Weg frei für neue digitale Angebote

Startbeitrag von Bastian Karl am 21.12.2006 12:41

Die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten und die Landesmedienanstalten haben sich auf Leitlinien zur Frequenznutzung verständigt. Damit ist der Weg frei für die zukünftige Nutzung der digitalen Frequenzen, die Deutschland auf der RRC06 zugesprochen wurden. Nach dieser Einigung stehen ausreichend Frequenzen für digitalen Hörfunk (DAB), digitales Fernsehen (DVB-T) sowie mobiles Fernsehen und Multimedia Dienste (DMB und DVB-H) zur Verfügung. Nach übereinstimmender Einschätzung bietet insbesondere die digitale Ausstrahlung über Antenne beste Voraussetzungen für ein vielfältiges Rundfunkangebot, das dem Publikum einen echten Mehrwert bietet. Den ganzen Text finden Sie hier

http://www.bayerndigitalradio.de/download/bdr_pressemeldungen/pm_061219_ard.pdf

Antworten:

Ich denke mal, der interessanteste Ausschnitt aus der PM ist dieser hier:

Zitat

Konkret wird der obere Frequenzbereich (UHF) als Kernfrequenzbereich für das digitale
Antennenfernsehen und die DVB-H-Versorgung definiert, der VHF-Frequenzbereich wird mittelfristig
als Kernbereich für die DAB/DMB-Versorgung definiert.


Die Frage ist jetzt nur, wie lange man die bereits im VHF-Bereich befindlichen DVB-T-Ausstrahlungen (in Bayern z.B. K10 Wendelstein/München, oder K6 Dillberg/Nürnberg oder K7 Brotjacklriegel/Deggendorf) beibehält, immerhin hat man ja die Antennenanlagen z.T. mühevoll umgerüstet. Natürlich ist es den Antennen prinzipiell egal, ob über sie DAB oder DVB-T abgestrahlt wird, aber dennoch glaube ich nicht, dass man so schnell mit DVB-T den VHF-Bereich verlässt.

Nun dürfte aber z.B. hier im Süden (München) eh nochmal eine Kanalumstellung bevor stehen, denn nicht alle derzeit genutzten Kapazitäten im UHF-Bereich sind nach RRC06 noch koordiniert.

So nutzt man am Wendelstein und Olympiaturm momentan die Kanäle 34,35,48,56 und 66. Davon ist K35 nicht für Südostbayern in RRC06 gelistet, sondern für Bayern-Mitte, muss also wohl irgendwann auf einen anderen Kanal wechseln. Laut RRC06 ist für München-Südost 26, 56, 48, 34, 66, 54, 63 koordiniert, das ZDF-Paket wird also irgendwann wohl von K35 auf K26 wechseln müssen. Ob man dabei auch gleich das ARD-Paket von K10 auf K54 verlegt, sozusagen, damit die Leute nur einmal erneut einen Suchlauf machen müssen, wäre überlegenswert. K10 ist zwar von der Reichweite her besser als die UHF-Kanäle, macht dafür offenbar aber öfter auch Probleme beim Empfang.

Immer wieder interessant: die Karten der zukünftigen Band III-Nutzung... Da kann sich dann schon jeder ausrechnen, was er möglicherweise empfangen kann, sollte mal tatsächlich alles in Betrieb sein:
http://www.worlddab.org/BandIII-Channel-maps_2_0.pdf

von Habakukk - am 21.12.2006 13:29
Viel Geschwafel und wenig konkretes. :(

von zerobase now - am 21.12.2006 14:14
Wie immer :-)

von pfennigfuchser - am 22.12.2006 08:04
Kaum zu glauben ....

Schon interessant, dass der Bayerische Rundfunkes nötig hat, eine Pressemitteilung der ALM ( Arbeitsgemeinschaft der Landesmedienanstalten der Bundesrublik Deutschland - hier: PM der Direktorenkonferenz der Landesmedienanstalten ) als eigene zu verkaufen :sneg: ; aber vergleicht ruhig selbst - hier -

Interessant übrigens auch die direkt darunterstehende PM der Gemeinsamen Stelle Digitaler Zugang ( GSDZ-Pressemitteilung vom 14. Dezember 2006: "Neben Kabel und Satellit behält Terrestrik eine besondere Rolle - Digitalisierung 2006 zeigt jedoch geringere Akzeptanz, wenn Private fehlen ..." )

von KlausD - am 22.12.2006 21:17
Bei der Arbeitsgemeinschaft der Landesmedienanstalten (ALM) ist das neue DocuWatch Digitales Fernsehen 3-2006 (PDF) erschienen. Diesmal als Themenheft zum Handy-TV.

http://www.alm.de/?id=140

Inhalt:
1 Übertragungsstandards und Frequenzen – technische Hintergründe
1.1 Übertragungsstandards für mobiles Fernsehen im Vergleich
1.2 Frequenztechnische Voraussetzungen
2 Ökonomische Aspekte
2.1 Grundlegende Marktkonzeptionen mobilen Fernsehens
2.2 Akteure auf dem Markt für mobiles Fernsehen
2.3 Verbreitung und Finanzierung von Endgeräten und Diensten
2.4 Netze: Infrastrukturen im Wettbewerb
2.5 Inhalte: Angebote und Geschäftsmodelle
2.6 Nutzer: Zahlungsbereitschaft und Kostenbewusstsein
2.7 Angebote Handy-TV weltweit
3 Nutzung von Handy-TV
3.1 Nutzungsinteresse
3.2 Ermittelte Nutzung in Pilotprojekten
3.3 Nutzungsmessung für mobile Mediennutzung
4 Rechtsfragen zum mobilen Fernsehen
4.1 Verfassungsrechtliche Fragen
4.2 Rundfunkrechtliche Fragen
4.3 Telekommunikationsrechtliche Vorgaben
4.4 Ausblick
5 Resümee und Perspektiven
6 Abkürzungen
7 Literaturverzeichnis

von Manfred Z - am 29.12.2006 14:17
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