Mini Weltempfänger Lextronix E100 gut für AM?

Startbeitrag von Markus,DO1HBK am 23.12.2006 11:32

Hallo!

Ich kaufte mir Anfang September in Hamburg einen neuen Lextronix E5. Wenige Tage später zurück in Prag ging er bereits kaputt. Ratterte wie eine Maschinenpistole.

Konnte ja ein Montagsgerät sein. Ging Anfang November zurück zum Händler zum Tausch gegen einen neuen E5.

Nun einige Wochen später ging der neue E5 gestern ebenfalls kaputt. Mitten beim schönsten Mittelwellen DXen ging der Ton fast auf Null zurück und der Ton kam nur noch in Fetzen rüber. Egal ob FM, MW,KW. Nach dem Ein/Aus schalten war alles wieder normal. Zu mindest die nächsten 5 Minuten....

Bin in zwei Wochen wieder in Hamburg und gebe dem Händler das Gerät zurück und verlange mein Geld zurück.

Doch ich hätte zu gerne ein kleines Taschenradio, bestens mit nur 2 x AA Versorgung,was tagsüber mehr als nur den Ortssender auf Mittelwelle empfängt.

Denke nun an den Sangean DT 22 für 39,-Euro oder an den Lextronix E100 für 79,- welcher hoffentlich nicht von Degen ist.

Hat jemand eines dieser Taschenradios oder ein anderes kleines Pocket Radio, was auf Mittelwelle nicht ganz taub ist und kann mir Empfehlungen geben?

Leider gestatten die wenigsten Geschäfte, die kleinen Radios mit einem Satz Batterien auf die Straße zu nehmen um den MW Empfang zu testen...

Antworten:

Der Lextronix E 100 ist fast identisch mit dem Grundig Yachtboy 550PE. Nur der E 100 hat eine andere Bauform und erfordert 2 x AA statt 3x AA wie der Yachtboy sie benötigt.

von Markus,DO1HBK - am 23.12.2006 13:17
Zumindest das Sangean-Modell mit RDS (DT220?) soll MW-technisch dem DT200V nicht weit nachstehen, und der DT22 ist wohl das gleiche in grün ohne RDS. Von daher würde ich dem Ding mal 'ne Chance geben. Die Tecsun-Kisten sind IMO hierzulande ein wenig teuer; von PL200 (E100) und PL230 (YB550) scheint der erstere die bessere MW-Performance zu haben (in der Hochformat-Kiste ist die Ferritantenne wohl noch niedlicher - die werden i.d.R. quer eingebaut), ist aber auch noch keine große Leuchte in Sachen Empfindlichkeit. Eine ordentlich große Ferritantenne ist halt durch nichts zu ersetzen... du kannst dir ja 'ne faltbare MW-Loop (für induktive Kopplung) basteln ;). (Eine entsprechend größere abgestimmte Ferritantenne als "Booster" direkt daneben müßte auch gehen, setzt aber eine recht breitbandige Abstimmung der geräteinternen voraus. Meine Analoggerätschaften kooperieren damit z.B. nicht, ebenso wie der Roadstar, die meisten anderen PLL-Kisten aber schon.)

BTW, da hast du aber ein Pech gehabt mit dem E5. Normalerweise sollte bei Degen die Qualität schon stimmen.

von Stephan Großklaß - am 23.12.2006 16:39
Also ich habe schon 2 Degen 1103 und einen 1102 und einen E5 gekauft, bei keinem gabs ein Problem mit der Qualität. Da hast du wohl schlichtweg Pech gehabt.

Auch heute beim Empfang auf UKW und Kurzwelle (Weihnachtspiraten) muss ich wieder ganz klar sagen, dass der E5 absolute spitze ist. Der zaubert mir Sender rein, die auf anderen Geräten nicht zu hören sind.

von Habakukk - am 24.12.2006 10:59
Du hast schon recht mit den Empfangsleistungen des E5. Habe ihn eben etwas auf die Gehäuserückseite geklopft mit der Hand. Nun spielt er wieder. Sagt mir so einiges über die Lötstellen im Gerät....

Werde es dann in Hamburg nach dem Umtausch mal mit dem Zwerg Lextronix E 100 probieren. Die Amerikaner mögen das kleine Radio sehr gerne und bescheinigen einen guten Mittelwellenempfang und sehr geringen Batteriebedarf. Ist zwar recht teuer mit 79,- als Einfachsuper ohne SSB, aber vielleicht wird das ja mein Mittelwellen Liebling für portabel.

Sollte er taub wie der ATS 909 sein, geht der natürlich zurück und ich nehme mir ein gutes, altes analog Radio...Hi

Frohes Fest und viel Spaß beim DXen,
Markus aus Prag

von Markus,DO1HBK - am 24.12.2006 12:38
Von meinem zuerst gekauften Sangean 909 war ich nur hinsichtlich Großsignalfestigkeit und RDS-Funktionalität enttäuscht. Er mochte auch mit schmaleren Filtern nicht wirklich zu Top-Form auflaufen. Uneingeschränkt ist er aber der beste Empfänger für LW, MW und KW den ich habe. Modifiziert ist er mit schmaleren ZF-Filtern - und zwar auch für AM! Der Filter, der für die Schalterstellung "schmal" eingebaut war (m. W. ca. 2,6 kHz) findet sich jetzt in "breit" wieder. Dafür kam ein noch schmalerer rein. Damit ergeben sich Möglichkeiten des Nordamerika-Empfangs zwischen "unserem" 9 kHz-Raster, die vorher nicht rauszufiltern waren. Und richtig geht der Kasten damit erst bei SSB ab. Selbst sehr schwache Signale reißt er ohne Nachbarkanalstörungen raus. Die Modifikation einschließlich verbessertem LW-, MW- und KW-Vorverstärker und elektrischer Verlängerung des Antennenanschlusses für den Langdraht nahm ein inzwischen leider verstorbener Berliner Hobbyfreund vor. So modifiziert ist der 909 'ne wahre DX-Waffe!

Da kann der Etón E5 nicht ansatzweise mithalten! Zwar geht er auf der KW schon ganz manierlich, möchte aber zumindest 'nen anständigen Langdraht angeboten bekommen. Auf UKW ist er mit 56er Filtern 'ne Kapazität geworden! Empfindlich, absolut großsignalfest und nun auch trennscharf wie kein zweiter. 100 kHz neben einem Ortssender kann man ohne (!) hörbare Überschläge DXen! MW-Empfang beim E5 reicht für normale Hörgewohnheiten, LW erscheint mir fast taub.

Der Strombedarf beim E5 reicht für ein ganzes Wochenende mit viel DX, beim 909 kann man mit den gleichen Akkus zumindest einen Tag arbeiten. Für den E5 spricht sein handliches Format, wobei auch der 909 auch noch tragbar ist.

von PowerAM - am 24.12.2006 16:47
Also bei mir ist der ATS909 auf Kurzwelle eigentlich erst zu gebrauchen, seit ich einen Antennenverstärker eingebaut bekommen habe. Im Originalzustand dürfte der E5 einen deutlich besseren Empfang haben. Der gestrige Test mit Piraten im 48m-Band zeigte, dass bestimmte Piratensender nur vom E5 und vom ATS909 rauszufischen waren, beim ATS909 vielleicht noch eine Ecke deutlicher. Auf Mittelwelle ist der ATS909 in der Tat besser, auf Langwelle sowieso.

von Habakukk - am 25.12.2006 10:07
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