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Derzeit Aufschaltungsstopp für UKW-Sender in Deutschland

Startbeitrag von Wiesbadener am 09.01.2007 16:22

Aufgrund des neuen EU-Rechts gibt es derzeit ein allgemeines Aufschaltungs-Stopp bei UKW-Frequenzen. Möglicherweise müssen alle zuletzt vergebenen Frequenzen zurückgeholt werden, die Zulassungen werden hinfällig. Statt dessen muss zunächst die BNetzA den Netzbetrieb ausschreiben, danach erst können die Medienanstalten die Frequenzen vergeben. Das heisst auch, dass die Vergaben in Hannover und Stralsund nach neuem EU-Recht unzulässig sind, ebenso die letzten Vergaben in Hessen an Privatsender. Habe heute mit einem Medienexperten zu diesem Thema gesprochen, nachdem ich mich schon gewundert habe, warum es zuletzt keine Neuaufschaltungen mehr gegeben hat.

Antworten:

wie sieht es denn mit laufenen Ausschreibungen aus? ... gerade im BW ist da ja mehr oder weniger ne landesweite Geschichte mit bigFM am zuckeln ... darf die weiterlaufen - weil die sender schon exestieren ... oder ist hier auch das schwein am dampfen?

von oxmoxtatze - am 09.01.2007 16:33
oxmoxtatze: Wenn ich es richtig verstanden habe, handelt es sich nur um Frequenzen, die ab dem vergangenen Jahr neu koordiniert wurden.

von Wiesbadener - am 09.01.2007 16:41
Zitat
Wiesbadener
oxmoxtatze: Wenn ich es richtig verstanden habe, handelt es sich nur um Frequenzen, die ab dem vergangenen Jahr neu koordiniert wurden.


Was aber dann auch noch einige Frequenzen mehr wären ...

... sind die Öffentlichen auch davon betroffen? ... und vor allem ... ausschließlich UKW oder generell terrestrisch? ... denn da dürfte auch das ein oder andere DVB-T-Netz betroffen sein

von oxmoxtatze - am 09.01.2007 17:13
Das kann ja eigentlich nur für die privaten Anbieter gelten. Wenn nur die Vergabe von den Medienanstalten aus kritisiert wird, dann sind die Öffis und auch das DRadio ja schon raus - die bekommen ihre Übertragungskapazitäten ja von den jeweiligen Bundesländern zugewiesen (genaueres dann durch Landesrecht geregelt).

von Kroes - am 09.01.2007 17:25
Da es ja um Senderbetrieb und nicht um Programmveranstaltung geht sollte es auch neue Frequenzen der Öffis betreffen, oder?

von ts01 - am 09.01.2007 18:22
Nach welchen Kriterien soll die Bnetza denn ausschreiben? Nur nach Preis? Das wäre doch bescheuert. Die BNetzA bestellt doch gar nicht. Das macht der Nutzer der Frequenz. Die zahlen und - Beispiel DRadio - haben teilweise Rahmenverträge, die bei bestimmten Netzbetreibern deutlich günstigere Konditionen ergeben als andere Veranstalter zahlen müssten.

von -Ole- - am 09.01.2007 18:27

Wenn dieser Aufschaltungsstopp für alle UKW-Sender in Deutschland im letzten Jahr gilt, dann ist neben den genannten Frequenzen auch die neue 104,8 in Bremen betroffen.

Schade, daß es nur formalrechtliche Gründe für diesen Stopp gibt. Letzlich werden die Frequenzen doch vergeben und die Zufunzelung geht weiter.

von Lorenz Palm - am 09.01.2007 19:18
@Lorenz Palm: Wie heißt's so schön: wo kein Kläger, da kein Richter. Außerdem kann es sein, dass die 104,8 schon vor Inkrafttreten der EU-Novelle koordiniert wurde.

von Wiesbadener - am 09.01.2007 20:02
Wenn eine Frequenz von einer Landesmedienanstalt ausgeschrieben wird, ist bereits T-Systems als Dienstleister festgelegt, bzw. Teil der Ausschreibung.
Ich hoffe mal, dass diese Verkettung angegangen wird.

CU BB

von Boombastic - am 09.01.2007 20:06
Zitat

dass die Vergaben in Hannover ... nach neuem EU-Recht unzulässig sind


Aha...Hat sich da wohl Energy beschwert? Es hieß doch mal, die wären sauer, weil sie die Frequenz nicht bekommen haben, sich aber im EU-Recht gut auskennen und deshalb der Start von Klassikradio verzögert wird?!

von Japhi - am 09.01.2007 22:29
Japhi, ich habe es so verstanden, dass es hier nicht um die Auswahl der Progammveranstalter geht, sondern um die Auswahl der Netzbetreiber. Und die neuen Vorschriften gelten dann wohl für jeden, der sein Netz nicht selbst betreibt wie die meisten der Öffentlich-Rechtlichen.

von Ingo-GL - am 09.01.2007 23:39
Das Problem ist: Wie will man nun ausschreiben?

Zur Zeit werden ja fertig koordinierte Frequenzen ausgeschrieben, bei denen Standort, Antennenhöhe, Leistung & Diagramm schon feststehen. Da mit dem genauen Standort aber bereits ein Sendernetzbetreiber festgelegt ist (bisher in der Regel die DTAG), ist derjenige, der sich später als Programmanbieter für diese Frequenz bewirbt, an diesen Anbieter gebunden.

Wenn ich das EU-Recht richtig interpretieren, dann soll sich aber ein Wettbewerb einstellen zwischen den Sendernetzbetreibern. Das bedeutet aber, dass ein Anbieter, der letztendlich für die Leistung des Sendernetzbetreibers bezahlt, die Möglichkeit haben muss, den Betreiber frei auszuwählen.

Das ist aber nicht möglich, wenn die Lizenz nur für einen bestimmten Standort gilt. Daher können die Frequenzen nunmehr nicht mehr vor der Ausschreibung koordiniert werden. Die Landesmedienanstalten müssten dann die 107,4 in Hannover ausschreiben und dabei das Gebiet angeben, welches ungefähr versorgt werden kann.

Dann, wenn ein Anbieter einen Zuschlag bekommen hat, müsste die eigentliche internationale Koordinierung der Frequenz beginnen. Das aber ist unpraktikabel, da dies Zeit in Anbspruch nehmen kann und die Frequenz ja auch abgelehnt werden könnte.

Zweite Möglichekit: Die Landesmedienanstalt ermittelt zunächst mögliche Frequenzen für ein bestimmtes Gebiet und macht dann eine technische Ausschreibung, mit der ein Sendernetzbetreiber ermittelt wird, der ein Angebot vorlegen muss. Dann wird das beste Angebot ausgesucht und die Frequenz für den Standort des betreffenden Sendernetzbetreibers koordiniert. Anschließend wird die fertig koordinierte Frequenz für einen Programmanbieter ausgeschrieben.

Das aber hätte gleich mehrere Nachteile: Der Programmanbieter wäre immer noch an den einen Sendernetzbetreiber gebunden. Genau das aber könnte dem EU-Recht widersprechen. Außerdem würde das faktische Monopol, welches dann jeder Sendernetzbetreiber für die für ihn koordinierten Frequenzen besitzt, nicht aufgehoben. Ein Wecheel des Anbieters wäre nur mit einem hohen bürokratischen und kostenmäßigen Aufwand verbunden, es müsste ja die Frequenz komplett neu für den neuen Anbieter umkoordiniert werden.

Im Prinzip setzt sich das Problem auch für die digitalen Netze fort, egal ob DAB, DVB-T oder DRM: Mit der technischen Zuweisung einer Frequenz an einen Standort wird faktisch die Zuweisung zu einem bestimmten Anbieter getroffen.

Das liegt einfach daran, dass ein Standort, z. B. ein Mast, Turm oder Dach eines hohen Gebäudes, in der Regel nur von einem Anbieter betreiben wird und somit für einen anderen Anbieter dort kein Zugang mehr besteht.

Die Lösung läge in einer flexibleren Koordinierung von Frequenzen. Man könnte beispielswiese eine Frequenz, die ein bestimmtes Gebiet versorgen soll, gleichzeitig für verschiedene Standorte koortdinieren: Vom hohen Fernmeldeturm mit geringerer Leistung und größeren Einzügen, vom tiefer liegendem Dach eines Bankgebäudes mit höherer Leistung, vom 2 km außerhalb gelegenen Aussichtsturm mit starker Richtwirkung auf die Stadt etc.

Diese Koordinierung würden gleichzeitig gelten. Nun könnte die Frequenz für die Stadt völlig frei ausgeschrieben werden, ein Programmanbieter müsste sich nach der Ausschreibung für den besten Anbieter entscheiden und kann auf der Frequenz, die für den Standort dieses Betreibers koordiniert ist, sofort loslegen. Wenn der Netzbetreiber nach 3 Jahren dann die Preise stark erhöht, kündigt der Programmanbieter eben bei diesem Betreiber und wechselt zu einem anderen, der ja für das entsprechende Gebiet von seinem, anderswo gelegenen Standort, ja die gleiche Frequenz auch anbieten kann, evt. nur mit anderen Parametern, aber grundsätzlich derselben Reichweite.



von Alqaszar - am 10.01.2007 01:23
@alqazar: Du hast das Problem völlig richtig erkannt. Derzeit weiss niemand so genau, wie mit dem EU-Recht umgegangen wird. In anderen Ländern ist das etwas anderes: dort haben die lokalen Behörden etwa ganze Berge für Rundfunksender reserviert. Dort gibt es dann halt nicht nur einen Sendemast, sondern fünf bis sieben, halt von verschiedenen Netzbetreibern.

Generell soll die Vorgehensweise folgende sein: die LMAs melden Bedarf für Frequenzen an, die BNetzA koordiniert, muss aber im Anschluss den Netzbetrieb ausschreiben. Es könnte hier auch eine Lösung wie beim Telefon und Strom geben: T-Systems müsste demnach zulassen, dass auf deren Anlagen auch Konkurrenten geduldet werden. Erst wenn der Netzbetreiber festgelegt ist, kann die Frequenz offiziell für Prorgammanbieter ausgeschrieben werden.

Fairer wäre freilich eine Lösung, wonach der Prorgammanbieter festlegt, mit wem er einen Vetrag abschließt. Aber das geht dann wirklich nur, wenn alle Netzbetreiber den koordinierten Standortenm nutzen können. Alles in allem eine schwierige Suituation.

von Wiesbadener - am 10.01.2007 06:40
Ist die Koordinierung derart pingelig, dass sie keine Spielräume zulässt ?
Wenn ein alternativer Anbieter seinen Sendemast ein paar hundert Meter neben den T-Systems-Mast stellt (sofern Grundstück verfügbar), sollte das doch beim UKW-Rundfunk kein großes Problem darstellen.
Aber ich kann mir gut vorstellen, dass ein solches Prozedere wieder die militanten Elektrosmogallergiker auf den Plan ruft. Ein neuer Sender an einem bestehenden Mast fällt optisch nicht so auf, als ein komplett neuer Mast, auch wenn die Gesamtfeldstärke an dem Standort vielleicht gleich wäre. Das wird bestimmt noch lustig, wenn es zukünftig mehrere unterschiedliche Sendernetzbetreiber in Deutschland gibt, obwohl ich mir auch vorstellen kann, dass dann eher auch bislang ausschließlich für Mobilfunk genutzte Masten für lokale UKW-Sender genutzt werden können. Es werden eh nur noch Funzeln koordiniert, daher schätze ich, dass neue Anbieter wohl keine 200-Meter Masten mehr bauen werden.


P.S. von den in Saarbrücken vor einem Jahr koordiierten Frequenzen hat man schon eine Ewigkeit nichts mehr gehört. Hängt das etwa auch mit dem neuen EU-Recht zusammen ?

von Saarländer (aus Elm) - am 10.01.2007 08:36
Also in Österreich ist es imho so, dass eine Frequenz bei der Ausschreibung (Programmanbieter) bereits technisch festgelegt ist, meist mit den Parametern, die der Initiator der Frequenz angegeben hat. Jeder Programmanbieter, der sich darauf bewirbt, kann/muss dann offensichtlich ein technisches Konzept abgeben, wie er den tatsächlichen Senderstandort realisiert. Das kann den Angaben der Ausschreibung entsprechen, muss aber nicht. So wurde z.B. in Lienz die 106,4 mit dem ORS-Standort Rauchkofel ausgeschrieben, in Betrieb ging sie dann aber am Standort Hochstein.

von Habakukk - am 10.01.2007 08:56
Das würde mich allerdings auch interessieren. Das würde dann nämlich auch erklären warum man auf einmal nichts mehr von der 99,0Mhz (Saarlouis) hört. Um diese Frequenz wurde so ein riesen Wirbel gemacht, von wegen wichtige Füllfrequenz und so was. Man hat den Senderstandort an einen tiefergelegenen Punkt verlegt nur damit die Luxemburger endlich ruhe geben, und dann war auf einmal Ruhe. Die Antennen hängen jetzt da und nix passiert. :rolleyes: Wenn das aber mit diesem EU-Recht zusammen hängt dann würde das einiges erklären. Allerdings würde das aber doch auch sicher bedeuten das es nochmal eine Ewigkeit dauert bis die neuen Frequenzen OnAir gehen. :rolleyes:

von Spacelab - am 10.01.2007 09:10
In NL war es bei der Zerobase ähnlich: Viele Standorte wurden sekundengenau vorher koordiniert, einige aber auch nur minutengenau. Angesetzt wurden dann größtenteils recht hohe Standorte, die in der Praxis aber gar nicht so realisiert wurden...entweder aufgrund einen anderen Netzbetreibers oder auch aufgrund der bislang gar nicht vorhandenen Höhe des angegebenen Sendeturms. Aus diesem Grund wurden dort ja auch etliche Sendeleistungen gegenüber den ursprünglichen Koordinierungen teilweise deutlich erhöht (halbe Höhe = vierfache Sendeleistung, was logisch ist da halbe Höhe = halbe Reichweite, vierfache Sendeleistung = doppelte Reichweite). Die Stationen im "OLON-"Band (ab 104,9 MHz) sind sogar überhaupt nicht für feste Orte koordiniert, sondern nur jeweils für Zellen von ca. 25 Kilometern Durchmesser mit jeweils maximal 38m Höhe über dem Grund (der bei 0m über dem Meer angesetzt ist) und maximal 100 Watt ND. Innerhalb dieser Zelle können die Standorte dann beliebig variiert werden, die tatsächliche Sendeleistungen und Richtstrahlungen legt schließlich die Agentschap Telecom fest - aber nicht zum Auslandsschutz (denn diese Verlagerungen sind international absolut OK), sondern zur frequenzökonomischen Ausnutzung des zur Verfügung stehenden Bereichs.

Man sieht: Eine Verlagerung koordinierter Standorte ist problemlos möglich. Auch in Deutschland gibt es ja doch ein paar Fälle, in denen der tatsächliche Standorte nicht der immer noch gültigen Koordinierung entspricht...ganz abgesehen von den nicht realisierten Großsendern. Das wäre vielleicht auch eine Möglichkeit, um die angesprochenen Probleme weit weg von Grenzgebieten zu umgehen: Unter der Hand einigen sich die Bundesländer, ARD-Anstalten, DRadio usw schon mal auf Übertragungskapazitäten und dann werden halt am Großen Feldberg, am Brocken usw 100-kW-Brecher auf entsprechenden Frequenzen in die Koordinierung gegeben. Die nimmt man dann natürlich nie in Betrieb (weil damit ja andere Stationen in Deutschland gestört würden - das geht die ITU aber nichts an), sondern schlachtet die entsprechend. Da man bei dieser Schlachtung innerhalb der Kontur des 100-kW-Powersenders bleibt und innerhalb des Frequenzspielraums (+/- 300 kHz) wäre auch das kein Fall mehr für die ITU. Für das Grenzgebiet ist sowas natürlich nicht praktikabel, da z.B. NL und BEL wohl jede neue 100-kW-Frequenz aus Langenberg sofort blockieren würden.

Und zu den Standorten: Auch eine Koordinierung an einem DFMG-Turm (der T-Systems gehören die Sendetürme nicht) ist ja nicht automatisch eine Aussage für einen Netzbetreiber. Auch ein Fremdbetreiber kann sich ja bei der DFMG einmieten - geschieht beim Mobilfunk häufig und auch einige ARD-Anstalten betreiben durchaus Sendeanlagen auf solchen Türmen und Masten. Richtig ist natürlich, dass sowohl DFMG als auch T-Systems beide 100%-Töchter der Telekom sind und somit T-Systems bevorzugt werden dürfte und für andere Netzbetreiber die Mietkosten recht hoch sein dürften - aber ausgeschlossen ist es ja nicht. Wie sonst könnte E-Plus seine ganzen UHS-Standorte größtenteils an DFMG-Fernmeldetürmen (Düsseldorf, München, Essen, ...) anbringen?

von Kroes - am 10.01.2007 09:14
@Kroes: Gebe es in Deutschland nicht ein föderales Rundfunksystem, wäre das alles wohl auch hier möglich. Aber hierzulande kann schon eine Abweichung um ein paar Kilometer zu neuen Einsprüchen der Nachbarländer führen.

von Wiesbadener - am 10.01.2007 09:29
In den Niederlanden und auch in Belgien sind die Sender geringer Leistung für Lokalradios nur für jeweils eine Gemeinde festgelegt. Innerhalb derer kann der Stanndort mit den vorgegebenen Parametern (Leistung und Antennenhöhe überall gleich) frei gewählt werden. Auf dem platten Land ist das ja auch praktikabel, denn bei 0m Seehöhe spielt es keine Rolle, an welchem Ende des Orts die Antenne steht.
In Gebirgsregionen ist es dann schon ein kleiner Unterschied, ob die 40m hohe Antenne z.B. in Garmisch in der Stadtmitte steht oder auf der Zugspitze. Der Unterschied beträgt dann gut 2000 Höhenmeter.

Praktikabel und sinnvoll wäre folgendes Vorgehen:
Die Frequenzen werden vorkoordiniert, d.h. ohne genau festgelegte Paramater, also nur Frequenz, ungefährer Standort (Stadt, Gemeinde) und max. Leistung.
Der Anbieter sucht sich einen Senderbetreiber (oder entschliesst sich, den Sender selbst zu betreiben).
und wählt einen geeigneten Standort aus, an dem die Antenne errichtet werden kann.
Dann erfolgt die Feinkoordinierung. Diese sollte dann landesintern machbar sein und nicht länger als 4 Wochen dauern.

Wenn das Quasi-Monopol der T-Systems gebrochen werden kann, dann soll mir dazu fast jeder Weg recht sein. Was die momentan tlw. an Betriebskosten verlangen, ist utopisch. Noch viel schlimmer sind momentan allerdings die Regelungen zur Kabeleinspeisung.



von PeterSchwarz - am 10.01.2007 09:31
Zitat
PeterSchwarz
Praktikabel und sinnvoll wäre folgendes Vorgehen:
Die Frequenzen werden vorkoordiniert, d.h. ohne genau festgelegte Paramater, also nur Frequenz, ungefährer Standort (Stadt, Gemeinde) und max. Leistung.

Zu solch einer Vorkoordination müsste meiner Meinung nach auch die maximale effektive Antennenhöhe gehören, denn sie bestimmt neben der Strahlungsleistung wesentlich die Reichweite und damit die Störwirkung auf andere Sender.

Aber so ähnlich laufen die Koordinationen über die ITU ab, oder täusche ich mich?

73 de Uli

von ulionken - am 10.01.2007 19:11
Gibt es für den Aufschaltungs-Stopp durch EU Recht eine offizielle Quelle?

von FM100 - am 11.01.2007 22:05
Wie soll denn der Fall behandelt werden, dass der Programmanbieter selber die Sender an eigenen Standorten mit eigenen Technik betreiben will?
Uns konnte weder die LfM noch die BNetzA überhaupt erklären wie das ausgeschrieben werden soll in den Fällen, die Ihr oben bereits diskutiert.
Konkret ist das Problem in Köln.

von Stiller Leser - am 12.01.2007 21:24
Stiller Leser: Da sieht man die Crux der ganzen Sache, die ich auch miterlebt habe. Offiziell ist der Weg frei für jegliche privaten Senderbetreiber, praktisch gibt es keine gangbare Lösung dafür, so wird das Quasimonopl des Magenta-T aufrecht erhalten. Wird höchste Zeit, daß hier eingeschritten wird. Sowas gibt es m.W. sonst nirgendwo.


von PeterSchwarz - am 13.01.2007 12:29
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