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Radioforum
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Erster Beitrag:
vor 11 Jahren, 1 Monat
Letzter Beitrag:
vor 10 Jahren, 10 Monaten
Beteiligte Autoren:
Wiesbadener, KlausD, seventeen, PeterSchwarz, Eckhard., Ezzli, oli84

Unsere "Spinnerei" vom Freitag: Campusradio Mainz

Startbeitrag von Wiesbadener am 08.10.2006 14:58

Um nochmal auf unsere "Spinnerei" vom Radiostammtisch am Freitag zurück zu kommen. Wenn es tatsächlich Bedtrebungen und eine Initiative zum Betrieb eines Campusradios in Mainz gibt, wäre so etwas wohl am kostengünstigsten wiefolgt zu betreiben:

1. Streaming im Netz: wie schon erwähnt sind Gema- und GVL-Gebühren nicht die Welt, beim Streaming über einen US-Anbieter fielen diese Abgaben dann noch geringer aus, es sei denn man macht das ganze über eine .de-Adresse verfügbar, dann sind in jedem Fall Abgaben an die deutschen Instituationen zu zahlen.

2. UKW-Verbreitung als Einrichtungsfunk: da UKW-Frequenzen auf offiziellem Wege kaum noch zu koordinieren sind (ohne zu erwartende Einsprüche anderer Bedarfsträger) und Mainz einen zentralen Campus besitzt (fast alle Gebäude und die meisten Studentenwohnheime auf 2 km²), bestünde doch mal die Idee sich bei der BNetzA zu erkundigen, inwiefern das Campusgelände als "geschlossene Einrichtung" zu zählen ist. Bis zu einer gewissen Sendeleistung liese sich dann nämlich ein UKW-Sender auch ohne Koordinierung und sonstiges Schnickschnack zu betreiben, halt als "Einrichtungsfunk". Das man von gutem Standort auch ohne großen Aufwand weit kommt, zeigt sich am Einrichtungsfunksender des ERF in Wetzlar, der ca. 2 km weit zu hören ist. Man muss nur bei der BNetzA eine Genehmigung beantragen und darf auf der UKW-Frequenz natürlich niemanden stören. So wären auch völlig freie Frequenzen wie 89,0 MHz, 94,7 MHz oder 99,3 MHz möglich, die der hr oder SWR bei einer offiziellen Koordinierung ablehnen würde. Die UKW-Frequenz wäre dann die Stütze des Webstreams. Die wenigen studentischen Einrichtungen außerhalb des Campus (Wohnheime Laubenheim oder Gonsenheim etwa) müssten freilich auf den Webstream zurück greifen, oder alternativ jeweils über Mini-UKW-Sender versorgt werden (geht heute alles ohne großen Genehmigungsaufwand).

Wie seventeen aber schon erwähnte, braucht es an der Uni einen "Leitwolf", der diese Ziele auch tatsächlich verfolgt.

Antworten:

... na dann weiss ich ja, warum ich bestimmte Leute am Freitagabend nicht erreicht habe - :D. Funzelt mir aber bitte MZ / WI nicht zu sehr zu; ist schon schlimm genug dort !! ( Jetzt wird erst mal telefoniert; bin ja nicht neugierig - ;) )

von KlausD - am 08.10.2006 15:21
wie man das ganze intern aufzieht und mit der Uni Kontakt aufnimmt, da können euch sicher die Gründungsmitglieder der Campusradios in NRW viel erzählen.
Die rechtliche Lage ist natürlich eine andere.
Klärt aber doch erst mal intern was ab, dann könnt ihr eventuell mit "Rückendeckung" der Hochschule und/oder des Asta bei der Landesmärchenanstalt auftreten.


von PeterSchwarz - am 08.10.2006 16:31
Abwarten und Tee (für 3) trinken. Spekulieren und durchrechnen kann man alles. Am gesündesten wäre es das bisherige Projekt erst zu etablieren. Das ist es derzeit nicht in dem Maße, wie es sein könnte. Außerdem : bei Radio Quer gibt es neben Campusradio mit Tee für 3 und der Pradus Schmadus Show noch mindestens 2 weitere Sendungen, die auch perfekt bei einem Campusradio laufen könnten. Ebenso bei Rheinwelle. Von daher sehe ich den Status Quo nicht sooo negativ.

Aber interessant und berechtigt ist die Idee trotzdem.

Grüße aus dem Jahr 2002 ;) :








von seventeen - am 08.10.2006 16:41
@ seventeen: Dass Rheinwelle bei einem Mainzer Campusradio senden würde, wage ich aber ernsthaft zu bezweifeln. Warum auch? Was habt ihr denn da am Freitag am Pizzatisch "angebrütet" :confused:

von KlausD - am 08.10.2006 17:32
Ich meinte lediglich den studentischen Anteil an Sendungen bei Radio Quer und Rheinwelle (also Sendungen wo Leute mitwirken, die immatrikuliert sind). Den gibt es derzeit auch parallel schon zu einer Campusradio AG. Mal genauer lesen ;)

von seventeen - am 08.10.2006 21:27
Wie schon angesprochen, liegt das Problem in Mainz - im Vergleich zu anderen Unistädten - daran, dass der Bereich Publizistik die Nase etwas höher trägt. Da hat man eines der teuersten Hörfunkstudios der Republik, das aber mehr oder weniger nur für Trockenübungen genutzt wird, und die Studis sollen am besten alle gleich bei SWR und ZDF arbeiten. Die einzige Chance dort ein Uniradio zu veranstalten, wäre also auf private Initiative. Die anfangs von mir erwähnten Möglichkeiten wären ohne großen finanziellen Aufwand und Budget zu realisieren, aber, wie gesagt: der Wille dazu muss überhaupt da sein.

von Wiesbadener - am 09.10.2006 05:09
@Wiesbadener: Seit wann hat der ERF einen UKW-Sender in Wetzlar und auf welcher Frequenz? Ich dachte die hätten nur die Mittelwelle in Mainflingen ?!?

von Ezzli - am 09.10.2006 16:50
Zitat
Ezzli
@Wiesbadener: Seit wann hat der ERF einen UKW-Sender in Wetzlar und auf welcher Frequenz? Ich dachte die hätten nur die Mittelwelle in Mainflingen ?!?

Ist ( war ? ) nur ein absoluter "low-power-Sender" quasi als Stütz-/Kontrollsender auf 103,2 für die Techniker und das Funkhaus. Wenn man da nicht direkt in der Nähe war, war nichts zu hören. Siehe auch - hier -

von KlausD - am 09.10.2006 17:32
Führe ich die Spinnerei mal weiter:
Wie wärs denn mit nem Campusradio in Trier?? Wären dafür noch Frequenzen frei oder gäbe es empfehlenswerte Frequenzen??

von oli84 - am 10.10.2006 21:41
Im Falle Trier sieht es ähnlich aus wie in Mainz: größere Frequenzen sind ohne Koordinierungsaufwand kaum noch zu finden, da aber auch Trier einen zentralen Campus hat, wäre auch hier eine Einrichtungsfunk-Frequenz für den Campus und ein paralleler Webstream (für alle Hörer außerhalb des Campus) eine Idee. Wie schon erwähnt erteilt die BNetzA inzwischen Einrichtungsfunk-Frequenzen für geschlossene Hörergruppen, die nicht koordiniert werden müssen, außerdem ist dann auch keine Lizenz einer Medienanstalt nötig. Allerdings müsste man bei der BNetzA abklären, ob ein Campus mit einer Größe von bis zu 2 km² noch unter diesen Passus fällt.

Ich bin übrigens mit dem Betreiber eines Webradios befreundet, der sich sogar bereit erklären würde, einen zweiten Stream (halt für ein Campusradio) von zu Hause gegen einen kleinen Obolus (Stromkosten) zu betreiben. Einen Stream könnte man kostengünstig bei Stream 24, Shoutcast oder sonst wo anmieten, kostet nicht viel. Aktuelle Beiträge und Musik könnte man ihm per Mail zusenden, könnte er dann einbauen. Macht man den Stream aber von einem deutschen Server mit de.Adresse verfügbar (etwa über die Uni-Seite), kostet es GEMA/GVL.

Es gibt übrigens schon mehrere Campusradios, die den Internetweg gegangen sind, etwa die Uni Flensburg. Jeder Student hat einen PC, zumeist mit kostenlosem DSL-Internetanschluss. Da findet ein Internet only-Programm auch seine Hörer.

Nur muss wie erwähnt eine Bereitschaft zu einem solchen Projekt vorhanden sein, und es muss einen "Leitwolf" geben, der so etwas vorantreibt.

von Wiesbadener - am 12.10.2006 09:41
Das Problem, eine gute HandvollStudenten zu bestimmten Zeiten mit gezielten Sendungen vorm PC zu erreichen, sehe ich nicht.
Aber eines merke ich sowohl als Hörer als auch als Macher beim Hochschulradio Aachen:
1. Ich sitze nicht den ganzen Tag am PC und wenn ich den Sender im Küchenradio nicht bekomme (bei mir der Fall dank Wohnort in NL), ist er lange nicht so präsent in meinem Gedächtnis wie ein dort empfangbares UKW-Programm, das ich beim Frühstück oder beim Kochen laufen lasse.
2. Vor Ort wird ein reines Internetprogramm von der Öffentlichkeit kaum bis gar nicht wahrgenommen. Dies ist vor allem ein großer Maluspunkt was den programmlichen Input angeht und darüber hinaus gehende Kontakte angeht. Sowohl Musiklabels als auch Presseagenturen und Presseverantwortliche verschiedenster Stellen verhalten sich relativ zurückhaltend, so lange man nicht "richtig on air" (also mit UKW-Frequenz ausgestattet ist), kenne ich noch aus unserer reinen Streaming-Phase.
3. Die Hörerzahl bleibt sehr überschaubar und wird kaum einmal den zweistelligen Bereich überschreiten!




von PeterSchwarz - am 12.10.2006 10:58
@PeterSchwarz: deswegen ja auch die Einrichtungsfunk-Frequenzen auf dem Campus.

von Wiesbadener - am 12.10.2006 11:03
Habe ich vorhin bei meiner Lieblings-Studizeitung "gefunden" :

Zitat
STUZ - Stadt | Land | Campus

Mainzer Campusradio ist online
Der Mainzer Studentenfunk "Campusradio" ist ab sofort auch als podcast hörbar.

Das Mainzer "Campusradio", die wöchentliche Radiosendung von und für Mainzer Studenten, gibt es ab sofort auch als podcast.

Unter www.campusradio.uni-mainz.de/podcast und auf Plattformen wie Podster.de kann man sich die neuen Sendungen herunterladen und anhören oder als RSS-Feed abonnieren.
Live und per Funk gibt es das Campusradio weiterhin jeden Mittwoch von 11:00 Uhr bis 12:00 Uhr beim Sender "Radio Rheinwelle" auf der Frequenz 92,5 MHz. (sh)
05.01.2007


http://www.stuz.de/index.php?article_id=597

von seventeen - am 05.01.2007 12:00
@seventeen: Sehr schön! Die nächste Steigerung wäre nun das Online-Radio. Ach wär das geil: bei mir zu Hause schlummern derzeit fast 3.000 CDs aus dem Alternative-Bereich (von Radiohead über The Kooks bis Madsen und Hund am Strand), die nur darauf warten, mal wieder in einem Radiosender eingesetzt zu werden. Ihr liefert dann Textbeiträge, Uni-News, den Mensa-Essensplan etc., alles wird in ein nettes automatisiertes Webradio eingebaut, das dann auf dem Mainzer Uni-Gelände per UKW-Mini-Einrichtungs-Frequenz re-broadcastet wird. Okay, genug gesponnen :D

von Wiesbadener - am 05.01.2007 12:35
@ Wiesbadener : Ich werde zwar nicht petzen, aber ich hoffe, E. liest hier nicht mit - ;) . Er könnte Dir sonst bestimmt was übel nehmen ...

von KlausD - am 05.01.2007 19:00
Zitat
KlausD
@ Wiesbadener : Ich werde zwar nicht petzen, aber ich hoffe, E. liest hier nicht mit - ;) . Er könnte Dir sonst bestimmt was übel nehmen ...

Er hat mitgelesen ( auch ohne das jemand petzte ) ; :D . Retourkutsche kommt bestimmt !!

In diesem Sinne Stay tuned 92.5 FM Wiesbaden ....

*** Radio RheinWelle 92.5 Wiesbaden - [url=http://radio.metagrid.de/cgi-bin/metagrid/radio.metagrid/metagrid_outbound.pl?id=400&name=RHEINWELLE WIESBADEN&url=http://www.radio-rheinwelle.de][u]Homepage[/u] - [/url][url=http://www.s2.onlinestream.de:6640/listen.pls][u]Livestream im Test[/u] [/url] - [url=http://www.youtube.com/watch?v=v70G68OPYOQ][u]Video[/u][/url] - [url=http://www.datefix.de/kalender/336/termine.php?item_start=0][u]Sendungstipps[/u][/url] ***

von Eckhard. - am 25.01.2007 19:57
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