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TV-Umsetzer in Sachsen-Anhalt - Fragen

Startbeitrag von Kroes am 12.05.2006 07:27

Beim Vergleich der bekannten Daten (TV-Listen hier, Wittsmoorliste, Abschaltlisten Projektbüro Mitteldeutschland) mit http://www.mdr.de/tv/empfang/191179-hintergrund-166158.html und http://www.mdr.de/tv/empfang/191077.html sind mir folgende "Problemfälle" aufgefallen:

- Mansfeld und Bad Kösen sind in den MDR-Listen nicht mehr vorhanden. Sind diese also wirklich abgeschaltet und das ZDF von den Standorten dann zwangsläufig auch?
- Der MDR-Umsetzer Laucha fehlt auf der MDR-Homepage ebenfalls, beim Ersten ist er da - das ZDF wurde schon mit DVB-T-Start abgeschaltet. Ist das MDR Fernsehen jetzt also auch weg?
- In der Wittsmoorliste werden für folgende Standorte einzig noch ZDF-Umsetzer gelistet: Blankenburg, Rübeland, Wernigerode, Alsleben, Breitungen, Weißenschirmbach, Wetterzeube. Sind die wirklich noch nur mit ZDF aktiv? Welchen Sinn hätte ein alleiniger ZDF-Betrieb?

Zum Schluss bleibt noch Schierke: Der K43 ist laut BNetzA-Daten mit Richtstrahlung Schierke und 32 Watt koordiniert - laut Wittsmoorliste dagegen wird mit Richtstrahlung Braunlage und 250 Watt gesendet. Was stimmt? Oder stimmt sogar beides und der K43 wird in beide Richtungen gesendet, nach Schierke aber nur mit geringerer Leistung?

Die 50 interessantesten Antworten:

Ich denke da hilft nur eine Mail oder ein Telefonat mit der MDR Technik,die sind dort eigentlich ganz Auskunftsfreudig !!


Technik@mdr.de

Tel.: 0800 / 637 37 37 (kostenlos aus dem Inland)


von Hallenser - am 12.05.2006 08:07
Zitat
whippet
Für was braucht man in Wernigerode einen ZDF Umsetzer? Da steht der Brocken vor der Tür!


Wozu braucht Radio SAW einen 1 kw Füllsender für Wernigerode ?!
Wahrscheinlich scheint der Brocken über Wernigerode wegzustrahlen ?! Anders kann ich mir das nicht erklären.

von Hallenser - am 12.05.2006 09:02
Zitat
jkr
Zitat
Daniel1
Zitat
whippet
Für was braucht man in Wernigerode einen ZDF Umsetzer? Da steht der Brocken vor der Tür!


Wozu braucht Radio SAW einen 1 kw Füllsender für Wernigerode ?!
Wahrscheinlich scheint der Brocken über Wernigerode wegzustrahlen ?! Anders kann ich mir das nicht erklären.


Wahrscheinlich, weil das ZDF nicht vom Brocken kommt und Torfhaus evtl. durch den Brocken abgeschattet ist?


Aber SAW auf der 101.4 kommt mit 100 KW definitiv vom Brocken !!

von Hallenser - am 12.05.2006 09:37

Geloescht

Zu Wernigerode:
Schon die UKW-Programme haben an manchen Stellen Probleme durch Reflexionen und Abschattungen. Wie es im UHF-Bereich mit TV-Signalen aussieht, kann sich wohl jeder selbst ausmalen. Ich konnte mir die Notwendigkeit auch nicht vorstellen, bis ich es getestet habe. Ergebnis: An manchen Stellen ein Bärenstarkes, aber unbrauchbares Signal.

von - am 12.05.2006 10:07
richtig: K23 wurde am Torfhaus wegen DVB-T stillgelegt und es wurde explizit auf den Brocken als Alternative verwiesen. Das NDR TV kommt weiterhin vom Torfhaus. Viele haben sich damals gefragt warum man Torfhaus nicht mit in die DVB-T Kette eingebunden hat - heute weiß man es, das hätte Überstrahlungen gegeben im SFN.

Zu Umsetzern: zB die Ortschaft Zeegendorf liegt 2km Luftlinie vom 50kW Sender Kälberberg weg - trotzdem gibt es am Sender Geisberg (BR UKW Sender) einen 16 Watt Umsetzer für ZDF und BFS... es liegt nur an den Reflexionen.

von Terranus - am 12.05.2006 10:36
Zitat
Jens Ullrich
Zu Wernigerode:
Schon die UKW-Programme haben an manchen Stellen Probleme durch Reflexionen und Abschattungen. Wie es im UHF-Bereich mit TV-Signalen aussieht, kann sich wohl jeder selbst ausmalen. Ich konnte mir die Notwendigkeit auch nicht vorstellen, bis ich es getestet habe. Ergebnis: An manchen Stellen ein Bärenstarkes, aber unbrauchbares Signal.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 12.05.06 12:11 durch Jens Ullrich.


Im DAB Bereich scheint es ja keine Probleme zu geben,da kein Füllsender für Wernigerode existiert bzw. geplant ist ! Wobei man die Sendeleistungen ja auch nicht wirklich miteinander vergleichen kann,aber man kann sagen weniger ist manchmal mehr.

von Hallenser - am 12.05.2006 10:37
Im Digitalbereich machen Reflexionen nichts mehr aus, das ist ja der Jahrhundertvorteil ! Im Gegenteil sie unterstützen den Empfang.

von Terranus - am 12.05.2006 12:16
Zitat
TerranusI
Im Digitalbereich machen Reflexionen nichts mehr aus, das ist ja der Jahrhundertvorteil ! Im Gegenteil sie unterstützen den Empfang.


Das ist mir schon klar,ich meinte damit ist die Möglichkeit ausgeschlossen das Wernigerode überstrahlt wird !!

von Hallenser - am 12.05.2006 13:36
Zitat

Zitat:
whippet
Für was braucht man in Wernigerode einen ZDF Umsetzer? Da steht der Brocken vor der Tür!


Da muß ich Jens Ullrich zustimmen. Der TV-Empfang terrestrisch und analog ist dort eine wahre Herausforderung - weshalb auf Satellitenempfang oder Kabel zurückgegriffen wird wo es nur geht.

von PowerAM - am 12.05.2006 13:49
@tomfritz: Das ist klar, da von dort NDR Fernsehen (nach 197°) und MDR Fernsehen sowie Das Erste in MDR-Version (nach 80°) gesendet werden. Die Frage ist jetzt eben nur, ob das ZDF beide Antennensysteme nutzt oder nur nach Schierke (wie in den BNetzA-Daten angegeben) oder nur nach Braunlage (wie in der Wittsmoorliste).

von Kroes - am 12.05.2006 17:46
@tomfritz: Danke für den Link zu den Bildern. Nur hilft das auch nicht wirklich weiter - es ist ja sicher, dass Antennen nach Schierke und Braunlage zeigen. Nur kann man denen ja nicht ansehen, ob das ZDF dann über beide Antennensysteme rausgeschickt wird oder nur über eines. Auf dem Bild dsc00983 sieht man aber schön die Empfangsantennen Richtung Brocken (für Das Erste MDR-Version, MDR Fernsehen und das ZDF) und Torfhaus (für NDR Fernsehen). Rechts unten auf dem Bild sind dann die Sendeantennen nach Braunlage zu sehen. Die nach Schierke müssten sich somit auf der anderen Turmseite befinden.

von Kroes - am 13.05.2006 08:14
Hoppla! Der Füllsender in Thale (ehemals DDR1 auf E-12) wurde auch ersatzlos abgestellt (wegen DAB - kein Ersatzkanal?) - ist beim MDR gar nicht mehr gelistet. 1981 kam der in unserem Gästezimmer (lag etwa auf "halber Höhe") als einzig brauchbarer Kanal herein, Brocken auf E-06 war total verzerrt und mit der vorhandenen Zimmerantenne nicht empfangbar. Von Torfaus E-10 war gar nichts zu spüren. (Nebenbei bemerkt: In dem Gästezimmer stand ein Uralt-TV, welcher nur den VHF kannte :-( mitsamt Zimmerantenne ohne Verstärker)

von Analog-Freak - am 13.05.2006 16:02
Zitat

Der Füllsender in Thale (ehemals DDR1 auf E-12) wurde auch ersatzlos abgestellt (wegen DAB - kein Ersatzkanal?)


Es gab bei uns 'nen Füllsender? :eek: Also das ist mir neu. Na ja, der Empfang in Thale ist wirklich schlecht, da wir ja versteckt liegen, aber von 'nem Füllsender habe ich noch nie was gehört.

von Ralf84 - am 13.05.2006 20:13
OT
Dann gehts dir ähnlich wie mir (und allen hier im Ort), denn ich habe bevor ich die TV-Tabellen im Internet gesehen habe auch nicht gewusst, dass es einen Füllsender für unser Dorf gibt. Die meisten hier wissen das auch jetzt noch nicht, und genutz wírd und wurde er zum Empfang auch nicht :D.

Ich muss dazu sagen, dass der Mast ein unseres Füllsenders gar nicht in unserem Dorf steht.

von WiehengeBIERge - am 13.05.2006 20:16
@tomfritz: Genau so ein alter "Kasten" war das, welcher nur VHF hatte und nach dem Einschalten 3 Minuten brauchte, bis das Bild da war. Leider war auch kein UHF-Konverter dabei. (Hinweis: Erst ab 1969 begann in der DDR der UHF-Sendebetrieb (Eröffnung DDR 2), bis dahin hatten die TV's nur VHF. Aus diesem Grunde gab's bei uns ab Ende 1969 auch endlich UHF-Konverter offiziell zu kaufen, um mit den alten Geräten auch DDR 2 zu empfangen - natürlich war dann damit auch "Westfernsehen" zu bekommen :-) )

@Ralf84: Es gab in Thale mal einen Füllsender auf E-12. War jedenfalls noch im Senderverzeichnis des MDR 1993 eingetragen. Nebenbei war dort noch ein Band-I-Füllsender in Rabenau (Sachsen) für E-03 eingetragen. Leider habe ich dieses vermutlich ins Altpapier geworfen, nachdem ich mir 1997 ein neues vom MDR habe zuschicken lassen, es ist nicht mehr auffindbar. Schätze, der TVU wurde Mitte der 90er wegen DAB abgeschaltet - Dequede auf E-12 wurde am 1. Oktober 1997 auf UHF K24 umgestellt.

von Analog-Freak - am 13.05.2006 22:36
Zitat
satfuzi
Aber wenn SAW und ZDF in Wernigerode nen Füllsender haben, warum nicht auch MDR, ARD, MDR Jump, MDR S-AN, DLF, DKultur, 89.0 RTL?

________________________________________________________________
.



Nur Radio Brocken hat noch einen Füllsender in Wernigerode,wahrscheinlich aber auch nur weil man die 89.0 an Project bzw. später RTL abgegeben hatte.

von Hallenser - am 14.05.2006 11:46
MDR Info hat auch noch eine Funzel dort :p Aber die SAW scheint total überflüssig zu sein!? Die anderen Sender vom Brocken brachen ja auch keine :confused:

von brockenfan - am 14.05.2006 12:22
Zitat
satfuzi
MDR Info hat auch noch eine Funzel dort :p Aber die SAW scheint total überflüssig zu sein!? Die anderen Sender vom Brocken brachen ja auch keine :confused:

________________________________________________________________



SAW ist ja der Liebling der MSA,anders kann ich mir deren angebliche Füllsender nicht erklären .Wenn man sieht das SAW die Frequenzen an Rockland abgeben können wie Sie lustig sind ist das schon bedenklich.Der einzige Füllsender für SAW der Sinn macht ist die Frequenz für Sangerhausen,alle anderen könnte man sich sparen.Scheinbar scheint der Brocken in Wernigerode zu stark anzukommen und deshalb brauchts dort eventuell einen Füllsender.Wobei wenn man zum Beispiel Jump sieht die in ganz Sachsen-Anhalt nur 5 Sender stehen haben und es keine Empfangslücken gibt,sind doch einig Sender der privaten wohl überflüssig.

von Hallenser - am 14.05.2006 13:40
Um hier mal wieder zum oben genannten Thema zu kommen, hier einiges dazu:
In Hergisdorf sind die TV-Antennen demontiert.
siehe Bild 2004 und 2006
http://img104.imageshack.us/img104/3835/hergisdorfalt6pw.jpg
http://img473.imageshack.us/img473/7505/hergisdorfneu8mc.jpg

des weiteren sind in Salzmünde keine TV-Antennen mehr vorhanden.

http://img104.imageshack.us/img104/9896/salzmnde1405200612sz.jpg

von P.A. - am 14.05.2006 15:29
Interessant, danke fürs Nachschauen! Dann stimmt die MDR-Liste auf der Homepage ja auch nicht mehr, wenn Hergisdorf überhaupt keine TV-Sender mehr hat.

von Kroes - am 14.05.2006 16:41
@Ralf84:Hatte das alte Senderverzeichnis des MDR von 1993 doch noch nicht weggeworfen, es lag verstaubt auf dem Boden. Tatsächlich ist darin für Thale ein TVU gelistet: Kanal E-12, 15W vertikal. Im 1997er Senderverzeichnis ist er schon nicht mehr gelistet. Wurde Mitte der 1990er Jahre wegen DAB ersatzlos abgestellt.

von Analog-Freak - am 14.05.2006 21:17
Nochmal nach oben damit...In den RRC-Daten sind ja auch die alten Analog-TV-Daten zu finden. Auch dort ist für K43 eindeutig nur Schierke mit 32 Watt eingetragen, nicht aber Braunlage mit 250 Watt. Einen solchen Eintrag gibt es aber für K29. Ist da eventuell ein Druckfehler in der Wittsmoorliste, der sich schon seit einigen Jahren durchzieht und das ZDF wird vom Wurmberg sowohl auf K43 gerichtet auf Schierke als auch auf K29 gerichtet auf Braunlage gesendet?

von Kroes - am 08.06.2006 18:16
Da jetzt die neue Wittsmoorliste online ist, schiebe ich diesen Thread mal nach oben - auch wenn die Füllsender in Sachsen-Anhalt sowieso nur noch vier Monate on-air bleiben.

Sicher noch senden dürften wohl die Umsetzer Freyburg, Hettstedt, Sangerhausen und Schierke mit jeweils allen drei Programmen. Wie sieht es aber mit den anderen Problemfällen aus?

- Alsleben, Blankenburg, Breitungen, Rübeland, Wernigerode: sind alle nur noch mit dem ZDF in der WL geführt...macht das Sinn?
- Freist: ZDF soll weg sein, bliebe nur Das Erste...oder ist das auch weg?
- Querfurt und Rothenburg: die nicht in den Abschaltlisten aufgeführten Umsetzer für Das Erste (Querfurt) bzw MDR (Rothenburg) sind nicht mehr in der WL...da kann man wohl von einer Komplettabschaltung ausgehen, oder?
- Laucha: nur noch Das Erste ist zu finden...wirklich noch aktiv?
- Wippra: wieso gibt es hier nur Das Erste und ZDF? Woher empfängt man MDR Fernsehen?
- Freckleben: einzig ein Umsetzer fürs MDR Fernsehen? Sicher? Warum?

Interessant auch, dass der MDR auf seiner eigenen Homepage immer noch Hergisdorf und Salzmünde listet, obwohl die Antennen ja definitiv abgebaut sind (s.o.)...

von Kroes - am 02.06.2007 10:43
Zitat
Kroes
Nochmal nach oben damit...In den RRC-Daten sind ja auch die alten Analog-TV-Daten zu finden. Auch dort ist für K43 eindeutig nur Schierke mit 32 Watt eingetragen, nicht aber Braunlage mit 250 Watt. Einen solchen Eintrag gibt es aber für K29. Ist da eventuell ein Druckfehler in der Wittsmoorliste, der sich schon seit einigen Jahren durchzieht und das ZDF wird vom Wurmberg sowohl auf K43 gerichtet auf Schierke als auch auf K29 gerichtet auf Braunlage gesendet?

Ich war seit Jahren mal wieder oben auf dem Wurmberg. Die Kästen der TV-Umsetzer an der Schanze sind verschwunden. Mich interessiert, wie Schierke zu Ostzeiten mit dem DDR-Fernsehen versorgt wurde, schließlich war es auch der Wintersportort einiger DDR-Bonzen. Also Brockenempfang dürfte in Schierke eher schwierig gewesen sein. Gab es dort noch Umsetzer? Westfernsehen dürfte eben wegen der Umsetzer auf dem Wurmberg relativ problemlos möglich gewesen sein.

von B.Zwo - am 27.03.2013 20:05
Ich denke, dass Schierke vom Inselsberg gut versorgt war. In schwierigen Gegenden im Ostharz konnte man auch auf Empfang aus Leipzig- Wiederau zurückgreifen.

von dlf-fan - am 27.03.2013 21:21
Westfernsehen wurde meines Wissens perfekt vom Meißner empfangen in Schierke, alle Programme sauber und ohne Reflexionen, ich war mal für eine Woche in meiner Kindheit, ich glaube ich war etwa 12Jahre alt, mit meinem Eltern mit Sondergenehmigung dort im FDGB-Ferienplatz aber mit privater Unterkunft. Ich hatte natürlich den Vermieter zu seinen Antennen im Vorgarten befragt, was er damit empfängt, sein West-TV-Bild war perfekt, davon konnte ich hier bei mir nur träumen. Zu DDR-TV stellte ich damals keine Fragen ;-). Für Ost-TV hatte dort keiner ne extra Antenne, die waren fast alle im Vorgarten Band 3 und UHF auf einem Mast Richtung Meißner, da ging sicher der Inselsberg nebenbei so mit. UKW hatten die meisten nur nen Dipol oder gar nicht.
Wir hatten einen Junost mit Zimmerantenne in der Unterkunft, da kam der K10 Torfhaus verrauscht aber guckbar, ZDF mit dem Ringdipol schwach guckbar vermutlich von Braunlage, DDR2 vom Brocken rauschfrei mit Reflexion und DDR1 auch rauschfrei aber auch mit Reflexionen.
Onkel Otto auf K7 hatte ich mit Zimmerantenne nicht empfangen, verm. K6 zu stark daneben.
UKW-Band war volle Feldstärke, NDR, BFBS, HR, Bayern zu hören mit Teleskopantenne, zumindest in mono, Stereogeräte hatte damals sowieso fast noch keiner.

von DLR-Fan Sachsen-Anhalt - am 28.03.2013 13:57
Interessant, Hoher Meißner auf Kanal 7 soll neben Brocken auf Kanal 6 einwandfrei empfangbar gewesen sein? Kaum vorstellbar oder waren die Tuner in den Ost-Geräten so trennscharf? Aber wenn Du schreibst, dass es eine Band 3 -Antenne war dann kann es Kreuzberg auch nicht gewesen sein. Dann sendete Hoher Meißner das ZDF auf Kanal 32 und damit direkt neben Inselsberg auf Kanal 31. Wenn Inselsberg dort noch so gut angekommen ist, dann dürfte das auch schwierig gewesen sein. Ist es tatsächlich so gewesen, dass die Umsetzer aus Braunlage bzw. Wurmberg nicht angezapft wurden?

von B.Zwo - am 28.03.2013 19:21
Es scheint mit Richtantenne der K7 gegangen sein oder es war ein VHF-Kanal in selber Richtung noch dahinter? Das 3. Programm hatten die nicht, wahrscheinlich wegen hohem Kanal 1978 kein TV dafür? Der Vermieter behauptete er konnte Hessern-ARD und ZDF vom Meißner in sehr guter Qualität sehen. Auf UHF sind 2 Sender nebeneinander aus größere Entfernung mit ähnlicher Feldstärke sicher kein Problem gewesen zumal Inselberg wahrscheinlich sogar schwächer als Meißner ankam. Ich konnte es nicht genau nachprüfen, der K10 kam am Junost verrauscht mit Teleskopantenne guckbar, keiner hatte die Antenne dahin stehen, war auch hinterm Brocken. Der Vermieter hatte gesagt der Junost hatte besseres Bild des Kanals K10 als er mit 14er Richtantenne reinbekäme, deshalb würde er dem Meißner anpeilen, genau nachprüfen konnte ich das damals nicht. Der Brocken war sicher auch in der Nullstelle der VHF-Antenne und strahlte dann noch viel Feldstärke drüber weg, ist zumindest denkbar.
Ein direktes Signal vom Brocken und Torfhaus ohne Reflexionen scheint in Schierke gar nicht möglich. Ich kann nicht behaupten dass das alles 100% so stimmt, was damals der Vermieter so erzählte.

von DLR-Fan Sachsen-Anhalt - am 28.03.2013 22:05
Also wenn er Kanal 55 vom Meißner mit dem Dritten nicht bekommen konnte, weil der Fernseher nur UHF IV konnte, dann muß das wohl noch ein alter Röhrenfernseher gewesen sein, oder? Aber da fällt mir ein, es gab doch auch im Osten UHF-Konverter, oder? Anscheinend war das Dritte aus Hessen aber nicht sonderlich interessant.

von B.Zwo - am 29.03.2013 09:15
Hier ein Scan aus Beyernaumburg (5 km östlich von Sangerhausen) vom September/Oktober 1988. Ich war damals als Student zum Ernteeinsatz (yepp, Äpfel pflücken) in der dortigen LPG(O), d.h. Obstproduktion :D. Immerhin gab es im "Sozialgebäude" einen TV-Raum mit einem recht neuen RFT Colortron. Obwohl der einen PAL-Decoder hatte, war "Westfernsehen" dort noch verboten. Die Antennenanlage war sogar dementsprechend präpariert:
1.) UHF: Hier kam nur K31 (DDR 2, Inselsberg, S=4) durch, der Rest des UHF war komplett ausgefiltert. Lediglich auf dem Nachbarkanal 32 war ein Signal auszumachen (ZDF?, Hoher Meißner?).
2.) VHF: Sah aus, als ob für E-7 vom Meißner ein Sperrfilter eingebaut war, die übrigen Kanäle kamen wohl durch (*grr*, weiß nicht mehr, wie gut E-10 ankam). Konnte mir auch nix notieren, da ich den TV-Scan spät abends vor dem Zubettgehen heimlich und schnell machen musste - wehe man hätte mich erwischt! Im Gegensatz zu Jena, wo sich keiner mehr daran störte, welche Kanäle in den TV-Räumen des SWH liefen, hatte man sich auf dem Dorf noch wie in schlimmsten Zeiten.

Zur Topographie: freier Blick zwischen Süden und Westen, von NW über N bis Südost Abschirmung durch höher gelegenen Wald.
Antennen waren unter dem Dach montiert und somit von außen nicht sichtbar.

Hier aber erst einmal der Scan von 1988, soweit ich ihn noch im Gedächtnis habe:

VHF III:
E-05: DDR 1, Inselsberg, S=5 (klares Bild)
E-06: DDR 1, Brocken, S=4 (leicht angerauscht)
E-07: ARD - HR, Hoher Meißner, S=1-2 (ohne Sperrfilter wäre es wohl S=4). Tonträger war stärker als Bildträger, trotz des schwachen Empfangs war PAL-Farbe sichtbar.
E-08: DDR 1, ???, S=1-2 (Füllsender in Nähe?)
E-11: DDR 1, vermutlich Wippra, S=3 (in Farbe). Jedenfalls ein Füllsender in der Nähe.
E-12: DDR 1, ???, S=1 (Füllsender in Nähe?)

UHF:
31: DDR 2, Inselsberg, S=4
32: ZDF?, Hoher Mei0ner?, S=1
(übrige UHF-Kanäle waren gesperrt :mad: )

von Analog-Freak - am 29.03.2013 19:29
Unglaublich, dass man dort 1988 so rigoros vorgegangen ist und Westfernsehen extra noch weggefiltert hat. Die friedliche Revolution hat es dennoch nicht verhindert.

von B.Zwo - am 29.03.2013 19:34
@B.ZWO:
Das wird wohl ein Röhrenfernseher gewesen sein, höchstwarscheinlich noch ein s/w-Gerät. Spätestens ab 1980, als in der DDR kurzzeitig Sanyo-TV's mit PAL-Decoder verkauft wurden, die man bis K60 durchstimmen konnte, waren diese Features anschließend auch bei einheimischen Geräten der Fall. So auch beim RFT Chromat, den sich 1983 meine Großeltern anschafften. Obwohl in der Bedienungsanleitung angegeben war: "UHF Kanal 21-39", konnte man auf jedem der 6 mechanischen Speicher das Stellrädchen problemlos bis K62 durchstimmen (irgendwann hatte ich bei Tropo ziemlich am oberen Anschlag BRT 2 aus Schoten drin). Und der vorhandene PAL-Decoder war natürlich auch noch nicht in den technischen Daten erwähnt. Dafür aber zum Abschluss die Anmerkung: "Änderungen im Sinne des technischen Fortschritts vorbehalten" :D

UHF-Konverter wurden aber 1983 auch in der DDR i.d.R. nicht mehr großartig repariert (Ab 1969 gab es bereits Geräte mit eingebautem UHF-Tuner, bis Ende der 70er Jahre aber nur für K21-39.) Es sei denn, es war z.B. nur die mechanische Litze für den Kanalwählerantrienb gerissen, oder die Ursache beschränkte sich z.B. auf eine lose Lötstelle oder einen einfachen Widerstand. Als Grund wurde dafür die Ersatzteilversorgung genannt. Häufig hat der "Fernsehfritze", bei dem man Stammkunde war, aber dennoch entweder aus 2 defekten einen funktionstüchtigen Konverter "hingezaubert" oder Restbestände spezifischer Bauteile wurden organisiert oder waren gar noch vorhanden.

von Analog-Freak - am 29.03.2013 19:51
Die Antennen samt Sperrfilter stammten wohl noch aus schlimmeren Zeiten (1970er?). Ob da wirklich eine UHF-Yagi vorhanden war, weiß ich nicht. Selbst DDR 2 kam nicht ganz rauschfrei auf K31 an, im Gegensatz zu DDR1 auf E-5.
In der Tat: Der für den TV-Raum Verantwortliche war ein echter Giftzwerg. Hätte er mich beim heimlichen TV-Scan erwischt, hätte er mich in sein Büro vorgeladen, es würde eine Meldung an die Uni nach Jena gehen. Warscheinlich hätte das an der Uni Jena kaum noch Konsequenzen gehabt - dort hatte man damals schon wichtigere Probleme -, aber unangenehm wäre es doch gewesen.

von Analog-Freak - am 29.03.2013 20:00
Naja, wenn Kanal 32 ausgefiltert wurde, wird das wohl auch Auswirkungen auf den benachbarten Nutzkanal vom Inselsberg gehabt haben. Die Kanalverteilung Ost vs. West war sowieso zum Teil himmelschreiend. Ich vermute Absicht dahinter.

von B.Zwo - am 29.03.2013 20:12
M.E. wurde eher eine Art Einschleusweiche benutzt, die nur den K31 durchließ. Den Eingang "Rest UHF" gab es nicht oder er war nicht belegt. Jedenfalls war der restliche UHF komplett leer.

von Analog-Freak - am 29.03.2013 20:55
So wirds wohl gewesen sein, da diese Einschleuseweiche nicht extreme Flankensteilheit hatte, kamen noch Reste vom K32 durch, der Nutzkanal Inselsberg wurde trotzdem auch damit schon etwas gedämpft. Wahrscheinlich hätte eine sehr gute Zimmerantenne auch den K7/K10/K32 schon in ansehbarer Qualität gebracht. Deshalb hat man wohl in Blockwartmentalität auf den Fernseher aufgepasst, für 1988 aber sehr ungewöhnlich, zumal das nicht bewaffnete Organe waren sondern nur LPG-Bauern, das waren wohl richtig alte verbiesterte Genossen dort, sowas kannte ich nur von einigen Armeeangehörigen während meiner 1,5 jährigen NVA-Zeit.

von DLR-Fan Sachsen-Anhalt - am 30.03.2013 05:30
Zitat
B.Zwo
Und heute beziehen sie aus dem Westen Rente :mad: :sneg:


Was fürn Westen ? Frankreich ?

von Chief Wiggum - am 30.03.2013 23:34
Zitat
Analog-Freak
Scan aus Beyernaumburg
...
E-08: DDR 1, ???, S=1-2 (Füllsender in Nähe?)


Das war definitiv der Kulpenberg.

Klick

E11 könnte auch Bad Frankenhausen gewesen sein.
E12 eventuell Breitungen (paar km nördlich vom Kyffhäuser)

von carkiller08 - am 31.03.2013 00:54
Zitat
carkiller08
Klick


Danke für diese alte Liste.

Das "Mysterium" Freckleben K29 ist also schon älter als ich dachte. Weiß einer wo der genaue Standort war und warum später in nur ca. 2km Entfernung der TVU Sandersleben ebenfalls auf K29 mit immerhin 50W senden konnte?

Meine Vermutung ist ja, hier trieb über Jahre der Fehlerteufel sein Unwesen.

von Sascha_Berlin - am 31.03.2013 08:56
Es gab also damals schon einen Füllsender in Schierke. Der wird ja wohl sicher nicht aus dem Westen gekommen sein, also wird es noch einen zweiten Standort gegeben haben müssen, der dann abgeschaltet wurde.

von RheinMain701 - am 31.03.2013 09:02
Zitat
RheinMain701
Es gab also damals schon einen Füllsender in Schierke. Der wird ja wohl sicher nicht aus dem Westen gekommen sein, also wird es noch einen zweiten Standort gegeben haben müssen, der dann abgeschaltet wurde.


Im/Am FDGB-Heim Barenberg... Oder zumindest in der Nähe davon.

von Sascha_Berlin - am 31.03.2013 10:21
Zitat
Chief Wiggum

Was fürn Westen ? Frankreich ?


Ich meine unsere ehemals westdeutsche Sozialversicherung - hier die Rentenkasse. Nach der Wende haben auch die Leute im Osten ihre Rente von dort bekommen, obwohl von dort nie was eingezahlt wurde. Verzichtet hat darauf aus ideologischen Gründen bestimmt keiner.

von B.Zwo - am 31.03.2013 21:11
Zitat
RheinMain701
Es gab also damals schon einen Füllsender in Schierke.

Auf Kanal 8, wo sonst. Schön um den Meißner-Kanal herum gruppiert....
Ohne Worte.

von B.Zwo - am 31.03.2013 21:17
Wobei man sagen muss, das das deutsche Rentensystem eben ohnehin nicht kapitalgedeckt ist, sondern ein umlagefinanziertes System ist.

Und die ostedeutschen Rentner haben ja erst ab dem Zeitpunkt Leistungen bekommen, ab dem ostdeusche Arbeitnehmer einbezahlt haben.

Deshalb braucht sich da niemand betrofen fühlen.

von Martyn136 - am 01.04.2013 04:16
Bezirke Dresden und Karl-Marx-Stadt :


Bezirk Suhl :


Bezirke Magdeburg , Halle , Leipzig :


Bezirk Gera :


Bezirk Rostock (Stand 6/1986)
Grundnetzsender
Marlow I 8h
Marlow II 24v
Füllsender
Binz I 11v
Göhren I 36h
Göhren II 51h
Heringsdorf I 11h
Heringsdorf II 34v
Koserow I 6h
Koserow II 49v
Lohme I 7v
Lohme II 31v
Saßnitz I 9h_und_v
Saßnitz II 26h
Stralsund I 5v
Stralsund II 52h

Bezirk Neubrandenburg (Stand 6/1986)
Grundnetzsender
Neubrandenburg I 37h
Neubrandenburg II 22h
Füllsender
Malchow I 39h
Malchow II 32h
Waren I 9h

Bezirk Schwerin (Stand 6/1986)
Grundnetzsender
Schwerin I 11h
Schwerin II 29h
keine Füllsender

Bezirk Frankfurt / Oder (Stand 6/1986)
keine Grundnetzsender
Füllsender
Bad Freienwalde I 8h
Eisenhüttenstadt I 24h
Eisenhüttenstadt II 31h
Eberswalde I 9h
Frankfurt / Oder I 11h
Frankfurt / Oder II 35h
Stolpe I 11v

Bezirk Potsdam (Stand 6/1986)
keine Grundnetzsender
Füllsender
Königswusterhausen I 11h
Rhinow I 9h

Berlin (Stand 6/1986)
Grundnetzsender
Berlin I 5h
Berlin II 27h

Bezirk Cottbus (Stand 6/1986)
Grundnetzsender
Calau I 4h
Calau II 23h
Füllsender
Bad Muskau I 9h_und_v
Bad Muskau II 51h
Guben I 9h
Cottbus II 21h
Spremberg II 36h

EDIT / Ergänzung : Bezirk Erfurt (Stand 11/1986)


von carkiller08 - am 01.04.2013 17:13
Zitat
carkiller08
E11 könnte auch Bad Frankenhausen gewesen sein.
E12 eventuell Breitungen (paar km nördlich vom Kyffhäuser)


E-11: Höchstwarscheinlich Bad Frankenhausen! Liegt von Beyernaumburg aus ziemlich genau in Richtung Inselsberg und sendet ebenfalls horizontal mit 20 W ERP. DX lt. Google Earth: 23,5 km. Empfang: S=3.
Wippra liegt näher (13,5 km) und sendete ebenfalls H, allerdings nur mit 2 W ERP. Zudem wäre die Richtung ungünstig, und ein Gebirgsrücken liegt dazwischen.
E-12: Breitungen: Liegt etwas abwegig für die Antennenrichtung, DX=24,5 km und hatte 1993 nur 5 W.. Kam aber auch nur mit S=1 an, war also nur zu erahnen. Hergisdorf liegt näher und sendete zuminedtsens 1993 mit 100 W, war vom LPG-Gelände aus eindeutig topographisch abgeschirmt.

Zu Torfhaus E-10: Gut möglich, dass den verbiesterten Genossen die Topographie zu Hilfe kam. Beyernaumburg liegt am ostsüdöstlichen Rand des Harzes, so dass der Harz selbst (womöglich sogar der Brocken) im Wege stand. Es war auch kein "Rest" des Tonträgers erkennbar (Moiré-Muster am "unteren" Ende des E-11).
Wie sehr Erhebungen - auch in 25 km oder weiterer Entfernung - ein TV-Signal ausblenden können, war selbst in Lübz zu bemerken: Während Höhbeck in Lübz sauber ankam (Signal schrammte nördlich der Ruhner Berge vorbei), standen die Ruhner Berge mitten im Weg des Signals von Zernien und der war dann in Lübz auch in Top-Lagen nur grieselig zu empfangen.

EDIT 02.04., 00:24 Uhr: Habe nochmal das MDR-Senderverzeichnis von 1993 hervorgekramt. Darin sind diese Daten angegeben (Keine Ahnung, ob die ERP schon 1988 galten):

Kulpenberg, E-08, 120 W, V
Schierke, E-08, 7 W, H
Bad Frankenhausen: E-11, 20 W, H
Wippra: E-11, 2 W, H
Hergisdorf: E-12, 100 W, H
Breitungen (S.-Anhalt): E-12, 5 W, H

von Analog-Freak - am 01.04.2013 22:00
Die Listen standen mal in der Zeitschrift Radio Fernsehen Elektronik.
Für den Bezirk Erfurt konnte ich die Liste heute noch bekommen.



von carkiller08 - am 03.04.2013 17:00
@carkiller08: Erstmal großen Dank für die Füllsenderlisten, bei der für den Bezirk Erfurt hat sich aber bei Wilhelmsthal der Fehlerteufel eingeschlichen, da ist 2x DDR2 auf E-12 gelistet. Das MDR-Senderverzeichnis 1993 sagt zu Wilhelmsthal:

ARD E-9 0,5W H
MDR FS E-12 0,5W H

Demnach dürften am TVU Wilhelmsthal seinerzeit auf E-9 DDR1 und E-12 DDR2 ausgestrahlt worden sein.

Im PDF-Archiv der "TELE-audiovision" bin ich schon vor einigen Jahren fündig geworden: In der Ausgabe vom Mai 1986 (PDF) ist auf S.35 in der Rubrik "TV-Sender" (Nachrichten) der Artikel zu finden:

Zitat
TELE-satellite, Heft Nr. 05/1986, S.35
DDR: Neue Sender fürs Zweite

Seit Anfang 1986 sind eine ganze Menge neuer Lückenfüllsender für das Programm DDR 2 in Betrieb gegangen:
Lauter (Kreis Aue/Bez. KMST) auf E-25,
Tanna (Kreis Schleiz/Bez. gera) auf E-26,
Vachdorf (Kreis Meiningen/Bez. Suhl) auf E-35,
Sondershausen (Bez. Erfurt) auf E-38 (!),
Wasungen (Kreis Meiningen/Bez. Suhl) auf E-39,
Rauschau (Kreis Klingenthal,/Bez. KMST) auf E-42,
Bad Liebenstein (Kreis Salzungen/bez. Suhl) auf E-51 und
Jüchsen (Kreis Meiningen/Bez. Suhl) auf E-52.
Sämtliche neue Sender liegen jeweils ober-/unterhalb eines Senders aus der BRD.


von Analog-Freak - am 03.04.2013 17:39
Danke carkiller08 für die Listen,
Einige Bemerkungen zu Jena (Thüringen): Die Stadt liegt im Tal der Saale und hatte da zu DDR-Zeiten 3 Standorte für Füllsender.
Jena1) Kernberge - DDR 1/ARD K7 V - 20W -28m Ant.-höhe
DDR 2/MDR K38 H -320W -32m "
später ZDF K 41H -50W -32m "
alle Richtstrahlung 280°

Jena2) Forstturm - DDR 1/ARD K 29 H - 400W
DDR 2/MDR K 36 H- 400W
später ZDF K 43 H - 100W alle 38,5m Ant.-höhe
alle Richtstrahlung 105°

Jena3) Landgraf -DDR 1/ARD K11 V - ???
sowj.TV K 26 H - 300W Rundstrahlung
Ant.-höhe nicht bekannt.

Nach der Wende wurde die 3) als erster abgeschaltet und dann mit Sendestart von DVB-T auch die 2). Der Gittermast Kernberge wurde abgerissen und durch einen wesentlich höheren ersetzt.
DVB-T kommt jetzt aus 54,8m K 21+ K27 je 10Kw und K50 mit 5Kw,dazu 2x UKW je 0,2Kw.
Vom, nach der Wende gebauten, Betonturm im Südwesten kommt kein TV,nur UKW (5x1 Kw,1x0,2Kw +2x 0,32Kw und DAB 12b mit 0,2Kw.
Bei den Angaben zu 3) bin ich mir nicht ganz sicher -K 26 - kam der vom Landgraf oder von den Kernbergen? Vielleicht kann ein Jenenser weiterhelfen? Gab es vor der Wende schon UKW -Sender ? Ich habe zwar etliche Jahre in Jena gearbeitet,aber wir haben nur Westradio gehört:).

Schönes WE - Gruss - Hempe:cheers:

von Hempe - am 06.04.2013 11:22
Zitat
Hempe
Gab es vor der Wende schon UKW -Sender ? Ich habe zwar etliche Jahre in Jena gearbeitet,aber wir haben nur Westradio gehört:).

Nein, die UKW-Sender in Jena kamen erst später.

Zu den TV-Umsetzern finden sich in der Wittsmoorliste vom 01.01.91 folgende Angaben:

ARD/DFF (ex DDR 1)
Jena 1/I (Kernberge) E07 H / 20 W
Jena 2/I (Forstturm) E29 H / 400 W
Jena 3/I (Landgraf) E11 V / 2 W

DFF-Länderkette (ex DDR 2 / heute MDR)
Jena 1/II (Kernberge) E38 H / 300 W
Jena 2/II (Forstturm) E36 H / 400 W


Angaben zum TV der sowjetischen Streitkräfte enthält diese Liste leider nicht.

von Manager. - am 06.04.2013 12:14
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