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Erster Beitrag:
vor 10 Jahren, 10 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 10 Jahren, 9 Monaten
Beteiligte Autoren:
Ingo-GL, Der Korken

Ab wann kommt das Rauschen durch ?

Startbeitrag von Der Korken am 10.01.2007 21:30

Es gibt ja so gewisse reichweitenresistente Sender, die nachträglich auf Frequenzen erschienen, die vorher von gut empfangbaren Programmen belegt waren. Funzeln eben.
Diese fangen meist schnell an zu rauschen, oder zu zwitschern.
Beispiel : Wenn ein Nutzsender auf 96,0 mit, sagen wir, 50dB empfangbar war, bekommt dieser eines Tages einen Kleinsender aufgebrummt. Im Nahbereich ist die Funzel klar hörbar, in den Randgebieten kommt es zu einem Zwitschern, einem Rauschen später.
Wieviel dB Unterschied müssen vorliegen, damit der vorherige Nutzsender völlig unterdrückt wird, und wieviel dB Unterschied zwischen Funzel und Altsender liegen vor, wenn es diese Zwitschern gibt ?

Antworten:

Stichwort: Gleichkanalunterdrückung

Zitat
Der Korken
Wieviel dB Unterschied müssen vorliegen, damit der vorherige Nutzsender völlig unterdrückt wird, und wieviel dB Unterschied zwischen Funzel und Altsender liegen vor, wenn es dieses Zwitschern gibt ?


Völlige Störfreiheit lässt sich messtechnisch nicht angeben, sondern man kann nur angeben, um wieviel dB schwächer als das Nutzsignal der Störsender bleiben muss, bis ein gewissses Maß an Verschlechterung des Störabstands eingetreten ist. Wie das bei FM-Sprechfunkgeräten für die Binnenschifffahrt gemessen wird, kann man hier nachlesen:
http://www.jura.uni-sb.de/BGBl/TEIL2/1996/19961098.2.HTML

In dem Fall geht man von einem relativ schwachen Nutzsignal aus, das allein schon aufgrund des Empfängerrauschens mit einem Störabstand von lediglich 20 dB empfangen wird. Ein Gleichkanalsignal, dessen Pegel - 8 dB des Nutzsignals (40 % der Nutzsignalspannung) beträgt, darf den Störabstand von 20 dB auf 14 dB absinken lassen. Wenn derselbe Effekt erst mit einem Gleichkanalsignal von zum Beispiel - 6 dB (50% der Nutzsignalspannung) auftritt, dann ist der Empfänger besser als die Mindestanforderung.

Wie UKW-Rundfunkempfänger bei diesem Test abschneiden, kann man in alten Ausgaben der HiFi-Stereophonie, Stereo oder Stereoplay nachlesen. Meine gesammelten Exemplare sind zur Zeit unerreichbar entfernt.
Ich nehme an, man geht zunächst einmal von höheren Mindest-Störabständen aus, vielleicht 30 dB. Die praktisch erreichbaren Werte der Gleichkanalunterdrückung beim UKW-Rundfunk werden wohl bei -1,5 bis -3 dB liegen, einfach deshalb, weil der höhere Modulationsindex des UKW-Rundfunks die Gleichkanalunterdrückung verbessert.



von Ingo-GL - am 01.02.2007 20:46
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