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[DVB-T] Frage zu Kreuzberg und seiner Richtstrahlung

Startbeitrag von vogelsberger am 13.09.2006 18:41

Hallo in die Runde,

seit letzter Zeit wundere ich mich sehr, dass ich selbst mit einer 20-Element UHF-Yagi den Kreuzberg auf 57km Distanz nicht mal ansatzweise empfangen kann. Zugeben, ich habe nicht wirklich gute Empfangsbedigungen nach Osten, da ein etwa 100 Meter höherer Bergrücken Signale aus dem Osten abdämpt.
Da leider TV-Scan leider kein DVB-T beinhaltet, wollte ich fragen, ob mir jemand vielleicht sagen kann, wieviel Leistung tatsächlich vom Kreuzberg in meine Richtung rauspustet. Ich wohne so ziemlich genau westlich (277°) vom Kreuzberg aus gesehen.

Antworten:

Ich bin 58 km vom Kreuzberg entfernt und habe absolut keine Probleme das DAB-T in Suhl zu bekommen.Zu analog-Zeiten, war hier durch die umliegenden Berge,nur Band1 zu bekommmen.Der UHF-Bereich hat man nur mit Geisterbildern bekommmen.Nach der umrüstung auf DAB-T geht hier die hessische und bayerische Rhön hier tadellos.

von quappi - am 13.09.2006 20:10
Der Kreuzberg war früher hier mit einer Zimmeantenne verschneit in Farbe zu empfangen ( O=3) , an der Yagi mit O=4. Zu Band 1 kann ich aber leider nichts mehr sagen,

von vogelsberger - am 13.09.2006 20:33
Hab grad kein Bock nachzuschauen, weil es mich auch nicht tangiert, aber aus der BNetzA-Liste dürfte das genaustens abzulesen sein!
Also einfach mal nachschauen

von PeterSchwarz - am 13.09.2006 22:52
Das Richtstrahl-Diagramm für den Sender KREUZBERG (K 36 u. 46) sieht laut Datenbank der Bundesnetzagentur wie folgt aus:

0° (Nord) : 12.5 kW ERP
10° : 25 kW
20° : 50 KW
30°-250° :100 kW
260° : 50 kW
270° (West): 25 kW
280° : 12.5 kW
290° : 6.3 kW
300° : 3.2 kW
310° : 1.6 kW
320° : 0.8 kW
330° : 1.6 kW
340° : 3.2 kW
350° : 6.3 kW

also: volle Strahlungsleistung im Sektor 30°-250°, 50 kW bei 20° und 260°
25 kW in Richtung 270° (Westen), im Sektor 290°-350° 6 kW und kleiner, da geht nur was noch im Nahbereich, im 100kW-Bereich aber sehr gute Reichweite bis etwa 150 km; je nach Topographie !
Die neue UHF-Antenne für DVB-T ist bei den Senderfotos vom Kreuzberg (Bayern) gut zu erkennen.



von Mainspitzdreieck - am 14.09.2006 10:03
Danke, für die Antwort :)

von vogelsberger - am 14.09.2006 11:46
Richtung 277° sind das nur etwa noch 15 kW, das ist für DVB-T in bergigem Gelände und ohne optische Sicht wirklich nicht viel .... der Kanal 3 war ja weitestgehend ein Rundstrahler, da sah die Situation doch anders aus.
Wie kommen denn die Programme vom Heidelstein, der strahlt ja wenigstens rund, hat aber nur 50 kW in alle Richtungen ?

von Mainspitzdreieck - am 14.09.2006 16:49
@ Quappi:zu analogen Zeiten ging der Kreuzberg mit O= 4 bis 5 auf allen Kanälen,auch jetzt mit DVB-T gibts keine Probleme diesen Standort zu empfangen,wir wohnen halt direkt in der Hauptstrahlrichtung :D

von Robert S. - am 14.09.2006 17:46
Zitat
Robert S.
@ Quappi:zu analogen Zeiten ging der Kreuzberg mit O= 4 bis 5 auf allen Kanälen,auch jetzt mit DVB-T gibts keine Probleme diesen Standort zu empfangen,wir wohnen halt direkt in der Hauptstrahlrichtung :D

Problem zu analog Zeiten war bei mir hier der Suhler Domberg der genau in dieser Richtung lag. Daher haben wir das ZDF aus Würzburg,das Bayern3 aus Coburg-Hr3 nur mit Schattenbilder auf 37 wegen dem Domberg.Nach der Umstellung auf digital geht hier der Kreuzberg tadellos.


von quappi - am 14.09.2006 19:43
Ich habe heute mit dem Portable DVB-T auf dem Donnersberg, Parkplatz am "Bastenhaus", mit der kleinen Stummelantenne auf dem Autodach, problemlos das BR Mux vom Kreuzberg mit 92% Signalstärke eingelesen !

von Toto_Pfalz - am 19.06.2007 18:07
In diese Richtung ist die Sendeleistung aber auch nicht mehr so abgeschwächt. Ich habe dieses WE auch mal wieder den digitalen NICHT-Empfang bei vogelsberger bestaunen dürfen... Analog war ein O=3 Bild möglich digital NICHTS aber auch gar nichts... auf dem abschirmenden Berg (Flugfunkfeuer Gedern) geht der Kreuzi dann wieder mit Vollausschlag (kein Wunder da mit blosen Auge sichtbarer Sendemast) fährt man nur ein PAAR Meter abwärts, gleich auf Null. Die Richtstrahlung ist wirklich enorm!

von Rosti 2.0 - am 19.06.2007 18:45
Das ist wirklich schlimm,nuja beim Brocken und Torfhaus wird es auch bald so ausehen....

von Robert S. - am 19.06.2007 20:46
Die Kreuzbergausblendung ist wirklich enorm, ich war vor ein paar Wochen um Fulda unterwegs und das Tal nach Bad Gersfeld. Da geht UKW bombig und auch die Heidelstein DVB-T muxe gehen bestens. Der Kreuzberg schwächelt aber ganz gewaltig. Dafür knallt er einem dann auf der anderen Seite den Tuner zu.

von Terranus - am 19.06.2007 22:27
Wenn man sich die UHF-Antenne am Kreuzberg mal anschaut, sieht man, daß diese Antenne nur an einer Seite des Mastes befestigt ist. Sie kann also nur einen Bereich von vielleicht 200° abdecken kann.




von Kay B - am 20.06.2007 13:27
und wie realisiert man den Bereich

300° : 3.2 kW
310° : 1.6 kW
320° : 0.8 kW
330° : 1.6 kW
340° : 3.2 kW

nach "hinten" dürfte mit der Antenne doch garnix rausgehen, oder ?

von mobi - am 20.06.2007 13:53
Daß, was in der abgeschatteten Richtung noch rausgeht, dürfte dann höchstens irgendwelche Streustrahlung sein, die's vielleicht von der Krümmung her noch um den Mast schafft (UHF breitet sich ja nicht ganz nach optischen Gesetzen aus, sondern tendiert nur dahin).

Interessant wäre es mal, beim vogelsberger auszuprobieren, ob er vielleicht in der anderen Polarisationsebene einen höheren Pegel hat. Also die Empfangsantenne mal vertikal polarisieren.

Ich habe bei diversen UHF-Antennen die Erfahrung gemacht, daß sie bei 90° und 270° ein Maximum in der entgegengesetzten Polarisation haben. Eine Antenne, die also vertikal polarisiert Richtung 0° empfängt, hat horizontal polarisierte Nebenkeulen bei 90° und 270°.

Senderseitig sind meine Erfahrungen ähnlich. Der Bamberger AFN-TV-Sender sendet auf E39 vertikal polarisiert in Richtung 114°. Empfängt man den Sender bei ca. 15° ist der horizontale Signalpegel bedeutend höher als der vertikale.


von Kay B - am 20.06.2007 14:42
Bei DAB gibts gleiche Probleme wie mit DVB-T hier in Fulda. Schöne neue Welt.

von m83 - am 20.06.2007 14:50
---
nach "hinten" dürfte mit der Antenne doch garnix rausgehen, oder ?
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Von der Antenne selbst schon, aber der erzähle ich Dir sicher nix neues. Der Mast wird dann aber bald die Ausbreitung in diese Richtung drastisch begrenzen. Interessanter wäre eher, was die Tragwerke noch so um den Mast herumschicken können. Mit einem GfK-Zylinder hätte Osthessen sicher mehr davon gehabt.

von Thomas (Metal) - am 20.06.2007 17:44
na das Bisschen was die Antenne hinten rausläßt, reflektiert der Mast.
Im GFK Zylinder wäre dieser Mast quasi nicht vorhanden -> freie Sicht nach hinten

von mobi - am 20.06.2007 18:03
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na das Bisschen was die Antenne hinten rausläßt, reflektiert der Mast.
Im GFK Zylinder wäre dieser Mast quasi nicht vorhanden -> freie Sicht nach hinten
---
Genau das wollte ich damit sagen. Man ist schon auf Tragwerke u. ä. angewiesen, damit überhaupt noch was nach hinten herausgeht. Außerdem wäre ein GfK-Zylinder an der Mastspitze vom Kreuzberg bezüglich Antennenschwerpunkt wünschenswerter als die aktuelle DVB-T-Sendeantenne, vor allem wenn die unteren Teile des Mastes durch die schwarzen Berge verdeckt sind (...). Da geht dann "schon mal" Heidelstein trotz nur 50 kW und E49 besser. Dazu dann ab 2008 DVB-T im Spessart, was nicht geeignet ist die Situation zum Positiven zu ändern.

von Thomas (Metal) - am 20.06.2007 20:21
Wenn wir schon mal dabei sind: hat schon mal jemand DVB-T vom Kreuzberg im Rhein-Neckar-Kreis empfangen ? Damals konnte ich den VHF-Kanal schwach empfangen, UKW geht auch ständig mit entsprechender Ausrüstung. Und wenn oben steht, dass es auf dem Donnersberg geht... ist eigentlich nicht viel weiter, oder irre ich da ? Die Leistung sollte in diese Richtung ebenfalls 100kW betragen, einziger Unterschied ist möglicherweise die hessische Bergstraße dazwischen.

von Ketscher - am 22.06.2007 04:06
Der Donnersberg ist ja noch weiter als der Rhein_Neckar-Raum entfernt vom Kreuzberg. Nur eben höher.

von Toto_Pfalz - am 22.06.2007 13:16
@Ketscher:
So abwegig ist das zwar nicht, ABER der VHF-Kanal war im BandI (!) und meine Erfahrungen haben gezeigt, dass man schon UKW und UHF nur schwer vergleichen kann (den Kreuzberg empfange ich hier bei mir ebenfalls schwach ständig!). Der Donnersberg liegt -wie schon erwähnt- ziemlich exponiert, von daher wundert mich das da überhaupt nicht! Nun ja ich werde das ganze demnächst sowieso unter die Lupe nehmen mit meinem neuen Mobilequipment.

von Rosti 2.0 - am 22.06.2007 15:40
Wobei bei der zukünftigen Belegung im Hunsrück durch den Haardtkopf der Kanal 46 vom Kreuzberg wahrscheinlich "zerschossen" wird.

von Toto_Pfalz - am 22.06.2007 16:44
Aus aktuellem Anlass möchte ich das Thema nach langer Zeit mal wieder hochholen. Letzte Woche hat ein Schweizer Helikopter die Mastspitze getauscht. Der Sendermast ist jetzt 19 m höher als vorher und hat nun einen ordentlichen GFK-Zylinder bekommen. Für mich Gelegenheit nach der Arbeit noch zum Sender hochzufahren. Auf dem Foto sieht man auch noch schön den Korb, mit dem sich die Techniker am Schluss abgeseilt hatten. Das Foto entstand am gleichen Abend nach der Montage mit dem Spezial-Heli aus der Schweiz. Damit wurde der Sender "DVB-T2-Ready" gemacht.

Die alte seitliche Antenne wird in Zukunft dann abgebaut, was mir auch von den Technikern vor Ort bestätigt wurde.



von Thomas W. - am 23.08.2016 22:30
Zitat
Thomas W.
Die alte seitliche Antenne wird in Zukunft dann abgebaut, was mir auch von den Technikern vor Ort bestätigt wurde.


Das könnte mir in Fulda ja DVB-T-Empfang liefern... Während analog VHF, UHF und UKW bestens funktionieren, geht hier zu Hause digital UHF gar nicht mehr mit der gleichen YAGI.

von m83 - am 24.08.2016 06:11
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