Diese Seite mit anderen teilen ...

Informationen zum Thema:
Forum:
Radioforum
Beiträge im Thema:
11
Erster Beitrag:
vor 11 Jahren, 9 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 11 Jahren, 9 Monaten
Beteiligte Autoren:
DX-Petra, Christophorus, hybrid, dxbruelhart, Rosti 2.0, Georg Acher, Spacelab

Gleichkanalstörungen über Satellit bei BH-TV1

Startbeitrag von DX-Petra am 05.01.2006 07:06

Wo nehmen die denn ihr Sat-Signal ab ? Horizontale Streifen und ein von rechts nach links wanderndes Austastzeilenschalltenbild durch einen anderen Sender auf gleicher Frequenz.

Antworten:

Na, so wie ich die Verhältnisse in dem "Staat" kenne, nehme ich mal an, das ist ein normales analoges TV-Signal was für die Verbreitung über Sat in MPEG-2 gepreßt wird :D

Ich kann mir lebhaft vorstellen, daß das Signal an der Uplink Station mittels einer UHF-Antenne (BHT sendet terrestrisch nur im UHF-Band) einfach aus dem Äther gefischt wird, würde mich echt nicht wundern wenns so wäre...




von Christophorus - am 05.01.2006 10:14
Naja, bei "uns" sind sie auch nicht besser. Sowie mir das Bild von n-tv auf Astra aussieht, kommt das auch per FBAS oder YC in den MPEG-Encoder. Sonst würden die Kanten in der bunten Laufschrift nicht so flirren... Das Bild von n24 dagegen ist einwandfrei.

BTW: Kennt noch jemand die Türk-TV-Emulation von Stefan Raab? Einfach grieseliges Bild mit Brummbalken und übersteuerter, aber zu leiser Ton mit lautem Brummen ;-)

Georg

von Georg Acher - am 05.01.2006 17:48
Na das gibts doch hier in Deutschland auch. SWR RP ist über Sat auch mit leichten Geisterbildern versehen, wenn man genau hinschaut !

von Rosti 2.0 - am 05.01.2006 20:59
Das war aber auch nicht immer so. Ich kann mich noch gut daran erinnern das es beim SR auch mal wandernde schwarze Störbalken und Grieseln gab. Da wurde, laut eigener Aussage der SES, das Signal ganz traditionell mit einer stink normaler UHF Antenne abgegriffen und Digitalisiert. Das sah grauenhaft aus! Aus einem solchen Ausgangsmaterial kann der beste MPEG Encoder kein artefaktfreies Bild zaubern. Allein schon das grobe Grieseln hat den Encoder total aus dem Tritt gebracht.

n-tv wird übrigens analog vom Kabelanschluß abgegriffen. Im Digitalfernsehen Board gab es mal haufenweise Fotos von Testbildern in denen "Telekom Kanal S??" stand. Kurz nach dem Transponderwechsel bekam man sowas öfter zu sehen. Vor dem Transponderwechsel bekam man das Signal auch irgendwo anders her. Denn obwohl die Datenrate teiweise deutlich niedriger war, war das Bild im großen und ganzen besser. Höherer Kontrast, mehr Schärfe, und vor allem keine flimmernden Kanten. Weiß der Geier warum die das Signal nach der Umstellung von diesem grottigen Kabelanschluß abgreifen und nicht mehr von der alten Quelle die ja deutlich besser war. Und die jetzt höhere Datenrate reißt da auch nichts raus.

von Spacelab - am 05.01.2006 22:06
*g*
Ich sag nur O6-TV Griechenland ;) ;) Muaaahhh... war das geil...
Das sah über Satellit aus wie vom Dia-Projektor abgefilmt, durch einen unabgeschirmten Büroklammer-Draht übertragen, dann per CB-Funk kilometerweit ausgestrahlt, durch das Wasser des Aralsees geleitet, auf einem NTSC-TV per VHS-Tape abgespielt, dort wieder abgefilmt, in DivX komprimiert, danach nochmal in RealVideo gepackt, per DAB-Haufen rausgesendet, wieder auf Diaprojektor gespielt, abgefilmt und dann auf den Satelliten übertragen !! :D

von hybrid - am 06.01.2006 00:55
Nach Informationen des Senders ist allerdings das Signal in der "Hauptstadt" Sarajevo vom VHF Kanal 8. (siehe auf der gelinkten Karte, bitte zoomen und Sarajevo suchen, rechts unten der Mitte), dahingehend muß ich mich leider ganz laut korrigieren!

http://www.pbsbih.ba/bht1/slike/BHTV1%20mreza.jpg

Übrigens, alles außerhalb der gelben Linien wird über dieses tolle Sat-Bild versorgt! Nun Gut, den Kanal schaut eh keiner ;)

Aber, das gibt mir in der Tat zu denken, es könnte sich hier möglicherweise um eine Tropo-Störung handeln, es gibt in Serbien einen Sendestandort namens Ovčar (dt. der Hirte), ich kann leider keine Angaben zur Sendeleistung machen, aber der Sender ist recht hoch und meines Wissens nach recht stark, Luftlinie nach Sarajevo sind sicher weniger als 150 km. Aber auch dort gibt es ein Signal auf VHF K8.

(Für Interessierte hier ein Link zur den Grundfrequenzen mit Standorten in Serbien (incl DVB-T!): http://www.rts.co.yu/frek_glpred.asp [NS1 und NS2 sind die Frequenzen für das Regionalfernsehen und Radio in der Provinz Wojwodina]
(wer an lokalen Füllsendern interessiert ist möge auf "lokalne frekvencije" klicken)



von Christophorus - am 06.01.2006 02:19
Dann wär ja mal interessant, wer der Störer ist. So kann man Rückschlüsse auf die Herkunft des UHF-Signals ziehen.

Da empfiehlt sich doch unser TV-channel-Scan, erreichbar unter http://www.ukwtv.de/fmscan/main.php
Der Sender wird also auf Kanal E8 empfangen; auf Kanal 8 sind in Sarajewo gemäss TV-chScan folgende Sender empfangbar:

8h 8M BIH BHT1 Hum 6 2 36° 98
8h 8P SRB TVS1 Ovcar 50 148 87° 51
8h 0 BIH BHT1 Olovo P. 0.05 39 44° 47
8h 0 BIH BHT1 Praca 0.03 36 111° 46
8h 0 BIH BHT1 Konjic R. 0.05 36 243° 45
8h 0 BIH BHT1 Bugojno G. 0.25 76 284° 41
8h HRV HRT1 Celevac 80 210 284° 41f
8h 0 BIH BHT1 Cajnice C.b. 0.03 66 118° 37
8h 0 BIH BHT1 Foca Dj. 0.025 63 148° 36
8h 0 BIH BHT1 Busovaca K. 0.03 48 309° 36
8h 0 BIH BHT1 Foca Gr. 0.03 49 139° 35#
8h HRV HRT1 Belje 50 218 7° 32f

Der Sender, der upgelinkt wird, wird also BHT1 vom Standort Hum sein. Dann dürfte der Gleichkanalstärer wohl der starke Sender aus Ocvar sein, der mit 50 kW das serbische Fernsehen TVS1 aus einer Distanz von nur 148 km gen Sarajewo sendet.

von dxbruelhart - am 06.01.2006 06:44
Na da würde ich mich ja totlachen, wenn bei Überreichweiten plötzlich der serbische Sender auf dem Bosnien-Kanal geuplinkt werden würde. Totaler Blödsinn, so eine Zuführung zu verwenden..

von DX-Petra - am 08.01.2006 17:33
Zur Information:
MySnip.de hat keinen Einfluss auf die Inhalte der Beiträge. Bitte kontaktieren Sie den Administrator des Forums bei Problemen oder Löschforderungen über die Kontaktseite.
Falls die Kontaktaufnahme mit dem Administrator des Forums fehlschlägt, kontaktieren Sie uns bitte über die in unserem Impressum angegebenen Daten.