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Radioforum
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pfennigfuchser, Hagen, delfi, der richtige achim, jasper, Nordlicht2, Alqaszar, mor_, Hallenser, Habakukk

Verschlüsselung von Radioprogramm via DVB-T

Startbeitrag von Hallenser am 28.01.2006 14:35

In Berlin gibt es jetzt das erste Radioprogramm via DVB-T das verschlüsselt sendet ! Es handelt sich um das Programm Radioropa Hörbuch. Wenn das Schule macht dann gute Nacht !:kotz:


Quelle: http://www.teltarif.de/arch/2006/kw04/s20283.html

Antworten:

Tja, infosat war wie technisat für "freiheit, die vom himmel kommt". nun haben wir eine welle der verschlüsselungen und es kommen von keiner zeitschrift kritik. ich glaube, dass es normal wird, dass hier einige sender, ob nun tv oder radio es in zukunft nur noch verschlüsselt gibt, auch über antenne

von pfennigfuchser - am 28.01.2006 15:04
Der Hörbuchkanal ist auch mit der bis März freigeschalteten Radiokarte von Technisat, die einigen Satreceivern beiliegt, nicht mehr offen. Gerade bei den Hörbürchern dürften die Lizenzen für die freie Verbreitung einfach zu hoch sein. Selbst bei den 10 Euro im Monat, die die dafür haben wollen, bleibt dem Anbieter vermutlich kaum Gewinn. Aber trotzdem ist das ist für meinen Geschmack dann doch etwas zu viel. Das wäre bestenfalls was im Einzelabrufverfahren, 1 Euro pro Hörstück käme effektiv günstiger, da man sicher kaum mehr als ein bis zwei die Woche konsumieren täte...

Ist aufjeden Fall nachvollziehbar, daß die das Teil nicht frei ausstrahlen können...


von Hagen - am 28.01.2006 15:20
bleibt das zweite Problem: Ausser dem TS digicorder T1 ist mir kein auf dem deutschen Markt befindlicher DVB-T mit CI/CAM Schacht bekannt.
Schiesst sich Technisat nicht ins eigene Bein? Technische Reichweite auf DVB-T = 0
Programmmässig ist es sicher kein Verlust , da die "Hörbücher" /Lesungen der ÖR -Kultur
wesenttlich besser sind...
mor

PS
Zitat

http://www.teltarif.de/arch/2006/kw04/s20283.html

Ambitionen für DVB-T Radio auch in Nordrhein-Westfalen

Unterdessen gibt es nach dem Start in Berlin neben Mecklenburg-Vorpommern auch Pläne, Hörfunkprogramme in Nordrhein-Westfalen über DVB-T anzubieten. Eine definitive Entscheidung ist jedoch noch nicht gefallen. Bislang hat der WDR Interesse signalisiert, seine Radioprogramme - ähnlich wie in Berlin - über DVB-T Frequenzen zu verbreiten.

finde ich acuh interessant....

von mor_ - am 28.01.2006 16:28
wird hoffentlich auch in der tat umgesetzt. hoffentlich mit sehr vielen radiosender der ör`s

von pfennigfuchser - am 28.01.2006 19:41
Damit wäre Verschlüsselung über DVB-T eine proprietäre TechniSat-Technologie und eine quasi-Firmeninterne Angelegenheit. Also so ähnlich wie ADR, nur dass dieses System in Zusammenarbeit mit dem Partner SES Astra eingeführt wurde und somit auch von anderen Herstellern übernommen wurde.

Das erinnert ein bisschen an die frühen 90er, als 19-cm-Flachantennen von TechniSat zum Empfang von TV-Sat auf 19° West verkauft wurden, weil dort auch das DSR-Paket mit Radioropa übertragen wurde. Außerdem gab es nur RTL, Sat.1, 3sat und das alte ARD 1plus in D2-Mac. Der fünfte Kanal von TV-Sat 2 war für den sog. "Westschienenkanal" reserviert, der dann als Informationsprogramm namens VOX startete, aber nie auf 19° West.

Dann wurde der TV-Sat von der "bösen Telekom" nach Skandinavien verkauft und die Technisat-Flachantenne und die Technisat-DSR-Empfänger für Satellit quasi wertlos. DSR sendete zwar noch auf Kopernikis 23,5° Ost weiter, aber dazu war eine erheblich größere Schüssel notwendig, und zur gleichen Zeit wurde Astra 19,2° Ost schon der DTH-Satellit. DSR lief außerdem im Kabel auf 118 MHz (das System brauchte 14 MHz Bandbreite für 16 digitale Programme mit 48 kHz und 1,5 MBit/s Datenrate pro Programm-- also echte CD-Qualität), aber das Kabel war ja auch "böse".

Logischerweise beendete man daher auch die Ausstrahlung von Radioropa und dem aufgekauften StarSat Radio über Kabel-UKW, was aber die Reichweite stark reduzierte, zudem auch terrestrische Frequenzen, die in Rheinland-Pfalz auf temporärer Basis vergeben wurden, an Energy (heute Rockland Radio) und den DLF abgegeben werden mussten.

Daneben hat man in Daun auch versucht, Radioropa über Kurzwelle über den Sender Lytomysl/CZ auf 5975 / 5980 kHz auszustrahlen, außerdem bekanntnermaßen über Burg 261 kHz. Leider aber war auch das mit hohen Kosten verbunden, und ob das Programm so attraktiv war, darf bezweifelt werden.

In Sachsen nämlich wurde man mit UKW-Frequenzen "belohnt", dafür dass TechniSat eine Produktionsstätte in Dresden eröffnete. Auch darüber wurde (wie auch in Berlin) das Programm auf UKW ausgestrahlt, aber beide Male war man nicht von Erfolg gekrönt.

Zwischenzeitlich waren die Marken "StarSat" und "Radioropa" mehr oder weniger eingestellt, jetzt versucht man offensichtlich, diese wieder zu regenerieren. Das Ziel, Inhalte für neue Übetragungsswege zu schaffen, um die notwendigen Empfangsgeräte verkaufen zu können, wird also weiterhin verfolgt.

Aber so wie sich schon vor 10 Jahren niemand für Radioropa interessierte, wird das auch heute kaum der Fall sein. Denn es ist ja kein Zufall, dass Radio von Profis gemacht wird, und nicht ebenbei im Keller einer Montagehalle für Satreceiver.

Nebenbei bemerkt: Auf Radioropa lief nie andere Werbung als für TechniSat, TechniTube und Infosat, jedenfalls nicht bis zur analogen Kabelabschaltung. Anscheinend waren die Sender so schlecht, dass sie sich nicht vermarkten ließen, oder war man zu blöd für die RMS ein Exposé à la "Wir streben die aktive, gut gebildete und konsumfreudige Zielgruppe zwischen 14 und 49 Jahren an...." zu schreiben. Oder man wollte gar nicht zur RMS, warum auch immer. Jedenfalls gibt es auch Infosat-Kampagnen gegen die RMS, müsste ich ggf. mal raussuchen wenn sich wegen dieses Absatz hier ein Anwalt meldet. ;-)


von Alqaszar - am 29.01.2006 16:00
Verschlüsselung ist aber durchaus auch in Österreich vorgesehen (keine Angst, ORF 1 soll frei empfangbar bleiben). Schaut euch mal die entsprechenden Dokumente der RTR an. TechniSat ist da halt sozusagen Vorreiter auf dem Gebiet, da sich der Gerätemarkt bisher auf Geräte für frei empfangbare Sender beschränkt hat. Ob aber irgendjemand sich wegen Radioropa Hörbuch ein neues DVB-T-Gerät kaufen wird, bezweifle ich...

von Habakukk - am 29.01.2006 21:46
In Holland wird doch schon lange in Conax codiert. Hier nicht deshalb gabs (bisher) auch noch keine solche Geraete in D.

von Nordlicht2 - am 30.01.2006 13:11
Auch in Italien gibt es freie und codierte Sender via DVB-T. Da hat jede Box den entsprechenden Schlitz.

von delfi - am 30.01.2006 13:32
meiner meinung kann der sender gleich dichtmachen, solange es keinen fernsehsender in d gibt der verschlüsselt sendet werden die meisten einen dvb-t receiver ohne verschlüsselungsmöglichkeit kaufen => weil keiner hat sat oder kabel nur wegen radio, radio läuft bei den meissten so mit.
und radio ist bei vielen nur so nebenbei medium, was man halt hört wenn man zeit hat, im auto sitzt oder wenn man eine dudelkulisse brauch.

radio in nrw über dvb-t kann ich mir gut vorstelle weil rtl und sat.1 nur in den absoluten ballungsgebieten (also köln-bonn; düsseldorf; ruhrgebiet) über dvb-t senden wollen das heisst überall anders ist noch jede menge frei für öffentlich rechtliches radio.

von der richtige achim - am 30.01.2006 15:05

Erstes Pay-Radio über DVB-T im Testlauf

Berlin: Erstes Pay-TV-Radio über DVB-T im Testlauf
[ab] Berlin - Der Hörbuch-Radiosender Radioropa Hörbuch sendet seit einigen Tagen in der DVB-T-Region Berlin-Brandenburg auf dem digitalen terrestrischen Kanal 59 und wird über Conax verschlüsselt.

Senderbetreiber Technisat wird in den nächsten Tagen erste DVB-T-Receiver mit eingebautem Conax-Modul in Berlin ausliefern.

Ohne solch einen Receiver ist der Empfang des über DVB-T-ausgestrahlten Radioprogramms nicht möglich.

Radioropa Hörbuch widmet sein 24-stündiges Programm ausschließlich dem Medium Hörbuch: Zu hören sind Hörspiele, Lesungen, Besprechungen und Ankündigungen. Für die ersten 30 Tage ist der Sender kostenfrei und freigeschaltet empfangbar, danach muss für die Freischaltung des Senders 10 Euro im Monat bezahlt werden.

Berlin-Brandenburg war in Sachen DVB-T Vorreiter und die erste Region, in der das digitale Antennenfernsehen in den Regelbetrieb ging. Mit diesem nun neu angebotenen Pay-Radio-Dienst über DVB-T beschreitet die Hauptstadt-Region wieder Neuland.

Quelle: http://www.digitalfernsehen.de/news/news_55554.html

von jasper - am 30.01.2006 17:20
@Alquazar

Was "Radio wird von Profis gemacht" heißt, kann man sich auf den Kommerzdudelwellen landein-landaus zur Genüge anhören :kotz: Daß man nicht mit RMS o.ä. zusammengearbeitet hat, ist deshalb nicht unbedingt eine Schande.
Und daß man in Daun versucht, die eigenen Produkte attraktiver zu machen, wenn man auch zusätzliche Inhalte dafür bietet, finde ich o.K. Daß man das größtenteils amteurhaft-dilletantisch gestaltet hat ist ein anderes Thema... Es durfte halt auch nicht viel kosten...

Die 261 bestand zum größten Teil aus Rebroadcasting deutschsprachiger Auslandsdienst, wie des damals noch existierenden deutschsprachigen Dienstes der BBC, ein ähnliches Konzept verfolgt WRN ja heute immernoch und das hat ohne Werbung seine Fangemeinde und finanziert sich durch den Verkauf der Sendezeit...
Beim "neuen" Radioropa bedient man sich jetzt offensichtlich bei Nachrichten-Dienstleistern (BLR?) und ansonsten betätigt man sich in Daun eher als Plattformbetreiber für fremde Inhalte, ähnlich, wie das Kabelnetzbetreiber im Fernsehbereich machen, die da allerdings weiter gehen und neuerdings auch zu ausgrenzenden Inhalteanbietern mutieren und dabei massiven Flurschaden anrichten.
Auf das neue "Radioropa" geb ich auch nicht viel, aber als Plattform für andere Spartenprogramme hat das Technisat-Packet durchaus seine Existenzberechtigung.

von Hagen - am 31.01.2006 00:06
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