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11
Erster Beitrag:
vor 11 Jahren, 8 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 11 Jahren, 8 Monaten
Beteiligte Autoren:
Jens1978, Funkerberg

KW/MW Eine Antenne - zwei Empfänger

Startbeitrag von Funkerberg am 20.02.2006 12:49

Hallo!

Ich möchte meine Loops (MW und KW) an zwei Empfänger gleichzeitig anschalten.

Wie also oben geschrieben - eine Antenne, zwei Empfänger.
Wichtig wäre mir, das beide "Empfängerabgriffe" galvanisch voneinander getrennt sind.

Hat jemand spontan eine SelbstbauRatzFatzLösung ????

Viele Grüße Rainer

Antworten:

hier mal eine 10 Sekunden Idee: Wie wär´s mit zwei Koppelspulen?

von Jens1978 - am 20.02.2006 13:15
So eine ähnliche Idee habe ich gerade getestet, leider kein Erfolg.
Vermutlich anpassungstechnisch etwas schlecht gebaut....

Aber so in die Richtung ist schon gut, nur wie ordentlich umsetzen ????

von Funkerberg - am 20.02.2006 13:23
Okay, aber sag mal was nicht funktionierte. Brach die Empfangsspannung total zusammen? Wahrscheinlich wird dann der Kreis zu stark bedämpft. Hast du die Koppelspulen mal gedreht gleiche Orientierung - Gegenorientierung?
Ach ja, falls du die Spulen direkt übereinander gelegt haben solltest: Das lieber nicht machen. Bei einer Rahmenantenne eher die eine auf der einen und die andere auf der anderen Seite drumwickeln, so dass die Hauptwicklung dann in der Mitte ist. Allgemein halt so viel Platz wie´s geht zwischen den beiden lassen. Vielleicht geht´s dann. Einfach testen.

von Jens1978 - am 20.02.2006 13:36
Mir fällt gerade noch was ein: Durch die zusätzliche Spule ändert sich doch auch geringfügig die Resonanzfrequenz ... Liegt´s vielleicht daran?

von Jens1978 - am 20.02.2006 13:49
Zitat
Jens1978
Okay, aber sag mal was nicht funktionierte. Brach die Empfangsspannung total zusammen?


Genau so war es, praktisch kein Signal mehr.

Noch ein Hinweis: ich brauch so eine Art entkoppelter Verteiler!
Dazu habe ich mit zwei "Spulen" ausgekoppelt. (Mit einer gehts auch nicht)

An der Antenne sollen keine Veränderungen vorgenommen werden, sondern sozusagen der
Antennenausgang abgegriffen werde. Ohje, wie beschreibt man sowas ?

Also von der antenne kommt per Koax mein Signal. Das gebe ich auf eine "Koaxspule".
(Mantel an einer Stelle unterbrochen). Auf diese Spule habe ich zwei Spulen als Abgriff gewickelt.

Ungefähr klar? Na mal gucken ....

von Funkerberg - am 20.02.2006 13:58
Aaah ja. Hab´s kapiert, bin gespannt ob das funktioniert. Aber mit "SelbstbauRatzFatzLösung" hats dann aber weniger zu tun, oder ;)

von Jens1978 - am 20.02.2006 14:53
So, mittlerweile bin ich einen Schritt weiter, hatte einen Denkfehler.

Im Prinzip funktioniert es jetzt, nur leider kommt nur einer der beiden Empfänger damit klar.
D.h. ein Empfänger bekommt an beiden Ausgängen ein Signal (wechselweise), der andere
funktioniert an beiden nicht.

So nochmals meine Frage: Wie würde man das RICHTIG machen???

Viele Grüße Rainer

von Funkerberg - am 20.02.2006 15:39
Zitat

ein Empfänger bekommt an beiden Ausgängen ein Signal (wechselweise), der andere
funktioniert an beiden nicht.
Das klingt sehr komisch und lässt mich aber vermuten, dass beide Empfänger nicht den gleichen Eingangswiderstand haben und somit die Resonanzfrequenz der Antenne jeweils unterschiedlich ist. Je nachdem welcher Empfänger an die Koppelspule angeschlossen ist. Ich bin mir ziemlich sicher, dass es bei beiden Empfänger funktioniert, aber halt nicht gleichzeitig auf der gleichen Frequenz! Probier´s aus!

Für die richtige Lösung hab ich jetzt allerdings auch kein Patentrezept, da ich sowas auch noch nicht gebaut habe. Allerdings würde ich das so aufbauen: Die Koppelspule wird über ein(!) Koax angeschlossen. Das Kabel geht auf einen Ferritkern, auf welchem drei(!) unterschiedliche Wicklungen aufgebracht sind. Zwei für jeweilige Empfänger und eine für die Antenne. Die Anzahl der Wicklungen muss man nun mit Hilfe der Bekanntheit der Eingangswiderstände der Empfänger berechnen. In deinem Fall müssten beide unterschiedlich sein. Kann man aber anhand der Resonanzfrequenz bzw. dem Verhältnis der beiden Resonanzfrequenzen bestimmen. Zum Beispiel: Antenne ist für alleinigen Anschluß von Empfänger1 auf 1000 kHz abgestimmt, für alleinigen Anschluß von Empfänger2 ist die unveränderte(!) Antenne auf 1050kHz abgestimmt. Daraus kann man nun die Verhältnisse und somit die Wicklungen bestimmen.

So, das wäre mein Vorschlag für eine richitge Lösung. Ob das jetzt alles so 100% funktioniert kann allerdings nicht sagen. Da man auf der Empfängerseite zwei Impedanzen parallel schaltet, müssen evtl. weitere Anpassungen vorgenommen werden.

von Jens1978 - am 20.02.2006 16:35
so, wollte nur noch berichten.

Ich habe jetzt die ganze Sache nochmals aufgebaut. D.h. einen Ferritkern genommen, drei Windungen aufgebracht. Zweimal 9 Windungen und einmal 11. Das ganze so, das ich Wahlweise die Windungen als Eingang (von der Antenne) oder Ausgang (zu den Empfängern) benutzen kann.

Warum im ersten Test (ohne Kern) nix ging weiß ich nicht. Im zweiten Test (3 Wicklungen a 8 Windungen) hatte es ja nur an einem Empfänger funktioniert. Wahrscheinlich weil ich eine Wicklung versehentlich anders herum gewickelt habe.

In der jetzt oben beschriebenen Version arbeitet die ganze Geschichte recht zuverlässig und für meinen Test völlig ausreichend. Das da bzgl. Anpassung usw noch einiges optimiert werden kann ist mir klar.

Viele Grüße Rainer



von Funkerberg - am 22.02.2006 22:46
Na, das hört sich doch gut an. Mal gucken vielleicht rüste ich auch mal meine Antennen etwas auf, hast mich da etwas angesteckt ... Dann mal best dx :)

von Jens1978 - am 22.02.2006 23:05
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