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Bayern 4 Klassik nur noch via DAB - Jugendwelle übernimmt Frequenzen!!!

Startbeitrag von Wiesbadener am 27.01.2006 07:20

Nein, und heute ist wirklich nicht der 1. April......???

http://www.satnews.de/mlesen.php?id=2335

Die 50 interessantesten Antworten:

Auch im Rheinischen Merkur gab Grotzky ein Interview, u.a. zur neuen Jugendwelle. Hier die interessanten Passagen:

Grotzky: Ich finde es nicht verwerflich, sich vorzustellen, einem attraktiven, jungen Programm die UKW-Frequenz zu geben und ein sehr viel kleineres, anspruchsvolles Klassik-Publikum, das jetzt schon in erheblicher Zahl auf das Kabel zurückgreift, auf digitalem Weg zu bedienen.

?: Wenn Sie so lieblos mit Ihrer Klassikwelle umgehen, warum schließen Sie Bayern 4 Klassik nicht ganz?

Grotzky: Was heißt da lieblos? Wir wollen unser Klassikangebot nicht einstellen, schließlich gibt es dafür ein beachtliches Hörerpotenzial von drei bis fünf Prozent der Bevölkerung. Wir müssen uns allerdings fragen, warum wir nicht mehr von diesen potenziell Interessierten mit unserem Programm erreichen. Vielleicht müssen wir noch mehr auf die Hörgewohnheiten unseres Publikums eingehen, auch abhängig von der Tageszeit.


von Wiesbadener - am 27.01.2006 07:26
Tsts, die kennen nicht mal ihre eigenen Verbreitungswege... neben DAB existiert ja immer noch ADR und DVB-S...
Wie dem auch sei, das is n tollkühnes Vorhaben, dagegen werden vor allem zahllose ältere Menschen Sturm laufen, wenn sie in ihrem schönen Dampfradio kein Mozart mehr hören können (Glückwunsch, der wird übrigens heute 250(?)). Wie schwer sich vor allem Ältere mit neuer Technik tun, hat sicher jeder schon selbst in der Familie erlebt...
Kann mir nicht vorstellen, das ein Traditionssender wie der BR in einem Traditionsland wie Bayern sowas abziehen wird bzw. sich leisten kann...

Gegenvorschlag: Warum reformiert Bayern 3 nich sein Programm und machts in etwa so wie NDR 2? Weil, nix gegen B3 aber länger als ne halbe Std kann ich da nich zuhören, weil immer wieder soviel für mich völlig unbekannte Musik gespielt wird, das es irgendwann nervt.

von HAL9000 - am 27.01.2006 07:43
Zitat

Wenn das Programm wirklich für die jugendliche Zielgruppe interessant ist, werden sie sich bestimmt die entsprechenden Empfänger kaufen.
Na Du bist aber naiv. Wegen RADIO, diesem angestaubten Medium, vor dem Oma und Opa gesessen haben, kauft sich kein Jugendlicher einen Empfänger. Die Mucke kommt aus dem Internet aufs Handy oder den MP3-Player und wenn was interessiert, gibts Internet, SMS-Dienste oder die althergebrachten Medien wie UKW oder TV.

Die Zeiten des Radios als großer Kommunikator gehen zu Ende, da darf man sich nichts vormachen. Dass der Trend durch die unzähligen, auch öffentlich-rechtlichen Dudelkanäle noch beschleunigt wird, ist dabei nur eine Randnotiz.

von Grenzwelle - am 27.01.2006 08:17
M. E. wäre das Streichen der Klassikwelle und Ersetzen durch ein Jugendradio das größte Verbrechen, was in der bayerischen Radiolandschaft verbrochen werden könnte. Bis dato hat der Bayerische Rundfunk (fast) alle Zielgruppen mit ihren UKW-Radios erreicht. Für jeden Musikgeschmack war so ziemlich was dabei. Selbst die jungen Menschen konnten (zumindest einigermaßen) mit Bayern 3 leben, da dieser Sender in meinen Augen immer einen guten Spagat zwischen "Jung" und "Alt" (so drücke ich es jetzt mal aus) gemacht hat. Gut, dass diese Zielgruppe von Anfang an eher Antenne Bayern gehört hat, ist klar. Schließlich hatte Bayern zur damaligen Zeit nur ein öffentlich-rechtliches Pop-Radio, so dass dieses genutzt werden musste, um eine breite Masse anzusprechen. Einen solchen "Auftrag" haben die Privatradios, speziell Antenne Bayern, nicht, so dass sie in der Programmgestaltung etwas freier waren.

Und ich finde, dass ein öffentlich-rechtliches Popradio in Bayern auch heute noch per UKW ausreicht. Bayern 3 spricht ziemlich jede Altersgruppe an (gut, nicht jeder nutzt sie, aber das steht auf einem anderen Blatt). Und dass Masse nicht automatisch Klasse bedeutet, sieht man an Niedersachsen und anderen Bundesländern. Der NDR hat 1994 eine klassische Trennung zwischen NDR 2 und N-Joy hinbekommen (gut, letztere sendeten auch damals noch nicht per UKW, aber das Analog-Radio von Astra war ja damals sehr gefragt ;-)). Diese Grenze wurde aber immer fließender, so dass um die Zeit 98/99 die Sender fast identisch waren und man sich zu Recht die Existenzfrage eines dieser Sender stellen durfte.

Und wie sehen die deutschen Jugendradios von heute aus?
An sich genau wie die Hitdudler, nur mit leicht unterschiedlichen Titeln. Aber Rotationsgröße, Niveau der Wortbeiträge usw. sind sich täuschend ähnlich.

Und dafür eine solch starke UKW-Kette zu opfern? (machen wir uns nichts vor: UKW wird in den nächsten Jahren zumindest das Radio-Medium Nummer eins bleiben)
Wäre ein Armutszeugnis...

von NurzumSpassda - am 27.01.2006 08:52
Zitat

Wie schwer sich vor allem Ältere mit neuer Technik tun, hat sicher jeder schon selbst in der Familie erlebt...


Das muss aber nicht "technisches Unvermögen" bedeuten, sondern etwas ganz anderes: Die "Alten" kaufen nicht jeden "Scheiss", weil sie im Gegensatz zu vielen Jungen weniger durch marktschreierische Modeströmungen und Design-Gags zum Kauf verleitet werden. Sie wollen ECHTEN Mehrwert und nicht SchiSchi-Zeugs.
Beispiel: Moderne Handy(s). Man kann mit ihnen fofografieren, spielen, 1000 Klingeltöne draufladen und so fort, aber eines kann man nicht mehr, mit kräftigen Handwerkerfingern eine Nummer vernünftig einstellen, da die Tastatur durchgestylt und viel zu klein ist.

von faro - am 27.01.2006 10:33
Nein Kroes. So wird es eben nicht laufen. Wir leben schliesslich nicht in Holland, sondern hier.
Es wird wohl wie folgt laufen :
-- Der BR startet 2007 sein Jugendradio, verschweigt seine bisherige Existenz. So etwas gab es schon beim SWR, als damals DASDING als neu verkauft wurde, was aber de fakto gelogen war.
-- B3 wird wohl oder übel Hörerverluste hinnehmen müssen. Dumm, hat man sich doch grade erst von dem Antenne-Bayern-Syndrom von1988 einigermaßen erholt.
-- Galaxy wird Probleme bekommen.
-- Die Klassik-Freunde werden einige Zeit lang Leserbriefe an die Zeitungen schreiben und sich beschweren. Das wird dann irgendwann abebben.
-- Antenne Bayern wird auch Hörer verlieren. Somit kann man angesichts der BR-Offensive nochmals die zwar vorhandenen, aber nicht an die RockAntenne vergebenen UKW-Frequenzen verweisen. Schlimmer noch : Da RockAntenne nicht grade der große Gewinnbringer ist, trotz enormer Aktzeptanz, steht das Programm möglicherweise auch auf der Kippe, und wird in ein Jugendradio umgewandelt.

Und die Jugend in Bayern ? Sie wird innerhalb weniger Jahre völlig verblöden, so wie das in den Sendegebieten des WDR,NDR und HR auch schon problemlos klappte.

Ich hoffe nur, dass diese Aktion des BR nicht wahr wird.


von Der Korken - am 27.01.2006 11:55
Im Grunde keine schlechte Idee, allerdings bringt man da insgesamt schon ein Ungleichgewicht rein. Außerdem dürften die Ballungsraumsender nicht gerade begeistert sein (NRJ, Gong etc) dass es GEZ finanzierte Großkonkurrenz gibt.
Man hätte mit BR3 und "BR6" dann zwei Pop-Programme, und außer Bayern1 - aber das wird auch immer "jünger" - kein Programm mehr für die ältere Generation, und viele von denen werden sich eben nur deswegen kein neues Radio kaufen, schon gar nicht für deutlich über 150 Euro.

Daher finde ich wie Andalus, dass man erstmal UKW Überversorgung streichen soll. München hätte man zack mit Ismaning perfekt versorgt. In Regensburg könnte man die Hohe Linie BR4 QRG auch entbehren, selbiges gilt für Gelbelsee und Bamberg.
Tja und der BR sollte halt mal drüber nachdenken, ob sich wegen ein paar Minuten Lokalprogramm auf BR2 ne extra QRG am Dillberg wirklich lohnt, oder ob man da nicht doch ein neues Programm draufschaltet ...

von Terranus - am 27.01.2006 12:21
Ich denke auch, dass die Proteste der Hörerschaft groß sein werden und B4 dann doch auf UKW bleibt. Dieses Vorhaben vom BR wäre erst sinnvoll, wenn DAB einen großen Bekanntheitsgrad beim normalen Hörer (also nicht Radio-Freaks) erreicht und auch akzeptiert wird; also genug Geräte im Umlauf sind.
Der Großteil meiner Bekannten und Freunde haben höchsten schon mal das Wort Digitalradio gehört.
Was man da empfangen kann und wo, dass wissen die aber keinesfalls.
Hier sind die Programme aufgefordert, massiv für DAB zu werben und immer wieder regelmäßig zu informieren.
Wir Freaks kennen die BLM, Satellitennews, die Radioforen...
Aber der Normalhörer hat und will auch keine Zeit investieren. Also muss man in normalen analogen Radioprogramm und im Fernsehen intensiv aufmerksam machen. Und ein paar Geräte zu verlosen, also zu verschenken, wäre von den Sendern; quasi als Werbeaktion Pro DAB auch nicht verkehrt.
BR4 nicht mehr auf UKW?
Das geht niemals, bevor DAB nicht massentauglich wird.

von Radiopirat - am 27.01.2006 12:57
Zitat
Der Korken
Als ich zum letzten Mal ein ör-Jugendradio lief, hörte ich da auch nicht viel vom "Bildungsauftrag".
Klassik-Radio hat ja nicht nur Klassik im Angebot, sondern auch verwandtes.
Tagsüber läuft da sehr wohl Klassik.

@jkr : Schau mal nach, wer ab welchem Alter unter welchen Umständen GEZ zahlen muss.


Nachtrag : Dass der BR ausgerechnet im "Mozart-Jahr" bekannt gibt, dass man überlegt, den vielen Hörern dieser Musik einen Tritt in den A zu geben, ist vielleicht sogar bezeichnend.

von Der Korken - am 27.01.2006 13:45
Also ich beziehe mich auf dem im ersten Beitrag verlinkten Bericht.

1. Die Überschrift ist mit einem Fragezeichen versehen. Das ist das krumme Ding mit einem Punkt darunter. Man übersieht es leicht, aber es macht inhaltlich einen großen Unterschied. Mit Fragezeichen ist es eine Möglichkeit, ohne wäre es eine Tatsache. In einer Überschrift lässt sich dieser Unterschied gut verwischen, weil eben das Fragezeichen an sich so unscheinbar ist.

HIMMEL AB MORGEN ROT?


2. Schon früher habe ich mich darüber gewundert, warum die 5. Kette für das Infoprogramm B5 akteuell verwendet wurde. Im Gegensatz zur Kette von Bayern 4, die an einigen Standorten mit geringerer Leistung arbeitet, hat diese die gleiche Reichweite wie die anderen BR-Programme. Anstatt dort schon Mitte der 90er ein Programm zu platzieren, welches sich an eine jüngere Hörerschaft wendet als Bayern 3 (wie etwa Eins Live in NRW), verwendet man diese Kette für ein Infohäppchenprogramm in Mono!

Dafür hätte man auch die Mittelwelle 801 kHz nutzen können, und zur Vermeidung einer "Verwirrungszone" wie in Hessen auf der 594 in Nürnberg die ehemalige RIAS-Frequenz aus Hof nutzen können.


3. In dem verlinkten Artikel wird deutlich davon gesprochen, ein Programm abseits dessen der existierenden Sender zu machen. Ich traue dem BR durchaus zu, so eine Art bayerisches FM4 zu machen. Zumindest würde der Jugensender eher wie Fritz! oder Eins Live klingen als wie NJoy oder You FM, wie ich vorhersage.

von Alqaszar - am 27.01.2006 14:27
Das Problem ist hier das Regionalprogramm. 91,2 und auch die Zweitfrequenzen senden das Ostbayernprogramm für die ehh "unterversorgten" Oberpfälzer, die ja sowieso schon mit dem Frankenfenster "bestrahlt" werden. Und BR1 hat da oberste Priorität.
Vorstellbar wäre aber die Aufgabe der Regionalprogramme in BR2, die könnte man durchaus nach BR1 verlagern und damit Frequenzen gewinnen.
Zu DAB /Ältere: ich brauch mich nur in der eigenen Familie umzuschauen: meine Mutter hört viel BR4 (und neuerdings Swiss Classic) wobei BR4 eben das "unterwegs" Programm ist, also Auto oder mit dem KBW. Ich hab schon mal ein DAB Radio ins Gespräch gebracht, kommt nicht an. " nur wegen BR4, na das lohnt nicht".
Dagegen hat sie sich für's Schlafzimmer nen DVB-S receiver gekauft um Swiss Classic hören zu können (und die anderen Klassiksender) da lohnt es eben. (übrigens ohne TV - hab die Programmliste ausgedruckt)
So wird man DAB auch nicht durchsetzen können, man bringt es höchstens in Misskredit. "Das Zwangssystem"

von Terranus - am 27.01.2006 14:28
@alqaszar:
zu 1.: Richtig, da steht ein Fragezeichen. Und wenn man genau liest, steht da:
Zitat

Der BR wolle für das Vorhaben laut Merkur einen Frequenztausch des neuen Jugendprogramms mit seiner über UKW ausgestrahlten Welle Bayern 4 Klassik prüfen.


Entsprechend stimmt dein Vergleich mit dem roten Himmel eigentlich überhaupt nicht, es sei denn, es ist irgendwo bekannt geworden, dass Gott das derzeit gerade prüft. ;-)

Ergo ist das mehr als nur eine Spekulation, wenngleich es natürlich ganz klar nicht so kommen muss. Aber genau darüber wird doch hier zu Recht diskutiert, nämlich darüber, was wäre, WENN der BR das so durchzieht. Ich weiß also ehrlich gesagt nicht, was es abgesehen von der Threadüberschrift mit den drei Ausrufezeichen zu bemängeln gibt.


zu 2.: Wir haben hier im Forum schon oft genug erläutert, warum trotz allem hier in Deutschland UKW das Maß der Dinge ist. B5aktuell fährt für ein Infoprogramm ziemlich gute Quoten ein. Das würde es im Mittelwellenghetto sicherlich nicht.

zu 3.: Da sollten wir uns einfach überraschen lassen. Siehe dazu aber auch hier:
http://www.rheinischer-merkur.de/10205.0.html?&no_cache=1
Darin heißt es:
Zitat

THOMAS GRUBER: Was den Hörfunk betrifft: Das müsste ein Programm mit jugendlicher Anmutung aus einem Guss sein.

RHEINISCHER MERKUR: Ein durchhörbares Programm.

THOMAS GRUBER: In diesem konkreten Fall passt das ungeliebte Wort einigermaßen. Generell kann es für den Hörfunk aber nicht gelten. Es gibt auch Leute, die gezielt das Radio einschalten und zuhören wollen.


Das lasse ich jetzt einfach mal so wirken....


von Habakukk - am 27.01.2006 15:24
Nein. Alleine bei einer "Möglichkeit", oder "einer Überprüfung" MUSS jeder sofort protestieren.
Dieses "wir wollen mal sehen", "abwarten", "ach, wird schon nicht so schlimm sein" und so weiter, all dieses "alt-68er"-Gesülze erbrachte doch erst den jetzigen UKW-Ramsch !
Alleine, dass darüber nachgedacht wird, kann durchaus nur vorsichtig zeigen, dass es eigentlich schon längst von 2 oder 3 Leuten längst beschlossen wurde, aber man die Bevölkerung schön volksverdummend gaaaaanz langsam diesen Beschluß beibringen will.

von Der Korken - am 27.01.2006 16:26
Klassik Radio hat aber nur bedingt etwas mit Klassik zu tun, nämlich nur einen sehr kleinen populistischen Ausschnitt.

Bayern 2 Radio ist eines der besten Wortprogramme und ich hoffe und wünsche es gibt keine Verwässerung zum Klassikdudler (ich denke mit Bauchschmerzen an die Verwurstung von NDR3 resp. Radio 3 zu NDR Kultur).

Woher nehmen immer selbst ernannte Experten, die B2 oder B4 nicht hören, die Chuzpe, diesen Programmen die Existenzberechtigung abzusprechen? Ihr widert mich echt an in dem Wahn, Mittelpunkt der Welt zu sein.

Ich selbst wohne nicht in Bayern, würde aber auch dann dafür plädieren, B5 auf Mittelwelle auszustrahlen und diese Kette zu nutzen...

von The Jazzman - am 27.01.2006 19:17
Man/frau koennte natuerlich auch noch ganz anders: Warum denn nicht gleich die UKW-Senderkette von Bayern 4 Klassik zum bayernweiten DAB-Promokanal umgestalten? Im monatlichen Wechsel gibt's dann entweder Bayern 4 Klassik oder eben das BR Jugendradio. Und damit die Leute auch wirklich bei DAB reinhorchen, wenn das bevorzugte Programm grad' "auf digital geswitched" wird, gibt's spezielle Programmelemente, die den "Cut" begleiten. Beispielsweise koennte ein Gewinnspiel am 20. des Monats starten, welches dann eben erst am 4. des Folgemonats enden wird - exklusiv bei DAB! Stellt man/frau dem Publikum Preise in Aussicht, welche fuer die kommende Generation ein "Must" darstellen (1000 Klingeltoene 4 free oder so), so wollen die Kidz bestimmt mit von der Partie (oder Party) sein.

Nein, Scherz beiseite! Der Ansatz des BR wird zwar Proteste hervorrufen, aber seinen Zweck kann er durchaus erfuellen, wenn es gleichzeitig gelingt, dem Publikum einen Zusatznutzen aufzuzeigen (glasklarer Emfpang, Titelanzeige etc.). Voraussetzung ist natuerlich auch die flaechendeckende Verfuegbarkeit von DAB - hier stehen ja die Voraussetzungen in Bayern gar nicht so schlecht - und der Indoor-Empfang.

In der Schweiz steht uns ja eine aehnliche Aktion ins Haus, wenn der Landessender Beromuenster seinen Sendebetrieb einstellt und die DRS Musigwaelle mobil eben nicht mehr via Mittelwelle, sondern exklusiv via DAB zur Verfuegung steht. Bis es soweit ist, werden auch DAB Empfangsgeraete nicht mehr dasselbe kosten, wie heute. Der Vergleich hinkt natuerlich, da wir hier "nur" vom Switch-off eines Mittelwellensenders sprechen.

Und noch etwas: Selbst wenn die UKW-Senderkette von B5 aktuell geopfert werden sollte; mit einer Rueckkehr der analogen Kurzwellenausstrahlung anstelle von DRM waere wohl niemandem gedient. Andererseits waere es tatsaechlich noch verfrueht, nun auch schon die Mittelwellensender auf DRM umzuruesten. Hier sollte wirklich noch zugewartet werden, bis die ersten Stand-alone Empfaenger verfuegbar sind.



von digiradio.ch - am 27.01.2006 21:48
@ digiradio.ch. Nö, auch viel falsch.
So wie neulich erst zu lesen war (hier im Forum?) wird im Falle der 531 zur Zeit auch geprüft, ob der Sender über 2007 hinaus betrieben werden kann - nur mit einer anderen Antenne.

"mit einer Rueckkehr der analogen Kurzwellenausstrahlung anstelle von DRM waere wohl niemandem gedient. "
Nein, stimmt. Nur die doofen vielen tausend Urlauber, die ihre Radios nicht mehr für den Empfang der Kurzwelle nutzen können. Im ernst : Im letzten Urlaub habe ich auf mein Radio komplett verzichtet, da ich genau wußte, dass die 6085 nicht mehr nutzbar war.
Entweder, die Bayern senden weiter ohne jegliche Hörer, oder sie gehen zurück auf AM. Der Sound der 6085 war ausgezeichnet, und für ein bischen Nachrichten reichte das allemal aus.
Zur Jugendwelle : Die Jugend kauft doch auch sonst jeden Mist, also warum keine DAB-Radios ? Am Geld kann es nicht liegen.


von Der Korken - am 27.01.2006 22:28
Zitat

wird im Falle der 531 zur Zeit auch geprüft, ob der Sender über 2007 hinaus betrieben werden kann - nur mit einer anderen Antenne.

Dieses Thema ist vom Tisch. Die SRG hat noch 2004 um eine Ausnahmebewilligung fuer den Weiterbetrieb bis 2015 ersucht, doch wurde diese abgelehnt. Seither setzt die SRG deutlicher denn je auf die Karte DAB.

Zitat

die doofen vielen tausend Urlauber, die ihre Radios nicht mehr für den Empfang der Kurzwelle nutzen können

Wieviele tausend sind das noch, die ueberhaupt wissen, was in der Kurzwelle drin stecken wuerde? Die grosse Mehrheit kennt doch nur noch UKW. Und genau diese Mehrheit erhebt dann auch den Anspruch, dass sich Radio - egal ob via Kurz-, Mittel- oder Langwelle - in etwa wie FM anhoeren soll.

@Der Korken:
Ich gebe ja zu, dass ich mich grade eben wieder darueber geaergert habe, dass mein Weltempfaenger nur noch die Deutsche Welle und Oe 1 aus dem deutschsprachigen Raum von sich gegeben hat. Doch denke ich, dass gerade deshalb der Einzug einer neuen Technologie eine grosse Chance darstellt, um dem Kurzwellenbereich ein Revival zu ermoeglichen.


von digiradio.ch - am 27.01.2006 23:11
Der renommiertesten Welle für E-Musik in deutschen Landen die Frequenzen entziehen für irgendein belangloses Jugendwahnprojet. Ich glaub, da hat einer zu hart gekackt heute morgen!
Abgesehen davon, daß DAB sowieso bald begraben wird, hat der BR doch seine Jugendwelle "Das modul" auf welcher er aufbauen kann. Es könnte ja ein Teil der Frequenzmehrfachversorgung dafür dienen, dem Jugendradio Frequenzen zu Teil werden zu lassen.
Und wenn ich schon wieder dieses Gewäsch von "durchhörbar" lese. Wer will den Radio von früh bis spät durchhören? Das muss wohl wirklich eine absolute Minderheit sein.
Abgesehen davon wird der BR mit einer Jugendwelle niemals Geld verdienen können. Kein einziges der sogenannten Jugendradio läuft derzeit profitabel, da wird allerorten nur Kohle begraben.


von PeterSchwarz - am 27.01.2006 23:34
Zitat

Die Jugend kauft doch auch sonst jeden Mist, also warum keine DAB-Radios ?


@ Der Korken:

Wie denn auch? DAB-Radios werden fast nirgends beworben und sind auch fast nirgendwo erhältlich. Hier in einer Großstadt mit 120.000 Einwohnern gibt es nur zwei Fachgeschäfte, die den Blaupunkt Woodstock vertreiben => Gerät ist nicht vorrätig; wird aber gegen 50 ¤ Vorkasse auf Wunsch bestellt. Das war's dann mit dem Geräteangebot. - Wie soll sich dann ein Jugendlicher ein DAB-Radio kaufen können? - Außer er/sie ist Freak und bestellt sich (wie ich) das Radio über's Internet.

Zitat

Am Geld kann es nicht liegen.


So lange die DAB-Radios ein Mehrfaches der analogen Geräte kosten schon...


Zitat

Wieviele tausend sind das noch, die ueberhaupt wissen, was in der Kurzwelle drin stecken wuerde?


@ digiradio.ch:

So ist es. Inzwischen hat man auch die Letzten, die sich die schwankende Qualität der analogen KW noch angetan haben, zur Umgewöhnung gezwungen. Auch ich habe bis zuletzt B5 aktuell noch über KW 6085 gehört; jetzt höre ich über UKW Kreuzberg 105,3.

Zitat

Die grosse Mehrheit kennt doch nur noch UKW. Und genau diese Mehrheit erhebt dann auch den Anspruch, dass sich Radio - egal ob via Kurz-, Mittel- oder Langwelle - in etwa wie FM anhoeren soll.


Völlig richtig. Dem Normalhörer ist es doch sch***egal wie sein Verbreitungsweg heißt. Hauptsache das Gerät ist billig, einfach zu bedienen und das Lieblingsprogramm damit ständig in akzeptabler Qualität zu hören. => Und: Rauschen bei FM, Blubbern bei DAB und Fading bei AM und DRM sind aus Normalhörer-Sicht keine akzeptable Qualität. Da sollte man sich keine Illusionen machen.


von Manager. - am 28.01.2006 07:20
Zitat
tomfritz
@Rolf, der Frequenzenfänger
Zitat

Bei mir im Geschäft ist absolut kein AM-Empfang möglich

Wo ist das Geschäft, in Bayern oder BaWü?


In der Schweiz, mit Sicht auf BaWü... ;) Wenn du jetzt sagen willst, dass ich hier sowieso nicht mehr im offiziellen BR-Sendegebiet bin, hast du recht. Aber darauf wollte ich gar nicht hinaus. Ich wollte damit nur ganz allgemein feststellen, dass durch die vielen störenden Geräte im Haus kein brauchbarer AM-Empfang möglich ist. Draussen auf dem Vorplatz geht's problemlos.

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 28.01.2006 13:04
Also ich denke, auch die älteren unter den Bayern-4-Klassik-Hörern kämen mit einer exclusiven Verlagerung dieser Welle ins "Digitalradio" klar. Allerdings dürfte dann der Begriff "Digitalradio" nicht einseitig für DAB benutzt werden, sondern müßte offensiv für die Medien DAB, DVB-S und DVB-C zusammen genutzt werden (Der relative Erfolg von DAB im Vereinigten Königreich ist sich auch auf die paralle Präsens bei BSkyB via DVB-S zurückzuführen!). Zuhause/stationär wird sich kaum jemand ein DAB-Radio hinstellen, wenn für den halben Preis je nach Situation 'nen DVB-S oderDVB-C-Receiver erhältlich ist und damit ein Vielfaches der Programmauswahl verfügbar ist. Und wenn der DVB-Receiver eh schon da ist, dann kostet's nur das Audio-Kabel zur Stereo-Anlage...
Und mit dieser Herangehensweise wäre auch das Inhouse-Versorgungsproblem bei DAB weniger kritisch. Und ich denke, daß man mobil dann noch etwas mit der Datenrate/Qualität herunter gehen kann (denn die kann man kaum nutzen, wenn man nicht gerade 'ne schallisolierte Luxuskarosse fährt...), wenn dann zu hause via DVB-* das ganze mit besserer Datenrate daherkommt.

Allerdings fürschte ich, daß die Qualität von Bayern 2 unter einer Abschaltung von Bayern 4 auf UKW massiv leiden täte, muß dann doch dort mehr Klassik untergebracht werden., "um dem Versorgugsauftrag gerecht zu werden".

PS: Der BR verlost neuerdings bei seiner "Nachdenken"-Preisfrage im samstäglichen Magazin "Orange" auf Bayern 2 regelmäßig ein DAB-Radio. Da scheint es im BR einen massiven politischen Druck zur Positionierung von DAB zu geben...



von Hagen - am 28.01.2006 13:15
Das mit der Verlagerung von B5 auf AM finde ich auch nicht durchsetzbar. Tatsächlich macht der Störnebel heutzutage den MW-Empfang gerade in den Städten unbrauchbar. Hinzukommt, daß einige Standard-Autoradios keinen AM-Bereich mehr drin haben. Und mit dem Nachrichtenkanal muß der BR vom Informationsauftrag her alle Gebührenzahler erreichen, auch die Sonst-Spartenkanal-Klassik-Hörer...
Gerade der MDR funzelt deswegen ja sein Sendegebiet mit MDR-Info-Sendern zu. NDR-Info läuft auch auf UKW. HR Info hat auch ein paar Funzeln...

von Hagen - am 28.01.2006 13:27
Zitat

später (wenn ausreichend DRM Stand-alone Empfänger erhältlich sind) dann meinetwegen gemeinsam auf "digital" zurückzustellen

Meine Meinung zu der Geschichte mit den DRM-Empfaegern habe ich ja erst kuerzlich hier und hier abgegeben.

@tomfritz:
Auch mir ist bewusst, dass wir hier vom klassischen "Henne-Ei-Problem" sprechen, doch wird irgendwer den ersten Stein werfen muessen. Die Industrie wird kaum Geraete produzieren, solange sich mangels Programmauswahl keine kaufende Kundschaft findet. Private Veranstalter koennen es sich zudem nicht leisten, ein Programm unter Ausschluss der Oeffentlichkeit zu produzieren (mal abgesehen von Anbietern wie Truckradio, die ich fuer deren Mut regelrecht bewundere). Andererseits senden verschiedene oeffentlich-rechtliche Anstalten nach wie vor im AM-Modus, obschon die Einschaltquoten in diesen Wellenbereichen wohl immer mehr in Richtung Null tendieren duerften. Da scheint es mir naheliegend, dass wennschon die Oeffis mit gutem Beispiel vorangehen, um diesen Teufelskreis zu durchbrechen.


von digiradio.ch - am 28.01.2006 13:37
Ich schlage folgende Lösung zur Verbreitung des neuen Jugendradios vor:
- Auf alle BR-AM-Frequenzen wird B5 aktuell aufgeschaltet; dadurch kann das AM-Signal in manchen Regionen aushelfen für B5 aktuell.
- B5 aktuell ist als reines Mono-Sprach-Programm heute überversorgt in weiten Teilen von Bayern (für ein Mono-Sprachsignal braucht es viel weniger Signalstärke als für ein Klassik-Programm. Deshalb werden einige B5-Sender genommen für das neue Jugendradio (z.B. 105,7 Wendelstein, 107,6 Hühnerberg). Zusätzlich übernimmt das neue Jugendradio die 102,5 vom Dillberg und die 91,2 vom Ochsenkopf). Wo das richtige Regionalprogramm dann nicht mehr brauchbar empangen werden sollte, werden von benachberten Senderstatorten zusätzliche Richtantennen für das unterversorgte Zielgebiet aufgebaut (also stärke Strahlung in die betroffenen Gebiete von anderen BR1-Standorten aus).
- So könnte eine gute Versorgung für das Jugendradio aufgebaut werden, und BR 4 bleibt unangetastet.

von dxbruelhart - am 28.01.2006 14:44
@ Hagen : Das ist aber nicht das Problem der Mittelwelle. Wenn der Autoradionutzer auf diesen Wellenbereich verzichtet, dann verzichtet er eben auch auf bestimmte Programme.
Gleiches gilt für ein etwaiges Jugendradio. Ab auf DAB damit. Wenn es gut ist, wird es sich rumsprechen und es läuft von allein. Wenn es schlecht ist (sein wird), dann muss man es eben so plazieren, dass es auf "alten" Geräten hörbar ist.
Der BR tritt die deutsche Kultur mit Füßen, und solche Leute sind mir immer schon ein Graus gewesen.

@digiradio.ch: Die neuerliche Umfrage des DLF zeigt, dass es sehr wohl immer noch viele MW-LW-Hörer gibt. Die Quoten von Radio10 Gold sind knapp hinter denen von 3FM.

ALSO : Erzählt nicht immer den gleichen Mist darüber, dass niemand die AM-Sender hört, nur weil man sie selbst nicht nutzt.

@bruehl: ich gehe davon aus, dass es innerhalb des BR-Sendernetzes zu Umbelegungen kommen wird.
Wobei ich nicht verstehe, warum keiner auf die Idee kommt, das hochgelobte DRM auf die 801 zu setzen und dort das Jugendradio zu verbreiten.


von Der Korken - am 28.01.2006 16:32
In eigenen Publikationen spricht DeutschlandRadio davon, dass die beiden Programme von noch ca. 10% der Hoererschaft via AM gehoert werden. Die Tendenz ist aber eindeutig sinkend. Um diesem Trend entgegen zu wirken, will das DeutschlandRadio die AM-Sender digitalisieren. Als Abschlusstermin wurde noch letztes Jahr von Ende 2006 gesprochen. Hier wird es mit Sicherheit zu Verzoegerungen kommen.

@Der Korken:
Ich habe nie behauptet, dass AM-Programme von niemandem mehr gehoert werden, sondern lediglich eine Tendenz angesprochen. Allerdings gehe ich schon davon aus, dass zumindest Du den Inhalt meines Beitrages gar nicht verstanden hast.


von digiradio.ch - am 28.01.2006 17:15
@FM100

Ein 24-Std. Zündfunk angereichert um weitere Elemente ist von einer durchformatierten Welle sicher nicht zu erwarten.
Vergleichbare Formate gabs in der Zündfunk-Anfangszeit ja auf vielen ARD-Stationen, bevor die dann in den dort gegründeten Jugendwellen mehr oder weniger schrittweise verwässert und meist aufgelöst wurden (Es gibt auch Ausnahmen von der Regel). Einzig der Zündfunk hat überlebt, weil es hier diese "Jugendwellle" noch nicht gibt.

Und der Zündfunk hat zwar das Ettikett "Jugendprogramm" spricht aber doch die reifere Jugend an, womit wie bei der Diskussion über die Sinnhaftigkeit einer Unterteilung der Programme nach Alterskategorie wären. Die Diskussion überlasse ich aber anderen...


von Hagen - am 29.01.2006 13:31
@ Hagen

Genau das ist es ja: An uns denkt keiner!

Hier in NRW zu jung für WDR 2 zu klug...äähhhh, zu alt für Einslive! Eine Welle für die die vom Alter dazwischen liegen! Da liegt Zündfunk völlig richtig!

Natürlich müsste man Kompromisse machen, wenn man aus wenigen Stunden Zündfunk ein Tagesprogramm machen würde! Aber das wäre eine riesen Chance! Wen interessiert das Modul?

Thomas Meinecke, DJ Hell, München, die Weilheim Posse, die Szenen aus Nürnberg und Erlangen hinzu, noch Klaus Walter von hr3 einkaufen und Klaus Fiehe von Einslive hinzu und FM4 kann zumachen! ;-)

von FM100 - am 29.01.2006 15:38
@ Wrzlbrnft

Klar bekommt das "Junge Radio" beim Bayerischen Rundfunk auch sehr lange und ausgeprägte Elektro-, Techno-, Breakbeat- Strecken! Das muss schliesslich sein! ;) ;) ;)


SSL? Kommt auf den Sound an!
Ich höre mangels Alternativen hier wieder öfters SSL und bin nicht immer so richtig zufrieden, dieses Trance- Zeug ist wirklich ...:sneg: :sneg: :sneg: Aber es gibt auch sehr schöne Sendestrecken!

Nur der GroßStadtSound ist es bei SSL eben nicht! Mit dem Sound begeistert man in Düsseldorf, Hamburg, Berlin, Köln und München keinen mehr so richtig...



von FM100 - am 29.01.2006 22:36
@digifreak
Und die Kultuwelle HR2 hatte damals sowas wie hr unfrisiert dabei.
Und bei ffn das Frühstyxradio am Sonntagmorgen....
(was später zu fritz anbwanderte und dort noch eine Weile überlebte)
Und fritz in seinen jungen Jahren wäre sicher mein Wunschkandidat für ein Vorbild.

Ich denke musiaklisch kann ja eine breit gefächerte Mixtur aus SSL, Hiphop und was auch immer nicht mehr meinen Geschmack trifft, dabei sein. Aber dringend braucht es mehr Inhalte als Fun und Party aber auch ohne trockenen Zeigefinger...

von Hagen - am 30.01.2006 23:14
@all
Warum muss ein "Jugend"-Radio grundsätzlich nur alternative Sachen und so was spielen? Ist die Jugend nicht der Hauptkunde der Klingeltöne? Und da sind die angebotenden Songs durchaus nicht NUR zündfunkmässig und völlig abseits von jeglichem Mainstream.

Ich finde die Überlegung ansonsten ganz gut, Bayern 4 gegen ein Jugendradio zu kicken (was anderes wäre eine Abschiebung ins DAB-Getto ja nicht).
Alle (!) anderen ARD-Sender haben ein sog. "Jugendradio" im Portfolio, nur der BR nicht. Irgendwie komisch für eine so große öffi-Anstalt.

Keine ARD-Anstalt hat gleich 2 UKW-Kulturwellen am Start, die ein haufen Geld kosten, aber recht wenig Hörer erreichen. Bayern2 ist zudem überhaupt keine reine Wortwelle, hin und wieder gibt es da durchaus Überschneidungen mit BR 4 (gerade nachts ab 24 Uhr :D).




von Schwabinger - am 31.01.2006 19:21
Zitat
Schwabinger
@all
Warum muss ein "Jugend"-Radio grundsätzlich nur alternative Sachen und so was spielen? Ist die Jugend nicht der Hauptkunde der Klingeltöne? Und da sind die angebotenden Songs durchaus nicht NUR zündfunkmässig und völlig abseits von jeglichem Mainstream.


Genau diese Jugend wird aber beispielsweise mit Galaxy, Energy oder Gong sowie MTV und VIVA bereits ausreichend versorgt. Der Bayerische Rundfunk als öffentlich-rechtliche Anstalt sollte hier seine Möglichkeiten wahrnehmen und Programme produzieren, die sich ein Privatanbieter nicht unbedingt leisten kann. Wobei es meiner Ansicht nach nicht gleich ein Ganztags-Zündfunk bzw. ein bayerisches FM4-Pendant sein muss. Etwas "leicht kommerzielles Programm" im Sinne von Fritz fände ich passender (gerne aber auch mit mehr Dance versetzt).

von Wrzlbrnft - am 31.01.2006 19:55
Zitat

Warum muss ein "Jugend"-Radio grundsätzlich nur alternative Sachen und so was spielen? Ist die Jugend nicht der Hauptkunde der Klingeltöne? Und da sind die angebotenden Songs durchaus nicht NUR zündfunkmässig und völlig abseits von jeglichem Mainstream.


ganz einfach: weil der BR gebührenfinanziert ist, sollte er überwiegend alternative sachen spielen. denn gebührenfinanzierte programme sollten eigentlich KEINE anspruchslose Programme sein. Außerdem sind die Klingelton-Kiddies bereits bestens bei NRJ, Radio Galaxy und Antenne Bayern aufgehoben (glaub mirs, ich krieg das tagtäglich mit). Ein Mainstream Programm als Quasi-Ersatz für Bayern 4 wäre meiner nach pure Geldgeilheit des BR.

Zitat

Alle (!) anderen ARD-Sender haben ein sog. "Jugendradio" im Portfolio, nur der BR nicht. Irgendwie komisch für eine so große öffi-Anstalt.


Nicht nur ich bin der meinung, dass die derzeitige struktur des BR alle richtungen bestens abdeckt. Darüberhinaus ist es doch hierbei völlig unwichtig, was die anderen Anstalten machen, und das gilt in Bayern noch doppelt und dreifach.

Zitat

Keine ARD-Anstalt hat gleich 2 UKW-Kulturwellen am Start, die ein haufen Geld kosten, aber recht wenig Hörer erreichen. Bayern2 ist zudem überhaupt keine reine Wortwelle, hin und wieder gibt es da durchaus Überschneidungen mit BR 4 (gerade nachts ab 24 Uhr :D).


Soll das ein Witz sein? Ich persönlich habe noch NIE Parallelen zwischen der Musik auf den beiden Sendern feststellen köennen. Oder hast du etwa schonmal elektronische Musik, Blues oder Blasmusik, um nur einen kleinen Teil des Bayern2- Repertoires zu nennen, bei Bayern 4 gehört?
Und was nach 24 Uhr ist, ist auch völlig egal, da da eh nur eine minderheit (mich eingeschlossen) um diese Zeit Radio hört und ich im übrigen weiß, worauf diese anmerkung abzielt ;-)

Im Übrigen steht hier gar nicht die zusammenlegung von Bayern 2 mit 4 zur Debatte sondern nur die verlagerung von Bayern 4 auf DAB zugunsten eines Jugendradios. Aber natürlich habe ich auch Angst, dass dann Bayern 2 als nächstes zermatscht wird :-(

Noch ein Wort zu der SSL-Diskussion:

Ich finde, man muss hier deutlich zwischen musikalischem und inhaltlichem Anspruch unterscheiden.
Bei SSL finde ich z.B. den musikalischen Anspruch (zumindestens abends) gar nicht mal so schlecht, während die moderationen sich natürlich nicht weiter vom normalem dudelfunk-niveau unterscheiden. Programme, die jedoch in allen bereichen anspruchsvoll sind (dazu zähle ich z.B. FM4), sind in deutschland wirklich eine Rarität und sowas beschränkt sich nur auf einzelne sendungen auf bestimmten Programmen.

von ANDREAS R-|-DJ - am 31.01.2006 20:11
Generell wäre der Start eines Jugendradios des BR für gut 3 Jahre eine brauchbare Sache.
Der gesamte Plastikmüll an Musik kann dann bei eben diesem Jugendradio entsorgt werden und Bayern3 stünde für eine gewisse Zeit sehr erfolgreich im Äther. So verlief es auch in NRW, als EinsLive startete - alle Fremdkörper verschwanden aus WDR2 (1995), und es war eine der erfolgreichsten Zeiten für WDR2. Danach kam der Plastikmüll wieder ins Programm (1998), und WDR2 stürzte in das bis jetzt vorhandene Quotentief.
Also : Daumen hoch für das BR-Jugendradio !



von Der Korken - am 01.02.2006 12:46
Zitat
Schwabinger
Keine ARD-Anstalt hat gleich 2 UKW-Kulturwellen am Start, die ein haufen Geld kosten, aber recht wenig Hörer erreichen. Bayern2 ist zudem überhaupt keine reine Wortwelle, hin und wieder gibt es da durchaus Überschneidungen mit BR 4 (gerade nachts ab 24 Uhr :D).



Wow, Du hast ja echt Ahnung - NICHT!!!

Schau mal nach Köln, da gibt es eine ähnliche Konstruktion: WDR3 = Klassik und WDR5 = Wort.

Aber nur Du hast ja den Durchblick. Klar, eh!!

Und zu der Zeit nach 24:00 - wieder daneben gelegen mein Freund. Zwischen Mitternacht und 02:00 bringt Bayern 2 Radio das Concerto bavarese oder den Nachtmix. Nur zwischen 02:00 und 06:00 bringen sie das Gleiche wie Bayern 4 Klassik. Nämlich eine Übernahme des ARD-Nachtkonzertes. Würden sie eigenes Programm machen, würdest Du noch lauter herummosern...

Erst informieren - dann herumblöken. Bitte für das nächste Mal merken.

von The Jazzman - am 01.02.2006 16:15
@Jazzman warum nur so aggressiv?

Wenn meine Meinung falsch sein sollte, dann ist sie das. Und dann danke für die Korrektur.

Bayern 2 ist wie bereits von mir oben erwähnt m.E. keine reine Wortwelle, sondern ein Kulturprogramm (nebenbei wie ich finde ein sehr gute, wobei ich da nur gezielt einschalte und daher nicht das ganze Programm 24 h bewerten kann). Klassik (bzw. das, was ein Nichtexperte wie ich der gerne auch Klassik Radio hört für eben Klassik hält) kommt da m.W. auch vor. Na klar aber auch sehr viel anderes (von Rock bis Volksmusik).
Im Prinzip hast du aber mit dem Vergleich NRW recht, WDR 3 und 5 (ggf. auch FHE?) sind Kulturprogramme. Daher stimmt die Aussage von mir von wegen
Zitat

keine ARD-Anstalt hat gleich 2 Kulturwellen auf UKW am Start
schlichtweg nicht. Daher danke für die Korrektur.

Der WDR hat aber m.W. im Gegensatz zum BR eben auch noch ein offizielles Jugendradio (wie -man möge es mir in CO beim Senderstandort Meeder gütigst verzeihen- alle anderen ARD-Sender auf UKW auch – jedoch teilweise nur in Teilbereichen, aber immerhin). Nur so bemerkt lieber Jazzman, soll jetzt kein typisches überhebliches arrogantes und dumpfbackiges Großstadt-Isarpreußen-von-ober-herab-Herumblöken sein (hoffe ich zumindest auch wenn es dem einen oder anderen gar sehr sehr schwerfallen wird dies zu glauben), aber ein 100 % iger Vergleich mit NRW passt m. E. auch nicht ganz 100 %. Oder?

Aber noch mal die Frage: Warum gleich soo aggressiv? Hier tauscht doch wie ich finde jeder seine Meinung nach bestem Wissen aus. Und ich nehme gerne deine Meinung da an, wo ich, wie du richtigerweise bemerkt hast, erwiesenermaßen vollkommen falsch gelegen bin. Da ich um 24 Uhr zumindest kein Bayern 2 oder 4 höre (um die späte Zeit möge man mir dann doch ausnahmsweise den Dudelfunk in Form von Gong 96,3 & Co. verzeihen), ist na klar meine Aussage bezüglich der gleichen Strecken ab 24 Uhr von BR 2 und 4 schlichtweg falsch. Auch hier noch mal danke für diesen Hinweis.



von Schwabinger - am 01.02.2006 20:02
Zitat
Schwabinger
@Jazzman warum nur so aggressiv?

[...]


Ich bin es - vorsichtig ausgedrückt - verdammt noch mal bis in die tiefste Ecke meines Magens leid, wie hier immer was von Vielfalt im Radio geheuchelt wird, dann die 17. Dudelwelle gefordert wird, und man sich dann hinstellt, ein Kulturprogramm neben der üblichen Klassikwelle geht gar nicht, das müsse eingestellt werden. Und dann zeigt sich mal wieder, die jenigen die das am lautesten fordern, haben von der Materie NULL Ahnung. Erinnert mich sehr stark an die Reden von bekannten Demagogen mit dem Verdienst, Diktaturen aufrechtzuerhalten. Aber warum soll es denn hier anders zugehen als in der großen Politik. Wir leben im Zeitalter der Demagogen, die lautstark fordern und - bewußt oder unbewußt, ist aber auch egal - dabei falsch Zeugnis ablegen. Muß wohl zum Zeitgeist gehören...



von The Jazzman - am 03.02.2006 08:26
Wenn die ein DING draufmachn,was soll das denn,wolln die uns hier ärgern :mad:
Aber das neue Jugendprogramm wird in die Nachbarländer wohl nicht so gut rauskommen,da die BR 4 Frequenzen hier alle irgendwie etwas gestört und anderweilig belegt sind.
Sprich, es kommt keine richtig störungsfrei hier an.

97,7 Coburg >>>> 97,7 Rimberg
102,3 Ochsenkopf >>>> 102,2 Inselsberg und 102,4 Torfhaus
102,9 Bamberg >>>> 102,7 Bleßberg :hot:
107,9 Kreuzberg >>>> 107,8 Brocken

Also nur Gezichel und Gerausche. :mad:

von Robert S. - am 03.02.2006 13:41
Zunächst einmal die Frage, ob man damit schon Ende Januar schon die Arschbombe für 2006 zünden wollte. Das heutige Bayern4 von UKW zu nehmen hat irgendwie was wie damals bei DT64. Zwar sind die Programme höchst unterschiedlich, aber deren Zuhörer finden zwischen 87,5 und 108 MHz sicher nichts vergleichbares, Bayern2 ist was anderes. Es ist so als würde man sich im Wohnzimmer mit der Kettensäge am Eichenschrank zu schaffen machen.
Ich denke man sollte lieber mit der BLM bezüglich weiterer UKW-Frequenzen für den BR klären.

Folgende Frequenzvorschläge für Nordbayern hätte ich dann:
Dillberg: Die 25 kW ND Dillberg-Frequenzen erreichen selbst das südöstlichste Hessen, Gemeinde Flörsbachtal, nichtmehr in einer störenden Feldstärke.
Erhöhung der ERP auf 25 kW und ND, Belegung mit Bayern4; 200 kHz-Abstand zu Ochsenkopf und Wendelstein.
102,5 / 10 kW D Dillberg => 25 kW ND => Bayern4
87,6 / 25 kW ND Dillberg => unverändert => Bayern2
92,3 / 25 kW ND Dillberg => unverändert => BR Jugendwelle

Kreuzberg: Rhön 0,1 MHz-Abstand vs. Sackpfeife-Biedenkopf (103,3) und vs. Bad Mergentheim (93,2) sind schon ?erprobt?. Werden keine 100 kW ND gefahren sollte dies besser möglich sein, insbesondere wenn man nur nach 150° und mit einem (rund: vier) Feld sendet. In Richtung Thüringen würde die Feldstärke schnell einbrechen, Störungen von mdr Figaro würde ich daher nicht erwarten, außerdem gibt es noch die 95,2, welche südlich der Rhön, in Bayern also mdr-DX-Empfang, häufig der bessere Versorger ist.
Aufschaltung von 87,7 / 30 kW 150° und Belegung mit Bayern2. Erhöhung der ERP in Burgsinn für Bayern2 (89,7) auf max. Die Lücken bei Bayern2 werden durch andere BR-Sender aufgefüllt, besonders bei Würzburg und Kreuzberg sind die Überschneidungen sehr groß.
87,7 / - kW ? Kreuzberg => 32 kW 150° => Bayern2
93,1 / 100 kW ND Kreuzberg => unverändert => BR Jugendwelle

Pfaffenberg: Sicher wäre dort eine weitere Frequenz zu koordinieren fast unmöglich, ein Vorschlag aber dennoch: 91,1 / 1 kW 140° (+/- 70°; zwei Felder, im 90°-Winkel zueinander).
Die 91,1 vom Pfaffenberg wäre um Crailsheim kaum mehr störend festzustellen, d. h. SWR2 Aalen würde nicht in seinem Versorgungsbereich gestört werden. Ggf. müßte aber B5 Burgsinn weichen, ansonsten gäbe es eine ?Breifunzel? mehr. Suhl 91,1 wird durch Pfaffenberg 91,1 im eigentlichen Gebiet ebenfalls nicht mehr gestört.
91,1 / - kW ? Pfaffenberg => 1 kW 140° => BR Jugendwelle

von Thomas (Metal) - am 03.02.2006 17:18
---
Was hast du denn für alte Frequenztabellen
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... Natürlich ist mir klar, daß die 103,3 vom Heidelstein kommt und das sicher nicht ansatzweise mit etwa 20 dB-Einzug gen Biedenkopf oder Habichtswald wie es es sehen würde. Als Vergleich sollte man dennoch die akutelle 103,3 heranziehen, das wäre dann der schlechteste Fall. Ein weiteres Ziel (OT) sollte es auch sein den hr zu entlasten. D. h. auf 103,3 in zuvor genannte Richtungen massive Einzüge verbauen, DLF kann schließlich auch über 91,3 gehört werden.

von Thomas (Metal) - am 03.02.2006 19:59
Völliger Unsinn.

Ein Jugendprogramm hat nicht gleich etwas mit "US-Kultur" zu tun. Noch wissen wir gar nicht, was das für ein Programm werden wird, noch ist alles Spekulation. Habe schon mal geschrieben, dass ich dem BR durchaus zutraue was besseres herzustellen als eine 80 Titel rotierende Dudelwelle. Die Zeit des exzessiven Formatradios ist sowieso vorbei. Ja, natürlich wird es auch die kommerzielle Kacke geben, aber das schadet ja nichts.

Bayern 4 Klassik wird nicht abgeschaltet, sondern konsequent auf den besten dafür geeigneten Empfangsweg verlegt -- nämlich ins Digitalradio! Damit wäre für dieses System auch etwas geschaffen, das bisher fehlt, oder besser dan fehlen wird: Ein E-Musiksender, der nicht bereits auf UKW zu empfangen ist.

Nebenbei bemerkt könnte es durchaus eine bundesweite E-Musik-Welle geben, welche dann auch bundesweit via DAB ausgetrahlt werden sollte.

Außerdem eröffnet eine jüngere Welle dem bestehenden Bayern 3 neue Möglichkeiten, weil der Sender nicht mehr den Spagat zwischen den 20- und 45jährigen machen muss. Man kann es also durchaus wagen, das Porgramm auf die etwas älteren zuzuschneiden, um im Gegenzug die jüngeren Zuhörer der neuen Jugendwelle zu überlassen.

Eine solche Strategie kann dann alle Hörer von 0 bis 100 zufriedenstellen, das Funkhaus kommt somit seinem Vollversorgungsuaftrag besser nach als bisher, zumal ja auch keine Sekunde Sendezeit getsrichen wird. Wie gesagt bleibt Bayern 4 ja erhalten!

Jetzt fehlt eigentlich nur noch, den Newshäppchensender B5aktuell in ein Programm wie Radio Eins zu verwandeln und die gewinnspielverseuchte 0900-er Welle Antenne Bayern mit ihren "Daswarendienahcrichtenpräsentiertvonreifenmüllerüberallinbayernundnundieschnellstenblitzeraufderlandesstraße1234zwischenoberundunterdorfdankeheiniausmitteldorfundjetztgehtesweitermitdenbestenhitsdernullziger...."-Müllprogramm kann einpacken!




von Alqaszar - am 10.02.2006 02:02
Schon recht.
Aber hast du schon mal ein Klassikkonzert so richtig schon mit allen üblichen Artefakten verfolgt ?
Vom Rauschfreien her : gut. Aber dann warte mal ab, was die Zielgruppe so bereit ist, dafür zu investieren. Meine Vorhersage in Zeiten knapper Kassen ist :
-- B4 wird erst auf DAB weitergeführt, dann mit B2 vermischt oder ganz entfernt.
-- Das Jugendradio wird KEIN FM4. Vielleicht könnten die Münchner solch ein Programm stemmen, aber sowas kostet mehr Geld, als wenn den ganzen Tag Sean Paul seine Tonleiter rauf und runternuschelt.
-- Das Jugendradio wird ein normales UNDING. Einen Hinweis darauf gab es hier ja schon.



von Der Korken - am 10.02.2006 07:49
@jkr : Genauso ist es. Die BLM ist eben für den BR nur eingeschränkt zuständig, wenn überhaupt. Diese Pressemitteilung ist eine klassische Augenwischerei, so wie sie jeden Tag aus den Medienhäusern verschickt werden., also genau anders zu verstehen als es geschrieben ist. Zuoberst steht : Der und der erteilt eine Absage. Liest man weiter, heisst es nur inhaltlich : Jahaha, da werden wir aber mal schauen, was dann passiert.

-- B4 soll verschwinden.
-- Der BR startet ein Jugendradio in Zusammenarbeit mit dem Ding.
-- Es wird kein FM4-Verschnitt
-- Die BLM hat nichts dagegen, also im Prinzip abgesegnet.

Dann ist ja alles in bester Ordnung. (ironisch)


von Der Korken - am 10.02.2006 08:58
> Einzig der Rundfunkstaatsvertrag setzt Grenzen, indem dort beschlossen wurde, dass die Anzahl der Hörfunkprogramme (und zwar die Gesamtzahl - die Technik ist nicht entscheidend) nicht höher werden darf als bei Inkrafttreten des Gesetzes. Austausche einzelner Programme sind unproblematisch.

Wenn der BR eine Jugendwelle will, dann wird er sie auch kriegen. Gesetze sind doch heutzutage nur noch dazu da, um von Anwälten zurechtgebogen zu werden. Zum Beispiel so: man tausche DAS MODUL auf DAB gegen Jugendwelle exklusiv auf UKW, und tausche BR4 auf UKW gegen BR4 exklusiv auf DAB. Gegenüber dem Gesetz wurde kein neues Programm geschaffen, sondern nur alles ein bisschen umverteilt...

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 10.02.2006 11:02
@Thomas (Metal):

Ich tausche mich immer wieder gerne über neue Frequenzvorschläge mit Dir aus. :-)

Heidelstein 103,3:
-20dB Richtung SO und NW würde auch ich für sinnvoll halten, nach NW gerade wegen Rimberg 91,3. Auch die Möglichkeit einer Änderung auf 103,4 hatte ich ja einmal erwähnt, da Torfhaus 103,5 und Bad Mergentheim 103,5 nicht so schlimm sind wie Sackpfeife/Habichtswald und Ochsenkopf.
Dillberg 102,5: Rundstrahlung kann ich mir nicht vorstellen. Es wäre allenfalls möglich, die 102,5 nach Gelbelsee für B4 zu verlagern und dafür die 106,1 zum Dillberg für B5. Damit hätte man am Standort Dillberg eine Frequenz für B Mobil. Eine kurzfristige Lösung wäre, die Regionalisierung bei Bayern 1 oder 2 abzuschaffen (eins von beiden Programmen). Dann würde entweder die 102,5 oder die 104,5 frei werden. Am besten setzt man dann die gerichtete 102,5 für die Regionalisierung und die rundstrahlende 104,5 für B Mobil ein. Für Oberbayern schlage ich für die Stadt München Füllfunzeln am BR-Funkhaus und weitere Funzeln für Lenggries vor. Dadurch wird Ismaning überflüssig. Eine Ismaning-Frequenz könnte am Standort für B Mobil eingesetzt werden, die anderen werden je nach Störungen mit benachbarten Frequenzen in unterschiedliche Richtungen verlagert.
Für Unterfranken fält mir leider wenig ein. Kreuzberg 87,7 halte ich für utopisch wegen Chemnitz 87,7 und Inselsberg 87,9; selbst wenn man wegen Sackpfeife 87,6 nach SO strahlt. Die 107,9 halte ich übrigens nicht für so schlimm, da der Brocken auf 107,8 nur mit 10 kW und nicht mit 60 oder 100 kW strahlt. Daher war es auch richtig, die 105,3 und 107,9 doch noch über eine zweite Antenne mit nur - 5 dB Einzug nach Norden zu realisieren. 107,9 ist halt nach SW und Westen schwierig, wie jeder hier weiß. Die Idee, Burgsinn bei gerichtetem Kreuzberg hochzufahren, ist gut.
Zum Pfaffenberg fällt mir leider nichts ein.

Gruß, Stefan

von Stefan Z. - am 10.02.2006 12:44
BLM-Präsident vs. Jugendradio des BR


[München – 10.02.06] Der Präsident der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) hat den aktuellen Plänen des Bayerischen Rundfunks (BR) ein Jugendradio-Programm gründen zu wollen, eine Absage erteilt. Die BLM reagiert dabei auf Überlegungen des BR, das bisher auf Digital Radio ausgestrahlte Programm BR - Das Modul auf UKW auszustrahlen und hierfür eventuell Bayern 4 Klassik aus dem UKW-Bouquet zu nehmen. Das Klassikprogramm wird bereits über Digital Radio ausgestrahlt. Hier mehr



von Bastian Karl - am 10.02.2006 15:11
Weniger den technischen als den künstlerischen Aspekt würdigt der heutige Kommentar der Augsburger Allgemeinen:

Harmonie & Disharmonie

Mitunter stoßen Nachrichten hart aufeinander. Am selben Tag, da aus Los Angeles die Meldung kam, dass das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks einen Grammy zugesprochen erhielt und darob Intendant Thomas Gruber von Stolz, Freude und Glück im BR sprach, an diesem Tag auch wandte sich Münchens Opernchef Peter Jonas als Rundfunkratsmitglied scharf gegen Überlegungen von Gruber, den Klassiksender Bayern IV von der UKW-Frequenz ins weniger verbreitete Digitalradio zu verbannen. Bayern IV aber ist jene Welle, deren Programm zu einem guten Teil vom gerade hoch geehrten Symphonieorchester bestritten wird. Kommt da ein Schildbürgerstreich auf uns zu?

Hoffen wir es nicht. Freuen wir uns mit den exzellenten Musikern, die vor den respektiertesten Dirigenten und auf ihren Konzerttourneen in aller Welt einen besseren Stand zu haben scheinen, als mitunter in München selbst (wo sie zudem in Konkurrenz zu zwei weiteren Orchestern stehen). In Amerika, jüngst auch in China überschlagen sich Publikum und Kritik; vielleicht ist dies ein Reiz für Bayern, das Ensemble - auch per Radio - richtig schätzen zu lernen.

Rüdiger Heinze



von cappu - am 10.02.2006 17:41
Zitat

Trotz der Kritik von Medienwächtern hält der Chef des Bayerischen Rundfunks (BR), Thomas Gruber, an den Plänen für ein Jugendradio in Bayern fest.

"Ich habe nicht vor, in diesem Jahr eine Jugendwelle zu starten", sagte Gruber dem Branchendienst "Funkkorrespondenz" (Freitag). Der BR-Intendant bestätigte allerdings, dass die Pläne bereits 2007 umgesetzt werden könnten. Der öffentlich-rechtliche Sender will dafür nach früheren Angaben die UKW-Frequenz des Radioprogramms Bayern4 nutzen. WDR (Eins Live), NDR (N-Joy), RBB (Fritz) und MDR (Jump/Sputnik) strahlen bereits Radioprogramme für junge Hörer aus.

Der Präsident der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM), Wolf-Dieter Ring, hatte den Absichten schon vor zwei Wochen eine deutliche Absage erteilt. "Wir müssen diesen Ideen ganz energisch widersprechen. Wenn dies realisiert wird, werden der lokale Hörfunk in Bayern und Antenne Bayern größte Probleme bekommen", sagte Ring. Eine reichweitenstarke UKW-Frequenzen für ein Jugendradio einzusetzen, sei nicht im Interesse des öffentlich-rechtlichen Rundfunks und seines Programmauftrages.


Quelle: Sat + Kabel


von digiradio.ch - am 24.02.2006 10:07
Zitat

Die bekommen ja echt die große Flatter in Bayern, die Privatfunkers ! Sollen Sie mal besseres Programm machen, dann können sie der Sache doch gelassen entgegen sehen....
Dumm nur, gute Programme kosten Geld und die Privaten sind allein auf Werbeeinnahmen angewiesen, die ihnen teilweise wegbrechen, wenn ihnen die Öffis Hörer abnehmen - und das mit Programmen, die im Niveau oft kaum besser sind als die der Privaten - trotz sicherer Gebührenfinanzierung.

So viel sollte man inzwischen von dem Mechanismus mitbekommen haben, wenn man sich im weitesten Sinne für Rundfunk interessiert, oder?



von Grenzwelle - am 24.02.2006 22:20
Hach, jetzt streiten sie sich um die Henne und das Ei...

Die Privatsender haben einfach schnell gemerkt, das mit einem guten Programm (z.B. Frühstyxradio, Grenzwellen, ...) nicht so viel Gewinn macht wie mit einem Programm, in welchem nur noch morgens einer die Gewinnspiele durchplappert (wobei man in Berlin ja mal einen erwischt hat, der war morgens gar nicht am moderieren, sondern man hatte das Standardgebrabbel voraufgezeichnet und deswegen war er während der Sendung auch gar nicht Studio und konnte somit nicht ans Telefon geholt werden... "Der ist nicht im Hause...") und die Musikauswahl so gewählt wird, das möglichst kein Trottel wegzappt. Ansonsten läuft Kollege Computer der die ewig gleichen Sprüche und Titel durchnudelt.

Dummerweise reagierten die ö/r auf den Hörerverlust mit plumpen Kopieren. :(
Einzige Ausnahme: Radio Eins.

von The Jazzman - am 25.02.2006 08:52
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