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Nanu, es gibt noch gar keinen Stromausfall-Thread? / Senderausfall Lübbecke

Startbeitrag von WiehengeBIERge am 26.11.2005 06:36


Die 50 interessantesten Antworten:

Stromausfall bislang noch nicht, aber nach wie vor (seit gestern abend) Schneesturm. Die Höhe kann ich schlecht schätzen wegen der ganzen Verwehungen, irgendwas zwischen 5 und 10cm.
Kein schlechter Wintereinstand. Mag so weitergehen


von PeterSchwarz - am 26.11.2005 07:15
Unsere Ecke hats wohl mit am Schlimmsten erwischt. Auf NDR Info lief vorhin ein langeer Beitrag über das Chaos in und um OSnabrück. Mittlerweile scheint der Strom wieder stabil zu fliessen (oder so :D). Nur wenn ich an die Schneemassen denke die sich hier vor der Haustür stapeln wird mir ganz anders. Naja, Frühsport kann nicht schaden ;-)

von Staumelder - am 26.11.2005 07:25
klingt ja extrem:eek:
bei uns gabs dank 5-6 (!) cm Schneedecke ein Riesenchaos auf den Bundesstrassen und Autobahnen (A20 und A24, also HST-HRO-HL und HH- B) :eek::joke:

aber wenn man schon mal bei Stromausfall einkauft, da kann doch theoretisch jeder mit dem vollgepackten Einkaufswagen zum Auto fahren und für umsonst einkaufen ?! :)

"Wenn die 106,6 in Lübbecke aus ist, kann man übrigens direkt unterhalb der Lübbecker Funzel Radio Lippe aus Lemgo mit RDS empfangen "

weisst du so ausm Kopf wieviel km das dazwischen den beiden orten sind ?

von Gelöschter Benutzer - am 26.11.2005 08:21
Nicht unbedingt Stromausfall, aber hat auch was mit dem Wetter zu tun: Herne 90acht blubbert nur noch. Wahrscheinlich Schüssel eingeschneit.
Stromausfall gabs hier zum Glück nicht, aber Schnee hamwer auch.

von Japhi - am 26.11.2005 09:05
@Staumelder

Schneeschippen soll auch gut für die Figur sein :-)



von OWL - am 26.11.2005 10:13
Und schlecht für den Rücken!

Ich werde hier bald verrückt !! 10-15 cm Schnee hier in Graz allein von gestern Abend bis jetzt, und in meiner Familie bin immer ich der, der schippen muss :mad:

Auf UKW ist hier alles wie gewohnt.

von DX-Project-Graz - am 26.11.2005 10:26
Zitat

Schneeschippen soll auch gut für die Figur sein
:joke:

Ich habs nötig, ich weiss :D

von Staumelder - am 26.11.2005 10:27
Also hier im Östlichen Ruhrgebiet gigns gestern nacht auch. Wies bei Antenne Unna bei uns aussah weis ich leider nich hatte WDR 2 über DVB - S dran die ein sonderprogramm wegen der Wettersituation hatten. Leichte Stromschwankungen gabs noch aber sons alles normal

von ReneR - am 26.11.2005 11:33
Richtung Niederrhein wurde es dann wieder schlimmer: Seit gestern Morgen bis heute Vormittag dauernd Stromschwankungen mit kurzen Ausfällen, zweitweise Ausfall von ish, e-plus, RTL FM Venlo 91,9 (leerer Träger) und Welle Niederrhein Viersen 100,6 (zeitweise Modulationsausfall). Auch T-DSL ging zeitweise nicht oder die Verbindung war instabil.

von Alqaszar - am 26.11.2005 12:01
Mahlzeit!

In Mönchengladbach waren auch starke Schwankungen im Stromnetz. Das Licht im Wohnzimmer flackerte alle paar Minuten. Hier spielte so einiges verrückt. Sogar die Lüfter der Nachtspeicherheizung hatten starke Drezahlschwankungen und mein DSL-Router startete sogar jedes mal neu. Aber viel krasser fand ich dann folgendes: Draußen war es auch gegen Mitternacht wegen dem Schnee fast taghell. Die Stromschwankungen waren scheinbar über das ganze Stadgebiet verteilt, so dass die gesamte vom Streulicht beleuchtete Umgebung ab und zu dunkler wurde. Hatte schon etwas gespenstisches...

Gruß,
Mario

von Antenno - am 26.11.2005 12:30
Jetzt mal ganz blöd gefragt:
Wie kommt's bitte eigentlich, dass bei Euch auf einmal so großflächig Stromschwankungen und Stromausfälle sind? Ich krieg irgendwie die Verbindung zwischen diesen Ereignissen und dem Schneefall nicht hin.

von Brubacker - am 26.11.2005 18:45
Offenbar hat man halt nördlich des Weisswurstäquators nicht so viel Erfahrung mit grösseren Schneemengen... :D

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 26.11.2005 18:49
Der Schnee ist extrem pappig und nass und setzt sich an den Leitungen fest - gleichzeitig gab es noch viel Wind und dieser hat die dann schwer gewordenen Stromleitungen ordentlich durcheinandergewirbelt, so dass ein Kurzschluss drohte. Also mussten viele notabgeschaltet werden - hier in der Region wurde z.B. dann von einer 240kV-Leitung auf eine gerade mal halb so starke umgeschaltet...da bleiben Schwankungen nicht aus.

von Kroes - am 26.11.2005 18:50
Tja die Milliardenkonzerne RWE, die riesige Gewinne einfahren müssten halt mal mehr in ihre Netze investieren. So könnte man zumindest die Mittelspannungsleitungen und teils die 110kW Leitungen verkabeln.
Dass es immer noch viele Orte mit Dachständerverteilung gibt, ist sowieso ein Witz ...tja aber die Rendite ..

von Terranus - am 26.11.2005 19:51
Zitat
Antenno
Mahlzeit!

In Mönchengladbach waren auch starke Schwankungen im Stromnetz. Das Licht im Wohnzimmer flackerte alle paar Minuten. Hier spielte so einiges verrückt. Sogar die Lüfter der Nachtspeicherheizung hatten starke Drezahlschwankungen und mein DSL-Router startete sogar jedes mal neu. Aber viel krasser fand ich dann folgendes: Draußen war es auch gegen Mitternacht wegen dem Schnee fast taghell. Die Stromschwankungen waren scheinbar über das ganze Stadgebiet verteilt, so dass die gesamte vom Streulicht beleuchtete Umgebung ab und zu dunkler wurde. Hatte schon etwas gespenstisches...

Gruß,
Mario


Genau das gleich hatte ich auch mein router ging immer wieder aus und es gab stromschwankungen und die Laternen draussen gingen ein paar mal aus.Bin übrigens auch aus Mönchengladbach.
ps:AFN hatte aber keinen einzigen ausfall obwohl auch aus Mönchengladbach gesendet wird.

von -Kevin- - am 26.11.2005 20:11
RST und BFBS 2 (104,0 / 106,3) arbeiten wieder ohne Probleme, teutoRADIO streamed auch wieder :-)

von Staumelder - am 26.11.2005 20:12
Hier der News-Ticker vom WDR (nur Meldungen zur Stromversorgung) seit heute Mittag:

[13:01 Uhr] 90.000 Menschen ohne Strom

Im Münsterland ist die Stromversorgung noch immer nicht wiederhergestellt. 90.000 Menschen harren dort seit der Nacht ohne Strom und teilweise ohne Heizung aus. Notstromaggregate werden jetzt beispielsweise im Raum Düsseldorf organisiert. Wann die Versorgung wieder aufgenommen werden kann, ist nicht klar.

[14:08 Uhr] 130.000 Menschen ohne Strom

Neue Zahlen aus dem Münsterland. Wie der Stromversorger RWE mitteilt, sind rund 130.000 Menschen in der Region ohne Strom. 20 Kommunen seien betroffen, sagte eine Sprecherin. Teilweise seien auch die Heizungen ausgefallen. Die Strommasten stünden am Rande ihrer Belastbarkeit, so die Sprecherin. Sollte es weiter schneien, könnte es weitere Mastbrüche geben.

[15:01 Uhr] Auch Ostwestfalen ohne Strom

Der Zusammenbruch von Hochspannungsmasten hat auch vor Ostwestfalen-Lippe nicht halt gemacht. Wie ein Sprecher von RWE mitteilte, sind insgesamt im Münsterland, dem Raum Osnabrück und Ostwestfalen-Lippe rund 250.000 Menschen von der Stromversorgung abgeschnitten. Etwa 250 RWE-Mitarbeiter sind zur Stunde dabei, die Schäden zu beheben.

[18:35 Uhr] Stromleitungen nicht zu nahe kommen

Die wegen der Schneelast durchhängenden Stromleitungen im Kreis Coesfeld sind zu einer Gefahr geworden. Der Abstand der Überlandleitungen zum Boden sei stellenweise so gering, dass für Neugierige und Passanten höchste Vorsicht geboten sei, teilte eine Sprecherin des Kreises mit. Es bestehe Lebensgefahr.

[19:58 Uhr] Fieberhafte Arbeit am Stromnetz

Die RWE Westfalen-Weser-Ems AG hat nach eigenen Angaben alle verfügbaren Kräfte aufgeboten, um die Stromversorgung in Teilen Nordwestdeutschlands wiederherzustellen. Das Schnee- und Sturmchaos hatte im westlichen Münsterland und im Raum Osnabrück den Zusammenbruch der Stromzufuhr bewirkt.

[20:32 Uhr] Lage nach Kälteeinbruch verschärft

Die Bezirksregierung in Münster geht davon aus, dass sich nach dem Kälte-Einbruch die Zahl der vom Strom abgeschnitten Menschen noch deutlich erhöht. Für das Münsterland könne die Zahl auf etwa 200.000 steigen, nachdem bis zum Nachmittag noch von 100.000 gesprochen worden sei, sagte ein Sprecher der Bezirksregierung am Abend. Die Lage habe sich verschärft.

[20:41 Uhr] Behörden warnen Bevölkerung

In dem vom Schnee- und Sturmchaos betroffenen Kreis Coesfeld bei Münster haben Polizei und Kreisverwaltung die Bevölkerung aufgerufen, ihre Wohnungen möglichst nicht zu verlassen. Auf Grund der Wetterverhältnisse gehe derzeit von den Überland-Stromleitungen akute Lebensgefahr aus, hieß es. Ein allgemeiner Stromausfall in dem Kreis werde gegenwärtig nicht befürchtet.

[21:54 Uhr] Schulunterricht fällt aus

Im Münsterland wird der Strom in vielen Orten noch bis Montag ausfallen. Betroffene können sich, sofern sie nicht bei Verwandten oder Freunden in stromversorgten Orten unterkommen, bei der örtlichen Feuerwehr melden. Sie werden dann in mit Notstrom beheizten Schulen und Turnhallen untergebracht. Der Schulunterricht in Steinfurt, Laer, Metelen, Horstmar und Ochtrup fällt am Montag aus.

von Manfred Z - am 26.11.2005 21:08
gab auch n ARD Brennpunkt, kam mir aber etwas übertrieben rüber

von Gelöschter Benutzer - am 26.11.2005 21:13
Meldung vom NDR zu Stromausfällen in Osnabrück [Stand: 26.11.2005 10:54]

RWE: Ursache sind Schneestürme

Extreme Stromschwankungen mit minutenlangen Ausfällen in der Energieversorgung hüllten viele Teile Osnabrücks am Freitagabend in Dunkelheit. Sogar in der Polizei-Leitstelle seien die Rechner ausgefallen. Die Beamten hätten zeitweise mangels Notstromaggregaten bei Kerzenlicht gearbeitet, sagte eine Polizistin. Nach Angaben der Feuerwehr waren mehrere zehntausend Menschen im Raum Osnabrück von den Stromausfällen betroffen. Das Klinikum Osnabrück sei vom Technischen Hilfswerk mit einem mobilen Stromaggregat ausgerüstet worden. Ein Sprecher des Stromversorgers RWE für Westfalen-Weser-Ems sagte, die heftigen Schneestürme seien für die extremen Stromschwankungen verantwortlich. Wenn Überland-Stromleitungen ins Schwingen gerieten oder sich berührten, komme es zu den Schwankungen in der Stromversorgung oder zu kurzzeitigen Kurzschlüssen.



von Manfred Z - am 26.11.2005 21:22
von der Berichterstattung her hätte man meinen können , es ist krieg - die Essensausgabe, die Moderatorin die seit Tagen bei der Familie hockt...ziemlich merkwürdig

von Gelöschter Benutzer - am 26.11.2005 21:42
Zugegeben, der Take mit der (hübschen) Reporterin in Ahaus war etwas theatralisch. Ausserdem passten Bild und Ton nicht ganz. Man konnte erst den Versprecher hören, ein paar Momente später konnte man an den Gesichtszügen erkennen dass sie ihren Versprecher selbst bemerkt hat (ich schliesse übrigens immer die Augen wenn ich mich böse verhaspel... fällt mir gerade mal so ein :D). Aber: Die Bilder von den umgeknickten Strommasten und der Hochspannungsleitung über der A31 welches von der Feuerwehr zerschnitten wurde weil es sonst auf die Fahrbahn gefallen wäre fand ich schon sehr dramatisch (vor allem wenn man daran denkt wieviele Haushalte ohne Strom sind). Wäre NWM davon betroffen, wäre das Forum mit Schnee-Threads zugepflastert... obwohl ohne Strom? Ein Schelm wer sich Böses dabei denkt ;-)

von Staumelder - am 26.11.2005 22:01
na zum Glück wurden hier die meisten Leitungen inzwischen unterirdisch gelegt, und Strom und Postkabel auch getrennt:)

"Ausserdem passten Bild und Ton nicht ganz"

das hab ich auch gleich gemerkt ! ist mir sofort aufgefallen...wenn es tatsächlich live war ist das durchaus nachvollziehbar, ansonsten hat wohl einer schlampig gearbeitet (Tonspur zu früh abgefahren)

die Frau Reportarin kannte ich noch gar nich, die sah gar nit schlecht aus, hast Recht :)

aber das klang auch bissel zu laut, also der Ton des Beitrags war zu laut im Vergleich zur Mod. im Studio

die hat übrigens ganz am Anfang "Oslabrück" oder so gesagt:D

von Gelöschter Benutzer - am 26.11.2005 22:10
Das mit den Strommasten hat mich auch überrascht. Waren ja keine Holzmasten sondern richtige Gittermasten... da muss schon massiv Gewicht drauf gelegen haben.
Die Berichterstattung ist halt wie immer übertrieben. Man hat mal wieder was zu berichten, und das auch noch vor der Haustür, da konnte der WDR gleich mal einige Teams einsetzen.
Man stelle sich vor, es herrscht Stromaggregat Mangel, aber der WDR sendet aus fünf Dörfern live - mit Notstrom ;)

von Terranus - am 26.11.2005 22:11
Es gab neben dem ARD Brennpunkt nach der Tageschau einen besseren weil ausführlicheren Beitrag im WDR sowie gegen 22 Uhr einen Beitrag im NDR, denn man aber getrost vergessen kann ... wie übrigens viele andere Sendungen des NDR auch.

Von daher war es gestern abend nicht ganz so schlimm, dass der Sender Schelptrup bei Osnabrück ca. eine halbe Stunde lang das Programm des NDR auf Kanal 56 nicht übertrug. Merkwürdigerweise strahlte der gleiche Sender auf Kanal 50 weiterhin ARD und auf Kanal 39 ZDF aus ...

Vom gestrigen Stromausfall war nicht nur das Münsterland und Osnabrück betroffen sondern auch der Südkreis Vechta in Niedersachsen, der anders als der Nordkreis von Süden her durch die RWE versorgt wird. Allerdings war nach gut einer Stunde der Spuk vorbei.


von Flipp - am 26.11.2005 22:22
Vechta auch ? ich glaub das hat man im Brennpunkt untern Tisch fallen lassen

von Gelöschter Benutzer - am 26.11.2005 22:28
S.Budde schrieb:
Zitat

Aber es stimmt schon, etwas übertrieben wirkts wirklich - die Schneemengen sind eigentlich gar nicht so ungewöhnlich,

Also ich find, dass in halber Meter Schnee der in einigen teilen des Münsterlands liegt, schon extrem viel ist.

Das mit den Stromschwankungen lag übrigens nicht an irgendwelchen Abzweigaktionen diverser Stromnetzbetreiber, sondern vielmehr an den Kurzschlüssen, die durch das aneinanderschlagen der vereisten Stromleitungen im Sturm entstanden sind. So war laut einem Artikel in der "NW" ein Hochspannungsmasten-Abschnitt bei Leopoldshöhe im Teutoburger Wald (Ort bei Bielefeld) für sämtliche Schwankungen in OWL verantwortlicht. Bei uns haben gestern viele Betriebe mittags rum dicht gemacht, weil einfach keiner mehr an den ständig abstürzenden Computern arbeiten konnte/wollte. So hat das Wetter auch iurgendwie sein gutes ;-)

von LukeDX - am 26.11.2005 22:49
Den Ausfällen - zumindest hier bei uns im Südkreis Vechta - ging jeweils ein kurzer, aber bemerkbarer Spannungsrückgang vor. Leider habe ich es nicht mehr rechtzeitig geschafft, auf meinen Notobook eine Messverarbeitungssoftware zu installieren und mit Hilfe eines Multimeters den Spannungsverlauf zu protokollieren.

von Flipp - am 26.11.2005 23:10
@TerranussI

Der WDR braucht keinen Notstrom. Die sind unter Garantie mit Sat-Cars vor Ort, und die haben eine eigene Stromversorgung.

von Auricher - am 26.11.2005 23:38
na war mir halt aufgefallen weil Vechta glaub ich Niedersachsen ist und im Beitrag irgendwie nur NRW drankam

von Gelöschter Benutzer - am 27.11.2005 05:52
Weitere Meldungen zu den Stromausfällen vom WDR-Newsticker (Sonntag, 27. Nov.)

[06:05 Uhr] Reparaturen bei Tageslicht

Nach Angaben des Energieversorgers RWE waren etwa 50 Hochspannungsmasten beschädigt. Die Reparaturen sollten bei Tageslicht wieder aufgenommen werden. 4.000 Einsatzkräfte waren in der Nacht im Einsatz. Krankenhäuser, Altenheime und die Notunterkünfte wurden mit 600 Notstromaggregaten ausgestattet.

[06:33 Uhr] Zweite Nacht ohne Strom

Nach dem Schneechaos hat sich die Lage in der Nacht leicht entspannt. Sechs Gemeinden in den am schlimmsten betroffenen Kreisen Steinfurt und Borken konnten im Laufe der Nacht wieder an das Stromnetz angeschlossen werden, teilte die Polizei mit. Dennoch mussten tausende Menschen die zweite Nacht in Folge ohne Strom verbringen.

[12:01 Uhr] A 31 ist wieder frei

Die Autobahn 31 ist wieder frei. Sie war wegen einer heruntergestürzten Starkstromleitung seit Freitagabend gesperrt.

[12:39 Uhr] Schulfrei im Münsterland

Alle Schulen in den münsterländischen Kreisen Steinfurt, Borken und Coesfeld bleiben am Montag (28.11.05) geschlossen. Das habe der Krisenstab der Bezirksregierung Münster entschieden, teilte dessen Sprecher Stefan Bergmann am Sonntag (27.11.05) mit. Die Entscheidung gelte zunächst nur für den Montag (28.11.05) und betreffe Schüler und Lehrer gleichermaßen.

[13:55 Uhr] Kerzen verursachen Schwelbrand

Schlimme Folgen hatte der Stromausfall wegen des Wintereinbruchs am Samstagabend (26.11.05) für eine Familie mit zwei Kleinkindern in Vreden im Kreis Borken. Die wegen der Dunkelheit im Hausflur aufgestellten Kerzen verursachten einen Schwelbrand mit starker Rauchentwicklung. Eltern, Kinder sowie mehrere Besucher mussten von der Feuerwehr über einen Balkon geborgen werden, berichtete die Polizei. Alle kamen mit Verdacht auf Rauchvergiftung ins Krankenhaus. Der Sachschaden beträgt etwa 40.000 Euro.

[12:45 Uhr] Von der Tagesschau (ARD.de)

Nach dem Schneechaos im Nordwesten Deutschlands sind noch immer viele Orte von der Stromversorgung abgeschnitten. Wieviel Menschen betroffen sind, ist weiter unklar. Der örtliche Stromversorger RWE gab an, dass nur noch 120.000 Menschen ohne Elekrizität seien. Dem widersprach die Bezirksregierung Münster. "Nach unseren Erkenntnissen sind es noch 200.000 Menschen. Die Zahl von RWE dementiere ich", so ein Sprecher der Bezirksregierung. "Von einer Entspannung kann keine Rede sein", sagte er weiter.

Im Raum Osnabrück entspannte sich die Lage wieder. Dort sehe es sehr gut aus, nur noch wenige Teile seien von der Stromzufuhr abgeschnitten, teilten die Behörden mit.

von Manfred Z - am 27.11.2005 13:57
Am Dümmer und im südlichen Landkreis Vechta (@_ZWOBOT_: liegt tatsächlich in Niedersachen, nordöstlich von Osnabrück) gibt es seit Freitag abend wieder unterbrechungsfreien Strom.

Der Stromausfall hatte - verspätet - auch zur Folge, dass bei mir T-DSL nicht mehr funzte. Ein Anruf gestern mittag beim Störungsdienst der Telekom (nicht T-Online!) hat das Problem aber behoben.

Seit heute taut es, Thermometer zeigt +4° C an. Fatal: Von den Bäumen fallen jetzt große, schwere Schneeklumpen herunter. Fuhre gerade im Auto, auf zweihundert Meter ist mir dreimal so ein Klumpen auf das Auto gefallen, glücklicherweise ohne weitere Schäden zu hinterlassen.

von Flipp - am 27.11.2005 14:25
Ich hab hier (nördlich OS) auch ne kleine Runde gedreht. Die Hauptstrassen sind frei, auf den Nebenstrassen geht noch nix. Und auch hier taut es wie verrückt. Allerdings zeigte mein Aussenthermometer vorhin bereits wieder -1,5°C an, der Himmel wird wieder grau (nachdem vorhin die Sonne schien). Morgen früh dürfte es wohl nochmal spannend werden...

von Staumelder - am 27.11.2005 14:35
Es taut bei leichtem Schneefall. Die Straßen sind frei, Strom, Telefon, KabelTV und DSL läuft problemlos.

von Alqaszar - am 27.11.2005 14:44
In wuppertal-cronenberg ist immer noch land unter. So richtig läuft dort immer noch nicht alles. Aber in essen zumindest alles weitestgehend normal. In velen, so meine schwester, ist der strom vorhin endlich auch wieder da.

Die stromschwankungen gab es freitag morgen in essen wie auch in mettmann. Das licht flackerte immer wieder ein wenig. Dann fuhren busse überhaupt nicht. Ich finde es reichlich komisch wie so etwas alles passiert. So eine wetterlage gab es doch sicherlich auch schon früher! Tja, das kommt davon wenn die städte nicht streuen, stromkonzerne nur gewinne machen müssen und die busse nur sommerreifen drauf haben. Die politiker so auch herr rüttgers sollten mal durchaus nachdenken, ob die privatisierungen alle so vorteilhaft waren

von pfennigfuchser - am 27.11.2005 15:44
Zitat

sondern auch der Südkreis Vechta in Niedersachsen, der anders als der Nordkreis von Süden her durch die RWE versorgt wird.


Da kann man mal sehen: Würde ich nur eine Stadt weiter südlich wohnen, hätte ich keinen Strom gehabt. Obwohl man Lohne eigentlich eher zum Südkreis zählt als zum Nordkreis.

Nordkreis und Südkreis lassen sich so unterscheiden: Im Südkreis sind fast alle Antennen auf Bramsche gerichtet, im Nordkreis auf Cloppenburg/Steinkimmen/Bremen :D

Wobei das jetzt dank DVB-T recht durcheinander ist, man kann davon ausgehen, dass die, die ihre bis jetzt auf Bramsche ausgerichtete Antenne behalten, sie nun auf Bremen ausrichten werden.

von htw89 - am 27.11.2005 16:20
grade jetzt auch ein Bericht in den Sat 1 Nachrichten - es hiess da eben, die Oberleitungen sind vereist und dann auchgrund der schweren last gerissen.
es war auch ein Reporter ausm Münsterland zu sehen (aber wohl eher nicht live ;-) )

von Gelöschter Benutzer - am 27.11.2005 17:33
Zitat
pfennigfuchser
herr rüttgers sollten mal durchaus nachdenken, ob die privatisierungen alle so vorteilhaft waren

Seit wann ist doch gleich Herr Rüttgers MP in NRW? ;)

von EmmWeh - am 27.11.2005 18:18
Wann kommt denn die Frau BKanzlerin Merkel endlich mit Fäustlingen und Winterboots in das Katastrophengebiet um Münster, wie es damals Schröder beim Hochwasser im Osten gemacht hat ???

Bei 3 Tage ohne Strom (100.000 Menschen ohne Strom und 3 Tage ohne Lokalradio), fände ich das schon angemessen...

:rp: :rp: :rp:


von FM100 - am 28.11.2005 00:02
Habe vorhin kurz die 104,0 (Radio RST) gehört. Auf der QRG liegt ein mieser Brummträger (nicht 50Hz, irgendwas anderes), das normale Programm läuft trotzdem. Ich denke dass da irgendwas Improvisiertes läuft. Auf 105,2 läuft das normale Programm ohne Brummträger. Kann das jemand von Euch bestätigen?

BFBS2 läuft hier in Osnabrück (106,3) ganz normal. Die Schüssel ist wohl freigeschaufelt ;-)

von Staumelder - am 28.11.2005 10:26
Zitat
FM100
Wann kommt denn die Frau BKanzlerin Merkel endlich mit Fäustlingen und Winterboots in das Katastrophengebiet um Münster, wie es damals Schröder beim Hochwasser im Osten gemacht hat ???Bei 3 Tage ohne Strom (100.000 Menschen ohne Strom und 3 Tage ohne Lokalradio), fände ich das schon angemessen...


Wieso, sind schon wieder Neuwahlen ??? Habe ich garnicht mitbekommen :-)

von Funkerberg - am 28.11.2005 10:54
Die 105.2 Radio RST lief heute morgen auch nicht störungsfrei; es gab immer mal wieder komplette Abschaltungen, denen dann sekundenlange Leerträger folgten; in den halbstündigen Nachrichten wurde sogar darauf hingewiesen.

Im Treff nach Neun gab es heute auf RST neben regionaler Werbung, Nachrichten und Veranstaltungstips auch noch aktuelle Warnhinweise für Ochtrup, bei denen man sich aus dem Oberhausen-Programm ausgeklinkt hat.

RST bleibt bei mir allerdings nicht mehr lange im Senderspeicher; der Empfang ist in Bielefeld doch zu mies.



von Jean-Jacques - am 28.11.2005 13:54
Zitat

ganz tolles Notprgramm übrigens, nämlich der Mantel aus Oberhausen, in dem nicht mal der klitzekleinste Hinweis über die aktuelle Situation kam ...)


Wie bitte? Der WDR überschlägt sich ja geradezu in Sachen Katastrophenbericherstattung und der Lokalfunk verpennt das Ganze? :confused: - Wozu gibt's dann überhaupt Lokalfunk?

von Manager. - am 28.11.2005 18:00
Zitat Sebastian Budde:

Das NDR-Studio Osnabrück hat am Freitag seine "Regional" Ausgabe übrigens mit lediglich einer Taschenlampe als Beleuchtung gefahren :D ....

Na das halte ich aber für ein Gerücht. Wenn sie Strom für die Technik hatten, dann funktionierte auch die Beleuchtung.


von Auricher - am 28.11.2005 21:34
@ Sebastian Budde

Ich bin mir da schon sicher. Alle NDR - Studios, in denen ich bisher gearbeitet habe, waren so abgesichert. Außer den Studios hatten auch zumindest einige Büros Strom und auch die Rechner und die Telefonanlage hingen am Notstrom.

Denn was nützt mir ein Studio in dem die Technik funktioniert, aber der Techniker am Mischpult und der Moderator im Studio im Dunkeln sitzen?

von Auricher - am 29.11.2005 14:22
"Lob für Notfall-Radio in NRW

Während des Stromausfalls in NRW hat es für viele Menschen nur eine Informationsquelle gegeben: Das Radio.Lob für die Leistung regionaler Radiostationen während des Stromausfalls in NRW in den letzten Tagen: Das regionale Radio als Informationsmedium erlebte nach Expertenmeinung während des Stromausfalls im Münsterland eine «Sternstunde». «Die lokalen Hörfunkprogramme haben unter Beweis gestellt, dass sie programmlich absolut auf der Höhe der Zeit sind», sagte Peter Widlok von der Landesmedienanstalt NRW am Dienstag in Düsseldorf."

Kompletter Text unter
http://www.netzeitung.de/medien/370333.html

von Klausi69 - am 29.11.2005 17:23
@ tomfritz:

Da muss ich dir heute einmal kräftig widersprechen. :)

Zitat

Zitat:
Offenbar hat man halt nördlich des Weisswurstäquators nicht so viel Erfahrung mit grösseren Schneemengen...
Im Hinblick auf die Dramatik, daß mehrere tausend Menschen ohne Strom auskommen mußten, verbietet sich eigentlich ein solcher Kommentar, vor allem der Smiley!


Den Smilie kann man sicher weglassen, aber ansonsten stimmt diese Aussage doch.
Das RWE war auf diese Situation einfach unzureichend vorbereitet, denn auf der anderen Seite der Grenze in NL ist (soweit mir bekannt) kein Mast abgeknickt.

Und die Kanzlerin hat sich sicherlich um wichtigere Dinge (z.B. Entführung im Irak o.ä.) zu kümmern, als um ein paar Landkreise ohne Strom. Dafür haben wir in unserem föderalen Staat ja schließlich die Landesregierungen; MP Rüttgers war richtigerweise auch dort.



@ Sebastian Budde und andere in NRW:

Was stimmt denn nun?

Zitat

ganz tolles Notprgramm übrigens, nämlich der Mantel aus Oberhausen, in dem nicht mal der klitzekleinste Hinweis über die aktuelle Situation kam


oder...

Zitat

Das regionale Radio als Informationsmedium erlebte nach Expertenmeinung während des Stromausfalls im Münsterland eine «Sternstunde».


???

von Manager. - am 29.11.2005 18:43
@Sebastian Budde

Mein Schwerpunkt liegt zwar im NDR Studio Oldenburg (übrigens das größte Außenstudio des NDR), ich kenne aber auch das Osnabrücker Studio. Nochmals: Was soll Notstrom für die Technik bringen, wenn der Techniker und der Moderator mangels Licht die Hand vor Augen nicht sehen?

von Auricher - am 29.11.2005 21:11
Im DLF-Magazin war gerade ein Nachbericht zum flächendeckenden Stromausfall im Münsterland im vergangenen November zu hören.
Darin wurde berichtet, dass man im Vorgriff auf zukünftige Krisenfälle eine Direktleitung vom Krisenstab zum Lokalsender Radio RST einrichten will, "damit man sich direkt in das Programm einklinken kann". (PTY 31?)


DLF-Magazin: Ochtrup und die Lehren nach dem Stromchaos
Sendezeit: 02.03.2006 19:44
Autor: Wagener, Volker
Programm: Deutschlandfunk
Sendung: DLF-Magazin
Länge: 06:00 Minuten

---> http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2006/03/02/dlf_200603021944

von Manager. - am 02.03.2006 19:05
Was soll PTY31 bringen? Das ist doch nur "besserer" Verkehrsfunk!

von brockenfan - am 02.03.2006 19:12
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