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Kabelleck selber "bauen" als "mini-ukw-sender"

Startbeitrag von brockenfan am 25.02.2006 12:22

Wie mach ich ein Kabelleck? Hoher Pegel? Schirmung anstatt des Innenleiters verwenden? Ich will mit dem Kabelleck einen eigenen legalen Sender ausstrahlen. Mit dem "normalen" kabel klappt das ja auch, also ich kann ihr alles ausm Kabel mit O=3-4 empfangen.

Die 50 interessantesten Antworten:

Den Streit haben aber deine Nachbarn angefangen. Der Frequenzbereich ist eben für lizenzierte Radioveranstalter gedacht und nicht dafür irgendwas wild rumzufunken. Dafür gibt es das ISM-Band und entsprechende Funkübertragungssets. Es gibt nichts, was im Radiobereich mehr stört, als diese ganzen Kabellecks, die durch absichtliche oder unabsichtliche Bastelarbeiten erfolgt sind. Ab und zu ein Pirat dagegen ist kaum ein Problem - vor allem, weil die auch noch darauf achten, nicht zu sehr andere Anbieter zu stören...bei einem solchen Selbstbauprojekt dagegen wird darauf ja keine Rücksicht genommen. Aber schön, dass du uns von deinen Nachbarn erzählt hast. Da können die mitlesenden Herren von der BNetzA ja mal direkt nach Seesen fahren und ausmessen - dann wäre schon mal ein Kabelleck weniger vorhanden. ;) Nach der erfolgten Strafe durch die BNetzA würden deine Nachbarn - und auch du - das sicher nicht nochmal machen...denn günstig ist so ein Ausrücken nicht gerade.

von Kroes - am 25.02.2006 13:12
Ich verstehe das nicht... ist das regional so unterschiedlich???
Ich wohne zwischen Hamburg und Lübeck und bin mit meinem Handy ständig auf dieser Achse unterwegs - hier ist Kabel sehr weit verbreitet. Trotzdem hab ich erst einmal in meinem Leben überhaupt irgendwelche Sender aus dem Kabel reinbekommen, und das war in Lübeck kurz vor Dräger... 3 Monate später hab ich das nochmal überprüft und die Einstrahlungen waren verschwunden. Es ist immer so unglaublich schwierig sowas nachzuvollziehen, weil es das hier in unserer Umgebung faktisch nicht gibt. Oder bin ich so blind (taub)

CU BB

von Boombastic - am 25.02.2006 13:51
Ich höre eigentlich auch Hit-Radio Antenne, aber für die "anderen" die hier in der Gegend wohnen kommen solche Unterschichtssender gerade recht. Und damit die auch 89.0 RTL ohne rauschen hören können, braucht´s hier halt nen Füllsender. Oder war das "zum Kotzen" nicht auf den grausam schlechten empfang, das scheiß-Format und das Ost-Image von 89,0 RTL bezogen? Ich kenne 89.0 RTL nur vom Hinzappen und kann mir kein richtiges Urteil erlauben, aber wernn man die Jingels hört. :kotz: da haste recht. Antenne Bayern höre ich gerade erst nen halben Tag und das wird auch das letzte mal gewesen sein, länger kann man sich das wirklich nicht anhören. Außerdem werde ich wahrscheinlich NDR1 Niedersachsen ausstrahlen (hat immerhin die meisten hörer).

von brockenfan - am 25.02.2006 16:47
Ich würd mal sagen: Laß das bloß bleiben und zwar sowohl Kabel als auch Füllsender oder sonstwas! Allein der Gedanke, dass der Sender legal ist wenn du bloß(!) einen Füllsender betreiben willst ist doch total falsch. Nach der Argumentation könnte doch jeder Radiomoderator der von seinem Programm total überzeugt ist und findet, dass es in seiner Stadt zu schwach ankommt einen Füllsender aufbauen. Das kann doch nicht richtig sein. Das leuchtet dir hoffentlich ein, oder? Was ist außerdem wenn du der Meinung bist, dass dir das Programm nicht mehr gefällt und einfach ein anderes aufschaltest obwohl einer deiner Hörer diesen Sender aber unbedingt weiter hören will? ... Wenn ihr bei euch im Harz kein NDR rankriegt obwohl ihr im Sendegebiet wohnt würd ich da mal ein bissel Druck bei denen machen, das sie dir entweder die GEZ-Gebühren erlassen, die Sat- Anlage oder eine vernüftige Antennenanalge usw. bezahlen. Sowas gab (gibt?) es, das hab ich schonmal gehört. Ob die das im Zeitalter von Einsparungen an allen Ecken und Enden noch machen weiß ich allerdings auch nicht. Ansonsten würden die von mir kein Pfennig sehen, kommt doch nix an.

Mir ist das ürbigens auch schon aufgefallen, das dieser HF-Kabelmüll vor allem in diesen "Wohnsilogegenden" auftritt. Ich will gar nicht wissen wie die ihre Geräte ans Kabel angeschlossen haben ... :rolleyes: Da das ganze dauerhaft ist, ist das echt zum :kotz:

von Jens1978 - am 25.02.2006 19:05
Nun ja - demnach wäre es aufgrund der Störstrahlung verboten, Rundfunkgeräte ans Kabel anzuschließen, wenn diese nur einen symetrischen 240 Ohm Antennenanschluß haben. Die Adapter sind nicht geschirmt.
Im Übrigen empfehle ich einmal eine Autofahrt durch die verkabelten Städte Uslar und Hannoversch Münden in Niedersachsen. Dort ist der terrestrische Empfang von Radio 21 aus Göttingen (93,4 MHz) durch Kabelausstrahlungen auf gleicher Frequenz massiv gestört bis unmöglich. Stattdessen hört man z.B. rauschfrei und in stereo HR4!

von digifreak - am 25.02.2006 19:38
Zitat

Die Adapter sind nicht geschirmt.

Naja, Schirmung hin oder her: RDS im Autoradio und das bei ca. 30-50km/h, wodurch also schon eine gewisse Strecke gefahren werden muss nur durch einen Adapter am Empfänger zu Hause an der Dose? Na, ich weiß ja nicht ... Adapteranschlüsse, ich denke das ist zu verschmerzen :) Aber welches Normaloradio hat schon einen Antennenanschluss ... Ich denke da an was anderes, aber wenn ich das jetzt schreibe ist das ja ein Minikabelsender und Kabellecks und die möchte ich auch nicht mehr :D ;)

von Jens1978 - am 25.02.2006 20:03
Zitat

Ich will ja nicht das "richtige" Kabel "lecken lassen", sondern ein´s wo nur eine Frequenz drinne ist mit z.B. NDR1 oder NDR2. Ich hasse auch die "richtigen" Kabellecks, ich kann hier wegen dem 89.0 RTL leckt auf 89,6 hr3 auf 89,5 so gut wie nich hören.



Hey, ich will ja nicht unhöflich sein aber was bescheuerteres hab ich noch nie gehört....

1. Wie willst du aus dem normalen Kabelanschluss die restlichen, ungewollten sender entfernen ausserm it profi Sperrfiltern?!?!?
2. Wenn du im kabel bsp. die QRG 89.0 hast und diese als "füllsender" (wie lächerlich alleine schon der verwendete Name hierfür ist) verwenden willst...was machste wenn auf UKW 89.1 belegt ist??? Im ganzen dorf dann die Schirmung entfernen??

Mal im ernst... wie sieht es aus mit einer ganz normalen UKW-Yagi Empfangsantenne??? Damit dann 89RTL und Antenne Bayern.


Am besten du rufst bei RTL und ANtenne an und sagst, dass du denen einen Füllsender hinstellst...den sollen ddie dir dann bezahlen und alles ist toll.. .Wenn jeder das so machen würde hätte ich mitten in NRW in meinem Dörflein auch Antenne Bayern, Das Inselradio etc. weil ich der meinung bin, dass die Bevölkerung das hören möchte... Ich finde diesen Thread echt sowas von Müll, aber jedem seine Meinung.


von Frannek1 - am 01.03.2006 15:45
Du wohnst nicht im Sendegebiet von 89.0 RTL, denn das sendet für Sachsen-Anhalt! Du empfängst nur den Overspill, weil der Sender direkt an der Landesgrenze steht. Beim NDR ist die Sache anders - aber der _müsste_ eigentlich überall mit dem "nassen Finger" gehen...wenn nicht, dann beschwer dich beim NDR und die werden dir schon nen legalen Füllsender vor die Nase setzen. Alles andere ist dagegen nicht legal und fertig aus. Und übrigens: Früher war es mal üblich, dass man für ordentlichen UKW-Empfang ne Yagi brauchte...so ist es jetzt eben auch noch, wenn man etwas mehr will, als das "gesetzlich" zustehende Angebot.

von Kroes - am 01.03.2006 16:04
Doofe Frage, die in dem Zusammenhang steht (aber ohne Kabel):

Diese Kabellecks sind ja mitunter weit zu empfangen, obwohl es ja vermutlich tatsächlich nur an schlechter Abschirmung zu liegen scheint. Nun kommen die Signale ja mit relativ viel Dampf an, weshalb die vermutlich so weit gehen.

Hat denn mal jemand versucht, die Signale einer 5-Elemente-Yagi in einen Verstärker zu jagen (voll aufgedreht), und an diesen (z.B. eine Etage tiefer) wiederum eine Antenne zu hängen? Könnte man so zumindest ein paar der nur an der Yagi verfügbaren UKW-Sender auch für die Küchenradios unten verfügbar machen, oder würde das nur für die absoluten Ortssender klappen, die ja dann aber ohnehin im Küchenradio ankommen?

von Habakukk - am 01.03.2006 16:09
Ach ja, ich habe vergessen.. die GEZ ist auch dann fällig, wenn du mit deinem Küchenradio den sender nicht empfangen kannst.. Es gilt die Grundversorgung und das bedeutet, dass es eine mindestleistung an dB bedarf um als "Empfangbar" zu gelten. Was kann z.B. der NDR dafür, dass du so ein besch*eidenes Radio hast. Ausserdem ist eine Hausantenne eh das beste was geht...aber das mach mal jemandem klar, der als Füllsender ein Stück kabelnehmen will und haste nicht gesehen... am besten lässt du diesen sender auch noch von nem Hamster mit Dynamo betreiben... kleines OT aber ...wenn ich sowas höre läuft es mir den Rücken runter... Sieh es ein, dass du diese Sender nicht reinbekommst und gut ist... wenn du wirklich nen Füllsender haben magst...dannn mail mich an..da kann man dann sicher was machen... Hey, und weil du es bist bekommst du dann noch nen Demodulator dazu...somit brauchst kein Stereocoder und RDS coder mehr...aber das wird trotz alledem nicht billig...dafür aber im ganzen Dorf hörbar....die BNetzA Gebühren zahlst du dann :-P

von Frannek1 - am 01.03.2006 16:10
@ Andalus

Das hat mal ein Kunde so probiert, und wir mussten den ganzen Mist wieder abbauen :D.

Es funktioniert aber nicht, denn der Vollaufgedrehte Verstärker schwingt wild (siehe weiter unten), und im Zusammenspiel mit der Yagi ensteht sozusagen ein Sender, allerdings wird der Verstärker ja mit dem gesammten UKW-Band "befeuert", die Folge:
Alle Radios in der Nähe der "Sende"antenne geben einen übers gesammte UKW-Band verteilten Rauschbrei wieder.
Der Grund: Es wird ja auf den gleichen Frequenzen gesendet, auf denen Empfangen wird.
Die Folge davon ist eine Rückkopplung, die wildes schwingen und diesen Rauschbrei erzeugt.
Und das nicht nur unbedingt in der Nähe, sondern auch unter Umständen auch noch in einigen Kilometern entfernung!

Wir mussten das "Ding" bei dem Kunden übrigens abbauen, weil sich jemand bei der RegTP über die Fogen dieses Eigenbaudings beschwert hatte.

Ich würds also lieber nicht ausprobieren ;-).


von WiehengeBIERge - am 01.03.2006 16:15
Zitat

Du wohnst nicht im Sendegebiet von 89.0 RTL, denn das sendet für Sachsen-Anhalt! Du empfängst nur den Overspill, weil der Sender direkt an der Landesgrenze steht.
Aha, deswegen sind sie Nachrichten/verkehr/wetter auch für NDS, Hessen, S-An und thü, weil es "nur" für S-an sendet.
@Jens Ullrich:
Der Telekom Mast geht sehr schlecht (also FFN kannste hier mobil vergessen(wer hat schon ne yagi aufm Auto?))

Brocken schon besser aber für mobil reichst auch noch nich.

Der NDR Mast geht relativ gut, wenn er geht, allerdings an manchen Stellen in der Stadt auch wieder gar nicht. mobil-empfang gerade ma ausreichend bis magelhaft, also ständig rauscheinbrüche

von brockenfan - am 01.03.2006 16:15
Zitat

Doofe Frage, die in dem Zusammenhang steht (aber ohne Kabel):

Diese Kabellecks sind ja mitunter weit zu empfangen, obwohl es ja vermutlich tatsächlich nur an schlechter Abschirmung zu liegen scheint. Nun kommen die Signale ja mit relativ viel Dampf an, weshalb die vermutlich so weit gehen.

Hat denn mal jemand versucht, die Signale einer 5-Elemente-Yagi in einen Verstärker zu jagen (voll aufgedreht), und an diesen (z.B. eine Etage tiefer) wiederum eine Antenne zu hängen? Könnte man so zumindest ein paar der nur an der Yagi verfügbaren UKW-Sender auch für die Küchenradios unten verfügbar machen, oder würde das nur für die absoluten Ortssender klappen, die ja dann aber ohnehin im Küchenradio ankommen?


Ich will hier mal sachlich drauf antworten.. Dein gedanke ist so ganz richtig und "kann" funktionieren wenn das ende der Antenne weit genug von der Empfangsyagi entfernt ist.
Das problem ist, dass du, wenn du zu viel dampf auf die Leitung gibst eine rückkopplung verursachen könntest..sprich, du empfängst 89.0 gehst auf die Yagi dan nin den Verstärker und eine etage tiefer baust du dir nen Dipol dran...dann kann es sein, dass die Yagi nicht nur 89.0 vom Sender XY empfängt sondern auch deine eigene verstärkung...somit geht dies dann evtl. nach hinten los´und du bekommst nen riesen störsender da die Leistung hinterher auf die Yagi geht.. Der Verstärker schwingt ja auch noch

Aber bestes Beispiel.. Autobahntunnel verfahren einfach gesagt nach dem selben Prinzip..doch die möglichkeit, dass es aus dem tunnel herausfunkt ist gering.


Also.. Yagi auf dem Dach, Verstärker und etagen tiefer ein Dipol...so kanns gehen...dann musst du nur zusehen, dass deine Yagi nicht sich selber empfägt, dies wieder verstärkt wird etc.

von Frannek1 - am 01.03.2006 16:16
"einen übers gesammte UKW-Band verteilten Rauschbrei wieder."

*g* Den haben wir dank DVB-T so oder so schon in den meisten UKW-Geräten, v.a. im Sangean! :-)

OK, sowas in der Richtung hatte ich schon befürchtet, klar, das Ding empfängt sich selber ja dann auch wieder. Verstärker runterregeln bringt wohl auch nix, weil ich dann ab dem Punkt, wo das Rauschen vielleicht weg wäre, vermutlich auch keinerlei Wirkung mehr habe durch diese Konstruktion. Gut, man könnte mal mit Abstand zwischen Empfangs-/Sendeantenne und Verstärkerregelung experimentieren, ob es vielleicht einen Punkt gibt, wo das halbwegs klappt, aber wohl besser nicht... Nujoo, war auch nur so ein spontanes Gedankenspiel!

von Habakukk - am 01.03.2006 16:24
@satfuzi: Was RTL im Programm macht, ist logisch, weil das Programm ja in großen Teilen der angesprochenen Bundesländer empfangbar ist. Es ist aber in Sachsen-Anhalt lizensiert und strahlt nur von Sendeanlagen in Sachsen-Anhalt ab. Wenn du es dann in deinem Nest hinter irgendeinem Berg - aber eben außerhalb von Sachsen-Anhalt - nicht mehr empfangen kannst, dann ist es eben so und du hast Pech gehabt. Der Sender ist nicht für Niedersachsen gedacht, also hast du keinen rechtlichen Anspruch darauf. Wenn du den unbedingt haben musst, dann musst dir halt doch ne Yagi anbringen oder eben irgendwo hinziehen, wo der besser zu empfangen ist. So funktioniert Rundfunk in einem föderalen Staat wie der Bundesrepublik Deutschland nunmal...
Beim NDR ist die Sache eben anders und einigermaßen auch bei FFN und Antenne. Der NDR _muss_ überhalb in den NDR-Ländern mit einer gewissen Feldstärke eintreffen, ansonsten kannst du dich dort beschweren. Deshalb gibt es in Seesen ja auch Füllsender für NDR Info und N-Joy, die vom Torfhaus-Mast nur mit geringer Leistung bzw gar nicht abgestrahlt werden. NDR1, 2 und Kultur müssen aber vom Torfhaus problemlos zu hören sein, sonst eben Meldung an den NDR.
Bei FFN und Antenne kannst du dich auch beschweren - die können dann auch wiederum einen Füllsender veranlassen, falls der denn koordinierbar ist. Für Antenne gibt's ja schon einen, für FFN war dann wohl kein Platz mehr. Ergebnis: Pech gehabt!

von Kroes - am 01.03.2006 16:36
Ich will "das" (NDR/FFN) im auto und zu Hause vernünftig hören können, was für NDS vorgesehen ist und da es FFN und der NDR nicht hinkriegen noch weitere funzeln aufzuschalten, dachte ich, dass ich eine mini-funzel baue um zumindest in meinem Haus vernünftigen Empfang zu haben. Übrigens ist die Feldstärke vom NDR hoch genung, wären da nicht diese Funklöcher und die Gartenstraße...... Und einfach zu sagen, dass kein Platz mehr ist und man halt Pech hat, kann man so nicht sagen. Die Antenne-funzel sendet ja auf der FFH Frequenz 100,9. Dann könnte man doch z.B FFN auf die 107,3 dann wäres zwar mit der Ostseewelle vorbei, aber dafür FFN.

von brockenfan - am 01.03.2006 16:53
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Hat denn mal jemand versucht, die Signale einer 5-Elemente-Yagi in einen Verstärker zu jagen (voll aufgedreht), und an diesen (z.B. eine Etage tiefer) wiederum eine Antenne zu hängen? Könnte man so zumindest ein paar der nur an der Yagi verfügbaren UKW-Sender auch für die Küchenradios unten verfügbar machen, oder würde das nur für die absoluten Ortssender klappen, die ja dann aber ohnehin im Küchenradio ankommen?
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Es funzt, und das u. U. sogar sehr gut. Sollte es allerdings zu einer Rückkopplung kommen tritt i. d. R. ein Brummen über das gesamte Frequenzband auf, nur die stärksten Ortssender schauen noch über diesen Brummteppich. Noch ein interessanter Effekt: Dadurch, daß dann mehere Signale empfangen werden, normales Signal + selbst produzierte Abstrahlung, ggf. auch noch Reflexionen davon, gibt es Interferenzmuster, also Verstärkungen und Abschwächungen. D. h. man kann so sogar eine durch mäßig stark einfallende Funzeln vermüllte Frequenz wieder freibekommen.

von Thomas (Metal) - am 01.03.2006 17:54
Zitat

In Seesen sollten doch der Brocken und der NDR-Mast vom Torfhaus relativ problemlos gehen?


@ Jens Ullrich:

Ja, wir hatten das schon einmal im DX-Forum diskutiert. :)
---> http://forum.mysnip.de/read.php?12097,376271,376336#msg-376336
---> http://forum.mysnip.de/read.php?12097,376271,376560#msg-376560
---> http://forum.mysnip.de/read.php?12097,376271,376631#msg-376631


@ satfuzi:

Probleme beim Mobilempfang der Ortssender kann ich für Seesen übrigens nicht bestätigen. Mit 'nem Billgteil aus dem Baumarkt plus Alibi-Antenne mag das evt. anders aussehen.


von Manager. - am 01.03.2006 18:22
Zitat

Empfangsantenne auf dem Berg...Kabel zur..Sendeantenne auf dem Berg, gerichtet auf das Wohnhaus.

Genau so stelle ichs mir ja vor.
Aber nach wie vor die frage, wie das gehen soll.
Ich wiederhole mich nochmal: Woher weiß die Antenne auf dem Berg, dass sie die Empfangsantenne ist und woher weiß die andere, dass sie die "Sendeantenne" ist ???

So wie du es beschreibst müsste diese Konstruktion ja in beide Richtungen funktionieren,ich glaube aber, dass sie so ÜBERHAUPT NICHT funktioniert ;-)!

von WiehengeBIERge - am 01.03.2006 18:40
Zitat

das ist einfach.. es gibt ja sende und epfangsantennen die empfangsantenne gerichtet auf den sender ebpängt ein stärkeres signal als die sende yagi die auf ein haus gerichtet ist.. theoretisch ist es wie ein telefon..empfang gibt auch etwas ab aber geringer als die sendeantenne...schwer zu erklären

Nicht schwer zu erklären, sondern überhaupt nicht zu erklären, weils Quatsch ist!

Ob Senden oder Empfangen, der Antenne an sich ist das egal ...

Ich glaub die ganze Geschichte vom tomfritz immer noch nicht, zumindest nicht so!





von WiehengeBIERge - am 01.03.2006 18:54
Zitat

Sollte sie aber aktiver Natur gewesen sein, was ja dann mindestens ein kleinen Container etc. vorausgesetzt hätte, in dem die dann notwendige Technik untergebracht sein müßte, der ja außerdem auch nicht erkennbar war, dann müßte man, um Rückkopplungen zu verhindern, die vom Sender empfangenen Signale schon umsetzen und dann verstärken und zum Haus schicken

Was man kurz und knapp auch Umsetzer / Füllsender nennen könnte ;-).

Es gibt ja sogar passiver Füllsender, allerdings sind das dann übergröße Reflektorwäne auf Bergen.

Aber deine Antennen Geschichte kann eigentlich nicht sein (auch aktiv nicht, denn das ganze ist ja Verboten - aktiv erst recht)

von WiehengeBIERge - am 01.03.2006 19:04
Sende- und Empfangsantenne passiv : Das Prinizip funktioniert schon, doch müsste die "Sende"antenne einen so hohen Gewinn und somit Verstärkungsfaktor besitzen damit überhaupt was "ausgestrahlt" werden kann, dass das ganze überhaupt keinen Sinn macht. Da das ganze Passiv ist weiß hier keiner wer sendet und wer empfängt, das wird über die Antennengewinn schon vorgegeben.

In dem Zusammenhang nochmal zu der Anordnung mit einem Verstärker: Ich hab mal vor Jahren das ganze mit zwei simplen Dipolen welche direkt nebeneinander (20cm) standen ausprobiert und das funktioniert sehr wohl! Damals wollte ich unbedingt die NDR und NL Radioprogramme im Zimmer mit Südostblick haben. Da ich keine Lust auf ein Kabel hatte, hab ich das ganze mal zwei Dipolen und einem regelbaren(!) Verstärker ausprobiert. Der Empangfsdipol war h der Sendedipol war v. das ganze funktionierte zwar, war aber sehr empfindlich. Logischerweise wurde der Sendegewinn maximal kurz vor dem Selbstschwingen der ganzen Anlage. Man braucht also sehr ruhige Finger beim abstimmen des Verstärkers :) Funktioniert halt wie eine Regelschleife. Sobald man die Antennenanordnung wieder geändert hatte, änderte sich somit auch wieder der Koppelfaktor zwischen den Antennen und alles fing wieder von vorne an. Dabei hatte ich folgendes bemerkt: Je mehr die Antennen miteinander verkoppelt waren, desto weniger Verstärkerleistung brauchte man, wird dann aber immer schwieriger einzustellen deshalb v+h. Ach ja, wenn man selber der Anlage zu Nahe kommt, ändert man natürlich durch sich selber auch geringfügig den Koppelfaktor der Antennen weshalb man lieber nicht zu sehr am Maximum kleben sollte ;) Also, es funktioniert wenn auch sehr anfällig. Der Witz an der Sache ist ja aber auch, wenn das Empfangssignal z.B. durch Fading zusammenbricht, reduziert sich auch die Reichweite der wieder "ausgesendeten" Programme. Somit sollten an der Empfangsantenne schon gute Pegel anliegen, damit überhaupt eine vernünftige Reichweite dabei rauskommt.

von Jens1978 - am 01.03.2006 19:05
Zitat

Und dein Vergleich mit dem Perpetuum Mobile ist doch ziemlich an den Haaren herbei gezogen.

Finde ich nicht, das ist sehr ähnlich!
Die Sache mit dem Wasserrad und der Pumpe funktioniert in der Theorie nämlich auch, aber in der Praxis wegen der Versluste nicht.

Genauso wie ein Parallelschwingkreis aus Spule und Kondensator theoretisch einmal kurz an Spannung gelegt werden könnte und dann ohne weitere Enegriezufuhr unendlich weiter schwingen müsste - tut er aber auch nicht, wegen der Verluste.

Diese tomfritz-Anordnung aus zwei Antennen die einfach miteinander verbunden sind ist genau so zu sehen.

Die eine Antenne soll Empfangen und liefert eine ganz kleine Antennenspannung. Die Andere Antenne soll dieses ohnehin schon geringe Signal abstrahlen. Dazwischen hängt aber noch das Kabel, wo die geringe Antennenspannung nochmals geschwächt wird (also -> Verluste ;-), die "Sendeantenne" soll das dann mit ihrem Gewinn abstrahlen.
Und das wird sie in diesem Fall nicht, weil die Antennenspannung vieeeeeel zu gering dazu ist.
Wenn das ganze passiv funktionieren würde, dann wären Antennenkabel ja quasi überflüssig ...

Das Ganze funktioniert selbsterverständlich auch andersrum, also ist mir immer noch nicht klar, wie man hier von Sende und Empfangsantenne unterscheiden soll.

Eine Antenne ist eine Antenne, ob man sie nun Sende oder Empfangsantenne nennt.
Der einzige Unterschied ist bei kaufbaren Sendeantennen, dass es eine möglichkeit der Anpassung auf die Sendefrequenz gibt, denn ohne gibts Stehwellen und rauch ;-) - das ist aber hier völlig Banane).

Zitat

Warum so aufgeregt?

Wegen tomfritz, wie immer :D ;-).

Nein, im Ernst: 1. Wegen der Ausgangsfrage an sich , 2. Weil der "Satfuzi" nach so vielen Beiträgen immer noch nicht kapiert hat, dass dieses nicht klappt bzw.seine anderen Ideen nur Ärger verursachen ;-).

von WiehengeBIERge - am 01.03.2006 20:14
"Das Ganze funktioniert selbsterverständlich auch andersrum"

Logisch, aber die Antenne oben auf dem Berg, die noch dazu auf den gewünschten Sender exakt ausgerichtet ist, wird vermutlich deutlich mehr und deutlich stärkere Signale empfangen, als die Antenne, die sozusagen nach unten in den Boden zeigt. Deshalb dürfte die obere Antenne nicht viel brauchbares senden, im Gegensatz zur nach unten zeigenden.

"wegen der Verluste"

Ich finde den Vergleich deshalb unpassend, weil es hier doch nicht drum geht, ein Perpetuum Mobile aufzubauen. Nehmen wir an, in dem besagten Tomfritz'schen Tal ist es stockdunkel. Dann kann man doch jederzeit die Lichstrahlen, die oben am Berg massiv vorhanden sind, über Spiegel nach unten lenken. Natürlich ist das mit Verlusten behaftet, kein Mensch wird unten einen Sonnenbrand bekommen, aber unten wird's immerhin hell.
Genauso sehe ich die Sache mit den Antennen hier auch: oben auf dem Berg hat man vermutlich brachialen Empfang mit vollen Ortssendersignalen (v.a., wenn die obere Yagi exakt auf den gewünschten Senderstandort ausgerichtet ist), dieses Signal wiederum gibt man nun also auf die Antenne, die nach unten zeigt. Natürlich gibt's da massive Verluste, ganz klar. Die sind klarerweise deutlich größer als wenn man einfach ein Kabel nach unten legen würde. Aber ein ziemlich geringer Signalanteil dürfte doch in jedem Fall raus gehen, abhängig davon, wie gut oben der Empfang ist. Wieviel man unten davon empfangen kann, dürfte davon abhängen, wie exakt die "Sendeyagi" oben und die "Empfangsyagi" unten aufeinander ausgerichtet sind, wie stark deren Gewinn usw ist. Sofern nur ein Futzelchen unten ankommt, ist das schon mal mehr, als in dem völlig abgeschotteten Tal sonst ankommen würde (nämlich gar nichts, weil hinterm Berg). Letztendlich dreht sich's dann doch nur darum, wieviel dB der Verlust hier aus macht. Wenn du jetzt sagst, der ist in der Praxis viel zu groß für die Tomfritz'sche Situation, dann will ich dir das gerne glauben, aber zumindest vom Prinzip her sollte es möglich sein, im Gegensatz zu deinem Perpetuum Mobile.

von Habakukk - am 01.03.2006 20:35
Die Streckendämpfung zwischen zwei 100 m voneinander entfernten Dipolen (Sendeantenne des Repeaters und 100 m entfernte Empfangsantenne) im UKW-Bereich beträgt 48,5 dB. Dieser Betrag verringert sich allerdings um den Gewinn der Antennen, die man an Stelle der Dipole einsetzen kann. Dann bleibt vielleicht eine Streckendämpfung von 38 dB übrig. Um diesen Betrag müsste die Empfangsleistung der Repeater-Antenne oben auf dem Berg höher sein als die Empfangsleistung beim Direktempfang unten im Tal, damit überhaupt mal Gleichstand hergestellt ist. Um Störungen durch den Mehrwegeempfang zu vermeiden, müsste der Wert wohl noch um einiges höher liegen. Fazit: Ohne Verstärker geht es wohl nicht. Gleichfrequenzrepeater mit Verstärker sind in der Literatur jedoch beschrieben. Es funktioniert halt nur, wenn die beiden Antennen des Repeaters ausreichend gegeneinander abgeschirmt sind.

Ingo

von Ingo-GL - am 01.03.2006 20:36
"Um diesen Betrag müsste die Empfangsleistung der Repeater-Antenne oben auf dem Berg höher sein als die Empfangsleistung beim Direktempfang unten im Tal, damit überhaupt mal Gleichstand hergestellt ist"

Ah ok, da kann man sich was drunter vorstellen. 100m und 38dB ist natürlich eine Menge Holz. Da stellt sich dann schon die Frage, ob es tatsächlich solch abgeschottete Orte gibt, wo der Empfang um 38dB schlechter ist als 100m daneben/darüber. Im Gebirge aber vielleicht vorstellbar, wo sich die Empfangssituation ja jeden Meter komplett ändern kann. Wenn ich hier bei uns auf den Bergen unterwegs bin, können 100 Höhenmeter durchaus entscheiden über Ortssenderempfang und kaum Signal.

von Habakukk - am 01.03.2006 20:43
Zitat

Um diesen Betrag müsste die Empfangsleistung der Repeater-Antenne oben auf dem Berg höher sein als die Empfangsleistung beim Direktempfang unten im Tal, damit überhaupt mal Gleichstand hergestellt ist.

Genau, das ist es ja was ich vorhin meinte. Der Gewinn der Sendeantenne muss sehr hoch sein damit überhaupt was abgestrahlt werden kann was am Empfangsort noch Sinn macht! In dem Fall halt durch die "Sendeantenne" verstärkt, also passiv. Zwar total unwirtschaftlich und somit nur theoretisch möglich, aber es funktioniert!

@andalus:
Wenn ich mich nicht ganz irre, gibt es glaub ich irgendwo Repeater die nur(!) aus solchen Platten bestehen und somit Umlenkstaionen heißen, oder täusch ich mich?
[edit]
@Sebastian:
Das Perpetuum Mobile ist doch ein geschlossener Kreislauf. Wenn allerdings in diesem Fall beide Antennen nicht in die gleiche Richutng zeigen, ist der Kreislauf nicht zu 100% geschlossen! Der Vergleich geht nur, wenn wir annehmen wir hätten zwei Antennen mit einem identischen (und zwar zu 100% in Elevation und Azimut! ) Empfangs-/Sendegebiet und ohne Verstärker. Das ist hier nicht der Fall, somit geht der Vergleich nicht ;)

von Jens1978 - am 01.03.2006 20:56
@Jens
Ich habe es erst ausgerechnet, nachdem ich Deinen Beitrag weiter oben gelesen hatte und war überrascht, wie hoch die Streckendämpfung auf 100 m doch tatsächlich schon ist. Bei Verzehnfachung der Entfernung steigt sie um weitere 20 dB.
Ich habe die Verluste im Kabel zwischen den beiden Antennen der Repeateranlage nicht berücksichtigt. Die betragen bei einem sehr guten Kabel vielleicht 5 dB je 100 Meter bei 100 MHz.

Ab einer gewissen Entfernung ist Funk jeder Kabellösung überlegen. Denn die Dämpfung im Kabel steigt proportional zur Entfernung. Beim Funk steigt die Dämpfung lediglich mit dem Logarithmus der Entfernung.

Ingo

von Ingo-GL - am 01.03.2006 21:12
Zitat

Ich habe es ja erst ausgerechnet, nachdem ich ....

Gut das das einer wenigstens gemacht hat, ich hatte nämlich keine Lust meine Studiunterlagen raus zu kramen ;) Um die Verwirrung noch zu steigern, wenn ich mich sogar noch richtig an meinen Prof. vor 3 Jahren erinnere meinte der: Jede Antenne nimmt nur einen Teil der Energie aus dem Feld auf und strahlt den Rest wieder ab ... aber wie gesagt hab jetzt keine Lust in meinen Sachen zu kramen.

So, nachdem nun sogar ein Bild einer Umlenkantenne vorhanden ist und sonst auch viele Möglchkeiten gegeben wurden dürften demnächst wohl einige Aktivitäten in Seesen zu erwarten sein: Brummen, Übersteuerungen, Eigenschwingungen, riesige Rauschteppiche, Kurzwelle im UKW-Band .... tja, ich würd mal sagen: BNetzA auf geht´s :xcool: ;)

von Jens1978 - am 01.03.2006 21:47
Mal zurück zum Empfang in Seesen: NDR1, NDR2 und NDR Kultur müssen in Seesen problemlos gehen, sagt u.a. auch RadioMobile. Meine Vermutung, auch in Verbindung mit dem Thread im DX-Forum: Die Bastelei des Nachbarn von satfuzi sorgt für einen nervigen Störbrei, in dem die Stationen untergehen. Und im Auto wird es garantiert eine minderwertige Empfangsanlage bzw Antenne sein. Dazu ein Beispiel aus meiner Gegend: Langenberg ist hier absoluter Ortssender. Ein Bekannter von mir schafft es aber tatsächlich kurz hinter Krefeld Richtung niederländische Grenze extrem starkes Gezischel bei den WDR-Programmen reinzubringen, weil sein Radio einfach eine einzige Katastrophe ist.
Früher war es eben mal üblich, dass man an seiner Ausstattung auch was tun musste und nicht mit einer 3,50-Euro-Anlage alles rauschfrei kriegen konnte - jetzt auf einmal muss also der NDR was dran tun, damit jeder mit Billigschrott im Keller was empfangen kann? Das kann es ja wohl nicht sein! Wer nicht investiert, der hat auch keinen ordentlichen Empfang verdient!

Und zu FFN: Empfohlen für Seesen ist tatsächlich die 102,8 aus Göttingen. Da gibt's dann tatsächlich mobil einige Einbrüche auf 36 dBµV, also nur noch störungsfreien Mono-Empfang. Das gilt aber nur für den Bereich nordöstlich von Seesen, nicht für Seesen selbst...

Übrigens: Antenne kommt nicht vom selben Mast wie NDR Info, N-Joy und Deutschlandfunk!

von Kroes - am 01.03.2006 22:14
Zitat

Das Perpetuum Mobile ist doch ein geschlossener Kreislauf. Wenn allerdings in diesem Fall beide Antennen nicht in die gleiche Richutng zeigen, ist der Kreislauf nicht zu 100% geschlossen! Der Vergleich geht nur, wenn wir annehmen wir hätten zwei Antennen mit einem identischen (und zwar zu 100% in Elevation und Azimut! ) Empfangs-/Sendegebiet und ohne Verstärker. Das ist hier nicht der Fall, somit geht der Vergleich nicht

Ich meinte den Vergleich ja nicht von Funtionsprinzip her, sondern im Sinne von "Funktioniert theoretisch, praktisch aber nicht ;-).

Zitat

So, nachdem nun sogar ein Bild einer Umlenkantenne vorhanden ist und sonst auch viele Möglchkeiten gegeben wurden dürften demnächst wohl einige Aktivitäten in Seesen zu erwarten sein: Brummen, Übersteuerungen, Eigenschwingungen, riesige Rauschteppiche, Kurzwelle im UKW-Band .... tja, ich würd mal sagen: BNetzA auf geht´s


Eben, darauf wollte ich ja hinaus und @ Andalus: Darum bin ich so aufgeregt (gewesen) ;-)!
Alles natürlich mit Vorankündigung und Tips aus diesem Forum :rolleyes: ;-).
BTW: Das "normale" Kabelloch hast du noch vergessen :D ;-)

Dennoch würde mich mal interessieren, ob es diese "tomfritz"-Anordnung wirklich gibt, und wenn ja wo. Ich glaub nämlich immer noch nicht an diese passive Anlage. Wie ich vorher schon schrieb, mir sind als passiver Füllsender nur die "Spiegel bekannt (von denen Rolf ja jetzt auch ein Beispielbild geliefert hat.

von WiehengeBIERge - am 02.03.2006 05:18
@satfuzi:
Super, endlich hast du´s eingesehen, dass da nichts mit einigermaßen legalen Mitteln zu machen ist :spos: Dann kann ich den Messwagen ja zurückrufen .... ;)

Zitat

Dennoch würde mich mal interessieren, ob es diese "tomfritz"-Anordnung wirklich gibt, und wenn ja wo. Ich glaub nämlich immer noch nicht an diese passive Anlage.

Abgesehen davon, dass mir den ganzen Tag irgendwelche Füllsender durch den Kopf gerannt sind :rolleyes: , denke ich nicht, dass es solche Füllsender irgendwo gibt. Warum?

Dazu der Test hier: Ich hab das grad mal eben selbst mit dem passiven Füllsender probiert da ich weiß das nicht viel bei rauskommt. Also Antenne (HB9CV) draußen auf einigermaßen Ortssender (Nordhelle) ausgerichtet. Mit Satkoax. (geringere Verluste) in ein Zimmer weitergeleitet, wo dieser einigermaßen "Ortssender" schlechter geht (Hausdämpfung). Damit besteht überhaupt erstmal die Möglichkeit festzustellen, ob überhaupt was abgestrahlt wird und somit eine Erhöhung der Feldstärke dort eintritt. Als "Sendeantenne" in diesem Zimmer ein einfacher Dipol. Wollt´s halt nur einfach schnell testen :). Als Empfänger hab ich ein ca. 15 Jahres altes kleines Grundigradio mit Telekopantenne (auf ca. 15 cm eingeschoeben) benutzt. So jetzt das Ergebnis: In direkter Nachbarschaft zur Antenne, also bis maximal ca. 2-3m sind Verbesserungen festzustellen. Um den Verdacht auszuräumen, das die Sendeantenne aus irgendwelchen Gründen einfach nur eine Kopplung zur Teleskopantenne erzeugt (passives Element) und somit eine primitive Yagi ergibt: Radio und Antenne einfach stehen und liegen lassen und Kabel zur Empfangsantenne ziehen -> Empfang war schlechter bzw. fast weg. Jetzt kann sich glaub ich jeder selbst ein Urteil darüber bilden, warum solche Anordnungen nirgends zu finden sein werden. Wenn man dann noch davon ausgeht, dass ein Füllsender eine bestimmte Menge an Haushalten versorgen muss um überhaupt wirtschaftlich zu sein wird das ganze noch klarer.
Also, um´s nochmal kurz zusammen zu fassen: Theoretisch und(!) praktisch funktioniert´s, doch ist die praktische Realisierung jenseits von Gut und Böse in Hinblick irgendeiner Wirtschaftlichkeit (2m ist doch ein Witz).

Was diese Reflektoren angeht: Wenn man die sich mal genauer anguckt, sieht man, dass die im Verhältnis zu Wellenlänge eine sehr große Ausdehnung haben. Somit kann man die auch nicht wirklich mit einer Anordnung mit zwei passiven Yagis vergleichen. Man müsste wahrscheinlich viel mehr solcher Systeme parallel aufbauen usw. Außerdem enstehen natürlich auch Verluste (Symmetrierung, Kabel ...). Außerdem werden die Wellenzüge bei Reflektoren überhaupt gar nicht erst umgewandelt usw. Was aber nicht heißt, dass die gesamte Energie flöten geht wie der Test ja auch zeigt! Ich jetzt nur noch Wirtschaftlichkeit der beiden Möglichkeiten....

von Jens1978 - am 02.03.2006 16:22
Zitat

Und zu FFN: Empfohlen für Seesen ist tatsächlich die 102,8 aus Göttingen. Da gibt's dann tatsächlich mobil einige Einbrüche auf 36 dBµV, also nur noch störungsfreien Mono-Empfang. Das gilt aber nur für den Bereich nordöstlich von Seesen, nicht für Seesen selbst...


@ Kroes:

Richtig! Im Zentrum (Gartenstr., Jakobsonstr., Bahnhofstr., Harzstr., Lautenthaler Str.) sind die Torfhaus-QRGs vom Telekom-Mast (u.a. ffn 102,4) ziemlich verzerrt. GÖ 102,8 geht dort wesentlich besser, aber nicht optimal. Wer nun nicht weiß, wozu dieses komische dünne Kabel, dass an seinem/ihrem Küchenbrüllwürfel hängt, zu gebrauchen ist, muss daher dort auf ffn per Antennenempfang verzichten.
Nordöstlich von Seesen schließt sich schon wieder BS 103,1 an. Auch Barsinghausen 101,9 geht dort an einigen Stellen noch recht gut. Mit einem RDS-fähigen Autoradio (hat inzwischen ja fast jeder) also kein Problem.

von Manager. - am 02.03.2006 18:14
@ satfuzi:

...und deshalb nochmals die gleiche Frage wie gestern:


Zitat

Re: Kabelleck selber "bauen" als "mini-ukw-sender"
geschrieben von: Manager. (IP gespeichert)
Datum: 01. März 2006 20:07

@ satfuzi:

Mit welchem Autoradio und mit welcher Antennenart hast du den schlechten Mobilempfang in der Gartenstr.? - Meine Ausrüstung im Auto: Siehe Signatur.

----------------------------------------------------
QTH:HN 09E1339/49N0927
AM/FM:GRUNDIG SATELLIT 700, SANGEAN ATS 909, UNIVERSUM Senator CTR2387, SONY ICF-SW11, u.v.a.
DAB:SANGEAN DPR-202+DPR-215
Kabel:SONY LBT-D109
Auto:BMW-Radio+Heckscheibenant


von Manager. - am 02.03.2006 19:10
Zitat

---
Man stelle sich mal einfach eine, für uns DXer erfreuliche, Situation mit 10dB mehr an Eingangspegel vor
---
Nachtrag: Das erhöht nicht das Brummen. Allerdings ändern sich die Interferenzverhältnisse vollständig, was zu gewaltiger Empfangsverschlechterung führen kann.

Man ändert aber die Interferenzverhältnisse auch schon so im "Normalbetrieb". Aber das ganze System ist halt allgemein viel zu anfällig für jede Art von Beeinflussung wenn die Antennen einfach zu nah beieinander stehen, so dass man bei größerer Entfernung oder aber höheren Aufwand zur Entkoppelung auch gleich Kabel nehmen kann ...

von Jens1978 - am 02.03.2006 21:12
Oh Mann, nicht schon wieder .... :rolleyes: jetzt kommst du ja schon wieder mit diesem Füllsender um die Ecke. Vielleicht sollte man die Sache eher anders rum angehen und "Hit-Radio Antenne mit den besten ... blablablagesülze" dem Füllsender wieder abnehmen. Dann kann wenigtens keiner sagen: "Die haben aber auch einen Füllsender, ich will jetzt sofort meinen Füllsender für Radio Südsee hier haben !!! " Was soll´n denn nur die Ösis sagen? Da kann bestimmt nicht jeder in seinem Keller alles glasklar empfangen. Vielleicht sollte man wirklich mal einen Messwagen zu dir bzw. deinem Nachbarn schicken (nein, ich arbeite nicht bei der BNetzA und bin auch kein Spitzel, obwohl evtl. andere der Meinung sind ;) :xcool: ). Vielleicht müllt dich ja dein Nachbar mit seinen tollen "Lecks" zu, wer weiß ...

von Jens1978 - am 03.03.2006 14:13
Aber um einmal kurz zurückzukommen auf das Thema "Passiver Füllsender": Wenn ich mich recht entsinne, hat man auf Helgoland doch einst so eine passive Antennenanlage aufgebaut, die Signale vom Sender auf dem Oberland auffing (die Empfangs-Antenne stand dabei wohl nur wenige Meter vom Sender entfernt) und die aufgefangenen Signalefür das Unterland wieder ausstrahlte. Ob dies nun im Verfahren Yagi -> Kabel -> Yagi erfolgte, oder ob man eine große Reflektionsfläche wie auf Teneriffa aufgestellt hat, entzieht sich allerdings meiner Kenntnis.

Vielleicht hat unser Helgoland-Experte ZWOBOT da gesicherte Erkenntnisse - Mr. Mühlen-Eichsen, Ihr Einsatz bitte...

von RadioNORD - am 03.03.2006 16:27
Zitat

@satfuzi, Manager. & Kroes

Zitat:
Und zu FFN: Empfohlen für Seesen ist tatsächlich die 102,8 aus Göttingen.

Das könnte ja auch noch aus einer Zeit stammen, als ffn noch vom Espol kam und nicht aus Bovenden !?


@ tomfritz:

In den Monaten, als ich in Seesen wohnte, kam ffn noch vom Espol. Da hast du recht. Ich war allerdings auch später noch einige Male dort ([OT]: Alte Liebe rostet nie ;) [/OT]) und kenne daher auch den ffn-Empfang aus Bovenden.


Zitat

Einmal über'n Berg in Lautenthal ist es keinen Deut besser, ganz im Gegenteil.


@ Jens Ullrich:

Oh, ja! - Da knistert's fast auf dem ganzen Band.

Zitat

Trotzdem waren die drei Musketiere auf FFN völlig problemlos zu hören. Weiß ich deshalb, weil ich damals vor Lachen beinahe bei Rot über die Ampel geknistert wäre.


Mensch, das waren noch Zeiten, höhö! :cheers:

von Manager. - am 03.03.2006 18:15
Ich hätte hierzu folgende idee:

Das Kabelsignal durch ein Selektives Abstimmbares Filter schicken. ( ~100Mhz Bandpass o.ä)
Dann Leistungsverstärken und durch ein Oberwellenfilter auf eine Antenne geben.

So könnte man 1 Radioprogramm Senden während der rest gefiltert wird.
Das Schöne daran ist die gute Freqenzstabilität und der passende Modulationshub.
Und man braucht keinen Stereocoder oder ein RDS Coder.
Allerdings hat man den nachteil das man bei der Freqenzwahl an den Kabelbetreiber gebunden ist.
Nur man hat die Möglichkeit das Filter auf einen anderen Sender abzustimmen der auch abgestrahlt werden soll.

Währe sowas möglich oder ist der aufwand zu groß ?

von _Yoshi_ - am 04.03.2006 18:57
Im Dienstbehelf des Fernmeldetechnischen Zentralamts 447D1 v. 1.7.1977 sind folgende Standorte mit Umlenkantenne verzeichnet:

HR-ARD Fulda-Stadt 09E44 50N32 Kan.11-v

SWF-ARD Irrhausen 06E13 50N05 Kan. 25-v

WDR-ARD Elverlingsen 07E42 51N16 Kan. 9-h
Langenholthausen 07E53 51N19 Kan. 6-h
Reifferscheid 06E29 50N29 Kan. 9-v
Valbert 07E59 50N53 Kan. 9-v
Volkringhausen 07E53 51N22 Kan. 11-v

ZDF Fulda-Stadt 09E44 50N32 Kan. 26-v




von digifreak - am 12.03.2006 12:11
Zitat

Aber bestimmt nicht als passive Ausführung ...

Kann ich mir ehrlich gesagt auch nicht wirklich vorstellen nachdem ich ja auch selber den Test gemacht hab und nichts sinnvolleres außer 2 m Recichweite rauskam.

@digifreak
Wie standen die Umlenkstationen drin? Stationen mit einem großen Reflektor können´s ja nicht gewesen sein, denn die Kanäle haben sich ja geändert. Oder ist "Langenholthausen" bei Wupperatl? Dann können´s auch einfach nur Spiegel gewesen sein: K9, K11, K6 (Wuppertal) alles bekannte Sender. Hast du nähere Angaben dazu? Standen auch "normale" Füllsender drin?

[Edit]
Zitat

Bei aktiver Ausführung würde mich interessieren wie das Problem mit der Rückkopplung gelöst wurde.

Zum Beispiel durch die Polarisationsentkopplung und dann vielleicht noch über die Entkopplungsmöglichkeiten durch topographische Gegebenheiten


von Jens1978 - am 12.03.2006 12:22
Zitat
Jens1978
Zitat

diesen Umsetzer kenne ich aus der "alten Heimat"

Na, dann laß mal hören wie der aussah: hast du dort normale Antennen (Yagis usw.) oder einfach nur große Metallplatten wie auf dem Bild auf Seite 5 (4?) gesehen?


Nein,-es war ein relativ normaler Umsetzer-mit Sendeantennen-die Nordhelle liegt von dort aus in Sichtweite,- aber die Angaben beziehen sich wohl auf das Jahr 1977-mir kam das sehr früh vor-vielleicht hat es bis Dato diese Metallantennen gegeben? Sowieso eine komische Wohngegend-es liegt auf der anderen Seite nur eine Wohnsiedlung-für die Mitarbeiter aus dem Werk der Elktromark/ Kraftwerk-Elverlingsen...und ansonsten nicht viel.

von 88,7 MHz - am 12.03.2006 12:47
Dürfte bei DVB-T und GI 1/4 so schlimm nicht sein. Und natürlich würde man die Antennen weit genug von einander entfernt montieren.

Ich hab im Internationalen Handbuch für Fernsehen eine Abbildung einer Umlenkanlage gefunden, dort ist ein Holzmast auf einem Berg mit Yagi, dann Telefonmasten mit Koaxleitung die Straße am Berg runter, und unten am Berg wieder ein Holzmast mit Sendeantenne. Soll südlich von Leipzig irgendwo in Betrieb gewesen sein (60er).
In einem Ort hier in der Nähe gibt es genauso etwas für das D1 Netz. In dem Ort gibt es in einer Mulde gelegen einen großen Golfplatz wo der D1 Empfang sehr schlecht war. Man hat dann auf einen Felsen oberhalb einen Holzmast(!) gestellt, Antenne oben dran(unten hängt sogar der Stromzähler dran :) ) dann Strippe gezogen und etwa 60m weiter unten steht noch ein Holzmast und da ist die Sendeantenne montiert.
Werd da mal ein Foto machen. Die Kabel hängen alle mehr oder weniger offen rum, wenn da ein böser Geselle mit Seitenscheider käme ...

von Terranus - am 12.03.2006 13:00
Als Ergänzung zu meinem Foto der Reflektoren bei Santa Cruz / TF auf Seite 4 habe ich für alle Google-Earth-Nutzer hier mal noch das entsprechende KMZ-File hochgeladen. Zugegeben, man sieht nicht sehr viel, aber wenigstens könnt ihr euch so die geographische Lage vorstellen. Gleich nebenan stehen, wie erwähnt, die Masten des MW-Senders Las Mesas (621 kHz). Die sind besser zu erkennen...

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 12.03.2006 13:03
Diese "Umlenkantennenanlagen", echt ein super Wort, werden doch aber auch richtig für DAB eingesetzt und nennen sich doch dort "Repeater" oder etwa nicht? Für DVB-T ist das auch möglich. Bin mir jetzt allerdings nicht 100% sicher ob die wirklich nach"dem" Prinzip arbeiten, oder ob da das digitale Prinzip (1 und 0) einfach nur ausgenutzt wird :confused: Müsste ich nachschauen, aber vielleicht weiß es ja einer. Ansonsten kann ein Bandpass in den Fällen bestimmt auch schon viel helfen, damit nicht zuzviel Quark auf der anderen Seite rauskommt, ansonsten wären dies Umlenker ja richtige Mess- und Empfangsstationen mit Funkanschluß der Nachbarschaft ;-)

von Jens1978 - am 12.03.2006 13:39
Hab grad mal nachgeguckt: tatsächlich, es handelt sich bei "indoor-Repeatern" für´s L-Band um diese hier besprochenen aktiven Anlagen. Das Buch in dem dies näher beschreiben wird heißt "DAB-Indoor-Versorgung im L-Band". Hier zu finden.

Zitat

Ich ging oben von einer Selbstbau-Umlenkanlage aus, die garantiert nicht so einfach zum laufen zu bekommen ist ;-)

Hab´s schon verstanden ;-) Wollte das nur mal so als Anregung einwerfen, da das Prinzip der aktiven Anlage in Zukunft über diesen Weg wohl eine weitaus größere und auch sinnvollere Verbreitung finden wird (da es fast nur Gleichwellennetze gibt).

von Jens1978 - am 12.03.2006 14:24
Zu den NRW-Standorten in der Liste oben: Zwei davon sind auch noch in den BNetzA-Daten verzeichnet - Elverlingsen und Valbert. Beide haben extrem geringe Leistungen (0,2 Watt bzw 0,05 Watt) und auch sehr geringe Antennenhöhen von 5m bzw 7m. Spricht also schon sehr dafür, dass hier eine "Gleichkanal-Lösung" gebaut wurde. Aber richtig passiv ist natürlich nicht richtig - nur eben so ausgeführt, dass der Hauptsender auf der Gleichwelle nicht gestört wird.

Für Kanal 6 Langenholthausen gibt es auch ne Begründung: Das liegt bei Balve und Balve selbst hat einen Umsetzer auf Kanal 6.

von Kroes - am 12.03.2006 19:02
Im Ostharz gab es bis kurz nach der Wende mehrere passive Anlagen in der Nähe
von Alexisbad z. B. - man empfing dort den normalerweise abgeschatteten Brocken
und lenkte ihn passiv ins Tal um. Nebeneffekt war der Empfang der Torfhaus-Sen-
der. Die Anlage hatte ich im Urlaub mit meinen Eltern sogar fotografiert. Aber ich
weiß nicht, ob die Fotos noch existieren. Jedenfalls lenkte die Anlage VHF und UHF
um, verbunden mit einer Polaritätsdrehung auf vertikal - wahrscheinlich um Geis-
terbilder durch Reflexionen zu vermindern.

Ausgesehen haben die Anlagen recht simpel: Je eine "große" Yagi für VHF und UHF
waren über Koaxkabel mit je einer ebenso großen vertikalen Antenne verbunden,
die auf vertikal gedreht hinunter ins Tal strahlten. Erkennen konnte man unten im
Tal die teilweise steil nach oben gerichteten Empfangsantennen.

Der UKW-Empfang ging stationär problemlos - auch vom Torfhaus. Mobil war es
mit der damaligen Technik (Trabant mit Teleskopantenne und analogem Autoradio)
zwar möglich, aber kein sonderlicher Genuß.

von PowerAM - am 12.03.2006 20:03
Ich glaube ehrlich gesagt immer noch nicht dran!
Wenn das wirklich so gut und einfach funktionieren würde, hätte man das garantiert öfter angewendet und sich einen Großteil der hunderten von Füllsendern sparen können ...

Lediglich in unmittelbarer Sendernähe (so wie evtl. auf Helgoland) könnte ich mir vorstellen, dass das in gewissen Grenzen funktioniert ...

Aber die nächste Frage: Warum wurden die ganzen "Umlenkantennen" (wenn es sie denn wirklich gab) inzwischen alle abgeschaltet :confused:
Wenn sie doch so gut funktioniert haben, warum hat man sie nicht weiter betrieben?

BTW. @ tomritz:
In Lehrbüchern steht sowas sowieso nicht drin, von Ausbildungen ganz zu schweigen :p (wozu auch???)

von WiehengeBIERge - am 14.03.2006 09:27
@ Sebastian Budde: Brauchst Du auch nicht! :confused: Bei besagter Tallage in Alexisbad war es auch so, daß im Tal trotzdem recht große Antennen benutzt wurden - und die waren sicherlich noch verstärkt. Jedenfalls waren sie fast ausnahmslos auf diese Umlenkanlage ausgerichtet. Das sah teilweise wirklich ulkig aus, weil die Antennen damit oftmals schräg nach oben zeigten. Sah fast so aus, als hätte ein heftiger Sturm alles verdreht und verbogen.

Meine Eltern hatte da mal Winterurlaub gemacht. In unserer Unterkunft stand ein S/W-Röhrenfernseher "Luxomat" - ein DDR-Produkt der späten 60er, würde ich schätzen. Der brachte jedenfalls ein einwandfreies Bild für DDR 1 und ZDF, DDR 2 war minimal angerauscht, ARD sowie N3 kamen mit etwas mehr Bildrauschen. Ich hatte damals beim "Rumkurbeln" an dem Gerät auch noch ganz schwach das Dritte vom HR gefunden, das war aber kaum noch anzusehen. Wie empfindlich der Röhrenkasten ist kann ich nicht beurteilen. Jedenfalls stand unsere Unterkunft recht nah am Berg und beide Antennen (UHF und VHF) waren vertikal montiert und zeigten mit ungefähr 45 ° nach oben.

von PowerAM - am 14.03.2006 11:39
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