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Überreichweiten auch gegenüber ?

Startbeitrag von Der Korken am 02.02.2006 16:04

Die Inversionswetterlage beschwerte uns nun eine Fülle an Sendern, die sonst nie hier hörbar sind. Die örtlichen Radiostationen kämpfen mit massiven Störungen.
Aber : wie sieht es denn umgekehrt aus ? Wenn hier die BBC auf 94,1 dem WDR2 das Leben schwer macht, ist es dann auf der Insel umgekehrt, dass der WDR die BBC niederrauscht ?

Antworten:

Zitat

Aber : wie sieht es denn umgekehrt aus ? Wenn hier die BBC auf 94,1 dem WDR2 das Leben schwer macht, ist es dann auf der Insel umgekehrt, dass der WDR die BBC niederrauscht ?

Meistens ja (nicht nur bei Tropo ist das so, sondern auch bei Sporadic E)

von WiehengeBIERge - am 02.02.2006 16:09
Das kommt halt auch drauf an wie dicht das UKW-Band dort belegt ist, in UK ist das weniger der Fall.

von Rosti 2.0 - am 02.02.2006 16:19
Sicher beruht das meist auf Gegenseitigkeit.
Im UKW/TV-DX-Forum hatten wir ja bspsw. die Logs von Arvid Husdal in Südschweden, der in den letzten Tagen zahlreiche deutsche und auch holländische sender hereinbekommen hat.
Und die Skywaves-Fraktion in England logt auch mit grosser Regelmässigkeit Sender vom Festland.
Dürfte also davon auszugehen sein, daß es auf der Insel in den letzten Tagen auch immer ein "continental breakfast" im Radio gab.
Allerdings senden die grossen BBC-Networks und Classic FM ja mit Leistungen tlw. weit über 100kW, so daß diese Signale wohl nicht ganz so leicht niederzubügeln sind.


von PeterSchwarz - am 02.02.2006 16:23
Zitat

Im UKW/TV-DX-Forum hatten wir ja bspsw. die Logs von Arvid Husdal in Südschweden,

Nicht Schweden, sondern Norwegen ;-).

von WiehengeBIERge - am 02.02.2006 16:28
"die sonst nie hier hörbar sind"

naja nicht übertreiben;-) BBC geht in NRW teilweise ja noch so gut wie ständig, und einige haben BBC seeehr oft drin:)

von Gelöschter Benutzer - am 02.02.2006 16:52
Schweden, Norwegen, irgendwie verwechsel ich das immer.
Es gab aber tatsächlich auch Empfänge aus Südschweden, meine ich in der Fülle der Postings gelesen zu haben
Beim Empfang habe ich übrigens auch das Problem: Schwedisch und Norwegisch, das kann ich nicht unterscheiden. Lediglich dänisch kann ich nach längerem Hinhören aus dem allgemeinen "Smörrebröööd" meistens raustrennen.


von PeterSchwarz - am 02.02.2006 17:08
Schwedisch und Norwegisch lassen sich find ich sehr gut unterscheiden. lediglich einmal hatte ich erst das falsche vermutet...aber gut, für dich , da du ja nicht täglich mit den Sprachen zu tun hast, wirds schon schwer...genauso hätte ich wohl Probleme , Tschechisch von Polnisch zu unterscheiden, aber CZ geht hier eh fast nie:D

Logs aus Südschweden gabs in der Tat, Münster usw. der DXer hatte einen deutschen Nachnamen, daher ist mir das aufgefallen, aus Lund kommt er---

von Gelöschter Benutzer - am 02.02.2006 17:41
Öhem Zwobot..ständig mit O= 1 oder scatternd,aber mehr auch net...

von Robert S. - am 02.02.2006 19:17
na denn fragt halt die Niederrheiner wenns mir nit glaubt!!

von Gelöschter Benutzer - am 02.02.2006 19:29
NWM dreht wieder etwas ab, sieht man auch an der krasser werdenden Rechtschreibung (auch im DX-Forum) ;-)...
Was soll man dazu noch sagen? ;-)

von WiehengeBIERge - am 02.02.2006 19:44
BBC geht in NRW ständig, siehe einschlägige Bandscans von Björn Tryba vom Weißen Stein zwischen Brüggen und Swalmen, von Niederkürchten-In gen Rae, vom Flughafen Weeze oder von Groesbeek/NL bei Kleve. Auch auf dem Oermter Berg und bei Krefeld-Hüls konnten sowohl BBC als auch Classic FM bereits mit 0=2-3 mit diversem Equipment geloggt werden.

Erst informieren, dann Zwobot verspotten!

von Alqaszar - am 02.02.2006 19:57
Zitat
alqaszar
BBC geht in NRW ständig, siehe einschlägige Bandscans von Björn Tryba vom Weißen Stein zwischen Brüggen und Swalmen, von Niederkürchten-In gen Rae, vom Flughafen Weeze oder von Groesbeek/NL bei Kleve. Auch auf dem Oermter Berg und bei Krefeld-Hüls konnten sowohl BBC als auch Classic FM bereits mit 0=2-3 mit diversem Equipment geloggt werden.

Erst informieren, dann Zwobot verspotten!


Nur mal um was klarzustellen:
Zitat
Zwobot
naja nicht übertreiben BBC geht in NRW teilweise ja noch so gut wie ständig, und einige haben BBC seeehr oft drin

"tlw. in NRW" heiß für mich mehr als nur ein paar Hügel am Niederrhein !
So wie er das geschrieben hat hört sich das an, als ob man BBC in NRW so empfangen kann wie z.B. Holland ...

von WiehengeBIERge - am 02.02.2006 20:05
BBC geht an günstigen Stellen ständig, für den DXer mit normaler Ausstattung im flachen Ort aber nicht. Und damit sollte die Diskussion erledigt sein. ;)

von Kroes - am 02.02.2006 20:26
Also würde ich in Strealen, Kevelaer, Goch oder so wohnen, hätte ich eine große UKW-Antenne nach W ausgerichtet und könnte jeden Tag BBC genießen. Übrigens sind viele Standorte keine Hügel, sondern befinden sich an der westlichen Maas-Haupterrasse, die eine von Nord nach Süd verlaufende Stufe von 20-30 m mit Exposition nach W darstellt. Das ermöglicht den ständigen UK-Empfang, wenn die entsprechenden Frequenzen frei sind. D. h. die Signale sind immer da und werden nur bei angehobenen Bedingungen wie jetzt gerade zu Ortssendern. Außerdem sprach ich vom Empfang mit O=2-3, was allenfalls rauschfreies Mono bedeutet. Dabei ist zu bedenken dass die Empfänge mit einer am ausgestreckten Arm gehaltenen 3-Element, also max 2 m über dem Erdboden, gemacht wurden. Mit einer entsprechend höher positionierten und größeren Antenne könnte noch mehr herausgeholt werden.

Aber was ich völlig vergessen habe und wichtiger wäre als Zwobot-Bashing:

In der Tat funktioniert das Tropo auch in die Gegenrichtung. In England ist zur Zeit das Band voll von deutschen, belgischen und niederländischen Sendern. Siehe die Skywaves-Group bei Yahoo.

von Alqaszar - am 02.02.2006 20:31
ohhhh, man kann auch echt kleinlich sein:rolleyes:

wenns da geht dann gehts halt, Punkt ende aus. damit würd ich mit "Und damit sollte die Diskussion erledigt sein " übereinstimmen, insofern dass man das auch mal akzeptieren kann...einigen wir uns meinetwegen dadrauf dass ihr meinen Beitrag überlest, wenns von wem anders kommt werdet ihrs ja wohl glauben

von Gelöschter Benutzer - am 02.02.2006 20:46
Während meines letzten Norwegen-Aufenthalts konnte ich an mehreren Tagen auf den Lofoten-Inseln bis zu 15 verschiedene deutsche Sender empfangen. Kamen vorwiegend aus den neuen Bundesländern. Empfang war über viiiiiiiiiele Stunden einwandfrei. Da haben eben mal zur Abwechslung ganz normal deutsches Radio beim Auto fahren gehört.

Ich erinnere mich auch noch an einen Empfang des Kanal 2a vom Jauerling. Damals konnte ich ORF1 schwach mit einem kleinen tragbaren Fernseher empfangen. Und zwar in der Nähe von Vardö.

von delfi - am 02.02.2006 20:57
Auffallend fand ich immer die stark schwankende Feldstärke der Sender aus GB.
In Den Helder hat man immer das Vergnügen, die 99,3 oder die 94,1 der BBC hören zu können. Aber obwohl diese Sender immer dort hörbar sind (auch auf den Inseln), so sind sie nie über mehr als 30 Sekunden stabil. Die schwanken sehr stark, tag und nacht. Hin und wieder wächst der Pegel dann stark an, bricht vollends zusammen, und nach 10 Sekunden schwankt es wieder rein.
Wie dieser Effekt zustande kommt weiß ich nicht, aber ich denke, dass am Niederrhein der Empfang der BBC-Sender ähnlich stabil ist.


von Der Korken - am 02.02.2006 21:05
na aber Vertrauen is doch bei so einem "Gruppenhobby" sehr wichtig!?
ständig hatten wir hier doch mal mit 99% (?) der Zeit definiert, sprich für einen Bruchteil der Empfangszeit sind Einbrüche wegen der Entfernung auch noch als ständig gewertet

sicher kann man sich auch mal verschätzen, aber wenn ich an Björns Berichte aus Südengland zurückdenke...damals hatte er doch alles beschrieben, Eins Live usw., also kann es doch durchaus umgekehrt auch gehn

von Gelöschter Benutzer - am 02.02.2006 21:05
@tomfritz

>>"ständig" (was ich damit meine, s. weiter oben)

Was DU damit meinst ist aber nicht Forum-Konsens. Da wurde 95% auf Minutenbasis als "ständig" akzeptiert. Denn mit Deiner Definition ist jeder "ständige" Empfang über 100km anzuzweifeln, weil er einmal im Jahr für 2 Sekunden wegfadet.

Edit: Ach ja, vom Niederrhein komme ich ja auch noch :-) BBC geht an den oben beschriebenen Stellen knapp "ständig". Auch richtig ist, dass er schonmal für wenige Sekunden wegfadet.

Dass BBC auf ca. 95% der Gesamtfläche von NRW wohl nicht zu empfangen ist, ist zu vermuten.

Edit 2: Bei Regen habe ich mit Björn auch schonmal gescannt, da hat es auch funktioniert.

von Channel Master - am 02.02.2006 21:42
Zitat
Kroes
BBC geht an günstigen Stellen ständig, für den DXer mit normaler Ausstattung im flachen Ort aber nicht. Und damit sollte die Diskussion erledigt sein. ;)


BBC Wrotham auf 89.2 ging, als es da noch keinen DLF Bonn gab, mit einer 4-Element unter Dach "fast" ständig. qth Pulheim, nach Westen leicht abgeschattet, Empfänger normales 60er-Jahre-Radio von Philips. Mit einer etwas besseren Antenne auf dem Dach und einem adäquaten Empfänger wäre vielleicht auch die akademische Fassung von "ständig" möglich gewesen. Alle anderen UK-Sender, auch die von Wrotham, kommen aber nur bei Tropo, auch mit gutem Empfänger.



von vsk - am 03.02.2006 08:11
Seit Oktober geht bei uns Aalen auch ständig. Dennoch ist das für mich eindeutig ein Sender, den ich *nicht* zu den ständig empfangbaren zählen würde, da er eben in den Sommermonaten oft genug völlig im Rauschen verschwindet.

von Habakukk - am 03.02.2006 08:26
Immer diese Streitigkeiten um das Wort "ständig"... :rolleyes:

Meiner Ansicht nach kann man sich für einen bestimmten Empfangsort eine "ständig"-Bewertung einer Frequenz nur dann erlauben, wenn man den Empfang über längere Zeit beobachten kann. Und damit meine ich nicht nur ein paar Stunden, sondern wirklich zu jeder Tages- und Jahreszeit und bei jedem Wetter. Bei den meisten Leuten dürfte das also nur daheim oder z.B. am Arbeitsplatz möglich sein.
Als "ständig" lasse ich unter diesen Voraussetzungen aber dann auch gelten, wenn ein Sender z.B. nur an einer bestimmten Stelle im Haus geht, dafür aber wirklich immer.

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 03.02.2006 08:33
Ständig ist ja auch relativ zum Antennen-/Geräteaufwand. Klar geht bei mir zuhause das Deutschlandradio ständig, aber ob es für *Ottonormalhörer* empfangbar ist, bezweifle ich.

von Habakukk - am 03.02.2006 08:52
Zitat

tomfritzGerade bei Empfängen über das Meer ist es sehr unwahrscheinlich, daß diese "ständig" möglich sind, vielleicht gehen sie sehr oft, aber sicher nicht "ständig".


Aber gerade über dem Meer sind die Ausbreitungsbedingungen viel günstiger, wegen fehlender Sender im Ausbreitungsweg und der geringen Dämpfung der Wasseroberfläche. Freilich ist die maritime Ausbreitung kein Garant für ständigen Empfang. Bei Tiefdruckeinfluß geht halt dann auch nix.

Irgendwo in NRW läßt sich mit Sicherheit eine Stelle finden, wo die BBC ständig zumindest schwach empfangen werden kann. Ich kenne auch eine Stelle im bayerisch-tirolerischen Grenzgebiet, wo ständig (ohne Ausnahme) ein Sender aus Rheinland-Pfalz (Donnersberg) mit RDS reinkommt.

von MHM - am 03.02.2006 10:11
Versuchen wir doch einfach mal das Wort "ständig" technisch zu analysieren:

Grundsätzlich handelt es sich beim Empfang aus England in NRW um eine sog. Überhorizont- Verbindung. Das heisst, mehr als 100km. UKW breitet sich geradlinig aus, folgt also gewöhnlich nicht der Erdkrümmung wie zb die Kurzwelle.
So weit, so stöhn.
Grössere Entfernungen, die tatsächlich "ständig" gehen, kann man nun sowohl durch günstige Senderstandorte (Hoher Turm in Verbindung mit einem hochgelegenen Standort) sowie einem günstig gelegenen Empfangsort (möglichst hoch, nix zwischen Sender und Empfänger) realisieren.

Wir erinnern uns: Mitentscheidene Bedingungen sind wie immer Gleichfrequenzbelegungen, Störungen durch Nachbarsender, guter Empfänger und vernünftige Antenne mit nem ordentlichen Gewinn. Von Sendeleistungen ganz zu schweigen.

Spielt all das günstig mit, kann man bis zu einem gewissen Grad auch ständig Sender hören, die deutlich weiter als 100km entfernt sind.

ABER: wieviele Hundert km liegen zwischen NRW und Great Britain? Lässt sich somit wirklich ein STÄNDIGER Empfang realisieren? Ich denke nein. In gewisser Weise dürfte es sich wohl so verhalten, das - so wie hierzulande auch - an vielen Tagen im Jahr solche Verbindungen möglich sind. Bis zur Aufschaltung von 89,0 DKULTUR in Jever ging bei mir die 89,0 RTL auch täglich, obwohl der Sender über 200km entfernt liegt. Bei günstiger Sender/Empfangs- Lage (siehe oben) war das Programm sehr häufig hier zu hören und es genügten schon leicht angehobene Bedingungen, um Stereo oder gar RDS zu bekommen. Unter normalen Bedingungen hingegen verschwand der Sender viiiel zu oft minutenlang vollständig im Rauschen, so das man hier sicherlich nicht von einem "ständigen" Empfang sprechen konnte.

Was anderes ist es bei Radio Hamburg 103,6
Luftlinie gute 150km von hier, geht der Sender tatsächlich an meiner Dachantenne "ständig". Auch hier kommt es immer wieder mal zu Rauscheinbrüchen, wo der Sender etwa eine Minute lang völlig wegfällt, (etwa 3-5 mal die Stunde) aber die Feldstärke ist auch an normalen Tagen so gut, das man den Sender durchgehend hören kann.

Daraus lernen wir: Durch Scattereinfall oder Reflektionen an Flugzeugen oder UFOs kann man UKW- Radio sicherlich täglich auch über mehrere hundert km hören, aber wenn sich das auf wenige hörbare Minuten pro Stunde beschränkt, ist an dieser Stelle die Bezeichnung "ständig" ebenso unsinnig wie törricht.

Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit.


UND JETZT HÖRT AUF ZU STREITEN... ;)




von HAL9000 - am 03.02.2006 11:41
Die Diskussion wird schon sehr theoretisch. Aber was bedeutet nun wirklich ständig? Darum geb ich nun auch mal meinen Senf noch dazu. Ich bekommt bei mir z.B. auf der 104,8 auch ständig OS mit seinem Bürgerradio mit O=2 (angerauschtes Mono) und aus Ost Höxter mit dem Lokalradio mit O=1-2. Das alles mit einer HB9CV indoor im Dachgeschoß! Allerdings natürlich nur mit Empfängern mit Filtern unter 110kHz; sonst überall EinsLive auf 104,7. Ottonormalhörer im Erdgeschoß, mit eingeschobener Teleskopantenne und einem Radio mit > 300kHz Filtern der sich freut mal zu Ostern den WDR hören zu können, wird unter ständig wieder was ganz anderes verstehen. Das nur mal dazu. Bei mir heist ständig, dass ich einen Sender fast ohne Fading, also mehr als ca. 55 Min pro h und das in der absolut überreichweitenfreien Zeit als "Nebenbeidudler" hören kann. Wie der Empfang dieser Sender bei Überreichweiten ist, ist dabei völlig uninteressant.


QTH: Kamen - 20 km nordöstlich von Dortmund ( 51N30 7E30 )

von Jens1978 - am 03.02.2006 11:49
"sondern überhaupt im Leben wichtig,"

damit kann man aber auch sehr schnell auf die Fresse fallen...Vertrauen wird oft missbraucht ...

von Gelöschter Benutzer - am 03.02.2006 12:31
@ Jens1978

Dem stimme ich voll und ganz zu. Wobei ich sagen muss, das das Equipment insofern eine Rolle spielt, das man ruhig unterscheiden sollte zwischen "ständig" im Sinne von Otto-Normalhörer oder "ständig" im Sinne von technisch machbar - ohne Überreichweiten.

von HAL9000 - am 03.02.2006 12:31
Der Gag der ganzen Sache ist, daß sich ultrakurze Wellen eben nicht so schön geradlinig wie sichtbares Licht ausbreiten. Die Beugung am Horizont ist gemäß dem Fresnel-Huygens-Prinzip viel stärker als für das viel kurzwelligere sichtbare Licht. Abgesehen davon ist selbst in der Standardatmosphäre der vertikale Gradient des Brechungsindex´ negativ (für die Refraktivität gilt im Normal -3,9/100 m). Insofern kann die Reichweite eines UKW-Senders weit über 100 oder gar 200 km liegen.

von MHM - am 03.02.2006 13:14
@ tomfritz:
>>Wie wollt Ihr das beurteilen, wenn dort schon mal gescannt wurde? Ich denke, da sind dann wohl schon längere Zeiträume zu beobachten!

Solange keine längeren Beobachtungszeiträume geloggt wurden, gilt halt das, was bis dahin bekannt ist. Sicherlich würde ich bei einem einmaligen Scan an einer bestimmten Stelle mit dem Wort "ständig" sehr vorsichtig umgehen, aber wenn ein Sender bei JEDEM Besuch des entsprechenden QTH wahrnehmbar ist (und zwar mindestens 57 Sek/Minute mit O=1 oder mehr), dann ist das solange gültig, bis jemand einen längeren Signalzusammenbruch loggt.

>>Durch wenn wurde die Definition so festgeschrieben und wer hat dies akzeptiert ?

Es gab in 2004 einen Thread dazu. Die Suchfunktion hilft evtl. weiter. Festgeschrieben ist das natürlich nicht, es gibt immer Quertreiber, die Ihre eigene Definition weiter verwenden, aber das Gros der Teilnehmer hat das so akzeptiert.

>>knapp "ständig"
Was'n das für'n Blödsinn?

Das bedeutet, der Empfang liegt nahe der 57-Sek.-Grenze und nicht nahe 60 Sek.

@ Andalus:

>>Ständig ist ja auch relativ zum Antennen-/Geräteaufwand. Klar geht bei mir zuhause das Deutschlandradio ständig, aber ob es für *Ottonormalhörer* empfangbar ist, bezweifle ich.

Klar, zu einem Bandscan gehört ja auch immer das verwendete Equipment. Wenn Du einen Ottonormalhörer-Bandscan erstellen möchtest, ist dazu auch Ottonormalhörer-Equipment zu verwenden.

@HAL9000

>> ABER: wieviele Hundert km liegen zwischen NRW und Great Britain?

Zwischen dem Weißen Stein und Tacolneston liegen ca. 350 km.

>>ging bei mir die 89,0 RTL auch täglich, obwohl der Sender über 200km entfernt liegt.

Stell dir vor, der Brocken ist sogar 301km von meinem QTH weg, und dank freier Frequenz un exponierter NO-Lage "ständig" zu empfangen, sogar noch etwas besser als BBC am Weißen Stein, meist sogar mit O=3 (rauschfreies Mono in mindestens 30 Minuten pro Stunde), die restliche Zeit eben mit O=1-2, aber halt weniger als 5% der Zeit mit O=0.

>>aber wenn sich das auf wenige hörbare Minuten pro Stunde beschränkt, ist an dieser Stelle die Bezeichnung "ständig" ebenso unsinnig wie törricht.

Richtig, das wir dann als Scatter bezeichnet. Bei mir fallen in diese Kategorie der Wendelstein 93,7 oder Ostseewelle 107,3 oder DR P3 97,2 (obwohl Björn meint, der ginge bei mir ständig, ich bin da aber etwas kritischer).

BTW: Vorschlag für die Definition Scatter: Nicht länger als 5% der Zeit mehr als O=0.

Dann müssen wir nur noch definieren, wie die Sender einzuordnen sind, die in mehr als 5% der Zeit, aber in weniger als 95% der Zeit zu hören sind. Bei mir wären Aurich oder Waldenburg solche Kandidaten. Ich finde, man sollte diese Sender mit Fading (XX%) kennzeichnen.

@Jens1978&HAL9000
>>Das alles mit einer HB9CV indoor im Dachgeschoß! Allerdings natürlich nur mit Empfängern mit Filtern unter 110kHz; sonst überall EinsLive auf 104,7. Ottonormalhörer im Erdgeschoß, mit eingeschobener Teleskopantenne und einem Radio mit > 300kHz Filtern

>>Dem stimme ich voll und ganz zu. Wobei ich sagen muss, das das Equipment insofern eine Rolle spielt, das man ruhig unterscheiden sollte zwischen "ständig" im Sinne von Otto-Normalhörer oder "ständig" im Sinne von technisch machbar - ohne Überreichweiten.

siehe Antwort an Andalus.

Seht mal, mir geht es doch nur darum, einheitliche Bewertungsstandards zu haben, damit unsere Ergebnisse vergleichbar sind. Und ich möchte nicht, dass alle Bandscans auf 110km Radius eingedampft werden, weil es dann sehr schnell langweilig würde. Es besteht sicherlich Interesse, Infos darüber zu bekommen, was ständig geht, was nur als Scatter geht, und was fadend geht. Die Übergänge sind fließend, daher muss es Kategorisierungsgrenzen geben, sonst streiten wir uns noch bis 2020 weiter.











von Channel Master - am 03.02.2006 13:53
Wie wärs eigentlich - so ganz nebenbei bemerkt - mal wieder mit dem ursprünglichen Thema;-)?
Diese ständigen [tm] ständig-Diskusionen enden wie immer im Nirwana :D ...

von WiehengeBIERge - am 03.02.2006 14:02
Nur mal so zur Info, heute Nacht und heute Morgen konnte ich Channel 4 auf K41 sehen und auf K54 wurde das übliche NED3 durch ein BBC-Progr. überlagert.

von Birger* - am 03.02.2006 16:40
Zitat

Diese ständigen [tm] ständig-Diskusionen enden wie immer im Nirwana


Ständig das gleiche hier :D :D :D

von HAL9000 - am 03.02.2006 18:56
genau, mir ist das völlig egal. Bielstein geht bei mir ständig. immer wenn ich einschalt geht der, ausser einmal wo er auf 0 runtergefaded war, aber das heisst bei mir ständig. der Rest spielt keine Rolle. punkt aus.

von Gelöschter Benutzer - am 03.02.2006 19:31
Fazit: Ihr wollt gar keine Kategorisierung. Dann macht weiter wie immer. Alle Einträge in Bandscans über 100km sind damit gestorben...

von Channel Master - am 04.02.2006 13:11
Am 30/31.1. kam jedenfalls auf TV2 Danmark in den Nachrichten ein Bericht, das TV und Radio aus NL dort oben massig on-air sind und es zu Störungen kommen kann.

Bei mir ging TV2 am besten über K48- jedenfalls bis zur DVB-T Umstellung in Düsseldorf.
Seitdem geht selbst SWR1 nicht mehr.
K 40 war schwächer und K27 hatte ich nur an einem Abend mal.

von DieterDN - am 04.02.2006 23:45
Jaja, das "Wassertropo", wie ich es selbst nennen würde. War schon cool, sich auf einen der vom Wasser umspülten Längsdeiche (?) in Ostfriesland zu stellen und dann so Sender wie die Ostseewelle oder Radio Mojn scattern hören zu können. Noch geiler stelle ich mir das übrigens mit einem als tragbare Kiste verpackten Autoradio, einem händisch drehbaren Teleskopmast und einer HB9CV-Antenne nach IKEA-Art (also zerlegbar) vor :D

von Hagbard Celine - am 05.02.2006 20:23
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