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Erster Beitrag:
vor 10 Jahren, 10 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 10 Jahren, 10 Monaten
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Stephan Großklaß, Ingo-GL, Habakukk

Schaltplan zum Roadstar TRA-2350P

Startbeitrag von Stephan Großklaß am 02.01.2007 22:28

Gibt's hier.

Vielleicht interessiert's den einen oder die andere. Mir ist erst heute aufgefallen, daß die Kiste auf UKW ja sogar 4 Gänge hat.

Antworten:

Ich denke halt mal, jedes Radio für seinen Zweck. Ich liebe an Degen 1103 bzw. Eton E5 halt ihre geringe Größe, die Dinger passen in jede Hosentasche und haben zudem im FM-Bereich nahezu unschlagbare Empfangseigenschaften (insbesondere der E5 legt nochmal ein Schäufelchen drauf). Also für unterwegs gibt's nix besseres.

Auch meinen Sangean ATS 909 lege ich noch lange nicht zum alten Eisen, dank eingebauten AM-Verstärker ist das Ding im AM-Bereich in manchen Teilen unschlagbar und mein einziges mobil einsetzbares Gerät mit RDS (inkl. PI-Code, nochmal schönen Dank an dieser Stelle hierfür).

Den Roadstar nutze ich eben eher, um AM wirklich zu "hören". Die Klangeigenschaften sind echt unerreicht, einen so satten Klang und so unauffälliges Fading gibt es selten, allenfalls in guten alten Kofferradios oder Röhrengeräten. Besonders bei Big L auf 1395kHz fällt das extrem auf, da hier der Empfang etwas schwächer ist und die Station oft mal fadet. Das macht im Roadstar einfach Spaß, zuzuhören, während das Signal in anderen Geräten einfach schon zu unruhig ist.
Die Empfindlichkeit kommt in Teilen des Kurzwellenbereichs aber auch nicht ganz an meinen modifizierten Sangean oder den Eton ran (habe ich erst letztens wieder beim Empfang von Piratensendern im 48m-Band bemerkt). Im Mittelwellenbereich dagegen hat er wohl tatsächlich die Nase vorn. Schade, dass die Langwelle fehlt.

Im UKW-Bereich finde ich den Empfang sehr gut, aber an Degen1103/E5 kommt er lange nicht ran in Sachen Empfindlichkeit. Dafür ist er sehr viel großsignalfester und die Möglichkeit, einfach per Koaxkabel eine externe Antenne anzuschließen, ist Gold wert. Kein Problem hat mein Roadstar an meiner 5-Elemente-Yagi mit Verstärker, da kacken Degen und E5 schon lange ab. Die Empfangseigenschaften sind hier mit schmalen Filtern gar nicht mal so weit von meinem stationären Onkyo-Tuner entfernt, und das will was heißen.

Neben den Anschlußmöglichkeiten für externe Antennen finde ich es auch klasse, dass man dem Ding zwei verschiedene Arten Batterien verpassen kann. Wer auf die geile Idee gekommen ist, verdient meinen absoluten Respekt. Man kann so wahlweise große Monozellen oder die herkömmlichen Mignon-Akkus verwenden, und hat so entweder maximale Spieldauer unterwegs, oder minimales Gewicht. Absolut spitze...

Summa summarum ergänzt der Roadstar meine Geräteflotte einfach ideal....

von Habakukk - am 03.01.2007 08:38
Gerade eben zumindest hat das Downloaden des pdf-Dokuments funktioniert.
Stephan Großklaß hat es ja schon erwähnt: Ich erkenne vier abgestimmte Schwingkreise für UKW. Davon wird einer für den Oszillator gebraucht. Also bleiben noch 3 für die Vorselektion. Das erklärt dann wohl das relativ gutmütige Verhalten im Nahbereich von Sendern.

von Ingo-GL - am 03.01.2007 16:32
War wohl ein vorübergehendes Problem mit dem Server.

Also, "Grundig" würde man der Kiste vielleicht doch nicht ganz abnehmen, dazu sind die Tasten doch etwas störrisch und Potis und Abstimmknopf haptisch etwas billig, auch die Software hat so ihre Macken, und Trafobrumm müßte auch nicht sein (wer Lust hat, kann ja mal einen passenden "snubber circuit" dafür dimensionieren). Trotzdem, der getriebene Aufwand ist recht respektabel (man kann wirklich nicht behaupten, daß da nur umbaute Luft drin wäre), das Konzept ist insgesamt gut durchdacht und die Performance ausgewogen. Besonders gut gefällt er mir auf MW und UKW; die KW braucht eine selektive Antenne, um die hohe Empfindlichkeit nutzen zu können (meine Sony AN-LP1 geht sehr gut, muß mir bloß noch mal einen richtigen Adapter basteln - mit sowas jedenfalls macht die Kiste dann richtig Spaß). Die driftende Tecsun-Klapperkiste (a.k.a. S-350(DL)) kann da einpacken.

Was mir positiv auffällt:
* nicht unaufwendige Spannungsstabilisierung, an Elkos wurde generell nicht gespart
* real nutzbares "breites" Filter (12 kHz 6-polig; das schmale ist ein 6-poliges mit nominal 4 und real eher 6 kHz, wie man es auch z.B. von 7600er Sonys kennt)
* Klangregelung
* praxisgerechte UKW-Trennschärfe mit 2x 180 kHz
* guter Klang über Lautsprecher (auch wenn die oberen Mitten etwas auf der Strecke zu bleiben scheinen und ein deutlicher Resonanzpeak in den Höhen zu vernehmen ist)
* mutingfreie, wenn auch nicht ganz nebengeräuschfreie, Abstimmung mit Drehknopf (danach merkt man erstmal wieder, wie mühsam eigentlich Tastenabstimmung ist)
* das Format, könnte es eigentlich wieder öfter geben

Leider habe ich Dödel damals vergessen, einen Satz Monozellen mitzubestellen. Das hat mir dann später einen Satz teils tiefentladene Akkus beschert (Netzstrippe immer auch am Gerät rausziehen!), aber auch die Erkenntnis, daß der Mikroprozessor spannungstechnisch sehr genügsam ist - der ganze Satz hatte noch 0,9 V, trotzdem hing nach dem Einstöpseln nur die Zeit etwas hinterher. Jetzt habe ich da einen Satz an sich leerer Alkalines drin, reicht ja.

von Stephan Großklaß - am 03.01.2007 17:45
Achja, und zur Erklärung: Das mit den "Gängen" kommt noch von den Drehko-Tunern her, wegen der nicht kleinen optischen Ähnlichkeit zu Getrieben. (Ein "Gang" ist damit eine Drehko-Sektion, entsprechend der Kapazitätsdiode(n) genau eines Schwingkreises.) Mußte ich mir damals auch erstmal von den Tunerfreaks verklickern lassen...

Typischerweise geht übrigens in der Tat ein Gang für den LO drauf, können aber gerade bei besseren Tunern auch mal zwei sein (Unterdrückung von Oberwellen, würde ich meinen) - mein KT-1100 ist nur ein Beispiel.

von Stephan Großklaß - am 04.01.2007 13:47
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