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Radioforum
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13
Erster Beitrag:
vor 11 Jahren, 8 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 11 Jahren, 8 Monaten
Beteiligte Autoren:
PeterSchwarz, Felix 99, Channel Master, dxbruelhart, Werner53, ReneR, Ingo-GL, andimik, Reutlinger., ulionken

Es bedarf keiner KiloWatt um weit zu kommen ...

Startbeitrag von Felix 99 am 02.02.2006 14:24

Hali Halöchen aus der sonnigen Bretagne.
Da wir nun in den X-ten Tag der Supertropo gehen hier mal ein etwas anderer Report.
Ich fange mal von vorne an. Heute bekomme ich hier im Süd-Finistere :
(Equippement : Eigenbaudipol V auf Velux / Panasonic Autoradio)
- Sender aus dem Norden des Departements
- Aus UK (Devon)
- Die Küste runter bis Nantes
- Landeseinwärts bis Rennes
- Und einmal quer übern Golf von Biskaya Spanische Lokalradios.

Und über genau diese Lokalsender wollte ich hier einmal berichten, denn ich habe das Glück,
dass in Frankreich oberhalb von 107.7 aus angeblich militärischen Gründen
nichts belegt wird und es hier weit und breit keine Autobahnen gibt.
Deshalb ist ab 107,3 aufwärts alles frei ist :)
Durch die flächige Tropo ist fast alles zu bis auf den 107,xx Bereich auf dem ich
besagt Lokalradios aus Spanien in teils astreinem Stereo empfangen kann.
Von anderen Spaniern bis auf ein fadendes Ondacero aus Oviedo ist keine Spur. Normalerweise drücken diese hier alles weg.
Laut FM-List haben diese alle nur 100W :)
Es ist schon bemerkenswert wie weit 100W in WFM kommen und das bei nur leicht angehobenen Bedingungen Richtung Spanien.

Ich freu mich und wundere mich :)

Jemand von euch auch solche Funzelreichweiten Erfahrungen gemacht ??

107.7 Onda Occidente 09:00-12:00
107.8 Radio Vale de Buelna 15:00-noch andauernd
107.9 Radio Laredo 09:00-11:00
Alle Aus Cantabrien

Wenn hier weiter andauernde oder "alle 2 tage Tropo" ist wirds langsam langweilig ^^ :)

Antworten:

Ich würd mal sagen, Tropo zählt nicht, denn das wäre eine massive Benachteiligung meiner Kollegen aus den Alpen ...

von andimik - am 02.02.2006 14:39
Stell mal einen 100-Watt-Sender auf einer völlig freien Frequenz z.B. auf den Brocken und du wirst fast ganz Norddeutschland erreichen sowie bemerken, daß die Reichweite kaum geringer ist als bei einem 100kW-Sender. Nur die Feldstärke ist natürlich weitaus niedriger, so daß mit geringem Antennenaufwand nicht immer der nötige dB-Wert für störungsfreien Stereoempfang erreicht wird.
Im Sprechfunk, wo ja zudem noch geringere Bandbreiten eingesetzt werden, wird im UKW-Bereich seltenst mit Leistungen über 100 Watt gearbeitet und trotzdem werden mindestens dieselben Entfernungen überbrückt wie im Hörfunk!
Neben der freien Frequenz ist vor allem, von Überreichweiten mal abgesehen, eine entsprechende Antennenhöhe entscheidend. Besser 100 Watt auf nem hohen Berg als 10kW irgendwo im Talboden.


von PeterSchwarz - am 02.02.2006 16:27
Zitat

Besser 100 Watt auf nem hohen Berg als 10kW irgendwo im Talboden.


Für SWR4 wäre es auch besser 100w auf dem Blauen statt 10Kw in Auggen.





von Reutlinger. - am 02.02.2006 16:39
Gutes Beispiel!
Aber anscheinend lässt sich sowas grenznah nicht koordinieren.
Radio France verbläst ja auch 50kW in Strasbourg, die sich überall hinverirren, anstatt ein paar hundert Watt von den Vogesen abzustrahlen, die im Kerngebiet wahrscheinlich dieselbe Wirkung hätten. Noch besser wäre schwarzwald. den Brandenkopf mit seinen 500 Watt bekommt man im Elsaß nach meinen Beobachtungen fast flächendeckend rein.


von PeterSchwarz - am 02.02.2006 17:09
Wenn man die Sendeleistungen der DAB-Sender entsprechend dem Bandbreiteunterschied durch 8 dividiert, kommt man auf Leistungswerte, die man mit UKW-Sendern vergleichen kann. Die Sender der 800 km entfernten schottischen Lokalensembles, die jetzt zu empfangen waren, strahlen vermutlich nicht mehr als 2 kW ab. Das sind bezogen auf UKW auch nur 250 Watt.

Ingo

von Ingo-GL - am 02.02.2006 19:15
Zitat
PeterSchwarz
Im Sprechfunk, wo ja zudem noch geringere Bandbreiten eingesetzt werden, wird im UKW-Bereich seltenst mit Leistungen über 100 Watt gearbeitet und trotzdem werden mindestens dieselben Entfernungen überbrückt wie im Hörfunk!


Mit einem Amateurfunkgerät kann man auf 2m oder 70cm z.B. das Relais auf der Zugspitze von vielen exponierten Stellen im Schwarzwald aus arbeiten. Sendeleistung 2 Watt (allerdings nur ca. 6 kHz FM-Hub und deshalb eine geringere Bandbreite als bei Hörfunk-FM).

73 de Uli, DK2GO

von ulionken - am 02.02.2006 19:35
bei Quasi-Sichtverbindung reichen minimale Leistungen, wenn die Frequenz frei ist. Kritisch wird's immer, wenn die Erdkrümmung zuschlägt und kein Tropo oder Es nachhilft...

von Werner53 - am 02.02.2006 20:57
@Uli -
Kann hier momentan mit 1-1,5W (Yaesu VX-2R) Amateurfunkrelais in UK und
Spanien auf - Leider schläft um diese Zeit wohl jeder auf der anderen Seite^^.
R3 Swansea (UK)
R2 Oviedo Asturein oder in Cantabrien
R7 aus Frankreich - ( Alouettes)
------------------------------------

Radiomässig ist momentan Mischmasch - Viel franz aus Nantes und was so dazwischen liegt.
4 Spanier ( 88.3 M80 O=5+ aus Asturien, 94,2 Cad100 O=5,und 2 andere aus Bilbao-
die 107.X funzeln sind leider alle verschwunden.

P.S: Morgen kommt mein MAst aufs Dach ^^ .Fehlt nur ncoh eine S -förmige UKW Antenne die ich noch schnell morgen früh besorgen muss.
( Keine Yagi weils hier absolut nada bringt ...:( )


von Felix 99 - am 02.02.2006 22:50
>>Keine Yagi weils hier absolut nada bringt

Wieso?

von Channel Master - am 02.02.2006 23:01
Ein schönes Beispiel eines weitreichenden Mini-UKW-Radio-Senders ist doch (immer wieder) Masevaux-Sprickelsberg; der sendet mit maximal 20 W ERP, und reicht so immerhin 179 km (!) weit, ohne Ueberreichweiten! Siehe auch http://forum.mysnip.de/read.php?8773,169444,169500#msg-169500

von dxbruelhart - am 03.02.2006 05:00
Bei einer einigermassen vernünftigen Frequenzwahl (also idealerweise nicht durch T-Systems international koordiniert) und einem gescheiten Antennenstandort (und wenns nur ca 3-4 Meter über Dachfirsthöhe ist) kann man mit ein paar Watt schon weiter kommen als ein DLR-Sender mit 100 oder mehr Watt, der unsinnig koordiniert ist und irgendwo am tiefsten Punkt der Stadt steht!
Das kann ich auf jeden Fall bestätigen!


von PeterSchwarz - am 03.02.2006 20:24
Da verweise ich auf den leider abgeschalteten UKW Umsetzer in Fröndenberg der mit 10 Watt auf der 107,5 Betrieben wurde der war auch ca 20km² empfangbar... zurzeit dient er aber nur als ein Bauwerk der Telekom das einfahc nur so rumsteht.

von ReneR - am 03.02.2006 23:57
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