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Radioforum
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Erster Beitrag:
vor 11 Jahren, 8 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 11 Jahren, 8 Monaten
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Ingo-GL, brockenfan, Robert S., WiehengeBIERge, PowerAM, _Yoshi_, Markus,DO1HBK, Rolf, der Frequenzenfänger, Hagbard Celine, Tornado Wayne

Ortssender defekt oder liegts am Sangy?

Startbeitrag von brockenfan am 05.02.2006 18:10

ich habe heute meinen Sangy mit dem BOS Band erweitert. so weit so gut: Polizei, Feuerwehr und Krankenwagen kann ich hören. ABER: auf 79,5Mhz ist Hit-Radio Antenne? Liegts am Sender oder am übersteuertem sangy????

Antworten:

Hast du 90,9 zufällig Hit-Radio Antenne?

von Tornado Wayne - am 05.02.2006 18:16
achja, auf 100,9 ist Hit-Radio Antenne

von brockenfan - am 05.02.2006 18:26
Das übliche Spiegelfrequenz-Problem ( 2x 10,7 MHz). Ich habe hier z.B. auf 86,4 Rete Uno als Spiegelfrequenz von der 107,8...

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 05.02.2006 18:43
Dann kommts ja hin. Die Zwischenfrequenz des Sangean (wie bei allen UKW-Radios) liegt bei 10,7 MHz, dadurch entstehen bei hoher Signalstärke leicht Spiegelprodukte. In deinem Fall also 100,9 - (2*10,7) = 79,5.

von Hagbard Celine - am 05.02.2006 18:44
Ist da nur dieser eine Spiegelfrequenz-Empfang? Dann ist der Sangi ja richtig gut. Der Degen 1102 hat das gleiche Frequenzkonzept und viel mehr Spiegelempfangsstellen.

Ingo

von Ingo-GL - am 05.02.2006 19:56
Ich meine den DE 1102, nicht den DE 1103. Der DE 1102 hat wohl kein ordentliches Eingangsfilter. Mit Großsignalverträglichkeit hat der Spiegelfrequenzempfang jedoch nichts zu tun.

Ingo

von Ingo-GL - am 05.02.2006 20:07
Die Spiegelfrequenzmischung ist systemimanent. Wenn die Eingangssignale durch "Mischen" (Technikslang. Eigentlich muss es 'Multiplizieren' heißen) in die Zwischenfrequenzlage (ZF) umgesetzt werden, erhalten wir immer und unvermeidlich:

ZF = Eingangsfrequenz_1 minus Oszillatorfrequenz

und

ZF = Oszillatorfrequenz minus Eingangsfrequenz_2

Eingangsfrequenz_1 und _2 unterscheiden sich um 2 * ZF.

Es gibt nur eine Möglichkeit, diesen zweifachen Empfang zu verhinden: Man darf nur eine der beiden Frequenzen zum Mischer durchlassen.


Beim Großsignalverhalten geht es hingegen um die folgenden irregulären Phänomene:

ZF = Eingangsfrequenz_1 minus Eingangsfrequenz_2

oder

ZF = 2 * Eingangsfrequenz_3 minus Eingangsfrequenz_4 minus Oszillatorfrequenz

und so weiter. Irregulär daran ist, dass sich die Eingangssignale nicht nur mit dem Oszillatorsignal mischen (multiplizieren), sondern auch untereinander.

Außerdem ist häufig das Oszillatorsignal spektral unsauber. Neben der nominellen Frequenz gibt es noch schwächere Anteile auf anderen Frequenzen, die zusätzlich andere Eingangsfrequenzen in die Zwischenfrequenzlage umsetzen.

Solche Phänomene kann man prinzipiell mindern, indem man den technischen Aufwand am Vorverstärker, Frequenzumsetzer und Oszillator erhöht. Eine gute mitlaufende Vorselektion kann ebenfalls dazu beitragen, die unerwünschten Mischeffekte klein zu halten, die ist heutzutage jedoch aus Kostengründen eher unüblich.

Ingo

von Ingo-GL - am 05.02.2006 20:46
Hallo!
Bin gerade am schmunzeln, der ATS 909 empfängt doch kein Schmalband FM. Da muß sich BOS ja richtig grausam anhören...
Nicht vergessen lieber Hörer, nicht zu viel raus posaunen was Du hörst. Bleib nur bei BOS Empfang möglich. Sonst ist der 909 schnell bei der Staatsanwaltschaft und der teure Ärger geht los.

Bei Thiecom u.a. gibt es schon recht preiswerte Scanner mit N-FM. Ab 60,-Euro gibt es sogar zu BOS schon Flugfunk und 2 & 70 Amateurfunk dazu. Einer dieser Scanner empfängt sogar 3m Rundfunk. Und braucht nur 2x AA Batterien. Anschluß ist BNC.
Viele Grüße aus Böhmen, auch hier gibts mit 2m Yagi BOS von der Grenze..Hi Aber in Tschechien legal zu empfangen.
Ahoj,Markus aus Prag/Tschechien

von Markus,DO1HBK - am 05.02.2006 22:27
Wenn man sich das Schaltbild des ATS 909 ansieht dann wird man feststellen das er im Antenneneingang keine nennenswerte Filter enthält.

Demnach ist der Empfängereingang für alles offen so das er zimlich schnell übersteuert wird.

Hat hier schon jemand mit entsprechnden Filtern experamentiert wo nur der Rundfunkbereich durchgelassen wird ?



von _Yoshi_ - am 05.02.2006 22:30
@ tomfritz:die Großsignalfestigkeit wurde schon einige Male bei mir getestet,mit folgenden Ergebnissen.

Sangy macht hier bei mir im Erdgeschoss schlapp...
Der DEGEN hingegn hat kaum Übersteuerungen....

von Robert S. - am 05.02.2006 23:40
Das Problem beim Sangy (aber auch bei vielen anderen Radios) ist aber auch, dass er bei dicken Signalen Mischprodukte nicht nur auf den rechnerísch logischen Frequenzen erzeugt, sondern wenn die Signale stark genug sind auch auf allen möglichen Frequenzen...

Zitat

Da muß sich BOS ja richtig grausam anhören...

Im Gegenteil, anhören tuts sich besser (nur eben ziemlich leise, wegen Schmalband-FM, und wenn zwei nah beieinander liegende Kanäle aktiv sind hört man beide Gleichezitig :D).
Grausam anhören tut es sich eher, wenn man genau umgekehrt, also WFM in NFM hört :D ;-).
BOS mit dem Sangy(oder generell mit Rundfunk-Radios ;-)) kann man eigentlich vergessen, nichts geht über einen ordentlichen Scanner :-).

von WiehengeBIERge - am 06.02.2006 05:28
...zudem fehlt die einstellbare Rauschsperre! Man muß also mit dem Lautstärkeregler in der Hand aktiv zuhören und ständig nachregeln. Funksprüche sind eben sehr leise und im Vergleich dazu das Rauschen ohrenbetäubend laut.

Für BOS sollte man sich einen handelsüblichen Scanner zulegen. Man braucht dafür nicht mal viel Geld auszugeben! Wegen des bekannt guten Netzausbaus in Gleichwelle langt der billigste PLL-Scanner mit einer kurzen Antenne. Will man mehr, so sollte man zumindest in eine bessere Antenne investieren, die Scanner sind üblicherweise gut genug...

von PowerAM - am 06.02.2006 10:54
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