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Mega Radio Nürnberg

Startbeitrag von Klaus am 03.10.2002 07:00

In Nürnberg soll es bereits Plakatwerbung für Mittelwelle 945 kHz geben.
Die steht also wohl kurz vor der Aufschaltung, oder ist sie schon on air?
Genauer Standort?

Antworten:

Möchte auch mal wissen, mit was (welcher Antenne) die in Nürnberg senden. Der Mast vom AFN Nuremberg wurde ja schon vor langer Zeit abgebaut. Nur die Fundamente für die Abspannseile stehen noch (auch nicht mehr?).

Da wird wohl das einfachste (und billigste) sein, eine Landrahtantenne am Fernmeldeturm aufzuhängen.

Weiß jemand mehr?

von Kay Bartholomäus - am 03.10.2002 11:40
Ich höre hier - 50km nördlich von Nürnberg noch gar nix.

von Terranus - am 03.10.2002 15:24
Die 1386 aus Würzberg soll ja auch laut Megaradio-HP senden, aber auch dort nur rauschen. Zunächst hieß es mal "Juli", dann "September" und jetzt haben wir Oktober und es tut sich nichts. Die Frequenzangaben auf der HP sind eh 'n Witz, so soll der Sender Stuttgart (738) noch bis ins Ruhrgebiet gehen, aber bereits hier in Wiesbaden klappt es schon kaum, abend und nachts gehr gar nichts mehr. Die (abends) zuverlässigste Frequenz ist die 1431, nicht etwa die 1575

von Harald P. - am 03.10.2002 17:36
Irgendwie sind die ganzen tagfrequenzen von MegaRadio eine einzige lachnummer! Ich wohne ca. 60km östlich von stuttgart, die 1KW UKW sender gehen bei mir immer noch ganz gut, aber der 5KW AM sender auf 738 geht so gut wie gar nemme. Aber dafür powert die 945 aus München so verdammt rein. was ist da los?

Nachts ist auf der 1575 mehr italien als MegaRadio zu hören. Sie sollten wirklich mal eher auf 1431 aufmerksam machen. Dann die geht wirklich in ganz deutschland. Am Bodensee z.B. ist absolut nix mit 1575 aber die 1431 ist absolut klar.

von Radiator - am 06.10.2002 10:13
Ich habe festgestellt (war für mich neu), dass ich direkt am Sendeturm von der 945 ein verbrummtes signal bekomme, entferne ich mich etwa 1km (hackerbrücke S-Bahnsteig) bekomme ich garnix, in einer entfernung von 2-30km gehts super, ab 30km geht so überhaupt nixmehr. Warum ist (tagsüber) in Turmnähe kein Signal?

von elchris - am 06.10.2002 10:33
Die müssten zumindest mit 10kW senden auf ihren tagsüber Frequenzen. So wie es AFN an einigen Standorten macht. Dann kann man sich das auch anhören. Damit wäre dann auch tagsüber ne annähernd flächendeckende Versorgung erreichbar.

von Terranus - am 06.10.2002 12:44
@Terranus: Ich frag mich auch, wo das Problem ist, tagsüber mit 10kW zu senden... Man stört doch da tagsüber selbst mit 50kW niemanden... Abends isses was anderes, aber für die Abendsversorgung hat sich Mega Radio ohnehin die 1575 (naja, eigentlich eher die 1431) ausgedacht. Aber tagsüber mit 10kW aus den einzelnen Standorten in Bayernund BWÜ, dann würds halbwegs klappen mit Empfang. So isses nix.
Aber andrerseits haut mich deren Programm in letzter Zeit eh nicht mehr vom Hocker.



von Andreas W. - am 06.10.2002 15:47
Andreas W. schrieb:

Zitat

Die müssten zumindest mit 10kW senden auf ihren tagsüber
Frequenzen. So wie es AFN an einigen Standorten macht. Dann
kann man sich das auch anhören. Damit wäre dann auch tagsüber
ne annähernd flächendeckende Versorgung erreichbar.



Mit dieser Sendeleistung ?
an welchen denn ?

von AFN BE KENNER - am 06.10.2002 22:47
AFN sendet mit 10 kW ERP an folgenden Standorten:
Stuttgart-Hirschlanden (1143 kHz)
Kaiserslautern (1107 kHz)
Grafenwöhr (1107 kHz)

von Heinz Schulz - am 07.10.2002 05:08
Wobei im AM-Bereich grundsätzlich die tatsächlichen Senderausgangsleistungen angegeben werden, also keine ERP.

von Nürnberg Radio Mega - am 07.10.2002 12:21
War heute in Nürnberg - da ist wirklich noch nix zu hören.

von Terranus - am 07.10.2002 12:38
Damit sind die Leistungsangaben der MW-Sender eigentlich gar nicht vergleichbar mit denen von UKW. Da können bei den riesigen Antennenfeldern diese 300kW ja dann durchaus im MW-Bereich (nicht Mittelwellenbereich, ich meine Megawattbereich ;-) ) liegen!?



von Andreas W. - am 07.10.2002 12:52
Die 909 hätte doch Mega Radio nehmen können.
Aber da hätte man eine ordentliche Antenne gebraucht, mit einem simplen Draht ist es da nicht getan.
Und wer will schon einen neuen MW-Sender vor der Nase, siehe Proteste der Bevölkerung in Holzkirchen, Mainflingen usw. Den Draht sieht keiner.

von Klaus - am 07.10.2002 13:52
@jkr: Naja, wenn 300kW beim BR ca. 1600kW ERP gegenüberstehen, dann wär das bei gleichem Antennengewinn bei 2000kW ca... upps.... Da schmort ja alles weg....

Wegen der 909: Naja, immerhin noch besser 2,7kW als das poplige Kilowattchen, das Mega Radio auf der 945 versenden darf. Warum wurde die denn nicht von der BLM ausgeschrieben? Hab jetzt grad nur nicht so in Erinnerung, was da abends auf 909 kHz kommt. Die 945 jedenfalls ist gnadenlos schlecht abends und nachts, da kommt alles, nur nicht Mega Radio.



von Andreas W. - am 07.10.2002 14:16
Ich dachte im Mittelwellenband iss nix mehr los ? Und jetzt finden sie noch nicht mal ne Frequenz für 10kW ? Glaub ich nicht- die wollen gar nicht stärker senden. Und sie könnten doch zumindest tagsüber die Leistung hochdrehen. Die 945 in München geht doch nicht viel weiter als die UKW Sender dort.

von Terranus - am 07.10.2002 14:20
Ich versteh das auch nicht, warum man denn nicht tagsüber wenigstens mit höherer Sendeleistung senden darf. Die würden doch auch mit 10kW niemanden stören. Selbst die 10kW AFN Sender aus der Oberpfalz haben ja nicht die großartige Reichweite und sind hier unten im Südosten schon kaum mehr zu hören. Was spräche also gegen 10-50kW auf der 945 tagsüber und von mir aus ab 17 Uhr im Winter und ab 19 Uhr im Sommer nur noch das eine Kilowatt, oder ganz ausschalten!?



von Andreas W. - am 07.10.2002 14:26
1386 - da fällt mir doch Radio Moskau ein. Auf der Frequenz brauchen sie wohl nicht senden wenn die Vampire rauskommen. Auf 909 ist hier regelmäßig England stark zu hören - auch ein Schmarrn. Es gibt doch genug Frequenzen auf denen keine starken Sender senden in Europa.

von Terranus - am 07.10.2002 14:29
So ist es. Mit dem Draht ist bei 5 kW (s. Chemnitz-Geyer) Schluss, sonst schmort der durch. Aber man sieht ihn halt kaum, und so halten sich Proteste in Grenzen.
Die Königsberger 1386 in Würzburg zu verwenden ist totaler Schwachsinn. Tagsüber noch ok, aber was ist abends?
Da verwundert es doch sehr, dass die 1080 in Frankfurt nur tagsüber genehmigt wurde. Soweit ich weiß, sendet der polnische Sender auf dieser Frequenz ohnehin nur unregelmäßig.

von Klaus - am 07.10.2002 15:31
Aber wenn DRM mal kommt, dann ist das sowieso alles egal. Da gibt es keine Interferenzen, da siegt halt immer der Stärkere. Entweder es gibt Empfang, oder es gibt keinen, Salat gibt es jedenfalls nicht.

von Klaus - am 07.10.2002 15:35
Nun fragt man sich nur was ist besser - gar nix oder Salat ? :)

von Terranus - am 07.10.2002 15:36
Hallo Leute,

also ich verstehe nicht, wie Ihr im AM-Bereich auf solche hohen ERPs kommt.

Normalerweise werden Gewinnangaben immer im Vergleich zu Dipolen (oder seltener: Kugelstrahlern) angegeben. Einfacher Dipol: 0dB Gewinn. 2-Element-Yagi: ca. 3dB Gewinn. 4-Element-Yagi: ca. 6dB Gewinn.

Die meisten AM-Sender haben aber als Antenne "nur" einen einfachen Vertikalmast (oder einen seitlich abgespannten Draht), der meist als Viertelwellenstrahler in Resonanz ist. Das entspricht vom Gewinn her 1:1 dem Dipol. Also kein Gewinn. Im Gegenteil, wenn man Glück (und eine feuchte Wiese als Gegengewicht) hat, werden ca. 50% der Endstufenleistung auch tatsächlich abgestrahlt. Und wenn man eine Zweimastanlage (Viertelwellenstrahler und Reflektor) hat, steigt der Gewinn auf max. 3dB, das entspräche gerade mal einer Verdoppelung der Abstrahlleistung, und das auch nur in Hauptstrahlrichtung. Also kann der Betreiber froh sein, wenn er mit einer solchen Anlage die volle Endstufenleistung in eine bestimmte Richtung senden kann. In Amerika sind häufig 3-Mast-Anlagen in Betrieb, die haben aber auch höchtens 5dB Gewinn, das ist noch nicht einmal eine Vervierfachung der Abstrahlleistung.

Also, wo soll soviel Antennengewinn auf der Mittelwelle herkommen?

Gruß Torsten.

von Torsten - am 07.10.2002 16:13

Re:

Der Einwand ist berechtigt. Die wohl größte Anlage in Europa steht auf dem Felsberg (Europe 1) und besteht aus 4 Masten, wobei sich ein Gewinn von höchstens 5 dB ergibt.
Der Sender selbst besteht aus 2 Einheiten zu je 1000 kW.
In Richtung Frankreich (220 Grad) wird eine Strahlungsleistung von ca. 3500 kW erreicht.

von Klaus - am 07.10.2002 16:25

Re:

Hören denn in Frankreich noch so viele Langwelle, dass sich diese Leistung noch lohnt ? Ich meine hier gibt´s ja schon fast keinen MW Sender mehr über 100kW

von Terranus - am 07.10.2002 16:55

Re:

In der Tat erstaunlich, weil Europe 1 heute über ein dichtes UKW-Sendernetz verfügt.
Aber die Langwelle hat eine gewisse Tradition, senden doch 4 starke Sender für Frankreich:
France Inter auf 162, Europe 1 auf 183, R. Monte Carlo auf 216 und RTL auf 234.
Der "schwächste" Sender hat immer noch satte 1400 kW.
So ergibt sich halt im ganzen Land ein gleichbleibend starkes Signal ohne Interferenzen.
Man wird die Frequenzen kaum aufgeben wollen, wenn DRM in Sicht ist, denn dann hat man (Fast) UKW-Qualität mit einem einzigen Sender zu relativ niedrigen Kosten, weil dann etwa 1/4 der Sendeleistung ausreicht, um das gleiche Gebiet zu versorgen.

von Klaus - am 07.10.2002 17:54

Re:

Das ist wohl auch der Grund warum der DLF immer noch seine 2 Sender betreibt (zusammen auch immerhin 1000kW und flächendenkend) plus die 700kW auf der 177kHz. Auch die 261kHz wird ja immer noch gehandelt ...

von Terranus - am 07.10.2002 18:21

Re:

Die 261 wird nicht mehr gehandelt, die ist vergeben, an Europe 1 ....
Die wollen da digital senden.
Es verwundert nur, warum die beste Nachtfrequenz (1593 kHz) derzeit nicht genutzt wird.
Die wurde zuletzt von Holzkirchen mit nur noch 100 kW ausgestrahlt und am 8.4.2001 nach Bürgerprotesten eingestellt.

von Klaus - am 08.10.2002 05:41

Re:

Die 1593 kHz wird derzeit zurückverlagert nach Langenberg. Und ratet mal, wer Interesse hat, diese künftig als wesentlich bessere Nachtfrequenz zu nutzen? Mit möglicherweise 800 kW!

von Wiesbadener - am 08.10.2002 05:42

Re:

Theoretisch kann die Frequenz mit 800 kW gefahren werden. Aber die Leute vor Ort sind heute so sensibilisiert, dass daraus wohl nix werden wird.
Früher war der WDR bei einigen Leuten ja sogar mit dem Kopftopf zu empfangen.
Mit DRM würden 200 kW reichen, das kann man vielleicht noch hinkriegen.

von Klaus - am 08.10.2002 06:13

Re:

Kochtopf natürlich

von Klaus - am 08.10.2002 06:13

Re:

Also wenn Mega Radio tatsächlich die 1593 als Nachtfrequenz bekäme, wäre das eine weit bessere Lösung als derzeit die 1575 kHz, die massiv aus Italien gestört wird. Selbst mit 100 bis 200 kW aus Langenberg könnte man eine bessere Empfangsqualität erreichen als derzeit mit den 500 kW aus Burg.

von Tobbe - am 08.10.2002 06:41

Re:

Als der WDR noch auf dieser Frequenz sein erstes Programm sendete (nicht zu verwechseln mit EINS LIVE), war dieser Sender in Italien eine der Informationsquellen für deutsche Urlauber, da das Signal stark und ohne Störungen von anderen Stationen hereinkam. Meines Wissens wurde zum Schluss auch nur noch mit 200 kW gesendet, reichte aber völlig aus...

Hier in Frankfurt/Main ist Mega-Radio auf der 1575 zwar laut (Sch...Modulation), aber mit starken Störungen durch die italienische RAI zu empfangen. Nach Mitternacht, wenn die italienischen Sender abgeschaltet sind, können sogar spanische Lokalsender besser gehört werden, als Mega.

Schmankerl zum Schluss: Am letzten Samstag konnte ich abends für kurze Zeit Mega-Radio über die Münchner Funzel 945 kHz hören. ;)

von Heinz Schulz - am 08.10.2002 08:44
Ich wohne in Dresden ( 1431) wo von Megaradio mit als Erstes sendete. Un ich stelle fest das die 1431 auch Nachts noch in RF. Zuhören ist ja auch in ganz Schweden. Die 1575 kommt überhabt nicht.

von Tom Funke - am 08.10.2002 11:58

Re:

Wenn sie die 1593 nehmen haben sie meine Gedanken gelesen :)
Die Frequenz war bis zu ihrer Einstellung nachts immer perfekt zu hören. Ich war 93 in London, die war dort stärker als die Lokalsender.

von Terranus - am 08.10.2002 12:05

Re:

Zu Langenberg: Auf http://www.bsotw.de/LBG720KHZ/page04.htm ist ein alter WDR-Print-Bericht über den MW-Sender zu lesen. Unter anderem heißt es da:

Zitat

Seit dem Einsturz des alten MW-Mastes wird die Mittelwelle auf der Frequenz 720 kHz vom Sendemast auf dem „Hordt“ abgestrahlt, der in Sichtweite des neuen Mastes steht und zu den wichtigsten Sendeanlagen des WDR zählt.
Dort musste aber wegen der geringen Entfernung zu den benachbarten Grundstücken und der öffentlichen Straße die Sendeleistung der Mittelwelle zum Schutz von Personen mit Herzschrittmacher so stark reduziert werden, dass eine flächendeckende Versorgung in NRW zur Zeit nicht möglich ist. Vom alten Standort am „Rommels Weg“ kann aufgrund der Grundstücksgröße die flächendeckende Versorgung von NRW auf Mittelwelle wieder hergestellt werden.


Direkt am UKW-Sender sind wohl nur 50 kW zugelassen, der neue Sendemast auf dem Rommel strahlt zur Zeit mit 63 kW, maximal möglich (wenn die Zulassung denn irgendwann erteilt wird) werden wohl 200 kW sein. Aber mit 800 kW ist bei den empfindlichen Anwohnern leider nicht mehr zu rechnen...sonst hören wir wieder die Horrorgeschichten von wandernden Feuerbällen und klingenden Heizungskörpern...

von Kroes - am 10.10.2002 17:44

Re:

Wo ist da überhaupt der genaue Standort?
Gab es nicht früher mal in Schweinau einen MW-Sender?

von Klaus - am 10.10.2002 17:45

Re:

Dann wird es wohl wieder ein Draht werden, 5 kW kann der noch vertragen, ohne gleich durchzuschmoren.
Ich kenne die Örtlichkeiten nicht, mir war nur der Name Schweinau noch irgendwie in Erinnerung.

von Klaus - am 10.10.2002 18:06
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