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Letzter Beitrag:
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digifreak, Reinhold Heeg, Christian, sat-tv, webmaster@pro-dab.de, DLR-Fan Sachsen-Anhalt, Terranus, Belgier

VHF Band 3 ausrichten?

Startbeitrag von webmaster@pro-dab.de am 12.05.2003 19:17

Ich möchte eine Band 3 Antenne für DAB Richtung Sachsen Anhalt ausrichten, das Problem ist das auf dem gleichen Kanal wie Sachsen Anhalt auch Hessen sendet (12 C).

Nun meine Frage kann ich das Signal aus Hessen noch zusätzlich zur Richtwirkung der Antenne irgendwie abschirmen?

Danke für eure Antworten!

Gruß

Andreas

Antworten:

6er Gruppenantenne wie damals im Tal der Ahnungslosen Drösdner !

von Belgier - am 12.05.2003 20:44
Gruppenantenne oder längere Yagi: je mehr Direktoren, desto stärker die Richtwirkung. Es hilft auch, den Störer mit Eisengittern, die man erdet, abzuschwächen, hab ich mal bei UHF-TV gemacht.
MfG
Terranus

von Terranus - am 12.05.2003 21:10
Naja, eine 6er-Gruppe ist aber schon etwas aufwändig...

Bei dieser digitalen (Summen-)Signal-Empfangsart hilft meist auch ein einfaches Versetzen der Antenne ein paar Meter weiter, um den Störer völlig auszublenden. Da ist die Digitaltechnik ja recht gut geeignet.

Man kann die Trennung auch mal über eine Verdrehung aus der Polarisationsebene erreichen.
BTW: Du weißt, dass die Polarisation (bevor irgendwelche Reflexionen an Häusern etc. stattfinden) im Normalfall VERTIKAL ist? Viele glauben ja eher an horizontal... :rolleyes:

Siehe hier

von sat-tv - am 12.05.2003 21:50
Ausblenden des Störers? Ja, mit Kompensatationsanordnung. Da empfehle ich Dir Spindlers Antennenbuch

von Christian - am 13.05.2003 09:42
Hallo Christian

Ich muss vorausschicken, dass ich keinerlei DAB-Equipment habe und auch ehrlich gesagt nie groß mit DAB-Empfangstechnik experimentiert habe.

Diese Kompensationsanordnung bei Spindler verstehe ich wieder so, dass durch gezielte Ausnutzung von Laufzeiteffekten eine Phasenauslöschung beim Störsender herbeigeführt werden soll.

Schön und recht, das funktioniert in der Theorie auch alles, sofern es sich um lediglich nur zwei beteiligte Komponenten, den Nutz- und den Störsender eben handelt.

Bei DAB ist es meines Wissens aber anders. Hier kommt das empfangene Signal nicht nur von einem einzigen Sender, sondern müsste sich eigentlich wegen des bei dieser Technik doch praktizierten Gleichkanalbetriebs aus einer Summe von Einzelträgern zusammensetzen!? Für den Störsender gilt natürlich dasselbe.

Von daher dürfte es weit schwieriger sein, ein ganzes Summensignal aus u. U. vielen Nutzsendern vom Summensignal aller Störsender auf auch noch derselben Wellenlänge zu trennen!

Das zur Theorie...ob und wie es praktisch funktioniert oder auch nicht hab ich nie probiert...

von sat-tv - am 13.05.2003 10:27
@Sat-TV: Stimmt, wir haben ja ein SFN... mmmh, dann wird's wirklich schwierig...
Ich mag DAB eh nicht, und werde es auch nie mögen, weil der analoge Sound mit nem Studer Tuner und ordentlicher DX-Antenne einfach besser ist, als das 3x durch den Wolf gedrehte MPEG Signal (Richtige UKW-Station vorausgesetzt).
Für mich als Radiomacher stört dazu noch die ewig lange Latenz zwischen Coden und Decoden des DAB Audiosignals. Bist Du mit dem Ü-Wagen vor Ort, hast Du mit DAB nur Probleme, mit UKW und ordentlichem Reportagefunkequipment geht das zum Glück alles in Echtzeit. Und wer glaubt, mit Digital die Probleme des Analogen Rundfunks / Audios zu lösen, irrt gewaltig... Wie auf verschiedenen Frequenzen zu hören. Lieber ein paar Nicht-Lineare Signalverzerrungen auf UKW als dieses MPEG Unterwassergeblubber.
Ich wünschte, die Hörer würden wieder qualitätsbewusster konsumieren (Was das Programm und die Audioqualität angeht)...

von Christian - am 13.05.2003 12:26
Wenn vom Brocken und vom Hohen Meißner oder Habichtswald auf dem gleichen Kanal 12C gesendet wird, dann gibt es im Raum Göttingen ja wohl nur Mischmasch. Also kein Empfang der Feindsender aus Sachsen-Anhalt und Hessen. Das gleiche Problem gibt es mit Kanal 12 D vom Teutoburger Wald und Kreuzberg/ Rhön. Also bleibt für Südniedersachsen nur 12A (Ndsa.) und 12B (Thür.) störungsfrei.
Da bleibe ich lieber bei UKW-Analog und empfange alle Programme aus Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Nordrhein-Westfalen, Hessen, Thüringen und Bayern ohne Probleme in guter Qualität.

von digifreak - am 13.05.2003 15:24
Hallo, digifreak
Du widersprichst dir ja selber, nennst dich digifreak, willst aber lieber bei UKW(bekanntlich analog) bleiben.
Mischmasch kann´s nicht geben. Wenn nämlich 2 Ensembles, die im selben Block senden, aufeinandertreffen, schließen sie sich gegenseitig aus. So ist das mit der tollen digitalen Technik. Oder es wird mit Diagrammen gearbeitet, bei denen sowas gar nicht erst passieren kann.
Auf der anderen Seite muß man auch sagen, daß jahrzehntelang die Programme so einen Rabbau an Frequenzen betrieben und die Hörer sich so dran gewöhnt haben, Programme, die eigentlich nicht für ihr Gebiet gedacht waren, hören zu können. DAS jetzt den Leuten schmackhaft zu machen, daß jetzt bestenfalls nur noch in Grenzregionen zu anderen Bundesländern 'fremde' Programme gehört werden können wird schwer werden. In Ffm plötzlich die Programme aus BY nur noch gestört empfangen zu können, gefällt mir persönlich auch nicht. Wie wär´s mit Repeatern? Der Ginnemer Spargel strahlt 12D und Alzenau 12C aus.
Deshalb MUSS noch´n Kanal her, auf dem bundesweit die beliebtesten Programme ausgestrahlt werden. Da ist http://www.pro-dab.de gerade dran.
Gruß, Reinhold



von Reinhold Heeg - am 13.05.2003 15:45
Hallo Reinhold,
zum digifreak wurde ich durch DSR - dem qualitativ besten Radio was wir je hatten. :rolleyes:

von digifreak - am 13.05.2003 16:02
Dann kann ich mich auch DIGIFREAK nennen, denn ich war auch ein Liebhaber von DSR. Das nur die Macken, daß es ein deutscher Schnellschuß war und die TELEKOMIKER es nicht verstanden, es gescheit zu vermarkten.
Gruß, Reinhold



von Reinhold Heeg - am 13.05.2003 16:43
Es funktioniert, wenn die Richtungen ca. 180 Grad auseinader liegen mit zusätzlicher Abschirmung nach hinten, kann man beide mit Richtantenne empfangen. Auf einem Nachbarhügel neben dem Petersberg bei Halle/S ist mir Niedersachsen mit 9 Element-Antenne gelungen, mit einen T4-Bus als zusätzlichen Reflektor um Sachsen auf 12a ab zu schirmen. Ich hätte nicht gedacht dass das möglich ist, da Sachsen an der Stelle sehr stark ankommt und ein Vielfaches der Feldstärke von Niedersachsen aufweist. In Göttingen könnte echt beides gehen, Hessen und Sachsen-Anhalt aber nur mit guter Richtantenne und ev. einer zusätzlichen Abschattung.

von DLR-Fan Sachsen-Anhalt - am 13.05.2003 16:56
Ich wohne nicht genau in Göttingen sondern in Bodenfelde.
Zur Verfügung habe ich eine 10 Elemente Yagi VHF-Band 3 und einen Glasfaserantennemast (ist heute angekommen *freu*)

Wenn ich die Antenne installiert habe werde ich berichten.

Glücklicherweise kommt Hessen noch nicht so stark rein.

Übrigens empfange ich momentan auch schon drei Ensembles und zwar Hessen, NRW und Nds.

NRW sogar störungsfrei im Auto die anderen nur zu Hause über die alte Dachantenne (Wohne zur Miete ziehe aber bald um deshalb die neue Antenne und der Mast)

Gruß

Andreas

Ach so dann ist mein Name jetzt auch Digifreak hatte den DSR 100 von Grundig....

von webmaster@pro-dab.de - am 13.05.2003 19:34
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