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Bald grenzüberschreitender Verkehrsfunk

Startbeitrag von Auricher am 11.05.2006 17:05

Schluss mit Staufallen hinter der Grenze: Niedersachsen und die Niederlande wollen Autofahrer künftig über Verkehrsprobleme im jeweils anderen Land informieren. Das Projekt soll Ende des Monats starten. Ziel sei es, den Verkehrsablauf im Grenzbereich zu verbessern, hieß es aus dem Verkehrsministerium in Hannover.

Und so soll es funktionieren: Wenn sich auf einer niederländischen Autobahn ein Stau bildet, werden Daten wie Ort und Länge sofort von der Polizei im Nachbarland an die zuständigen Behörden in Niedersachsen übermittelt. Diese leiten die Informationen an die entsprechenden Radiosender weiter, die über Verkehrsfunk die Autofahrer warnen können.
Umgekehrt soll das System auch funktionieren. (...)

Das Projekt wird finanziell von der EU gefördert. Auf niedersächsischer Seite waren unter anderem das Landesamt für Straßenbau in Oldenburg sowie die Landkreise Leer, Emsland und Grafschaft Bentheim beteiligt.

(Quelle: NWZ - Mantelredaktion)

Antworten:

Zitat

Das Projekt wird finanziell von der EU gefördert.

:kotz: :kotz:
:sneg: :sneg:

So ein Blödsinn.
Sollen die Behörden doch einfach so zusammenarbeiten. Oder sollen die Sender halt den jeweiligen VF aus dem Nachbarloand abhören.

Bei SWR 3 gibt's doch auch VF-Meldungen aus der Schweiz. Und die sind garantiert nicht EU gefördert. :D

Wenn die EU so ihr Geld verschleudert, wird das nichts mit Europa. Und mit der Glaubwürdigkeit auch nichts.



von Schwabinger - am 11.05.2006 17:25
Gab es doch schohnmal früher beim WDR Für unsere westliche Kolnie (NL) von NRW immer im sommer wen die wohnwagen geschwader kamen. Witz in anlenung von Rudi Carell.

von Markus Be - am 11.05.2006 17:47


von (gesperrt) - am 11.05.2006 18:25

Neulich wurde bei NDR 2 auch mal die Sperrung einer niederländischen Autobahn nach einem schweren Unfall gemeldet. Insoweit ist grenzüberschreitender Verkehrsfunk zwischen Niedersachsen und den Niederlanden nichts Neues. Im süddeutschen Raum wird gerenzüberschreitender Verkehrsfunk schon lange praktiziert. SWR 3 bzw. früher SWF 3 meldet Staus aus der Schweiz, Bayern 3 aus Österreich und Ö3 umgekehrt aus Südbayern.

von Lorenz Palm - am 11.05.2006 18:27


von (gesperrt) - am 11.05.2006 18:30
Zitat

Aber warum meldet der SWR BW nichts über Autobahnen in Frankreich bzw. im Grenzgebiet?

Weil die in der Regel recht leer sind zumindest im Elsass . Ausser dem Feierabend slow down in der Perpherique de Strasbourg dürfte es kaum Meldungen geben . - Das kennt man, da fährt man die 10km mal mit 40-60 km/h ;)
mor


von mor_ - am 11.05.2006 19:04
Richtig die französische A4 fahr ich sowieso sehr gerne im gegensatz zur parallel verlaufenden A5 (grauenhaft), schön leer es gilt zwar eine Geschwindigkeitsbegrenzung und die Gendarmerie fährt zwar auch öfters Streife aber man kommt gesamt gesehen viel schneller und ruhiger voran und man ist meistens mutterseelen allein, dass da mal ein Stau wäre grenzt schon fast an ein Wunder! Gut Strasbourg ist natürlich was anderes, aber wie schon richtig erkannt, auch in Deutschland wird doch nicht vor jedem Feierabend-Verkehr gewarnt ;)

von Rosti 2.0 - am 11.05.2006 19:19
@SeeBastian

Das mit dem "einfach beim NDR anrufen" halte ich für wenig praktikabel. Schließlich muß sich der Sender auch der Korrektheit und vor allem des Wahrheitsgehaltes der Meldung sicher ein. Ansonsten könnte ja im Prinzip jeder anrufen.

von Auricher - am 11.05.2006 20:58


von (gesperrt) - am 11.05.2006 21:06
@SeeBastian

Auch das halte ich für kaum machbar. Im normalen Polizeialltag bleibt für sowas kaum Zeit und es hält auch unnötig auf. Ich denke, mit der "Weitergabe an niedersächsische Behörden" ist schlicht gemeint, daß die niederländische Polizei die Verkehrsmeldung an die deutsche Polizei weitergibt, welche die Meldung dann in ihre Systeme eingibt und an die betreffenden Sender verteilt. (NDR, Radio Bremen, FFN, HitRadio Antenne und Radio 21)

von Auricher - am 11.05.2006 21:22
Je großräumiger man den Verkehrsfunk macht, desto ungenauer wird er auch. Gehen wir mal davon aus, dass in den Niederlanden auch dann der Ferienverkehr einsetzt, wenn es in Deutschland soweit ist: In Norddeutschland kommt es dann aus Zeitgründen oft zur Eingrenzung mit "Staus ab einer Länge von 4 Kilometern". Und das bislang nur mit norddeutschen Staus. Wenn jetzt noch die niederländischen dazukommen... Prost Mahlzeit. Man kann nun mal nicht 10 Minuten lang Verkehrsmeldungen vorlesen (außer bei WDR Vera ;-) ).

von RadioNORD - am 12.05.2006 04:46


von (gesperrt) - am 12.05.2006 06:06
Mir ist aufgefallen, dass SWR3 gar keine Meldungen aus der Schweiz mehr bringt. Sehr ärgerlich übrigens!! Freuen würde man sich sicher auch über Meldungen aus Luxemburg, Belgien und Frankreich.

Grenzüberschreitende Meldungen sind redaktionell überhaupt kein Problem. Wofür gibt es Internet, freizugängliche Webcams von Autobahnen, Automobilklubs, Telefon, Videotext, etc.??

Ein Beispiel für Luxemburg: http://www.acl.lu/html/traffic_info/index.html oder http://www.rtl.lu/auto/traffik/

von WellenJäger - am 12.05.2006 06:15
---
Im süddeutschen Raum wird gerenzüberschreitender Verkehrsfunk schon lange praktiziert.
---
Nicht überall und seit immer. hr3 ist da eher eine Ausnahme, dort ist BY-Unterfranken und Nord-BW zumindest mit Autobahnmeldungen immer vertreten; von A70 und A71 habe ich dort allerdings noch nicht gehört. FFH hat da erst Anfang der 90er nachgezogen, 1992 gab's z. B. dort noch keine Staus auf der A3 zwischen Seligenstadt und Geiselwind zu hören. Für Bundes bis Kreisstraßen habe ich dort bisher allerdings nur Meldungen für direkt angrenzende Landkreise gehört. Bayern3 sagt manchmal gnädig im "Service Hessen" auch schon mal einen Stau auf der A3 zwischen Seligenstadt und (Bad) Offenbacher Kreuz, gleiches gilt für Antenne Bayern. Keinesfalls ist dort Service für den tatsächlichen Versorgungsbereich Rhein-Main zu hören, da zum einen natürlich in Hessen liegt, zum anderen aber durch sehr viele BY-Untermainpendler aufgesucht wird. Naja, BR und Untermain ist sowieso ein anderes Thema...

von Thomas (Metal) - am 12.05.2006 06:17
Zitat

Schluss mit Staufallen hinter der Grenze: Niedersachsen und die Niederlande wollen Autofahrer künftig über Verkehrsprobleme im jeweils anderen Land informieren. Das Projekt soll Ende des Monats starten. Ziel sei es, den Verkehrsablauf im Grenzbereich zu verbessern, hieß es aus dem Verkehrsministerium in Hannover.


Der größte Schwachsinn aller Zeiten. Gründe die dagegen sprechen:

1. die dt. Verkehrsnachrichten sind meistens eh schon viel zu lang und dann will man sich auch
noch die Staus des Nachbarlandes anhören? Demnächst dann wohl 10 Minuten VF.

2. Staus entstehen doch wohl in den Ballungszentren der Niederlanden, also Rund um die großen
Städte. Da weiss man eh, dass es im Berufsverkehr eng wird, das ist in den NL nicht anders,
als in Deutschland. Brauch ich auch keinen VF für.

3. Im grenznahen Bereich können eh die niederländischen Stationen emfpangen werden. Dort
kann man sich also direkt "an der Quelle" informieren. Versteht auch jeder, der kein
niederländisch kann. Leute die weiter weg wohnen interessiert das eh nicht. Was interessiert in
Kiel einen die Staus in den Niederlanden?

4. Bei dem Grenzverkehr handelt es sich i.d.R. um Einkauf- oder Wochenendtouristen, nicht um
Berufspendler. Ob ich nun ne halbe Stunde früher oder später beim holländischen Aldi bin,
dafür brauch ich keine Verschleuderung von Gebühren- bwz. Steuergeldern. Meistens werden eh
nur Landstraßen oder kurze Stücke Autobahn befahren.


Alles in allem ein wenig durchdachter Vorschlag, wie ich finde.




von zerobase now - am 12.05.2006 07:44
Genau! Ich bin endlich für ein europaweites Verkehrsradio auf 107.8 (Frankreich wird dann in der Frequenz angespasst). Stefan Babic spricht 24h lang verkehrsmeldungen (die für nachts werden dann vorher erfunden und gevoicetrackt). dazwischen lassen wir der Kosten halber Gemafreie Musik laufen. Vielleicht findet noch einer die Bänder der techn. Versuchssendungen aus den 80ern?
Der damalige Telekom-Beamte, der immer die Ansagen einsprach, kann dann ja auch gleich als Urlaubsvertretung für Babic fungieren.


von PeterSchwarz - am 12.05.2006 08:11
Wollte man ein europaweites System über RDS nicht schon länger einführen? TMC oder wie hieß das noch mal?

von andimik - am 12.05.2006 08:41
SWR3 bringt Verkehrsnachrichten aus der Schweiz und auch aus dem Elssass, wenn das erforderlich ist. Sehr häufig ist die A2 zum Gotthard vertreten. Aber auch die Staus um Basel werden vermeldet.

von Handydoctor - am 12.05.2006 11:49
Manchmal wiehert der Amtsschimmel, das es eine wahre Freude ist. Mit Stempel und Siegel meldet nun auch der NDR nach Pommern, wenn in NL eine Autobahn verstopft ist.

Mir persönlich ist der Sinn von Verkehrsfunk sowieso nicht ganz klar:

Entweder es werden Staus vorgelesen, von denen jeder schon vorher weiß, dass sie da sein werden -- etwa im alltäglichen Berufsverkehr oder zu den bevorzugten Reisezeiten in den Ferien oder am verlängerten Wochenende -- oder sie beziehen sich auf akute Störungen, wie Gegenstände auf der Fahrbahn. Da ich mal davon ausgehe, dass solche Störungen so schnell wie möglich beseitigt werden, wenn sie den Verkehr gefährden, dürfte in den Meisten Fällen das "Kantholz auf der Fahrbahn" schon weggeräumt worden sein, bevor die Meldung es durch die Behörden bis zur Antenne geschafft hat.

Außerdem hat jedes Auto eine Einrichtung, mit dem auch unvorhergesehene Behinderungen und Gefahren dem Fahrer mitgeteilt werden: In der Fachsprache nennt man das "Windschutzscheibe". Diese ist im Gegensatz zu anderen Teilen der Karrosserie aus Glas und nicht aus Blech gefertigt, so dass man hindurchschauen kann.

So hat man die sehr praktische Möglichkeit, die Fahrbahn zu beobachten und entsprechend auf Gefahren reagieren zu können.

Der Verkehrsfunk könnte daher auf ein Minimum reduziert werden, etwa was temproräre Sperrungen und Blockierungen durch Unfälle betrifft.

Der VF auf WDR 2 um 7:32 würde sich demnach so anhören:

"PIEP - Auf den Straßen in NRW der übrliche, dichte Berufsverkehr mit Staus und zähflüssigem Verkehr vor allem um Köln, Düsseldorf und im Ruhrgebiet. Achtung auf der A 43 Münster Richtung Wuppertal: Hier steht zwischen Gelsenkirchen und Bochum nach einem Unfall nur ein Fahrstreifen zur Verfügung, 8 km zusätzlicher Stau. Die A 33 Paderborn - Osnabrück ist in Höhe Bielefeld-Sennelager in beiden Richtungen gesperrt, eine Umleitung ist ausgeschildert. - PIEP"

Das wären 20 Sekunden statt der üblichen, minutenlangen Litanei, in denen tagtäglich die selben Nummern und Anschlussstellen genannt werden.

von Alqaszar - am 12.05.2006 12:27
@zerobase now

Deine "Gründe die dagegensprechen" sind doch wohl ein wenig lächerlich. Dazu nur soviel: In Kiel wird niemand solche Verkehrsmeldungen hören können, denn sie werden ausschließlich von niedersächsischen Sendern ausgestrahlt und Kiel gehört nicht zu deren Sendegebiet.

Die Behauptung, es handle sich beim Grenzverkehr in der Regel um Einkaufs- oder Wochenendtouisten statt um Berufspendler, ist wohl auch ins Reich der Fabel zu verweisen.

von Auricher - am 12.05.2006 12:32
Sieht man doch perfekt am DLF: den VF können sie sich auch sparen "Alle Staus ab 5km" -toll. Es gibt halt zuviele Staus in diesem Land, die bringt man auf die Schnelle eben nicht unter. Ein grenzüberscheitender VF ist daher nur für einige wenige Routen sinnvoll, und so wird es ja auch schon seit Jahr und Tag gemacht, die bayr. Sender bringen seit ich Radio höre die Staus auf der Inntalautobahn oder Tauernautobahn. Umgekehrt bringt Ö3 auch Meldungen über die A8 usw.

Dieses Projekt scheint mir daher eher sowas nach dem Motto "wir müssen etwas Europäisches machen egal wie sinnvoll es ist".

In Frankreich gibt's auf den Fernstrecken kaum Staus weil man sichs dort dreimal überlegt die AB zu nutzen - kostet nämlich saftig.

von Terranus - am 12.05.2006 12:38
Am sinnlosesten finde ich ja die VF-Hinweise auf Nebel! Als ob man das nicht selber merken würde... :rolleyes:

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 12.05.2006 12:38
Naja, so ohne ist das nicht, es gab mal in der Nähe von Salzburg am 30.9. 2002 eine regelrechte Nebelwand, ohne, dass man es vorher merkte. Dementsprechend hoch war auch der Blutzoll.

http://www.fireworld.at/cms/review.php?id=4

Hab aber sowas Gott sei Dank noch nie erlebt.

von andimik - am 12.05.2006 13:03
Na ja, wie oft kommt sowas vor? Dieser Massenunfall wäre mit Sicherheit auch passiert, wenn man den Nebel im VF gemeldet hätte. Diese Meldungen beachtet doch keiner mehr, weil es sich zu 99,9% um den üblichen mitteleuropäischen Standardnebel handelt, den jeder halbwegs vernünftig fahrende Autolenker problemlos erkennt.

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 12.05.2006 13:20
@Auricher:
Ich denke , wir sollten uns erstmal darüber einigen, wer denn lt. Planung Meldungen aus den Niederlanden senden soll. Wenn sie bei NDR 2; NDR Info oder NJOY laufen, sind sie sehr wohl auch in Kiel zu hören, weil in Niedersachsen dasselbe Programm ausgestrahlt wird wie im restlichen Norden. NDR 1 Niedersachsen wäre dann in der Tat nur für das eine Bundesland. Oder reden wir etwa nur von ffn und Antenne?

von RadioNORD - am 12.05.2006 13:34
Zitat

Deine "Gründe die dagegensprechen" sind doch wohl ein wenig lächerlich. Dazu nur soviel: In Kiel wird niemand solche Verkehrsmeldungen hören können, denn sie werden ausschließlich von niedersächsischen Sendern ausgestrahlt und Kiel gehört nicht zu deren Sendegebiet.


Da kann ich mich RadioNOrRD nur anschließen. Soweit ich weiß werden bei den geannten SEndern die Verkehrshinweise nicht regionalisiert. Würde ja auch beim Slogan "Verkehrsservice für den den ganzen Norden" keinen Sinn machen.

Zitat

Die Behauptung, es handle sich beim Grenzverkehr in der Regel um Einkaufs- oder Wochenendtouisten statt um Berufspendler, ist wohl auch ins Reich der Fabel zu verweisen.


Also arbeiten tun doch wohl in NL die Wenigsten. Habe keine genauen Zahlen darüber, denke aber schon das es mehrheitlich Touris sind.

von zerobase now - am 12.05.2006 13:46
Zitat

SWR3 bringt Verkehrsnachrichten aus der Schweiz und auch aus dem Elssass

Habe schon seit 8 Monaten nichts mehr aus der Schweiz gehört, obwohl ich dort sehr oft bin und gerade deshalb gezielt SWR3 gehört habe, aber es kam definitiv nix aus der Schweiz. Während DRS3 über Staus Rund um Zürich, Basel, Luzern und den Tunneln berichtet, kam auf SWR3 nix.

Beispiele:
- Es staute sich einige Wochen lang häufig vor dem Arisdorftunnel wegen Bauarbeiten. SWR3 verlor kein Wort darüber auf DRS3 dagegen hab ich es dann jede halbe Stunde gehört. Ähnlich war's beim Belchentunnel.

- Wegen plötzlichen Schneefalls war die Autobahn zu; Wartezeiten bis zu 1,5 Stunden. SWR3 verlor kein Wort darüber und meldete nur kurz einpaar Strecken im Schwarzwald. DRS3 dagegen machte im laufenden Programm darauf aufmerksam.

- Im Raum Basel staut es sich wegen Bauarbeiten ständig. Kein Hinweis auf die Umfahrung über Lörrach und Rheinfelden, die einiges an Entlastung bringen würde! SWR3 sagt lediglich was von Staus am Grenzübergang. DRS3 meldet regelmäßig, dass es sich in Basel staut.

Da man DRS leider erst südlich von Mulhouse (Mülhausen) sauber empfangen kann, wäre es sinnvoll, schonmal auf die Situation in der Schweiz vorbereitet zu sein.

von WellenJäger - am 12.05.2006 13:53
@RadioNord

NDR 2 etwa hat schon in den 1980er Jahren den Verkehrsfunk bei Bedarf regionalisiert und will dies auch demnächst wieder aufleben lassen.

@zerobase now

Das ist ein Irrtum. Gerade in der heutigen Zeit, hinsichtlich der angespannten Arbeitsmarktsituation in Deutschland, steigt die Zahl der Berufspendler in die Niederlande stetig. Auch werben Firmen aus den Niederlanden gezielt im benachbarten Deutschland um Arbeitskräfte.

von Auricher - am 12.05.2006 14:12
@Auricher:
Regionalisierte Verkehrshinweise? Allein aus technischen Gründen halte ich das allenfalls für ein haltloses Gerücht? So was hat es beim NDR meines Wissens nie gegeben und wird es auch nicht geben. Die Gründe dürften logisch sein: So was muss vorproduziert werden. Das kann der Moderator während der laufenden Sendung für vier Bundesländer aber schlecht leisten. Zudem kommt dann noch die unterschiedliche Länge der Hinweise in den unterschiedlichen Ländern hinzu. Du kannst nicht permanent 2 Minuten Backtimer für Schleswig-Holstein spielen und nur mit ach und krach die Hinweise für Niedersachsen und die Niederlande unterbekommen... Sorry, aber das ist einfach blanker Unsinn!

von RadioNORD - am 12.05.2006 14:32
@ RadioNORD:
In den 80er-Jahren, als es noch das legendäre "NDR-Verkehrsstudio" gab, hat es einige Jahre auch regionale Verkehrshinweise in NDR 2 gegeben. Nicht nach den Nachrichten oder zur halben Stunde, sondern nur bei Gefahrenmeldungen (meist Geisterfahrer).
Das sah dann so aus: Wurde dem Verkehrsstudio beispielsweise ein Geisterfahrer auf der A 2 zwischen Bielefeld und Hannover gemeldet, schaltete sich das Verkehrsstudio auf die Sendergruppe Niedersachsen Ost (= ARI-Bereich "D") auf, während im übrigen Sendegebiet das normale NDR 2-Programm weiterlief. Kam dann 10 Minuten später eine Meldung über eine Vollsperrung auf der A 1 ("Bitte Vorsicht. Der Rettungshubschrauber landet...") zwischen Osnabrück und Bremen, so wurde diese zunächst nur über die Sendergruppe "Niedersachsen West" (= ARI-Bereich "E") gemeldet. Wer nun im Raum Hamburg (= ARI-Bereich "C") oder in Schleswig-Holstein (= ARI-Bereich "B") NDR 2 gehört hatte, bekam diese in's laufende Programm eingestreute Meldungen also gar nicht mit.

Zum eigentlichen Thema:
Hinweise auf sehr große Verkehrsbehinderungen im Nachbarland, wie wir sie auch beim SWR ("...auf der A 2 vor dem Gotthard-Tunnel Blockabfertigung und 20 km Stau; bitte weichen sie über die San Bernadino-Route aus...") oder beim BR ("...vor dem Tauerntunnel 10 km Stau und vor dem Katschbergtunnel 12 km Stau und 2 Stunden Wartezeit...") kennen, halte ich absolut für richtig. Auch Meldungen von Staus, die nur wenige km "hinter" der Grenze sind, sollte man auch im Nachbarland im Radio hören können.
Wenn ich bei Arrow 675 die Staumeldungen höre, betrifft das fast nur Autobahnen in der Randstad Holland oder im Süden von NL. Und die wird der NDR doch sicher nicht melden wollen. In den östlichen Provinzen der Niederlande an der Grenze zu Niedersachsen gibt es aber vergleichsweise wenig Autobahnen und Staus. Also wird man im NDR vielleicht mal von einem Stau auf der A 7 bei Groningen oder der A 1 bei Hengelo hören. Mehr kommt sicherlich nicht in den NDR-Programmen; außer vielleicht bei NDR Traffic - der Verkehrsansageschleife (ähnlich WDR VeRa und BR Verkehrskanal) über DAB.

Verkehrsmeldungen aus den Niederlanden im deutschen Radio ist auch nichts neues. Mitte der 70er-Jahre konnte man die auch täglich im deutschen Programm von Radio Luxemburg hören. Meist waren es Staus von der A 12 - der Verlängerung der "Holland-Linie" Oberhausen-Arnheim - über Utrecht Richtung Amsterdam sowie aus dem Grenzbereich NL/NRW. Nach ca. einem Jahr sind die Meldungen aus NL dann aber stillschweigend wieder aus dem Programm verschwunden...


von Manager. - am 12.05.2006 17:17
Tja, das legendäre NDR-Verkehrsstudio. Damals gab es sogar Meldungen in dänischer Sprache - und zu den Ferienzeiten über die Autobahnen kreisende Flugzeuge. Das war Service für Autofahrer.
Wenn ich dagegen den Slogan: "... für den ganzen Norden" heutzutage höre und NDR2 unterschlägt mal wieder die Staus zwischen Bergen und Stralsund und dem übrigen M-VP, geht mir der Hut hoch.

von digifreak - am 13.05.2006 11:02
Radio10Gold bietet diesen Service schon seit langer Zeit, in diesem Fall für die LKW-Fahrer.
Lustigerweise erfuhr man im Winter von Verkehrsproblemen, wenn man in NRW Auto fuhr und diesen Sender hörte, viel eher, als von den sog. Servicewellen aus NRW selbst.


von Der Korken - am 13.05.2006 11:33
neija, den Service vom WDR haben wir ja schonmal diskutiert.....

von brockenfan - am 13.05.2006 11:40
Okay, das Auseinanderschalten innerhalb des NDR-Gebiets für Gefahrenmeldungen in den 80er Jahren war mir neu. Aber damals war ich auch noch weit davon ab, einen Führerschein zu besitzen, und somit ist mir das wahrscheinlich auch nicht bewusst gewesen. Heute unterbricht man dagegen ja höchst ungern Musik, um da eine Gefahrenmeldung einzustreuen, sondern wartet, bis der Titel zuende ist. Von daher wäre ein solches Auseinanderschalten heute gar nicht mehr machbar. Zudem gibt es das Verkehrsstudio in seiner "Sprecherfunktion" ja auch nicht mehr...

von RadioNORD - am 13.05.2006 12:15
Zitat

"PIEP - Auf den Straßen in NRW der übrliche, dichte Berufsverkehr mit Staus und zähflüssigem Verkehr vor allem um Köln, Düsseldorf und im Ruhrgebiet. Achtung auf der A 43 Münster Richtung Wuppertal: Hier steht zwischen Gelsenkirchen und Bochum nach einem Unfall nur ein Fahrstreifen zur Verfügung, 8 km zusätzlicher Stau. Die A 33 Paderborn - Osnabrück ist in Höhe Bielefeld-Sennelager in beiden Richtungen gesperrt, eine Umleitung ist ausgeschildert. - PIEP"

Das fände ich vernünftig, praktizieren die Niederländer (ANWB) ja auch so. Jeder Berufspendler kennt vmtl "seine" Staus, die allmorgendlichen 2km Rückstau auf der B68 nördlich von Osnabrück werden auch nie erwähnt, trotzdem weiss es Jeder.

Zitat

Regionalisierte Verkehrshinweise? Allein aus technischen Gründen halte ich das allenfalls für ein haltloses Gerücht? So was hat es beim NDR meines Wissens nie gegeben und wird es auch nicht geben. Die Gründe dürften logisch sein: So was muss vorproduziert werden. Das kann der Moderator während der laufenden Sendung für vier Bundesländer aber schlecht leisten. Zudem kommt dann noch die unterschiedliche Länge der Hinweise in den unterschiedlichen Ländern hinzu. Du kannst nicht permanent 2 Minuten Backtimer für Schleswig-Holstein spielen und nur mit ach und krach die Hinweise für Niedersachsen und die Niederlande unterbekommen... Sorry, aber das ist einfach blanker Unsinn!

Die Auseinanderschaltung hab ich auch mal gehört (dürfte 1989 gewesen sein). Ich hab mich durch meine Stationstasten gedrückt. Auf 87,6 lief Musik während auf "meiner" 89,2 eine Verkehrsmeldung für die A1 lief. Wenn ich mich richtig erinnere wurde diese Meldung aber vom Moderator vorgelesen, ich weiss es aber nicht mehr so genau. Das ist mir aber sehr gut in Erinnerung geblieben. Seinerzeit bin ich davon ausgegangen, dass NDR2-4 nicht auseinandergeschaltet werden können ;-)

Zurück zu Ausgangsthema: Ich finde es generell gut wenn die Meldungen auch Gebiete ausserhalb des Sendegebietes berücksichtigen. Damit das Ganze aber nicht zu langatmig wird, sollte man sich auf Großstörungen beschränken. Die 45km Stau am Kamener Kreuz interessieren mich schon wenn ich Höhe Bremen auf der A1 unterwegs bin und nach Köln möchte. Das Gleiche gilt für den schweren Unfall inkl Vollsperrung Höhe Zwolle auf der niederländischen A1 wenn ich in Bad Oeynhausen im Stau stehe und nach Amsterdam möchte. Man sollte es aber nicht zu langatmig und ausführlich machen. Schliesslich heisst nicht jeder Sender "VERA" ;-) Gelegentlich hört man übrigens bei unseren westlichen Nachbarn Meldungen über Autobahnen "Richting Duitsland", schwere Unfälle, Sperrungen und lange Rückstaus werden manchmal berücksichtig.

von Staumelder - am 13.05.2006 16:54
Staumeldungen aus der eigenen Region sind IMHO höchstens gleichwichtig wie die Staumeldungen aus Nachbarregionen, also wenn ich mich beispielsweise auf den Weg mache in der Region Rhein-Main, dann interessieren mich vor allem die Staus aus der Baden-Württemberg und Hessen. Insofern ist der grenzüberschreitende Verkehrsfunk sehr wichtig. Die Staufallen der eigenen Region (Deutschschweiz) kenne ich meist selbst ganz gut; so sollten die Staus der Nachbarländer mit mindestens der gleichen Priorität gemeldet werden wie die Staus des eigenen Landes. Die Staus der eigenen Region sind nur für jene besonders wichtig, die nicht in dieser Region leben, sondern diese durchfahren.
Die Verkehrsmeldungen sollten IMHO auch jeweils mit dem Anfangs- und Endpunkt einer Autobahn genannt werden, nicht mit Zwischenzielen. Wenn also beispielsweise von der A5 die Rede ist, dann sollte man das so nennen A5 Basel Richtung Giessen, Stau zwischen Ettlingen und Dreieck Karlsruhe; ich höre aber nie A5 Basel-Giessen, es werden immer Zwischenpunkte angegeben, nicht die Endpunkte der Autobahn; dies ist zumindest beim SWR so.
Das Posting von Andreas Mikula mit dem entsprechenden Link hat mich nun auch dazu veranlasst, ein Thema im OT-Forum zu eröffnen, zum Thema das minimalistischen Abstandhaltens auf Autobahnen, was leider heute sehr oft vorkommt (ich versuche dieses mörderische Phänomen zu ergründen).

von dxbruelhart - am 14.05.2006 06:31
A7 Füssen-Flensburg, Stau zwischen Hann.Münden-Hedemünden und Dreieck Drammetal, ist aber geographisch zu weit hergeholt.

von digifreak - am 14.05.2006 09:39
@ digifreak: Die A7 führt von Füssen nach Flensburg, und wenn Bayern nach Flensburg fahren, ist dies doch genau richtig, auch für alle andern, die auf dieser Strecke fahren. Ich lege meist 500-600 km zurück, wenn ich auf deutschen Autobahnen unterwegs bin, und auch der meiste Profi-Verkehr auf den Autobahnen geht meist über einige Hundert Kilometer pro Fahrt.

von dxbruelhart - am 14.05.2006 10:01
Dafür gibt es den Deutschlandfunk. Dort sind aber meist nur Staus ab 6km Länge relevant.

von digifreak - am 14.05.2006 15:37
@dxbruelhart
Zitat

A5 Basel Richtung Giessen

Soweit ich weiß, führt die A 5 nicht direkt nach GI, sondern zu einem hessischen Autobahndreieck namens Gambach und mündet dann in die A 7. :D
Das bei den BAB's Teilabschnitte von (i.d.R. größeren) Städten genannt werden ("A 5 Basel in Richtung Karlsruhe" oder "Karlsruhe in Richtung Frankfurt") und nicht die eigentlichen Endpunkte -wie geschrieben FL-Füssen...- macht durchaus einen Sinn. Kaum einer fährt z.B. die A8 von M bis KA und dann über die Bundesstraße weiter bis zur weiteren A 8 irgendwo im Saarland.

Von M ist z.B. S auf der A 8 die nächste Station. Genauso wie N (A 9) oder Salzburg (A 8). Oder LI (A 96) und DEG (A 95). Und nach S kommt auf der A 8 dann KA ("Stuttgart in Richtung Karlsruhe") und nach N auf der A 9 dann Berlin ("A 9 Nürnberg in Richtung Berlin" - wobei das historisch bedingt ist, da nach N als nächste bundesdeutschähnliche Stadt auf der (teilweise ex Transit-) Strecke eben früher nur Berlin (West) gelegen ist und nicht Leipzig/Schkeuditzer Kreuz).

Zitat

Die Staus der eigenen Region sind nur für jene besonders wichtig, die nicht in dieser Region leben, sondern diese durchfahren.

Einspruch!
Die Mehrheit der Hörer fährt aber "nur" in der Region umher und die interessiert ein Stau weit außerhalb der eigenen Region eher weniger (und ein überlanger VF mit Staus aus angrenzenden Bundesländern oder Nachbarländern ist ein Ab- und Umschaltpunkt).
Wenn ich auf der A 9 von "Nürnberg Richting München" (! :) ) unterwegs bin, interessiert es mich, ob im Bereich Holledau oder Neufahrn ein Stau ist oder nicht. Ob parallel zwischen OF und dem Frankfurter Kreuz auf der A 3 ein Stau ist, interessiert mich da eher weniger bis gar nicht.
Der Vorteil der privaten Locals in Mü. ist es ja im VF, dass der VF auf München und das Umland abgestimmt ist und Staumeldungen von der A 9 ("Würzburg- Kist und Randersacker" oder ein Stau nordwärts ab Hilpoltstein auf der A 9 nicht kommt (da kriegt eh keiner die 96,3 mehr rein).



von Schwabinger - am 14.05.2006 19:44
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