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Radioforum
Beiträge im Thema:
22
Erster Beitrag:
vor 11 Jahren
Letzter Beitrag:
vor 8 Jahren, 2 Monaten
Beteiligte Autoren:
Udo Isaenko, andimik, Dixie_, Bolivar diGriz, Jürgen Martens, DO4NC, Werner53, Christian_66, Nohab, Stephan Großklaß, WiehengeBIERge

Problem bei der Datenübertragung mit dem Degen DE 1103

Startbeitrag von Dixie_ am 12.01.2007 16:28

Den Degen 1103 wollte ich ja eigentlich verwenden, um auch Radiomitschnitte auf dem PC machen zu können, aber dabei habe ich folgendes Problem:

Sobald ich mein Klinkenkabel einstecke, wird die Empfangsqualität blitzartig schlechter und extrem verrauscht. DX-Mitschnitte sind dadurch völlig unmöglich. Nur bei sehr starken Sendern ist nichts zu bemerken. Auch der interne Lautsprecher des Degen klingt dann schlagartig deutlich schlechter und spürbar verrauscht. Sowohl UKW als auch KW, MW und LW sind davon betroffen.

Das Problem tritt sowohl bei der Verbindung des Kabels mit dem Line-out-Ausgang als auch bei der Verbindung des Kabels mit dem Kopfhörerausgang auf. Sobald das Kabel wieder herausgezogen wird, ist der Empfang sofort wieder ungestört (daß Stereo usw. deaktiviert wurde, darauf habe ich selbstverständlich geachtet, also daran liegt es nicht!).

Weiß jemand Rat, woran es liegen könnte? Der Degen scheint hier ja doch ziemlich verbreitet zu sein.

Vielen Dank!

Antworten:

Kann ich bestätigen, an einen Conrad RDS-Manager angeschlossen, kriegt man oft kein RDS trotz Line-Ausgangs.

Daher ist der 1103 nicht mein Freund.

Mir hat jemand hier im Forum geraten ich sollte einen Ferrit übers Kabel klemmen, aber das war nicht der Grund.

siehe http://forum.mysnip.de/read.php?8773,197538,419283#msg-419283

von andimik - am 12.01.2007 16:37


von WiehengeBIERge - am 12.01.2007 16:38
Ich hatte dasselbe Problem mit dem ATS909. Ich habe das Verbindungskabel
auf einen Ferritringkern gewickelt, solange, bis die Störungen praktisch weg
waren.




von DO4NC - am 12.01.2007 18:31
@ Eichbaum:
Welchen Ringkerntyp (Grösse, Material) hast du verwendet?


von Udo Isaenko - am 13.01.2007 17:15
Zitat

Welchen Ringkerntyp (Grösse, Material) hast du verwendet?


Das kann ich jetzt nicht mehr sagen, es ist lange her, das ich den Ringkern
gekauft habe. Der Außendurchmesser ist 36mm, der Innendurchmesser
22mm. Gekauft habe ich ihn, glaube ich, bei Oppermann.

Oppermann


von DO4NC - am 13.01.2007 17:51
Danke für die Info. Scheint (nach den Abmessungen zu urteilen) ein FT-140-irgendwas zu sein. Möglicherweise Material 43 (40...400 MHz), also FT140-43.
Info für Bastler: Diesen Ringkern gibt es bei Reichelt für 5 Euro.


von Udo Isaenko - am 13.01.2007 20:57
Hallo zusammen,

Brummstörungen entstehen gerne durch sog. Masseschleifen.
Diese werden gebildet durch die "Massen" von, z.B., Empfänger, Antenne, Recorder, PC.
Mit einen NF-Trenntrafo wird die Masseleitung galvanisch unterbrochen.
Das ist meist wirksamer als die Verdrosselung mit vielen Windungen durch einen Ringkern.

Hatte mal Brummstörungen, als ich ein dekodiertes DRM-NF-Signal vom PC auf die
Stereoanlage geben wollte. Mit einem zwischen geschalteten NF-Übertrager war der Brumm weg.

Viele Grüße

Jürgen Martens

von Jürgen Martens - am 16.01.2007 20:21
Da ihr euch besser auskennt als ich: Wo liegt eigentlich das Problem: Am bösen Benutzer, der unbedingt da was anschließen möchte oder am chinesischen Hersteller, der das trotz Fachleute nicht in den Griff bekommt?

Ich wette letzteres, womit bestätigt wird, was ich immer predige: Säbel 1103 ist für die Katz.

von andimik - am 18.01.2007 08:27
Naja, SSTV und Wetterfax mit dem ICF-SW7600G am Rechner war seinerzeit auch immer recht spaßig. Ich vermute, daß es der Signalweg von der Teleskopantenne zum HF-Vorverstärker ist, der für den Ärger sorgt - da geht es hochohmig und recht ungeschirmt zu, und Störungen sind schnell mal drin. Man sehe sich mal den DRM-Mod zum ICF-7600D an, da gab es auch so ein Problem.

Warum ausgerechnet Degen dieses Problem besser in den Griff kriegen sollte als der Rest der Welt, das ist mir nicht klar. Die Chinesen kochen auch nur mit Wasser und müssen ganz genauso mit spitzem Bleistift rechnen, und das merkt man bei genauerem Hinsehen auch. Mir ist übrigens gerade aufgefallen, daß der DE1103 ja nur ein 2-Gang-Frontend auf UKW hat. (Jedenfalls dem im Netz findbaren Schaltplan zufolge - auf der Platine scheinen aber 4 Luftspulen zu sein, eine mehr als eigentlich unter diesen Umständen nötig.) Kein Wunder, daß der es mit dicken Antennen nicht so hat. Ist beim ATS-909 aber zugegebenermaßen auch nicht anders, der TA7358AP ist wohl relativ gutmütig. (Insofern ist die um 2 höhere Zahl abgestimmter Vorkreise beim Redsun umso erfreulicher.)

von Stephan Großklaß - am 18.01.2007 21:09
So, das Problem wäre nun (hoffentlich) weitestgehend gelöst. :)

Um die Störungen zu unterdrücken, benötigt man keinen Ferritkern, sondern lediglich eine gewisse Anzahl von engen Windungen im Kabel. Ich habe das Kabel einfach um den Finger gewickelt. Es genügt, wenn man es dann irgendwie zusammenbindet. Der Finger ist als "Kern" nicht notwendig. ;)

Hier nun eine Hörprobe der 95,1 (SWR 1) aus Aalen, also einer Frequenz, die hier nicht mehr KBW-tauglich geht und im Degen somit starken Störungen unterworfen war, sobald man etwas am Line-in anschloß.

Ich habe während der Aufnahme immer wieder das Kabel zusammengewickelt, justiert, wieder gelöst, wieder etwas verändert usw. Man sieht, wie gewaltig die Effekte sind. Der Unterschied geht von "nur noch Rauschen" bis hin zu "störungsfreier Empfang". An der Antennenausrichtung oder dem Gerät wurde während der ganzen Prozedur nichts geändert. Nur das Verbindungskabel wurde aufgewickelt, gelöst usw.

Viel Spaß beim Reinhören ...

http://rapidshare.com/files/16494766/swr_1_95_1.mp3.html

von Dixie_ - am 14.02.2007 23:00
Wenn Ferritkerne nicht mehr helfen, dann hilft wohl nur noch soetwas:

Damit haben wir den Empfänger vom anhängenden Gerät galvanisch getrennt.
Da sollte dann endgültig Ruhe sein.
Bei Interesse gibt's Schaltung und Stückliste nach.




von Nohab - am 15.02.2007 00:28
Zitat
Dixie_
http://rapidshare.com/files/16494766/swr_1_95_1.mp3.html
Frage: Wäre es möglich, diese Datei wo anders hinzustellen?

Ich möchte weder bezahlen, noch stundenlang warten, bis ich es gratis runterziehen darf.

von andimik - am 15.02.2007 08:27
Ich hatte mich schon gewundert, warum in allen SSTV-Empfangsanleitungen mit Laptops so eine Schaltung zwischen das Kabel geschaltet wird. Das ist nun eine logische Erklärung.

BTW: Was gibt es denn sonst so interessante Software, außer SSTV und Wetterfax am Laptop? Gibt es unterstützende Software zum Radiohören, z.B. zum Erstellen von Bandscans? (Mal abgesehen von Excel...)

von Bolivar diGriz - am 15.02.2007 20:44
Zwar nicht speziell für Laptops, aber allgemein unterstützend bei der Erstellung von Bandscans wirkt "FMINFO/myFM", eine Online-Anwendung (läuft somit dann auch unter allen Betriebssystemen).

Siehe http://www.myradiobase.de/fmlist/fminfo_index.html.

73
Udo


von Udo Isaenko - am 15.02.2007 20:52
Danke, der Tipp war wirklich gut! Damit konnte ich endlich auch ein paar Sender einstellen duch Verstellen der Antenne, die ich lt.Liste empfangen kann, aber bisher nicht hatte :-)

von Bolivar diGriz - am 17.02.2007 07:06
Im DRM-Forum http://www.drmrx.org/forum/showthread.php?p=58030#post58030
hat möglicherweise ein DXer aus Russland einen DE 1103 so modifiziert, dass DRM dekodiert wurde. Ich werde da zwar noch nicht so ganz schlau daraus wie genau, aber hier gibt es ja auch Experten.

Wer kann etwas zur Klärung beisteuern, was da gemacht wurde?

von Christian_66 - am 12.11.2009 20:03
da wird die Zf von 450kHz gepuffert abgegriffen und mit 462kHz gemischt, um eine DRM dekodiertaugliche Zf von 12kHz zu erhalten; so eine Schaltung gibt es auch fertig von Sat Schneider, so klein, dass man sie einbauen kann; ich habe das bei meinem IC R71 gemacht; ich bin mir aber nicht sicher, wie breit die Filter beim Degen sind; die müssen für DRM ja mindestens 10kHz breit sein; oder es wird vor dem Zf Filter abgegriffen mit den dann auftretenden grossen Nachteilen ( Spiegelfrequenzen etc. )

von Werner53 - am 12.11.2009 20:30
DRM mit dem DE-1103 scheitert leider an der zu schlechten spektralen Reinheit
seines PLL-Oszillators. Hab das schon vor 2 Jahren ausprobiert - vergisst es !

73, Jürgen

von Jürgen Martens - am 12.11.2009 20:54
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