-Live-Sender (zB. Nova-Radio) läuft das heute schon so und für den Rest könnte man eine hybride Datenzubringung machen.

Und wenn man das endlich mal gerafft hat, dass man eine Radioverbreitungstruktur auch anders bauen kann, als es die Öffis samt Telekom in den letzten 50 Jahren zur Perfektion mit maximaler Geldverheizung geschafft haben, sollte das auch kein Problem sein. Leider sind da zuviele Kleingeister und Besitzstandswahrer unterwegs, aber Ideen gäbe es genügend...

Georg





von Georg Acher - am 22.11.2005 17:17
Ach abwarten,das ist doch mal wieder nur ne Spekulation,solln die erstma die UKW Netze digitlasieren bzw entsprechende Empfänger auf den Markt bringen.
Vorher glaub ich da net dran,ich glaub an die Zukunft von DAB.

von Robert S. - am 22.11.2005 22:03
Ich glaub nur an eines und zwar das UKW auch nach 2015 noch fleissig on Air sein wird.
Einzige moeglichkeit waere eine staatliche Anordnung zur Abschaltung von UKW aber da bin ich auf die Argumente gespannt mit denen man das dem Buerger erklaeren will. Die von einigen oben genannten sind ja fuer so Freaks hier im Forum voll ok aber wohl nicht fuer die Masse der Leute welche eh immer weniger Geld fuer so Experimente in der Tasche hat.
Faellt mir grad ein das eventuell Deutschland nachholen will was bei DVB-S versaeumt wurde. Ganze Astra Satelliten sind nach wie vor mit Analogem TV blockiert. Fuer die einen ok fuer die anderen (wie mich) ein Grund fuer die schlechte Datenrate bei einigen nee den meissten digitalen TV Stationen.

von Nordlicht2 - am 22.11.2005 23:38
@Nordlicht: eben das ist es nicht. Würde man die analogen Programme abschalten, würde man die digitalen Datenraten trotzdem nicht hochschrauben, denn das würde ja den Einspareffekt auffressen ! Es liegt ja nicht an der mangelnden Kapazität, es sind ja noch Transponder frei, sondern schlicht am Geld. Du glaubst doch nicht ernsthaft, dass zB RTL und Sat1 nen zusätzlichen Transponder digital anmieten, nur im die Qualität zu erhöhen - niemals. Der Masse reicht das was jetzt geboten wird, und das ist für die Privaten gut genug.
Dazu kommt ein weiteres Problem: das deutsche 450MHz Kabel, dessen Kapazität noch knapper ist. ARD und ZDF könnten also auch keinen weiteren Digitaltransponder anmieten, weil der nicht ins Kabel käme - siehe bereits die jetztige Lage mit HF TP usw.

Man muss sich leider darin klar sein, dass die digitale Technik hauptsächlich zur Kostensenkung genutzt wird, und dann erst zur Angebotsverbesserung.

von Terranus - am 22.11.2005 23:51
Was die Privaten betrifft hast du da natuerlich Recht (siehe ITV in UK) aber die interessieren mich eh nicht.

Das ZDF hat bereits angekuendigt die ab Januar frei werdenden Kapazitaeten (Eurosport und Euronews) ausschlisslich zur Qualitaetsverbesserung zu nutzen.
Der SRG mietet ab April einen zusaetzlichen Transponder an um die Qualitaet zu verbessern.
Der ORF hat diesen Schritt bereits vollzogen.
Bleibt noch die ARD und die hat derzeit die meissten Analogen Transponer in Betrieb. Ich hoffe zumindest, dass die ARD die Kosten dan neu und zugunsten von der Qualitaet aufteilt. Beim Radio DVB-S sind sie ja vorbildlich.

Sat1 TXT 517 2:

SRG mit zweitem Hotbird-Transponder

Im kommenden April nimmt die
schweizerische SRG einen zweiten
Satellitentransponder auf Hotbird,
13` Ost, in Betrieb. Die h|here
Bandbreite soll den sieben Fernseh-
sendern k}nftig eine wesentlich
bessere Bildqualit{t erm|glichen.
Der verbesserte Empfang sei auch
auf g{ngigen Fernsehger{ten sicht-
bar. Ebenfalls geplant sind Aus-
strahlungen in HDTV.

von Nordlicht2 - am 23.11.2005 13:58
Auf den ersten Blick hört sich das ja Klasse an: Ein digitales System auf den bisherigen UKW-Frequenzen. Aber da ist auch schon der Knackpunkt: Es sind eben keine mehr frei! Es müsstenb also vorhandene analoge Kapazitäten abgeschaltet werden. Das aber würde bedeuten, dass ein Anbieter mit seiner Reichweite von 100 auf 0 fällt, ohne dass ihm garantiert werden könnte, schnell eine neue Reichweite aufbauen zu können. Die Anbieter müssten also Geld investieren, um zunächst mal alle Hörer zu verprellen.

Daher ist ein System zu bevorzugen, dass -- anders als bei DVB-T -- niemanden zwingt, sich erst mal ein halbes Dutzend neue Geräte zu kaufen, um sein Lieblingsradioprogram auch weiterhin überall hören zu können: Im Radiowecker, im Küchenbrüllwürfel, im Auto, am Arbeitsplatz im Büro und auf der Baustelle, oder einfach nur unterwegs beim Joggen oder sonst wo.

Wichtig wäre, mit einem digitalen System auf neuen Frequenzbereichen zusätzliche, attraktive Angebiote zu schaffen und wenn möglich, alle bisher analog empfangbaren Sender mit aufzunehmen. Nur so kann der für das Raduigeschäft wichtige gleitende Übergang zwischen analoger und digitaler Technik vollzogen werden.

Insofern wäre DAB auf dem richtigen Weg und kann auch noch Erfolg haben, wenn endlich auf unnütze, technische Spielereien wie das L-Band verzichtet würde, schnell neue Kapazitäten für zusätzliche Programme geschaffen würden und durch eine Erhöhung der Sendeleistung vernünftiger Inhouse-Empfang möglich wäre. Die immanenten Nachteile von DAB, wie dem Ensemblezwang, kann durch DRM+ ausgeglichen werden.

von Alqaszar - am 23.11.2005 14:46
Zitat
alqaszar
Auf den ersten Blick hört sich das ja Klasse an: Ein digitales System auf den bisherigen UKW-Frequenzen. Aber da ist auch schon der Knackpunkt: Es sind eben keine mehr frei!

Doch, es sind Frequenzen frei.
Die UKW-Digitalisierung passiert ja nicht morgen, das dauert noch 3-4 Jahre bis das losgeht.
Aber, DRM+ soll a. bis dahin fertig sein und b. ist es laut aller bisherigen Veröffentlichungen spezifiziert von 30 - 120 MHz.
So, zwischen 30 und 120 MHz finden wir das Fernsehband 1, das überall ausser Betrieb genommen wird.
Dann wird der BOS-Funk digitalisiert (TETRA), der zieht gleichzeitig nach ~420 MHz um,
d.h. der 4m-Bereich wird auch stückweise frei.
Platz ist schon da, man muss nur wollen.

Zitat
alqaszar
Es müssten also vorhandene analoge Kapazitäten abgeschaltet werden. Das aber würde bedeuten, dass ein Anbieter mit seiner Reichweite von 100 auf 0 fällt, ohne dass ihm garantiert werden könnte, schnell eine neue Reichweite aufbauen zu können. Die Anbieter müssten also Geld investieren, um zunächst mal alle Hörer zu verprellen.

Das kann automatisch passieren, nämlich dann, wenn die Lizenz nicht verlängert wird oder die Verlängerung an die Umstellung gekoppelt wird.

Zitat
alqaszar
Daher ist ein System zu bevorzugen, dass -- anders als bei DVB-T -- niemanden zwingt, sich erst mal ein halbes Dutzend neue Geräte zu kaufen, um sein Lieblingsradioprogram auch weiterhin überall hören zu können

Da wird der Hörer nicht umhin kommen, egal wie lange es dauert.

Zitat
alqaszar
Wichtig wäre, mit einem digitalen System auf neuen Frequenzbereichen zusätzliche, attraktive Angebiote zu schaffen und wenn möglich, alle bisher analog empfangbaren Sender mit aufzunehmen. Nur so kann der für das Radiogeschäft wichtige gleitende Übergang zwischen analoger und digitaler Technik vollzogen werden.

Die Chance hatten wir ja - Nur unsere lieben Beamten und Politiker haben es ja gründlich versaubeutelt.

Zitat
alqaszar
Insofern wäre DAB auf dem richtigen Weg und kann auch noch Erfolg haben, wenn endlich auf unnütze, technische Spielereien wie das L-Band verzichtet würde, schnell neue Kapazitäten für zusätzliche Programme geschaffen würden und durch eine Erhöhung der Sendeleistung vernünftiger Inhouse-Empfang möglich wäre. Die immanenten Nachteile von DAB, wie dem Ensemblezwang, kann durch DRM+ ausgeglichen werden.

Vielleicht bringt die WRC2006 hier eine Besserung, obwohl ich irgendwie das Gefühl habe,
dass auch hier nicht genug bei herauskommt.


von Nohab - am 23.11.2005 16:03
Das DAB keinen richtigen Erfolg hat, liegt hauptsächlich an den Preisen der Geräte und am schlechten Indoor-Empfang.
Ich hätte mir auch keinen DAB gekauft, wenn ich über 100 oder 200 zahlen hätte müssen.
Habe das Teil mit viel Glück für unter 50 Euronen bekommen! (lagio von Conrad)Kost normal ca. 150 Euronen!
Die Geräte sind für die niedrige "Porgrammauswahl" echt schweineteuer! Mensch, wer zahlt schon 150 Euro für lausige 4-8 Programme.

Nur wir Freaks!

Außerdem kennen heute noch immer nicht mal genug Hörer das digitale Radio. DAB ist für den Normalhörer ein absolutes Fremdwort. Das muss die Werbetrommel mal kräftig gerührt werden!
Und DAB-Radios sollten nicht wesentlich mehr als UKW-Geräte kosten. Die Leute habe doch kaum noch Geld für so Luxus, oder?!



von Radiopirat - am 23.11.2005 22:25
Hallo Radiopirat ich muss dir recht geben DAB kennt fast niemand,und das nicht jeder umbedingt 419euro für einen DAB RADIO ausgeben will is auch klar,aber ich muss dazusagen,mittlerweile bekommt man bei günstiger.de einen DAB RADIO für 148,50Euro,ich finde das ist ein super preis.Das ist ein Radio von (JVC) JVC -KD-DB711 http://www.guenstiger.de/gt/main.asp?produkt=360703

und wenn man wissen will wer schon erfahrungen mit dem radio gemacht hat dan ist Man in dem DAB FORUM gut aufgehoben http://www.pro-dab.de/forum.htm

Mittlerweille sind schon 455 DAB Hörer in dem Forum angemeldet,

nochwas zu dem RADIO in der zeitschrift reinhören wurde der radio getestet http://www.rein-hoeren.de/

von Bastian Karl - am 24.11.2005 09:46
Ich selber besitze den BLAUPUNKT WOODSTOCK DAB 54 des RADIO IS EIN TRAUM man kann MUSIK AUFNEHMEN während dem autofahren ein knopfdruck die aufnahme startet und wenn man die aufnahme beenden will selber knopf nochmal drück die musik wird auf eine 1GB SD KARTE GESPEICHERT in MP 3 man kann das aufgenommene wieder löschen zusätzlich kann der Radio auch CD-R,CD-RW,MP3 cds abspielen,und noch viel viel mehr der RADIO is echt seine 419Euro wert,ich habs nicht bereut das ich ihn mir gekauft hab DER RADIO IS ECHT EIN WAGENMEISTER!!!!!!!!!!!!!!!!

auf dieser hompage steht alles über den BLAUPUNKT WOODSTOCK DAB 54 was er kann und jede menge tests

http://lauke.gmxhome.de/

von Bastian Karl - am 24.11.2005 10:20
Hab mir gedacht schreib den link hier mal rein weil zu dem Woodstock stehn da super infos drin und super tests echt ne klasse hompage

von Bastian Karl - am 24.11.2005 10:30
Zitat
Bastian Karl
[...]die musik wird auf eine 1GB SD KARTE GESPEICHERT[...]


Das ist eine interessante Information... das Woody54 akzeptiert also doch auch 1GB-Karten? Ich habe "vorsichtshalber" für meinen nur 256MB gekauft, weil offiziell keine grösseren Karten unterstützt werden. Hat sonst noch jemand positve Erfahrungen mit SD-Karten >256MB im Woody54? Gehen evtl. nur bestimmte Marken?

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 24.11.2005 11:27
Zwei Exemplare der Standard-SD-Karte 1 GByte von San-Disk (Ende 2004 gekauft) funktionieren bei mir einwandfrei im Woodstock 54 und 53. Bei einem Exemplar der 512 MB Serie (auch Sandisk) gab es Schwierigkeiten (Dateieinträge verschwanden). Ich habe dann keine weiteren dieses Typs ausprobiert. Ideal für den Woodstock wären sicherlich Industrie-SD-Karten mit eingebautem Puffer-Kondensator. Denn es passierte mir des öfteren, dass ich den Zündschlüssel zog, während eine Aufnahme lief. Und dieses Vorgehen bringt die Dateiregistratur der SD-Karten ohne Puffer-Kondensator durcheinander.

Ingo

von Ingo-GL - am 24.11.2005 11:40
Danke für die Info, Ingo! Wenn es das Budget zulässt, werde ich mir mal eine 1GB-Karte besorgen und hoffen, dass sie geht...
Schade, dass im Woody keine DVDs mit mp3 abgespielt werden können. Dann hätte man eine grössere Rotation als alle deutschen Dudelsender zusammen... (OK, das hat man vermutlich auch schon mit einer normalen mp3-CD...).

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 24.11.2005 11:47
ja der woody 54 akzepiert ne 1GB SD KARTE hab die MARKE SAN DISK,in meinem vorgänger woody 53 ging sie auch

von Bastian Karl - am 24.11.2005 12:10
Ich verfolge das mit dem DAB seit einem Halben Jahr und ich muss sagen in dem DAB FORUM http://www.pro-dab.de/forum.htm werden es langsam immer mehr Mietglieder,und es kommen auch immer mehr DAB RADIOS ob im Auto oder zuhause,und auch günstigere.

von Bastian Karl - am 24.11.2005 13:12
Ich betreibe in meinem Woody52 ne 1GB MMC ohne Probleme... er braucht halt ab und zu etwas länger, bis alles eingelesen ist, aber es funktioniert immer.

von TiAmo74 - am 24.11.2005 13:29
Aja das is ja ne super info DANKE TiAmo meine 1GB SD KARTE von SANDISK ging bei meinem onkel seinem Woody52 net

von Bastian Karl - am 24.11.2005 13:34
Audi und BMW setzten ja jetzt auch verstärkt auf DAB,in Dingolfing in( Niederbayern) wo das BMW werk is ist ja ein DAB SENDER geplant.Von 26-28oktober 05 haben ja die Medientage in München stadt gefunden,da war ich dort,hab mich in den Neuen AUDI A6 mit MACS MyNews (personalisierte Sprachausgabe von DAB Datendiensten) setzen dürfen echt geil du fährst einfach zu sagst sport da spricht der die aktuellsten sportnachrichten vor das selbe mit den Verkehrsmeldungen,politik,wetter,wirtschaft,usw

von Bastian Karl - am 24.11.2005 14:56
In BAYERN sind ja auch noch weitere DAB SENDER Geplant und zwar in Ingolstadt,Eichstätt,Lindau und Untersberg

von Bastian Karl - am 24.11.2005 15:38
Neues aus dem Vereinigten Königreich:

DAB radio listening overtakes digital TV and the Internet

Listening to digital radio receivers (DAB) has overtaken combined listening over digital television and the Internet for the first time. According to the radio research body RAJAR the number of DAB listeners has increased by 4.7 million (or 25%) when compared to a similar RAJAR survey one year ago. Total listening hours have increased by 165% in the past year, a figure that is significantly higher than digital television (42%) and the Internet (84%). When compared with the main RAJAR survey 10.5% of all radio listening is now via digital platforms. 5.5% of radio listening is via DAB; 2.9% through digital television and 1.8% over the Internet.

Quelle: Broadband TV News

von Manfred Z - am 25.11.2005 22:11
Zitat

Audi und BMW setzten ja jetzt auch verstärkt auf DAB...


Aha, dazu empfehle ich mal beispielsweise diesen Link hier:

http://www.audi.de/audi/de/de2/tools/search.html?x=0&y=0&search_text=digitalradio

Zitat

du fährst einfach zu sagst sport da spricht der die aktuellsten sportnachrichten vor


Das wird sicher keine Killerapplikation für DAB, solche Datendienste sind auch ganz anders abbildbar oder sogar schon abgebildet und zwar über Technologien, die sich längst millionenfach durchgesetzt haben.


von Grenzwelle - am 26.11.2005 22:24
Zitat

Aha, dazu empfehle ich mal beispielsweise diesen Link hier:

http://www.audi.de/audi/de/de2/tools/search.html?x=0&y=0&search_text=digitalradio


gut Gegenargument! Dann empfehle ich dir folgenden Link
http://www.audi.de/audi/de/de2/tools/search.html?start=0&filter=1&search_text=dab&search_filter=all
:)

oder

http://www.audi.de/audi/de/de2/tools/search.html?start=0&filter=1&search_text=digital+radio&search_filter=all

also vor dem "losschiesen" etwas gründlicher recherchieren ;)

von Rosti 2.0 - am 27.11.2005 11:26
Okay Michael, DAB gibt es jetzt nicht nur in der S-Klasse von Audi, dem A8, sondern offenbar auch im A6. Weiterhin Fehlanzeige bei der Mittelklasse A3 und A4. Mit der Mittelklasse hat Audi meines Wissens den größten Fahrzeuganteil auf der Straße.

Jetzt haben wir doch wirklich gründlich recherchiert, oder?!


von Grenzwelle - am 27.11.2005 12:06
Es gibt noch eine weitere technische Entwicklung, die nicht vergessen werden sollte. Im Bereich Handy und UMTS wird in naher Zukunft TV und auch Radio zu den Nutzern kommen. Dabei ist, wie beim Internet zu Hause, dann eine weltweite Auswahl mobil möglich.
Vodafone(D2) bietet ja HandyTV schon sehr erfolgreich an. Einige Radiostationen lassen schon eine Plattform entwickeln, auf der sie demnächst per UMTS im Vodafone-Netz verbreitet werden.
Dafür ist eine sogenannte RadioFlat angedacht. Mal sehen ob ein attraktiver Preis dann diesem System zum Durchbruch hilft.

von Handydoctor - am 27.11.2005 16:10
Ein Bekannter von mir hat sich den A6 gekauft. In der Tat wird DAB als Sonderausstattung angeboten - festhalten - für einen Aufpreis von 2.000 Euro. Natürlich hat er sich für die UKW-only-Variante entschieden.

von Wiesbadener - am 27.11.2005 16:37
Zitat

In der Tat wird DAB als Sonderausstattung angeboten - festhalten - für einen Aufpreis von 2.000 Euro
Kommen die 2000 noch auf das benötigte Multi Media -Navi-System obendrauf (das alleine hat schon 3000 Euro Aufpreis)?


von Grenzwelle - am 27.11.2005 16:49
Die Wahrheit ist: Laut Car-Configurator kostet DAB 410 Euro Aufpreis, ist aber nur mit dem MMI möglich, welches ab 1100 Euro zu haben ist.


von Grenzwelle - am 27.11.2005 16:59
Ich würd sagen das ist nur noch eine frage der zeit bis sich DAB durchsetzt,ende des jahres sind ja noch Leistungserhöhungen geplannt so von 1kw auf 5Kw.

DAB FORUM :http://www.pro-dab.de/forum.htm

von Bastian Karl - am 28.11.2005 14:46
Sehr merkwürdig. Da kauft sich jemand einen A6, kann sich jedoch den maßvollen Aufpreis für DAB nicht leisten. Wer deutschlandweit seriöse Informationssender wie DLF oder DKULTUR hören will, kommt doch an DAB nicht vorbei, ganz zu schweigen von den sonstigen Vorteilen, die DAB noch bietet.

Ingo

von Ingo-GL - am 28.11.2005 16:40
DAB langweilt mich zunehmend. Immer wieder diese Diskussionen hier pro und contra. Und in den Läden ist DAB nach wie vor absolut kein Thema. Also wenn die alle Sender statt mit 1kW mit 100kW betreiben würden, würde dennoch kein Mensch Notiz davon nehmen. Und die Kästen mit dem eigenwilligen Design von Sangean & Co. sprechen mich überhaupt nicht an. Für mich ist und bleibt das ein totes Thema.

von Birger* - am 28.11.2005 18:13
Hallo Ingo ich kann des auch net verstehn das der sich net für den DAB RADIO entschieden hat,aber ich glaube mal das der jenige net beratten wurde was DAB alles für vorteile hat.

von Bastian Karl - am 28.11.2005 18:40
Zitat

Sehr merkwürdig. Da kauft sich jemand einen A6, kann sich jedoch den maßvollen Aufpreis für DAB nicht leisten. Wer deutschlandweit seriöse Informationssender wie DLF oder DKULTUR hören will, kommt doch an DAB nicht vorbei, ganz zu schweigen von den sonstigen Vorteilen, die DAB noch bietet.

Mein Chef hat zwar "nur" das 5er-BMW-Topmodell, aber er hört weder "seriöse" Informationssender, noch würden sich die Vorteile von DAB bei ihm auswirken. Das Radio dient eigentlich nur für Verkehrsmeldungen (welche in DAB auch nicht richtiger sind) und zur zeitweiligen Musikberieselung. Solche Leute sehen ganz einfach keinen Sinn in DAB.

Warum schenkt man eigentlich nicht DAB den Käufern von teuren Autos? In den USA spendiert z.B. General Motors bei allen Modellen XM Satelliten Radio. Bei den teuren Modellen ist es kostenlos dabei, bei den billigeren Modellen bekommt man es im Rahmen von Zusatzpaketen gemeinsam mit Alufelgen, besseren Sitzen etc. auch praktisch kostenlos dazu. XM bietet immerhin 150 digitale Radioprogramme, davon rund 70 werbefrei. 3 Monate zahlt man keine Gebühr, dann etwa 10 $ monatlich (bei mind. 3 Jahren Bindung). In diesen 3 Monaten wird jeder, der einen Nutzen sieht, auch weiter die Gebühr zahlen, und jene, die keinen Nutzen sehen, haben es wenigstens probiert. Ich meine, dass die weitaus meisten Leute zahlen werden.

von Wasat - am 28.11.2005 22:26
Zitat

Sehr merkwürdig. Da kauft sich jemand einen A6, kann sich jedoch den maßvollen Aufpreis für DAB nicht leisten.


Zum einen sind A6-Käufer meist kühle und pragmatische Recher, sonst könnten sie sich keinen A6 leisten. :)

Zum anderen ist meine Hauptkritik, dass es Digitalradio nicht auch im A2, A3 und A4 als Option gibt.

Wäre Digitalradio - wenn schon nutzlos - wenigstens was imageträchtiges, womit man vor seinen Freunden und Kollegen angeben könnte (so wie teure Felgen), wäre so ein A6-Käufer vielleicht noch zu bewegen, den Aufpreis zu zahlen. Aber Radio und auch Digitalradio haben in Deutschland 2005 kein wertiges Image (mehr).

Und dann fällt mir noch auf, dass man bei Audi das Digitalradio nur unter der veralteten Bezeichnung DAB findet...


von Grenzwelle - am 28.11.2005 23:26
Braucht es noch eine Studie um DAB zu Fall zu bringen ?

von seventeen - am 29.11.2005 11:45
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