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Radioforum
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vor 11 Jahren, 7 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 11 Jahren, 7 Monaten
Beteiligte Autoren:
Habakukk, Felix 99, mor_, Manfred Z, Der Korken, Alqaszar, Terranus, PeterSchwarz, Kroes

BNetzA 06.03.06

Startbeitrag von Kroes am 06.03.2006 10:34

SCHLESWIG-HOLSTEIN
gelöscht: 107,0 Kiel

BADEN-WÜRTTEMBERG
gelöscht: 89,0 Nordalb

ÖSTERREICH
NEU(A): 96,7 Linz 2 (wie K-Eintrag 141606, 481753, 374m, 100m), jetzt 1050 Watt D 180/220° statt bisher 400 Watt ND
A->K: 105,9 Innsbruck 6, dafür K-Eintrag Innsbruck 5 gelöscht
104,1 Jenbach 3, alter K-Eintrag gelöscht

SCHWEIZ
gelöscht: 90,2 Thal Brunnenacker

Belgien: A->K 103,3 Ronse, alter K-Eintrag gelöscht
Schweden: A->K 104,2 Uddevalla Haessleroed, alter K-Eintrag Uddevalla gelöscht
Tschechien: A->K 99,7 Velka Bites; NEU A (K vorhanden) 89,6 Znojmo 1
Polen: A->K 96,5, 98,8, 101,0, 102,4, 105,6, 107,5 Warszawa Raszyn, alter K-Einträge jeweils gelöscht; A->K 94,4 Wroclaw, alter K-Eintrag 94,5 Wroclaw gelöscht

Antworten:

Neues aus der DVB-T Abteilung BNetzA Datei vom 06.03.06

Hannover 28 530.000 C (marginale Änderung)
neu
Kaiserslautern Dansenberg 65 826.000 A
Kieler Bucht 1 50 706.000 A
Kieler Bucht 2 64 818.000 A
mor

von mor_ - am 06.03.2006 10:45
gelöscht: 89,0 Nordalb

Was sollen denn immer diese Juxkoordinierungen von 1-Watt-sendern, nur um sie dann wieder zu löschen??


von PeterSchwarz - am 06.03.2006 15:03
Veranstaltungsradio halt!

von Habakukk - am 06.03.2006 15:18
Kennt ihr das: http://www.alm.de/fileadmin/Download/TKLM-Workshop_2005/9%20-%20Mueller%20-%20Frequenz-Nutzung.pdf

Liest sich recht interessant ... ARD/ZDF bauen "planlos" aus :D

von Terranus - am 06.03.2006 20:28
Sehr lustig die Bemerkung, dass es keine Kanäle für DVB-H und DMB gibt.

In Norddeutschland könnte die 2. DAB/DMB-Bedeckung schon stehen (nach der analogen VHF-Abschaltung von Kiel, Schwerin und Marlow), aber die haben es ja nicht mal geschafft, die erste voll auszubauen.

Und im Juni kann man (nach der analogen Abschaltung von Teutoburger Wald und Stuttgart) im Rest von Deutschland weitermachen. Die paar störenden Umsetzer kann man leicht abschalten oder umplanen.

Und es wird im Juni massenhaft freie UHF-Kanäle geben dank RTL & Co. Wo liegt also das Problem?

Nicht bei den fehlenden Kanälen, sondern ... Wo sind denn die vielen Millionen Handys und sonstigen Mobilradios mit Mini-TV, MPEG4-tauglich natürlich? ... Ja, wo sind sie denn? ... Da, da laufen sie, sind aber noch ganz weit weg!

von Manfred Z - am 06.03.2006 20:57
Sehr lustiges PDF - Vor allem finde ich es lustig , dass bei Frankreich im Band III
überall Nullen stehen und das man in Bayern die lokal Ensembels mit 10KW abstrahlen will obwohl sie nahe beieinander sind.
We 'll see was kommt :)


von Felix 99 - am 06.03.2006 21:52
Zitat

Liest sich recht interessant ... ARD/ZDF bauen "planlos" aus

recht haarig die Geschichte....

von mor_ - am 06.03.2006 22:04
Die Aussagen passen sehr gut zum Eckpunktepapier der Bundesnetzagentur. Die haben auch behauptet, es gäbe keine Kanäle für die neuen Medien.

Das Papier steht jetzt auf der Frequenzordnung-Seite ganz oben in Fett.

von Manfred Z - am 06.03.2006 22:20
Bravo, ALM, da macht sich jemand Gedanken.

Aber warum kompliziert, wenn es auch einfach geht, was die Zuteilung der Frequenzbändfer an digitale Broadcast-Dienste:

VORRAUSSETZUNG: Komplette Abschaltung aller analoger Dienste in VHF I; VHF III und UHF. Dies lässt sich problemlos schon morgen realisieren, wenn entsprechende digitale Techniken zur Verfügung stehen. UKW-Hörfunk bleibt davon zunächst unberührt. Das analoge Antennenfernsehen wird nur noch von einem kleinen Bruchteil der Haushalte genutzt, der Umstieg in den bisherigen DVB-T-Inseln gelang reibungslos.

Nach der analogen Abschaltung aller TV-Bänder stehen die Frequenzbänder zur Verfügung:

a) VHF I: DRMplus

b) VHF III: Digitalradio DAB

c) UHF: DVB-T

d) L-Band: DMB

Da jeder Dienst nun "sein" Frequenzband hat, kann relativ problemlos und vor allem sehr flexibel die jeweils zweckmäßige Bedeckung realisiert werden.

a) Das realativ schmalbandige DRMplus kann im Bereich von 47 bis 68 MHz für lokale Sender genutzt werden, welche die höheren Kosten für die DAB-Abstrahlung nicht tragen können oder wollen. Dies gilt besonders für nichtkommerzielle Lokalradios, aber auch für Lokalsender in ländlichen Räumen, die nur ein zahlenmäßig kleines Publikum versorgen wollen.

b) Digitalradio DAB wird das Hauptmedium für den öffentlich-rechtlichen und privaten Rundfunk. Zum wirtschaftlichen Betrieb und vor allem zur angestrebten Ablösung von UKW ist ein ausgeprägtes Programmangebot und eine technisch einwandfreie Versorgung notwendig. Als Ziel sollten mindestens 3 bis 5 Ensembles pro Ort ampfangbar sein.

Dies ist realisierbar, wenn das Band II exklusiv für DAB genutzt wird. DVB-T und DMB haben in diesem Modell ihre eigenen Frequenzbereiche.

Die Bedeckungen beziehen sich in Deutschland maximal auf ein Bundesland. Das bedeutet also, dass in jedem Bundesland je nach zustandekommen ein oder zwei Bedeckungen für bundesweite Angebote zur Verfügung stehen. Übrig bleiben so zwei bis drei Bedeckungen, die auf landesweite bzw. regionale Bedeckungen verteilt werden können.

Möglicherweise sind noch zusätzliche, lokale Ensembles für Agglomerationen machbar. Außerhalb von Verdichtungsräumen besteht für die Lokalsender die bereits oben erwähnte Möglichkeit, auf DRM im Band I auszuweichen.

Die Sendeleistungen müssen so gewählt werden, dass überall problemloser Inhouse-Empfang zur Verfügung steht, der mit der jettzigen UKW-Situation vergleichbar ist.

c) DVB-T funktioniert bereits erfolgreich. Dass in einigen Regionen Band-III-Kapazitäten genutzt werden, hängt ja leidglich mit deren technischen bzw. administrativen Verfügbarkeit zusammen. Nach RRC06 sollten daher sämtliche DVB-T-Bedeckungen auf UHF-realisiert werden. Dazu steht die ganze Bandbreite von 470 bis 862 MHz zur Verfügung, da das Band IV/V exklusiv für digitales Fernsehen zur Verfügung steht.

d) Das L-Band schließlich steht exklusiv den DMB-Diensten zur Verfügung.

Weitere Betrachtungen:

PRIVATE UND ÖFFENTLICH-RECHTLICHE ANBIETER:

Das Papier der ALM geht an mehreren Stellen auf die Unausgewogenheit der Verteilung der bestehenden analogen Frequenzen auf private und öffentlich-rechtliche Anbieter ein. Diese sind historisch gewachsen, da der öffentlich-rechtliche Rundfunk sich sämtliche, goroßzügig ausgelegten Kapazitäten im Bereich Radio und TV bis 1984 sichern konnten.

Mit der Digitalsierieung kann dieses Ungleichgewicht aufgehoben werden. Das Problem ist zur Zeit aber nicht, dass zu wenig digitale, terrestrische Kapazitäten an die privaten Anbieter zugewiesen würden; sondern dass diese für die bereitstehende digitale Übertragungswege nicht nutzen wollen. Belegbar ist dies an der zögerlichen Nutzung bereits zugeteilter Kapazitäten bei DAB (Beispiel: Schlesig-Holstein) oder DVB-T (Beispiel: Nordhessen).

Daher sollte bei der Vergabe zwar die Hälfte der Kapazitäten für private Anbieter reserviert werden, jedoch nach dem Prinzip verfahren werden: "Wer will, der soll." Das bedeutet: Die Nutzung digitaler Übetragungswege wird nicht weiter öffentlich subventioniert.

Sollten bei einer Ausschreibung nicht alle Kapaizitären für private Sender vergeben werden können, dann sollten diese denjenigen zur Verfügung stehen, die digital senden wollen. Die Kapazitäten können also dann auch an öffentlich-rechtliche Sender gegeben werden, wenn sich kein privater Anbieter findet.

DIE VERBREITUNG AUF UKW:

Anders als das analoge Fernsehen, kann der analoge Hörfunk nicht von heute auf morgen abgeschaltet werden. Zur Zeit gibt es noch keine Geräte auf der Verbraucherseite, die über DAB und DRM-Empfang verfügen. Außer im Vereinigten Königreich gibt es noch kein wirtschaftlich tragfähiges Publikum für DAB-Radio.

Daher muss das analoge UKW-Band noch einige Zeit erhalten bleiben. Ob die geplante Abschaltung bereits im Jahre 2010 -- wie geplant -- erfolgen kann, wird sich dann zeigen. Wichtig ist, dass mittelfristig alle UKW-Angebote auch in digitaler Form vorlieren, also entweder über DAB oder DRM. Dies kann adminsitrativ dadurch erreicht werden, dass die Vergabe von UKW-Frequenzen an die Auflage der parallelen, digitalen Ausstrahlung geknüpft wird.

Zudem sollten die UKW-Lizenzen zeitlich begrenzt sein und, wenn die kritische Masse digitaler Empfänger erreicht ist, nicht weiter verlängert werden.

Nadch der analogen Abschaltung steht das UKW-Band für weitere digitale Dienste zur Verfügung. Welche Form die haben werden, kann erst dann sinnvoll diskutiert werden, wenn ein konkreter Abschalttermin fest steht,

ANBIETER VON EMPFANGSGERÄTEN, ANBIETER VON INHALTEN, VERBRAUCHER

Zur Zeit herrscht für alle drei Gruppen eine gewisse Unsicherheit, besonders was den digitalen Hörfunk angeht. Um Sicherheit zu schaffen, ist ein solides Vorgehen erforferlich. Das papier der ALM wirft aber Fragen auf, die es hätte lösen können. Eine "klare Ansage" ist notwendig, nicht die endlose Diskussion von weiteren Detailfragen. So wird die Gefahr ausgeschlossen dass die die Interessen einiger weniger (z. B. bestimmter, mit der Politik "befreundeten" Medienunternehmen) die weitere Entwicklung bestimmen, sondern das gesamtwirtschaftliche Interesse.

Um den Markt für den digitalen Rundfunk in Gang zu bringen, muss aber eine klare Strategie da sein. Eine solche ist hiermit skizziert worden.

von Alqaszar - am 06.03.2006 23:19
"Ob die geplante Abschaltung bereits im Jahre 2010 -- wie geplant "


Ist nicht geplant und auch nicht beschlossen.


von Der Korken - am 07.03.2006 04:05
Man müsste v.a. im DAB-Bereich die Kanäle etwas entzerren. Auf K12 wurden 4 Kanäle auf die Bundesländer verteilt, was dazu führte, dass tlw. auf relativ kurze Entfernung ein Kanal wiederverwendet wird. Selbst wenn man festlegt, dass der von UKW gewohnte Overspill mit DAB der Vergangenheit angehören wird: man kann nicht einerseits für guten Indoorempfang mit 10kW daherprügeln, andrerseits hoffen, dass sich die Ensembles dann nicht gegenseitig stören, das ist Humbug. Schon jetzt empfange ich bei Überreichweiten tlw. Ensembles, die von >150km Entfernung mit tlw. nicht mal 500 Watt abgestrahlt werden (z.B. Hessen). Also da müssen die Belegungen dringend entzerrt werden.

von Habakukk - am 07.03.2006 08:48
@alquazar
Bis auf die Belegung von Band I stimme ich mit Dir überein-
Mit Band I sollte man jedoch für Rundfunk nicht mehr rechnen- Das Band wird anderem Nutzen zugeführt werden.
Verstehe auch nicht wieso man bei der RRC 06 unbedingt wieder pro BuLa einen

VHF III für DVB-T haben will , der dann wieder 4 DAB Kanäle kaputtmacht.
was Entzerrung wieder schwierig macht

@ Andalus -
Stimme Dir voll udn ganz zu. Die nahe Planung die man auch in dem PDF fortgeführt hat ist jetzt schon nicht zu halten - bei höherer Leistung noch weniger.

von Felix 99 - am 07.03.2006 10:04
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