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Doppelversorgung von ffn/Antenne abbauen !

Startbeitrag von Hannoveraner am 05.08.2002 12:44

Wozu braucht ffn die 103,1 (15KW) bzw. Antenne die 106,9 (13KW) in Braunschweig? Die Frequenzen sind völlig überflüssig, da die Torfhaus-Frequenzen das Gebiet völlig ausreichend abdecken. Selbst der NDR erlaubt sich so etwas nicht!!! Lediglich für NDR Info werden in Wolfsburg und Königslutter Füllsender eingesetzt. Was soll also diese Frequenzverschwendung??? Man könnte stattdessen lieber Radio 21 eine leistungsstarke Frequenz überlassen und auf der anderen einen bundesweiten Sender z. B. sunshine live senden lassen.

Antworten:

Ach ja, Doppelversorgung: Meine These: Jede 3. Frequenz ist überflüssig!

von raschwarz - am 05.08.2002 12:47
Die Frequenzen wurden damals nur koordiniert, damit die DDR nicht soviele hatte.

Koordiniert waren

100,3
103,1
106,9

von Ole - am 05.08.2002 15:37
Scheint bei den Privaten so üblich zu sein, hier in Hessen könnte man auch locker 5 - 6 FFH-Frequenzen anders belegen, und es gäbe noch immer eine Vollversorgung. Aber man hat wohl Angst, daß ein qualitativ hochwertiger Sender diese Frequenzen erhält :D

von Harald P. - am 05.08.2002 16:05
Richtig. Die öffentlich-rechtlosen und die privaten Grossketten verhindern so unliebsame Konkurrenz.
Es müsste endlich in ganz Deutschland eine Frequenzbereinigung bzw. -optimierung stattfinden; es sollten ALLE Frequenzen eingesammelt und unter Vermeidung von Doppel- und x-fach Abstrahlungen neu vergeben werden. DOCH DAS WERDEN WIR NIE ERLEBEN. DIE LOBBYISTEN SIND STAERKER UND DIE MEINUNG DER HOERER ZAEHLT EH NIX!!!

von Michael - am 06.08.2002 03:06
@Michael: Der Beitrag hätte von mir sein können.
Nicht nur die 100 W Funzeln müssten neu vergeben und auch z.T. abgeschaltet werden. Auch die Grundnetzsender sind teilweise völlig überflüssig.
2 Beispiele: Was würde passieren, wenn man die Sender Aachen-Stolberg und Heidelberg-Königsstuhl abschalten würde. Wo gäbe es dann Empfangsprobleme. Und wenn es irgendwo welche geben sollte: Könnte man da nicht eine 100 W Funzel hinsetzen, anstatt halb NRW/BW mit überflüssigen Sendern zuzumüllen?



von Free Speech - am 06.08.2002 06:05
BRAVO!!!!!!!!!!!!!!!!!
Sagt das den doofen Politikern!!!!!!!!!!

von Jörg - am 06.08.2002 06:21
In Baden_württemberg ist genau das selbe! In der Stadt Schorndorf ist "Energy" auf der 104,5 viel besser zu hören als über die 97,6 diese frequenz könnte ebenfalls einem anderern sender überlassen werden.

von Radiator - am 06.08.2002 06:34
Die größte Frechheit erlaubt sich meines Erachtens der SWR im Rheingraben: Zweimal SWR2, vom Standort Weinbiet auf 102,2 und vom Standort Königsstuhl auf 88,8 MHz, und beide Sender decken in etwa das gleiche Gebiet ab. Angeblich würden beide Frequenzen benötigt, um die regional unterschiedlichen Programme für Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg flächendeckend auszustrahlen. Diese Landesfenster für BaWü und RLP sind aber jeweils gerade mal max. 30 Minuten lang, an einigen Tagen wird gar nicht regional auseinandergeschaltet gesendet. Eine Idee wäre gewesen: die 91,5 MHz vom Königsstuhl mit ähnlich geringer Leistung zum Weinbiet oder nach Neustadt/Weinstraße verlagert, dann hätte man von mir aus dort SWR 2 Rheinland-Pfalz aufschalten können und die Versorgungslöcher der Donnersberg-QRG 92,0 schließen können. Und dafür auf 102,2 MHz mit 25 kW Dasding für das gesamte Gebiet zwischen Frankfurt und Karlsruhe. Aber somit hat man zweimal SWR2...

von Wiesbadener - am 06.08.2002 07:42
Hehe,

der Sender Langenberg in NRW strahlt sogar mit 100 KW. Hier wird für wenige Tagesminuten auseinandergeschaltet, wofür zwei Frequenzen verschleudert werden. Und, das Ausländerprogramm Funkhaus Europa sendet auch noch von Langenberg aus, mit den besagten 100 KW. Sobald BFBS abschaltet, soll Deutschlandradio Berlin die zahlreichen leistungsstarken UKW-Sender bekommen. Ist das geil?!

von Michael - am 06.08.2002 08:00
Zu Langenberg 103,3:
Die Ausländerprogamme werden von den Öffentlich-Rechtlichen doch überwiegend auf Mittelwelle ausgestrahlt. Da benötigt man die 103,3 nicht.
Warum nicht eines der beiden D-Radios auf 103,3 ? Könnte sogar der DLF sein, da sich bei 0,1 MHz Abstand Wesel 102,8 und Nordhelle 102,7 zu sehr stören, trotz des gleichen Programms.

von Stefan - am 06.08.2002 09:55
Zu Weinbiet 102,2: Laut SWR gibt es da einen Staatsvertrag, der es unmöglich macht, Großfrequenzen wie 102,2 Weinbiet mit 25 kW für DasDing umzuwidmen. Die hätten das sonst gerne gemacht, dürfen aber nur Kleinsender in Großstädten einsetzen.

von Stefan - am 06.08.2002 09:59
zu Langenberg:

Da hatte ich in Mobi's Guestbook schon einmal mit jemandem unterhalten.
100 kW für die WDR-Programme mit Ausnahme Funkhaus Europa, sind dort überhaupt nicht notwendig. Selbst hier bei mir in Ostwestfalen-Lippe kann ich alle Programme problemlos von Langenberg empfangen.
Langenberg müsste mit seiner Leistung heruntergefahren werden, weil der Sender Teutoburger Wald ja eh schon bis ins Ruhrgebiet reicht.

von ValentinoR46 - am 06.08.2002 10:00
Re: Koordinierung in Braunschweig: 100,3/103,1/106,9:

Hallo zusammen, die 100,3 war ursprünglich sogar als 100,4 in Torfhaus mit 100 kW koordniert. Trotz Teutoburger Wald 100,5 !! Man sah dann sein, das dies Schwachsinn ist. Es war zunächts geplant, sie für Antenne Das Radio mit 4 KW als vorläufige Frequenz einzusetzen, als die Frequenzen > 104 MHz noch nicht mit voller Leistung einsetzbar waren. Dazu kam es dann nicht mehr. Die Frequenz wurde auf 100,3 umkoordiniert und nach Königslutter zum Drachenberg für N-Joy verlagert. Dies macht Sinn, da im Süden Ochsenkopf und Eisenberg 100,3 lauern.

Die 103,1 und 106,9 waren ursprünglich mit je 15 kW in Braunschweig geplant (Nicht zu verwechseln mit Königslutter/Drachenberg, welcher günstiger ist, aber ein ganzes Stück weiter östlich liegt !)

von Stefan - am 06.08.2002 10:06
Doppelversorgung ffn/Antenne:

Eine Lücke tritt meines Erachtens am nördlichen bzw. nordwestlichen Harzrand auf. Daher der Sender Goslar/Schalke beim NDR trotz Harz-West/Torfhaus. Die koordninierten Schalke-Frequenzen 90,4 und 87,7 hat man bei ffn und Antenne aufgrund der Versorgung durch Braunschweig weggelassen. Ich gebe Dir recht, daß es wahrscheinlich auch ein schwächerer Sender in Barunschweig tun würde.
87,7 ist ja jetzt Radio21.

von Stefan - am 06.08.2002 10:10
Thema NRW:
Langenberg ist von Bramsche bis Neuwied, von Eindhoven bis Paderborn zu empfangen. Teutoburger Wald vom Ruhrgebiet bis in den Harz. Im Wesentlichen könnte man also alle anderen Frequenzen abschalten - und da sind dicke Dinger dabei (Münster, Bonn, Aachen), die ihrerseits das halbe Land abdecken. Für die Empfangslücken kann man dann ja Füllsender aufstellen, aber es ist Unsinn, das Rheinland von Bonn, Langenberg, Aachen, Eifel und Nordhelle mit großen WDR-Sendern zuzumüllen. Die kleinen (Hohe Warte, Köln etc. habe ich sogar schon weggelassen!)



von Free Speech - am 06.08.2002 10:26
Stefan, danke für die Info - so wußte ich es bis heute noch nicht.

Hat irgendjemand eine Tabelle aller koordinierten Frequenzen an den Großsendern in Deutschland nach dem Genfer Plan? So sinnig oder unsinnig sie auch sein mögen. Ich habe das ganze mal für Hessen zusammengebastelt, Kommentare willkommen.


Biedenkopf/Sackpfeife

103,2 100 kW
104,3 100 kW

Dillenburg

100,0 30 kW
102,3 30 kW
106,8 30 kW
107,7 30 kW

Großer Feldberg

102,5 100 kW
105,9 100 kW

Habichtswald

101,2 20 kW

Rimberg

100,3 50 kW
103,7 50 kW

Wasserkuppe

100,9 50 kW
104,8 50 kW
106,2 50 kW
107,3 50 kW

von Ole - am 06.08.2002 11:23
Hi Jungs,

ich lese immer, "DLF" oder "Das Ding" aufschalten. Wozu die ganzen Staatssender??? Wie wär´s mal zur Abwechslung mit ein paar privaten, also Energy (Top 40), Rock Antenne, Kiss FM (R&B) usw...

Ciao,
Mike

von Michael - am 06.08.2002 11:39
Das ist ja schon ein altes Thema.
Aber wenn die Doppelversorgungen mal reduziert werden sollen und die Karten neu gemischt werden, sieht man ja was passiert (Holland!). Alle schreien auf und wollen ihre Besitzstände nicht verlieren.
Das manchmal Regionalfenster erfunden werden, nur um Frequenzen zu besetzen, ist ja wohl ein böses Gerücht ;-) (bzw. mein Eindruck seit Jahren)
Wie war das denn mit den HR-Füllsendern, die dann plötzlich für diese Plus-Programme verwendet wurden.
Wie war das mit der 103,3, wo jahrelang wirklich nur ein Regionalfenster die Ausrede war. Als es brenzlig wurde und um den Verlust der Frequenz ging, wurde dieses Funkhaus Europa erfunden, und schon durfte niemand mehr dagegen wettern (sonst wäre man ja ausländerfeinlich...)
Der SWR übertriebs auch mit Landesfenstern in allen Progammen.
Jetzt wurden plötzlich die SWR-Metros entsorgt.
Spätestens jetzt düfte die Berechtigung für die 100kW-Frequenzen in Heidelberg und Stuttgart fragwürdig sein...
und dannwarte ich noch auf den sicher nicht fernen Moment, an dem auf einer der verbleibenden Funkhaus-Frequenzen 93,1 oder 99,6 Contra aufgeschaltet wird.
Und auf der anderen dann in zwei Jahren "SWR Re", das Soft-Klassik-Spartenprogramm. (sowas war schon mal geplant...)

Und wie oft man in manchen Gegenden Hessens FFH hören kann, spare ich mir lieber aufzuführen. Und in RP bekommt man stellenweise kaum was anderes rein als 4 mal SWR (in jeweils 5-facher Ausführung) und 2 mal RPR!(in 6-facher Ausführung)

von Peter Schwarz - am 06.08.2002 11:41
Hallo Ole,
da fehlen noch ein paar Standorte und Programme unter 100 MHz:. Nur ganz schnell zwischen 2 Buchungen aus dem Kopf:
Feldberg mit 100 KW auf 89.3 hr3 / Hardtberg mit 50 KW auf 92.7 hr3

Exaktes z.B.unter: http://www.hr-online.de/allgemein/technik/empfang.html

*****************************************
http://www.lokalradio-rhein-main.de
http://metropolis.de/television.html
*****************************************

von KlausD - am 06.08.2002 12:19
@Peter Schwarz
Genau, und die 100,2 aus FFM, die früher für FFH "unbedingt notwendig" war, konnte plötzlich was anderes bringen, als Planet die Lizenz bekam.

von raschwarz - am 06.08.2002 12:23
Hi Klaus,

ich hatte hier extra nur Frequenzen über 100 MHz aufgelistet, da die meisten unter 100 MHz ja schon vor 84 in Betrieb waren. Die 89,3 müßte doch auch schon seit den 70ern on-air gewesen sein, oder?

von Ole - am 06.08.2002 12:52

Re:

Moin,

ich hatte das Thema schon mal im Gästebuch von Mobi angeschnitten, hier aber noch mal was aus norddeutscher Sicht:
Überflüssig sind die Standorte:

- Braunschweig (ffn, Antenne)

Alternative:
Torfhaus

- Hannover (alle NDR-Sender)

Alternativen:
Torfhaus, Stadthagen

- Visselhövede (ffn, Antenne und alle NDR-Sender bis auf N-Joy)

Alternativen:
HH bzw. Rosengarten, Dannenberg, Stadthagen, Steinkimmen, Torfhaus

- z.T. Stadthagen, da hier eigentlich die Sender Torfhaus und Steinkimmen den Versorgungsbereich bis auf wenige Ausnahmen ausreichend abdecken

Weite Gebiete mit Doppelversorgungen gibt es in Nds. auch durch die Sender HH / Dannenberg, Steinkimmen / Aurich, Steinkimmen / Osnabrück.

Die 95,7 von N-Joy aus Hildesheim schränkt den Empfang von Radio Westfalica erheblich ein. Die Frequenz ist für Hildesheim sowieos überflüssig, da hier N-Joy aus Hannover bzw. Braunschweig gut empfangen werden kann.Die Rintelner Frequenz von N-Joy ist auch überflüssig, da der Sender aus Stadthagen genauso gut empfangen werden kann.

Die 95,0 für NDR4 von den Sendeanlagen von Radio Bremen!!! ist überflüssig, weil NDR4 aus Steinkimmen im Versorgungsbereich genauso gut empfangen werden kann (ähnlich ist die Situation in Bremerhaven, wo NDR4 auch von RB-Sendern ausgestrahlt wird). Zudem wird durch die 95,0 der Empfang des HH Privatsenders Oldie 95 in Nds. gestört.

Die 101,2 für HR3 aus Nordhessen ist auch überflüssig, da HR3 vom Hohen Meißner genauso gut empfangen werden kann. Bis nördlich von Hannover wird so der Empfang von RB4 beeinträchtigt.

Mehr fällt mir ad hoc nicht ein, es sollte für einige neue Programme reichen, aber...

von MatthiasW. - am 06.08.2002 13:05

Re:

101,2 hr3 ist vorallem für die Autobahnversorgung ein Segen. Nach Norden aber nur bis Göttingen, dann ist der Hohe Meißner wieder besser und geht bis Hannover mit exellenter Versorgung, nachdem es im Harz stärker mal rauscht.

Also - Einzug nach Nord/Nord-West von 7-9 dB sollten reichen, dann wäre hier die Versorgung optimiert.

Für SH kann ich folgendes sagen:

NDR 1 Welle Nord - Hamburg Moorfleet 89,5 MHz 10 kW

Vollkommen überflüssig, da Versorgung durch 106,4 und 104,5 im gesamten Gebiet hervorragend geht. Man strahlt dann natürlich nicht mehr so stark nach Niedersachsen ein, aber das ist nicht das Welle Nord-Sendegebiet!

Delta Radio - Ahrensburg 96,5 MHz 2 kW

Vollkommener Dummfug. Bei der ULR selbst gibt man lt. Presseerklärung zu, dass man aus bestimmten "Restfrequenzen" keine neue 5. Kette zimmern könnte und gibt sie daher zur Lückenfüllung an bestehende Sender. Die Lücken dürften hier in irgendwelchen Tiefgaragen 20 Meter unter der Erde liegen. Ahrensburg und Umgebung wird bestens vom Kisdorfer Sender 107,4 MHz versorgt. Fast überall ist dort sogar eine Doppel- + teilweise Dreifachversorgung mit Mölln 107,9 MHz und 104,1 MHz Bungsberg gegeben. Das DeutschlandRadio könnte diese Frequenz sehr gut gebrauchen, stattdessen nehmen sie hier den Kleinstsender Kisdorf 105,5 MHz in Betrieb, der laut deren Reichweitenkarte im Rechner bis ins nördliche Hamburg reicht, in der Realität aber schon hier 8 km entfernt rauscht. Im Auto ist die QRG kaum zu gebrauchen, es sei denn, man hat 1A RDS. Selbst mit meinem RDS, welches meist extrem spät und hörbar wechselt, habe ich die 105,5 nur 5 km vom Sender weg drin. Danach geht das fröhliche Wechselspiel mit 95,3 und 89,1 los. Die 96,5 geht auf der gesamten Strecke gut. Überhaupt ist der gesamte Sender Kisdorf für Schleswig-Holstein unnötiger Quatsch. Nach Nord versorgen Bungsberg und Kiel, nach Ost Mölln und Bungsberg. Gen West wäre in der Tat eine Versorgungslücke im Kreis Pinneberg und im südlichen Kreis Steinburg, eventuell auch in Norderstedt teilweise mobil gegeben. Diese sind jedoch mit Inbetriebnahme der 93,4/100,0 nicht mehr vorhanden. Würde man das Richtdiagramm anpassen, sodaß auch gen Nord mit mindestens 1 kW gesendet würde, wären die Lücken weg und die 20 kW-Frequenzen 102,9/107,4 urplötzlich frei.

In Lübeck laufen seit Jahrzehnten NDR-Füllsender mit jeweils 500 Watt. Diese sind spätestens seit dem NDR 1-Sender Mölln und den MV-Sendern in dieser Stärke Quatsch. 100 Watt und nicht mehr und das nur als "Stadtsender". Bungsberg geht in der Ecke ausgezeichnet.

von Ole - am 06.08.2002 13:20
Noch etwas zum Thema "Teutoburger Wald": Man kann WDR2 (93,2) und EinsLive (105,5) ohne grosse Probleme in den Harburger Bergen (südlich von Hamburg) im Auto empfangen. Auch am nordwestlichen Zipfel des Jadesbusens (Schillig) geht EinsLive auf 105,5 ohne Probleme. Und höre ich etwas von Versorgungslücken in Bad Oeynhausen...

von Staumelder - am 06.08.2002 13:35

Re:

Das waren noch Zeiten. Da gab es die ganzen Probleme noch nicht.
Hier ist die komplette Frequenzliste vom September 1952:

Bayerischer Rundfunk
Hühnerberg 87,7 - 3
Kreuzberg/Rhön 87,7 - 10
Traunstein 87,7 - 0,25
Hohe Linie/Regensburg 88,1 - 3
Kreuzeck/GAP 88,1 - 0,25
Büttelberg/Frankenh. 88,1 - 1,5
Augsburg 88,5 - 0,25
Ochsenkopf/Fichtelgeb. 88,5 - 10
Passau 88,5 - 0,25
Nürnberg 88,9 - 0,25
Wendelstein 88,9 - 5
Hoher Bogen 89,3 - 3
Bamberg 89,7 - 1
Berchtesgaden 89,7 - 0,25
Grünten/Allgäu 89,7 - 10
Brotjacklriegel 90,1 - 10
Würzburg 90,1 - 1
Hohenpeißenberg 90,5 - 3
Rotbühl/Hirschau 90,5 - 5
Bad Reichenhall 90,9 - 0,25
Coburg 90,9 - 1
Gelbelsee/Eichstätt 90,9 - 3
Pfaffenberg/Spessart 90,9 - 5
Moritzberg 91,3 - 3
München 91,7 - 0,25

RIAS
Berlin 93,7 - 3

Hessischer Rundfunk
Meißner 88,1 - 10
Feldberg I 89,3 - 10
Hardberg 90,5 - 0,25
Würzberg 90,5 - 0,25
Sackpfeife 90,9 - 10
Feldberg II 93,3 - 10

NWDR
Hannover I 87,7 - 10
Berlin II 88,4 - 0,1
Hamburg I 88,5 - 10
Köln II 88,5 - 1
Osnabrück 88,5 - 1,5
Aachen 88,9 - 1
Monschau 88,9 - 0,05
Osterloog 88,9 - 3
Siegen 88,9 - 1,5
Lübeck 89,3 - 0,25
Göttingen 89,7 - 1
Oldenburg 89,7 - 10
Bungsberg 90,1 - 0,25
Berlin I 90,5 - 3
Braunschweig 90,5 - 1,5
Nordhelle 90,5 - 3
Lingen 90,5 - 3
Kiel 90,9 - 1
Bonn 91,7 - 0,25
Hannover II 91,7 - 0,5
Heide 91,7 - 3
Münster 92,1 - 3
Flensburg 92,5 - 3
Köln I 92,5 - 1
Teutoburger Wald 92,5 - 3
Hamburg II 93,3 - 0,25
Langenberg 93,7 - 10
Hamburg III 97,3 - 1

Radio Bremen
Bremerhaven 90,5 - 0,25
Bremen 91,3 - 3

Saarländische Rundfunk
Saarbrücken 98,9 - 0,25

Süddeutscher Rundfunk
Stuttgart-Degerloch I 88,1 - 10
Ulm-Wilhelmsburg 88,5 - 0,25
Waldenburg 88,9 - 10
Geislingen-Oberböhringen 89,3 - 0,25
Bad Mergentheim-Löffelstelzen 89,7 - 0,25
Mühlacker 89,7 - 1
Aalen 90,1 - 3
Stuttgart-Funkturm 90,9 - 0,25
Heidelberg-Königstuhl 91,3 - 5
Stuttgart-Degerloch II 92,1 - 3

Südwestfunk
Baden-Baden 87,7 - 0,25
Hochrhein/Hochsal 87,7 - 3
Wittloh 88,5 - 1
Wolfsheim 88,5 - 10
Raichberg 88,9 - 3
Blauen 89,7 - 3
Potzberg 90,1 - 3
Koblenz 90,9 - 1
Waldburg 90,9 - 3
Haardtkopf 92,1 - 3
Hornisgrinde 92,5 - 10
Weinbiet 94,0 - 6

AFN
Höchst 91,7 - 0,25
Heidelberg 93,0 - 0,25
Frankfurt 94,9 - 10

BFN
Berlin 89,5 - 10
Herford 90,9 - 1
Drachenberg 95,7 - 10

DDR
Berlin II 92,5 - 0,25
Berlin I 94,5 - 0,25

von Klaus - am 06.08.2002 13:38

Re:

Was für eine Auswahl! Besonders DDR I und II fehlen mir!

von Frank - am 06.08.2002 13:47
Besonders extrem sind ebenfalls die Mehrfachversorgungen des SWR bzw. RPR in Rheinland-Pfalz.
Ich habe hier mal den "Normalhörer-Test" gemacht, und einen Bandscan mit einem Grundig YB 500 (wirklich nicht das beste Gerät auf UKW) und eingebauter Teleskopantenne im geschlossenen Raum gemacht.
Trotz der Tallage, dem Randsendegebiet des SWR/RPR und dem bescheidenen "Equipment" gilt:
5 x SWR1 RP in akzeptabler Qualität
3 x SWR2 "
6 x SWR3 "
und vier Regionalprogramme von SWR4 !!!

Monopolfunk 1 (RPR1): 4x
und RPR2: 3x

Auch WDR2 kommt hier mit einfachsten Mitteln 4x trotz ca. 30km Luftlinie von hier nach NRW!
Positivbeispiel: hr, jeweils nur ein- bzw. zweimal zu empfangen (15km von hier nach Hessen)

Diese Überversorgung nimmt natürlich an der 12-Element-Antenne auf dem Dach noch ganz andere Ausmaße an...

Meiner Meinung nach könnten die Sender Koblenz und Bad Marienberg (abgesehen von DASDING) abgeschaltet werden ohne Empfangsverschlechterungen zu erhalten.
Linz, Haardtkopf und Scharteberg würden das Gebiet ausreichend versorgen.


Hier der Vollständigkeit halber noch der Bandscan an der Teleskopantenne:
87.6 hr3
88.0 WDR 5 *
89.3 hr3
89.8 SWR1 RP
90.0 SWR3
90.3 WDR 5
91.1 SWR1 RP
91.3 DASDING
91.6 SWR3
92.0 SWR2 *
92.4 SWR1 RP
92.8 SWR3
93.5 WDR 2
93.6 SWR4 TR *
94.0 SWR2
94.4 hr1
94.8 SWR3
95.4 SWR2
96.1 SWR1 RP
96.3 WDR 3
96.7 hr2
97.0 RTLRADIO *
97.4 SWR4 KO
98.1 WDR 3
98.5 SWR3
98.7 AFN
99.1 SWR1 RP
99.9 BONN/SU *
100.4 WDR 2
100.7 WDR 4
101.0 WDR 2
101.1 SWR3
101.5 RPR 1
101.8 WDR 2
102.1 RPR 1
102.4 EINSLIVE
102.5 hr4
102.7 DLF *
102.9 RPR 1
103.5 RPR 1
103.8 WDR 4 *
104.0 RPR 2
104.4 WDR 4
104.7 EINSLIVE
104.9 RPR 2
105.5 EINSLIVE
105.6 SWR4 KL *
105.9 FFH *
106.1 D-RADIO *
106.3 SWR4 KO
106.6 RPR 2 *
106.8 FFH
107.1 SWR4 TR *
107.4 SWR4 KO
107.9 SWR4 MZ *
* = verrauscht

von Westerwälder - am 06.08.2002 16:05

Re:

Klar gibt es fast überall Überschneidungen.
Ich bekomme in Hessen je 4 x hr1 und hr 2, 5 x hr 3 und 6 x hr4, alle in bester Qualität. FFH kommt gar 8 x, davon 5 x sehr gut.
Allerdings daraus zu schließen, dass man einfach Sender abschalten könne, ist doch Unsinn.
Gerade bei schwierigen topografischen Verhältnissen ändern sich die Bedingungen ständig, im nächsten Ort (3 km weiter und 200 m tiefer) habe ich schon wieder ganz andere Verhältnisse.

von Klaus - am 06.08.2002 16:40

Re:

Dafür gibt es Füllsender und für kaum besiedelte Täler die Alternative von Sat-Schüsseln. Für ein paar Dörfer kann ich doch nicht das Frequenzband verhunzen.

von Jörg - am 06.08.2002 16:56

Re:

Hauptsache die Städter haben immer und überall tollen Empfang, UKW, DAB, möglichst 100 Programme, DSL und Internet aus jeder Steckdose natürlich sowieso.
Die paar Landeier können sich ja eine Sat-Schüssel aufs Autodach klemmen.
Die Telekom hat ja jetzt auch den DSL-Ausbau gestoppt, selbst Orte mit 6000 Einwohnern kriegen gar nix mehr.

von Klaus - am 06.08.2002 18:06
Als der BR Ende der 80er (1988?) mal in meinem alten Wohnort Messungen durchgeführt hat, habe ich eine Karte mit aktiven und geplanten Frequenzen gesehen. Damals war die 103,7 für AFN am Standort Gr. Feldberg geplant (!). Wie das mit Kalmit (103,6) gehen sollte war mir ein Rätsel. Naja, dann kam die 103,7 ja zum Habichtswald.
Die 101,2 wurde übrigens geplant, weil für die Autofahrer in diesem Gebiet (vermutlich A44) der Empfang schlecht war, so zu zumindest damls der hr.
Die 4 Wasserkuppe-Frequenzen hätte der hr gerne eher in Betrieb genommen, konnte dies aus Ermangelung eines Sendemastes (!) nicht. Die Aufstellung wurde vom Militär verweigert, da man Störungen mit der Radaranlage befürchtete. Somit blieben die 4 Frequenzen zunächst ungenutzt, bis die 100,9 schließlich zum Heidelstein und die 104,8 zum Hoherodskopf kam. Den Heidelstein hat man nicht genutzt, weil man befürchtete als "Gegenleistung" (siehe die Geschichte der Ober-Olm-Frequenzen) Frequenzen an Bayern abtreten zu müssen. Im Sommer 1992 kam dann auf dem Heidelstein (endlich!!!) die 106,2 für hr3 und 107,3 für hr4 dazu. Die 104,8 kam erst Anfang 1996 für hr1 zum Heidelstein. Warum man die 93,6 nicht dorthin verlegt hat wundert mich allerding bis heute, schließlich weden die hessischen Frequenzen mit starker Richtkarakteristik nach Nord und West bestrieben (leider!). Gut 93,5 (Coburg) und 93,7 (Suhl) sprechen dagegen, aber wenn ich an die geplante 101,8 für Coburg denke, wäre das wohl auch möglich gewesen. Das Ergebnis wäre eine prima Frequenz für z. B. hrXXL (oder hätte man die dann für hr2 hergenommen...).
(Um die Kurve zum Thema wieder zu kriegen:) Daraus folgt(e) eine Überversorgung in Osthessen mit Heidelstein und Rimberg, wobei ich den Heidelstein schon als die bessere Lösung ansehe. Besonders wenn man bedenkt, daß damit auch alle Rhön- und Nordspessart-Täler (z. B. Gemeinde Sinntal und Jossgrund) erreicht werden. Sieht man noch, daß im Norden des Rimberg-Gebietes der Sender Habichtswald für hr3 und hr4 hinzukam, hätte es da auch sicher Möglichkeiten gegeben. Wenn man für hr3 und hr4 5 kW-Frequenzen gesucht hätte (Alsfeld 88,1 war schließlich mit 4kW auch möglich), hätte man zwei 50 kW-Frequenzen frei bekommen. 1992 war das in Hinblick auf den Privatfunk natürlich kaum noch möglich, schließlich hat jeder für sich Frequenzen gehortet (oder sehe ich das falsch), um diese später durchaus wieder sinnvoll einzusetzen (ja!!). Somit hätte diese Planung bereits 1984 geschehen müssen.

von Thomas (Metal) - am 06.08.2002 19:55

Re:

Klar gibt es Täler/Regionen die selbst mit einem leistungsstarken Sender in Top-Lage nicht oder nur unzerreichend versorgt werden können. Aber warum wird diese Füllfrequenz nicht in die Nähe der starken koordiniert? Beipsiel Niederlande: Dort benutzt Skyradio die Frequenzen 100,4 und 100,7 Egal wo man sich befindet checked man die beiden Frequenzen und sobald der aktuelle Standort versorgt wird kann man diesen Sender hören. Und das Sendegebiet ist grösser als beispielsweise RLP oder Hessen...

von Staumelder - am 06.08.2002 19:57

Re:

zur 89,3 und 92,7 (hr3):
In einer älteren Liste (Buch "UKW/TV Überreichweitenempfang) ist die 89,3 mit 80kW und die 92,7 mit 20kW geführt (die 92,7 war Anfang der 80er sogar 92,65). Ich vermute mal, daß man da noch ein paar Steine draufgelegt hat.
Was den WDR angeht, so würde ich schon sagen, daß die "großen" Sender ihre Leistung behalten sollten. Der WDR macht es sich natürlich auch einfach: Er legt seine Regionalinfos nach WDR2 und sorgt mit Verweis auf den Verkehrsfunk dafür, daß die Frequenzen unangetastet bleiben. Aber muß das so sein? Bei bisheriger Lage fällt mir da sofort ein: 93,5 (Nordhelle) an den DLF, die 102,7 an WDR2. Im Bereich Hagen, wo sicher die 102,8 vom DLF stört kann auch die 87,8 (ist ja lokal das richtige lokale Programm!) gehört werden, im Nordwesten kann die 91,8 von der Hohen Warte verwendet werden. Im Süden wird sicher die 101,8 vom Ederkopf gut gehen. Wenn man, so wie der WDR behauptet, die 101,8 in der Hauptsache für Autofahrer aufgebaut hat, so frage ich mich dann doch irgendwo, warum man an der A45 nicht darauf hinweist. Die 93,5 ist nämlich im Bereich Siegen deutlich schlechter als die 101,8.
Für den DLF würde das bedeuten, daß überall wo 102,8 durch 102,7 gestört ist auf die 93,5 ausgewichen werden kann. Außerdem dürfte die Reichweite nach Osten, wo 102,6 (Stadthagen) lauert, deutlich besser sein.
Als Königsweg sehe ich natürlich weiterhin die Verlagerung der 102,8 nach Langenberg bei gleichzeitiger Abschaltung der 102,7 an.

von Thomas (Metal) - am 06.08.2002 20:10

Re:

Zu 101.2: Auf der A 44 gab es in der Tat Lücken, aber da hätte auch ein kleinerer Füllsender im Bereich Diemelstadt/Volkmarsen gereicht. Dann hätte man eine gute Frequenz vom Habichtswald frei gehabt.
Das gleiche Problem war im Kinzigtal/Spessart, wo Feldberg und Rimberg nicht mehr so recht hin kamen. Damals hat man dort nach geeigneten Frequenzen und einem Standort gesucht, aber angeblich nix gefunden.
Kann mich noch gut eine Sendung zu dem Thema ("Bertramstrasse 8") erinnern.
Kann mir nicht vorstellen, dass es im Bereich Schlüchtern keinen geeigneten Hügel gibt.
Dann könnte man nämlich auch die Rhön-Frequenzen anderweitig nutzen.
Mit Heidelstein und Habichtswald lässt sich das halbe Land versorgen.
Die Wasserkuppe muss es nicht unbedingt sein, der Heidelstein ist doch sowieso da.
Und bei der Sackpfeife muss man fragen, ob man da wirklich zwei Fequenzen für hr 4 braucht, wäre schon wieder eine frei.

von Klaus - am 07.08.2002 07:13

Re:

Nein, ich bleibe dabei: Lieber den Rimberg aufgeben als den Heidelstein. Es geht nich nur um Schlüchtern. In einigen Spessartgemeinden ist der Empfang so schlecht gewesen, daß im Autoradio kein Sendersuchlauf bei hr-Frequenzen anhielt. Wenn man z. B. um Schlüchtern einen Berg gefunden hätte, wäre der wohl kaum noch sauber in der Gemeine Flörsbachtal gegangen. Dort ist z. B. hr4 (102,5) durch Würzburg (102,4) stark gestört. hr3 auf 89,3 ist ebenfalls nicht der wahre Empfangsgenuß, da ist die 106,2 doch sehr viel stärker. Vom Rimberg ist dort nur an einigen Stellen noch was zu empfangen.
Ähnlich wäre es in der Gemeinde Sinntal, wo 97,7 häufig noch durch Bayern3 (97,6) stark gestört ist, die 89,3 dagegen sogar machmal schon durch D-Radio (auch 89,3) gestört wird. Von Orten in der Rhön will ich garnicht reden (97,7 geht schwach, 89,5 wäre besser, ist dann aber durch 89,6 gestört...).

von Thomas (Metal) - am 07.08.2002 09:14

Re: Doppelversorgung / Einspruchsrechte

Schon interessant die Diskussion. Das Schlimme daran ist nur, dass der hr gerade mit solchen empfangstechnischen "Ausreissern" z.B. auch sein "0,4 MHz-Abstand links/rechts Prinzip" begründet.
Seien wir doch mal ehrlich; irgendwo gibt es immer eine Stelle mitten in einem Ort ( und ausserhalb des Tiefkellers ), an dem eine 1a-Versorgung mit einem Programm vom nächsten Sender nicht "einwandfrei" möglich ist :rolleyes:

Für das Fernsehen stehen dann dort häufig kleine Füllsender. Nur rechtfertigt dies
wirklich eine Doppel- und Dreifachversorgung mit dem gleichen Radioprogramm und den "selbstgezimmerten", mitunter sogar mit dem Hinweis auf Sicherstellung der Grundversorgung ( gem. Art.5 GG ) begründeten, Anspruch des hr im Umfeld um bestimmte Sender ( z.B. Feldberg 89.3 / Hardtkopf 92.7 usw.) von bis zu 100 km die Zustimmung zu mehr als 50 / 100 Watt Sendeleistung anderer Sender oder sogar eine Frequenzbelegung ganz zu verweigern?! :mad:

von KlausD - am 07.08.2002 11:01

Re:

und, rechtfertigt in Zeiten knapper Frequenzen, eine Optimierung des Empfangs für max. 100.000 Leute oder weniger, dass 1 Million und mehr Bürgern mehr Vielfalt verwehrt wird!

von raschwarz - am 07.08.2002 11:24

Re:

Man kann das ja alles drehen und wenden wie man will, an dem Status quo wird sich eh nix ändern.
Dazu bräuchte man eine grundlegende Frequenzreform und Neuverteilung, wobei alles auf den Prüfstand kommt, aber das sehe ich nicht.
Also wird man weiter auch die restlichen Lücken noch mit 100-Watt Funzeln zustopfen und die Situation eher noch verschlimmbessern.
Ich hoffe, dass sich die Digitalisierung der AM-Bereiche durchsetzt, dann gibt es wieder neue Möglichkeiten. Megaradio spekuliert ja auch darauf und besetzt alles, was zu kriegen ist.
Dann kann man nämlich auch die vielen DLF/DLR Frequenzen wieder frei machen, denn 1-2 Langwellensender reichen ja für ganz Deutschland.
Auch für den regionalen Bereich käme die Mittelwelle in Frage, etwa mit 1 kW-Sendern auf 1485 oder 1602 kHz.
Auf der letzten IFA gab es sogar Vorschläge für DRM-Lokalfunk auf Kurzwelle, unter Ausnutzung der Bodenwelle um 27 MHz herum, da ist Platz genug.
Setzt natürlich neue Empfangsgeräte voraus, eine DAB/DRM-Kombination wäre ideal.
Auf dem Rimberg hatte man übrigens mal ernsthaft erwogen, einen Mittelwellensender zu installieren, wegen der Gleichwellenprobleme von Frankfurt und Meißner. Sogar eine Frequenz war schon ausgeguckt, ich glaube es war die 918 kHz.
Damals gab es vom hr-Funkhaus auch mal MW-Tests in SSB.

von Klaus - am 07.08.2002 11:30

Re:

Sinnvolle Frequenzen wäre doch auch heute noch vorhanden. :D

Warum z.B. verweigert der hr u.a. die Belegung der 89.0 MHz ( wegen 89.,3 Feldberg ) für südlich von Frankfurt, Leistungserhöhung der 92.5 MHz für Wiesbaden ( wegen 92.7 Hardtkopf ), Nutzung der 95.1 MHz für Mainz-Zahnklinik ( wegen 95.3 Hardtkopf ), Leistung 400 W der 107.2 MHz Mainz-Kastel ( gnädigst zugestanden 100 W / wegen 107.0 Darmstadt ) und blockiert vor allem einen sinnvollen Ringtausch im Rhein-Main-Gebiet ? Die Liste ließe sich problemlos fortsetzen. :sneg:

Nur wenn es um ihn selbst geht, dann können Abstände von 0,1 - 0,2 MHz rechts/links bei 320 Watt Richtstrahlung "doch Niemanden stören". So sieht es doch aus!!! :angry: :angry: :angry:

von KlausD - am 07.08.2002 12:52

Re:

Klaus sagt: "Man kann das ja alles drehen und wenden wie man will, an dem Status quo wird sich eh nix ändern."
Es ändert sich deshalb nix, weil man mit dem deutschen Michel alles machen kann. Dem deutschen Michel ist leider seine Bequemlichkeit oftmals wichtiger. Schade!

KlausD sagt: "Schon interessant die Diskussion. Das Schlimme daran ist nur, dass der hr gerade mit solchen empfangstechnischen "Ausreissern" z.B. auch sein "0,4 MHz-Abstand links/rechts Prinzip" begründet."
Ich dachte, es sei übereinstimmende Meinung, 0,3 MHz Abstand sei ausreichend. Wie wäre es damit: In den USA liegen an einem Ort (Standort 1) die Frequenzen alle 0,4 MHz auseinander. Am Standort (2) daneben (60-100 KM weiter) liegen die Sender wieder 0,4 MHz auseinander, aber genau zwischen denen von Standort 1. Bsp: Standort 1: 88.7, 89.1, 89.5, 89.9... und Standort 2: 88.5, 88.9, 89.3, 89.7, 90.1...Deshalb springt ein amerikanische FM-Tuner, vielleicht schon mal jemandem aufgefallen, immer automatisch um 0.2 MHz. Ich hatte (auch im Auto) nie Interferenzprobleme und immer volles Programm!

von Frank - am 07.08.2002 13:59
Ist zwar schon ein Uralt-thread, möchte das Thema aber trotzdem noch mal aufgreifen: Und zwar ist mir aufgefallen, dass die 103,1 Braunschweig das UKW-Band regelrecht verseucht! Hier eine Auflistung jener Sender, deren Reichweite von der 103,1 Braunschweig eingeschränkt wird:

103,0 Bielefeld
103,1 Pritzwalk
103,2 Rosengarten
103,2 Habichtswald

Was hat man sich bloß bei dieser Koordinierung gedacht?! Die betreffenden Sender sind schließlich nur 130-150 km entfernt!!! :eek:

Mein Vorschlag:
Die 103,1 Braunschweig auf 5 KW runterfahren und an Radio Okerwelle geben. Im Gegenzug sollte ffn die 104,6 für den Standort Goslar erhalten, um dort die entstehenden Versorgungslücken zu schließen.

von Hannoveraner - am 21.04.2003 20:44
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