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BR-Jugendwelle startet (wohl ) auch auf Mittelwelle!!!

Startbeitrag von Wiesbadener am 06.12.2006 17:30

...der dann so aussieht: 24 h über DAB/Satellit, Internet, zusätzlich "Hörfenster" bei Bayern 2 Radio, dem "Gemischtwarenladen" des BR. Bin mal gespannt, was nach der Rundfunkratssitzung rauskommt und an die Öffentlichkeit dringt. Es wird kolportiert, dass die Jugendwelle täglich 19 bis 23 Uhr, womöglich aber auch schon in den Morgenstunden (also vor der Schule, ganz geschickt) auf Bayern 2 laufen könnte. Auf jeden Fall dürfte es am Donnerstag im BR wieder drunter und drüber gehen. Lest dazu auch das hier:

http://www.epd.de/medien/medien_index_46704.html

Antworten:

Re: BR-Jugendwelle: morgen (Donnerstag) könnte Kompromiss beschlossen werden

Zitat

So ist das mit der Kommunikation in Kommunikationsunternehmen: intern mangelhaft.

Ich glaube, der Flurfunk des BR braucht wohl 'ne Zerobase, damit das wieder klappt. ;)

Ernsthaft, 5 heilige Kühe und keiner traut sich daran, eine davon zu schlachten.
Bin ja gespannt, was morgen rauskommt. Eine Idee, die bisher noch garnicht in Erwägung gezogen wurde, wenn die Jugendwelle schon in den Digitalrundfunk abgeschoben werden soll, das Programm auf DVB-T mit draufzulegen. Ohne große Anstrengungen hätte das Ganze direkt eine anständige Reichweite.




von Nohab - am 06.12.2006 18:59

Re: BR-Jugendwelle: morgen (Donnerstag) könnte Kompromiss beschlossen werden

@Nohab
Zitat

das Programm auf DVB-T mit draufzulegen.


Schön wär's, aber dann würde quasi die heiligste der heiligen Kühe namens DAB geschlachtet werden... Und was die BLM zu dieser "Schlachtung" wohl sagen würde?

@all
Mit der geplanten Verbannung der noch gar nicht existenten Jugendwelle ins digitale Niemandsland und dem "weiter so" bei Bayern4 hat sich der BR m. E. selbst ein Bein gestellt und das wissen die genau.
Am Rundfunkplatz wird m. E. keiner ernsthaft glauben, dass mit einer BR-Jugendwelle der DAB-Durchbruch kommen wird und dass das Jugendradio mehr als eine Hand voll Hörer erreichen wird. Auch mit UKW- "Hörfunkfenstern" bei Bayern2Radio - denn das hört die anvisierte Zielgruppe wohl grundsätzlich nicht und schon gar nicht als gezieltes "Einschaltradio", weil das gemeinhin kaum eine nenneswerte Zahl mehr tut und m. E. schon gar nicht eine Generation die mit Formatradio, Kabelfernsehen, Musikfernsehen und Internet aufgewachsen ist.

Wahrscheinlich versucht der BR morgen das grandiose Dilemma um das m. E. bereits im Vorfeld aufgrund fehlender UKW-Verbreitung kläglich sang- und klanglos gescheiterte Jugendradio irgendwie halbwegs vom Tisch zu kriegen. Und zwar so, dass keiner, insbesondere die Klassikfreaks, aufschreit. Dann wohl lieber die Jugend komplett ausblenden und mit einem Hörfunkfenster bei BR2 abspeisen und so tun, als ob es das Thema Jugendradio nie gegeben hätte oder plötzlich bestens auf DAB und im Internet und dann auch noch -wie von Anfang an vollkommen durchgeplant- bei Bayern2Radio mit einem Hörfunkfenster vertreten ist und damit die Jugend genau dort erreicht wird, wo sie Radio konsumiert :D





von Schwabinger - am 06.12.2006 20:13

Re: BR-Jugendwelle: morgen (Donnerstag) könnte Kompromiss beschlossen werden

Naja, ich denke, mit Satellit, Kabel und Internet zusammen könnte eine solche Jugendwelle schon einen Großteil der bayerischen Jugend erreichen. Diejenigen, die dann auf den Geschmack gekommen sind, erreicht man dann auch mit Hörfunkfenstern. Allerdings auf Bayern 2 wäre das nicht optimal, passender wäre Bayern 3...

Achso, wieso würde mit Radio via DVB-T die heilige DAB-Kuh geschlachtet? Das ist doch nur der verwurstete Irrglaube derjenigen Lobbyisten, die Technologie-Politik mit Medienpolitik verwechseln und nicht kapieren wollen, daß es den einen ultimativen Verbreitungsweg im digitalen Zeitalter nicht mehr gibt!
Beim vom BR für DVB-H verschwendeten Kanal einfach etwas für's Radio abzweigen, und schon erreicht man kostengünstig diejenigen, die weder über DAB, Satellit oder Kabel verfügen und sich für's Interenet und Weradio keine Flatrate leisten können / wollen. Und wenn dann noch sachlich korrekt auf allen Wegen alle Verbreitungswege als Alternativen bekannt gemacht werden, kommt vielleicht der eine oder andere doch drauf, daß DAB für ihn praktisch wäre...

von Hagen - am 07.12.2006 21:12

Re: BR-Jugendwelle: morgen (Donnerstag) könnte Kompromiss beschlossen werden

Da darf man mal gespannt sein, welches Niveau diese Welle erreichen wird. Nur wenn sie gut ist, kann man einem anderen BR-Programm die UKW-Frequenzen wegnehmen.

Denkbar wären hier Bayern 4 Klassik, welches als besonders anspruchswolles Musikprogramm auf DAB sowieso besser aufgehoben ist als auf der etwas schwachbrüstigen 4. Kette des BR und aus den gleichen Gründen besonders allergisch auf Zischelfunzeln reagieren würde.

Noch besser aber wäre die Kette von B5 aktuell: Erstens ist es für eine öffentlich-rechtliche Anstalt vom Format des BR peinlich, so eine McNews-Welle anzubieten. Das sollte man dann doch besser der Privatsenderimitationsbehörde aus Leipzig und Halle überlassen.

Zweitens stehen auf der Mittelwelle Kapazitäten zur Verfügung, welche das Programm in ganz Bayern in ausreichender Qualität übetragen können. Da die Situation mit der 801 kHz aus Nürnberg und Ismaning nicht so gut ist, könnte in Nürnberg auf die 684 kHz gewechselt werden, also die Frequenz, welche RIAS 1 früher in Hof benutzte.

Zusammen mit den Funzeln in Würzburg und Hof sollte eine flächendeckende Versorgung möglich sein.

Zuletzt steht ja auch noch DRM zur Verfügung. Zwar sind Simulcast-Übetragungen mit analogem und DRM-Signal auf einer Frequenz das allerletzte, was der Hörer brauchen kann, doch ist der BR ja schon DRM-Vorreiter auf seiner Kurzwelle 6085 kHz.

Alles in allem kann man also ohne weiteres eine Jugendwelle auf UKW starten, ohne das irgendeine heilige Kuh geschlachtet werden muss. Da kann man sich aber fragen, ob man dem neuen Jugendprogramm überhaupt eine große technische Reichweite wünscht. Denn das würde doch nur die Versuchung erhöhen, diese in eine typische HipHop/RnB-Hurra-wir-verblöden-Dudelwelle zu verwandeln.

Das braucht weder in Bayern noch außerhalb irgend jemand.

von Alqaszar - am 07.12.2006 23:08

Re: BR-Jugendwelle startet (wohl) auch auf Mittelwelle!!!

So, jetzt gibt es hier alles nachzulesen:

http://www.pr-inside.com/de/alle-moeglichen-uebertragungswege-nutzen-r29925.htm

Selbst die Mittelwelle 801 uns 729 kHz wird jetzt als Verbreitungsweg in Betracht gezogen.

von Wiesbadener - am 08.12.2006 05:57
"Die neue Jugendwelle für Hörer bis 30 Jahre soll jetzt digital, im Internet und möglicherweise auch über Mittelwelle sowie im BR-Bildungsfernsehen «BR alpha» verbreitet werden.

Dann können sie die Jugendwelle genausogut sein lassen, denn ausser "Internet" wird keiner dieser Verbreitungswege auf ein reges Interesse bei der Zielgruppe stossen. Und Webstream-Angebote gibt's schon so viele, dass sich der BR da schon etwas seeehr besonderes einfallen lassen muss, um in diesem Markt bestehen zu können. Fazit: entweder ein Gebührengrab oder der Versuch, mittelfristig eben doch eine UKW-Verbreitung zu bekommen... wir kennen das Spiel ja von "DASDING" und ähnlichen "Digitalradio-Projekten"... :rolleyes:

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 08.12.2006 06:34
Die technische Frage, die ich mir stelle, ist freilich; machen die gleich DRM???

Ansonsten gar kein Fehler: mit der Mittelwelle würden sie bei anfangs analoger Ausstrahlung auch die sozial schwächeren erreichen, außerdem könnten sie dort gezielt Werbung für digitales Radio machen. Wobei: ich hätte mir dann doch lieber eine Verbannung von B5 auf die Mittelwelle gewünscht.

von Wiesbadener - am 08.12.2006 06:35
Hat sich in Bayern überhaupt irgendwann mal Jemand mit der Jugend beschäftigt ?..................

Aha warum Sollte es auf einmal Anders werden.


von PowerpIay - am 08.12.2006 06:44
Zitat
Wiesbadener
Die technische Frage, die ich mir stelle, ist freilich; machen die gleich DRM???

Ansonsten gar kein Fehler: mit der Mittelwelle würden sie bei anfangs analoger Ausstrahlung auch die sozial schwächeren erreichen, außerdem könnten sie dort gezielt Werbung für digitales Radio machen. Wobei: ich hätte mir dann doch lieber eine Verbannung von B5 auf die Mittelwelle gewünscht.

Ich glaube kaum, das die "Jugend" auf Mittelwelle schaltet, geschweige denn überhaupt Kenntnis von dem Wellenbereich hat.

So kann man das Projekt auch gleich wieder einstampfen.

von Rosti 2.0 - am 08.12.2006 06:59
> mit der Mittelwelle würden sie bei anfangs analoger Ausstrahlung auch die sozial schwächeren erreichen

Jaja, die arbeitslosen Gangsta-Jungs werden sicher zu Tausenden plötzlich die Mittelwellen-Taste an ihrem Ghettoblaster benutzen... bleib' realistisch!

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 08.12.2006 07:02
Zitat

Ich glaube kaum, das die "Jugend" auf Mittelwelle schaltet, geschweige denn überhaupt Kenntnis von dem Wellenbereich hat.

So kann man das Projekt auch gleich wieder einstampfen.


So sieht es aus. Ein analoge Abstrahlung über MW kann man vergessen. Das wird nix. Welcher Jugendliche tut sich das über MW an?

No Way. :sneg:

von zerobase now - am 08.12.2006 07:16
Wenn die Jugenwelle über Mittelwelle, Webstream, Satellit, DAB und Kabel ausgestrahlt wird, dann können so doch die weitaus meisten Jugendlichen erreicht werden. Webstreams werden immer mehr genutzt, und auch Sat- und Kabelempfang sind doch ganz populär. Für den mobilen Empfang stehen dann immer noch MW und DAB zur Verfügung, auch wenn diese bislang nur wenig von der Jugend genutzt wurden, so mag es durch eine gute Jugendwelle doch einen Auftrieb auch für diese Ausbreitungswege geben.

von dxbruelhart - am 08.12.2006 07:29
Das ist ein sehr frommer Wunsch, den ich mich ja auch gerne anschliesen würde, NUR es gibt da einen Haken: Das Medium Radio ist allgemein gar nicht mehr so beliebt! Gibt es keine (Jugend)Welle auf einfach zu empfangenen Wegen (dazu zählt leider auch nicht der Satelliten-Empfang!), wird halt eben auf das Handy, den iPod, den MP3-Stick etc. umgeschaltet und DA läuft dann auch wirklich das, was man hören will. Das ist nunmal leider heute Realität.

von Rosti 2.0 - am 08.12.2006 07:35
Ich sehe irgendwo Parallelen zum damaligen Start von N-Joy auf Mittelwelle. Das einzige was es damals gab waren Proteste. Von Leuten, die über MW das damalige Kulturprogramm NDR 4 gehört haben und über UKW nicht empfangen konnten. Was da wohl in Bayern los sein wird, wenn die 80jähige Bäurin aus Oberammergau auf dem Reichssender München plötzlich Placebo und Justin Timberlake hört :D

von Wiesbadener - am 08.12.2006 08:01
Das war doch auch eine ganz andere Zeit....

von Rosti 2.0 - am 08.12.2006 08:05
Auch wenn ich das potenzial der MW nicht hochreden möchte, ist es in meinen Augen wichtig was darüber verbreitet wird.
Megaradio hat über die MW nur das gleich gedudelt was es in den meisten Bundesländern auch über UKW gibt. Wieso also umschalten?
Man sollte sich einfach von der Masse unterscheiden :)

von Nordi - am 08.12.2006 08:06
Zitat

auch über Mittelwelle sowie im BR-Bildungsfernsehen «BR alpha» verbreitet werden.

Vielleicht kann mir ein "Insider" helfen : wie soll ich das verstehen
_AM -> DRM oder analog ?
_BR alpha : als DVB-T Radio oder eher a la "das Ding-TV"


[oT]
Zitat

o eine McNews-Welle anzubieten. Das sollte man dann doch besser der Privatsenderimitationsbehörde aus Leipzig und Halle überlassen.
[/oT]
in Leipzig habe ich für diese Institution schon mal den umgangssprachlichen Begriff "BR-Meta...." gehört. Es gibt wohl ursächliche Zusammenhänge :)


von mor_ - am 08.12.2006 08:59
@mor: So wie ich es verstehe, soll es wohl multimediale Sendungen geben, die im TV und Radio laufen. So was wie Domian oder Pop und Weck TV.

von Wiesbadener - am 08.12.2006 09:39
Daran sieht man, dass hier nur bestimmte Kräfte innerhalb des BR ruhig gestellt werden sollen - die wir wollen ein Jugendwelle Fraktion.
Denn mit der Entscheidung "alles außer UKW" hat man das Projekt von vorneherein getötet.
Wenn man derart unflexibel ist, zumindest bestimmte Teillösungen für eine UKW Verbreitung in Betracht zu ziehen, dann sollte man das Geld sparen, es ist dann hinausgeworfen.

Kein bis-30jähriger nutzt die Mittelwelle, DAB oder DRM :rolleyes: Damit erreicht man noch weniger, als jetzt BR3 hören.

Fazit: man wirft 4 Mio Euro für programmpolitische interne Kämpfe raus. Bringt der Hörerschaft absolut nix, aber man hat intern wieder Ruhe.
Schlimm.... normalerweise bin ich ein Befürworter des ÖR Systems, aber bei so etwas kann man schon seine Zweifel/Wut kriegen...

von Terranus - am 08.12.2006 11:00
Alle reden immer von Mittelwelle und DAB oder davon, die UKW-Frequenzen von Bayern4, Bayern2Radio oder B5 zu nutzen. Aber warum nicht einfacher? Bayern 4 Klassik hat viele Hörer und darf wegen seiner Einzigartigkeit nicht wegfallen. Bayern2 sollte nicht wegfallen, da es eins der letzten echten Öffis ist, und B5 hat einfach nur viele Hörer ;-). Bayern 1 braucht man erst gar nicht drüber zu reden...
ABER: Warum nimmt man nicht einfach das Quotenschwache Schmalzpopdudelprogramm Bayern 3 und gestaltet es progressiver in Richtugn Jugendradio? Die, die noch Bayern 3 hören, werden entweder bald auf Bayern 1 oder Antenne Bayern umsteigen und dann is eh Essig mit B3. Also warum nicht schon mal vorsorgen und Bayern 3 als das neue Jugendprogramm etablieren?

von Japhi - am 08.12.2006 11:05
Weil das gegen den internen BR Poporz nicht durchsetzbar ist. Da gibt es für jede UKW Welle ein Kampflager, und ein kleineres aber lautstarkes für die Jugendwelle. Die Altherrenführung hat sich aber an die UKW Kampflager gewöhnt, will aber das endlich das Jugendlager ruhiger wird. Also jetzt die Baldrianlösung.

von Terranus - am 08.12.2006 11:10
[unqualifizierter Beitrag] Allet scheiße mit den verkalkten Öffi-Funktionären. :D [/unqualifizierter Beitrag]

Dann kann man das eigentlich gleich sein lassen mit dem Jugendprogramm. Ich warte schon darauf, das Antenne Bayern ein Jugendprogramm startet, das dem BR noch mehr Hörer wegnimmt, so grottig es auch sein mag.

von Japhi - am 08.12.2006 11:13
Warum nicht doch mal an dem Frequenzabkommen mit der BLM rütteln? Es kann doch nicht sein, dass die UKW-Senderketten auf immer und ewig so eingefroren sind wie sie jetzt sind. Es müsste doch beiden Seiten dran gelegen sein, ihre Überversorgung zugunsten neuer Programmangebote nutzen zu können. Dann könnte der BR eben doch zumindest eine Rumpfkette für das Jugendradio aufbauen und die BLM könnte z.B. die Rockantenne weiter auf UKW bringen, oder vielleicht die Versorgung mit Galaxy weiter ausbauen... Aber da ist wahrscheinlich die BLM durch ihre Zusagen den etablierten Anbietern gegenüber schon wieder so gebunden, dass sie zu wenig davon hätte.

von Habakukk - am 08.12.2006 11:24
jkr: Dann mal ein Vorschlag zur Verhandlungsbasis:

Der BR gibt Ismaning 90,0 - 25 kW an die BLM ab, bekommt dafür im Gegenzug die 102,7 MHz von Antenne Bayern (mom. Zugspitze) für die Jugendwelle (die dann mit 25 kW nach Ismaning rückkoordiniert wird). Die 90,0 MHz geht mit 25 kW vom Oly für Rock Antenne auf Sendung, für Garmisch gibt's die 102,9 MHz für die Antenne. Antenne Bayern bekommt in München die lange koordinierte 107,5.

von Wiesbadener - am 08.12.2006 11:49
Und dann machen wir zwei landesweite DAB-Bedeckungen und jeweils ein lokales Ensemble im Band III (all das ist für die sehr nahe Zukunft geplant). Dann bekommen wir alles, was so gewünscht wird, und noch mehr. Dazu muss nur die Bundeswehr ihren Widerstand gegen vernünftige Sendeleistungen im Kanal 12 aufgeben.

von RudiP - am 08.12.2006 12:15
@jkr: Und dann laufen Energy, Gong und Co. Sturm wg. der zwei neuen Konkurrenten. Wetten?

von Wiesbadener - am 08.12.2006 12:23
Zitat
jkr
Geplant war schon sehr viel - Papier ist geduldig. DAB wird dennoch daran scheitern, weil kaum jemand bereit ist, alle Geräte neu anzuschaffen (Wohnung, Auto, Büro). Pro Haushalt 10 Empfänger, ich glaub das ist nicht übertrieben.


Wenn irgendwann der Knoten erst geplatzt ist, läuft die Kiste. Wie mit den digitalen Satelliten- und DVB-T-Receivern, die man jetzt in jedem Supermarkt für 29 Euronen nachgeworfen bekommt.

von Wiesbadener - am 08.12.2006 12:31
Zum immerwiederkehrenden Thema Jugendradio auf MW:

Wieso denkt ihr eigentlich immer nur aus euren Perspektiven, wie ihr Radio empfindet und nutzt?
Die Mittelwelle kann nie ihr Comeback erreichen, wenn sie ein jeder so betrachtet, wie sie bis jetzt betrachtet wurde. Ok, konkret:

Was verstehen die heutigen Generationen unter "Radio"? Genau, lediglich das UKW-Band. Manch einem ist vielleicht sogar der Begriff FM-Empfänger bekannt, was als Synonym für "Radio" verwendet wird.

Dann gibt es noch den Begriff "Digitales Radio" und schon herrscht keine Klarheit mehr: "Mein Radio ist digital, steht zumindest drauf" (Digitaler Tuner...), oder "Digitales Radio? Das kann, glaube ich, im Internet empfangen" oder "Das ist, wenn man das Radio an das Kabel anschließt" oder vielleicht kennt sogar der ein oder andere irgendeine Digitalradio Werbung, hat aber nicht verstanden, was das soll.

So, und was ich damit jetzt sagen will: Will man neue Chancen für UKW-Alternativen etablieren, EGAL ob DAB, DVB-T oder DRM. DANN darf man auf keinen Fall mit diesen Kürzeln daherkommen oder gar - noch schlimmer - mit Frequenzbandbezeichnungen, die vielleicht sogar noch irgendwer ganz falsch assoziiert.

Für digital übertragene Programme bzw. eigentlich generell für den Nutzer, ist vollkommen egal, was da für eine Technik dahintersteht! Es zählt lediglich: Welches Gerät brauche ich und wie kann ich es benutzen. Und hier helfen allerhöchstens Markennamen und gute Promotion!

Ok, aber bei letzterem sage ich euch ja nichts neues. Doch um noch konkreter zu meinen Zukunftsvisionen zu kommen (die leider irgendwie nie jemand so umsetzen will...):
Die digitale Mittelwelle kann funktionieren, bei jeder Zielgruppe, mit jedem Inhalt, WENN sie entsprechend stark subventioniert und extremst promoted wird!

Ich stell mir digitale Taschenempfänger für ca. 20 Euro vor, die NICHT alles empfangen können (wie's hier immer wieder gefordert wird), sondern die einfach ein paar digitale Programme (z.B. von der MW) empfangen können, vielleicht sogar schon vorprogrammiert bzw. fest "verdrahtet", und vielleicht auch noch einen Billig-FM-Chip drin haben. Fertig.

Jetzt macht man dann auch noch entsprechend Werbung über alle Kanäle, dass es ein super-geiles neues interaktives Programm X zu empfangen gibt, wenn man sich bei McDoof oder ALDer so ein super-geiles schickes interaktives digitales Empfangsteil besorgt.

Und dann kauft auch die aktuelle Jugend die digitale MW ab!

Ich weiß, es ist aktuell (!) noch (!) nicht möglich, so günstige Empfänger für DRM zu bauen, aber die 1-Chip-Lösungen gibt's doch schon... Viel fehlt da doch nicht, ausser einem verrückten Investor, der die ganze Maschine ankurbelt... ;-)

Ok, aber zur aktuellen Realtität zurückgekehrt: So wie's jetzt läuft, habt ihr natürlich recht. Aber man darf eben nicht immer nur das sehen, was jetzt ist. Sonst gibt es nie einen Fortschritt!

(Ich wünsche mir sehr, dass hier auch mal Verantwortliche, sowie mutige Revoluzzer mitlesen!)

Es ginge soviel mehr, würde man es tun...

von S.W. - am 08.12.2006 12:46
@S.W.:
Naja, wir schreiben hier aber halt auch aus langjähriger Erfahrung heraus. Gerade weil so Dinge, wie du sie ansprichst, nicht passieren, verliert man auch den Glauben daran, dass das irgendwann mal was wird.

Mit dem Morphy Richards ist auf Geräteseite vom Bedienkonzept her vielleicht ein erster Schritt in die Richtung getan, die dir vorschwebt. Eine Liste von Programmen, wo es egal ist, über welchen Standard übertragen wird. RTL Radio (DRM) gleichberechtigt neben Antenne Bayern (UKW) und Rockantenne (DAB). Das dürfte bestimmt in Zukunft noch stärker kommen, dieses Konzept. Also auf Empfängerseite sehe ich nicht mal das Problem. Auch fest verdrahtete Radios gab es in der Vergangenheit schon häufig (Radioropa mit der 261kHz, Mega Radio mit den Miniradios, die sie bei McDoofs verscherbelt haben).

Das Problem ist aber nach wie vor, die Leute dazu zu bewegen, sich so ein Ding zu kaufen. Selbst wenn du dein fest verdrahtetes Billig-Radio nimmst: du musst dem Jugendlichen erst mal klar machen, dass er das Teil haben muss. Für 20 Euro kann er sich auch paar Kippen kaufen, mal ordentlich einen über den Durst trinken, oder seine Freundin ins Kino einladen. Aber sowas uninteressantes wie Radio? Ich glaube, die Werbung für ein entsprechendes Programm muss dann wirklich massiv sein und das Programm auch überzeugend sein (oder sein Image). Wenn ich mich so zurückerinnere: welcher Radiosender hat denn bisher wirklich massiv Werbung betrieben? Und das so überzeugend, dass er wirklich "die Massen" bewegt hat? Da fällt mir spontan außer paar dämlichen Plakaten nix ein. Mega Radio hat damals mit McDoof kooperiert, guter Ansatz, aber geworden ist nix draus. Wieviele Jugendlichen kannten Mega Radio? Trotz dieser Kooperation und obwohl ich in der Zeit öfter beim Mäcci war: mitgekriegt habe ich nix davon, ich hab nur davon gelesen. Das war auch viel zu harmlos, wenn auch ein guter Ansatz.

Ich glaube, auf absehbare Zeit führt einfach nix an der terrestrischen UKW-Versorgung vorbei, wenn ein Programm wirklich gehört werden will. Jede noch so ätzende UKW-Funzel, wenn sie nicht völlig in der Pampas strahlt, bringt momentan (und auch in den nächsten Jahren) mehr Hörer als die tollste Kabelverbreitung, der feinste Internetstream und der krachtigste Mittelwellenbrutzler, das ist einfach so.

Die Geschichte von DAB und auch von DRM bisher zeigt doch, dass absolut niemand daran interessiert ist, wirklich ein Revoluzzer zu sein. Die Etablierten schaukeln einander die Eier und gut ist. Da stehen oft zuviele unterschiedliche Interessen einander gegenüber, als dass da mal geschlossen irgendwas unternommen werden würde. Und die Neuen haben kaum die Kraft (v.a. das Geld) für revolutionäre Maßnahmen. Welcher Radiosender (v.a. einer ohne Hörer) könnte sich z.B. eine alles überschwemmende Werbeaktion wie der Doofmarkt leisten? Oder wer könnte es sich leisten, Millionen McDagobert-Kunden ein neues fest verdrahtetes Radiogerät (und seis noch so billig produziert) zu schenken?

von Habakukk - am 08.12.2006 13:25
Zitat
Wiesbadener
Zitat
jkr
Geplant war schon sehr viel - Papier ist geduldig. DAB wird dennoch daran scheitern, weil kaum jemand bereit ist, alle Geräte neu anzuschaffen (Wohnung, Auto, Büro). Pro Haushalt 10 Empfänger, ich glaub das ist nicht übertrieben.


Wenn irgendwann der Knoten erst geplatzt ist, läuft die Kiste. Wie mit den digitalen Satelliten- und DVB-T-Receivern, die man jetzt in jedem Supermarkt für 29 Euronen nachgeworfen bekommt.


Der Unterschied zwischen DVB-T/C/S und DAB/DRM ist aber, daß Dein Fernseher trotz Umstiegs auf digitale Empfangsarten weiter zu verwenden ist (nämlich durch Zwischenschalten einer Set-Top-Box), während normale Radios einfach nichts mehr empfangen und dadurch auf den Müll wandern müßten.

von _Christoph - am 08.12.2006 15:21
stimmt, diesen Aspekt hatte ich noch nie so richtig im Hinterkopf... Radios wären halt wirklich wertlos, während man seine 40 Jahre alte TV Kiste mit DVB-T box weiternutzen kann.
Röhrenradios wären tot, außer man schließt einen dieser neuen UKW "Minitransmitter" an ;)

von Terranus - am 08.12.2006 15:40
Also bräuchten alle DAB-Geräte der Logik nach einen UKW-Minisender drin, sodass man seine bisherigen Radiogeräte weiterverwenden kann. Wenn aber jedes DAB-Gerät eh bereits einen UKW-Tuner drin hat, wozu braucht man dann sein bisheriges Radiogerät noch? Da beißt sich doch die Katze in den eigenen Schwanz...

von Habakukk - am 08.12.2006 16:15
Zitat
TerranusI
...Röhrenradios wären tot, außer man schließt einen dieser neuen UKW "Minitransmitter" an ;)


Och nö. Mein Loewe Opta Komet 53 soll noch Jahre munter vor sich hindudeln.

Das immer wiederkehrende Problem Digitalradio ist ja, dass man sein ganzes "altes" Zeug wegwerfen kann. Und davor scheuen sich die meisten Leute. Zumal einige UKW-Tuner ja immer noch sehr teuer sind. Selbst wir Radiofreaks wollen ja nicht etwas investieren wenn man das Ende absehen kann! Wenn nicht wir, wer denn dann?!?

Und das der BR nicht von den MW-Jugendradios gelernt hat wundert mich. MEGARADIO ist ja schon genannt worden. Mit einer "exklusiven" Ausstrahlung auf DAB hätte man ja nochmal die Werbetrommel rühren können. Naja mal schauen...

von oli84 - am 08.12.2006 16:37
Völlige Totgeburt dieses Jugendradio.

Zitat

Die Klassiksendungen wären dann nur noch von sehr wenigen Hörern zu empfangen gewesen.


Der Satz sagt unfreiwillig alles! Kaum einer wird das Programm auf welche Art auch immer hören. 4 Millionen rausgeschmisses Geld.

Wenn man Bayern4 mit den gleichen Verbreitungswegen wie die Jugendwelle ausstatten würde ("alles außer UKW" - bzw. wir können alles außer UKW-Deutsch :D), würde man m. E. mehr Hörer erreichen, als mit einem Jugendradio auf den wir hier zigfach geschriebenen unbrauchbaren Verbreitungswegen. Im Internet werden die B4-Freunde wohl kaum als Hörer wie Webstream zu finden sein, aber die B4-Hörerr werden m. E. überproportional ihr Programm an der heimischen Stereoanlage (und da ggf. mit Kabel) hören oder eher überdurschnittlich (nicht nur gebildet) sondern auch finanziell ausgestattet sein und sich daher eher, z. B. für den Neuwagen, ein DAB-Radio zulegen können/würden. Und zuletzt dürfte, auch wenn das klanglich na klar nicht akzeptabel ist, das B4-Klientel mit dem Begriff "Mittelwelle" - im Gegensatz zu der Zielgruppe einer Jugendwelle - noch was anfangen können.

In dem Thread sind wird uns - bis auf die Mittelwelle als Empfangsweg fürJugendlich- ja erstaunlich einig :).
Was Megaradio (übrigends mit McDoof-Billigempfängern... -wobei ich mir auch einen abgreifen wollte und in der Fillalie gab es die nicht oder nicht mehr) nicht geschafft hat, nämlich irgendwenn für die MIttelwelle zurückzugewinnen, wird auch der BR nicht schaffen. Wie schon mal hier von mir geschrieben, ist die MW in D für den Normalo, insbesondere aber in Bayern bzw. in Oberbayern mit EINEM Parallelprogramm, tot. M. E. zu recht. Und auch nicht wieder belebar.

@Hagen
Zitat

Achso, wieso würde mit Radio via DVB-T die heilige DAB-Kuh geschlachtet?

Weil dann schlagartig ne ganze Menge an potentizellen Hörern die das entsprechende Empfangsgerät schon zuhause haben erreicht würden und mit einem Digitalradio versorgt wären. Und diese ganze Menge (wohl deutlich mehr als DAB-Besitzer :D) sich so, da ja das Radio ab 2015 grundsätzlich dital zu werden hat, überhaupt KEINEN DAB-Empfänger fürs Wohnzimmer kaufen müssten um die Zukunft der digitalen Welt auch ab 2015 nutzen zu können. Außerdem hätte ein Digitalradio via DVB-T auch für DAB den entscheidenten Nachteil, dass da schlichtweg MEHR Programme zu empfangen wäre, was als Konsequenz DAB auch nicht die Massen zutreiben würde.

@jkr
zum Thema RockAntenne in MUC
Zitat

Nachtrag: Dass die BLM in diesem Punkt feige ist, sieht man schon daran, dass man die eigenen Pläne in München (Umzug der Antenne zum Freimachen der 101,3) nicht durchgesetzt hat.

Feige sehe ich da eher ABY. Wenn die der BLM wegen der 101,3 die Pistole auf die Brust setzen würden (entweder UKW 101,3 oder wir stellen die Rock Antenne als ein!!!!) sehe das anders aus. Denn dann hätte die BLM so gut wie kein "Vorzeigeprogramm" mehr für das Millionengrab DAB, sorry: Für den "über zehnjährigen quasi-Regelbetrieb" des "Digitalradios" als "Zukunft" und "Ablösung von UKW."


von Schwabinger - am 08.12.2006 17:59
Einfache Lösung:

BR1: viele Hörer, bleibt auf UKW
BR2: echter Öffi, UKW
BR3: Service, UKW
BR4: Klassik. Viele Hörer. Braucht UKW für guten Klang und die vielen Hörer. Abschaltung nicht durchsetzbar.
BR5: Nachrichten=kein HiFi-Klang benötigt: Mittelwelle+DAB. Fertig. Wie so oft diskutiert: Dieser olle Nachrichtendudler braucht keine gute UKW-Versorgung für sein Mono-Programm.

Aber wir brauchen uns da nicht drum zu kümmern, es kommt so, wie der BR das sagt. Punkt.

Und was läuft gerade auf Bayern 3??
Bushido - Sonnenbank Flavour

Ich glaub, ich bin ganz froh, wenn das Jugendradio NICHT kommt.

Da lob ich mir doch "Bayern 1 mit die tolle Alpenmusik!! :) :)"

von Japhi - am 08.12.2006 18:07
Zitat

Dieser olle Nachrichtendudler braucht keine gute UKW-Versorgung für sein Mono-Programm.

Das ist im Prinzip richtig, aber die BR-Mittelwellensender sind kein auch nur annähernd gleichwertiger Ersatz, da die in der Leistung inzwischen mächtig reduzierten Sender Ismaning (801 kHz/100 kW) und Dillberg (801 kHz/20 kW) nicht mehr im ganzen Freistaat gut empfangen werden können. Würzburg (729 kHz/1 kW) und Hof (729 kHz/0,2 kW) reichen sowieso nicht weit. Bayern ist eben riesig groß; mehr als doppelt so groß wie NRW oder dreieinhalbmal so groß wie Hessen. Da reicht ein 100 kW-Sender plus 20 kW-Gleichwellensender eben nicht aus. Egal für welches Programm.

Nun aber ausgrechnet ein Jugendprogramm über MW ausstrahlen zu wollen, kann ich nur als Alibi-Verbreitung, mangels Frequenzen nicht über UKW senden zu können, werten. Soviel Ahnungslosigkeit in Sachen Mediennutzung von Jugendlichen möchte ich den Verantwortlichen nicht unterstellen.

von Manager. - am 09.12.2006 10:44
Jetzt habe ich mich mal selber schlau gemacht.

Bayern 1 ..Wird ein Mix aus Bayern 1 + Bayern 3
Bayern 2 ..Bekommt Längeren Zündfunk und übernimmt Das Rucksackradio Von Bayern 1
Bayern 3 ..Wird Moderner,Frischer,Frecher Entstaubt.....
Bayern 4 ..Bleibt fast wie es ist übernimmt von Bayern 1 Die Bayrische
Volks+Hausmusik in sein Pogramm
Bayern 5 ..Ist ein Sorgenkind,weil die Senderkette in Mono so schnell nicht
Umgerüstet werden kann,daher ist sie für Musik Unbrauchbar.Die Kosten will
keiner Übernehmen...also...bleibts auch wie es ist.
Um Bayern 3 Soll Sich Zukünftig Jörg Bombach Kümmern (hr)

Dann Sieht es Ab Mai wohl so aus :
Bayern 1 = Oldies,Evergreens,Schlager,Pop
Bayern 2 = Gemischtpogramm Für Alles + Kultur
Bayern 3 = Flotte Welle Mit Rock,Pop,Dance,Junger Musik
Bayern 4 = Klassik & Typisch Bayrische Musik
Bayern 5 = Nachrichten,Regionalnachrichten,Bayern Berichte

von PowerpIay - am 09.12.2006 10:54
Natürlich könnte die MW in Bayern funktionieren, aber eben mit einem zeitgemäßen Sound. Die Empfangsgeräte sind ja millionenfach vorhanden. Die Nutzung steigt m.M. mit dem Klangbild. Solange man hier mit Equipment von 1960 fummelt, wird die MW tot bleiben. Profis könnten zeigen , wie man das macht. Und ebenso wie man für die UKW-Sender nach und nach stets neue Soundprcessoren anschafft, so muss das eben auch für die MW gelten.


von Der Korken - am 09.12.2006 10:56
naja BR1 haben sie ja fast schon so weit, das wurde ja schon schleichend umgebaut.

von Terranus - am 09.12.2006 11:54
@Powerplay
Zitat

Dann Sieht es Ab Mai wohl so aus :
Bayern 1 = Oldies,Evergreens,Schlager,Pop

Im Prinzip läuft das so schon...
Zitat

Bayern 2 = Gemischtpogramm Für Alles + Kultur

Istzustand...
Zitat

Bayern 3 = Flotte Welle Mit Rock,Pop,Dance,Junger Musik

Da ist der BR wohl der Meinung, das sei so...
Zitat

Bayern 4 = Klassik & Typisch Bayrische Musik

Bis auf "typisch bayerische Musik" (Volksmusik abseits von Karl Moik?) Istzustand...
Zitat

Bayern 5 = Nachrichten,Regionalnachrichten,Bayern Berichte

Istzustand, wenn auch im Rotations-Häppchenformat...

von Schwabinger - am 09.12.2006 11:57
Zitat

Bayern 5 ..Ist ein Sorgenkind,weil die Senderkette in Mono so schnell nicht
Umgerüstet werden kann,daher ist sie für Musik Unbrauchbar.Die Kosten will
keiner Übernehmen...also...bleibts auch wie es ist.


Also das halte ich für ne Falschinfo, denn als früher nachts Bayern 3 noch übernommen wurde auf der B5aktuell-Senderkette, wurde sehr wohl in Stereo gesendet nachts, also scheint die Technik stereofähig zu sein.

von Habakukk - am 09.12.2006 12:31
Ganz genau! Die 106,9 auf dem Grünten wurde vor Bayern 5 (als noch die Fremdsprachenprogramme darauf liefen) definitiv in Stereo betrieben, und das war bestimmt auch bei anderen Standorten der Fall. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Sender der fünften Kette wirklich für B5 auf Mono umgerüstet wurden.
@ Powerplay: bei wem hast du dich denn "schlau gemacht", von wem kommen diese Aussagen?

von Rolf, der Frequenzenfänger - am 09.12.2006 13:54
Ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, dass extra Sendegeräte hergestellt werden die nur Mono verarbeiten. Das wäre doch aufwendiger als übliches Stereo zu verbauen.

Das Thema erinnert mich an Bayern3 der 80er als noch für den VF extra auf Mono umgeschaltet wurde.

von Nordi - am 09.12.2006 15:08
Technisch habe ich keine Ahnung =Anfänger
Aber so wurde es mir von Meinem Ex Schulkollegen Geschildert
Der beim Bayrischen Rundfunk Arbeitet...allerdings hat der mit Technik auch nichts zu tun.

von PowerpIay - am 09.12.2006 15:39
Das Hauptproblem besteht wohl darin, dass man mit den bestehenden Frequenzen immer mehr Programme unterbringen will. Das zwingt zu Kompromissen, und wie diese Aussehen, wird sich zeigen. Es ist verwunderlich, dass ausgerechnet der BR als Digi-Liebhaber seine neuen Programme nicht gänzlich auf neuen Wegen verbreiten will, sondern lieber ein Frequenzsplitting installieren will, das letztlich keinem Hörer dienlich ist.
B2 wird vermutlich erstmal für wenige Stunden das Jugendradio einführen, und schrittweise, heimlich, dann der neue Sender immer mehr ausgedehnt. Sehr durchschaubar.


von Der Korken - am 09.12.2006 17:13
Wenn das so kommen sollte, wird der Zündfunk wohl dem Jugendradio geopfert werden.

von wavefinder - am 09.12.2006 17:23
Das Jugendprogramm auf Mittwelle,daran glaub ich net.
Beim Tag der offenen Tür am Dillberg hab ich nach dem Sin der AM Ausstrahlung von BR 1 gefragt,diese wurde mir so begründet das der BR die Frequenzen bei Nichtnutzung verlieren würde und das es noch viele ältere Leute gibt die noch die Mittelwelle nutzen.
Diese Aktion würde im Wiederspruch dazu stehen.

von Robert S. - am 09.12.2006 18:14
Vermutlich wird es eine sanfte Übergangsphase geben. So oder so sollte man sich nichts vormachen: kein Mensch kauft neue Radios, nur um ein bestimmtes Programm zu hören. Entweder es wird gratis angeboten (Huckepack auf anderen Medien), oder es wird schlicht nicht gehört. Daher ist es für mich logisch, einen Verbreitungsweg zu wählen, der dem geneigten Freak zwar "komisch" vorkommt, aber Aufgrund der hohen Verbreitung der möglichen Empfänger zumindest einen Anfang darstellt. Ob diese MW-Analog-Aussendung dann beibehalten wird, steht auf einem anderen Blatt.
Es ist so, wie schon vor 3 Monaten angedeutet : Es wird kein Programm radikal umgeworfen, aber einen schleichenden Prozess, den werden wir erleben.


von Der Korken - am 09.12.2006 22:04
@Korken
Das mit der Übergangsphase vermute ich auch.
Sehe dabei sogar Chancen, daß vom Zündfunk einiges langfristig übernommen und erhalten wird.

Zitat
Habakukk
Also bräuchten alle DAB-Geräte der Logik nach einen UKW-Minisender drin, sodass man seine bisherigen Radiogeräte weiterverwenden kann. Wenn aber jedes DAB-Gerät eh bereits einen UKW-Tuner drin hat, wozu braucht man dann sein bisheriges Radiogerät noch? Da beißt sich doch die Katze in den eigenen Schwanz...
Wenn man nur ein DAB-Gerät, dafür aber 5 UKW-Radios hat, lohnt sich das sehr wohl! Ich selbst hab Funklautsprecher in der Wohnung verteilt, weil das vor Jahren noch die einzig legale Sache zu diesem Zweck war. Und den Sender kann ich mit allem Speisen, was ich empfangen kann. Für die Heimversorgung wird das sicher in die Richtung gehen (zukünftig eben eher mit den UKW-Minisendern). Und Webstream-Empfänger, die ohne eingeschalteten PC gehen, sind auch im kommen (für die Masse aber wohl noch zu teuer).

[DVB-T täte heilige Kuh DAB schlachten]
Zitat
Schwabinger
Weil dann schlagartig ne ganze Menge an potentizellen Hörern die das entsprechende Empfangsgerät schon zuhause haben erreicht würden und mit einem Digitalradio versorgt wären. Und diese ganze Menge (wohl deutlich mehr als DAB-Besitzer :D) sich so, da ja das Radio ab 2015 grundsätzlich dital zu werden hat, überhaupt KEINEN DAB-Empfänger fürs Wohnzimmer kaufen müssten um die Zukunft der digitalen Welt auch ab 2015 nutzen zu können. Außerdem hätte ein Digitalradio via DVB-T auch für DAB den entscheidenten Nachteil, dass da schlichtweg MEHR Programme zu empfangen wäre, was als Konsequenz DAB auch nicht die Massen zutreiben würde.
Alles Argumente, die dafür sprechen, Radio auch auf DVB-T aufzuschalten! Zuhause hat DAB außer DVB-T ja noch diverse andere Wege wie DVB-S, DVB-C (teilweise), analoges Kabel-UKW, Internet, ... Für den mobilen Empfang ist aber auch DVB-T nicht soo die Alternative, da die Geräte immernoch etwas unhandliche sind. Eine mobile Alternative wäre ja vielleicht noch das DMB/Handy-TV, zu dessen Gunsten ja bereits DAB teilweise geschlachtet wird, aber ansonsten ist DVB-T ist im mobilen Bereich da keine Alternative. Das hieße, Radio über DVB-T hätte IMHO kaum Auswirkungen auf die (geringe) Akzeptanz von DAB, aber ein weiterer Verbreitungsweg würde dem Medium Radio bzw. den Programmangeboten, die wir bislang mit dem Medium assozieren, eventuell wieder mehr mehr Hörer und Akzeptanz insgesamt bringen.

von Hagen - am 09.12.2006 22:55
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