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Enrtscheidung: 100'5 - das Hitradio übernimmt Antenne AC-Frequenzen

Startbeitrag von Der Radiotor am 29.09.2002 16:40

Aus: Aachener Nachrichten

Drama mit glücklichem Ende

Lokalradios offenbar gerettet

Von Nachrichten-Redakteur Heiner Hautermans

Aachen (an-o) - Es blieb spannend bis zuletzt. Nach Informationen der "Nachrichten" soll der Durchbruch am Freitag am späten Abend gelungen sein. Demnach steigt Hitradio 100,5 bei Antenne AC ein, während "Sunshine live" sich der 100, eins zuwendet.

Am Freitag hatte es schon vorübergehend gut ausgesehen. RTL mit Oldie-Musik für den Kreis Aachen, "Sunshine Live" aus Baden-Württemberg mit Techno- und Housemusik für die Stadt Aachen mit ihren Zehntausenden Studenten. Während für "100,eins" schon die Verträge unterschrieben waren, hakte es beim Kreis. Dr. Martin Dreschers, vorläufiger Insolvenzverwalter von "Antenne AC", zeigte sich mittags aber noch optimistisch: "Das wäre wie Weihnachten und Neujahr an einem Tag."

Zumal die Schulden beider Funkstationen (jeweils etwas mehr als 100.000 Euro) auf einen Schlag gelöscht und die Insolvenzen zurückgenommen werden könnten. Doch noch fehlten zwei wichtige Voraussetzungen: Ein größerer Scheck aus Luxemburg und die Einwilligung der Landesmedienanstalt in Düsseldorf.

Und die wurde am Nachmittag versagt. Die Begründung: RTL wolle zu stark in Inhalte und die Besetzung der Redaktion hineinreden. Nach dem nordrhein-westfälischen Zwei-Säulen-Modell hat die Betriebsgesellschaft nur bei der Benennung des Chefredakteurs ein Mitspracherecht. Ansonsten ist die Veranstaltergemeinschaft verantwortlich, ein Zusammenschluss aus wichtigen gesellschaftlichen Gruppen.

Neues "Spiel"

Damit war das "Spiel" wieder eröffnet. Bei "Sunshine live" prüfte man nunmehr, ob nicht beide Sender übernommen werden könnten. Außerdem liefen Gespräche mit dem belgischen Sender 100,5, an dem das saarländische Radio Salu beteiligt ist. Klar war: Sollte ein weißer Fleck auf der Landkarte bleiben, würde die Landesmedienanstalt binnen absehbarer Frist das Sendegebiet ändern, beispielsweise Stadt und Kreis Aachen zusammenlegen.

Und dann würde wieder das Verlegerprivileg gelten, das dem Zeitungsverlag Aachen ein Vorrecht einräumt. Jeder andere Investor wäre spätestens dann wieder aus dem Rennen - eine verzwickte Situation. Die Stimmung im Funkhaus am Aachener Kreuz war am Freitag dementsprechend. Vielen Mitarbeitern standen die Tränen in den Augen, da konnten auch die Kondolenzeinträge im Internet nur wenig trösten. Möglicherweise können sie jetzt ihre Tränen trocknen, denn beide Sender werden wohl weiter existieren. Anderenfalls wäre am Montag die letzte Klappe gefallen.

Antworten:

Also steigt Hitradio 100,5 bei Antenne AC ein und Sunshine live bei 100, eins.

von Stefan G. - am 29.09.2002 16:44
Jau, so isses wohl. Und im Endeffekt bedeutet das nix anderes als: künftig ein Lokalradio weniger in Aachen, denn 100'5 kommt dort schon gut aus Raeren rein. Es sei denn, es gibt künftig getrennte Programme für Region Aachen und Ostbelgien. Oder man gibt das Joint Venture mit dem BRF auf und sendet künftig nur auf den deutschen Frequenzen. Viele unbeantwortete Fragen...Also: mit wäre die RTL-Lösung lieber gewesen, da hätte sich wenigstens endlich mal was getan beim Oldiesender.

von Der Radiotor - am 29.09.2002 16:49
und wie soll das programm denn aussehen?
übernimmt die 107,8 das prgramm von 100,5 und macht dann nur ein paar lokale fenster oder was sind die planungen?

von stefant - am 29.09.2002 18:49
Für 100,5 ist das natürlich ein weiterer Schritt um sich durchzustezen.
War der Empfang durch die 100,5 bisher schon bis zum südlichen Niederrhein (Viersen/Duisburg)lückenlos möglich wird durch 107,8 dann auch der Raum Düren/Stolberg/Eschweiler, wo man mit 100,5 immer Probleme hatte (wegen WDR2 100,4 aus Bonn) optimal versorgt. Und sollte die 107,8 auf 4kW erhöht werden, ist auch Köln und Umgebung mitversorgt.
Allerdings ist zu berfürchten, daß das Programm dadurch auch nicht prickelnder wird.
Im Prinzip ist nun also dei "feindliche Übernahme" eingetreten. 100,1 als Sunshine-live darf dann gegen Fantasy antreten und vermutlich auch gewinnen.

von Peter Schwarz - am 29.09.2002 21:41
Ach du Scheiße!

Wäre ein RTL-Einstieg bei Antenne AC gelungen, hätte es vielleicht eine Abwechslung von dem 90er-adult contemporary-Schleim gegeben, den sowohl WDR 2, radio NRW als auch 100,5 im Wesentlichen verbreiten.

Wenn dann auch noch die Leistung auf der 107,8 entsprechend erhöht würde (vielleicht auf 4 kW oder so, aber wovon träume ich eigentlich nachts?), es wäre eine echte Alternative zwischen Köln und Mönchengladbach entstanden.

Und die 100,1? Vielleicht mal ein Programm ähnlich Projekt 89,0 digital... vielleicht eine Lösung für Radio Fantasy, wenn auf der 100,1 tatsächlich Techno/Dance laufen sollte.

Wo ist eigentlich Energy? Klar, die haben sich im Gegensatz zu RTL keine Illusionen gemacht: die VG/BG-Konstruktion ist der LfM doch sehr heilig. Warum eigentlich, wenn das Ergebnis der NRW-Lokalfunk ist so wie er ist? Wird langsam Zeit, dass die SPD ihre medienpolitischen Vorstellungen mal der Realität anpasst. Auch wenn es dieser Partei hoch anzurechenen ist, dass sie die Verblödung immer stoppen wollte, letztendlich ist es ihr auch nicht gelungen. Jetzt sollte sie wenigsten dafür sorgen, hier in NRW schönes Radio zuzulassen.

von Alqaszar - am 29.09.2002 22:16
Und wann geht SSL auf 100,1 auf Sendung?

von DXer - am 30.09.2002 06:04
Letzter Stand ist wohl, dass es mit Aachen 100,1 in unveränderter Form erst noch ein paar Wochen weitergeht, parallel dazu aber schon SSL Aachen vorbereitet wird. Denke mal ab 1.11. oder 1.12. wird SSL dann auf der 100,1 aktiv. Und @alquaszar: Deine Frage, wo denn Energy bleibt, kann man ganz einfach beantworten: Energy ist als Gesellschafter am neuen SSL Aachen beteiligt, und damit sitzen die jetzt auch im NRW-Boot.

von Pfälzer Kartoffel - am 30.09.2002 06:26
Gerade hat PD Thorsten Manges on air verkündet, daß man noch "14 Tage habe"
So von heut auf morgen gehts halt doch nicht...muss ja wohl erst mal alkles mit SChwetzingen geklärt werden.

von Peter Schwarz - am 30.09.2002 10:18
laut kress ist noch nichts in trockenen tüchern
http://www.kress.de/tglkress/

von stefant - am 30.09.2002 20:10
Überbrückungskredit von zwei Investoren

Die Lokalradios bleiben auf Sendung

Von Nachrichten-Redakteur Heiner Hautermans

Aachen (an-o) - Die noch am Wochenende hartnäckig verkündete Abschiedsparty kann erst einmal verschoben werden: beide Lokalradios werden auf Sendung bleiben. Die Chancen auf ihre Rettung stehen durchaus gut.




Allerdings ist es noch zu früh, Vollzug zu melden: Davor müssen noch umfangreiche Verhandlungen stattfinden, in denen der Teufel durchaus im Detail stecken kann. Dennoch geben sich die Beteiligten überwiegend optimistisch.

Am Montag Abend fanden jedenfalls neue Verhandlungen zwischen den beiden übrig gebliebenen Interessenten statt: In der Stadt Aachen soll, wie berichtet, der in Schwetzingen angesiedelte Sender "Sunshine Live" als Geldgeber antreten und die Betriebsgesellschaft bilden. Der Sender ist mit seiner Techno- und Housemusik, die vor allem junge Leute anspricht und auch in Aachen gespielt werden soll, in Süddeutschland auf Erfolgskurs.

Unternehmen auf Expansionskurs

Geschäftsführer Ulrich Hürter gab sich jedenfalls am Montag zuversichtlich: "Der Wille ist da. Wenn man Geduld hat und sorgfältig ist, dann wird das was." Sein Unternehmen sei ohnehin auf Expansionskurs, so führe man derzeit auch Gespräche mit einem insolventen Sender in Berlin.

Für den Kreis Aachen ist, wie berichtet, "100,5 - Das Hitradio" wieder im Rennen. Hinter diesem steht neben dem belgischen Rundfunk und dem saarländischen Radio Salü ein potenter französischer Medienkonzern. Beide Interessenten haben den jeweiligen Insolvenzverwaltern einen zinslosen Kredit zur Verfügung gestellt, mit dem der Sendebetrieb noch etwa zwei Wochen aufrecht erhalten werden kann.

Verhandlungen vielfältiger Art sind zunächst zwischen den beiden Investoren zu absolvieren, etwa über ein gemeinsames Marketingkonzept oder die Aufteilung der Werbeeinnahmen. Dann stehen Gespräche mit den Insolvenzverwaltern beider Veranstaltergemeinschaften und mit der Landesmedienanstalt an, die letzten Endes ihr Plazet geben muss.

"Es besteht nach wie vor Hoffnung"

Für diese Gespräche will man sich nun die nötige Zeit nehmen, unter anderen am Zeitdruck waren die Gespräche mit RTL laut Rechtsanwalt Dr. Martin Dreschers gescheitert. Dreschers: "Es besteht nach wie vor Hoffnung." Die haben nun auch wieder die 50 festen und freien Mitarbeiter des Funkhauses Aachen, die nach dem Auf und Ab der letzten Tage und Wochen nun erst einmal abwarten wollen.

Beide Veranstaltergemeinschaften haben die Eckdaten mit den Investoren ausgehandelt und schon unterschrieben. Dieter Bischoff, Vorsitzender der Veranstaltergemeinschaft für die Stadt Aachen: "Die dicksten Brocken sind aus dem Weg geräumt. Wir haben eine gute Perspektive".

Sonst abgeschaltet

Ohne den Überbrückungskredit der beiden potenziellen Investoren hätten Radio Aachen und Antenne AC gestern um Mitternacht abgeschaltet werden müssen, weil zu diesem Zeitpunkt das vom Arbeitsamt gezahlte Insolvenzgeld ausgelaufen wäre. Ausgelöst worden war die Pleitenwelle durch die Insolvenzanträge der Dornier Medien, die bislang die beiden Betriebsgesellschaften gestellt hatten.

quelle aachener-nachrichten

von stefant - am 01.10.2002 15:56
Dieter Bischoff...na wenn das mal nicht zufällig der ist, der vorletzten Sonntag gerne an Ulla Schmidts Stelle gewesen wäre (was die Erststimmen auf den Stimmzetteln anging)
Naja, zu tun hat der noch genug....

von Peter Schwarz - am 01.10.2002 21:42

Re: Entscheidung: 100'5 - das Hitradio übernimmt Antenne AC-Frequenzen

Ja, das ist ein und derselbe.
Für alle, die's jetzt interessiert: Bischoff war der CDU-Direktkandidat in Aachen Stadt. Er bekam 38% der Stimmen. Die SPD-Kandidatin Schmidt bekam 47,4% ...

von Thomas Polifka - am 03.10.2002 14:06
und Heizöllieferant ist er auch noch!
Der leidet doch bestimmt nicht unter Langeweile.

von Peter Schwarz - am 04.10.2002 12:24
Sprechen die im Radio on Air eigentlich auch so einen Slang wie Ulla?

von MatthiasW. - am 04.10.2002 13:23
Seit 10 Uhr moderiert hier keiner mehr. Aus den 100,eins Nachrichten von heute 11.Oktober 2002: "Das Funkhaus Aachen steht unmittelbar vor dem Aus."

Aachen 100,eins ist heute vermutlich zum letzten Mal auf Sendung. Die Veranstaltergemeinschaft von Antenne AC hat sich am abend gegen ein Modell entschieden, dass sowohl Aachen 100,eins als auch Antenne AC auf Dauer ein Weitersenden ermöglicht hätte.
Stattdessen werden jetzt 35 bis 40 feste und feie Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz verlieren, Antenne AC und Aachen 100,eins verschwinden und der belgische Sender 100,5 - Das Hitradio wird sein Programm auch über die bisherigen Frequenzen von Antenne AC ausstrahlen. Als Gegenleistung dürfen drei bis fünf Mitarbeiter von Antenne AC auf ihren ehemaligen Frequenzen nachmittags ein lokales Fenster produzieren.

Ein Alternativangebot eines Konsortiums aus Düsseldorfer Investoren und dem süddeutschen Sender Sunshine live wurde von der Veranstaltergemeinschaft von Antenne AC am abend nicht ernsthaft diskutiert. Dieses Modell hätte beiden Sendern das Weitermachen ermöglicht, Antenne AC sogar fast unverändert. Die Veranstaltergemeinschaft von Antenne AC hatte sich aber in einer Exklusivitätsvereinbarung mit 100,5 verpflichtet, bis Ende Oktober mit keinen anderen Investoren zu verhandeln. - Die Landesanstalt für Medien in Düsseldorf hat schon deutlich signalisiert, dass sie dieses Modell auf Dauer nicht mittragen wird.

Wenn die Lizenz in dreieinhalb Jahren ausläuft, können sich Antenne AC und 100,5 so gut wie keine Hoffnung auf eine Verlängerung machen. Wahrscheinlicher ist dann, dass der Zeitungsverlag Aachen die Möglichkeit erhält, einen einzigen gemeinsamen Sender für Stadt und Kreis Aachen zu betreiben."

von stefan - am 11.10.2002 11:09
Gruss an die VG: "Da greifste Dir doch an den Kopp". Um Lokalradio machen zu können, muss man sich einen Sender aus Belgien holen :angry: Wer bitte profitiert denn davon wohl? :confused:

von KlausD. - am 11.10.2002 11:28
"Gratulation", LVM bzw. danke Rot-Grün in Düsseldorf (deren Mediengesetze Kern des Übels sind - sonst wäre RTL bei 107.8 eingesprungen)!

von Sven - am 11.10.2002 12:05
@ falls Du die LfM meinst: kann man geteilter Ansicht sein. Letztlich muss ja die VG entscheiden ( natürlich, dass sie das dürfen, steht im Landesrundfunkgesetz ), aber wer bitte hat denn in Aachen davon den Vorteil ? Werbegelder fliessen zum "Rahmenprogramm" nach Belgien; Arbeitsplätz gehen verloren und der Begriff "UNSER ÖRTLICHES RADIO" wird sich wohl trotz Euro-Region den Hörern in Aachen kaum vermitteln lassen. :-( Für mich eine "Lokalposse" !!

von KlausD. - am 11.10.2002 12:28
Stimmt es, dass ab morgen schon Deutschlandradio Berlin auf der Aachener 100,1 MHz sendet? Die LfM hätte wohl schon zugestimmt. Endlich eine Entscheidung für innovatives Radio und gegen Dudelfunk!

von Großkloß - am 11.10.2002 13:52
Deutschland Radio Berlin auf der 100,1, das ist wohl ein Aprilscherz. Das ganze Programm ist eigentlich verrückt, durch die kalte Küche wurde in den 90-ern mal eben ein weiterer bundeweiter Sender auf Kosten des Gebührenzahlers etabliert, was im hier betroffenen NRW dazu führt, dass man 6x WDR auf 435 Frequenzen plus 2x DLR = 8 öffR gegenüber 1 Privatsender hat, der auch noch Bürgerfunk senden muss. Das ist echt "toll" !

von Free Speech - am 11.10.2002 14:11
Ich seh das mittlerweile so. Wenn "der" Bürger, wie in so vielen Dingen, sich nicht wehrt, hat er das, was er verdient.

Kopiergeschützte CDs in Amerika, England oder Holland - Riesenproteste, abgeschafft bzw. nicht eingeführt. In Michelland ohne Probleme eingeführt.

Radio in den erwähnten Ländern: reichlich, Holland macht gerade sogar eine Totalreform der FM-Frequenzen. In Doofland keine Spur davon.

Doofland überall (Radio, Wirtschaft, Sozialsysteme) reformunfähig und auf dem Weg zur Bananenrepublik. Jetzt bitte nicht wieder die relativierenden Sprüche, so schlimm sei das ja alles nicht.

von Sven - am 11.10.2002 15:31
Leider ist das so. Warum verstehe ich trotzdem nicht.

von MatthiasW. - am 11.10.2002 15:55
Quatsch!
Daläuft jetzt erstmal bis Dienstag Nonstop-Musik, denn am Montag wird nochmal entschieden (wie oft eiegntlich noch?)
Gehts dann nicht weiter, rauschts auf 100,1!
Mein Vorschlag: LfR statt 100,1 abschalten!
Den Kasperverein aus inkompetenten Betonköpfen, Vielfaltsverhinderern, Arbeitsplatzvernichtern braucht kein Mensch!
Nachdem der größte Idiot ja nun nach Berlin zum Super-Plus bleifrei-Minister befördert wurde, stellt sich die Frage sowieso wie es in der Politik hier weitergeht!

von Peter Schwarz - am 11.10.2002 16:29
Es geht eben nicht weiter, das meiste steht still.

von MatthiasW. - am 11.10.2002 16:34
Der "Idiot" hat laut Kölner Stadtanzeiger von heute seinem Freund Christian Langer Aufträge landeseigener Firmen im Wert von mindestens 10,3 Mio Euro verschafft, ohne einen grossen Teil dieser Aufträge auszuschreiben, wie rechtlich vorgeschrieben.

Korrupte Bande!

von Sven - am 11.10.2002 17:24

Re: Enrtscheidung: 100'5 - das Hitradio ьbernimmt Antenne AC-Frequenzen

Na,dann muß ich mal von meinem Außen-QTH in Siegburg(Michaelsberg) die UKW-Frequenzen 97.2/100.1 und 107.8 beoabachten,was da passiert

von EAWRC-Redaktion UKW/TV - am 11.10.2002 18:05
Hallo ? Die LFM in Düsseldoof hat ja sogar gegen Para 2 verstoßen, in dem eine "Vielfalt" auf jeden ´Fall garantiert wurde ( oder ist das einer der vielen Gummigesetze ? )

Ja gut, dass die Ruhrpötter seit 30 Jahren Rot wählen, rächt sich seit eben dieser Zeit. Und leider auch diese Woche einmal mehr.
Es tut mir sehr leid um die Sender in Aachen. Zusammen mit Radio NRW baute man dort enorm hohe Verluste auf, bekam den Kasperlfunk einfach nicht los ( ja, auch hier ein Dankeschön an die LFR, die den Bürgerfunk immer noch nicht abgeklemmt hat ,. sondern Dank grünem Flitz sogar noch mit üppigen Finanzen ausgerüstet hat ), und dann gab es schon mal einen Investor, und der darf dann nicht auf die Antenne : Huch, das könnte die Einführung des Hörfunks in NRW bedeuten, wie werden wir den wieder los ?......... Es ist zum Kotzen.

Machen wir einfach das, was viele Tausend Hörer in NRW-Land schon gemacht haben : Abschalten.

von Frusty - am 11.10.2002 22:06

Re:

''Ja gut, dass die Ruhrpötter seit 30 Jahren Rot wählen, rächt sich seit eben dieser Zeit''

Die deutsche Medienpolitik ist eine denkbar schlechte Bühne für Parteienpropaganda, gleich welcher Art.

Mag sein, dass es im SPD-regierten NRW medial besonders öde ist. Aber keine der etablierten Parteien zeigt auch nur ansatzweise Interesse an Reformen in der deutschen Radiolandschaft.

Egal welches Parteibuch - sie kungeln alle mit.

von Kai - am 11.10.2002 22:10

Re:

Sehr richtig, Kai ! - und trotzdem bin ich froh, dass "unser" Herr Clement endlich hier weg ist ! Soll er doch unser neuer Super-Minister werden, hauptsache in NRW hat er nichts mehr zu sagen. Und das schreibe ich hier als SPD-Wähler !!! Nur geht es mir zum Beispiel sehr auf den Sack, dass eben dieser Herr Clement vor ein paar Wochen (genau während der Studentenprosteste gegen Studiengebühren) davon spricht, dass er den Aachener Lokalstationen und vor allem den Mitarbeitern helfen will - und was ist jetzt ? Die Lokalstationen machen dicht und die Studenten müssen (wahrscheinlich) Gebühren zahlen. Was hat dieser Typ also hier bei uns in NRW geleistet !? Genau, Nichts ! Und endlich ist er weg...und in Berlin sitzt wenigstens einer vor ihm, der ein bisschen Ahnung hat...

von Kroes - am 12.10.2002 01:57

Re:

Kroes,

wer soll das denn sein?!

von Sven - am 12.10.2002 08:47

Re:Entscheidung: 100'5

Ich will mich lieber nicht zu dem Landesrundfunkgesetz NRW äussern; aber warum kritisiert eigentlich niemand die VG in Aachen, die ja schliesslich diese "Lokalposse" zu verantworten hat ? Ich muss doch nicht gleich ein - wenn auch gutgemeintes, aber eben schlecht ausgelegtes - Gesetz ändern. Den "Mist" macht doch die VG in Aachen !! :angry:

von KlausD - am 12.10.2002 09:15

Re:

Also in Niedersachsen war das vorher auch nicht dolle...und jetzt sitzen sie da und streiten sich um die Kompetenzen der einzelnen Ressorts...

von MatthiasW. - am 12.10.2002 09:16

Re:

Jede Wette,

Länder wie die NL reformieren alles, bis hin zum Rundfunkgesetz und wir sitzen in zehn Jahren immer noch da, wo wir heute sind?!
Die Hörer / Wähler sind träge in Doofland und die Politiker wissen das.

von Sven - am 12.10.2002 09:29

Re:

Wir sind nicht träge, nur schauen wir uns leise, aber bestimmt, nach Alternativen um. Und haben sie längst gefunden, nur haben das die zuständigen Leute bei den Sendern noch nicht mitbekommen. Also, pssstt. :-)

von Frusty - am 12.10.2002 10:22

Re:

Bei den Politikern greift das Prinzip des vielköpfigen Drachens: Sobald DU einen wegschlägst wachsen zwei neue nach.
Oder glaubst Du, das was nach der A****backe Clement kommt, ist besser. Übrigens: Der Typ war mal Journalist, bei der WR, was mal nur wieder zeigt, wie eng hier Politik und Medien verflochten sind: Filz hoch drei.
Das gilt auch für dieses seltsame Konstrukt mit Betriebs- und Veranstaltergesellschaften.
Ursprünglich initiiert, um dem Kapitalismus und der geldgier im Medium Privatfunk nicht ungebremst Lauf zu lassen, ist es eigentlich nur noch ein Tummelbecken von gelangweilten Pöstchenbesetzern, das ist immer derselbe Typus Mensch: Hier ein bisschen Aufsichtsrat, dort ein bisschen Honorarjob, sich niorgends auskennen, aber überall mitreden.
Warum hat zB 100,eins nicht einen Förderverein gegründet zum Erhalt eines lokalen Radios in Aachen, auch ohne Fernfinanzierung. Da hätte man sicher mit ein bisschen Mühe Geschäftsleute und auch Privatpersonen aus Aachen gefunden, die den Sender am Leben erhalten hätten. Sie haben allerdings auch über ihre Verhältnisse gelebt. Ein LOkalsender sollte sich halt auf seine wirklichen Kernkompetenzen berufen!

Ich bin gespannt, was jetzt mit den zahlreichen, teilweise recht guten Bürgerfunksendungen auf 100,1 passiert?
Die müssten sich dann wohl den Platz mit den Kreissendungen auf 107,8 teilen. Und wenn 107,8 nur noch 5 Stunden Lokalprogramm macht, müssen sie per Gesetz nur noch eine Stunde Bürgerfunk senden. Dann wirds aber eng.
Warum forciert man nicht endlich mal das Projekt Campus-Radio in Aachen, zusammen mit einem erweiterten Bürgerfunk hätte man dann wieder was für die 100,1, bevor sich die irgendein bundesweiter Gebührenschlucker (fast) ohne Hörer unter den Nagel reisst!

von Peter Schwarz - am 12.10.2002 11:48

Re:

Antenne AC: «Salü» sagt Ja

Aachen. Radio Aachen verstummt, Antenne AC kann weitersenden: Am Montag haben Aufsichtsrat und Gesellschafterversammlung des Saarbrücker Senders «Radio Salü» den Plänen zugestimmt, beim Aachener Kreissender einzusteigen.

Damit sind die Arbeitsplätze in der siebenköpfigen Antenne AC-Redaktion gesichert. Langfristig ist jedoch ein weiterer Personalabbau geplant. Insgesamt fallen im Funkhaus Aachen wie berichtet rund 45 Jobs von festen und freien Mitarbeitern weg.

Geplant ist, dass Antenne AC künftig das Programm des belgischen Senders «100,5 - Das Hitradio», an dem «Radio Salü» beteiligt ist, übernimmt und mit einem lokalen Fenster versieht. Außerdem soll der Kreissender den Namen «107,8 Antenne - Das Hitradio» erhalten.

von stefant - am 14.10.2002 18:32

Re:

" ... Antenne - Das Hitradio.." :eek: Huch, wie einfaltsreich !!!!!!!!!!!!!!!!!!!

von KlausD - am 14.10.2002 20:42

Re:

Ich bin mal gespannt was jetzt die ganzen Hörer von Antenne AC und 100,eins machen...
a) ihr Radio wegwerfen oder nicht mehr nutzen
b) Sender aus dem angrenzenden Ausland hören (hat ja schon Tradition)
könnte vor allem dadurch angekurbelt werden, daß in NL demnächst weitere Sender starten und die Sendeleistungen in belgien für die Privaten erhöht werden
c) hören frustriert WDR und fragen sich, wer denen mal für die vielen Gebührengelder zeigt, wie man richtiges (Unterhaltungs-)Radio macht
d) versuchen mit ihrer alten Dachantenne SWR oderRTLRadio reinzukriegen
e) hören "Das Hitradio" und schlafen dabei ein.

von Peter Schwarz - am 14.10.2002 21:20

Re:

100,1 doch gerettet

www.diehitgarantie.de

ich verstehe einfah nichts mehr

von stefant - am 15.10.2002 15:32
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