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aktiver DAB Adapter für normale Stabantennen - selbstbauen

Startbeitrag von mobi am 04.09.2006 15:15

Ich habe bei Thiecom ein Lenco Autoradio mit DAB Funktion gekauft

http://www.thiecom.de/shop1/index.html?target=DigitalznEmpfaengerDABLenco.html

bei dem Gerät lag eine NoName Scheibenklebeantenne dabei, damit funzt DAB aber nicht wirklich gut (naja war zu erwarten, aber das es selbst hier im Münchner Umland nicht funzt, haette ich jetzt nicht gedacht).
Bei eBay findet man hin und wieder Adapter (das Thema wurde meines Wissen hier schonmal diskutiert), welche das herkoemmliche Antennensignal auf 2 Wege (analog/digital) aufsplitten. Teilweise gibts diese Adapter auch mit eingebautem Verstärker.

http://cgi.ebay.de/Aktiver-DAB-Adapter-fuer-normale-Stabantennen_W0QQitemZ130023456303QQihZ003QQcategoryZ14257QQrdZ1QQcmdZViewItem

Die Einzelteile dieser Adapter kosten nicht mehr als 5 Euro, also warum dann 40 Euro dafür zahlen ? Die Frage ist nur, was baut der Verkäufer dort für einen Verstärker ein ?
Löten kann ich, nur die Schaltung des Verstärkers müsste man kennen, groß kann diese nicht sein, da alles in einen Schrumpfschlauch passt.
Hat jemand ne Idee ?

Ich habe zwar noch ne original Blaupunkt Autofun Antenne, aber ich vermute mit dieser wird der Empfang auch nicht besser (Klebeantenne funzen ja nicht wirklich!)





Antworten:

meine Autofun Klebeantenne hatte ich ursprünglich für die DRBox am PC gekauft. Mit ner banalen Magnetfußantenne hatte ich aber besseren Empfang, deswegen liegt die Autofun noch orginalverpackt rum.

Die Einzelteile kosten wie gesagt bei Reichelt nicht die Welt, eventuell versuche ich es ja erst mal mit einem passiven Adapter, einfach das Antennensignal auf 2 Wege aufsplitten, könnte schon besser gehen als mit der NoName Klebeantenne jetzt



von mobi - am 04.09.2006 19:16
Zitat
mobi
Bei eBay findet man hin und wieder Adapter (das Thema wurde meines Wissen hier schonmal diskutiert), welche das herkoemmliche Antennensignal auf 2 Wege (analog/digital) aufsplitten. Teilweise gibts diese Adapter auch mit eingebautem Verstärker.


Bekanntlich verbessert ein Antennenverstärker den Empfang nur unter ungünstigen Bedingungen: z. B. bei einem Radio mit schlechter Eingangsempfindlichkeit oder bei einer ungewöhnlich langen Antennenzuleitung; im Auto spielt die Länge des Antennenkabels selbst bei Heckmontage prakisch keine Rolle, jedenfalls bei höheren Frequenzen (Kurzwelle, UKW, DAB). Allein bei Lang- oder Mittelwelle ergeben sich wegen der Antennenlänge erhebliche Fehlanpassungen, die durch einen im wesentlichen als Impedanzwandler arbeitenden Antennenverstärker ausgeglichen werden können (in dieser Hinsicht waren die bis in die siebziger Jahre gebauten Autoradios mit induktiver Abstimmung des MW- und LW-Eingangskreises optimal, da die Kapazität des Antennenkabels in die Schwingkreiskapazität einbezogen wurde).

Als Adapter zur Aufsplittung des von einer (passiven) Stabantenne gelieferten Signals eignet sich auch eine handelsübliche Antennensteckdose (Einzeldose, Anschlußdämpfung 1 - 1,5 dB), da diese das Signal in den Rundfunkbereich (LW, MW, KW, UKW) und den TV-Bereich (Band I, III, IV) splittet, für DAB kommt Bereich III (Kanal 12) in Frage.

Wenn auch eine übliche Stabantenne mit 80 - 90 cm Länge etwa doppelt so lang ist wie die theoretisch optimale Länge (etwa 35 cm, 1/4 der Wellenlänge bei Kanal 12), zeigt die Erfahrung, daß man bei Einschieben der Antenne auf etwa 35 cm für DAB-Empfang keine merkliche Verbesserung erzielt, der UKW-Empfang dagegen sich deutlich verschlechtert.

Allerdings sollte man mit dieser Lösung keinen oder nur mäßigen Empfang im L-Band (ca. 1,5 GHz) erwarten; das L-Band spielt außerhalb der Ballungsgebiete wegen der ungünstigen Ausbreitungsbedingungen ohnehin keine Rolle.


von kalle2k - am 05.09.2006 12:13
Ich experimentiere selbst mit einem Verstärker für DAB, da ich meinen DABMAN 1 auch noch im Auto einsetzen möchte, evtl. mit der normalen (passiven) UKW-Antenne, vielleicht aber auch mit einer Fensterklemmantenne für DVB-T. Der DABMAN ist relativ unempfindlich, so dass sich ein Verstärker lohnt. Bei einem anderen DAB-Autoradio würde ich erstmal ein paar Versuche außerhalb des Autos machen, ob beispielsweise ein (evtl. vorhandener, oder leicht beschaffbarer) Band III Antennen-Verstärker tatsächlich Verbesserungen beim Empfang ergibt. Falls nicht, ist das Eingangsteil des DAB Radios schon relativ empfindlich und Verbesserungen sind nicht zu erwarten, oder allenfalls mit sehr sehr rauscharmen Vorverstärkern zu erreichen, die aber mit den Mitteln des Amateurs kaum zu bauen sind. HF-Technik ist alles andere als trivial. Insofern relativiert sich auch der Kaufpreis von 40¤ für so einen aktiven Spitter. So ein Teil selbst zu bauen erfordert entweder sehr viel Know-How, oder jede Menge Trial and Error, wobei üblicherweise zumindest ein paar teure Transistoren flöten gehen. Oder ein Schaltungsprojekt erweist sich doch nicht als sinnvoll und muss verworfen werden, usw. Im übrigen scheint die Platine im Schrumpfschlauch des angesprochenen aktiven Splitters in SMD-Technik bestückt zu sein, was etwas mehr als nur übliche Löterfahrung erfordert. Ich möchte damit sagen, der Selbstbau eines solchen Verstärkers ist weder trivial, noch billig, besonders wenn man bestimmte (hohe) Ansprüche an die Qualität (insbesondere Rauschen) und Stabilität (parasitäre Schwingneigung usw.) stellt.

Jens

von Schlosser - am 05.09.2006 12:54
Ich stimme kalle2k und Schlosser zu.
Bei einer rein passiven Lösung wird auf jeden Fall eine Frequenzweiche benötigt, sonst stören sich die parallel geschalteten Empfänger durch ihre Abstrahlungen gegenseitig, ganz abgesehen davon, dass das Antennensignal durch einfache Parallelschaltung ohnehin schon beträchtlich gedämpft wird. Bei einer Antenne mit zwei Nachverstärkern ist die Frequenztrennung vielleicht nicht ganz so kritisch. Aber auch in dem Fall würde ich es vorziehen, wenn der Eingang des DAB-Empfängers nicht auch noch durch starke UKW-Signale belastet wird.

Literatur zu aktiven Antennen gibt es bei VTH und im Beam-Verlag (im Shop der Zeitschrift Funkamateur).

Eine aktive Weiche für AM/FM und DAB gibt es, so glaube ich, immer noch bei Blaupunkt. War mal für eine GTI-Flex vorgesehen, kann man natürlich auch an andere Antennen anschließen.

von Ingo-GL - am 05.09.2006 13:05
@ Schlosser

Die Elektronik des Dabman 1 ist gar nicht so unempfindlich. Das Problem ist die Bedämpfung des Antennensignals durch die Kopfhörer. http://forum.mysnip.de/read.php?8773,199041,199041#msg-199041

von Ingo-GL - am 05.09.2006 13:53
@ Ingo-GL:

Dass der Empfänger nicht so unempfindlich ist, weiß ich. Ich habe die ersten Empfangsversuche im Auto mit einer Adaptercasette im Autoradio gemacht und es hat auch nicht mehr geblubbert, als mit dem Hannover DAB 106 mit Außenantenne. Der Hannover war nicht sehr empfindlich und beim DABMAN ist das Problem die Antenne, so dass ich schon denke, dass es mit einer Außenantenne noch Spielraum gibt, so dass der Empfang im Auto störungsfrei sein könnte.

Danke auch für den Link, habe ich alles auch schon vor einiger Zeit gelesen und verdaut, bzw. in Einzelteilen hier liegen. Für mich wäre bei der Verwendung im Auto das wichtigste, dass der Empfang stabil ist (so gut es eben mit der geringen Sendeleistung geht), was m. E. nur mit einer Außenantenne wirklich gut gelöst werden kann. Zudem sollte nicht HF in das Kabel zum Verstärker abfließen, so dass sich der Empfang wieder verschlechtert. Ich werde daher den Stecker leicht modifizieren, mit HF-Drosseln und Koppelkondensator für die Antenne. Ich habe im Versuch ganz gute Ergebnisse mit dieser Anordnung erzielt, wenn ich die HF an den mittleren Pin der Klinkenbuchse mittels Koppelkondensator eingespeist habe. Dennoch scheint diese Art der Antennenkopplung etwas verlustbehaftet zu sein (ist halt keine Antennenbuchse), da mit einer rein passiven Ankopplung der Antenne zwar bessere Empfangsergebnisse vorliegen, als nur mit dem Kopfhörer, aber nicht so gute, als mit einem zwischengeschalteten Verstärker. Die nicht vorhandene Antennenbuchse ist ein klares Manko am DABMAN, aber dafür habe ich das Teil preiswert bekommen und es macht ja auch Spaß, die Geräte durch etwas externe "Verrenkungen" noch flexibler nutzen zu können.

Wenn ich mal was vorzeigbares habe, poste ich Bilder.

Jens

von Schlosser - am 05.09.2006 18:27
also bei mir funzt die Bastellösung mit dem Draht an der Kopfhörerbuchse und den 39 Ohm Widerständen wunderbar. Hatte beim letzten UK Aufenthalt den Draht um den Innenspiegel gewickelt und mit einer Adaptercassette gehört. Auch da ging es leider nicht blubberfrei, aber immer noch besser als bei uns.
es gab auch schon Leute, die haben an den DABMAN ne Wittenberg WB 45 Antenne angeschlossen ;-)

Ich werde am Wochenende mal versuchen meine Magnetfußantenne anstelle der Kebeantenne "on the fly" einzubaun - mal sehen obs was bringt. Die Autofun habe ich heute mal zerlegt, im Endeffekt sind es nur 2 dünne Litzen auf Klebefolie, die mit dem Verstärker verbunden sind.
Löte ich die Magnetfußantenne an den Verstärker an, bringt das nicht wirklich eine Verbesserung als wenn ich die Magnetantenne direkt anschließe. Getestet heute mit der DrBox.





von mobi - am 05.09.2006 19:17
Ich habe mir so einen aktiven Adapter gekauft und muss nun feststellen, dass meine passive Magnetfuss-Antenne besser ist. Ich kann natürlich nicht sagen, ob meine BP GTI-flex DAB2 Antenne schlechter ist, als die bekannte DAB-Magnetfuss-Antenne. Versuchsweise habe ich mal eine passive Weiche angeschlossen, damit ist die DAB2 Antenne wesentlich schlechter. Es kann auch sein, dass die Magnetfuss-Antenne ganz einfach vom Standort mitten auf dem Dach profitiert.

Ich war überrascht, wie klein dieser DAB Adapter ist. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ich ohne entsprechende Messgeräte diesen selber bauen könnte und nachher alles noch schlechter funktioniert als vorher. Ich denke, wenn ich etwas für andere herstelle möchte ich auch einen Gewinn für allfällige Garantieleistungen haben und meine Arbeit irgendwie bezahlt haben.....

von drahtlos - am 06.09.2006 20:04
Hallo drahtlos,

meinst die von Blaupunkt für die GTI-Flex 2 angebotene DAB-Weiche, oder das bei Ebay angebotene Produkt?

von Ingo-GL - am 06.09.2006 20:39
Ich meine das eBay Produkt. Die BP Weiche habe ich auch, jedoch mangels passenden Steckern zum Woody 54DAB nicht mehr im Einsatz.

von drahtlos - am 06.09.2006 20:47
Reine Spekulation: Auf der kleinen Platine wird sich vermutlich ein kleiner Breitbandverstärker befinden. Ein derartiges Schaltungskonzept wird in Verbindung mit empfindlichen Tunern keinerlei Verbesserungen bringen. Ein Breitbandverstärker ist sehr gefährdet, bei starken Signalen im Band zu übersteuern, dies ist regelmäßig beispielsweise durch starke UKW, bzw. Fernsehsender im Band III der Fall. Dadurch kann es zu Verzerrungen kommen, die den DAB-Empfang verschlechtern. Dies besonders vor dem Hintergrund, welche Sendeleistungen bei TV-Sendern im Band III (egal ob digital oder analog) üblich sind, im Vergleich zu den schwachen DAB-Sendern. Hier könnte allenfalls ein selektiver und rauscharmer Verstärker Verbesserungen beim DAB Empfang bewirken. Idealerweise wäre ein solcher Versrärker noch geregelt und würde somit nicht von starken Signalen übersteuert. Selektionsmittel kann man bei der kleinen Leiterplatte ausschließen (Spulen würden vom Schrumpfschlauch plattgedrückt, und für gedruckte Induktivitäten sieht die Platine zu klein aus). Allein die Tatsache, dass der aktive Adapter nicht geschirmt ist (Schrumpfschlauch sieht gut aus, zählt aber nicht als Schirmung), macht das Design zumindest verdächtig.

Jens

von Schlosser - am 06.09.2006 21:51
Die idee von kalle2k war gold wert.

Da ich keine separate DAB-Antenne einbauen wollte, habe ich mir 'ne Antennendose zerlegt und die Platine direkt ins Autoradio eingabut (ja, soviel Platz war noch!).

Der Empfang ist richtig gut. Sogar der Empfang des NRW-Paketes 80 km nördlich vom Sender Bielstein ist hin und wieder möglich.

Ich bin verblüfft :-)


von rolandk - am 10.09.2006 00:41
Das freut mich für Dich. In welches Autoradio hast Du die Platine eingebaut?



von Schlosser - am 10.09.2006 09:15
@Schlosser:
Roadstar CD-200DAB

Original DAB Antennenbuchse ausbauen (ist platzmäßig wahrscheinlich nicht mal nötig), kurzes Kabel vom DAB-Tuner (Mittelanschluß der Buchse auf der Tunerplatine) zum TV Ausgang der Platine (von der Verteildose). Masseanschluß der Platine an Gehäuse vom Tuner löten. Die UKW-Antennen-Buchse des Radios ausbauen und Kabel ablöten. Das Kabel an den UKW-Ausgang der Platine löten und ein Kabel von Eingang der Platine an die UKW-Antennenbuchse löten. Wenn man es ganz genau nehmen will, nimmt man überall geschirmte Leitungen. Es geht aber auch mit einfachem Draht. Das Gehäuse schirmt auch. Zwischen der UKW-Antennenbuchse und dem DAB-Tuner ist eine Menge Platz im Gehäuse.

Ich habe mich nicht darum gekümmert ob irgendwelche Anpassungen und Impedanzen eingehalten wurden (habe auch keinen HF-Meßplatz). Wahrscheinlich würde ich dafür von einigen gesteinigt. Aber das ganze funktioniert einwandfrei und die Empfangsleistung kann besser nicht sein.



von rolandk - am 10.09.2006 11:07
Zitat
rolandk
@Schlosser:
Roadstar CD-200DAB

Ich habe mich nicht darum gekümmert ob irgendwelche Anpassungen und Impedanzen eingehalten wurden (habe auch keinen HF-Meßplatz). Wahrscheinlich würde ich dafür von einigen gesteinigt. Aber das ganze funktioniert einwandfrei und die Empfangsleistung kann besser nicht sein.



Befürchtungen, irgendwelche Anpassungen und Impedanzen nicht eingehalten zu haben, sind unbegründet; denn dann dürfte man auch das übliche Koax-Kabel für Autoantennen nicht verwenden, welches einen Wellenwiderstand von 130 Ohm hat. Der Grund zur Verwendung dieses Kabels besteht (oder bestand vielmehr) darin, daß es eine vergleichsweise geringe Kapazität von etwa 60 pF pro Meter aufweist, so daß man bei Kabellängen bis ca. 1,50 m (bei 4 m und Heckmontage ist ein Verkürzungskondenstor erforderlich) diese Kabelkapazität in die Kapazität des induktiv abgestimmten Eingangskreises bei MW und LW einbeziehen konnte; diese Variometer-abgestimmten Autoradios, die bis in die 70 Jahre konzipiert und wohl bis Anfang der 80er Jahre angeboten wurden, verfügten noch über einen Trimmer, um den Eingangskreis optimal auf die Kabel- und Antennenkapazität abzustimmen.Diese Maßnahme erklärt auch den im Vergleich zu heutigen Autoradios in der Regel besseren MW- und LW-Empfang.

Heutige Autoradios verfügen nahezu ausnahmslos über eine breitbandige, nicht abgestimmte Vorstufe für den AM-Bereich, erst recht, wenn der AM-Empfänger als Einbereichs-Doppelsuper mit hoher erster Zwischenfrequnz (meist 10,7 MHz) ausgeführt ist. Die bei diesem Schaltungskonzept nicht mehr mögliche und erforderliche Kapazitätsanpassung läßt zu, statt des 130-Ohm-Kabels ein hochwertiges, gut geschirmtes 75-Ohm-Kabel zu verwenden; allerdings erhält man dann wegen der größeren Kapazität pro Meter einen spürbar schlechteren AM-Emfang, vor allem bei Heckmontage und auf den unteren AM-Bändern (LW und MW, weniger auf KW).

Eine als lambda-viertel Strahler ausgeführte Stabantenne (Länge: 75 cm bei 100 MHz), senkrecht über einer elektrisch leitenden Ebene angeordnet (was bei der Autokarosserie näherungsweise erfüllt ist), verfügt über einen Strahlungwiderstand von nur 37 Ohm; bei einer durchaus empfangsverbessernden Länge von 90 cm fast 60 Ohm. Bei DAB (Kanal 12, ca. 220 MHz) wirkt diese 90-cm-Antenne näherungsweise als fünf-achtel-lambda-strahler mit einem Strahlungswiderstand von 50 - 60 Ohm.

Somit sind bei der 90cm-Stabantenne Probleme der Anpassung weder bei UKW noch bei DAB zu erwarten; eine geringe Verbesserung, vor allem hinsichtlich der Abschirmung von Störungen, ließe sich möglicherweise durch die Verwendung hochwertigen 75-Ohm- oder 50-Ohm-Koaxkabels erzielen, mit Nachteilen allerdings für den AM-Empfang (vielleicht erhalten die AM-Bereiche, besonders KW, durch DRM künftig neues Interesse).

von kalle2k - am 11.09.2006 20:26
Habe mich nun fast 2 Wochen mit dem Lenco Radio rumgeärgert.
Trotz 2 verschiedener Magnetfußantennen und eine Klebeantenne habe ich keinen vernünftigen Empfang im Münchner Norden hinbekommen.
Heute kam dann die Lieferung von Reichelt, Antennendose von Axing (die billigste - 5 Euro) zerlegt und mit der Platine einen Antennesplitter für die bereits eingebaute Antenne gebaut.
Was soll ich sagen, es funzt einwandfrei ;-)

Hatte schon Lenco kontaktiert, weil ich dachte das Radio hat nen Defekt.
Warum es mit einer Magnetfußantenne nicht klappt wundert mich. Immerhin gibts doch einige hier im Forum die auch Magnetfußantennen an ihren Woodstocks betreiben.



von mobi - am 28.09.2006 22:20
Kommt darauf an. Wenn ich die Magnetfußantenne in das Fahrzeug auf das Armaturenbrett lege oder in die Sonnenschirmklappe stecke, ist der Empfang nicht so toll...
Auf dem Dach hingegen kann sie im VHF Band 3 mit der aktiven GTI-Flex DAB 3 von Blaupunkt gut mithalten. Lediglich im L-Band arbeitet die GTI-Flex ein wenig besser.

von Ingo-GL - am 29.09.2006 16:35
na also ich hatte die Magnetfussantennen auf dem Dach des Wagens und nicht im Innern. Die Klebeantenne war (ist) an der Frontscheibe oben rechts angebracht.
Trotzdem gabs immer wieder Aussetzer (Empfangspegel brach immer auf 0 zusammen).
Mit der aktuellen Lösung funzt es einwandfrei, der Pegel geht ab und zu mal auf 60 (Maxwert 99) zurück und kommt dann wieder mit 99 - und das obwohl der Splitter "on the fly" zusammengelötet ist und einfach so hinter dem Radio hängt.
Wenn ich das Teil richtig einbau, mache ich mal ein paar Fotos.





von mobi - am 30.09.2006 13:04
ich habe mal einige Fotos vom (geöffneten) Autoradio und dem Adapter online gestellt:


http://mobi1.fortunecity.de/lenco_dab/start.htm

von mobi - am 04.10.2006 15:38
Ich habe mir ja mittlerweile, nachdem das Woody in ein anderes Fahrzeug umziehen musste, auch eine solche Selbstbau-Adapter-Lösung aus einer alten Antennendose gebastelt. Siehe hier. Ich bin überrascht, wie gut das funktioniert!

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 04.10.2006 18:06
@Rolf

wie verhält sich das eigentlich bei L-Band Empfang? Hast du das schonmal testen können?

von Mike - am 04.10.2006 18:22
L-Band gibt's hier weit und breit nicht (und gehört sowieso abgeschafft...). Ich denke, da würde das Gebastel dann schon an seine Grenzen stossen.

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 04.10.2006 19:36
ich hab hier so ne TV/Radio-dose allerdings steht darauf 14 dB und darunter ESD 44. is das dann die falsche,denn 14 is ja schon ne menge holz!

von orf-fan - am 17.02.2007 16:55
Das wird vermutlich eine Durchgangsdose mit 14dB Auskoppeldämpung sein. Ja, das ist die falsche.

von Schlosser - am 17.02.2007 18:31
was ist eine durchgangsdose? wozu braucht man die?

von orf-fan - am 17.02.2007 19:10
wenn nach der Dose eine weitere folgen soll (in einem angrenzenden Raum zum Beispiel)

von Felix II - am 17.02.2007 19:51
wenn du hier den erste eintrag anklickst(dann auf produktdetails), sowas müsste es dann sein. da steht dann aber was von durchgangsdämpfung 1db. könnte man sie also nicht doch verwenden?




http://www.google.de/search?hl=de&sa=X&oi=spell&resnum=0&ct=result&cd=1&q=durchgangsdose&spell=1

von orf-fan - am 17.02.2007 20:07
Man muss bei Antennendosen unterscheiden zwischen Durchgangsdämpfung und Anschlussdämpfung (oder Auskoppeldämpfung). Die Durchgangsdämpfung ist immer bauartgegeben und je nach Qualität durchaus sehr gering. Sie entsteht, weil die Koaxialleitung unterbrochen wird, und die HF über beispielsweise einen Übertrager geleitet wird. Die Verluste sind oft mit nur 1dB angegeben.

Die Anschlussdämpfung hingegen kann sehr hohe Werte annehmen. Die Anschlussdämpfung ist deshalb so hoch, weil es in einer Kabelanlage an allen Dosen einen genormten Pegel geben muss, der innerhalb eines gewissen Bereichs liegt. Über diesem Pegel würden die Empfänger übersteuern, unter diesem Pegel würde das Bild rauschen. Wenn man sich nun mehrere Dosen in einer Reihe vorstellt, ist klar, dass die Verstärkung so groß sein muss, dass an der letzten Dose noch genügend Pegel ankommt. Der Pegel wird aber auf der gesamten Strecke durch Kabel und Durchgangsdämpfung der jeweiligen Dosen gedämpft. Daher müssen also die Dosen, die weit vorne in der Kette sitzen, eine sehr hohe Anschlussdämpfung haben (sonst würde ja ein irrsinniger Pegel an den Empfänger gelangen). Weiter hinten in der Kette muss die Anschlussdämpfung dann immer weiter abnehmen, weil der Pegel ja schon durch die Signalkette gedämpft wird.

Daher nochmal: eine Durchgangsdose mit 14dB Anschlussdämpfung ist für das Vorhaben eines DAB-UKW-Splitters n i c h t geeignet. Das Signal wird mit 14dB Verlust ausgegeben. Da kann man auch gleich ganz ohne Antenne den Empfang versuchen. Für den DAB-Splitter eignen sich nur End- oder Stichdosen (beide Begriffe sind synonym) ohne Anschlussdämpfung.

von Schlosser - am 17.02.2007 22:20
folgendes: ich ahbe mir jetzt ein DAB autoradio gekauft. ich möchte jetzt natürlich wisssen obs überhaupt geht, da ich es ja 14 tage zurück geben kann. gibts den nicht irgend ne einfacche möglichkeit das zu testen? nur ganz provesorisch mit nem draht oder so. auch wenn der empfang scheiße ist, wie gesagt nur schnell zum ausprobieren.

von orf-fan - am 18.02.2007 02:38
Klar, einfach einen Draht hinten dran und los geht der Test. Das Problem ist nur, dass man im Auto damit nicht viel empfangen kann, weil die DAB Sendeleistungen nicht sehr hoch sind. Du kannst auch einen einfachen Adapter vom IEC Stecker (Antennenstecker) auf DAB-Eingang (SMA, oder was auch immer) löten. Dann hast Du zumindest die Möglichkeit, DAB mit der UKW Antenne zu testen. Das wird auf alle Fälle bestens funktionieren.

von Schlosser - am 18.02.2007 09:24
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