Diese Seite mit anderen teilen ...

Informationen zum Thema:
Forum:
Radioforum
Beiträge im Thema:
380
Erster Beitrag:
vor 11 Jahren, 6 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 1 Jahr, 3 Monaten
Beteiligte Autoren:
Lahnwelle, 88,7 MHz, Rolf, der Frequenzenfänger, Jens1978, Scrat, Analog-Freak, Manager., Rosenelf, WiehengeBIERge, Sebastian Fritzsche, ... und 60 weitere

Einschaltzeiten der terrestrischen Fernsehsender in den 80ern / Testbilder

Startbeitrag von Lahnwelle am 16.05.2006 12:13

Ende der 80er hatten wir in unseren Kabelnetz die ARD insgesamt drei mal. Einmal das örtliche mit dem Regionalprogramm des HR, einmal vom WDR und einmal vom BR. Eines morgens habe ich mal noch lange vor Programmbeginn zwischen den Regionalversionen des WDR und BR hin und her gezappt. Wenn der terrestrische Sender noch aus war, wurde so ein komisches Testbild der DBP im Kabel gezeigt. Dann fiel mir auf, daß der Sender des BR (in diesem Fall Kreuzberg) schon einige Minuten früher aufgeschaltet wurde als der des WDR (Ederkopf). In den ersten Minuten war das Testbild vom Kreuzberg noch ohne Ton, nach ein paar Minuten wurde das Radio zugeschaltet.
Beim WDR fand ich immer interessant, daß regelmäßig ein paar Minuten vor Programmbeginn das WDR-Testbild vom Sender (WDR 1 ED 50) schon abgeschaltet wurde und stattdessen das Testbild mit der Kennung "ARD STERN" zu sehen war, mit einem Dreistufen-Testsignal (1 kHz) und der Ansage "Deutsches Fernsehen". Da haben die beim WDR (oder zumindest am Ederkopf) schon immer ein paar Minuten früher zum Sternpunkt nach Frankfurt abgeschaltet. Bei der Regionalversion des HR oder BR habe ich das nie gesehen.

Hat evtl. noch jemand, der früher mehrere Regionalversionen der ARD empfangen hat, eine bestimmte Reihenfolge in der morgendlichen Aufschaltung der terrestrischen Sender beobachten können? Die Bayern schienen diesbezüglich wohl Frühaufsteher gewesen zu sein.

Die 50 interessantesten Antworten:

Re: Einschaltzeiten der terrestrischen Fernsehsender in den 80ern

Zitat

mit der Kennung "ARD STERN" zu sehen war, mit einem Dreistufen-Testsignal (1 kHz) und der Ansage "Deutsches Fernsehen".

Die Frau hatte aber gesagt "Erstes deutsches Fernsehen - ARD" ;-).
Aber sehr schönes Thema!
Meines Wissens waren die Sender der SWF in BW auch über Nacht an (muss so ´93 gewesen sein). Jedenfalls kann ich mich gut dran erinnern, bei einer Überreichweite die Testbilder vom Feldberg(K.8) und der Hornisgrinde(K.9) empfangen zu können. Das ging nur, da Gr.Feldberg und mein Ortssender Langenberg aus waren. Der SWF hatte übrigens unterschiedliche Testbilder für BW und RP. In BW stand etwas mit S also Süd und in RP etwas von N also Nord drin. Wie´s jetzt genau war kann ich gar nicht mehr sagen. Beim HR gab´s ganz früher ein Testbild mit hr.1 als Radio, nicht den ARD Stern. Erst später kam das etwas langweiligere Sterntestbild. Beim NDR stand immer "NDR 1" drin mit einem Pfeiffton. Beim WDR gab´s übrigens Unterschiede zwischen den einzelnen Sendern, also gab´s nicht einen(!) Einschaltzeitpunkt. Wenn´s interesseirt hier mal die einzelnen WDR Einblendschriften (die ich jedenfalls noch kenne): WDR1 MS 32, WDR1 LA 9, WDR1 TW 11, WDR1 ED 50, WDR1 NH 30, WDR1 KL 46 (?)

von Jens1978 - am 16.05.2006 13:06

Re: Einschaltzeiten der terrestrischen Fernsehsender in den 80ern

Ich kann mich noch an "WDR 1 AC 23" aus Aachen erinnern, habe ich damals in Heiligenhaus stark verrauscht gesehen. Was den Sender Münster betrifft, so erinnere ich mich hingegen an "WDR 1 Mü 32", war aber auch schon Anfang der 90er. Und natürlich "WDR 1 ED 50" (Ederkopf), das konnte man bei uns immer sehen.

@Jens1978: Ich erinnere mich aber noch ziemlich genau daran, als wäre es gestern gewesen, daß es eine Männerstimme war und nur "Deutsches Fernsehen" gesagt wurde, zumindest Ende der 80er. Später soll es ja auch die Ansage "Sternpunkt - Frankfurt - Eins" gegeben haben, habe ich selber aber nie gehört.

Bei den HR-Sendern der ARD stand entweder "hr1 FFTM" oder die Senderkennung, z.B. wie bei uns "hr 1 B", wobei das B für Biedenkopf steht. Es gab wohl auch F für Feldberg und M für Meißner, mehr kenne ich im Moment nicht.

Warum machen wir nicht einfach diesen Thread zum Testbild-Thread, das ist ja wahnsinnig interessant. Bei den dritten Programmen sowie beim ZDF gab es ja keinen Hinweis auf die Senderkennung im Testbild. Ganz früher gab es ja noch diese Stationsdias, aber die waren vor meiner Zeit. Was ich aber noch kenne, sind Testbilder, die z.B. eine Kennung "2. Prog. K 22" hatten und über dem Kennungsfeld stand dann in weißer Schrift der Senderstandort, z.B. "Hohes Lohr". Auf dem ZDF konnte man so etwas häufiger sehen, auf den Dritten habe ich das eher selten in Erinnerung. Diese Testbilder sind wohl so etwas wie die Nachfolger der Stationsdias. Gerade beim ZDF sah man oft auch das Testbild mit der Kennung "DBP" oder "DBP PüR Mainz 2".

Was ich früher auch immer interessant fand, war der Wechsel des Testbildes vor Programmbeginn. Zumindest bei Hessen 3 gab es das immer. Den ganzen Tag über war das Testbild mit der Kennung "hr3 FFTM" mit Radio im Hintergrund zu sehen. Doch ein paar Minuten vor Programm beginn verschwand der Kreis, die Kennung änderte sich in "HESSEN DREI" und das Radio wurde durch einen 1-kHz-Ton ersetzt.

von Lahnwelle - am 16.05.2006 14:43

Re: Einschaltzeiten der terrestrischen Fernsehsender in den 80ern

@Lahnwelle
Stimmt, war nicht "WDR1 MS 32" sondern "WDR1 Mü 32" dachte früher das ich München rankriegen würde ... :rolleyes: Ich war halt noch sehr jung. Mit dem hr-Testbild kenne ich jetzt auf Anhieb auch bloß "hr1 FFTM". Den Text mit der oben von mir angegeben Ansage hab ich noch auf Video und müsste ich irgendwann mal nachschauen, aber es war eine Frau mit der Ansage und dazwischen die Messtonleiter. Das war beim WDR kurz vor Programmbeginn, vielleicht war´s beim hr anders, kann sein, das weiß ich nicht.
@channel master
Mit dem SWF muß das irgendwie so gewesen sein "SWF1 BAD/S" und/oder "SWF1 BAD/N". Mit Koblenz kann so auch stimmen. Ich hatte mich damals jedenfalls gewundert, dass das Testbild von SWF1 aus BW so ähnlich wie das des Dritten aussah, denn da stand immer in RP etwas wie "SWF3 BAD/N" drin, oder halt so ähnlich. Aber auf jeden Fall mit diesem N, was in BW durch S, also wahrscheinlich die Südkette ersetzt wurde.
Beim hr könnte auch hr.3 als Radio drauf gewesen sein (dächte aber hr.1 :confused: ), aber auf jeden Fall war ganz früher nicht nur dieses langweilige Sterntestbild drauf. Beim NDR kann ich mich aber bloß an NDR.1 mit der Uhrzeit und den Messton erinnern, muss so um ´90/´91 gewesen sein. Ab wann waren denn die Bilder regionalisiert und war dann wenigstens mal ein Radioprogramm drauf?
Zitat

daß es wohl um 1993 herum ein PALplus-Testbild bei der ARD gab mit Testton und Ansage,

Stimmt, als ich da mal beim WDR angerufen hab und gefragt hab was das für ein Test sei und ich gesagt habe, ich hätte das auf Video aufgenommen waren die richtig heiß auf das Band. Ich aber nicht denen das zu schicken, wollte das unbedingt behalten. Ich glaub der Typ hätte mir sogar was dafür geboten der hatte minutenlang richtig gebettelt um das Band ... armer Kerl.

von Jens1978 - am 16.05.2006 16:04

Re: Einschaltzeiten der terrestrischen Fernsehsender in den 80ern

Zitat

Den Text mit der oben von mir angegeben Ansage hab ich noch auf Video und müsste ich irgendwann mal nachschauen, aber es war eine Frau mit der Ansage und dazwischen die Messtonleiter. Das war beim WDR kurz vor Programmbeginn, vielleicht war´s beim hr anders, kann sein, das weiß ich nicht.


Ich meine auf jeden Fall auch den WDR, denn bei der HR-Version habe ich das Stern-Testbild noch nie gesehen. Als ich das gesehen habe, muß es wohl 1988 oder so gewesen sein. Es ist ja auch gut möglich, daß sich die Ansage mal geändert hat.
So eine ähnliche Ansage gab es ja schon in den 70ern mit "ARD - Deutsches Fernsehen" oder so ähnlich, wie ich mal gehört habe.

Aber wer erinnert sich noch an die Testbild-Ansage bei Südwest 3? Ich meine, ganz früher gab es keine Ansage, sondern nur einen durchgängigen 1-kHz-Ton. Später kam dann ein dreistufiger Meßton mit dieser Ansage. Irgendwann gab es auch bei Südwest 3 ein Radioprogramm hinterm Testbild, ich meine, es war ein Klassik-Sender.


Da möchte ich noch gleich ein paar Fragen in den Raum werfen:

- Wann wurde das FuBK-Testbild eingeführt?

- Wurde es überall in Deutschland zur gleichen Zeit eingeführt?

- Seit wann gibt es Radioton hinter dem Testbild? Ich habe mal gehört, daß es das in den 70ern noch nicht unbedingt gab und nur ein Meßton zu hören war.

von Lahnwelle - am 16.05.2006 17:18
Das Testbild mit der Kennung "ARD1 FFTM" habe ich selber noch nie gesehen außer auf einem Screenshot im Internet. Das ist dann wohl der Nachfolger von dem mit der Kennung "ARD STERN". Die spätere Variante des Testbildes von Südwest 3 kenne ich auch noch.

Beim Testbild von Eins Plus kam, glaube ich, immer die Ansage "Südwestfunk Baden-Baden". Kann das jemand bestätigen? Auf jeden Fall kam tagsüber das Testbild mit der Kennung "ARD/BADN 1 PLUS" oder "ARD 1 PLUS/BADN", die richtige Reihenfolge weiß ich leider nicht mehr. Nach Sendeschluß zeigte man allerdings ein Testbild mit der Kennung "USINGEN TVCSM".

3Sat hatte seit Ende der 80er auch ein FuBK-Testbild. Dort war auch der dreistufige Meßton mit Ansage zu hören. Eine zeitlang hieß es im Wechsel "Dreistufen-Testsignal - Deutsche Bundespost" und "Three level test signal - Deutsche Bundespost". Oder war das bei einem anderen Sender? Es gab dann auch mal eine mehrsprachige Ansage, in der von 3Sat die Rede war und der Zusammenarbeit von ZDF, ORF und SRG, in deutsch, englisch, französisch und italienisch.

Sogar Sat 1 hatte manchmal ein FuBK-Testbild, was aber wohl nur nach Sendeschluß gezeigt wurde. Kennt das noch einer? Es hatte die Kennung "SAT 1" und darüber "Erdfst Lshfn" (?) was wohl Erdfunkstelle Ludwigshafen heißen soll.

von Lahnwelle - am 16.05.2006 22:10
Zitat
Lahnwelle
Bei den HR-Sendern der ARD stand entweder "hr1 FFTM" oder die Senderkennung, z.B. wie bei uns "hr 1 B", wobei das B für Biedenkopf steht. Es gab wohl auch F für Feldberg und M für Meißner, mehr kenne ich im Moment nicht.
Also im Ersten kann ich mich nur an »hr 1 F« (also vom Großen Feldberg) erinnern bzw. das ist das einzige, was ich mir mal notiert hab in meine Testbild-Kennungs-Liste. Aber ich hab eh nur späte Erinnerungen, da ich ja 1982er Baujahr bin.

Zitat
Lahnwelle
Ganz früher gab es ja noch diese Stationsdias, aber die waren vor meiner Zeit.
Wie bei mir. Von diesen Stationsdias lese ich hier immer nur und bin ganz erstaunt. Bis heute hab ich auch immer nur welche aus Nord- und Westdeutschland gesehen, aber noch nie einen von meinen Grundnetzsendern. Hat denn niemand mal eins vom Königstuhl, vom Krehberg oder vom Donnersberg?

Zitat
Lahnwelle
Was ich aber noch kenne, sind Testbilder, die z.B. eine Kennung "2. Prog. K 22" hatten und über dem Kennungsfeld stand dann in weißer Schrift der Senderstandort, z.B. "Hohes Lohr". Auf dem ZDF konnte man so etwas häufiger sehen, auf den Dritten habe ich das eher selten in Erinnerung.
Die kenne ich – sowohl beim Zweiten als auch beim Dritten – nur als Störungstestbild. Da hab ich die folgenden Inschriften gesehen und notiert:
Heidelberg – 2.Programm
Heidelberg – ZDF K 27
Heidelberg – SWR 3 K 53
Heidelberg – 53

Zitat
Lahnwelle
Was ich früher auch immer interessant fand, war der Wechsel des Testbildes vor Programmbeginn. Zumindest bei Hessen 3 gab es das immer. Den ganzen Tag über war das Testbild mit der Kennung "hr3 FFTM" mit Radio im Hintergrund zu sehen. Doch ein paar Minuten vor Programm beginn verschwand der Kreis, die Kennung änderte sich in "HESSEN DREI" und das Radio wurde durch einen 1-kHz-Ton ersetzt.
Das kenn ich vom Schulfernsehen. Da war eben genau dieses kreislose Testbild drauf. Aber ich meine mich nicht an einen Testton zu erinnern. Da verbinde ich jetzt eher irgendwelche Instrumentalmusik.

Die hessen-3-Testbild-Inschrift wurde auch noch mit der Zeit verändert:
hr 3 FFTM
hessen 3 FFTM
hessen FFTM (als man dann schon »hessen fernsehen« hieß)

Zitat
Jens1978
Beim hr könnte auch hr.3 als Radio drauf gewesen sein (dächte aber hr.1 :confused: )
Ich kann mich nur an hr3 bei hessen 3 und hr1 im Ersten erinnern.

Zitat
Rolf, der Frequenzenfänger
Südwest 3 hatte hier im badischen Landesteil "SW3 BADN" im Testbild. Auf der Stuttgarter Kette stand "S3 STGT". Letzteres war manchmal allerdings auch auf den badischen Sendern zu sehen (warum auch immer).
Wird wohl vielleicht einfach der Sender gewesen sein, der grade irgendwie die Sendeabwicklung für's Gesamtprogramm gemacht hat, denk ich mal.

Das Gegenstück wird dann die Einblendung der Anstalt selber auf nur ihren Sendern gewesen sein:
SDR STUTTGART 3
SWF/BADN SW3/S
SWF/BADN SW3/N

Vom SDR-Ersten hab ich noch:
SDR STUTTGART 1

Im Kabel muss mir beim BR auch mal das begegnet sein:
BR-MCHN - 3.PROGRAMM

Zitat
Lahnwelle
Beim Testbild von Eins Plus kam, glaube ich, immer die Ansage "Südwestfunk Baden-Baden". Kann das jemand bestätigen?
Ich meine, mich daran zu erinnern.

Zitat
Lahnwelle
Auf jeden Fall kam tagsüber das Testbild mit der Kennung "ARD/BADN 1 PLUS" oder "ARD 1 PLUS/BADN", die richtige Reihenfolge weiß ich leider nicht mehr.
Ich hab das hier:
ARD/BADN - 1 PLUS

Zitat
Lahnwelle
Nach Sendeschluß zeigte man allerdings ein Testbild mit der Kennung "USINGEN TVCSM".
An das Usinger Testbild kann ich mich bei vielen Sendern erinnern.

Zitat
Lahnwelle
3Sat hatte seit Ende der 80er auch ein FuBK-Testbild. Dort war auch der dreistufige Meßton mit Ansage zu hören. Eine zeitlang hieß es im Wechsel "Dreistufen-Testsignal - Deutsche Bundespost" und "Three level test signal - Deutsche Bundespost". Oder war das bei einem anderen Sender?
An genau diese Ansage erinnere ich mich auch. Ich weiß aber leider auch nimmer die Herkunft. :(

Zitat
Lahnwelle
Es gab dann auch mal eine mehrsprachige Ansage, in der von 3Sat die Rede war und der Zusammenarbeit von ZDF, ORF und SRG, in deutsch, englisch, französisch und italienisch.
Würde sich mit meiner fragmenthaften Erinnerung eines italienisch ausgesprochenen ZDFs (Zette Di Effe) decken.

von Brubacker - am 17.05.2006 01:04
Der Thread bringt richtig Erinnerungen zurück. Damals versuchte man die TV Landschaft noch durch mehrere Regionalversionen der ARD aufzufrischen.

Bei SW3 war bei uns (Schliengen, Umsetzer) immer SW3 BADN zu sehen, und das war vom Kaiserstuhl bei Freiburg von K58 übernommen (also kein vermutetes S wie BAD/S drin).

Beim der ARD gab es im Testbild immer SWF1 HGR von der Hornisgrinde zu sehen. Die Hornisgrinde versorgt sogar noch Umsetzer weiter südlich von uns, weil der Feldberg abgeschattet war (bzw. nur mit Schatten zu empfangen). Von dort stand wie schon berichtet FSW im Testbild.

Das Testbild war die einzige Möglichkeit den SDR in unserer Gegend in UKW Qualität zu hören. Weiss jetzt aber nicht mehr, auf welchem Testbild das war. Wohl das von der ARD Kette. Da war Baden-Württemberg immer als ein Bundesland angesehen. Und nur dort gab es "Verstehen sie Spass vor 8". War eine meiner Lieblingsshows.

Ich glaube auch im Mannheimer Kabel gab es drei Regionalversionen der ARD. Das von RLP, BW und Hessen, weil das Kabel von einem Stern in alle drei Bundesländer reichte.

von CBS - am 17.05.2006 10:39
Hallo zusammen,

@Oliver M.:

>Das müßte stimmen. Wir in Südhessen haben bis noch vor zwei, drei Jahren das Signal
>aus Mannheim erhalten. Und ich erinnere mich, dass wird früher immer das Äffle&Pferdle
>(ARD SDR) und den Onkel Otto (ARD HR) drin hatten. Nur das RLP-Programm kenne ich
>nicht bzw. konnte man es unterscheiden?

Die Frage ist, inwiefern es überhaupt ein unterschiedliches ARD-Regionalprogramm für
BW und RLP gab.

Da ja die Landesschau/Abendschau lange Jahre im Ersten gesendet wurde, nehme
ich an, daß es eine solche Trennung durchaus gab?

Spätestens seit die regionalen Nachrichten ins Dritte abgewandert sind, würde ich
aber vermuten, daß das SDR/SWF-Regionalprogramm einheitlich für beide
Bundesländer war?

Bei der ARD-Werbung wird ja nur noch ein einheitliches Werbeprogramm "Das
Erste im Südwesten" ausgewiesen. Eine Werbesportbuchung nur für BW oder
nur für RLP wird heute also wohl nicht (mehr?) möglich sein, sondern nur
für beide Bundesländer gemeinsam (oder eben gleich bundesweit).

Kleine Zusatzfrage in die Runde noch von mir: Vor der Fusion ist mir im
regionalen ARD-Vorabendprogramm von SDR/SWF und in Südwest 3
aufgefallen, daß immer im wöchentlichen (?) Wechsel unterschiedliche
Logos eingeblendet wurden. Also es handelte sich zwar immer um die
ARD-Eins bzw. um die "Drei" von Südwest 3, aber eben in unterschiedlichen
Variationen. Eine war relativ unauffällig und ähnlich der normalen ARD-Logo-Eins,
die andere war mit einer schärferen weißen Umrandung und auch irgendwie
pixeliger.

Ich vermute mal, daß das was damit zu tun hatte, ob die Sendeabwicklung
von SDR oder SWF erledigt wurde. Interessant war aber, daß der Wechsel
der Logoeinblendungen nicht mit dem täglichen Wechsel der Werbefiguren
synchron war. Demnach müßte manchmal der SDR die SWF-Werbefiguren
ausgestrahlt haben und umgekehrt?

cu talk


von talk - am 17.05.2006 14:07
Zitat

Wie unverschämt - damals gab es doch bestimmt genug freie Frequenzen - und so wurde uns der Empfang eines weiteren ARD-Regionalprogramms verhindert.


Ja, so erging es mir an meinem damaligen QTH auch. K6 war fast unausblendbar mit Wuppertal belegt, nur an einer Stelle in meinem Zimmer gelang ständig der Nachweis von SWF 1 KOB mit O=1-2.

Außerdem war an diesem QTH K47 SWF1 MBG unausblendbar mit BRT2 Genk belegt (obewohl der damals nur in dden Abendstunden sendete, aber zum Verhindern des SWF-Regionalprogramms hat's gereicht. K47 wäre aber auch ohne Genk nur mit O=1-2 an der (erst 1987 montierten) 2er-Gruppe XC391D gegangen, mit Zimmerantenne gar nicht.

Zu guter letzt Eifel K23. Mit Zimmerantenne gar nicht, mit der Gruppe auch nicht, weil da schon BFBS Viersen sendete.

Heute geht zwar K23 mit O=2 und K47 mit O=3, aber dafür gibt's kein Regionalprogramm mehr. :-(

von Channel Master - am 17.05.2006 15:51
Für Spezi's hier noch mehr Links:
Tv-Logos aus GB: http://home.clara.net/jim.edwards/index.htm
Spanien & Katalonien: http://www.digicat.tv/reports/historics/any198385_esp.htm Für weitere Videos bitte im Flash-Menü links auf "Videos" klicken, anschließend das Jahr auswählen! Noch mehr Trailer gibt's unter www.zabalo.com, neben Spanien auch aus Kroatien, Österreich und von sat.1.
Frankreich: Umfassende Trailersammlungen (Achtung: Einige der Videoclips funzen nicht, gilt für alle französischen Links):
http://bloknotes.free.fr/vieilleries/
Edit: unter http://bloknotes.free.fr/vieilleries/Page_Pub_TF1_07_05_1980.avi gibt's einen kompletten Werbeblock vom 7. Mai 1980.
http://bloknotes.free.fr/loeki/
http://satdish.online.fr/
ČST (ehemaliges Staatsfernsehen der ČSSR): http://www.oldradio.cz/tvp.htm (links im Menü unter: "Různé znělky z Čs. televize 80. let ve formátu MPEG.")

von Analog-Freak - am 17.05.2006 17:58
Zitat

Ich sattele noch einen drauf: Welche Sender (des ZDF) übertrugen als erste Stereoton ??

@ tomfritz:
Keine Frage ohne Antwort. ;)

Augsburg K 23
Baden-Baden K 31
Berlin K 33
Bielefeld K 33
Bremen K 32
Deggendorf K 33
Donaueschingen K 22
Dortmund K 25
Eiderstedt K 31
Eutin/Bungsberg K 21
Gr. Feldberg/Ts K 34
Grünten K 28
Habichtswald K 28
Hamburg K 30
Hannover K 24
Heidelberg K 27
Hof K 23
Hohenpeißenberg K 22
Kiel K 35
München K 35
Pfarrkirchen K 27
Regensburg K 21
Rhön K 29
Rimberg K 25
Saarbrücken K 45
Stuttgart K 26
Torfhaus K 23
Uelzen K 27
Würzburg K 25

Quelle: Eigene Aufzeichnung (Notizen in meiner Wittsmoorliste 1981) => hab ich vermutlich bei der Stereo-Einführung in der HörZu gelesen und abgeschrieben (Kopierer hatten wir da noch nicht...)


von Manager. - am 17.05.2006 18:31
@Jens1978:
Zitat

Für die mdr-Tesbilder fällt mir selbst noch was ein. Der mdr hatte ja am Anfang so ein 2/3 Farbbalkentestbild und im unteren braunen(?) Teil stand "mdr Fernsehen".

Von ca. 1992-1993 zu sehen. Der untere Teil war nicht braun, sondern rot, mit einem schwarz hinterlegten "MDR Fernsehen". Dazu lief mdr LIFE. Ab Anfang(?) 1994 wurde nachts als Ton zunächst mdr Sputnik übertragen :-) , dazu war dann das Logo des Senders eingeblendet. Ab Mitte 1994(?), spätestens ab 1995, füllte der mdr die Nachtlücke. Es war immer eines davon zu sehen:
- Videoclips von Enigma
- Rundflüge über mitteldeutsche Städte
- (ziemlich derbe) Späße eines "Straßenclowns" (hieß der Bernd Lampe o.ä.? Lief dort mit schwarzem Sakko und roter Reitmütze umher) auf dem Berliner Ku´damm.
Diese Beiträge liefen während der Nachtzeit in einer Endlosschleife.

Zitat

Bei der ARD, also im Ersten stand beim mdr immer "MDR Dresden" drin und es war ein Standard FubK-Testbild
.
War so bis zum Schluss der Nachtlücke ca. 1995 im Ersten.

Zum ORB: Um 1992 übertrug man dort des Nachts Eins Plus, später lief nachts das berühmte Aquarium. AFAIK dürfte es beim ORB FS kein Testbild gegeben haben.
Edit: Der ORB kam bis Mitte 1993 nur bei ÜRW via Berlin K27 herein, erst ab Mitte 1993 ging der K35 auf dem Höhbeck on Air.


von Analog-Freak - am 19.05.2006 16:30
@Chris:
Das war dann aber doch eher eine Fehlschaltung innerhalb Bayerns? In meinem Fall war das verrückte ja, daß in Hessen ein Berliner Testbild zu sehen war, was normalerweise "gar nicht geht".

Diese Kabelnetze, die du ansprichst, dienten also dazu, den evtl. schwierigen terrestrischen Empfang zu verbessern bzw. Sender, die terrestrisch nur mit großem Aufwand zu empfangen waren, den Zuschauern einfacher zur Verfügung zu stellen? Also praktisch so eine Art Antennengemeinschaft wie in der DDR, nur eben von der DBP.

Von den Kabelpilotprojekten spricht man also anscheinend erst dann, wenn über Satellit eingespeist wurde. Diese 1984 begonnenen Pilotprojekte sollten ja ursprünglich auch schon in den späten 70ern starten, wie ich mal gehört habe.

In der Schweiz soll es ja schon seit den 50er Jahren Kabelfernsehen geben, das hat bestimmt auch mit der durch die Topographie bedingten schwierigen terrestrischen Versorgung zu tun.

Aber zurück zum Thema Testbild. Was mich bei diesem "USINGEN TVCSM"-Testbild, daß ich damals auf Eins Plus gesehen habe, mal interessieren würde, wofür steht eigentlich dieses "TVCSM"? Hier war auch schon die Rede davon, daß dieses Testbild auch auf anderen Sendern zu sehen war, welche Sender waren das noch?

von Lahnwelle - am 21.05.2006 12:52
@ Lahnwelle

Nö, hab mich da sicher nicht versehen, Kabelfernsehen wurde hier Ende der 70er Jahre aufgebaut, damals unter der Regie der "Deutschen Bundespost". Erst wurden Schilder aufgestellt "...blabla, die Deutsche Bundespost verlegt in ihrem Wohngebiet Breitbandkabel, haben sie Interesse, rufen sie an blabla..." Ein paar Jahre später änderte sich der Ton, da hiess es auf den Tafeln nur noch "...verlegt die Deutsche Bundespost..." Keine Frage mehr ob man das möchte oder nicht, das hat dann schon die Wohnungsbaugesellschaft für den Mieter entschieden, das man doch zu möchten hat... :D

Ursprüngliche Kabelbelegung war denn auch lediglich:
ARD, ZDF, ZDF Stereo, Nord3, Radio Bremen Regional (18-20h, sonst ARD) sowie Nederland 1 & 2. Das wars.
An die Belegung von Oldenburg kamen wir nie ran, denn die hatten bekanntlich schon damals den WDR mit seinem 1. & 3. TV- Programm sowie natürlich alle Radiosender des WDR.
Zu Zeiten der Wende gabs in Oldenburg sogar Versuche mit riesiegen Antennen, um DDR- TV einzuspeisen. Ob allerdings jemals was draus wurde, weiss ich nicht, das müsste vll. T-O beantworten können.

SAT-TV gabs hier dann ab Anfang ´85..., damals mit dabei 3Sat, Sat1 (was grade frisch aus der PKS hervorging), Sky Channel (ich vermisse es heute noch) und die (engl.!) MusicBox.



von HAL9000 - am 22.05.2006 12:08
Zwar war ich damals noch ein Kind, aber diese ganzen "Phänomene" wie Testbilder, Testsendungen und so weiter haben mich seinerzeit sehr interessiert! Teilweise habe ich nachts bis um 04:00Uhr vor dem Fernseher gesessen und protokolliert, wie bei jedem Programm der Ablauf beim Sendeschluß ist... Das war etwa 1990 gewesen. Wir hatten Kabelempfang mit knapp an die 20 Programme, von denen kaum eines rund um die Uhr gesendet hat, so daß es fast auf allen Sendern etwas zu protokollieren gab. Die technischen Hintergründe waren einem Kind wie mir natürlich seinerzeit unbekannt, aber es ist sehr schön, dass sich im Laufe der Jahre viele der Fragen aufgeklärt haben, und das diese Zeit auch in diesem Thread noch einmal beleuchtet wird.

Zu den interessantesten Beobachtungen gehörte sicherlich auch das morgendliche Aufschalten des Testbildes, wobei gerade ARD Nord (also das NDR-Regionalfernsehen) für Verwirrung sorgte. Wie bereits jemand sagte, wurde im Kabel nachts ein eigenes Testbild eingespielt, wahrscheinlich, damit es auf den Kanälen nicht rauscht... :-) Als dann morgens, gegen 08:30Uhr die ARD aufgeschaltet wurde, kam auf dem WDR-Kanal sofort das Testbild (bei mir WDR 1 NH 30), während auf dem NDR-Kanal zunächst einmal rund 3 Minuten Rauschen zu sehen und zu hören war. Zwar erkannte man schwach im Hintergrund den Messton, doch größtenteils war alles verrauscht, und kein Bild zu sehen. Nach etwa 3 Minuten wurde das Bild dann innerhalb von 5 Sekunden immer besser und klarer, während das Rauschen verschwand. Nun war der Sender einwandfrei zu erkennen. Hat noch jemand diese Beobachtung gemacht? Woran lag das? Mußte der Sender vielleicht langsam hochgefahren werden?

Auch ich habe im Kabel des Öfteren nächtliche Überreichweiten gesehen. Es gab 4 Sender, die wohl via Antenne eingespeist wurden, und die daher besonders anfällig für Gleichkanalstörungen waren. Das war zunächst einmal ARD-NDR (mit Überreichweiten von TV 4 Sverige), dann N3 (mit TV 2 Danmark), dann Nederland 1 (mit Canal +), sowie Nederland 2 (mit BBC 1). Inzwischen sind alle Sender längst aus dem Kabel geflogen, bis auf N3, und bei dem hatte sich die analoge Einspeisung ebenfalls erledigt! Hat sonst noch jemand Erfahrungen mit Überreichweiten im Kabel gemacht?

Fast alle der o.g. Testbilder habe ich ebenfalls gesehen, soweit die Sender bei mir zu empfangen waren. So auch 3sat, bei dem ich bestätigen kann, dass früher beim Testbild Ansagen in Deutsch, Englisch, Französisch und Italienisch gemacht wurden. Zunächst hieß es nur ZDF, ORF und SRG, bis irgendwann dann auch DFF hinzu kam. Sat.1 hatte früher mal ein Testbild mit 8 vertikalen, farbigen Balken oben, und einem roten Bereich unten, inklusive dem Sendernamen, und im Hintergrund lief Star*Sat Radio. Allerdings nicht sehr lange... Ich meine, das war nur von kurzer Dauer!

Apropos Sat.1. Hat eigentlich noch jemand einen Mitschnitt der Nationalhymne, die kurz vor dem Sendeschluß ausgestrahlt wurde? Ich habe schon viele verschiedene Versionen der Hymne gehört, aber ich muss wirklich sagen, keine gefiel mir jemals so gut, wie diese.... Leider kam ich nie dazu, sie mir aufzunehmen!

von Sternenlicht - am 22.05.2006 13:21
Noch zum MDR Fernsehen
Anfang 1992 stand unter MDR Fernsehen noch "3.Programm".
Das wurde aber schnell entfernt weil man ja Jahrzehnte das 1. und 2.Programm war.
Radio war am Anfang nicht zu hören-der 1k Ton wurde gesendet.
Kurioserweise schrieb ich damals dem MDR und schlug vor,anstatt des Pfeiffens MDR Life zu übertragen "da es hier nicht im kabel zu hören wäre und man so gelegenheit hätte das tolle programm zu geniessen"...
1 Woche später lief MDR Life übers Testbild.

Was ich auf alle Fälle auf mein Konto schreiben kann ist ein Umschalten von Balken auf FuBK Testbild und zwar genau für 15 Minuten.
Auch irgendwann Anfang 1992.
Da rief ich an und liess mich mit einem Sendetechniker verbinden,der sehr Nett war.ich fragte ihn ob man nicht ein FuBK rausschicken könnte,das Balkentetbild sei nur wenig tauglich zum Bild einstellen.
Dauerhaft ginge das nicht,aber er rief mich am nächsten Tag in aller frühe an und sagte,das er es mal kurz herschalten könne.Für 15 Minuten war ich also "Programm"gestalter *gg*
Leider war kein Foto tur Hand und so ist diese Sache nur in meinem Kopf und in der Erinnerung der wohl sehr wenigen Zeugen im Sendebereich.

Hier noch das sehr kurz verwendete TB vom ORB.


von Scrat - am 22.05.2006 15:24
@Starlight-252
Ich hab die selben Erfahrungen mit den NDR Programmen gehabt wie du. Jetzt wo du´s schreibst fällt mir das nämlich auch wieder ein, dass es etwas komisch bei der ARD vom NDR gewesen ist. Das Bild war erst schwach und wurde dann stärker. Das hatte ich völlig vergessen! Was es nicht alles gibt. Ich hab das allerdings nicht über Kabel sondern dirket selbst empfangen, Osnabrück K.50. Im Kabel war nur N.3 und da hab ich das erste Mal überhaupt dänisches Fernsehen gesehen. Da kam TV.2 aus Bornholm glaub ich durch, N.3 war kaum zu erkennen :-) Später haben die dann N.3 von Astra genommen und alles war weg, auch die schönen Einblendungen " ...technische Störung im Bereich des Senders Osnabrück K.56 ..."
Zitat

Sat.1 hatte früher mal ein Testbild mit 8 vertikalen, farbigen Balken oben, und einem roten Bereich unten,

Ich dächte das war bei RTL über Antenne hier gewesen. Denn Sat.1 gab´s erst viel später in Dortmund aber ich kenne das Testbild so ganz gut. Oder gab´s das auch bei RTL aus Dortmund?

@50 Grad N, 8 Grad O
Die Sache mit den Bändern hört sich aber gar nicht gut an ...

von Jens1978 - am 22.05.2006 15:25
Zu "schwarz-weiß-Zeiten" lief zwischen Vormittags- und Nachmittagsprogramm im Sendegebiet des NDR seinerzeit NDR 2. Was danach im Ersten für eine NDR-Radiowelle lief, weiss ich nicht mehr.
Zum Testbild auf N3 wurde anfangs das Hörfunkprogramm NDR 3 übertragen, später NDR 2.
Da ich hier direkt an der Grenze zur DDR wohne kann ich noch sagen, dass das 1. Programm des DDR-Fernsehens in der "Mittagslücke" das Radioprogramm "Radio DDR 1" ausstrahlte.
Ein Kuriosum aus der damaligen Zeit beim DDR-Fernsehen fällt mir jetzt wieder ein:
1970 startete drüben das 2. Programm und es wurde das Farbfernsehen eingeführt (SECAM). Wir empfingen das DDR-Fernsehen hier vom Brocken (Kanal 6 bzw. Kanal 34).
Mittwochs bis Freitags lief im 2. Programm ein "Farbtestprogramm" von 16 - 18 Uhr. Kurius war folgendes: Werktags wurde über den Sender Brocken Kanal 34 das 2. Programm des DDR-Fernsehens gesendet und um 18 Uhr lief auch auf Kanal 34 das 1. Programm (!!!), Sonnabends und Sonntags wurde den ganzen Tag das 1. Programm auch über Kanal 34 gesendet.
Über den Sender Dequede wurde das 2. Programm "ganz normal" übetragen - von 18.00 Uhr bis 18.45 ein Testbild und um 18.45 Uhr begann das Programm.
Warum lange Zeit über den Brocken auf beiden Kanälen das 1. Programm lief, das frage ich mich noch heute.

von Longus - am 22.05.2006 18:01
Zitat
Jens1978
@Starlight-252
Ich hab die selben Erfahrungen mit den NDR Programmen gehabt wie du. Jetzt wo du´s schreibst fällt mir das nämlich auch wieder ein, dass es etwas komisch bei der ARD vom NDR gewesen ist. Das Bild war erst schwach und wurde dann stärker. Das hatte ich völlig vergessen! Was es nicht alles gibt. Ich hab das allerdings nicht über Kabel sondern dirket selbst empfangen, Osnabrück K.50. Im Kabel war nur N.3 und da hab ich das erste Mal überhaupt dänisches Fernsehen gesehen. Da kam TV.2 aus Bornholm glaub ich durch, N.3 war kaum zu erkennen :-) Später haben die dann N.3 von Astra genommen und alles war weg, auch die schönen Einblendungen " ...technische Störung im Bereich des Senders Osnabrück K.56 ..."
Zitat

Sat.1 hatte früher mal ein Testbild mit 8 vertikalen, farbigen Balken oben, und einem roten Bereich unten,

Ich dächte das war bei RTL über Antenne hier gewesen. Denn Sat.1 gab´s erst viel später in Dortmund aber ich kenne das Testbild so ganz gut. Oder gab´s das auch bei RTL aus Dortmund?


Genau so war es! Ich denke mal, dass in unserem Kabel der Sender Osnabrück eingespeist worden ist, das liegt ja auch nahe in NRW!
Teilweise wurde N3 komplett überlagert und es war nur noch TV2 zu sehen. Allerdings kam der aus Viborg (zumindest stand das auf dem Testbild!)... Aber stimmt! Mir fällt gerade ein, dass ich die Nachricht betreffend "Technischer Störung" auch sah, also war der Standort definitiv Osnabrück!


Zitat
Lahnwelle
Ich kenne von RTL Plus noch das PM5544-Testbild mit der Kennung "RTL PLUS", Uhrzeit und Radio Luxemburg im Hintergrund. So empfingen wir es über Kabel ab etwa 1987. Manchmal gab es auch ein anderes Testbild, von dem ich leider nicht weiß, wie man es nennt. Dort stand dann "RTL PLUS KÖLN".


Exakt so habe ich es auch in Erinnerung!



von Sternenlicht - am 23.05.2006 08:13
@ Lahnwelle

Zitat

Später soll es ja auch die Ansage "Sternpunkt - Frankfurt - Eins" gegeben haben, habe ich selber aber nie gehört.


Stimmt. Das kann ich bestätigen. Das wurde von einer männlichen Stimmte mit etwas größeren Pausen zwischen den Worten gesprochen.


Hier auch noch das PAL-Plus-Testbild vom SWF:

http://www.digicat.tv/reports/historics/cartesint2/int071.jpg

dazugehörige Seite: http://www.digicat.tv/reports/historics/cartesint2_esp.htm


@ tomfritz

Zitat

Soweit richtig, der Habichtswald (E56) hatte übrigens auch " hr1-M " im Testbild, er wird es daher sehr wahrscheinlich über Ballempfang vom Meißner zugeführt bekommen haben.


Bei Bamberg-Geisberg auf E52 war's genau so. Da stand das Testbild vom Dillberg drin - also parallel zu E06. Ob da auch per Ballempfang zugeführt wurde?


@ SkySat

Zitat

An eine Logoeinbeldung im laufenden Programm vom BR kann ich mich jedoch nicht erninnern, nur an die Stationskennung.


Es wurde sporadisch nur "BR" in Computerschrift eingeblendet und sah der Einblendung vom DDR-Fernsehen sehr ähnlich.



@ CBS

Zitat

(...) Und nur dort gab es "Verstehen sie Spass vor 8". War eine meiner Lieblingsshows.


Dieses "Verstehen Sie Spaß?", das im Vorabendprogramm der ARD lief, kenne ich auch noch. Das lief zumindest auch auf E03 vom Kreuzberg, also im Sommer 1990 hat's der BR auch gesendet. Ob es bei ARD-MDR bzw. damals war's noch DFF auch lief, weiß ich aber nicht. Aber die DFF-Version der ARD hatte meist immer ein ganz anderes Vorabendprogramm.



Wie wurde das eigentlich mit den Umsetzern gemacht. Hier wurde geschrieben, daß der E06 in Wuppertal erst mit dem Sendestart von E09 aus Langenberg aktiv wurde.

Da gäbe es ja nun zwei Möglichkeiten:

1. Am Umsetzer wurde E09 empfangen und mittels Oszillator auf E06 umgesetzt, es also keinen Träger auf E06 gibt wenn auf E09 kein Träger empfangen wird.

2. Der Umsetzer wurde ebenfalls separat eingeschaltet, da es ja sonst einen Träger auf E06 hätte geben müssen.



von Kay B - am 23.05.2006 13:26
@marcus
Um´s vorweg zu sagen, 100% sagen kann ich´s nicht. Aber da Saarbrücken garantiert auch für die Versorgung von Rheinland-Pfalz dient, wird wohl dort das Programm aus RP gelaufen sein. Radio Bremen war übrigens bis zur Umstellung auf digital noch im Ersten mit "buten un binnen" auf Sendung. Dort das selbe(?): Bremen K.42 war für NDS wichtig.
@tomfritz
Kommt drauf an ob die Störungen immer da waren. Aber ich tippe auf Richtfunk, denn es sieht sehr nach FM-Modulation aus. Ich denke eine MAZ Störung müsste auch in dunklen Bereichen Fische haben, so wie auf alten Videokasseten. Sat kann´s kaum gewesen sein, denn als die ´93 auf Sat gegangen sind gab´s ja kaum noch (gar kein?) Testbild mehr im Zweiten. Zumindest nicht mehr mit den Standorten drin, ich kenn´s zum Beispiel gar nicht mit den Standorten, nur "ZDF" oder "DBP" oder sowas.

von Jens1978 - am 23.05.2006 20:29
Es gibt immer noch ZDF-Landesstudios.

Zitat

Und die haben dann über Sat-Feed (Eutelsat?/Kopernikus?/Intelsat?) zugeführt?

Sat-Feeds sind ja nicht direkte Zuführungen.
Falls du es nicht längst schon weißt ;-) eine kurze Erklärung:
Wenn z.B. in einem Nachrichtenprogramm eine Live-Schaltung zu einem Außenreporter gemacht wird, muss das Bild ja irgendwie zum Sendezentrum hin kommen.
Dazu werden kurzzeitig Übertragungskanäle auf diversen Satelitten (meist irgendwelche exotischen) gebucht, auf denen die Bilder Überspielt werden.
Die Transponder sind aber nur für die Zeit der Übertragung aufgeschaltet und vor allem jedesmal andere!
So laufen alle Sat-Übertragungen (z.B. auch die Punktevergabe beim ESC ;-)) ab, auch heute noch.
Bis vor wenigen Jahren wurde das meiste noch im normalen 4.2.0 DVB Übertragen, mit einer Drehbaren Schüssel und einem normalen DVB-Receiver konnte man diese Feeds empfangen (ist auch ein Hobby von mir, siehe auf meiner Homepage unter "Feeds").
Inzwischen wird leider oft der 4.2.2 Standard genutzt, der nicht mehr mit normalen DVB-Receivern empfangen werden kann :-(.
Ganz früher wurde das gleiche gemacht, nur eben analog, und daher stammen diese Testbilder vermutlich.

von WiehengeBIERge - am 24.05.2006 12:48
@Nordi:
Zitat

Ich kenne von Sat.1 nur das Farbbalkentestbild.

Richtig. Das kam im Sommer 1989 auch bei uns in Lübz herein (Kanäle 48+49). Dazu lief ein privater Klassiksender namens "Radio Belcanto", so identifizierte der sich selbst.

@Kay B:
Danke für den Link, die Website scheint aber länger nicht mehr aktualisiert worden zu sein. Zu den Testbildern beim einstigen ČST ("Československá Televize"): http://www.geocities.com/TelevisionCity/Lot/2941/testcard/czech.htm
Das erste TB (s/w-Shoot) war in der slowakischen Teilrepublik zu sehen, 1980 und 1982 jedenfalls. Zu hören war irgendein Radio-Px (welches genau?)
Das zweite sog. "EZO"-TB war dagegen in der Tschechischen Teilrepublik üblich, ebenfalls mit Radio als Ton. Ca. 15 Minuten vor Programmbeginn wurde auf ein FuBK (Bilder 3&4) umgestellt, der Insert wechselte im 1-Sekundentakt zwischen "ODK 3" und "1.PROGRAM" bzw. "2.PROGRAM". Dazu ein sehr lauter Messton (1 khz?).
Ca 1988 oder Anfang 1989 wurde das "EZO"-TB durch das "1-SR-P" (5. Bild) ersetzt, im Juli & August 1989 (Urlaub im Riesengebirge) war es jedenfalls schon da. Natürlich auch weiterhin das FuBK kurz vor Sendebeginn. Das 2. Px begann übrigens im August 1989 erst um 20.00 Uhr.

von Analog-Freak - am 24.05.2006 17:39
Zitat
Lahnwelle
Zitat

Kurioserweise wurde dieses Programm aber nur über die Fernsehsender an der Grenze zur DDR ausgestrahlt. Warum nicht bundesweit gesendet wurde kann ich mir nicht erklären?


Dieses Vormittagsprogramm war ja auch speziell für die Zuschauer der DDR gedacht. Das gab es sogar schon Anfang der 60er.


Die Frage wäre aber noch warum wurde es speziell für die DDR-Bürger ausgestrahlt? Ich habe mal gehört, daß es angeblich für die (DDR-)Schichtarbeiter gewesen sein soll, damit die morgens sehen konnten, was sie abends verpaßt hatten. Aber gab es denn in Westdeutschland keine Schichtarbeiter?

Was ich mir dagegen vorstellen könnte, ist, daß sie den DDR-Bürgern, die nur ARD empfangen konnten, die Möglichkeit geben wollten, auch einige ZDF-Sendungen sehen zu können; insofern wäre es eine sinnvolle Einrichtung gewesen. So war es auch bei meinen Großeltern: die konnten erst nach der Wende ARD empfangen, und die ersten ZDF-Sendungen, die sie jemals gesehen hatten, haben sie über den Sender der ARD gesehen (denn ZDF wurde erst später aufgeschaltet).


Zum Thema Spikes: die gab es auch bei bei der Analogausstrahlung von BBC World in Berlin, und zwar ständig. Habe mich immer darüber gewundert. Wie es heute ist, kann ich nicht sagen.

von Sebastian Fritzsche - am 25.05.2006 13:52
Zitat

Die Frage wäre aber noch warum wurde es speziell für die DDR-Bürger ausgestrahlt? Ich habe mal gehört, daß es angeblich für die (DDR-)Schichtarbeiter gewesen sein soll, damit die morgens sehen konnten, was sie abends verpaßt hatten. Aber gab es denn in Westdeutschland keine Schichtarbeiter?


@ Sebastian Fritzsche:
Doch! Aber während Schichtarbeiter West morgens an jedem Zeitungs-Kiosk ungehinderten Zugang zu allen erdenklichen Zeitungen und Zeitschriften aus aller Welt hatte, konnte Schichtarbeiter Ost ja am Morgen, weil Westzeitungen verboten waren, nur die amtlichen Verlautbarungen der SED als ADN-Meldungen im ND oder den 15 Bezirkszeitungen lesen.
Diese waren übrigens auch jeden Morgen um 7.35 Uhr im DLF ("Aus Ost-Berliner Zeitungen") zu hören.

Das SFB-Vormittagsprogramm für die DDR-Schichtarbeiter war eine Folge des Mauerbaus und wurde auch im gesamten NDR-Gebiet ausgestrahlt; also nicht nur im Zonenrandgebiet.

Der SR zeigte in den 60er-Jahren übrigens auch Sendungen für Schichtarbeiter in der Mittagszeit. Hier wurden die Regionalsendungen (z.B. "Saarbrücker Bilderbogen" oder "Aktueller Bericht") vom Vorabend wiederholt. Anfang der 70er-Jahre wurden diese Wiederholungen dann aus Kostengründen eingestellt.


Zitat

Was ich mir dagegen vorstellen könnte, ist, daß sie den DDR-Bürgern, die nur ARD empfangen konnten, die Möglichkeit geben wollten, auch einige ZDF-Sendungen sehen zu können;

Richtig. Die VHF-Sender der ARD reichten weiter als die UHF-Sender des ZDF ins die DDR hinein.
Viele konnten so z.B. "Kennzeichen D" vom ZDF nur bei der Wiederholung in der ARD sehen.

Es wurden aber auch Fußball-Länderspiele vom Vorabend oft im ARD/ZDF-Vormittagsprogramm gezeigt. Diese Wiederholung war dann sehr wohl auch für den Schichtarbeiter West gedacht, denn Videorecorder gab es ja noch nicht. :)

von Manager. - am 26.05.2006 10:07
@Manager.:

Ja genau, das hätte ich ja auch gedacht, daß das auch für die Schichtarbeiter (sowie Arbeitslose, Hausfrauen etc.) im Westen interessant gewesen sein könnte, und zwar alle Sendungen, nicht nur Fußball.

Daß man den Ost-Schichtarbeitern damit 'ungehinderten Zugang zu Informationen' verschaffen wollte, weil sie keine Westzeitungen kaufen konnten, finde ich etwas fraglich; in meiner Erinnerung bestand das Vormittagsprogramm hauptsächlich aus Unterhaltung (oder irre ich mich da vielleicht?), und die neuesten News hätte man viel leichter aus dem Radio kriegen können (und dort, wo West-Fernsehen ging, ging garantiert auch West-Radio rein).

Ich habe noch eine Idee gehabt: vielleicht war es tatsächlich auch gewollt, generell ein Vormittagsprogramm in ganz Deutschland anzubieten, allerdings hätte man es zu der damaligen Zeit nicht so einfach legitimieren können (Vormittagsfernsehen dürfte damals in den meisten Ländern noch äußerst unüblich gewesen sein, vermute ich), also hat man gesagt, daß es für die DDR-Bürger sei, und da konnte und wollte sicherlich keiner was gegen sagen (während es sonst zu endlosen Diskussionen darüber gekommen wäre).

von Sebastian Fritzsche - am 26.05.2006 13:20
Zitat

Daß man den Ost-Schichtarbeitern damit 'ungehinderten Zugang zu Informationen' verschaffen wollte, weil sie keine Westzeitungen kaufen konnten, finde ich etwas fraglich; in meiner Erinnerung bestand das Vormittagsprogramm hauptsächlich aus Unterhaltung (oder irre ich mich da vielleicht?),


Okay, da müssen wir zwei Phasen unterscheiden:
In den 60er- und 70er-Jahren wurde nur über SFB/NDR/RB plus Rimberg/Meißner (HR) sowie Ochsenkopf/Kreuzberg (BR) gesendet. Da wurde ein eher informationsorientierte Programm speziell für den Osten gesendet.
In den 80ern wurde dann über alle ARD-Sender und das ZDF ein eher unterhaltsames, aber auch informatives, Programm für ganz D gesendet.

Zitat

und die neuesten News hätte man viel leichter aus dem Radio kriegen können (und dort, wo West-Fernsehen ging, ging garantiert auch West-Radio rein).

Das Radio war ja das Vorbild für dieses TV-Vormittagsprogramm. Schon seit ca. 1950 strahlte der RIAS in seinem 2. Programm viele Sendungen als zeitversetzte Wiederholungen des Hauptprogramms aus. Aber die eindringliche Wirkung von Bildern im TV war da bereits längst erkannt.

Zitat

Ich habe noch eine Idee gehabt: vielleicht war es tatsächlich auch gewollt, generell ein Vormittagsprogramm in ganz Deutschland anzubieten, allerdings hätte man es zu der damaligen Zeit nicht so einfach legitimieren können (Vormittagsfernsehen dürfte damals in den meisten Ländern noch äußerst unüblich gewesen sein, vermute ich), also hat man gesagt, daß es für die DDR-Bürger sei, und da konnte und wollte sicherlich keiner was gegen sagen (während es sonst zu endlosen Diskussionen darüber gekommen wäre).

Nein, soweit dachte man damals noch nicht. Man wollte nur den DDR-Bürgern, die durch den Mauerbau 1961 hermetisch vom Westen abgeriegelt worden waren, ein Fenster mit Infos aus dem Westen bieten.
Vormittagsfernsehen gab es allerdings schon => Schulfernsehen in den III. Programmen.


von Manager. - am 26.05.2006 14:18
Das Vormittagsprogramm in den 60er/70er - Jahren wurde in der Tat als "Gegenstück" zum Vormittagsprogramm des DDR-Fernsehens ausgestrahlt und in der Tat hier oben bei uns in GANZ Norddeutschland.
Ich habe mal eine alte TV-Zeitschrift aus dem Jahre 1972 rausgekramt. Über dem Abdruck des Vormittagsprogramms in der ARD-Spalte steht: "Die Vormittagssendungen sind nur über die Fernsehsender des NDR, RB, SFB, Meisner (hr), Kreuzberg/Rhön (BR) (nur Montag bis Samstag) und Ochsenkopf/Fichtelgebirge (BR) (nur Dienstag, Donnerstag, Samstag) zu sehen.
Das Vormittagsprogramm an diesem Montag dem 21.8.72 sah wie folgt aus: 10.00 Erste Meldungen der Tagesschau - 10.05 Ortszeit - 10.30 Unterhaltsames aus Helsinki - 11.10 Wendemarke - Nauru - ein Eiland verschwindet (Film von Dieter Seelmann) - 11.55 Wer schießt auf Ralf Bialla? (Warum lässt Ralf Bialla auf sich schießen? - Film von Hans-Werner Grabe - 12.40 Internationale Presseschau - 12.50 - 13.20 Weltspiegel (kuriorerwiese gab es Montags zum Ende des Vormittagsprogramms keine "Mittagsausgabe der Tagesschau".
Zu diesem Zeitpunkt wurde auch das Vormittagsprogramm schon in Farbe gesendet, was bis Anfang der 70er noch nicht der Fall war.
Diese Angaben habe ich aus der Zeitschrift "Schalt ein- Telestar", die auch das DDR-Programm sehr ausführlich abdruckte. Das Vormittagsprogramm im DDR-Fernsehen sah wie folgt aus (alles in schwarz/weiß - nur das 2. DDR-Programm sendete damals in (SECAM)Farbe: 9.15 Programmvorschau - 9.20 Medizin nach Noten - 9.30 Akteulle Kamera - 9.55 Zehn vor Acht - 10.05 Polizeiruf 110 "Ein bißchen Alibi" - 11.10 Vor Kamera und Mikrofon "XVIII. Internationales Filmfestival 1972 in Kalovy Vary" - 11.55 Verkehrskompass - 12.00 - 12.10 Nachrichten.
Beim dritten Fernsehprogramm machte in diesem Heft die Nordkette und der hr gerade "Sommerpause", der WDR sendete durch (machte nie eine Sommerpause).
Der Radioteil in dieser Zeitschrift ist nicht ganz so ausführlich. NDR/WDR 1 und hr 1 sendeten noch nicht in Stereo, wohl aber Bremen 1, Bayern 1 und SDR 1. WDR 2 machte im Gegensatz zu NDR 2 nachts eine Sendepause (auf NDR 2 lief wie im 1. Programm die "Musik bis zum frühen Morgen".
Interessant solche alten Zeitschriften...

von Longus - am 26.05.2006 16:53
Bis in die 70er war eine Sommerpause bei den 3. Programmen (außer WDR) das normalste der Welt. Es gab damals noch keine Quotengier und die Auswahl an Programmen war damals shr bescheiden. Wir hatten hier über unsere Dachantenne, die auf den Harz ausgerichtet war die ARD mit dem Regionalprogramm des NDR, sowie das ZDF und N3. Aus der gleichen Richtung konnten wir noch vom Brocken die beiden DDR-Fernsehprogramme empfangen. Ab Mitte der 70er Jahre bekamen wir die beiden DDR-Sender auch in Farbe dank der nachrüstung des TV-Geräts mit einem "PAL-SECAM-Modul").
Diese fünf Sender waren absolut ausreichend. Damals gab es noch die mittägliche Sendepause und den "Sendeschluß" (bei den Westprogrammen etwa um Mitternacht, beim DDR-Fernsehen schon gegen 22.30 Uhr).
"Radiomäßig" waren hier (Raum Helmstedt) zu empfangen: NDR 1, NDR 2, NDR 3, NDR 4 (damals nur Gastarbeiterprogramme und Messejournal), BFBS, Radio DDR 1 und 2, Stimme der DDR, (Ost)berliner Rundfunk und - damals nur über Mittelwelle - der DLF. Mit meiner Dachantenne konnte ich dazu noch hr 1, hr 2 und hr 3 emfangen - das war`s (und hat auch gereicht).

von Longus - am 27.05.2006 10:46
Hier war bis jetzt meistens von den Testbildern die Rede, die bei Sendebeginn aufgeschaltet wurden. Da könnte man doch mal zu den Testbildern übergehen, die zu Sendeschluß gezeigt wurden.
Anfang der 80er Jahre war es ja teilweise in der ARD üblich, gar kein Testbild zu Sendeschluß auszustrahlen und den Sender gleich abzuschalten. Aber wenn ein Testbild zu sehen war, dann wahrscheinlich auch nur relativ kurz.
Beim ZDF wurde ja bis in die 80er das FuBK-Testbild mit der Kennung "ZDF" nur kurz gezeigt und dann wurde auf das Stationsdia umgeschaltet. Statt des 1-kHz-Tons war dann ein Frequenzgang mit "Blubb" zu hören. Später wurde erst das ZDF- dann das DBP-Testbild gezeigt.
Aber wie war es bei den dritten Programmen? Ich habe in Aufnahmen gesehen, daß z.B. in Hessen 3 und Südwest 3 einfach nur ein FuBK-Testbild ohne Kennung und ohne Kreis gezeigt wurde. Auf N 3 habe ich außerdem ein DBP-Testbild ebenfalls ohne Kreis beobachtet. Oder wurde in den dritten Programmen manchmal auch einfach nur abgeschaltet, ohne Testbild?

von Lahnwelle - am 12.10.2006 16:27
Zitat
50 Grad N, 8 Grad O
..., hessen 3 mit "hr 3 FFTM" und einer eigeblendeten Digitalzeit. Was heißt eigentlich "FFTM"? FF vielleicht FrankFurt, aber TM?


Das mit der Digitalzeit ist auch so eine Sache. Ursprünglich war diese Digitalzeit beim Testbild von Hessen 3 bzw. auch beim Testbild der ARD mit HR-Regionalprogramm oben auf die Farbbalkenleiste projiziert. Irgendwann später, so Mitte oder Ende der 80er ist die Digitalzeit dann nach unten gewandert und kleiner geworden. Weiß evtl. noch jemand, wann man das umgestellt hat? Beim ARD-HR-Testbild stand aber nur dann die Uhrzeit drin, wenn das Testbild mit der Kennung "hr 1 FFTM" verwendet wurde. Wurde aber das vom Sendestandort erzeugte Testbild verwendet (z.B. "hr 1 B"), dann war keine Uhrzeit darin und auch die Schriftart der Kennung war anders. In den 90ern hatte das Hessen-3-Testbild dann unterhalb eine Zeile mit Datum und Uhrzeit.

Aber Uhrzeiten in den Testbildern waren doch eher selten. Mit ist nur bekannt, daß das "SFB 1"-Testbild auch die Uhrzeit und sogar das Datum anzeigte. Aber bei welchen Testbildern war das denn noch der Fall? Bei den PM5544-Testbildern sah man ja häufiger eine Uhrzeit, so auch beim alten Testbild von RTL Plus.

von Lahnwelle - am 14.10.2006 12:51


Diese Beiträge sind leider bereits wieder gelöscht worden. Schade...

von DAC324 - am 26.01.2011 15:34
http://francoisfrappe.blogspot.com/
Jepp - vielen Dank für den Link! Habe ich mir gleich gebookmarkt! Das sind wahre "Schätze", vieles kommt mir da bekannt vor aus meiner Kinderzeit (Ende 1970er bis ca. 1984), als ich an Opa's UHF-Konverter (Set-Top-Box für alten VHF-Kasten herumdrehte :-)
U.a. ziemlich weit unten das alte Stationsdia vom Brocken. Um 1977 herum hatte ich dort auch mal das für Schwerin Kanal 29 "drinnen". Ebenso einige ZDF-Stationsdias:
Höhbeck K21: Die beiden Masten groß im Bild (war da im Vordergrund eine Hecke?)
Hamburg K30: Das Panoramabild mit dem "Telemichel" im Hintergrund
Uelzen K27: hatte kein Stationsdia, nur ein FuBK-ähnliches TB (auf http://francoisfrappe.blogspot.com/ für Ostfriesland K33 zu sehen.
Ebenso die Stationswappen bei den "Dritten", nur Uelzen K58 ist mir deshalb unbekannt, weil beim besagten UHF-Konverter bei K52 (kurz hinter der BFBS-Rifu vom Höhbeck K51) der obere Anschlag war. Und dabei war der UHF-Bereich des Konverters bereits "illegal" erweitert, um ARD (K43) und NDR III (K45) einstellen zu können, ursprünglich war bei K39 Schluss. Beim alten s/w-Apparat meiner Eltern (Staßfurt Stella, hatte bereits UHF eingabaut, aber nur bis ca. K40) ließ sich der UHF-Bereich auch nur bis ca. K46 erweitern, das reichte immerhin für alle 5 Programme.

Screenshots habe ich leider keine aus der Zeit. Abgesehen davon, dass man Fotos vom "Westfernsehen" besser nicht zum Fotografen zur Entwicklung brachte und die damaligen Kameras für TV-Bildaufnahmen eher ungeeignet waren, war ein Fotoapparat in der DDR ein Luxusgegenstand, den man sich erst einmal leisten musste. Man war schon froh, wenn man zur Jugendweihe oder zum erfolgreichen Abitur eine einfache "Knipse" geschenkt bekam, die für Naturlichtaufnahmen halbwegs geeignet war.

Einige Berichtigungen hinsichtlich Dänemark:
1.) Das farbige DR1-Testbild stammt aus den 1990ern, nicht von 1975. Bis 1988 hatte das PM5544 nur die Kennung "DR.","DANMARK".
2.) Die TV2-Testbilder stammen aus der Zeit von 1998 bis ca. 2004 (Stations-ID's). Die Angabe 1975 bzw. 1976 kann deshalb schon nicht stimmen, da TV2 erst 1988 auf Sendung ging.

von Analog-Freak - am 14.01.2012 20:30
Zitat
SM6VPU
Jemand hatte eine Aufnahme mit einem schwarz/weiss Testbild aus Hörby hochgeladen.

Dieser Testbild benutze man nur in 1950.en. Farbfernsehen wurde in 1969 introduziert. Doch benutze man älter Geräte für schwarz-weiss Produktion bis ende des 1970.er.

So dieser Testbild muss nur über dem Hörby-sender ausgestrahlt werden, z.b. ob man die Linken mit Stockholm verloren hatten. Eigentlich wurde ein Philips PM-5544 mit nur TV1 oder TV2 als ID, ohne "Sverige", Uhr und mit Ton ausgestrahlt.


Dann hatte dieses Schwarzweiß-Testbild wohl die gleiche Funktion, die in Deutschland bis in die 80er Jahre die Stationsdias hatten. Bei der ARD hatte man Ende der 70er auch noch das alte Schwarzweiß-Testbild als Stationsdia benutzt, die Aufnahme eines solchen Testbildes mit der Kennung "NDR Osnabrück", die 1978 ausgestrahlt wurde, ist bei YouTube zu sehen und vielen wahrscheinlich bekannt. Auch der ORF hatte noch in den 80ern zeitweise das altmodische Testbild gezeigt, allerdings mit der Einblendung der Senderkennung von einem "modernen" Schriftgenerator.

Interessant ist übrigens, daß die ARD-Sender die Stationsdias anscheinend schon lange vor dem ZDF und den Dritten die Stationsdias abgeschafft hatten. Während in den von der DBP betriebenen Sendern die Dias noch bis Mitte der 80er verwendet wurden, waren bei den von den Rundfunkanstalten betriebenen Sendern der ARD zu dieser Zeit eigene Testbildgeneratoren mit lokaler Kennung schon längst Standard.

von Lahnwelle - am 04.02.2012 14:05
Zitat
Rosenelf
So war das im Kabel üblich nach Sendeschluß, vermutlich, damit man auch nach den Abschaltzeiten sehen konnte, dass man Kabel-TV empfängt.


Die Testbild-Generatoren der Bundespost (denke mal es war zb. beim Flanell Hemd Muster nur ein Zentraler) waren so eingestellt das sie sich bei Signalausfall oder ab dem unterschreiten einer bestimmten Signalstärke auf den ausgefallenen Kanal schalteten.
Das passiert ja auch heute noch, nur sind die Testbilder zumindest bei KDG regionalisert ^^

Da gibt es einige Anekdoten von Damals zu erzählen.
-Eurosport irgendwann Anfang 2000 (Jedenfalls noch von Sat-analog abgenommen) Signalzuführung war gestört, die Fische wurden immer mehr, aber kein Totalausfall. Das Telekom Testbild kam und ging im Sekundentakt ^^

ORF FS 1 (vom Verteiler Nennslingen) hatte Sendeschluss- Kabel Testbild. Sommerüberreichweiten ließen das Bay. FS vom selben Kanal (ORF 1- Zugspitze) so stark werden dass das Bay FS bis zu seinem Sendeschluss doppelt vertreten war weil es das Kabeltestbild "wegdrückte" ^^

von Scrat - am 06.08.2012 15:46
Das "Tischtuch" wurde von einem Generator der Firma Heucke TLH erzeugt und war bis in die 90er als Testbild bei nicht anliegendem Signal in den Kabelnetzen der DBP/Telekom zu sehen. Später gab es stattdessen die Infokanäle der Telekom oder auch ein echtes FuBK-Testbild zu sehen.

Doch dieses Möchtegern-FuBK-Testbild aus Osnabrück fällt völlig aus dem Rahmen und ich habe ein Testbild dieser Art bisher noch nirgendwo gesehen. Die Aufnahme stammt übrigens von 1990. Entweder hat die Kabelkopfstation der DBP damals in Osnabrück ihr eigenes Testbild kreiert oder es ist gar nicht das Breitbandkabel der DBP. Aber wer sonst sollte damals ein Kabelnetz in Osnabrück betrieben haben? Das Testbild sieht ein bißchen so aus, wie an einem Computer erstellt. Oder kennt Ihr weitere Beispiele für solche Phantasie-Testbilder in Kabelnetzen? Zumindest bei terrestrischen Testausstrahlungen vor Aufschaltung eines neuen Senders wurden manchmal solche "unechten" oder zumindest ungewöhnliche Testbilder verwendet.


@WiehengeBIERge:

Wurde der Testbildgenerator, von dem Du sprichst, an einer Sendeanlage betrieben oder in einer Elektronikwerkstatt?

von Lahnwelle - am 06.08.2012 21:23
Zitat
Lahnwelle
Ein ungewöhnliches Testbild gibt es im folgenden Mitschnitt von einem ARD-Sendeschluß zu sehen. Es sieht aus wie ein schlecht nachgemachtes FuBK-Testbild.

http://youtu.be/QSN52i3Tkig

Für mich sieht es so aus, als ob das Testbild von einer Kabelkopfstation kommt, vor allem, weil zwischen dem Schwarzbild und dem Testbild schon einmal kurz Schnee zu sehen war. Was meint Ihr dazu?


Ich gehe stark davon aus, dass dieses Bild von einem Heimcomputer erzeugt wurde. Vermutlich ein Amiga 500 oder was anderes von Commodore.
Die Schrift sieht stark nach der Amiga-Standardschriftart "Topaz" oder so ähnlich aus. Man hätte das FuBK-Testbild mit dem Amiga auch besser nachmachen können (das habe ich praktisch schon vor Jahren beweisen :D), jedoch war das Zeichnen des Gitters und vor allem des Kreises (bzw., das dieser genau in der Mitte erscheint) mit z.B. Deluxe Paint alles andere als einfach und man hatte schnell das ganze Bild versaut, wenn was falsch war (es gab da nur jeweils eine UnDo-Tiefe).
Außerdem war das genaue Positionieren mit der Maus beim Amiga auch noch schwieriger.

Vermutlich hat man darum einfach auf beides verzichtet. Ein Testbild zum Testen sollte das ja eh nicht werden, von daher spielte es keine Rolle.
Solche Computer-Testbilder gab es ja auch auf den terrestrischen Sendern der Privatsender damals.

PS: Ich hatte vor Ewigkeiten mal probiert, ein FuBK-Testbild komplett als Basic-Programm zu schreiben. Bis auf den Kreis hatte ich das glaube ich sogar ziemlich genau geschafft. Heute könnte ich das aber nicht mehr :joke: .

von WiehengeBIERge - am 07.08.2012 17:23
Zitat
Lahnwelle
Kürzlich habe ich eine Aufnahme von einem ZDF-Sendeschluß Anfang der 80er gesehen. Zuerst war das ZDF-Testbild und dann das DBP-ZDF-Testbild zu sehen, aber danach nicht etwa das Stationsdia, sondern dieses Testbild hier.



Früher habe ich dieses Testbild mit dem Puls (?) auch schon sehr unregelmäßig tagsüber auf verschiedenen deutschen Sendern, z. B. West 3 gesehen.

Der Mischkanal von TV5 Europe und Worldnet verwendete dieses Testbild regelmäßig mit der Kennung "BERCENAY E/S".


Was ich mich immer Frage (jetzt allgemein ob dieses Testbild oder Luminanz Slope) was wurde da mitten in der Nacht getestet ? ZDF hatte ja auch z.b. bei ihren Station Dias Sinustöne die von 1 hz bis weit in den zweistelligen khz bereich reichen. Das wird ja wohl kaum ausgestrahlt worden sein um seine Lautsprecher im Fernseher zu testen :D.

Besonders stell ich mir das gruselig vor wenn man Nachts auf der Couch aufwacht weil man bei Wetten dass mal wieder eingeschlafen ist und dann so ein gebrumme und gepiepse bei vollausschlag hört :D

http://www.youtube.com/watch?v=ILEZITY0tfE hier mein Video mit dem Luminanz Slope am ende des Videos

von SAT-Dish - am 14.08.2012 11:44
Wobei das System mittlerweile EAS heißt. Trotzdem eine gute Idee, im Katastrophenfall können die Behörden auf diese Weise das laufende Programm unterbrechen und die Bevölkerung informieren.
Das Signal wird dabei von einer Station zur anderen weitergereicht.

Die BBC hatte ebenfalls so eine Möglichkeit vorgesehen, wenn auch simpler. Bei einem Ausfall des Signals aus London haben die analogen Sender per Ballempfang das Signal eines Nachbarsenders empfangen und ausgestrahlt.
So konnte man das Signal aus irgendeinem Studio auf irgendeinen Sender schalten, die anderen haben es dann ausgestrahlt.
Am Testbild sieht man, das es schon ein paar Kilometer hinter sich hat, das direkte Signal war vorher einwandfrei.
Auch da erschrecken sich die Leute vor dem Mädchen mit dem Clown :-)

Enjoy the Testcard :-)
BBC1
BBC2

von Marc_RE - am 14.08.2012 19:35
Zitat
SAT-Dish
Was ich mich immer Frage (jetzt allgemein ob dieses Testbild oder Luminanz Slope) was wurde da mitten in der Nacht getestet ? ZDF hatte ja auch z.b. bei ihren Station Dias Sinustöne die von 1 hz bis weit in den zweistelligen khz bereich reichen. Das wird ja wohl kaum ausgestrahlt worden sein um seine Lautsprecher im Fernseher zu testen :D.


Hier sieht man ein Beispiel, wo nach dem DBP-ZDF-Testbild das Stationsdia mit dem Frequenzgang bis fast in den Ultraschallbereich.

http://www.youtube.com/watch?v=rIIV9DWo_Fk

Wie war das eigentlich in der Anfangszeit der Privatsender, als diese noch nicht rund um die Uhr gesendet hatten? Wurde da bei der terrestrischen Übertragung auch nachts abgeschaltet oder hat man das Testbild auf diesen Sendern schon von Anfang an die Nacht durchgesendet? Es gibt ja bekannte Ausnahmen, z. B. in NRW, wo auf RTL plus und später auf Sat 1 in der Nachtlücke auf das Programm von Tele 5 umgeschaltet wurde.

von Lahnwelle - am 14.08.2012 21:08
Zitat
Rosenelf
Ich glaube diese Seite von einem DXer aus Frankreich wurde bisher nicht gepostet. Unter "Suche" habe ich hier im Forum nichts gefunden. Sehr interessant das Stationsdia vom Krehberg (K43), das ich noch nie gesehen habe:

http://francoisfrappe.blogspot.com/


Und hier hat Francois Frappé sogar noch eine umfangreichere DX-Seite mit nach Ländern und sogar nach deutschen Bundesländern geordneten Galerien:

http://francoisf.wix.com/dxtv

Besonders interessant finde ich die frühen elektronischen Schwarzweiß-Testbilder wie etwa die EBU-Testbilder mit den entsprechenden Kennungen und die noch "vorelektronischen" Telefunken-Testbilder mit eingestanzten Kennungen und den nachträglich eingefügten Graustufen.

Francois war übrigens nur für einige Jahre in seiner Jugend ein TV-DXer, aber dafür findet man meines Wissens nach nirgendwo im Netz so viele deutsche Testbilder aus den 60er und 70er Jahren, eine wahre Fundgrube!


Eine weitere schöne Seite, die allerdings nur nachgebaute historische Testbilder enthält, die aber sehr gut rekonstruiert sind, findet man hier:

http://plus.google.com/photos/110075467441072153682/albums/5720743420927143969

Den technischen und historischen Hintergrundinformationen zu den Bildern kann man entnehmen, dass derjenige wirklich Ahnung davon hat.

von Lahnwelle - am 26.04.2013 14:17
Gern geschehen.

Francois möchte mir übrigens einige dieser Bildschirmphotos für den geplanten Testbild-Film in höherer Auflösung überlassen. Er wird dann vielleicht auch nichts dagegen haben, wenn ich diese höher aufgelösten Bilder ebenfalls hier im Forum poste.

An der zweitgenannten Seite gefällt mir besonders, dass man einen Eindruck bekommt, welche Testbilder im deutschen Fernsehen im Zeitalter des Schwarzweißfernsehens eingesetzt wurden. Mir war z. B. nicht bewusst, dass schon lange vor der Einführung des FuBK-Testbildes regelmäßig elektronisch erzeugte Testbilder verwendet wurden.

Übrigens kommt man über dieses Profil auch auf ein weiteres Profil von einem gewissen Hans-Georg Kugland. Dort findet man ebenfalls viele Nachbauten von alten Testbildern, auch aus anderen Ländern. Wobei ich aber irgendwie den Eindruck habe, dass beide Profile von der selben Person betrieben werden.

http://plus.google.com/103073730955222494230/photos

von Lahnwelle - am 26.04.2013 23:21
Hier mal einige Beobachtungen aus der ehemaligen CSSR:

1. Zumindestens seit 1980 gab es in den beiden Teilrepubliken (heutige Tschechische Republik und Slowakei) verschiedene TB: Während in der tschechischen Teilrepublik das markante EZO-TB zu sehen war, wurde in der Slowakei ein PM5544 mit der ID "SR 1TV" bzw. "SR 2TV" verwendet, die untere ID lautete "BRATISLAVA". Dieses TB wurde mit Radiountermalung bis zum Sendebeginn eingeblendet. Beobachten konnte ich das jedenfalls 1980,1982 und 1984 (damalige Urlaubsreisen).
Kann jemand, der in Grenznähe wohnt, sagen, ab wann die slowakische Teilrepublik ihr eigenes TB hatte?

2. Zum tschechischen Teil: Hier gab es das markante EZO-TB zu sehen, ebenfalls mit Radiountermalung. Bei älteren TV's mit Scheunentorfilter für den TV-Ton verursachte dieses eigenartige Brummgeräusche durch die markanten horizintalen Linien. Was bedeutete die häufig gesichtete ID "RS-KH"? Auf http://www.tv-testbild.com/html/color.htm ist ein Screenshot des EZO mit der ID "PRAHA" zu finden. Gab es dort zeitweilig Tx-ID's?
Bereits vor dem Umbruch Ende 1989 erfolgte im tschechischen Teil die Umstellung auf das "1SR-P"-TB. Ich kann es jedenfalls bestätigen, dass im Juli 1989 (Urlaub im Riesengebirge) dieses TB bereits auf beiden CST-Programmen zu sehen war (Unsere Unterkunft hatte einen alten s/w-TV :-) ). Die Radiountermalung gab es natürlich weiterhin.

3. Ebenfalls nur in Tschechien wurde ca. 10 Minuten vor Programmbegin auf ein FuBK-TB umgeschaltet. Die ID wechselte im Sekundentakt zwischen "ODK 01" und "1. PROGRAM" bzw. "ODK 03" und "2. PROGRAM". Dazu gab es auch keine Radiountermalung mehr, sondern ein ziemlich lauter Messton. Auf YT ist ein Sendebeginn von CST 1 zu sehen, wo das FuBK die ID "CST 01" hatte. Die Tonspur wurde durch Musik ersetzt - vermutlich weil der VCR aufgrund der D/K-Norm nur Rauschen aufgezeichnet hatte. Auch hier ist die Kennung "ODK" rätselhaft, fragt sich was die Nr. bedeutet.

von Analog-Freak - am 27.04.2013 22:58
Ein Stationsdia vom Hohen Lohr mit Wappen habe ich leider auch noch nicht gesehen, dafür aber ein älteres Stationsdia vom Hohen Lohr mit Landschaftsansicht im Fotoalbum vom TV-DXer Hans Scholz. Ich glaube, das waren die Stationsdias vom ZDF, bevor jene mit dem mehrfachen ZDF-Logo als mehrfachem Hintergrund verwendet wurden (ab den frühen 80ern?). Bei Gelegenheit schaue ich nochmal nach.

Aber das zeigt, wie stiefmütterlich man mit den Dias umgegangen ist. Manchmal stecke das Dia auch krumm und schief im Diageber, war nicht richtig fokussiert oder verschmutzt. Anscheinend hat man das kaum kontrolliert oder man hat sich nicht daran gestört. Dabei wäre es überhaupt kein Akt gewesen, ein neues Dia mit neuem Wappen zu erstellen. Schließlich sind diese Stationsdias tatsächlich stinknormale 35mm-Kleinbild-Dias, wie sie jeder Hobbyfotograf nutzt. Ich habe schon mal die originalen Dias vom Sender Hohen Bogen bei Daniel Paul gesehen.

von Lahnwelle - am 02.11.2015 18:14
Zitat
_Yoshi_
Schade nur das bei den Testbildern nicht die Kanalnummer und das Band zusätzlich angegeben wurden.
Bei einigen sind diese im Testbild vorhanden.


Meines Wissens nach gab es die Kanalnummer bei den ARD-Sendern des WDR (z. B. WDR 1 LA 9) und bei den Sendern der DBP im 2. und 3. Programm ab ca. Mitte der 80er die Testbilder mit Kennung in der Form "2. Prog. K 22" und den ausgeschriebenen Senderstandort darüber. Aber ansonsten hatte doch keiner in Deutschland die Kanalnummer im Testbild (bei Radio Bremen standen beide Frequenzen drin). Dass das Band angegeben wurde, habe ich aber noch nie gesehen, wäre auch eigentlich unnötig gewesen.

Zitat
Rosenelf
Gab es eigentlich ein Wappentestbild vom Teufelskopf auf Kanal 53?
Von K46 kenne ich nur das Störungstestbild und ein altes FUBK auf der Seite von Francois Frappe.


Meinst Du mit "Störungstestbild" diese optische Schwarzweiß-Version des FuBK als Dia? Hatten in diesem Zeitraum nicht fast alle Sender ein Stationsdia mit Wappen? Ausnahmen sind z. B. Lingen (Rauhfasertapete) und Torfhaus (gezeichnete Landschaft).

Mir ist in der Sammlung von Tim Anderson auch dieses Testbild aus Portugal aufgefallen. Das scheint eine Animation zu Programmbeginn zu sein, in der sich das FuBK-Testbild zerlegt und auseinanderfliegt, also eigentlich ein Trickfilm.

https://www.flickr.com/photos/tim_anderson/16806050470/in/album-72157648696156213/

So etwas ähnliches hatte auch TVE in Spanien: Eine Computeranimation, in der eine dreidimensionale Fahrt durch das modifizierte PM5544-Testbild stattfindet und sich das Testbild am Ende in ein augenzwinkerndes Männchen verwandelt.


Hier gibt es übrigens noch eine Sammlung von Links zu verschiedenen Testbild-Seiten, natürlich ohne Anspruch auf Vollständigkeit:

https://generationtestbild.wordpress.com/links/

von Lahnwelle - am 12.03.2016 12:31
Zitat
Lahnwelle
Zitat
Rosenelf
Gab es eigentlich ein Wappentestbild vom Teufelskopf auf Kanal 53?
Von K46 kenne ich nur das Störungstestbild und ein altes FUBK auf der Seite von Francois Frappe.


Meinst Du mit "Störungstestbild" diese optische Schwarzweiß-Version des FuBK als Dia? Hatten in diesem Zeitraum nicht fast alle Sender ein Stationsdia mit Wappen? Ausnahmen sind z. B. Lingen (Rauhfasertapete) und Torfhaus (gezeichnete Landschaft).


Das FUBK Störungstestbild (in Farbe) vom Teufelskopf ist in youtube drin, das war mal auf ASTRA aufgeschaltet als das ZDF noch im luxemburgischen Betzdorf direkt vom Teufelskopf empfangen und aufbereitet wurde:
https://www.youtube.com/watch?v=SG5xaNKrGDo

Ich meine aber tatsächlich so ein Stationsdia mit Wappen (Südwest 3) bzw. Landschaft oder ZDF-Schriftzug. Das habe ich vom Teufelskopf noch nicht gesehen.

von Rosenelf - am 12.03.2016 19:30
Sound in Sync hat aber nichts mit dem Testbild zu tun.

Der Studiotakt ist im Prinzip ein Schwarzbild, bestehend aus Synchronsignalen und dem Farbhilfsträger, englisch daher auch als Blackburst bezeichnet.
Professionelle Videogeräte haben dafür einen Eingang von dem dann alle benötigten Takte abgeleitet werden. So kann man dann Kameras, Videorekorder und eben auch das Testbild beliebig ohne Synchronbruch umschalten und mischen.

Bei dem Grundig Generator gab es das als Option, da Werkstättten oder Sendertestbilder diese Funktion nicht benötigten. Andere offiziell mögliche Optionen waren ein RGB-Ausgang und die Texteinblendung. Auf Wunsch war da aber mehr möglich, wie die 2. Textzeile beim Generator für den BR oder eben wohl dieser VPS-Coder, der bei mir halt ZDF und Stereo ausgibt.
Das ZDF hat ab den späten 80ern definitiv einen VG1001 als Haupttestbild eingesetzt, hier zu sehen. Das erste Testbild stammt aus einem Grundig, das zweite aus einem anderen Generator.
https://youtu.be/l-jVuEA1rd8?t=12m43s
Auch beim BR, Sat.1 und einigen ausländischen Sendern wurden diese Geräte verwendet.

von Marc_RE - am 27.07.2016 20:40
Zitat
Marc_RE
Da hätte sich nichts abgeschaltet. Ein Synchronbruch kam bei der ARD z.B. bei der Umschaltung zwischen den Anstalten ständig vor. Beim umschalten läuft das Bild dann einmal kurz durch und fängt sich in weniger als einer Sekunde wieder.


Kann es sein, daß dieses Phänomen im normalen ARD-Gemeinschaftsprogramm ("Das Erste") mit der Modernisierung des ARD-Sternpunktes 1984 verschwand?

Das würde zu verschiedenen Youtube-Videos passen, bei denen das "Bildhüpfen" noch bei Umschaltungen mit dem Satz "Wir schalten um nach..." und dem alten ARD-Logo vor Ende 1984 zu sehen ist. Das Redesign fällt ja zeitlich ungefähr mit der Umrüstung des ARD-Sternpunktes zusammen.

Danach erfolgte das Umschalten meines Wissens schneller (drehende ARD-Eins ohne Ansage) und ohne "Bildhüpfen".

Mir ist lediglich eine Ausnahme in Erinnerung: Bei einem Besuch in Bayern Anfang der 90er Jahre hatte ich dieses Bildsprung-Phänomen gesehen, als bei Anfang und Ende des ARD-Vorabendprogramm der BR zwischen dem Sternpunkt-Signal und dem eigenen Signal (das ganze Vorabendprogramm wurde ja damals technisch noch von jeder Landesrundfunkanstalt lokal gefahren) umschaltete. Bei der ARD-Regionalvariante von SDR/SWF hatte ich das dagegen so nie gesehen.

cu talk

von talk - am 28.07.2016 11:24
Ein ab und an auftretender Synchronbruch hat den Sendern grundsätzlich nie geschadet.
Wenn aber der Sync periodisch "zerrissen" ankam, haben die Sender versucht umzuschalten, und das ging dann nach eigener Erfahrung bei wiederholten Sync- Störungen dann schonmal komplett in die Hose, da manch Sender ständig versuchte auf das Zweitsystem zu schalten... Hin und her bis zum Ausfall!
Der Takt aus der Caesium-Uhr "CS2" kam damals von der Physikalisch Technischen Bundesanstalt (PTB) in Braunschweig und wurde/wird(?) über einen eigens dafür eingerichteten Leitungsweg (fast) am Übergabepunkt des ZDF eingespeist (u.a. fürs ZDF intern, sowie für die komplette Senderkette über das sog. Modulationsnetz [nicht zu vergessen hängen daran auch der DCF77, das komplette Mobil-, Richtfunk- einschl. Fernleitungsnetz, die ARD und, und, und...]).
Dieser Takt war (und ist) auch wichtig um die Frequenzstabilität der terrestrischen Sender sicherzustellen, da häufig mit geringem Versatz gearbeitet wurde. Das Analog TV war diesbezüglich sehr empfindlich, da sich so z.B. Gleichkanalstörungen (verursacht durch instabile Trägerfrequenzen) oft über viele hunderte Kilometer bemerkbar machten.
Das klassisch analoge Kabel-TV war seinerzeit bei weitem nicht so frequenzstabil wie der Antennenempfang. Das hätte sonst die ZF- Umsetzung in den Kopfstationen wohl zu teuer gemacht.
...@ talk: Jetzt weißt Du auch woher der Spruch kommt "In Bayern gehen die Uhren anders." :joke:

von Salvator - am 28.07.2016 12:05
Zur Information:
MySnip.de hat keinen Einfluss auf die Inhalte der Beiträge. Bitte kontaktieren Sie den Administrator des Forums bei Problemen oder Löschforderungen über die Kontaktseite.
Falls die Kontaktaufnahme mit dem Administrator des Forums fehlschlägt, kontaktieren Sie uns bitte über die in unserem Impressum angegebenen Daten.