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"Störsender" Luban 95,2 - seit wann das???

Startbeitrag von Wiesbadener am 06.06.2006 09:40

Ich bin derzeit mal wieder in der Lausitz und traute meinen Augen (und Ohren) nicht, als der Sendersuchlauf nicht mehr bei Radio 1 Calau 95,1 MHz, sondern auf der benachbarten 95,2 MHz (Radio Maryia Luban) einloggte. Man muss dazu sagen, dass wir uns hier nur drei Kilometer von der sächsisch-brandenburgischen Grenze befinden. Eine Fahrt auf die brandenburgische Seite hat ergeben, dass Calau 95,1 vor allem im Bereich Spremberg nun völlig unbrauchbar ist, der Pole auf der 95,2 ist stärker, nur mit SHARX kann man Radio 1 noch einigermaßen ertragen. Seit wann sendet denn dieser "Störsender", der laut Listen nur 1 kW haben soll, aber ungefähr gleich stark ankommt wie die 60 kW-Sender von dem polnischen Standort?

Die 50 interessantesten Antworten:

Das ist gängige Praxis! Von deutscher Seite gibt man sich mit Ausblendungen zufrieden, um das Gebiet des Nachbarlandes zu schützen - oft verbunden mit einer für das gewünschte Versorgungsgebiet ungeeigneten Richtstrahlung, zu geringer Sendeleistung oder einfach einem suboptimalen Standort. Die polnischen Behörden scheint nur zu interessieren, daß nur nicht zuviel vom Nachbarland eingestrahlt wird. Man vergleiche nur mal, wie weit deutsche Sender auf polnischem Gebiet noch im Autoradio zu hören sind. Nicht sonderlich weit...

Zielona Gora zeigt deutlich, was man mit einem guten Standort und üppig Leistung erreichen kann. Im Auto gehen Radio Zet, 103 FM (Radio Zachod) oder RMF FM bis an die östliche Berliner Stadtgrenze in sehr guter Qualität.

Mich wundert nur, warum man die 95,10 MHz überhaupt noch weiter betreibt. Gegen diesen "Brocken" von polnischer Seite ist das nahezu Stromverschwendung! An die angegebenen 1 kW glaube ich bei polnischen "Grenzkoordinierungen" nicht mehr wirklich. Man vergleiche nur mal die "Funzeln", die aus um den Stettin senden. Die dürften auch nicht halb so weit kommen. Hinter vorgehaltener Hand war zu hören, daß Stettin deutlich stärker ist als koordiniert.

von PowerAM - am 06.06.2006 11:00
Die 95,2 an sich gibt es schon seit Ewigkeiten.
Da man es aber bei unseren östlichen Nachbarn nicht so genau nimmt und das Einhalten von Vorgaben generell unüblich ist hat man sicherlich die Leistung erhöht.
Schreibe eine Beschwerde an den RBB, damit die eine Beschwerde an die BNetzA bzw. Telekom einreichen. Erreichbar ist wenn dann nur etwas über den Dienstweg BNetzA->KRRIT.


von ts01 - am 06.06.2006 12:09
Aufgefallen ist mir vor etwa zwei Wochen, dass die 90,6 wesentlich stärker als vor paar Monaten kommt. Da die 95,2 auch da hoch verlagert wurde (steht das auch bei der BNetzA drinn?) hat man jetzt vielleicht bei allen Sendern da oben die Leistung erhöht?
Was wird überhaupt aus der 102,8? Die wurde vor paar Monaten von Bogatynia nach Oben umkoordiniert, läuft aber immer noch in Bogatynia?

von ts01 - am 06.06.2006 12:48
Bei der BNetzA sind mit 1107m gelistet:
90,6 1kW h / 93,2 10kW h / 95,2 1kW v / 102,8 1kW h

Dabei sollten die eigentlich alle dicke Einzüge Richtung Deutschland haben (runter auf 4-100 Watt)...

Auf 325m scheint es dann noch die Frequenzen 89,4 / 91,5 / 93,8 / 99,0 / 101,7 / 103,6 zu geben, alle mit 60kW, rundstrahlend bzw. nur mit geringen Einzügen...

von Habakukk - am 06.06.2006 13:30
In Slubice / Frankfurt Oder sendet eigentlich Radio Plus auf der 90,6. Diese ist jedoch seit ca einem Jahr abgeschaltet. Letzten Sommer hatte ich auf der Frequenz nur rauschen. Bei einem zweiten Empfangstest im Winter konnte ich nicht 100% bestimmen ob die 90,6 noch on, oder off ist. Deswegen hatte ich das nie gepostet.

von _Nordostler_ - am 07.06.2006 07:19
Der Stadtsender Slubice 90,6 ist weiterhin on Air. Heute getestet, PI "321F".
Die Reichweite ist allerdings sehr eingeschränkt, in Richtung Westen kommt er knapp hinter die Stadtgrenze von Frankfurt.

In Frankfurt war auf der 95,2 noch Radio Zet aus Stettin zu hören.

von Chief Wiggum - am 07.06.2006 14:02
Ich konnte den Sender nur hören, weil ich in Slubice war :D
Hier in Berlin kommt von dem Sender herzlich wenig an, genausowenig die Lokalsender aus Zielona Gora. Aber vieleicht ist ja die Seite aktuell : http://nadaje.com/miasta/Zielona-Gora.html

von Chief Wiggum - am 08.06.2006 08:05
Für alle, die in der Gegend mal gewohnt haben: Der Stóg Izerski bei Swierádow Zdrój ist der zweithöchste Berg des Iser-Gebirges, zu deutsch Heufuder (Hausberg von Bad Flinsberg); der höchste ist der Smrk (deutsch Tafelfichte, polnisch Smrek) 1124m, bereits auf tschechischer Seite. Vom neuen Aussichtsturm dort reicht der Blick bis zur Schneekoppe, zum Lausitzer Gebirge und zum Kraftwerk Boxberg. Sicher ist dies auch ein interessanter DX-Punkt.

von Diehler - am 26.06.2006 09:15
@Diehler: Dann ist das ja kein Wunder, warum de Kiste so weit auf deutsches Gebiet reinragt. Zwischen dem über 1000 Meter hohen Standort und der Lausitzer Heide befindet sich ja gar kein Berg mehr, man hat also auch aus Südbrandenburg quasi freie Sicht auf den Stóg Izerski. Selbst mit Einzügen wird es da immer zu Störungen kommen, vor allem im Bereich Senftenberg/Spremberg. Eigentlich müsste der RBB für das Gebiet nun einen Radio 1-Füllsender koordinieren, da Radio 1 aber laut RBB ohnehin ein urbanes, für den Großraum Berlin zugeschnittenes Prorgamm ist, wird daraus wohl nichts.

von Wiesbadener - am 26.06.2006 09:28
@digifreak: entweder es gibt eine seriöse internationale Sender-Koordination und auf beiden Seiten der Grenze hält man sich dran oder aber es gibt halt ein bischen Ätherkrieg - Frechheit siegt bekanntlich !
Wenn ich da so die Bemühungen der D-Radios betrachte, bei der verzweifelten Frequenzsuche nur ja keinen irgendwie zu touchieren, dann wird ersichtlich, dass mit zweierlei Maß gearbeitet wird.

von Diehler - am 26.06.2006 15:04
Das bestätigt wieder einmal:

Vom Ausland darf munter gestört werden und wehe, ein deutscher Sender sucht eine Frequenz, dann gibt's mächtig haue von den Nachbarn.

Diese Haue gibt es aber auch so: Mit überzogenem Hub, also überlaut, knüppelt man zu uns rein und stört den Empfang ortsüblicher Sender.

Was ändert man? Nichts!! Während im Nachbarland schnell gehandelt wird, gehen bei uns die Anträge über 1000 Tische und wieder zurück. Ich denke, wenn wir nichts dagegen tun können, dann soll uns keiner das Recht nehmen auch die Leistung zu erhöhen.

von WellenJäger - am 26.06.2006 15:18
Wenn man sich gegenüber den Polen nicht durchsetzen kann, dann sollte man Radio 1 in Calau abschalten! Wenn der Sender ohnehin nicht mehr einwandfrei gehört werden kann, dann bitte auch weg damit! Es sind alles öffentliche Mittel, die dort weitgehend nutzlos verdampfen...

von PowerAM - am 26.06.2006 15:57
Was sagen eigentlich die Tschechen dazu? Die haben doch auch nen Sender auf 95,2? Ich weiß nur noch, dass der auf der A4 richtung Görlitz, wo Radio1 Feldstärkenmäßig erstaunlich gut geht, öfters mal stark reingestört hat. Naja, abschalten is aber auch keine Methode. Zumindest auf der A13 geht der noch ganz gut, auch wenns da an einigen Ecken von der 95,2 reinknallt. Am Freienhufer Eck ist das z.B. der Fall. Wobei ich allerdings zugeben muss dass ich noch nen trennscharfen Empfänger habe und wenn der schon Probleme bekommt, na eieiei.
Zugegebenermaßen hats Calau allgemein nicht leicht. Die Tschechen vom Usti tauchen aus Berlin kommend schon kurz vor Calau auf, genauso wie Liberec. Infolgedessen gibts jetzt also 3 Frequenzen die im eigentlichen Sendegebiet gestört werden: 90.8, 93.4 und 95.1. Die 95.8 is auch keine Alternative diese wird kurz hinter Calau von Liberec Platt gemacht.

von _Nordostler_ - am 26.06.2006 18:45
Zitat
Seltener Besucher
Warum koch die Diskussion nun hoch? Es gibt einen Versuch etwas zu ändern, sonst würde bei der Frequenz nicht erneut eine Änderung anstehen. Ich verstehe nicht, warum ihr Euch plötzlich sprachlich auf das Gossen-Niveau begibt. Der erster Eintrag ist vom 6. Juni, der Sender ist aber bereits vor Monaten umgezogen. Hat es keiner mitbekommen und jetzt haut Ihr drauf, weil es um einen der östlichen Nachbaren geht? Warum werden die Polen verurteilt, wenn die Bundesnetzagentur die Sache verschläft? Warum verurteilt ihr nicht die Niederländer die deutsche Sender 70km hinter der Grenze plattmachen? Warum plädiert Ihr nicht für die Reduzierung der Sendeleistung von Spree Radio, weil der Sender mit seinen 5kW 120km weit strahlt und andere Sender plattmacht? Beispiele gibt es zu hauf, warum also die Aufregung?

Ist das so? Auch als seltener Besucher sollte dir mittlerweile aufgefallen sein, dass hier nicht "einseitig auf die östlichen Nachbarn eingekloppt wird" -so wie du das darstellen willst! Dir sollten ebenfalls Diskussionen über den starken Hub der Niederländer und Franzosen aufgefallen sein, sowie die Diskussion über deren Zerobase. Dir sollte ebenfalls eine Diskussion über Luxemburg aufgefallen sein etc. etc. etc. Die Suchfunktion hilft manchmal weiter!
Das Forum nun auf ein Gossennievaeu herabzureden, beleidigt auch mich - einem Nutzer! Ich finde es hier wesentlich angenehmer als in anderen Foren, wo es wesentlich raudihafter zugeht! Bevor du hier das nächste Mal groß den Kritiker raushängen lässt, nenne bitte zuerst Beispiele!

schönen Tag noch :rolleyes:

von Rosti 2.0 - am 27.06.2006 07:10
Ich denke mal, der Vorwurf richtet sich speziell an die deutschen Behörden, die einer Verlagerung des Lubaner Stadtsenders auf den weit über 1000 Meter hohen Stog Izerski nie hätten zustimmen dürfen. Was vielleicht missverständlich erschien: die Störungen treten nur im Südosten Brandenburgs auf, im Raum Cottbus/Spreewald geht die 95,1 nach wie vor einwandfrei. Nur der Raum Senftenberg/Spremberg hat mit massiven Störungen des Polen zu leben. Richtig ist auch, dass es vor allem bei Überreichweiten auch schon zuvor zu leichten Interferenzen mit North Music Radio aus Usti gekommen ist.

Eine Änderung der Polarisation des Izerski-Senders auf horizontale Polarisation verschärft die Sache noch: aktuell hat man durch Ausrichtung der Antenne wenigstens eine Chance, die 95,1 stationär noch gut zu empfangen.

Die 90,6 MHz von gleichem Standort ist übrigens völlig störungsfrei in ganz Südostbrandenburg und Niederschlesien (oder sagen wir besser: weiten Teilen Ostsachsens) zu hören. Die 93,2 hat mit Interferenzen durch Dresden DLR Kultur zu kämpfen, kommt aber vielerorts auch mit RDS durch.

von Wiesbadener - am 27.06.2006 07:23
a) Die Niederländer haben seit der Zerobase - leider! - sehr wenig Overspill nach Deutschland. Wo also wird bitte ein deutscher Sender gestört, der - und das ist in der Diskussion jetzt wichtig - vor dem niederländischen Sender aktiv war?

b) Auf andere westliche Nachbarn schlage ich auch gerne ein! Nämlich auf die Belgier...äh...die Wallonen. Die machen nämlich wirklich was sie wollen und senden auf irgendwelchen Frequenzen, die denen gerade in den Sinn kommen. Dort wiederum greift aber aus Deutschland auch niemand ein. Letztlich richtet sich ein großer Teil der Kritik also auch hier - durchaus auch weiter oben zu sehen - gegen die deutschen Behörden, die es eben anscheinend nicht wagen, sich mit den Nachbarn (egal ob östliche oder westliche) anzulegen.

von Kroes - am 27.06.2006 07:26
@Seltener Besucher: bei deinem Kommentar hatte ist fast den Eindruck: getroffene Hunde bellen !! Klar, man kann mit dem Finger auf andere zeigen, wenn man von sich ablenken will ...
deshalb noch einmal. das internationale Koordinierungsverfahren muss die Grundlage allen Tuns bleiben und einfach damit zu beschwichtigen, dass es andere auch nicht so genau nehmen, nein, das ist nicht akzeptabel !

von Diehler - am 27.06.2006 08:02
Ich hatte auch nicht das Gefühl, dass du mich gemeint hattest. Nur hattest du ein wenig verallgemeinert und da wollte ich kontern, dass eben auch andere Behörden hier schon was mitbekommen, wenn es nötig ist und nicht nur unsere osteuropäischen Nachbarn.

Zur 91,4: Ich hab ja extra nach _neuen_ Frequenzen gefragt. Diese jedoch ist eine uralte Genf84-Planung und war schon immer so aktiv. Die Niederländer haben die Situation sogar dahingehend leicht entschärft, dass die 91,4 eigentlich horizontal mit 100 kW rund koordiniert ist und "nur" vertikal gesendet wird. Da hat man dann vielleicht 1984 gepennt - aber sicher rechtfertigt das keine Forderung nach Einzügen _jetzt_. Die Frequenz gehört NL nunmal - genauso wie die unnötig rundstrahlenden WDR-Frequenzen in Kleve - und so ist es dann eben.

von Kroes - am 27.06.2006 08:47
Die Probleme sind doch erst durch die massive Neukoordierung von zahlreichen neuen Kommerzsendern entstanden.
Bis in die achtziger Jahre hinein haben die staatlichen Behörden sämtliche Anträge auf Füllsender der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten, des Deutschlandfunks und der ausländischen Streitkräfte in Deutschland stets abgelehnt mit dem Hinweis es gäbe keine freien Frequenzen mehr.
Was wir jetzt haben sind italienische Verhältnisse. Eine exorbitante Vermehrung der Programme bei gleichzeitigem Absinken des Qualitätsniveaus auf Dudelfunk und Call-In Abzockereien.
Ich weiß gar nicht wie wir in den 70er-Jahren überleben konnten mit 3 Hörfunkprogrammen, wovon 2 um 1Uhr nachts Sendeschluß hatten.

von digifreak - am 27.06.2006 15:51
Schöne Fotos von den beiden Sendetürmen oberhalb von Swierádow Zdrój (Bad Flinsberg) sind übrigens zu sehen unter www.senderfotos-bb.de
Am Stahlgitterturm auf dem Stóg Izerski (Heufuder) ist oben die horizontal polarisierte Antennengruppe, darunter die vertikal polarisierte für Radio Maryja 95.2 MHz (Azimut ca. 225°-135°) installiert.

von Diehler - am 27.06.2006 20:02
@Kroes: Gut dann habe ich mich zu weit in unbekanntes Terrain vorgewagt. Mir waren nur schon einige Threads zu dem Thema aufgefallen, nehme die Kritik an.

Zitat
Seltener Besucher
[..]
Zitat
Michael Rost
Das Forum nun auf ein Gossennievaeu herabzureden, beleidigt auch mich - einem Nutzer! Ich finde es hier wesentlich angenehmer als in anderen Foren, wo es wesentlich raudihafter zugeht! Bevor du hier das nächste Mal groß den Kritiker raushängen lässt, nenne bitte zuerst Beispiele!


Es stimmt, dass das Nievaeu hier höher ist, als bei radioforen.de. Es wird aber mit zweier Maß gemessen. Wenn ein Pirat aus den Niederlanden WDR 3 platt macht, ist die Begeisterung groß. Ich habe auch das Gefühl, dass die Nutzer aus dem Westen eher Begeisterung zeigen, wenn die Nachbaren sich breit machen und die tolle Logs vorweisen können.
[..]

Da wurde ich vielleicht auch etwas falsch verstanden. Es ging mir nicht um die Piratenszene, sondern um feste Koordinierungen. Und ich hatte das ganze auch nicht fest an den Niederlanden festgemacht!

Wie wärs mit dem Thread hier:
http://forum.mysnip.de/read.php?8773,413764

oder:
http://forum.mysnip.de/read.php?8773,370999

Bei frz. Koordinierungen wurde -wenn mich mein vergessliches Hirn nicht im Stich lässt (das war jetzt ironisch!)- auch schon oft auf die frz. Behörden eingeprügelt, sie liesen dt. Koordinierungen nur erschwert zu, währenddessen sie selbst ihre Frequenzen in Betrieb nehmen, die wiederum keinen Einspruch von dt. Seite erhalten haben! Naja die Suchfunktion hilft weiter.

von Rosti 2.0 - am 28.06.2006 08:10
Es gibt eigentlich nur vier ausländische Regionen, in denen deutsche Programme bis weit hinter die Grenze hineinsenden: das Elsass (Hornisgrinde), die Nordschweiz (Witthoh, Feldberg und Blauen), der Böhmerwald (Hoher Bogen) und Süddänemark (Flensburg, Bungsberg, Marlow). Ansonsten ist zumeist knapp hinter der Landesgrenze mit deutschen Programmen Schluss. Mir ist auch schon aufgefallen, das umgekehrt ausländische Programme flächenmäßig viel weiter auf deutschen Boden einstrahlen können. Besonders massiv ist das wie bereits erwähnt in Sachsen und Brandenburg: nach Tschechien und Polen strahlen deutsche Sender kaum rein, umgekehrt sind tschechische und polnische Sender teilweise 150 km weit auf deutschem Territorium noch zu hören.

von Wiesbadener - am 28.06.2006 08:15
Zitat
Daniel1
Also kann man sagen das Radio Eins nur noch via DAB in der Gegend vernünftig hörbar ist !?

Also ich höre radioeins noch vernünftig über die 95,1. Die vom Wiesbadener beschriebenen Störungen konnte ich hier in der Region aber so bisher nicht feststellen. Werde aber das nächste WE das ganze mal genauer betrachten.

Was ich mich aber Frage inwiefern sich der Standort Stog Izerski rentabel macht. Zum einen hat man ja Luban direkt um die Ecke wo man ja auch die 90,6 noch mit hätte aufschalten können. Zum anderen herrschen da oben doch recht extreme Wetterbedingungen. Und beide Sender warn durch einige Schäden gezeichnet.

von Mæx - am 28.06.2006 09:58
@Mæx: Dann rate ich dir mal: fahr mal z.B. nach Burghammer oder Burg (Landkreis Spremberg) oder nach Großkoschen (Kreis Oberlausitz-Spreewald), dort ging die 95,1 zuletzt im Autoradio ohne SHARX-Einstellung nur noch, wenn man auf 95,05 ging.

von Wiesbadener - am 28.06.2006 10:11
@ wiesbadener - Nich das Saarland vergessen mit dem Schocksberg + teilw Göttelborner Höhe und Moseltal.
Die reichen bis weit nach Lothringen rein. Grad Schocksberg hat mit 101.7 und 103.7 richtig Freiraum - Drum herum ist in Lothringen nichts koordiniert.

von Felix 99 - am 28.06.2006 11:12
Meine etwas zugegebenermaßen überzogene Forderung nach der Abschaltung
von Radio Eins in Calau hat ja die Wogen der Entrüstung hochschlagen lassen.

Fakt ist, daß man mit einer vom angrenzenden Nachbarland beeinträchtigten Ko-
ordinierung in Grenznähe Kompromisse eingehen muß. In Zeiten höchstmöglicher
Zufunzelung und Besetzung jeder noch so kleinen Lücke auf beiden Seiten sollte
eine höchstmögliche Kompatibilität der Koordinierungen grenznaher Sender eines
der Hauptziele sein. Wem nützt das "Dagegensetzen" eines Senders auf gleicher
oder danebenliegender Frequenz auf eigenem Hoheitsgebiet gegen einen Sender
des angrenzenden Nachbarlandes? Beide werden sich gegenseitig stören - und das
auch im Versorgungsgebiet des eigenen Senders. Um das gewünschte Gebiet aus
zuleuchten bedarf es bei knapper Nachbarkoordinierung höherer Sendeleistung,
verbunden mit einem möglicherweise höheren Antennenaufwand. Höhere Sende-
leistung erzeugt wieder höhere Betriebskosten.

Bedingt durch die Tatsache, daß der angesprochene Radio Eins-Sender aus (Zwangs-)
Abgaben der Rundfunkgerätebesitzer sowie aus Steuermitteln finanziert wird
ist die Wirtschaftlichkeit dieses Senders im Verhältnis zu seinem Nutzen (durch
stark eingeschränkte Versorgungsqualität und -reichweite) in Frage zu stellen.

Eine mögliche Konsequenz müßte die Abschaltung sein.

von PowerAM - am 28.06.2006 11:34
@PowerAM: wie schon angesprochen, betrifft die Störungen lediglich der Südwesten des Calauer Sendegebietes. Ebenso ist es bei der 90,8 und der 104,4, teilweise auch der 98,6, die durch tschechische Sender gestört werden. Die logische Konsequenz kann nur die Nachkoordinierung von Füllsendern, etwa an den Standorten Senftenberg und Spremberg sein. Aber das würde die Situation erneut verschärfen und zwangsläufig wiederum andere Sender stören.

DAB ist übrigens zumindest mit 1 kW keine Alternative: die Sendeanlagen Cottbus und Calau sind zu schwach, es treten vor allem im Stadtgebiet von Senftenberg überall Aussetzer auf.

Problem ist natürlich auch, dass es im Empfangsgebiet, der Niederlausitz, keine Berge gibt und man somit auf einen niedrigen Antennenturm zurückgreifen muss.

von Wiesbadener - am 28.06.2006 11:51
Na Leute nun macht mal halblang. Bekanntlich ist ist in Ostsachsen und Ostbrandenburg sowieso kein vernünftiger Empfang von deutschen Sendern möglich. Wozu auch. Das ganze Band ist doch voll mit polnischen und tscheschichen Sendern. Da macht doch ein weiterer kein Problem.

Immerhin kann man ja mindestens 5 km hinter der polnischen Grenze noch MDR1 hören. Mehr Programm braucht doch kein Mensch, oder ?

In dem sinne: Den dobre !


von Frank S. - am 29.06.2006 19:37
Wenn man mit 1 kW von einen hohen Berg wie in Lauban soviel erreichen kann, dann versteh ich nicht das MDR Info von Löbau Stadt und nicht vom Berg Sendet, denn der Empfang ist wirtlich nur bei Überreichweiten im Autoradio zu ertragen. Und für Sputnik und NRJ müsste es auch noch ein kWchen geben was man vom Löbauer Berg feuern könnte. Übrigens wenn RTL, Lausitz, PSR oder Jump wieder mal kompletten Müll abladen dann schalt ich auch mal die bekanten Tschechen und Polen durch und bleibe manchmal hängen bis zur Werbung oder den Nachreichen.

von dvb_jens - am 30.06.2006 00:06
So ich war wie angekündigt heute in der Ecke unterwegs.
Also kleiner Hinweis an Wiesbadender Burg und Burghammer gehören zum Landkreis Kamenz (den Landkreis Spremberg gibts es schon eine Weile nicht mehr) und somit zu Sachsen da wird der rbb wohl sich nicht drum scheren.
Gefahren bin ich die A13 Richtung Dresden, bis hinter Bronkow war radioeins in Stereo mit RDS zu empfangen. Als ich dann in Großräschen die A13 verließ um über die B96 und B156 Richtung Spremberg zu fahren gab es dauerhaft Störungen durch die 95,2 Radio Maryja, teilweise war selbst rauschfreies Mono kurzzeitig nicht mehr drin. Aber radioeins war eindeutig dominierend auf der 91,5 und Radio Maryja auf 95,2 ging nur sporadisch. Auch in Burg und Burghammer wars hörbar aber von ner annehmbaren Versorgung doch einiges entfernt.Von Spremberg aus gings dann weiter über die B156 Richtung Döbern immer direkt an der Landesgrenze entlang. Hier drückt dann schon ab und an die 95,2 radioeins weg.

Bleibt festzustellen dass die Situation mit der geplanten Änderung von Polarisation und Strahlungsdiagramm eine deutliche Verschärfung mit sich bringen wird. Bleibt zu hoffen das rbb und BNetzA mehr Einzüge fordern werden oder wenigstenz den Status Quo erhalten.

von Mæx - am 01.07.2006 20:33
Ich vermute mal es liegt an dieser Diskussion. radioeins ruft seit heute in den Regionalnachrichten (für die Lausitz) wegen der Probleme mit Radio Maryja dazu auf Empfangsstörungen zu melden. "Damit gezielt vorgegangen" werden kann sollen die Meldungen an cottbus(at)radioeinsPUNKTde gemailt werden.
Also alle fleißig mailen auf das der Spuk bald ein Ende hat.

(Ich hab das ganze auch aufgenommen, da ich aber keine Probleme mit dem rbb will, fragt einfach mal an ;-) )

von Mæx - am 03.07.2006 07:51
Wie in anderen Threads bereits formuliert, habe ich nichts gegen großen Overspill, ganz im Gegenteil. Es ist eine Bereicherung, wenn man Sender aus dem Ausland dank einer freien Frequenz weit ins Nachbarland hören kann.

Ein ganz anderer Fall ist aber, wenn ein ausländischer Sender einen deutschen Sender in seinem Sendegebiet stört. Es ist fraglich wie von deutscher Seite aus einige Forbacher Frequenzen genehmigt werden konnten, die 100 kHz neben deutschen Sendern mit hohem Hub quasi "reinknüppeln" und den Empfang ortsüblicher Sender beeinträchtigen. Dies betrifft vor allem den Deutschlandfunkempfang im Saarland, der dadurch erheblich leidet wie ich gestern im Auto wieder feststellen konnte.

Die in diesem Thread geschilderte Situation ist ähnlich. Aus Polen sendet man 100 kHz neben einem deutschen Sender und stört damit den Empfang auf deutschem Territorium.

Wie gesagt, es geht mir nicht darum, die Keule zu schwingen. Wenn ich meinen deutschen Sender im Ausland nicht hören kann wegen einem Störer ist das zwar ärgerlich, aber verständlich. Umgekehrt darf aber nicht passieren, dass aus dem Ausland deutsche Sender gestört werden. Es ist also vor allem der Ärger über die deutschen Behörden, die offensichtlich nicht die Interessen des Landes durchsetzen wollen/können und sich zu nachgiebig verhalten :confused:

von WellenJäger - am 03.07.2006 15:37
Hallo!

Bin neu hier und möchte mich mal kurz vorstellen. Ich heiße Ingo, bin 33 Jahre alt und seit ca. 20 Jahren DXer. Manche kennen mich vielleicht aus der Reflexion. Wenn ich nicht DXe, und das kommt häufig vor, dann messe ich entweder am Observatorium Lindenberg Ozondaten oder verbringe die knappe Freizeit mit meiner Frau im Garten.

UKW-DX, speziell aus Polen, betreibe ich seit ca. 12 Jahren. Ich fuhr bis vor kurzem noch recht häufig zum DXen zu unseren östlichen Nachbarn und habe zumindest einen kleinen Einblick in die dortige Szene, kenne ein paar polnische DXer und finde Polen auch sonst ganz interessant. Die polnische Grenze ist von meinem Zuhause ca. 90 Straßenkilometer entfernt. Die Signale einiger polnischer Großsender kommen daher mehr oder weniger gut an. Ansonsten liebe ich es QSL's zu sammeln und die Reichweite der einzelnen Sender zu checken. Daher, und weil ich gelegentlich auch Radio 1 höre, habe ich mich aufgerafft und gebe hier meinen Einstand. Das Thema hat mich angesprochen.

Eigentlich finde ich es ja merkwürdig, daß es erst jetzt auffällt, daß vornehmlich die drei schwächeren Calauer Frequenzen aus dem Ausland so doll gestört werden. Ich wohne in Sichtweite des 185 m hohen Turms und habe diese Störungen vor Ort mit dem unten genannten Equipment natürlich nicht. Ich weiß aber, daß damals mit Einschaltung der Frequenzen vom Bukova hora nahe CZE-Usti n. L. das Dilemma begann. Ich wohnte Anfang der 90er Jahre in Doberlug-Kirchhain, also mitten im Elbe-Elster-Kreis, Süd-Brandenburg. Dort war es nicht möglich, die 90,8 (DLR-K) oder die 93,4 von Inforadio bzw. des Sorbischen Rundfunks m o b i l ohne Prasselgeräusche aus dem Autoradio zu empfangen. Die tschechischen Signale 0.1 MHz daneben waren zu stark. Die 95,1 blieb unbehelligt.

Am 20. Mai '06 war ich im südlichen OSL-Kreis unterwegs, und zwar östlich der A13, die dort in Richtung Dresden führt. Mir fiel ähnlich wie Maex auf, daß die 95,1 von Radio Maryja (95,2) gestört wird. Das ist ziemlich schade für Radio 1, und ich finde, wenn keiner was unternimmt, wird sich daran nichts ändern. Daher schlage ich folgendes vor: Unser Seltener Besucher hat ja dankenswerterweise schon den Ansprechpartner in Polen für solche Fälle genannt. Ich schreibe den Leuten dort, wie der Sachverhalt hier aussieht: Störung der 95,1 von Radio 1 durch Radio Maryja, mit Bitte um Abhilfe durch technische Veränderung im machbaren Rahmen. Wer weiß, wie man das am besten anbringt, auch von technischer Seite her?

Klar is: Radio Maryja muß seine Hörer erreichen dürfen. Allerdings geschieht dies nach meiner Beobachtung auch über die 101,2 MHz vom neuen Mast in Wichów bei Zagan. Die Frequenz versorgt den Nordwesten von Dolny Slansk=Niederschlesien mit. Daher hat es mich eigentlich gewundert, daß die 95,2 von Nowa Karczma bei Zgorzelec umzog auf den Góra Stóg Izerski, um von dort riesige Landstriche in SW-Polen abzudecken. Da gibts 'ne eindeutige Überversorgung, die uns aber egal sein kann. Wichtiger ist mir eigentlich, die zuständigen Stellen in Polen davon zu überzeugen, daß man die störende Welle nach Westen dämpft.


Ich hab mir vorher all die vielen Dinge durch gelesen, die Ihr gepostet habt. Respekt! Ihr habt ja richtig Ahnung. Und das, obwohl Ihr oft hunderte km weit weg wohnt von der Niederlausitz und dem Elbe-Elster-Land. Mir sind ein paar Einzelheiten aufgefallen, zu denen ich was sagen / schreiben will:

@ PowerAM (6.6.): „Man vergleiche nur mal, wie weit deutsche Sender auf polnischem Gebiet noch im Autoradio zu hören sind. Nicht sonderlich weit... „

Da gibt’s große Unterschiede. Gut sichtbar ist das am Beispiel des Mastes bei Frankfurt/Oder. Die meisten der abgestrahlten Kanäle gehen nicht weit nach Osten. Bei der 107,8 von BB Radio geht anscheinend die volle Leistung nach Osten. Die Frequenz konnte ich noch 50 km hinter Slubice, also östlich der Grenze, mit Vollauschlag emfangen. Und auch die 100 kW-Frequenzen aus Calau reichen noch ca. 30-40 km weit rein. Kommt immer auf die verwendete Empfangs-Technik an.

@ torsten_sax (6.6.): „Was wird überhaupt aus der 102,8? Die wurde vor paar Monaten von Bogatynia nach Oben umkoordiniert, läuft aber immer noch in Bogatynia?“

Ich bin mit André Zymara (Osteuropa-Redakteur der Reflexion) am 23.5. im Iser- u. Riesengebirge gewesen, inkl. Besuch des Sendemastes auf dem Góra Wysoka an der polnisch-tschechischen Grenze südöstlich von Bogatynia. Zu dem Zeitpunkt kam die 102,8 eindeutig von diesem Mast. Sämtliche Frequenzen von dort kommen mit Richtstrahlung nach Nordwest und schaffen es bei etwas Tropo auch bis in den Spreewald. Zumindest auf der gut gemachten Seite von Krzysztof Sagan (www.radiopolska.pl) findet sich kein Hinweis auf eine Umkoordinierung.

@ Andalus (6.6.): „Auf 325m scheint es dann noch die Frequenzen 89,4 / 91,5 / 93,8 / 99,0 / 101,7 / 103,6 zu geben, alle mit 60kW, rundstrahlend bzw. nur mit geringen Einzügen...“

Der genaue Standort ist das Dorf Nowa Karczma östlich von Zgorzelec=Görlitz. Dort steht ein Rohrmast, von dem aus meist mit 60 kW ND h-pol. gesendet wird. Einschränkung: Die 99,0 hat nur 10 kW, und die 101,7 ging nicht on air.

@ Chief Wiggum (7.6.): „Der Stadtsender Slubice 90,6 ist weiterhin on Air. Heute getestet, PI "321F".
Die Reichweite ist allerdings sehr eingeschränkt, in Richtung Westen kommt er knapp hinter die Stadtgrenze von Frankfurt. „

Da mein Arbeitsplatz nicht all zu weit von Frankfurt/Oder bzw. Slubice entfernt liegt, fahre ich nach dem Dienst mitunter noch nach Polen tanken. Mir fiel dabei schon vor längerem auf, daß die 90,6 sehr schwach hörbar war, selbst in Slubice. Daher hatte ich Radio Plus Gorzów, daß diese QRG als Füllsender betreibt, angemailt und erhielt die Auskunft, daß derzeit (bzw. damals im April ’06) aufgrund technischer Probleme nur mit 25 Watt gesendet wird / wurde. Es existieren auch Probleme mit dem Ballempfang zwischen Gorzów und Slubice.

@ Seltener Besucher (7.6.): „Kannst Du auch Radio Plus aus Zielona Gora empfangen? Die scheinen einen neuen PI-Code zu haben. Bekommst Du z.B. RMF Maxxx rein oder VOX FM? Die landesweiten Sender sind uninteressant, mich würden die PI-Codes der Regionalen- und Lokalensender interessieren.“

Am 11.4.06 konnte ich in Torzym (östl. von Slubice) R. Plus Zielona Góra (91,7) mit PI=321C empfangen. Weitere damals empfangene PI Codes waren: 92,9 Radiostacja mit 332C; 96,0 R. Index mit 3060; 97,1 PR R. Zielona Góra mit 3470; 98,1 R. Zlote Przeboje 98,1 FM mit 300F; 98,4 Radiostacja mit 332C; 101,7 RMF Maxxx mit 3399.

@ Tornado Wayne (3.7.): „Ich poste hier mal einen mit Radio Mobile erstellten Störerplot.“

Tolle Karte! Hilfst Du mir irgend wann mal mit diesem Radio Mobile? Ich hab da keine Ahnung. Ach ja: tolle Homepage, tolles Wetter. Mitglied im VdA?


Ups, das war aber ein langer Einstand. Entschuldigung! Fasse mich demnächst kürzer! Do widzenia! ;-)

von Grenzwall DX - am 04.07.2006 08:24
Zur 102,8 gab es mal eine Änderung:
http://forum.mysnip.de/read.php?8773,203934,203934#msg-203934

Das heißt, eigentlich dürfte die gar nicht mehr von Bogatynia senden?
Oder ist das inzwischen wieder geändert wurden?


von ts01 - am 04.07.2006 12:05
Da hier gerade alle versammelt sind, die sich in dieser Gegend auskennen mal eine Frage:
Wenn man den Standort Sniezne Kotly (wahrsch. Alte Schles. Baude) besuchen würde wollen, wie kommt man am besten hin? Evl. von der tschechischen Seite?

von Harald Z - am 04.07.2006 12:33
Von der polnischen Seite (Szklarska Poreba) aus:
http://www.szklarskaporeba.pl/it/de/osobliwosci_przyrody.htm
Abschnitt "Schneegruben" und "Reifträger (Szrenica, 1362 m)"
Vom "Reifträger führt ein Wanderweg rauf"

Irgendann will ich da auch mal rauf...irgendwann ;)

von Chief Wiggum - am 04.07.2006 14:34
Die Problematik Calau 95,1 gegen Stog Izerski 95,2 scheint etwas entschärft zu sein: als ich vergangene Woche wieder in der Region unterwegs war, gab es im Raum Senftenberg zwar immer noch leichte Störungen der 95,1 durch die 95,2, allerdings kaum noch Regionen, wo die 95,2 den Calauer Sender völlig platt machte (so wie im Frühjahr). Anders ist das freilich nach wie vor, wenn man Richtung polnische Grenze fährt. In Weißwasser etwa knallt die 95,2 so stark rein, dass die 95,1 nur noch als 95,05 MHz aufnehmbar ist. Aber Weißwasser gehört freilich auch noch zu Sachsen. Ich denke mal, am Stog Izerski hat man die Polarisation umgestellt.

von Wiesbadener - am 23.10.2006 06:46
"Ich denke mal, am Stog Izerski hat man die Polarisation umgestellt."
Negativ, R. Maryja sendet seit der Inbetriebnahme der 95,2 mit 1 kW v-pol. vom Góra Stóg Izerski. Kann höchstens sein, daß sie die Sendeantenne etwas ins eigene Territorium gedreht haben. Aber sicher weiß ich das nicht. Dazu müßte man den Empfang auf 95,1 / 2 in der Fläche und in zeitlichen Abständen beobachten. Mein Eindruck (mit dem Sat'700 u. Autoradio bewaffnet) war der, daß sich mindestens bis August nichts geändert hatte, daß aber auch eher der mobile Empfang von Radio 1 gestört war. Stationär konnte ich selbst in Döbern, Spremberg und Hoyerswerda die RBB-Station jeweils besser als Radio Maryja hören.

Eine aktuelle polnische FM-Senderliste gibt's übrigens unter http://radiopolska.pl/wykaz/polska.php

von Grenzwall DX - am 23.10.2006 07:55
In Lübben an unserem Jahresstreffen war Radio 1 auf 95,1 hervorragend zu empangen, im Gegensatz dazu war Radio Maryia in Lübben nur wirklich schwierig zu empfangen, Maryia kam wirklich nur in DX-Qualität; zumindest war dies so im Degen mit Teleskopantenne und im Blaupunkt Woodstock DAB54. Somit dürfte diese Sache wirklich entschärft worden sein.

von dxbruelhart - am 23.10.2006 09:47
Zitat
Seltener Besucher
Wird hier Polemik betrieben oder was? Es ist doch hier im Forum gemeldet worden, dass die Senderichtung geändert worden ist. An Eurere Stelle würde ich mal hier nachlesen:

http://forum.mysnip.de/read.php?8773,437863

Und was sagt der Thread aus? Theoretisch ist nun h statt v. Praxis sieht aber anders aus. Nach wie vor ist die 95.2 vertikal polarisiert. Also mal kucken wann die da oben umbauen. Zumal im Sommer die Anlage an sich noch halb im Bau befand.

von Mæx - am 23.10.2006 18:09
Zum Empfang kann ich nichts sagen, aber seit dem Besuch von Mæx und mir auf dem Berg im Juni wurde doch noch etwas rumgebaut, vgl.
[img2]http://people.freenet.de/macs/radio/stogizerski03.jpg[/img2]
und
[img2]http://people.freenet.de/macs/radio/stogizerski04.jpg[/img2]. Die Aufnahmen sind vom August, also auch schon etwas älter.



von Chief Wiggum - am 06.11.2006 10:53
Zitat

...die Frequenz 102,8 MHz, die dann vom heutigen Standort Bogatynia zum Stog Izerski umziehen wird.


@Seltener Besucher: Die 102,8 vom Stóg Izerski (1 kW) geht dann an R. Plus Legnica. Die 90,6 geht für PR Bis on air (1 kW, gleicher Standort).

Quelle: http://www.radiopolska.pl/

von Grenzwall DX - am 06.11.2006 14:11
Zitat

...wie weit kommt dann die 93,2 MHz mit 10kW?

In 148 km Entfernung nach Nodwesten (und damit vermutlich nicht in der Hauptstrahlrichtung) kommt die 93,2 von PR 1 mit O=4. Das ist deutlich mehr Signalstärke als bei der 90,6, die man ja derzeit als Vergleich hat. Allerdings gibts bei mir starke Störungen mit Info Radio aus Berlin, das nun mobil im Raum Luckau-Lübben Beeskow noch etwas angekratzter zu empfangen ist, als vorher schon.

Ein befreundeter DXer aus Polen äußerte die Vermutung, daß die 93,2 mit 10 kW große Teile von Südwestpolen abdecken würde. Allerdings dürfte es da auch Grenzen geben. Vor allem rund um Walbrzych dürften die Interferenzen mit Radio Plus (93,1) enorm sein. Und irgendwann ist auch für so einen hochgelegenen Sender mal Schluß mit der Reichweite. Denn die 106,7 (5 kW, Muzyczne R.) vom benachbarten Berg Góra Swieradowiec geht auch nicht grenzenlos weit. Irgendwo im Cottbuser Raum nimmt die Feldstärke ab, ähnlich wie im Raum Wroclaw.

von Grenzwall DX - am 07.11.2006 06:27
Beobachtung vom Wochenende:
Auf 90,6 läuft noch PR1.
Auf 102,8 läuft kein PR1 mehr, das scheint schon Radio Plus zu sein. Habe einmal den PS "LEGNICA" im Display gehabt, was auch darauf hin deutet. (Jetzt fällt mir ein, dass ich es gleich mit der benachbarten 102,6 hätte vergleichen können...)
Gesendet wird offensichtlich jetzt auch "von oben". Dadurch ist auch hier nun kein Empfang der Elsterwelle mehr möglich. Eigentlich müsste der Herr S. aus H. jetzt Geld rausbekommen, für das was ihm die Telekomiker mit der 102,8 da anzubieten trauen.
Bei der 93,2 habe ich jetzt subjektiv ein stärkeres Gleichkanalrauschen beim D-Radio mit drauf, habe das aber früher nie so intensiv beobachtet.

von ts01 - am 26.11.2006 21:09
Ich war gestern (26.11.) auf dem Tibenzberg (151 m., bei Weißag in der Calauer Schweiz, Krs. OSL) und konnte auf 102,8 R. Plus Legnica fast störungsfrei h-polarisiert empfangen. RDS-PS= RADIO___ >_PLUS_< LEGNICA_ STOG____ IZERSKI_ , RDS-PI= 3369, RDS-AF= 94,9-102,6.
Die 94,9 vom Lysa Góra war wegen NRJ Sachsen und zahlreicher Übersteuerungen nicht hörbar. Die 102,6 vom großen Schornstein in Polkowice ging mit S=2 und war v-pol // zu 102,8.
Außerdem fielen mir zwei geänderte PS-Codes auf: Bei 100,6 Motor FM aus Berlin liest man seit ein paar Tagen 100,6___ MOTORFM_ (hatte sich zwischenzeitlich geändert). Bei Lausitz 107.6 verschob sich das Lausitz_ nach hinten.

Receiver: Grundig Sat'700 / 110 kHz Filter, Stabantenne

von Grenzwall DX - am 27.11.2006 07:45
Zitat
WellenJäger
Das bestätigt wieder einmal:

Vom Ausland darf munter gestört werden und wehe, ein deutscher Sender sucht eine Frequenz, dann gibt's mächtig haue von den Nachbarn.

Diese Haue gibt es aber auch so: Mit überzogenem Hub, also überlaut, knüppelt man zu uns rein und stört den Empfang ortsüblicher Sender.

Was ändert man? Nichts!! Während im Nachbarland schnell gehandelt wird, gehen bei uns die Anträge über 1000 Tische und wieder zurück. Ich denke, wenn wir nichts dagegen tun können, dann soll uns keiner das Recht nehmen auch die Leistung zu erhöhen.



Vom Ausland her munter gestoert ist vermutlich nicht die beste Ausdrucksweise, aber im Prinzip verstehe ich die Formulierung.

Meines Erachtens liegt hier viel in der Historie von Deutschland. Nach Ende der NS Zeit wollte man einfach nicht, dass Deutschland - und gleichlautend auch Oesterreich - starke Sender und Frequenzen bekommt. Dass man heute nichtmehr so denkt, und im Genfer Wellenplan vermutlich anders vorgegangen ist, mag sein, teilweise wird diese Denke aber eingeflossen sein.

In Polen ist es auch vermutlich historisch, waren doch viele Gebiete, oestlich der Neisse deutschsprachig, umsogroesser vermutlich das Interesse, dass dort heute auch polnische Sender zu empfangen sind.

In Oesterreich ist es aehnlich wie in Berlin: Die Sender aus Bratislava strahlen bis in die Stadt hinein, und decken tlw. ganz Ostoesterreich ab, waehrend Wien eher schlecht in der West-Slowakei zu empfangen ist. In der Zeit des ORF Monopols war dies oft ein Vorteil, da Frequenzen aus Bratislava benutzt wurden, um deutschsprachiges Radio fuer Ost-Oesterreich zu machen...


von 102.1 - am 27.11.2006 08:31
Habe gestern schon einen Anruf aus der Region vom Bruder meiner Freundin bekommen: die Elsterwelle soll auf 102,8 nur noch in Hoyerswerda-Stadt selbst hörbar sein. Schon in Lauta oder Schwarzkollm (noch Stadtteil von HY) starke Störungen durch Radio Plus. Gut: hier gibt es nun die 103,8 als Ausweichsmöglichkeit.

von Wiesbadener - am 27.11.2006 08:35
Zitat

Damit müsste ja theoretisch auf der 103,8 jetzt was anderes drauf sein.
Negativ. Gestern nachmittag war südlich von Calau auf 103,8 sauber und klar Elsterwelle mit PS: ELSTERW_ zu vernehmen. Falls der Link am Gittermast in Großräschen auf HY zeigt (wird er wohl...), dann empfängt er auch die Elsterwelle. Der Stóg Izerski liegt vom Azimuth her etwas östlicher.

von Grenzwall DX - am 27.11.2006 13:01
Gemäß BNetzA von diesem Monat wollen die Polen Ihre Störungen erneut ausweiten:

BNetzA 11.12.17
Zitat
Cha
Zitat
Chief Wiggum
Zitat
Jassy
POLEN:
95,2 Luban Stog Izerski 2000W


Alt = H , Neu = V
jetzt wollen sie es wieder vertikal probieren :confused:


Laut FMscan sind aktuell nur 1kW on air.


von ts01 - am 31.12.2017 10:44
Bleibt nur zu hoffen, das diesmal von deutscher Seite aus Einspruch kommt, sonst gehen die Störungen im Süden Brandenburgs wieder los.
Mit dem aktuellen Status scheinen sich ja alle arrangiert zu haben, zumindestens war ja nichts mehr von irgendwelchen Empfangsproblemen zu hören.

von Chief Wiggum - am 31.12.2017 11:16
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