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Italienisches Fernsehen in Albanien zu Ostzeiten - wie wurde es gemacht?

Startbeitrag von Sebastian Fritzsche am 04.03.2006 15:11

In Zusammenhang mit Berichten über Albanien wird eigentlich immer hervorgehoben, daß zu Ostzeiten g a n z Albanien italienisches Fernsehen gekuckt haben soll - ist ja auch zu verstehen, das albanische TV wird sicherlich damals nicht soviel hergegeben haben.

Das hat dann angeblich solche Ausmaße angenommen, daß alle Albaner heute fließend italienisch sprechen können.

Wenn ich mir das allerdings auf der Karte mal so ansehe, kann ich mir gar nicht vorstellen, wie das funktioniert haben soll. Albanien ist ja doch ganz schön weit weg von Italien und, mal abgesehen von den Küstenregionen, dürfte da nicht so viel angekommen sein!

Die Versorgung mit Satellitenfernsehen wird sicherlich auch nicht so ausschlaggebend gewesen sein - man muß ja auch davon ausgehen, daß der Empfang derartiger Sender nicht gerade erwünscht war, wenn nicht sogar verboten.

Auch riesige Antennenanlagen im ganzen Land, wie früher im Raum Dresden, kann ich mir nicht vorstellen, habe ich in dem Zusammenhang auch noch nicht von gehört (kann mir auch nicht vorstellen, daß die im Landesinneren noch was 'gebracht' haben könnten).

Denkbar wären illegale Kabelnetze mit Satellitenempfang oder Weiterverbreitung ins Landesinnere mittels Piratensendern.

Also für mich stellt das alles ein großes Mysterium dar. Falls jemand eine Ahnung hat, wie genau das praktiziert wurde, wäre ich dankbar.Vielleicht kennt ja jemand von Euch zufällig einen Albaner, den er fragen kann. Ich kenne jedenfalls keinen und Albanisch kann ich auch keines.

Antworten:


Soweit ich weiss war Fernsehen in Albanien verboten bzw. es gab kein albanisches Staatsfernsehen weil man das Land vor dem Rest der Welt abschotten wollte.
Albanien war ja das einzige kommunistische Land Europas, welches nicht
mit der Sowjetunion, sondern der VR China verbuendet war !

von Marcin Wilk - am 04.03.2006 15:14
Warum soll das nicht funktioniert haben? Albanien liegt gerade mal ca. 100 km von der italienischen Küste entfernt, und die Italiener zündeten (und zünden) dank fehlender Frequenzregulierung wohl mit genug Power vom Stiefelabsatz über das adriatische Meer nach Albanien hinein, so dass der Empfang in Albanien in den allermeisten Regionen kein Problem gewesen sein dürfte.

von Wrzlbrnft - am 04.03.2006 15:19
@Marcin:

Hallo, Dich gibt's ja auch noch! Gerade vorhin habe ich mich gefragt, ob Du hier überhaupt noch postest - und jetzt so eine prompte Antwort.


@Wrzlbrnft:

Das von Dir beschriebene Szenario ist eine Möglichkeit, wie es gewesen sein könnte. Ich würde es aber gerne noch genauer wissen, weil ich mich das schon lange frage.

Daß 100 km übers Wasser kein Problem darstellen, ist mir schon klar. Aber ich hätte gedacht, daß es dann ins Landesinnere einen deutlichen Leistungsabfall gibt.


von Sebastian Fritzsche - am 04.03.2006 15:36
Naja, Albanien ist ein zuweilen eher bergiges Gebiet. Überall wird sicher kein Italien-Empfang möglich gewesen sein, aber in weiten Teilen des (doch nicht allzu großen) Landes müsste der Empfang zumindest einiger der vielen Programme funktioniert haben, teilweise sicherlich auch durch Reflexionen u.ä. Satellitenanlagen und Piratenrelays kann ich mir nicht vorstellen.

von Wrzlbrnft - am 04.03.2006 16:00
Na wenn dem so gewesen ist werden die Italiener naher der Küste Großsender betriebn haben um das Land über dem Meer mit Programmen zu versorgn,wie es hier mit Ochsenkopf,Kreuzberg und Torfhaus der Fall gewesen ist.
Und durch die schon angesprochne bergige Lage des Landes kann ich mir auch vorstellen das bis selbst ins Hinterland auf den Berggipfeln die ital. Programme empfangen werden konnten und dann ins Tal in die Ortschaften eingespeißt wurden.

von Robert S. - am 04.03.2006 17:12
Zum Thema habe ich einiges beizutragen: Die (süd)-italienische Stadt Otranto in Apulien liegt nur 50 Kilometer Luftlinie von der albanischen Küste (Durres) entfernt, so das die High-Power TV- Sender von meinem "Heimatberg" Monte Trazzonara/Martina Franca in der Provinz Taranto auch noch mit starken Signalen in Albanien (Adriatisch-Jonisches Meer-Küstenbereich) und vor allem in Montenegro (Adria-Küste und auch in der Hauptstadt Podgorica, durch den günstig gelegenen Talkessel) zu empfangen sind, mit normalem Antenneaufwand wohlgemerkt, ohne Verstärker und ähnliches. Dafür war das TV Gerät Top-Qualität "Grundig Multi System 70 cm". Hier in Berlin für 1600 DM (!) im Jahr 1985 gekauft und per Fracht-Flugzeug (PAN AM) nach (Ex-) zu meinen Onkel Jugoslawien abgeschickt. Dieser arbeitet damals in einer Zoll-Spedition, deshalb war ein Kauf und Versand dort möglich...

Bereits 1988 habe ich in Podgorica, damals noch Titograd, bei meinen leider inzwischen verstorbenen Onkel, italienische TV-(Privat)Sender sehen können. Die Kanäle sind die gleichen wie in Taranto, so dass nur der besagte Standort "Monte Trazzonara" in Frage kam, die empfangenen TV Sender waren u.a. Telenorba-Italia 7 und Antenna Sud-Odeon. Ausserdem konnte man dort, durch die Montenegrinischen Sendeanlagen auf dem "Durmitor" und "Bjelasica" sowie auf dem "Lovcen" perfekt Rai Uno und Rai Due sehen, die weit bis nach Albanien hineinstrahlen.

Auch italienische (Private) Radiosender konnte ich damals in Podgorica/Titograd hören. Auf der 104,2 "Punto Radio Stereo" aus Martina Franca und "Radio Norba" auf der 106,6 vom gleichen Standort, was für mich mehr als eine Überraschung war, da ich diese Sender in Taranto immer hörte. Wobei das Radiogerät eigentlich mehr als bescheidener Qualität war, aber trotzdem Empfangen habe ich einiges, und war deswegen sehr zufrieden...

Auch albanisches Staatsfernsehen mit seinen 2-3 stündigen Programm und stundenlanges Senden des Testbildes (Immerhin in Farbe!) konnte in Montenegro in einwandfreiem Zustand empfangen werden.

Grüsse aus Berlin-Wedding.

Francesco

von Francesco210175 - am 04.03.2006 17:17
Ich erinnere mich gut, in den späten 80ern an der Adriaküste (Bereich Kroatien) mit einem ganz normalen Fernseher plus Zimmerantenne zumindest brauchbaren Italien-Epfang gehabt zu haben.
Unser Hauswirt hatte eine drehbare Antenne auf dem Dach (ohne Verstärker) - damit gab es viele private Sender zu sehen. Zwischen Italien und YU lagen aber über 100 Km !
Auf UKW war auf kroatischer Seite der Empfang von ital. Sendern überhaupt kein Problem, allerdings überlagerten sich viele Stationen gegenseitig. Rauschfreies Stereo war keine Seltenheit.
Auf MW kamen viele lokale Sender rein, 657 z.B. oder auch damals die 528 von Radio Vatikan.

Somit dürfte der Empfang in Albanien auch möglich gewesen sein.


von Der Korken - am 04.03.2006 19:08
Das ist ja alles höchst interessant! Daß so nah an der Küste (Otranto) noch leistungsstarke italienische Sender stationiert sind, hätte ich nämlich nicht gedacht! Denn daß

Zitat

die Italiener nahe der Küste Großsender betrieben haben um das Land über dem Meer mit Programmen zu versorgen,wie es hier mit Ochsenkopf, Kreuzberg und Torfhaus der Fall gewesen ist,


hatte ich mir bisher eigentlich nicht vorstellen können. Haben die das echt deshalb gemacht?

Der nächste relevante Sender, den ich bisher anhand einer alten Band-I-Frequenztabelle ermitteln konnte war nämlich 'Monte Caccia' - und der ist rund 200 km von der albanischen Küste entfernt.


Zitat

Ausserdem konnte man dort, durch die Montenegrinischen Sendeanlagen auf dem "Durmitor" und "Bjelasica" sowie auf dem "Lovcen" perfekt Rai Uno und Rai Due sehen, die weit bis nach Albanien hineinstrahlen.


Sollte das etwa heißen, diese italienischen Sender wurden in Montenegro abgestrahlt?
War das legal/illegal - und warum überhaupt ?!



von Sebastian Fritzsche - am 04.03.2006 21:21
Zitat

Auch albanisches Staatsfernsehen mit seinen 2-3 stündigen Programm und stundenlanges Senden des Testbildes (Immerhin in Farbe!) konnte in Montenegro in einwandfreiem Zustand empfangen werden.


Das rumänische Fernsehen war in den 80ern genauso schrecklich.

von Steffen_K1 - am 04.03.2006 22:20
Das dürfte wohl auf die meisten Ostblock-Staatssender zugetroffen haben.

Was mich interessiert, ist ob das Rai-Fernsehen vor 1989 tatsächlich im damaligen Jugoslawien ausgestrahlt wurde.

von Alqaszar - am 05.03.2006 00:00
Zitat

Du meinst, so ähnlich wie die RAS es in Norditalien macht ?

Das könnte ich mir für Istrien (ital, Minderheit; Grenzregelung nach 1950) vorstellen aber nicht für Montenegro... (trotz des ital. Namens..)

von mor_ - am 05.03.2006 09:50
Über das Mittelmeer scheint der Empfang italienischer Stationen ziemlich weit zu gehen.
Ein tunesischer Arbeitskollege berichtete davon, das auch in Tunesien Italien-Empfang möglich war und ist, wenn auch nicht in gleichbleibend guter Qualität. In früheren Tagen geschah das über UHF/VHF, heute natürlich über Satellit (in Tunesien kann man für 35 ¤ aus Libyen importierte Sat-Receiver kaufen, bei denen per Eingabe eines Codes auch sämtliche Frankreich-Programme hell werden ;) ).

Auch in Libyen wird italienisches TV geschaut, wie man durch die T-Shirt-Affäre dieses italienischen Nazi-Ministers weiß, in deren Folge vor kurzem die italienische Botschaft in Tripolis abgefackelt wurde.

Und wenn man in die Hepburn-Prognosen schaut scheint's am Mittelmeer ja so etwas wie Dauer-Tropo zu geben...

von iro - am 05.03.2006 13:55
Ich bin 1981 von Tunis meist an der Küste entlang nach Algier gefahren. In der gesamten Küstenregion zeigten auf fast allen (!) Häusern die Antennen gen Meer, in Tunesien nach Sizilien und Sardinien, um Algier nach Mallorca. Dazwischen waren Sardinien oder Mallorca oder beides üblich. Rückfragen bei Einheimischen ergaben, dass damit durchgehend stabiler Empfang möglich war. Der Durchschnittszuschauer wusste offenbar auch, dass man häufig französisches Fernsehen sehen konnte, wobei ich mich Frage, ob deshalb größere Mengen Mehrnormengeräte verkauft wurden.

Dass in Italien speziell Großsender errichtet wurden, um Albanien zu versorgen, glaube ich nicht. In Apulien sind die Sender der RAI auf den nächsten Anhöhen im Hinterland errichtet. Um die Küstenstädte zuverlässig zu versorgen, sind größere Sendeleistungen nötig. Da ist die Albanische Küste eben automatisch mitversorgt.

von koslowski - am 05.03.2006 15:53
Zitat

In der gesamten Küstenregion zeigten auf fast allen (!) Häusern die Antennen gen Meer, in Tunesien nach Sizilien und Sardinien

Kann ich insofern bestaetigen, dass zumindest in Malta fast alle Fernsehantennen nach Sizilien ausgerichtet waren. Empfangen wurden auf jeden Fall RAI 1, RAI 2, RAI 3 Sicilia, Canale 5, Italia 1 und Retequattro. Evtl. noch weitere Programme, ich persoenlich kann aber nur die genannten bestaetigen.
Hauptgrund ist, dass die maltaesischen Inlandsprogramme relativ langweilig sind (zumindest war das die Aussage eines "Einheimischen" dort). Und nachdem ein Grossteil der Maltaeser der italienischen Sprache maechtig sind (kann ich zumindest als Halbitaliener bestaetigen), ist dies auch kein grosser Verlust. :-)
Auch der Empfang der Radioprogramme ging ohne groesseren Aufwand. Konnte zum Beispiel "Radio Deejay" im Bruellwuerfel mit einfacher Teleskopantenne weitgehenst rauschfrei empfangen. Die Entfernung zur sizilianischen Kueste betrug dort ca. 100km.

Gruss

Marco


von c-moon - am 05.03.2006 18:41
Auch mir sind auf Malta die grossen Antennen aufgefallen für den Italien-Empfang. Aber auch so im Hotelzimmer konnte man ohne grossen Aufwand radiosender aus Sizilien (mannigfach) empfangen, obwohl noch ein Hügel zwischen der Unterkunft und der Küste lag.

Übers Meer geht der Empfang immer ungehindert über weite Strecken.

von PeterSchwarz - am 05.03.2006 22:23
Sowohl in Kroatien als auch in Montenegro, v.a. an der Küste, gibts im Sommer immer wieder Probleme mit italienischen Sendern. Die kommen dann teilweise so stark über die Adria, daß die, v.a. in Montenegro für Privatsender verbreiteten "Funzeln" regelmäßig weggedrückt werden. Aus eigener Erfahrung kann ich zumindest für den Bereich der südlichen Herzegowina (Trebinje und Umgebung, Luftlinie zur Adria ca. 15km, aber abgeschirmt durch Bergketten) bestätigen, daß italienischer Radioempfang meistens möglich ist, häufig auch mit RDS.

von Christophorus - am 06.03.2006 11:56
Zitat

Ein tunesischer Arbeitskollege berichtete davon, das auch in Tunesien Italien-Empfang möglich war und ist

Kann ich auch bestätigen, hat mir zumindest mein Vater (der da schon mehrmals war) erzählt.

von WiehengeBIERge - am 06.03.2006 11:58
Das ist ja alles höchst interessant! Daß so nah an der Küste (Otranto) noch leistungsstarke italienische Sender stationiert sind, hätte ich nämlich nicht gedacht! 


In Otranto selbst nicht, aber vom besagten Monte Trazzonara bei Martina Franca, welches über 60 KM von Otranto weit entfernt ist, stehen High-Power-TV-und Radio-Sender, die aufgrund der hervorragenden Lage weit ins Salento hineinstrahlen, und dementsprechend auch in Albanien und Montenegro gesehen und gehört werden.


Sollte das etwa heißen, diese italienischen Sender wurden in Montenegro abgestrahlt? 
War das legal/illegal - und warum überhaupt ?!


Ganz legal, es gab ein Abkommen zwischen der damaligen JRT (Jugoslovenska Radio Televizija) und der RAI, sozusagen als "Austausch" kultureller Identität. Die RAI half der JRT beim Aufbau der technischen Sendeanlagen im Montenegro bzw. bei den Richtfunkverbindungen zwischen Bari und Podgorica/Titograd. Zum Dank wurden Rai Uno und Due auf Antenne landesweit terrestrisch eingespeist (Auch heute nutzen serbische/montenegrinische Sender und Sendebetreiber italienische Transmitter und Antennen, meistens von der Firma "Screen Service" aus Italien).

In Apulien sind die Sender der RAI auf den nächsten Anhöhen im Hinterland errichtet. Um die Küstenstädte zuverlässig zu versorgen, sind größere Sendeleistungen nötig. Da ist die Albanische Küste eben automatisch mitversorgt.


So ist es! Und die montenegrinische auch...

 Sowohl in Kroatien als auch in Montenegro, v.a. an der Küste, gibts im Sommer immer wieder Probleme mit italienischen Sendern. Die kommen dann teilweise so stark über die Adria, daß die, v.a. in Montenegro für Privatsender verbreiteten "Funzeln" regelmäßig weggedrückt werden. 


Dieses Problem ist bereits seit Jahrzehnten bekannt...Wenn ich z.B. die Sendeleistung des Senders "Monte Trazzonara" auf UHF Kanal 69 von "ALL MUSIC" so anschaue, jetzt wieder auf Sendung nach längerer Zwangspause...Wen wunderts? 468 KW ERP(!) Eine irre Sendeleistung...Da können die Küstensender in Montenegro nie mithalten...

von Francesco210175 - am 06.03.2006 17:21
Kurzes Update: Mich wundert etwas die Schrift bei meinen Beitrag, wollte es etwas kleiner haben...Sorry!

von Francesco210175 - am 06.03.2006 17:24
DDR-TV2 strahlte früher vom Brocken mit 1000 kW ERP - 468 kW im Kanal 69 ist eher zu wenig bei der Streckendämpfung der hohen Frequenz.

von digifreak - am 06.03.2006 17:26
Zitat
Francesco Festa
Kurzes Update: Mich wundert etwas die Schrift bei meinen Beitrag, wollte es etwas kleiner haben...Sorry!


Wie quotest du denn? Mit Quote (Zitat) oder mit Code? Mit Code bekommst du diese Schrift, mit Quote eigentlich eine normale.

von Habakukk - am 06.03.2006 17:29
@Andalus: Ich glaube, das ich mit "Code" geschrieben habe, normalerweise ist mir das aber noch nie passiert, deshalb habe ich mich etwas gewundert...

Grüsse aus Berlin.

von Francesco210175 - am 08.03.2006 18:07
@ tomfritz:

In meinen alten Wittsmoorlisten ist Brocken K 34 bis Ausgabe 1991 mit 1000 kW gelistet. Die Ausgabe 1992 habe ich nicht. Und in der Ausgabe 1993 werden nur noch 500 kW angegeben.

von Manager. - am 08.03.2006 19:28
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In meinen alten Wittsmoorlisten ist Brocken K 34 bis Ausgabe 1991 mit 1000 kW gelistet. Die Ausgabe 1992 habe ich nicht. Und in der Ausgabe 1993 werden nur noch 500 kW angegeben.
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Meine Durstigkeit, das dritte Licher ist sobeben "zernichtet", kann "nur" mit dem von mir bereits mehrfach zitiertem "Terrestrischer Rundfunk" FTZ 17 AB11, Ausgabe 1993, (...) dienen. Darin wird ebenfall E34 mit 0 Versatz und 500 kW ND gelistet.

von Thomas (Metal) - am 08.03.2006 20:04

OT

Leipzig-Wiederau auf K22 und Calau auf K23 hatten auch 1000kW zu Ostzeiten, vom Glühen der Mastspitzen hatte ich damal nichts bemerkt ;-). 1MW-Strahlungsleistung auf UHF ist ne übliche Leistung in der DDR gewesen. Ich wünschte mir für damals zu DDR-Zeiten, dass ZDF+N3+Sat1 von Berlin das auch gemacht hätten.

von DLR-Fan Sachsen-Anhalt - am 08.03.2006 20:38
Das WRTH listet 1980 und 1981 500 kW und dann ab 1982 1000 kW für Brocken K34.

von iro - am 08.03.2006 21:56
Zitat

Das WRTH listet 1980 und 1981 500 kW und dann ab 1982 1000 kW für Brocken K34.


@ iro:

Interessant!
Die Wittsmoorliste vom 1.1.81 listet K 34 bereits mit 1000 kW.


@ tomfritz:

In allen mir vorliegenden Wittsmoorlisten ist Brocken K 34 mit ND und Offset 0 eingetragen.

von Manager. - am 09.03.2006 17:47
Wo ist denn bitte der Unterschied zwischen 500 kW und 1000 kW? Das sind 3 dB und so verhält sich das Signal dann auch! Doppelte Leistung sorgt für 1,4-fache Reichweite (theoretisch und auch nur innerhalb des Sichthorizonts) - egal ob der Sprung von 500 Watt auf 1000 Watt oder von 500 kW auf 1000 kW geht. Daher behaupte ich: Ein Unterschied von 3 dB kann von niemandem ohne Messgerät bemerkt werden!

von Kroes - am 09.03.2006 18:04
Um noch mal auf das Thema Tunesien zu kommen, ich konnte 2001 auch italienische Sender in Nabeul empfangen, sogar mit RDS und rauschfreies Stereo. Sender waren RAI Radio 1, 2, 3, R.D.S., u.a.

Was ist eigendlich aus R.D.S. geworden? Konnte den Sender damals glaube ich auf 103,25 oder so empfangen.


Gruß Steve-o

von Steve-o1987 - am 09.03.2006 18:46
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