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UKW Yagi mit 14 Elementen bei EBAY

Startbeitrag von PowerAM am 23.05.2006 16:06

Artikelnummer: 9730511134

Ich weder Verkäufer noch...

Antworten:

Die Antenne schaut zwar schön aus, aber in unmodifiziertem Zustand wird man damit keine große Freude haben. Oberhalb 100 MHz nimmt der Gewinn rapide ab und oberhalb 104 MHz ist die Antenne unbrauchbar. Wenn man aber die Elemente kürzt, läßt sich der Empfangsbereich nach oben hin erweitern. Optimal arbeitet die Antenne dann zwar immer noch nicht (mit 2,50 m ist die 14er-Antenne doch arg kurz geraten), aber sie ist sicherlich leistungsstärker als die meisten Yagis, die heutzutage im Fachhandel erhältlich sind.

von MHM - am 23.05.2006 16:49
Sollte ich oder sollte ich nicht :D zwei solche Teile machn sich auch recht gut aufm Dachboden....

von Robert S. - am 23.05.2006 21:03
Ich bräucht auch noch ne gescheite UKW-Yagi, aber ein 14-Element-Monster krieg ich beim besten Willen nicht unter. Bei mir hörts leider bei 5 Elementen oder so schon auf, aber ich denke auch mit 5 Elementen krieg ich in Augsburg guten Säntis-Empfang :-)

von Bengelbenny - am 23.05.2006 21:06
Zitat

Bei mir hörts leider bei 5 Elementen oder so schon auf, aber ich denke auch mit 5 Elementen krieg ich in Augsburg guten Säntis-Empfang :-)


Geht er nicht mit zB ein Portable Weltempfänger oder was?

von Jassy - am 23.05.2006 21:12
Gehen schon, aber nicht so gut wie ich es gern hätte ;-)

von Bengelbenny - am 23.05.2006 21:18
Hmmm...eigentlich hätte ich gerne eine Yagi (gerne auch 2 gestockt) unter Dach in unserer Scheune, Maximalmaße wären ca. 3,3 m L x 3,3 m B x 4 m H. Obendrüber geht das Spitzdach unter die Breite bis zum Querträger (über 3,3 m Länge wäre keine 360°-Drehbarkeit mehr gegeben, in Richtung West/Ost könnte man theoretisch ein 6-Meter-Monster montieren, aus Richtung West knallt dann halt der Feldberg rein, was etwas kontraproduktiv wäre, und ob sich hier für NL/B-Scatter der Aufwand mit ner vertikalen Langyagi lohnen würde, bezweifle ich), mit ca. 2,5 m Länge wäre auch etwas mehr Höhe drin.

1x14 Elemente wäre wohl zu wenig für den verfügbaren Platz, 2x14 Elemente könnte vom vertikalen Platzangebot her scheitern. Entsprechend für 108 MHz hochrechnen und an den richtigen Ecken paar Zentimeter absäbeln müsste man ja eigentlich irgendwie auch gebacken kriegen, oder irre ich mich da? ;-)

Müsste man dann irgendwann mal sehn, am besten wäre sowas in Richtung 2x9 Elemente, vielleicht computeroptimiert, vielleicht aber auch von der Stange eines bekannten Herstellers. Vor/Rück-Verhältnis sollte in die Richtung knapp unter 30 dB gehen - eben wegen Feldberg/Ts. in 30 km Entfernung mit Sichtkontakt - und Gewinn so 10-12 dB, wenns geht auch 13, aber ich weiß eh dass nich viel mehr mit dem Platz geht. Eilt eh nich, da ich dafür noch nen Empfänger bräuchte (dachte da an ein SHARX-Autoradio, bei eBay gehen die gern für allermindestens 50 Euro wech :-() und so locker das Geld derzeit leider nich so ganz sitzt, armer Schüler halt. Mit meinem Dual-Tuner kriegt man zwar einige Sahnestückchen, was Hayingen bewiesen hat, aber zum DXen konnte man den vielleicht vor Genf 84 nehmen oder vielleicht noch kurz danach. 1x230 kHz kriegt man auch nur schlecht so schön schmal, wie man das gerne hätte, dazu braucht man einfach mehrere Filter in Reihe. Mein ATS 305 trennt ja auch nicht immer auf 100 kHz trotz einem 80er-RDS-Killer, vor allem nich bei meinem Ortssender hier, den kriegt er nich mal auf 200 kHz einigermaßen weg :-(

von Hagbard Celine - am 23.05.2006 21:47
Zitat

geschrieben von: tomfritz
Der Erich hatte doch beim Treffen bei dir, Jens eine gekürzte Yagi dieser Bauform dabei. Ist diese denn mal im oberen UKW-Band getestet worden? Und baut nicht die Galaxie auch im oberen Bereich ab?

Tomfritz, ja, die Antenne wollte ich beim Halbjahrestreffen ursprünglich mit Jens' Galaxy parallel vergleichen, hat sich aber zeitlich und rotortechnisch leider zerschlagen. Und ja, die Galaxie baut im oberen Bereich ähnlich ab wie die 14-ele im Original, was aber nicht so auffällt, weil sie 1.) in 15 m Höhe aus dem Vollen schöpft und 2.) sich die Öffnungswinkelgeometrie oben rum nicht so dramatisch verschlechtert wie das Resonanzverhalten, also noch genug "Peilpotenzial" zum DXen übrig bleibt.

Hier noch mal meine Testwerte von Dezember 2004:

88,3....91,1....94,4....99,8....102,3....105,7....107,1....[MHz]

68.......67.......64.......60.......58........48.........39........[dBµV]........Original 14-ele outdoor, 2 m haat

68.......67.......65.......65.......64........60.........63............".............verkleinert 1 : 0,923

60.......60.......60.......60.......60........60.........60............".............zum Vergleich: 5-ele Spindler indoor, 2 m haat

aus: http://forum.mysnip.de/read.php?8773,157104,157629#msg-157629



von Erich Hoinicke - am 24.05.2006 07:37
Zur Info (keine Werbung):

14-ele-Nachbau bei ebay

von Erich Hoinicke - am 02.06.2006 14:24
Zitat

Wenn man aber die Elemente kürzt, läßt sich der Empfangsbereich nach oben hin erweitern.


Ja, aber dann wird die Antenne < 100 MHz schlechter ! Hoher Gewinn und Breitbandigkeit schliessen sich gegenseitig aus.
Ideal wären 2 leicht verschiedene Antennen, je optimal bemessen für:
1. 88 bis 98 MHz
2. 98 bis 108 MHz

:cool:

von faro - am 02.06.2006 15:32
Hallo! Ich Grusse alle DX und Radio Enthusiast/Schwärmer! :)

detail: UKW Yagi mit 14 Elementen - Tschechische DX-RADIO seite JIDXC!!!

Tschechische version: http://www.dxradio.cz/jidxc/antenne.htm

Deutsche version: http://www.dxradio.cz/jidxc/antenne_de.htm

English version: http://www.dxradio.cz/jidxc/antenne_en.htm

Petr Kruzik, JIDXC (Czech Republic)[/quote]

von 24ppk - am 02.06.2006 18:50
Zitat
faro
Ideal wären 2 leicht verschiedene Antennen, je optimal bemessen für:
1. 88 bis 98 MHz
2. 98 bis 108 MHz


Stimmt. Ich hab mal zwei Yagis modelliert, von denen eine für 88 bis 98 MHz und die andere für 98 bis 108 MHz ausgelegt war. Damit konnte ich erreichen, daß der Gewinn im gesamten UKW-Band nicht unter 10,0 dBD absinkt (zumindest im Modell, das aber sehr realistische Resultate liefert). Mit einer Einzelantenne wird man durchgehend zweistellige dBD-Werte im gesamten UKW-Band kaum erreichen können, es sei denn das Teil ist riesenlang.

Das Kürzen der Elemente bei der 14-Element-Yagi halte ich dennoch für sinnvoll, denn der Gewinn steigt ja relativ langsam bis zum Gewinnmaximum an und sinkt danach rasch ab. Insofern ist es günstiger, das Gewinnmaximum zu höheren Frequenzen (ca. 104 MHz) hin zu verschieben. Der Gewinnverlust im unteren Frequenzbereich hält sich in Grenzen, aber die Leistung der Antenne bei hohen Frequenzen (102 bis 108 MHz) kann deutlich verbessert werden.

von MHM - am 02.06.2006 20:23
Nur zur Info (keine Werbung): Es wird wieder eine "Jäger-Welle" angeboten.



von Erich Hoinicke - am 13.05.2007 14:00
Schon gesehn :D
Na denn legt mal los.

von Robert S. - am 13.05.2007 15:48
Nöö, ich warte lieber auf den Bauplan von Jack D. :-)

von Channel Master - am 13.05.2007 19:56
Richtig genau :D

von Rosti 2.0 - am 14.05.2007 07:03
Mittlerweile selten, aber doch >"Jägerwelle"

von Erich Hoinicke - am 23.08.2009 19:50
Mitbieten könnt Ihr Euch sparen, weil ICH sie ersteigern werde ! :D

von Frequenzfieber - am 24.08.2009 06:16
Die "Jägerwelle" ist mittlerweile schon selten geworden. Die drei in unserem Ort zeigen nach dreißig Jahren schon sichtbare Auflösungserscheinungen (bei meiner sind es die überdrehten Gewinde in den Elementträgern aus Alu.)
Für interessierte DXer >hier

von Erich Hoinicke - am 22.12.2016 12:22
Zitat
Erich Hoinicke
Die "Jägerwelle" ist mittlerweile schon selten geworden. Die drei in unserem Ort zeigen nach dreißig Jahren schon sichtbare Auflösungserscheinungen (bei meiner sind es die überdrehten Gewinde in den Elementträgern aus Alu.)

Hier war für mich in der Nähe des Bahnhofs Unterasbach schön bei der Fahrt zur Arbeit immer eine solche auf einem Roter zu bewundern. Ausgerichtet war sie immer nach Aalen. Nach einiger Zeit fragte ich mich ob man die wohl noch angeschlossen hatte. Die Frage wurde, warum auch immer, alsbald beantwortet: Die optisch noch gut erhaltene Antenne und die beiden TV-Yagis darunter, inklusive einer Hirschmann 717, verschwanden vom Mast :heul: . Welch ein Frevel!
Da es für die Jägerwelle wohl unterschiedliche Hersteller gab, sind die im Ortsbild auch unterschiedlich stark verfallen, teilweise unabhängig um eigentlichen Alter. So wurde dieser Antennentyp am QTH2 in den 80ern häufig verbaut, es waren etwa 10 (!) im Ortsbild zu sehen. Teilweise sind heute die noch fast wie neu auf dem Dach, bei einer verschiebt es offenbar immer den Dipol innerhalb der Halterung bis der Besitzer es wieder richtet. Das war schon mehrfach zu beobachten, sie ist also noch in Betrieb. Für einen Otto-Normal doch ganz erstaunlich :hot: .

von Thomas (Metal) - am 22.12.2016 13:05
Also ich würde dann wohl doch lieber eine Körner 9.2 benutzen. Imposant sind die Monster freilich immer noch. Die aktuelle von eBay ist möglicherweise auch eine DDR-Version (der Artikelstandort deutet auch darauf hin). Der Dipol liegt schräg. Mir ist aber auch eine 14er in Hamburg bekannt, die schräg liegenden Dipol hat und von den Verbindern her der bei ebay angebotenen Antenne gleicht.

Hier die Empfangsergebnisse mit unseren beiden DDR-Antennen. Geschätzt 12 dB Verlust hat unsere "Nordantenne" bei 107 MHz. Traditionell war sie auf Torfhaus/Brocken ausgrichtet, ich habe sie 12/2015 auf Wiederau drehen lassen, weil Empfänge aus 145 km Entfernung mit 30 kW in 12 km Abstand im Rücken bei dieser Antenne mehr als sinnlos sind, vor allem, wenn die rückwärtigen Programme oberhalb 100 MHz liegen. Bei 104,9 MHz hat sie aber offenbar nur 2 dB Verlust gegenüber den unteren Kanälen, das Übel beginnt also erst weiter oben..

[attachment 8570 UKWNordnachAenderung-beschriftet.png]
Alle roten Kanäle sind Wiederau südlich von Leipzig in der Elsteraue, dabei sind alle außer der 106,5 (MDR Sachsen-Anhalt) 100 kW. Die 106,9 MHz (RTL Sachsen) hat ca. 12 dB Verlust gegen die unteren Kanäle.

Die grünen Kanäle sind Ronneburg, die fallen hier unter ca. 100° ein und haben maximal 30 kW. Die beiden violetten Frequenzen sind

von Chris_BLN - am 22.12.2016 21:46
So weit mir bekannt ist, war die Antenne nur bis 104 Mhz ausgelegt. Deshalb der große Verlust oberhalb der Frequenz. Aber man kann Sie modifizieren nach Peter Körner.

von UlliBG - am 23.12.2016 08:22
Ja, man kann sie modifizieren, aber die Rückdämpfung bleibt dann immer noch deutlich unter der Körner 9.2 und der Gewinn der Körner ist auch nur maximal 2 dB niedriger. Da wäre ich in Summe der Eigenschaften (auch Windlast, Baugröße) eindeutig bei der 9.2.

Ich habe nachgefragt: unser stabiler Unterzug (siehe Foto oben) ist wohl Eigenbau. Mit diesen Monstern holte man in Ostthüringen in den 80er Jahren NDR 2, den BR und den RIAS. DDR-Empfang ging eher "versehentlich". Wir haben die beiden Antennen heute noch im Einsatz und ich habe bislang großes Glück, alles was ich brauche, bekomme ich damit sehr gut, bis auf 2 Empfänge, bei denen mir auch die Körner nicht helfen würde.

von Chris_BLN - am 23.12.2016 10:20
Die Auktion wurde offensichtlich vorzeitig beendet. Welche Firmen haben eigentlich seinerzeit diesen Antenntyp hergestellt bzw. vertrieben?

von B.Zwo - am 26.12.2016 19:05
Soweit mir bekannt ist. Stolle, Kompass und die Blankenburger.

von UlliBG - am 26.12.2016 19:22
Hier im Thread vor 10 Jahren wurden noch die Hersteller Ankaro, Drobig, FTE, Funke, Schrader, Telanor, wie auch Hirschmann und WISI genannt. Damit wäre das Dutzend ja fast voll... ;)

von Erich Hoinicke - am 27.12.2016 19:30
Wurden die Antennen denn alle aus Blankenburg improtiert und dann nur umgelabelt oder haben diese Hersteller in Eigenproduktionen hergestellt? Woher kam eigentlich vom Ursprung die Idee einer solchen Antenne? Von der Form und der Bauweise her ist sie schon etwas speziell wie ich finde.

von B.Zwo - am 28.12.2016 21:00
Zitat
Chris_BLN
Ja, man kann sie modifizieren, aber die Rückdämpfung bleibt dann immer noch deutlich unter der Körner 9.2 und der Gewinn der Körner ist auch nur maximal 2 dB niedriger. Da wäre ich in Summe der Eigenschaften (auch Windlast, Baugröße) eindeutig bei der 9.2.


Wie beendet man das Zitat? Ab hier kommt meine Antwort:
Vor einiger Zeit hab ich mal ein paar Antennen simuliert. Hier ein Vergleich zwischen Stolle-Antenne original / modifiziert und Körner 9.2. Das spricht eindeutig für die Körner... Die alte US14 fristet bei mir auch ur ein Schattendasein unter Dach vertikal fest ausgerichtet nach B/NL
[attachment 8595 Gain_Vergleich.pdf]


von HF-Hase - am 30.12.2016 16:42
Und so sieht der Jäger in Mchn-Pasing gegenüber der Gaststätte "Jagdschloss" aus ;-) :

Gebratene Yagi hatte ich dennoch noch nicht :bruell: .
[attachment 8597 20161230_142215X.jpg]

von Thomas (Metal) - am 30.12.2016 19:26
Zitat
HF-Hase
Wie beendet man das Zitat?


Indem man hinter dem abschließenden "/quote" in den eckigen Klammern zu antworten beginnt, also hinter der eckigen "zu"-Klammer.

Man kann das Zitat auch mehrmals untereinanderkopieren, immer nur den Teil stehenlassen den man beantworten möchte und die Antwort hinter die jeweilige Klammer setzen. Mache ich gerade:

Zitat
HF-Hase
Vor einiger Zeit hab ich mal ein paar Antennen simuliert. Hier ein Vergleich zwischen Stolle-Antenne original / modifiziert und Körner 9.2. Das spricht eindeutig für die Körner... Die alte US14 fristet bei mir auch ur ein Schattendasein unter Dach vertikal fest ausgerichtet nach B/NL
[attachment 8595 Gain_Vergleich.pdf]


1000 Dank! Sehr eindrucksvoll. Welche Modifikation ist das? Die von Peter Körner selbst?

Spannend wäre auch noch die Vor-Rück-Dämpfung. Da sieht man dann den heftigsten Unterschied. :D

von Chris_BLN - am 31.12.2016 12:02
Zitat
Chris_BLN

1000 Dank! Sehr eindrucksvoll. Welche Modifikation ist das? Die von Peter Körner selbst?

Spannend wäre auch noch die Vor-Rück-Dämpfung. Da sieht man dann den heftigsten Unterschied. :D


Das ist Jahre her, leider weiss ich nicht mehr, woher die Modifikation kam. Die Maße hänge ich mal an.
Im V/R sieht man den Unterschied auch, oberhalb 104 MHz empfängt die Original-US14 von hinten besser als von vorn!
[attachment 8604 US14_modifiziert.jpg]

von HF-Hase - am 31.12.2016 15:53
Vermutlich wird oberhalb von 104 MHz noch mehr abschmieren als der Antennengewinn. Ich denke da z. B. an die Impedanz. Selbst wenn der Gewinn noch erträglich wäre, was bringt es wenn die Anschlußwerte des sonstigen Bandes nicht in Ansätzen erreicht werden und durch fehlende Leistungsanpassung nur noch wenig relevantes auf das Koax-Kabel kommt. Dies ist ein Punkt den man beachten sollte wenn man eine Antenne für den Bereich 104-108 MHz nachbessert, da kann es danach bei 87,5 - 104 MHz böse Überraschungen geben. Und dann hätten wir noch das Stehwellenverhältnis. Also der Punkt wo sich das empfange Signal quasi selbst zerschließt.
Sicher, ich gehöre da auch gerne zu den Bastelern und würde es immer wieder tun, sonst würde ich hier ja auch nicht schreiben :cheers: . Zählt man aber die ganze Zeit zusammen, so bleibt eigentlch nur eine Wahl bei kommerziellen Produkten: Körner 9.2

von Thomas (Metal) - am 31.12.2016 16:46
Wer sich noch ein großes Grundstück dazukauft kann sich ja selbst einen Antennenmeßplatz einrichten und optimieren :rolleyes:

Sie wier hier https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/2/2b/HCC_Neckartenzlingen.png

von raeuberhotzenplotz1 - am 01.01.2017 13:25
Diesen Link kann man hier wieder mal gut anbringen: http://www.dxradio.cz/jidxc/antenne_de.htm
Da sind auch die Simulationen von Peter Körner drin (ich gehe zumindest davon aus, dass es seine sind, sie sind zumindest so benannt). Und als doc gibt es das auch: http://www.dxradio.cz/jidxc/stolle_us14.doc

Das spricht doch Bände:



vs.



(Skalierung beachten!)


und



vs.




Deshalb fragte ich ja oben, ob hier ggf. eine alternative V/R-Rechnung vorliegt.


Zitat
Thomas (Metal)
Vermutlich wird oberhalb von 104 MHz noch mehr abschmieren als der Antennengewinn.


Dazu hatte ich hier im Forum mal irgendwo das gefunden oder zugeschickt bekommen:

[attachment 8616 ddr14-elementoriginal.gif]

Wer auch immer der Urheber war, sorry, ich weiß es nicht mehr. Mag sich gerne hier melden. Es soll die DDR-Version gewesen sein.

Und daß die DDR-14er oberhalb 104 MHz von hinten besser empfängt als von vorne, das habe ich genau so auch erlebt bei unseren Kopfstellen-Exemplaren. Das wurde 22 Jahre lang auch ausgenutzt. Ich habe das vor einem Jahr beenden lassen und direkt auf die relevanten UKW-Standorte richten lassen. Geht zum Glück bis auf eine Ausnahme alles sehr gut.

von Chris_BLN - am 02.01.2017 19:26
@ Chris_BLN

Wir hatten Anfang 2010 schon die Antenne mit MMANA simuliert.
Schau mal unter diesem Thema " Abmessungen und Simulation mit MMANA", müßte so ab Seite 3 oder so zu finden sein.

Gruß Ulli

Edit: Auch unter dem Thema " Informationen zur Antenne "Wellenjäger " hatten wir uns über die Antenne unterhalten.

von UlliBG - am 02.01.2017 19:55
@Chris_BLN:

Die Grafiken waren von mir und sind im MMANA-Thread auch noch immer verfügbar.

Schade, dass es um das Thema so ruhig geworden ist, nachdem der Thread am Anfang doch recht lebhaft war... :(

von spacko - am 05.01.2017 21:24
Ich hatte die DDR-Version der 14er bis 1991 auf dem Dach, der Abfall des Gewinns ging schon bei 100 Mhz los, bei 102 MHz war sie schon deutlich schlechter als eine 7 Element-Antenne aus Bad-Blankenburg, das hatte ich festgestellt wie schwach mit der 14er schon HR4 rein kam gegenüber HR1, FFH war gar nicht mehr brauchbar.
Allerdings war der Gewinn, da wo ich ihn haben wollte, bei 89,5 Mhz HR3, gegenüber einer 7 Element deutlich spürbar, es verbesserte den Stereoempfang und ich hatte endlich das Zischeln in stereo minimiert, was mir von hinten Berlin Britz 89,6 fast immer rein brachte. Mit einer 5 Element-Antenne aus Bad-Blankenburg, die mit einem Reflektor, war Stereo-Empfang bei HR3 bei mir unbrauchbar, und selbst in mono war damit bei jeder kleinsten Berlintropo, Britz damit stärker als HR3. Die 14er hatte bei 89,5 MHz ein sehr gutes V/R-Verhältnis, dass selbst bei Tropo, Berlin von hinten nur noch ganz selten eine Rolle spielte.
Für heutige Empfangsverhältnisse, wo so viele Sender über 100 MHz empfangen werden sollen, halte ich die unmodifizierte DDR-Version der 14er für unbrauchbar, viel Windlast auf dem Dach und sonst nichts... .

von DLR-Fan Sachsen-Anhalt - am 06.01.2017 11:22
Hier nochmal unsere beiden, mit denen ich leider auch oberhalb 104 MHz leben muss. Foto von heute, war bei bestem Winterwetter mal eine Runde über den Berg.

[attachment 8631 DDR-14-Element.jpg]

Ebenfalls am Mast die fehlerhaft vertikal montierten Antennen für DAB und DVB-T. Dank entsprechendem Sender in nur ca. 2-3 km Abstand ist das aber kein Thema, da hätte es diese Antennen gar nicht gebraucht...

von Chris_BLN - am 06.01.2017 23:10
Eigentlich wäre es noch besser auf diese Weise zu modifizieren, aber es bedeutet einen mechanischen Umbau.

[attachment 8669 StolleUS14modC.png]
[attachment 8670 StolleUS14modC_gain_fb.png]
[attachment 8671 StolleUS14modC_patterns.png]

Stolle US14, modified C, mechanic change
*
98.0
***Wires***
17
0.0, -0.88, 0.0, 0.0, 0.88, 0.0, 0.005, -1
0.0, -0.87, 0.635, 0.0, 0.87, 0.635, 0.005, -1
0.0, -0.87, -0.635, 0.0, 0.87, -0.635, 0.005, -1
0.632, -0.78, 0.0, 0.632, 0.78, 0.0, 0.005, -1
0.68, -0.78, -0.02, 0.68, 0.78, -0.02, 0.005, -1
0.632, -0.78, 0.0, 0.68, -0.78, -0.02, 0.005, -1
0.632, 0.78, 0.0, 0.68, 0.78, -0.02, 0.005, -1
0.805, -0.66, 0.0, 0.805, 0.66, 0.0, 0.005, -1
1.74, -0.63, 0.35, 1.74, 0.63, 0.35, 0.005, -1
1.74, -0.63, -0.35, 1.74, 0.63, -0.35, 0.005, -1
2.29, -0.635, 0.635, 2.29, 0.635, 0.635, 0.005, -1
2.29, -0.635, -0.635, 2.29, 0.635, -0.635, 0.005, -1
2.91, -0.62, 0.635, 2.91, 0.62, 0.635, 0.005, -1
2.91, -0.62, -0.635, 2.91, 0.62, -0.635, 0.005, -1
1.065, -0.655, 0.0, 1.065, 0.655, 0.0, 0.005, -1
1.37, -0.63, 0.0, 1.37, 0.63, 0.0, 0.005, -1
2.44, -0.625, 0.0, 2.44, 0.625, 0.0, 0.005, -1
***Source***
1, 1
w5c, 0.0, 1.0
***Load***
0, 1
***Segmentation***
400, 40, 2.0, 1
***G/H/M/R/AzEl/X***
0, 20.0, 4, 300.0, 170, 10, 0.0
###Comment###
Mod by Peter Körner, 2017-01-14 10:58:26

Viele Grüsse,
Peter

von p_korner - am 14.01.2017 10:20
Im Moment gibt es bei den Kleinanzeigen der Bucht einen Wellenjäger und eine Körner15. Mit beiden Verkäufern habe ich aber nichts zu tun.

von B.Zwo - am 15.01.2017 14:40
@ p_korner: Danke! Es ist schon erstaunlich, was man aus dieser Konstruktion alles herausholen kann. Aber Deine 9.2 wäre mir dann doch lieber - kleiner und besser (Linearität und Front/Back), bis auf den geringeren Gain.

Hier noch eine 14er aus DDR-Zeiten, gefunden 2009 im Elbsandsteingebirge. Muss nahe der Kirnitschtalbahn gewesen sein, also Bad Schandau und Umgebung. Da gibt es mehrere "Goldene Anker", ich kanns gerade keinem zuordnen.
[attachment 8676 14erDDR-AntenneElbsandsteingebirge.jpg]

von Chris_BLN - am 15.01.2017 16:57
Zitat
Chris_BLN
Da gibt es mehrere "Goldene Anker", ich kanns gerade keinem zuordnen.
[attachment 8676 14erDDR-AntenneElbsandsteingebirge.jpg]

[OT]
Der alte Witz: "Gasthof - Fremdenzimmer - eigene Schlachtung" :bruell: :cheers:

von Thomas (Metal) - am 15.01.2017 19:08
Auf welche Sender ist die Anlage denn gerichtet in Bad-Schandau? Westfernsehen ist dort bestimmt ohne Tropo nicht hingekommen, Westradio auf UKW bestimmt auch nicht so prikelnd.

von DLR-Fan Sachsen-Anhalt - am 16.01.2017 07:44

Zitat
Chris_BLN
[...]Hier noch eine 14er aus DDR-Zeiten, gefunden 2009 im Elbsandsteingebirge. Muss nahe der Kirnitschtalbahn gewesen sein, also Bad Schandau und Umgebung. Da gibt es mehrere "Goldene Anker", ich kanns gerade keinem zuordnen.
[attachment 8676 14erDDR-AntenneElbsandsteingebirge.jpg]


Nimmt man die beiden Satellitenantennen (mit Ausrichtung 19,2 Grad) als Anhaltspunkt für die Antennenausrichtung, so gehen UKW, VHF-Band III und UHF grob Richtung Westen.

Ich vermute eine Antennenausrichtung nach Karl-Marx-Stadt (Chemnitz) in rund 90 km Entfernung und der Hoffnung, bei Überreichweiten auch noch den Westharz (Torfhaus) empfangen zu können. Die Winkelunterschiede sind von Bad Schandau aus recht klein. Das wäre mit ~270 km allerdings schon sehr ambitioniert gewesen und hätte allenfalls für unregelmäßigen Tropoempfang gereicht.

Zum Hohen Meißner wären es etwa 300 km gewesen. Ebenfalls rund 300 km hätte man zum Kreuzberg in der Rhön gehabt. Näher wäre der Ochsenkopf im Fichtelgebirge gewesen, nämlich rund 200 km. Jedoch wären sämtliche Gebirgsteile vom Elbsandsteingebirge, dem Erzgebirge usw. im Weg gewesen. Demzufolge halte ich das für sehr unwahrscheinlich. Zudem fehlen für Kreuzberg und Ochsenkopf die Band I-Antennen. Berücksichtigen muss man, dass Bad Schandau mit 145 bis 150 Höhenmetern doch recht tief liegt.

Je nach Wohnlage gab es in Sachsen häufiger Versuche, Westempfang aus Berlin zu bekommen. Bei Entfernungen im Bereich um 190 km nach Ostsachsen kann dafür jedoch keinesfalls ein regelmäßiger Empfang ohne Tropounterstützung angenommen werden. Von Erzählungen aus Radeberg (nahe Dresden) weiß ich, dass es ohne Tropohilfe nicht möglich war, Westempfang aus Berlin zu ermöglichen. Rund 160 km und die damals bei weitem nicht so empfindliche Empfangstechnik (verglichen mit guten Empfängern heute) gaben aber durchaus einige Tage oder Wochen im Jahr mit Empfang. Realisierbar war ohnehin nur der Kanal 7 (Erstes West). Einfacher soll der UKW-Empfang von Rias 1 und Rias 2 gewesen sein, der irgendwie immer da war, jedoch nur bei angehobenen Bedingungen rauschfrei gelang. Pluspunkt für Radeberg war, dass die Stadt mit ~250 Höhenmetern schon deutlich höher gelegen ist.

Trotzdem wurden für sowas Antennenanlagen aufgebaut und man hoffte darauf, dass es ab und an doch mal ging. Für die rund 35 km von Bad Schandau nach Dresden hätte man diesen Antennenaufwand wahrscheinlich nicht betreiben brauchen. Eine Antennenausrichtung auf Dresden und Berlin schließe ich allerdings wegen der Winkelunterschiede zu den Satellitenantennen aus.

von PowerAM - am 16.01.2017 08:09
Na dann hat diese Anlage wohl überwiegend TV u. UKW vom Geyer reingeholt.

von DLR-Fan Sachsen-Anhalt - am 16.01.2017 08:31
Nur stelle ich mir die Frage, warum man Dresden nicht wollte? Vor allem angesichts der geringen Entfernung! Da fällt mir ein: Ab wann kam das Zweite (der DDR) denn von den jeweiligen Standorten? Das war bis in die 1980er hinein einer der Gründe, weshalb man einen entfernteren Sender anpeilte, als den ggf. in der Nähe stehenden Umsetzer.

von PowerAM - am 16.01.2017 10:10
Nun ja, in Bad Schandau wurde bei extremer Lage im Talkessel an der Elbe mit solchen Dingern auch Dresden angepeilt.
Im Bild aber wohl tatsächlich nicht, denn dann hätte die VHF-Antenne vertikal polarisiert sein müssen (K 10 Dresden) das zweite von Dresden auf Kanal 29 gab es m.W. seit 1969.

von hansol1 - am 16.01.2017 10:31
Durchaus interessant, was man damit heranholen wollte. Ich setze mal noch hinzu: aus meiner Erinnerung heraus war es flussnahe Tallage. An den Nachbarhäusern waren Hochwassermarken, die weit über meiner Kopfhöhe angebracht waren.

Kann es sein, daß man damit primär Reflexionen am Talkessel EMPFANGEN wollte, weil sonst ohnehin nichts geht? Oder daß bei der Antennenausrichtung massive Reflexionen berücksichtigt wurden, also nicht auf Signalmaximum eingerichtet wurde?

von Chris_BLN - am 16.01.2017 12:32
Mit Sicherheit alles möglich. Zu meiner Lehrzeit 1979-1981 haben wir mal einen Mitlehrling besucht. Der wohnte bei seinen Eltern in Rathmannsdorf (bei Bad Schandau) direkt an der Elbe. Kein Witz, bei Hochwasser sind die immer ins 1.OG umgezogen weil das Wasser im Wohnzimmer stand. Im Radio (Rema Andante) trotz UKW Antenne nur die 4 damaligen UKW Sender aus Dresden.

von hansol1 - am 16.01.2017 12:49
Das kann auch sein. Bad Schandau liegt ja nicht komplett am Elbufer. In höher gelegenen Siedlungsgebieten mag vielleicht der eine oder andere Sender empfangbar gewesen sein, der schon ein paar Hausnummern weiter nicht mehr genießbar war.

Auf Google-Maps sieht für mich der Verlauf des Elbtals so aus, als wäre der Empfang aus Dresden nicht unbedingt ein großes Problem gewesen. Möglich ist jedoch schon, dass man den Antennenaufwand tatsächlich zur Eliminierung von Reflexionen betrieben hat, selbst wenn man damit nur Dresden reingeholt hat. Dagegen spricht allerdings die Winkellage der übrigen Antennen zu den beiden Satellitenantennen. Das deutet für mich eher auf Karl-Marx-Stadt hin.

Sofern ich mich recht erinnere, hatte man in der Gegend auch reichlich mit Umsetzern sowie mit passiven Umlenkeinrichtungen gearbeitet, um manchen Dörfern überhaupt Fernsehempfang zu ermöglichen.

von PowerAM - am 16.01.2017 12:52
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