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Unterschied 8 Ele.-Yagi vs. 5 Ele.-Yagi

Startbeitrag von tomfritz am 20.01.2006 07:06

[Beitrag auf Wunsch des Users entfernt.]

Antworten:

Bei den hiesigen Empfangslagen zahlt es sich wohl vor allem aus, dass bei der 8-Elemente-Antenne der Rückseitenempfang und der Nebenzipfelempfang geringer ist. Der Gewinnunterschied wirkt sich hier wohl weniger aus.

In einem dünn besiedelten UKW-Band kann 1 dB Unterschied über identifizierbar / nicht identifizierbar entscheiden, und bei DRM120 kann es den Unterschied zwischen hörbar und nicht hörbar ausmachen.

Ingo

von Ingo-GL - am 20.01.2006 15:18
Meine Erfahrung, allerdings 4el vs 8el in einem Dachboden: Die 8-Elemente hat ca. 1m über dem Boden die gleiche Signalstärke wie die 4el in 2,5m Höhe. In diesem Vergeleich war bei der 4el die Richtwirkung allerdings deutlich schlechter.
Ähnliche Erfahrungen hatte ich bei einer Montage auf dem Dach im unteren Sinntal bis Ende 2001 mit einer 6el (Hirschmann) gemacht, da kam noch nichtmal mehr der Feldberg in rauschfreiem Stereo (dafür aber Heidelstein). Es fehlte ein Tick an Feldstärke, auch wenn guten DX-Empfänge zu verzeichnen waren (Ö3 auf 99,0 oder 92,9 und 97,1 aus N war über 90% der Zeit empfangbar). Daher immer mindestens 8el, wenn möglich noch größer, verbauen.

von Thomas (Metal) - am 20.01.2006 20:48
Der maximal erreichbare Gewinn bei Yagi-Antennen hängt nur von der Antennenlänge ab (siehe Rothammel und die Artikelserie von Günther Hoch in der Zeitschrift UKW-Berichte). Anzahl und Anordnung der Antennenelemente entscheiden dann darüber, wie nahe man dem theoretischen Höchstwert kommt. Aber es gilt aber eben auch noch auf andere Eigenschaften zu achten. Und Sauberkeit des Richtdiagramms ist in unserer Empfangslage wichtiger als maximaler Gewinn.

Ingo

von Ingo-GL - am 21.01.2006 14:38
Hat jemand eine Bauanleitung für 8 Elemente (oder mehr) Yagis ?
Aus meiner 3 elemtrigen Antenne bekomme ich nicht genug heraus.
7 Elemente kann man bei Conrad noch kaufen, aber für EUR 60 ist mir das zu viel.
Ich hab im Netz schon geschaut, da gibts viel bis zu 5 El. Zumindest für die Amateurfunker (2m und 70cm).
Baupläne für UKW-Antennen sind (naturgemäß) rar.

LG Hubert

von temp - am 06.02.2006 19:00
Zitat
Ingo-GL
In einem dünn besiedelten UKW-Band kann 1 dB Unterschied über identifizierbar / nicht identifizierbar entscheiden, und bei DRM120 kann es den Unterschied zwischen hörbar und nicht hörbar ausmachen.

Ingo


Das wage ich zu bezweifeln. Hast Du das schonmal ausprobiert? Unbd wenn ja, wie? Wann hast Du denn wo DRM120 empfangen?


von Vorverstaerker - am 06.02.2006 19:10
Wird bei DRM120 nicht anders sein als bei DAB und anderen digitalen Betriebsarten: Im Grenzbereich abruptes Aussetzen der Wiedergabe bei geringem Abfallen des Störabstands.

Ingo

von Ingo-GL - am 07.02.2006 09:40
@hupo300:
Zitat

Hat jemand eine Bauanleitung für 8 Elemente (oder mehr) Yagis?

Ebay mal nach SPINDLER. In seinen alten Büchern findest du alles an Basiswissen und Baudaten für UKW und TV-Antennen, was du brauchst. Am besten vor dem Kauf anfragen, ob die Maße der UKW-Antennen für 88 bis 108 MHz gelten. (Link war nur Beispiel, keine Promo für den Anbieter)

von Erich Hoinicke - am 07.02.2006 10:02
@Erich

Zitat

Ebay mal nach SPINDLER. In seinen alten Büchern findest du alles an Basiswissen und Baudaten für UKW und TV-Antennen, was du brauchst. Am besten vor dem Kauf anfragen, ob die Maße der UKW-Antennen für 88 bis 108 MHz gelten. (Link war nur Beispiel, keine Promo für den Anbieter)

Danke, den Tipp werde ich weiterverfolgen...

LG


von temp - am 07.02.2006 20:56
@Erich

Meinst du das?
Link

Kennt jemand die 12. Auflage vielleicht? Sind da auch UKW-Yagis über 5 El. beschrieben?

LG


von temp - am 07.02.2006 21:51
@ hupo300:

Ja, bei Spindler-Büchern kannst du eigentlich nicht viel verkehrt machen, außer, dass die UKW-Antennen nur bis 104 MHz dimensioniert sein könnten. Dazu sind sie sehr verbreitet und regelmäßig für wenige Euro zu ersteigern. Wenn's dir nur um die Bemaßung der 5-ele geht (ich benutze selbst eine), kann ich dir auch bis morgen die Daten mitbringen und hier posten. Dein aktueller Link ist vielleicht mehr als Geschenktipp geeignet. ;)

von Erich Hoinicke - am 08.02.2006 07:44
Das wäre nett, wenn du die Maße hier posten könntest !
Ich glaube so ein Buch werde ich mir selber zum Geschenk machen *g*.

Ich muss mir echt was einfallen lassen, denn meine Antenne zeigt mehr oder weniger auf einen starken Sender (Dobratsch 100kW - denn kennt ihr sicher) und das mit freier Sicht. (Gott sei Dank sind aber ein paar Kilometer dazwischen)
Mit meiner 3. El geht da nix um nach Süden zu kommen.
Und wenn die 5El, so wie ich hier lesen kann, doch so viel herausholen kann, dann werd ich das da mal probieren und später auf die 8El oder mehr "erweitern" wenn ich nicht mehr zufrieden bin ;).

LG

von temp - am 08.02.2006 09:22
Zitat

Und wenn die 5El, so wie ich hier lesen kann, doch so viel herausholen kann, dann werd ich das da mal probieren und später auf die 8El oder mehr "erweitern" wenn ich nicht mehr zufrieden bin

Gut, dass du das erwähnst. Der Unterschied im Öffnungswinkel zwischen einer 3-ele und einer 5-ele ist jetzt nicht soo groß, so in der Größenordnung 80° : 60° Aber vor allem: Du kannst nicht einfach eine 5-ele auf 6-, 7- oder 8-ele ausbauen, indem du einen weiteren Direktor davorsetzt (bei manchen schmalbandigen Langyagis geht das.) Jede Konstruktion hat neu berechnete Abmessungen, die voneinander z.T. erheblich abweichen, sogar in der Länge des Faltdipols! Also du solltest schon vorher wissen, was du willst, bevor du loslegst. Ich bring meinen Spindler morgen mit.

von Erich Hoinicke - am 08.02.2006 10:07
Hallo Erich,
das "erweitert" war jetzt so gemeint, dass ich mir vielleicht später auch mal eine 8El. bauen werde, sollte ich mit der 5El nicht zufrieden sein, werde aber zur Übung mit einer einfacheren Konstruktion anfangen. Ich hab nämlich (in diesem Forum) schon mal gelesen, dass das "Erweitern" nicht so ohne weiteres möglich ist - aber danke für den Hinweis !
Blöde Frage: Was ist den der Unterschied der "normalen Yagi" zu einer "Langyagi", sind das Antennen mit 13 oder mehr Elementen? Oder doch was Spezielles? :confused:

LG

von temp - am 08.02.2006 17:16
Zitat

a) lieber einen Doppelreflektor hat und dafür einen Direktor weniger
b) breitbandig konstant bis 108 MHz empfängt.

Huch, ich seh schon ich muss mir das oben beschriebene Buch wirklich "schenken",
ich hab nämlich keine Ahnung, was da der Unterschied ist bzw. für was a) sein soll :confused:

Meine Bedürfnisse: Ganz einfach - eine EierlegendeWollMilchSau ;).
Spaß bei Seite, den gesamten UKW-Bereich soll sie schon abdecken können (also bis 108MHz),
also ich bin eher auf der breitbandigen Seite unterwegs - ich hoffe den Rest erledigt mein Tuner
(Trennschärfe)...

LG



von temp - am 08.02.2006 18:37
Danke für die Bilder, aber für was ein Doppelreflektor?

Ps: Die Antenne hätte ich mir teurer vorgestellt - Bei Conrad kostet sie fast das Dreifache !



von temp - am 08.02.2006 19:00
Zitat

Na, zwei Reflektorstäbe anstelle von einem, dafür ein Direktor weniger. Alles klar?


Na schon klar, aber was bringt mir das empfangsmäßig anstelle der "normalen" Anordnung?


von temp - am 08.02.2006 19:05
Danke für die Erklärung!
Dann ist mir auch ein ordentlicher Reflektor wichtiger ;),
denn eine drehbare Aufhängung ist zZ nicht geplant bzw. nicht möglich.

Zitat

Achso, Conrad ist, was das anbetrift, ja auch irgendwie eine Apotheke


ja, aber "die Apotheke" ist auch in Österreich vertreten (heißt keine Auslandsversandkosten)...
Doch für den Conradpreis könnte ich mir bei Tripol inkl. Auslandsversand noch fast 2 Antennen
bestellen :rolleyes:




von temp - am 08.02.2006 19:12
@ hupo300
Zitat

Was ist den der Unterschied der "normalen Yagi" zu einer "Langyagi"?

Lang-Yagis sind Yagis mit (Boom-)Länge von mindestens der doppelten Wellenlänge, im Fall von UKW also >6m. Man kennt sie aus dem 2m- oder 70cm-Funkamateurbereich, wo schmale Bandbreiten auch solche Konstruktionen mit hohen Gewinnen ermöglichen.

Jetzt zu den versprochenen Maßen der Spindler-Yagis. Ich nehme mal die 5-ele, 7-ele und 9-ele. Angaben in [mm], Bereich 88-108MHz

5-ele
Länge: R=1750 Dip=1455 D1=1240(!) D2=1295 D3=1280
Abstand: R-Dip=498 Dip-D1=223 D1-D2=324 D2-D3=527

7-ele Länge: R=1630 Dip=1430 D1=1185 D2=1175 D3=D4=D5=1225
Abstand: R-Dip=506 Dip-D1=175 D1-D2=422 D2-D3=D3-D4=D4-D5=428

9-ele Länge: R=1625 Dip=1410 D1=D2=...=D7=1300
Abstand: R-Dip=502 Dip-D1=318 D1-D2=450 D2-D3=296 D3-D4=325 D4-D5=346 D5-D6=386 D6-D7=383

Daten 5-ele (Gewinn [dBd], hor. Öffnungswinkel, vert. Öffnungswinkel, VRV): 7dB, 58°, 80°, 14dB
Daten 7-ele 8,5dB, 51°, 65°, 16dB
Daten 9-ele 9,7dB, 46°, 55°, 15dB



Die Längenmaße für den Faltdipol sind Außenmaße, das Höhenmaß ist nicht wesentlich: 50...150mm. Ich empfehle einen Fertigen "von der Stange" wegen der Schwierigkeit des Rohrbiegens und wegen des schon vorhandenen Symmetrierglieds von 300 auf 75 Ohm. Alle anderen Abstandsmaße sind natürlich Mittenmaße.

Quelle: Eberhard Spindler: Antennen, 5. bearb. Aufl., 1979, 264 S., VEB Verlag Technik Berlin, Seiten 83...109

von Erich Hoinicke - am 09.02.2006 08:27
Hallo Erich!

Ein großes Danke, dass du dir die Mühe gemacht hast, um nachzusehen und
hier zu posten :spos: !

Dann wird jetz gebastelt ;) ...

LG

von temp - am 09.02.2006 08:58
Gehen diese Antennen [nach Spindler] tatsächlich bereits bis 108 MHz "hinauf" ??? (Buchdruck im 1979!, Abmessungen also ca von 1975 oder älter) . Ich denke: Eher nicht. Also aufgepasst: Ueber der oberen Grenzfrequenz setzt immer ein scharfer(!) Abfall des Gewinns ein!
Obige Gewinnangaben sind aber wie üblich "Maximalgewinne" (etwa beim obersten Fünftel des Frequenzbereiches). Am untern Bandende liegen diese gut 2 dB tiefer (bei Breitbandantennen üblich).
Es empfielt sich, diese Antennen einmal mit einem Antennenberechnungsprogramm zu prüfen. Dann ist sofort Klarheit.

von faro - am 09.02.2006 11:35
@ faro: Ich glaube, deine Sorge ist unbegründet. Neben UKW (ausdrücklich 87...108 MHz angegeben) sind für die jeweilige Yagi auch die Maße aller anderen Bereiche angegeben: OIRT (66..73 MHz), 6m und 2m-Band, sowie alle erdenklichen Fernsehkanäle. Die 5-eles von mir und Jens Ullrich waren jedenfalls bis 108 MHz linear: http://forum.mysnip.de/read.php?8773,157512,157512#msg-157512

von Erich Hoinicke - am 09.02.2006 12:05
Aber wann ging denn das UKW-Band bis 108 MHz auf? Lange ging es doch bis 100 MHz und dann bis 104 MHz. Ich habe dies noch nicht "bewusst" erlebt. Ich meine, rein rechnerisch geht da was nicht auf. Aber ich lasse mich gern überraschen :cool:

Zitat

ausdrücklich 87...108 MHz angegeben


Steht das wirklich im Buch Auflage 1979 so? Das waren ja "Hellseher".

von faro - am 09.02.2006 12:13
Zitat

Steht das wirklich im Buch Auflage 1979 so? Das waren ja "Hellseher".

Ja, steht so. Guter Spionagedienst. ;) Nein, da musst du unsere Koordinierungsspezialisten fragen. Der Bereich bis 108 MHHz muss schon lange bekannt sein, nur die Belegung der oberen Frequenzen fand erst so ab Mitte der 80er mit Auftreten der ersten Privaten statt. BTW: Mein Grundig Satellit, Baujahr 1973, geht auch schon bis 108 MHz. Wer bietet noch Älteres?

von Erich Hoinicke - am 09.02.2006 13:06
Zitat

Wer bietet noch Älteres?


Grundig Satellit (Amateur) 210
Baujahre 1969 bis 1972

Den hatte ich auch mal.

http://www.radiomuseum.org/r/grundig_satellit_amat_210.html

Auf das Bild klicken und zur U-Skala scrollen.

von Ottensen FM - am 09.02.2006 13:26
Zitat
Erich Hoinicke
Lang-Yagis sind Yagis mit (Boom-)Länge von mindestens der doppelten Wellenlänge, im Fall von UKW also >6m. Man kennt sie aus dem 2m- oder 70cm-Funkamateurbereich, wo schmale Bandbreiten auch solche Konstruktionen mit hohen Gewinnen ermöglichen.


Meines Wissens spricht man von Lang-Yagi bereits ab einer relativen Boomlänge von einer Wellenlänge, also rund 3 m bei UKW. Aber ist nicht so wichtig.

Die Spindler-Antennen sind zwar für´s komplette UKW-Band geeignet, aber die Maße stammen aus einer Zeit, als es noch keine Antennenberechnungsprogramme gab. Die in dem Buch angegebenen Antennen lassen sich (wie alle anderen käuflichen Yagis) noch deutlich verbessern, so daß sie einerseits höheren Gewinn und andererseits ein höheres VRV aufweisen. Man sagt zwar immer, daß es keine "Wunderantennen" gibt, aber damit meint man, daß eine Antenne bei vorgegebenen Maßen nicht gleichzeitig maximalen Gewinn und maximales VRV erreichen kann.

von MHM - am 09.02.2006 13:33
Hallo,

gibt es auch Angaben darüber, wie sich Gewinn, Anpassung und Strahlungskeule über den doch recht großen Frequenzbereich verhalten? Hat schonmal jemand so einen Nachbau vermessen? Ich persönlich mag nicht so recht dran glauben, daß diese Bauweise über den gesamten Bereich auch brauchbare Ergebnisse bringt. Hat vielleicht jemand Lust, das mal mit NEC zu berechnen?

Gruß
Fred


von Vorverstaerker - am 09.02.2006 15:21
Antennenmessungen habe ich noch keine durchgeführt, da mir hierfür der Platz fehlt. Ich hab aber schon mal einige Vergleichssimulationen mit NEC angestellt und dabei keine relevanten Unterschiede in den Resultaten festgestellt. Daß die Simulationsprogramme keine graue Theorie sind, beweisen die praktischen Erfahrungen von einigen schwedischen DXern, die ihre Antennen (14 bis 17 Elemente) nach den Modellergebnissen gebaut haben und damit hervorragende DX-Erfolge erzielen konnten (auch dann wenn die Antennen nicht gestockt waren).

Günstig ist es, Antennen so zu dimensionieren, daß das Gewinnmaximum bei 102 MHz liegt. Wenn ich mich recht erinnere, haben die Antennen von Spindler sowie die gestreckten Konni-Antennen ihr Maximum bei 108 MHz. Das ist zwar nicht so schlimm, aber man verschenkt dadurch Gewinn im unteren Bereich des UKW-Bandes. Auch sind die SWR-Werte dieser Antennen nicht optimal, wenngleich durchaus akzeptabel. Mit den Simulationsprogrammen kann man dagegen das SWR fast durchwegs unter 1,2 oder 1,1 halten, selbst bei 20 MHz Bandbreite.

von MHM - am 09.02.2006 16:16
@MHM

Vielen Dank für die Info. Aber die Anpassung sagt natürlich nix über die weiteren Eigenschaften aus. Wäre mal interessant, was NEC über den Gewinn über der Bandbreite aussagt....

Gruß
Fred


von Vorverstaerker - am 09.02.2006 17:46
Telefunken Picnic 101L - Baujahr 1966/67. Da hat tomfritz mich zwar geschlagen ;), aber auch dieses Ding läuft noch wunderbar! Scheinbar hat Telefunken in den 60ern und 70ern - wie auch Grundig - absolut gute Arbeit geleistet...Das ist bei deutschen Firmen ja leider nicht mehr der Fall, zumal da meist nur noch der Name aus Deutschland ist, der Inhalt aber Billig-Schrott aus Fernost...

von Kroes - am 09.02.2006 19:16
Ich glaube, Erich wollte eigentlich wissen, wer einen noch älteren Empfänger besitzt, der schon bis 108 MHz geht.
Mein ältestes Stück, ein kleines, schnuckliges Philips Röhrenradio aus den frühen 60ern, geht leider nur bis 104 auf der Skala (tatsächlich empfängt es bis etwa 104,9). Aber das war für die damalige Zeit wohl schon viel. Das Band dürfte damals oberhalb 100 MHz noch schön frei gewesen sein. Der Säntis auf 99,9 war hier in der Gegend wohl über längere Zeit hinweg die höchste empfangbare UKW-Frequenz.

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 09.02.2006 19:55
Zitat

Das ist bei deutschen Firmen ja leider nicht mehr der Fall, zumal da meist nur noch der Name aus Deutschland ist, der Inhalt aber Billig-Schrott aus Fernost...


Da hast du recht, die Zeiten sind (leider) vorbei !
Das ist auch noch alles auf Deutsch beschriftet gewesen - da hat man wirklich gemerkt, wo es
hergekommen ist !
Wenn die Amis alles zusammenkaufen (und wir alles verkaufen - wir Österreicher sind da Meister darin) darf man sich nicht wundern ...
Kapitalismus ist nicht lustig !

Ps: Entschuldigt das Sinnieren ;)





von temp - am 09.02.2006 20:09
> Ja und :confused: Genau solche Geräte wurden doch genannt !

Ach so... tja, dann nehme ich natürlich alles zurück. Ich dachte, in den 60ern gab es noch keine Geräte, die bis 108 MHz gingen. Schon wieder 'was dazugelernt... ;)

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 09.02.2006 20:20
@tomfritz: Ausnahmsweise bist du es nicht, der kritisiert wird. ;) Rolf meinte wohl eher mich, da ich ein Gerät gepostet habe, was nur bis 104 MHz empfängt. Hatte das nicht so richtig verstanden, sorry.

von Kroes - am 09.02.2006 20:21
Zitat

Damit ist jetzt natürlich nicht gemeint, daß ich jemand die Freude am Basteln vereiteln möchte.

Du hättest es FAST geschaft *ggg*...

von temp - am 09.02.2006 20:47
---
Wenn ich mich recht erinnere, haben die Antennen von Spindler sowie die gestreckten Konni-Antennen ihr Maximum bei 108 MHz.
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Bei den alten sah es noch anders aus, die gingen nur bis 104 MHz. Man muß aber dazu sagen, daß dies nur Antennen betreffen sollte, welche gut 10 Jahre und älter sind.


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Wer bietet noch Älteres?
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Das schonmal hier von mir genannte Saba Mainau meiner Eltern dürfte Bj 1971 sein. Die Skala geht bis 104 MHz, empfangen werden konnte bis etwa 105,4 MHz, der auf höchster Frequenz empfangbare Sender war damit B5Aktuell auf 105,3.
"konnte" deshalb weil ja zu Weihnachten das Skalenseil gerissen ist und ich jetzt den Bereich weiter zwischen 88,0 und 102,0 eingeschränkt habe (es sollte eigentlich 89,0 und 102,1 werden; da muß ich nochmal mit einem metallfreien Schraubendreher ran). 89,0 und 102,1 stellt einen Kompromiß dar, in welchem im schon fast alle Sender empfangen werden können, die dann auch bei einem vollständigen UKW-Band zu hören wären.


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nur die Belegung der oberen Frequenzen fand erst so ab Mitte der 80er mit Auftreten der ersten Privaten statt.
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Was war das bei Dir Erich? FFN? Bei mir war es SWF3 auf 103,1. Damit kam dann nochmehr das Hobby DX- und Fernempfang, da SWF3 nur im Winter mit meiner damaligen (Winter 1983/1984) Ausrüstung (ITT Touring 220, die ersten beiden Segmente der Antenne abgebrochen...) sauber in Mono empfanbar war. Damit habe ich dann mal gebastet bis auch im Sommmer bzw. bei Normalbedingungen ein einwandfreier Mono-Empfang möglich war.

von Thomas (Metal) - am 09.02.2006 21:00
Mein erstes eigenes Radio (bekam ich von meinen Eltern 1971 zu Weihnachten, weil ich immer am Küchenradio die Sender verstellte :D ) - ein Nordmende Carrera ---> http://www.radiomuseum.org/r/nordmende_carrera_de_luxe_974195.html
hatte neben LW, MW und KW (49 m-Band) auch bereits diesen erweiterten UKW-Bereich bis 108 MHz. Zu hören war da außer Flugfunkfeuern (Spiegelfrequenzen?) aber noch nichts.

Rundfunk-Frequenzen für den Bereich 104-108 MHz wurden zwar erst in Genf '84 koordiniert (ab 1.7.87 mit zunächst verminderten Sendeleistungen in Kraft), aber vermutlich hat man diesen Frequenzbereich bereits bei Stockholm '61 für eine spätere Rundfunk-Nutzung (als Reserve?) vorgesehen.

Jedenfalls hatten Ende der 60er-/Anfang der 70er-Jahre bereits alle neue Radios den Bereich bis 104 MHz (wo ja auch bereits einige Freqenzen on air waren) und einige auch den Bereich bis 108 MHz. Auch unser Küchenradio - der ITT Schaub-Lorenz Golf Europa ---> http://www.radiomuseum.org/r/itt_golf_europa_100_521401255.html (mit der goldenen Taste für die Europawelle Saar 1421 kHz) -- hatte (wenn ich mich nicht irre) neben LW, MW und KW (49 m-, 41m-, 31 m-, 25 m- und 19 m-Band) auch bereits UKW bis 108 MHz.



von Manager. - am 09.02.2006 21:36
Zitat
Thomas (Metal)
---
Wenn ich mich recht erinnere, haben die Antennen von Spindler sowie die gestreckten Konni-Antennen ihr Maximum bei 108 MHz.
---
Bei den alten sah es noch anders aus, die gingen nur bis 104 MHz. Man muß aber dazu sagen, daß dies nur Antennen betreffen sollte, welche gut 10 Jahre und älter sind.


Man muß noch dazu sagen, daß die gestreckte Konni-Antenne (8-Element, 3 m Länge) lediglich eine Sonderanfertigung ist. Die "normale" 8-Ele ist 2,30 m lang und besitzt einen Doppelreflektor. So weit ich weiß, wird dieser Typ nach wie vor angeboten. Ich selbst hatte auch mal so ein Teil besessen, aber oberhalb 104 MHz stürzte der Gewinn regelrecht ab. Vielleicht hat Konni nachgebessert und wenigstens die Elementlängen gekürzt, aber bei der Boomlänge hat sich nichts geändert.

von MHM - am 09.02.2006 23:29
Hier in den Foren ist Konni vielleicht deswegen so bekannt, weil man dort Sonderanfertigungen ordern kann, und dies zu einem erschwinglichen Preis. Bei anderen Antennenfirmen geht das in der Regel nicht, eine Ausnahme ist jedoch http://www.spezialantennen.com, vielleicht auch http://www.letrona.ch aus der Schweiz. Da wäre mal ein Preisvergleich ganz interessant.

von MHM - am 10.02.2006 07:51
[OT]
Zitat

Thomas (Metal) Datum: 09. Februar 2006 22:00:

...ab Mitte der 80er mit Auftreten der ersten Privaten statt.
---
Was war das bei Dir Erich? FFN? Bei mir war es SWF3 auf 103,1. Damit kam dann nochmehr das Hobby DX- und Fernempfang...

Ich habe leider keine Aufzeichnungen aus der Zeit, weiß nur, dass im Rhein-Main-Gebiet AFN-Stuttgart auf 102,? ständig und 105,6 DRS3/Säntis gelegentlich ging. Mit Auftreten von SWR4/Donnersberg auf 105,6 war bei mir die (damals noch zweckorientierte) DXerei vorläufig vorbei. D.h, die RPR- , Regenbogen-, wie auch die vielen kleineren schwäbischen Pop-Privatwellen habe ich zwar geloggt, aber haben mich als SDR3-Stammhörer nicht weiter interessiert. War halt auch eher die 3M-Zeit (Musik-Moppeds-Mädels)... ;) [OT]

von Erich Hoinicke - am 10.02.2006 08:23
Ich wollte noch mal kurz auf die von Erich mit Daten vorgestellten Spindler Antennen zurück kommen. Ich habe die Daten für eine 5-El. Antenne mal in MMANA eingegeben und berechnen lassen, da diese "kleine" Variante auch für mich mal interessant wäre. Mit Hilfe der Plotfunktion konnte ich einen ganz guten Eindruck über die Eigenschaften im UKW Bereich bekommen.

Also jetzt zu den Ergebnissen: Der maximale Gewinn stellt sich bei ca. 104 MHz mit etwa 7,4 dB ein. Der genaue Verlauf sieht so aus: bei ca. 87 MHz ca 6dB danach fast linearer Anstieg bis 104 MHz mit 7,4 dB, danach stärkerer, linearer Abfall auf wiederum ca 6 dB bei 108 MHz. Zum Eingangswiderstand: Der Imaginäranteil der Impedanz ist nahezu über den gesamten Frequenzbereich 0(!), der Realteil schwankt von 150 Ohm(87,5MHz) bis (linearer Anstieg) 350 Ohm(100MHz) bis wieder (linearer Abfall) ca. 200 Ohm (108MHz) erreicht werden. Die Dämpfung für Rückstrahlung beträgt etwa durchgängig ca.14dB, lediglich am oberen Bandende werden geringere Werte von ca. 8dB erreicht. Das SWR liegt bis ca.104 MHz etwa durchgängig bei 1,4, danach schiest´s nach oben.

Also alles in allem finde ich die Antennendimensionierung für UKW gar nicht mal schlecht. Bestimmt kann man mit MMANA da auch noch einiges optimieren. Hab allerdings schon längere Zeit nichts mehr damit gemacht. Naja, mal schauen WE fängt ja an .. :) Falls jemand irgendwelche Ideen dazu hat: einfach schreiben!

von Jens1978 - am 10.02.2006 14:52
Zitat
Jens1978
Also jetzt zu den Ergebnissen: Der maximale Gewinn stellt sich bei ca. 104 MHz mit etwa 7,4 dB ein. Der genaue Verlauf sieht so aus: bei ca. 87 MHz ca 6dB danach fast linearer Anstieg bis 104 MHz mit 7,4 dB, danach stärkerer, linearer Abfall auf wiederum ca 6 dB bei 108 MHz. Zum Eingangswiderstand: Der Imaginäranteil der Impedanz ist nahezu über den gesamten Frequenzbereich 0(!), der Realteil schwankt von 150 Ohm(87,5MHz) bis (linearer Anstieg) 350 Ohm(100MHz) bis wieder (linearer Abfall) ca. 200 Ohm (108MHz) erreicht werden. Die Dämpfung für Rückstrahlung beträgt etwa durchgängig ca.14dB, lediglich am oberen Bandende werden geringere Werte von ca. 8dB erreicht. Das SWR liegt bis ca.104 MHz etwa durchgängig bei 1,4, danach schiest´s nach oben.


Klasse, das hört sich eigentlich recht gut an, ich glaub, ich muß mich auch mal in MMANA einarbeiten...

Gruß
Fred


von Vorverstaerker - am 10.02.2006 15:16
@Jens1978
Danke für die Infos !

von temp - am 10.02.2006 21:01
Ich hab nur mal einen Versuch gemacht, und zwar habe ich meine 3El. Hirschmann Yagi, die sich im Dachboden befindet (ca. 0,5m vom Boden), nur mal auf ca. 2,3m hoch in die Luft gehalten und der Empfang wurde sprunghaft besser ?!

Ist bei dieser Antenne schon ein direkter Anschluss für 75Ohm-Kabel gedacht, oder doch für 300Ohm etc. ? Ich find da keine Angabe. ZZ habe ich nämlich mein 75Ohm-Koaxkabel direkt angschlossen.
Auf der Platine, an der das Koaxkabel angeschlossen wird (durch Schraubklemmen) sitzt nur eine kleine Spule.


Link





von temp - am 11.02.2006 12:49
@tomfritz

Danke für die Antwort.

Zitat

Höhe bringt manchmal Vorteile, aber nicht immer, man muß halt schon testen....

Das hab ich jetzt auch gemerkt, ich habs jetzt im Freien probiert und das Ergebnis war ganz
unterschiedlich. Ich glaube meine Antenne ist einfach viel zu breitbandig.

Zitat

Bei einer hirschmann-Antenne setze ich eigentlich ein Symmetrieglied im Anschlußkasten voraus und wenn dort außerdem noch eine Spule erkennbar ist, dann wird das auch so sein. Deine Yagi ist doch nicht aus den Anfangszeiten des UKW, wo man noch mit Flachbandkabel oder Schlauchkabel nieder führte?

Meine Yagi ist ziemlich neu, also lasse ich das 75Ohm-Kabel einfach angesteckt...

von temp - am 11.02.2006 21:30
Hallo!

Erfahrungen - na ja - meine Antenne ist für meine Bedürfnisse einfach zu breitbandig
(oder mein Tuner ist ist schuld daran - das wird immer wahrscheinlicher).
Ich habe die Antenne am Dachboden abgebaut und bin damit testweise auf meinen Balkon
spaziert. Mit Hilfe von Kopfhörer und Verlängerung konnte ich die Ergebnisse des "Antennendrehens" im Freien relativ gut hören.
Im Großen und Ganzen hat das Anheben der Antenne doch Vorteile gebracht.
Das Anschlagen eines Senders, sobald ich diesen anvisiert hatte, hat auch funktioniert.
Leider waren aber viele Störungen umliegender Sender dabei, so dass kein "reines" Empfangen möglich war (Überlagerung anderer Sender und Rauschen trotz 80kHz Filtermodifikation).
Durch leichtes Weiterdrehen ist der Sender wieder ganz verschwunden.

Phänomene wie Senderempfang (des gleichen Senders w.o).bei 90 Grad Verdehung zum Senderstandort waren auch dabei, teilweise war der Empfang dabei sogar besser als in direkter Richtung ! :confused: (Reflexion ?)

Wenn mein Spindler endlich gekommen ist, werde ich mich da mal schlau machen... Die Richtwirkung und die Reichweite der 3El ist mir leider zu wenig.



von temp - am 23.02.2006 22:02
Zitat

Aber das will man doch, eine Antenne die gleichmäßig gut im gesamten UKW-Bnnd von 87,5 - 108 empfängt! Wäre Dir denn eine Antenne lieber die nur bis 100 oder 104 reicht ?

Stimmt schon, da habe ich mich komisch ausgedrückt - Ich habe gemeint, dass meine Antenne jetzt nur sehr wenig Richtwirkung zeigt und so weiter entfernte Sender (die mitunter nahe an einem Ortsender liegen) nicht optimal bzw. garnicht aufnimmt.
Ein Bereich über das ganze UKW-Band ist natürlich das Beste.

Zitat

Reflexionen können unter Umständen sehr stark sein. In manchen Fällen hat man einen stärkeren Pegel, und einige DXer nutzen das auch, wenn man die Antenne z.B. auf ein benachbartes Bergmassiv richtet.

Das könnte bei mir der Fall sein, denn an der Hausnordseite befindet sich ein Berg und die Südseite (Balkon) ist frei. Lage: 900müM
Das Haus ist also in den Hang gebaut mit freier Sicht nach Süden.

Danke für die Tipps mit den anderen Antennen, obwohl das Platzproblem (unter Dach) ist eigentlich kein Thema und so suche ich eher die "beste" Antennenbauform.

LG

Ps: Mein Spindler ist heute gekommen :D.

von temp - am 24.02.2006 19:32
Zitat

Wenn Du mehr Richtwirkung brauchst, solltest Du vielleicht mal eine andere Antennenbauform, z.B. eine Log.-Periodic oder eine HB9CV probieren.

Naja, so gut ist die Richtwirkung(!) der HB9CV nun auch nicht. Lediglich das Vor-/Rückverhältnis ist gut mit ca. 20 dB, aber damit lässt sich auch schon eninges machen. Ansonsten Diagramm wie eine Karidode, also nicht soooo dolle (schlechter als 3-Element Yagi). Bei der log.-per. kommt es auch drauf an, das man sie so dimensioniert das das Horizontaldiagramm besonders in Strahlrichtung gut wird. Somit wird die Antenne aber unweigerlich auch wieder länger. Da man sich die log.-per. in etwa als eine Hintereinanderschaltung von lauter HB9CV´s denken kann, ist hier auch besonders das VR-Verhältnis gut. Wenn man also wirklich in der E-Ebene gut bündeln will braucht man schon eine gute Länge! Beste Lösung: log.-per. und Yagi kombiniert :) Aber nicht grad kurz.

von Jens1978 - am 24.02.2006 19:47
Zitat

Mal was anderes: Warum baust Du Deine Antenne nicht auf dem Dach auf? Ich könnte Dir dazu sogar einen Rotor besorgen!

Das geht leider aus mehreren Gründen nicht, aber danke für das Angebot :spos: .
Ich werde mal versuchen am Dachboden und/oder Balkon einen ordentlichen Empfang herzustellen. Alles Weitere wird sich zeigen.

an Jens1978:
Danke für die Information!

Ps: Die eierlegende Wollmilchsau hätte ich auch gern :D.

von temp - am 24.02.2006 20:28
Da wartet man so ungeduldig auf den Spindler - hat ihn dann endlich bekommen und muss bald
darauf feststellen, dass man ja jetzt gar keine Zeit fürs Basteln hat ;).


von temp - am 27.02.2006 21:36
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