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Welches Gerät für gutem Radio-Empfang im Nahverkehrszug?

Startbeitrag von cappu am 23.01.2007 20:09

Hallo zusammen,

ich suche ein Radio-Portable, mit dem ich auf dem täglichen Arbeitsweg (A-MM) im Zug vernünftig Radio (Grundnetzsender des BR) hören kann. Nun hätte ich auch gerne einen MP3-Player dabei. Im Zug ist der Empfang grundsätzlich nicht einfach.

Beim Media-Markt wurde mir das Sony NW-E500 empfohlen, welches über ein spezielles "Rauschunterdrückungssystem" verfügt. Hat von Euch jemand Erfahrungen mit diesem Gerät?

Alternativ habe ich auch ein Handy-Radio ins Auge gefasst, etwa eines der Sony-Ericson Serie. Die haben - soweit ich weiß - auch RDS-Funktion und AF-Funktion. Kommen diese Handy-Radios an die Radio-Portables heran?

Zu guter letzt: Lohnt sich eine UKW-DAB-Kombination? Sprich: Ist im Zug vernünftiger DAB Empfang möglich?

Warum gibts noch keinen i-pod mit integriertem UKW-Radio?

--bin gespannt auf Eure Antworten :-)

Antworten:

was setzt die bahn denn dort für waggons ein?
Mit meinem Sangi 110 (ohne Mp3 ohne RDS) hängt das immer vom Waggon ab. aber sonst ist es schon ganz gut(z. b. Bielstein bis kurz vor Dortmund), gerade im IC oder den Doppelstock-Wagen geht der sehr gut.

von ziyati - am 23.01.2007 20:21
Zug ist immer problematisch, da wie schon angesprochen der Sitzplatz (nähe zur Boardelektronik, etc.) was ausmacht. Ich verwende einen günstigen trekstor mp3-player inkl. UKW-Radio und bin vom Empfang eigentlich zufrieden. Wobei bei meinem Modell geht Stereo nicht auszuschalten, aber trekstor hat auch teurere Player im Angebot, wo das möglich ist.

Ebenfalls gute Erfahrungen habe ich mit allen möglichen Walkman-Modellen gemacht.

Falls du noch einen alten Walkman mit Radio oder ähnliches besitzt, kucke erst mal was der im Zug an Sendern und Feldstärke bringt. Dadurch dass du im Zug kaum Antenne nutzen kannst ist es vor allem wichtig dass das Gerät möglich empfangsstark ist.

von seventeen - am 24.01.2007 06:22
Zitat

Warum gibts noch keinen i-pod mit integriertem UKW-Radio?

Na ja, die RadioRemote für den Pod, eine Kombination aus Fernbedienung und Radioteil, integriert sich ganz gut in das Erscheinungsbild. Ich war als bekennender Podfan vor knapp einem Jahr einer der ersten Käufer der RR und war und bin mit den Empfangsleistungen recht zufrieden. Man kann per Menü zwischen 3 Empfangsbereichen/-modi wählen:
- Für Japan, dann Empfangsbereich ab 76MHz (!!),
- für die USA, dann nur "gerade" QRGs im 0,2 MHz-Abstand und
- für den Rest der Welt, dann wie jedes andere handelsübliche UKW-Radio (Abstimmschritte 0,1 MHz).
RDS ist mit an Bord. Ein kleiner Bug soll nicht verschwiegen werden: Die RDS-Empfindlichkeit im USA-Modus ist höher als in den anderen Einstellungen. Ein Phänomen, das in den einschlägigen Pod-Foren schon "rauf und runter" diskutiert worden ist, so dass es sich hier nicht um einen Einzelfall handelt.

Seit Herbst letzten Jahres verfüge ich auch über ein Sony-Ericsson K800i. Die Empfangsleistungen ähneln stark denen der Apple RR. Alles was hier im Forum bereits über die Radioeigenschaften des K800i und seiner Schwestermodelle gesagt worden ist, gilt in etwa also auch für die RR.

Bei kürzeren Zugfahrten reicht mir die Radio- oder mp3-Funktionalität (mit 1GB-Karte) des Telefons vollauf, schließlich schleppt man nur ein Gerät durch die Gegend und telefonieren will man ja auch. Auf längeren Reisen greife ich dann doch gerne auf das jeweilige Archiv meines iPods zurück und schalte dann auch immer mal wieder die Radiofunktion der RR ein um zu sehen, was gerade empfangbar ist.

Zu DAB kann ich nichts beitragen.

Zitat

was setzt die bahn denn dort für waggons ein?

Eine sehr wichtige Frage! Metallbedämpfte Fenster können zum Totalausfall des Radioempfangs im Zug führen.





von Ottensen FM - am 24.01.2007 08:51
DAB im Nahverkehrszug:
In den Zeiten, als ich häufig mit der Bahn unterwegs war, gab es noch kein DAB.
Aber ich kann ja mal schreiben über:

DAB-Taschenempfänger im Auto:
Einige km im Umkreis der Sender funktioniert das, also zum Beispiel in Großstädten mit zentralem Sender. Aber es gibt ja auch noch Räume dazwischen. Wenn die Sendeleistung bei DAB um 10 dB erhöht worden ist, kann man das Thema neu untersuchen.

von Ingo-GL - am 24.01.2007 09:14
Hallo,

DAB im Zug nur wenn man direkt am Sender vorbeifährt, ansonsten kann man es vergessen.

Wenn man ca. 10 km vom Sender weg ist, bricht der Empfang schon weg, wenn man in den Zug einsteigt.

Gruss Thomas




von Tom271166 - am 24.01.2007 10:11
@ Ottensen FM:
Die USA-Kanäle sind doch auf den ungeraden Frequenzen, also 88.1, 88.3, 88.5 etc., oder?

Ansonsten kann ich sagen, dass ich in den neueren Doppelstockwaggons (Hersteller: Bombardier) an den Fensterplätzen früher sowohl mit dem Handy (Nokia 6510) als auch mit dem MP3-Recorder (Archos Jukebox Recorder FM) bis vor 2 1/2 Jahren, als ich noch regelmässig die Strecke Freiburg-Basel im Zug fuhr, meistens ausreichenden Empfang hatte. Jedenfalls genügte es (mindestens) für guten Monoempfang von Wortprogrammen. Nur im Raum Bad Bellingen bis Istein war der Blauen fast komplett abgeschattet (der Zug fährt unterhalb eines steilen Hangs durch), dort ging kein deutscher Sender mehr, dafür gingen dort alle Mulhouser Sender optimal (kein Wunder: 10 km Entfernung mit Sichtverbindung).

Man sollte auf jeden Fall das Kopfhörerkabel (das als Antenne dient) nahe des Fensters platzieren. Ob in diesen Waggons die Fenster metallbedämpft sind, kann ich nicht sagen.


von Udo Isaenko - am 24.01.2007 10:15
Zitat

@ Ottensen FM:
Die USA-Kanäle sind doch auf den ungeraden Frequenzen, also 88.1, 88.3, 88.5 etc., oder?


Richtig ist natürlich ungerade. Sorry!


von Ottensen FM - am 24.01.2007 10:53
In den älteren Zügen der Frankfurter S-Bahn z.B. ist nahezu kein Empfang möglich.
Vielleicht grade so die Feldbergsender und örtlich der Europaturm. Der Empfang wird nur besser solange die Tür offen steht.

von Nordi - am 24.01.2007 11:06
Ich verwende seit 2 Jahren einen Traxdata EZPlayer 5000 und bin durchaus zufrieden damit.

In der S-Bahn kommen die starken Sender (Wendelstein, Ismaning, Olympiaturm) gut rein, selbst für Arabella vom Blutenburgturm reicht es. Aber mehr geht dann nicht rein, die 100W-Funzeln vom Blutenburgturm o.ä. sind leider zu schwach...

http://www.christophlorenz.de/radio/receiver/traxdata_ezplayer_5000.php?l=de

von _Christoph - am 24.01.2007 11:27
Erfahrung mit dem K800 in Intercity-Standardwagen: Störungsfreier Empfang geht nur bei bombiger Feldstärke. Also, Beispiel auf der Strecke HH-Berlin: Moorfleet geht bis kurz vor Büchen weitgehend störungsfrei, danach ist Schluß. Man muss eigentlich laufend zwischen Dannenberg und Schwerin wechseln, will man NDR 2 hören. Kisdorf ist auf der gesamten Strecke, auch direkt in der Hamburger City, nicht brauchbar zu hören. In Brandenburg ist ganz interessant, dass manche Frequenzen vom Berliner Fernsehturm trotz gleicher Sendeleistung durchweg besser reinkommen, ohne dass da ein System in Bezug auf die Frequenz erkennbar wäre.

PS: Absolut überraschend für mich war, dass auch auf der unteren Ebene des Berliner Bröckelbahnhofs (2 Ebenen unter Straßenebene) noch _alles_ aus Berlin mit RDS in diesem ansonsten nicht gerade empfangsstarken Teil geht. Selbst Metropol FM...

von -Ole- - am 24.01.2007 11:31
Man sollte sich mal eher auf seine Strecke A-MM konzentrieren. Mit Grundnetzsendern siehts bei Mini-Radios eher schlecht aus - in Augsburg schonmal garnix, später ab Schwabmünchen dann vllt. der Grünten aber alles nicht perfekt. Eher noch DAB wo der Sender Mittelneufnach neben der Strecke steht.

von muniX - am 24.01.2007 12:56
Eieiei, es gibt in Bayern ja echt noch Stellen wo der BR keine Feldstärke von 70+ hat (laut fmlist.de). Ich forde einen 100kw Sender um dieses nicht versorgte Gebiet endlich mit den Programmen des BR zu versorgen :D
Was für ein Sender ist denn der beste für Augsburg? fmlist sagt Hühnerberg, aber auch Grünten, Ismaning und der Hohenpeißenberg sollten da ja ankommen... Augsburg liegt ja nun auch nicht grade in einer Alpenschlucht.

von ziyati - am 24.01.2007 20:14
Für Augsburg gibts keine klare Frequenz, das RDS-Radio wechselt bei einer Rundfahrt mindestens 3-4mal durch. Wer direkt am Hotelturm wohnt kann z.B bis auf B 5 garkeine Grundnetzsender empfangen.

@ziyati: Sogar der Wendelstein kommt noch brauchbar.

von muniX - am 25.01.2007 12:14
Mh, da scheint die Empfangsleistung der SonyEricson Handy's dann stark unterschiedlich zu sein. Das war / ist bei Nokia aber auch so. Manche haben interne Stoerungen durch das Display oder der ZF Filter liegt derart weit neben der 10,7Mhz so dass schwache Sender einfach nicht funktionieren. Das Problem wirst bei so Taschenradios aber wohl auch haben, vor allem wenn noch MP3 Player und andere Digitaltechnik verbaut ist.

Ich bin mit meinem K800i sehr zufrieden, 0 Stoergerausche und super empfindlich und auch relativ uebersteuerungsicher, das beste was ich in Sachen Taschenradio je hatte.

Ich sag nur was auch immer du dir aussuchst musst ausprobieren und bei nichtgefallen halt wieder umtauschen. Bei nem 'grossen Tuner' kannst die ZF Filter ja tauschen, beim Handy aber wohl kaum.

von Nordlicht2 - am 25.01.2007 13:05
Vielen Dank für die vielen Tipps. Dass in den verschiedenen Waggons die Empfangsleistung abweicht habe ich auch schon feststellen dürfen. Ich nutze grad ein altes Radio "Intersound", dass ich vor zig Jahren beim Photo Porst erstanden habe.

Stören diese spitzen Handysignale eigentlich alle Radios oder gibts hier auch störungsresistente Geräte? Vor allem wie schauts bei den Walkman-Handies mit diesen Störungen aus?

Noch ne Frage: Besitzen die RDS-Sony-Handys auch AF-Funktion?

von cappu - am 29.01.2007 19:53
Zitat

Stören diese spitzen Handysignale eigentlich alle Radios oder gibts hier auch störungsresistente Geräte? Vor allem wie schauts bei den Walkman-Handies mit diesen Störungen aus?
Es gibt auch störungsresistente Geräte : mein trekstor MP3-Player mit UKW-Radio macht zum Beispiel keine Anstanden bei Handys. Mein Grundig Ocean Boy gibt den Handysound wieder, aber nur leise. Ist doch ganz praktisch schon vor dem klingeln des Handys gegenüber bescheid zu wissen, dass es da gleich losklingelt ;)

von seventeen - am 29.01.2007 20:10
Zitat

Noch ne Frage: Besitzen die RDS-Sony-Handys auch AF-Funktion?


Ja :)

von Jassy - am 29.01.2007 23:30
Ja. Die Funktion taugt bloß nichts. Nicht ohne Grund ist sie standardmäßig abgeschaltet.

von -Ole- - am 30.01.2007 09:47
Die Iriver-Geräte haben den Ruf, sehr gute Radioteile zu haben. Von meinem iAudio G3 kann ich das leider nicht behaupten, der ist zwar trennscharf, aber recht taub und trotzdem nicht übermäßig großsignalfest, und die Stereoschwelle ist auch nicht die niedrigste. (Verbaut ist ein Philips TEA5767 oder sowas.) Da war das Radiohören im Bus etwas frustrierend, weswegen ich mich dann auf die Suche nach einem "richtigen" Radio gemacht habe.

In Sachen Taschenradios habe ich mittlerweile so einige durch (meist ältere).
Empfindlicher und großsignalfester als der G3 sind die meisten davon (Geräte mit nur einer Batterie sind wohl keine Großsignal-Kings, meine haben durchgängig 2 AA/AAA), die Trennschärfe ist im Regelfall irgendwo zwischen mäßig und befriedigend (je nachdem, ob nun lediglich 1x 280 kHz, 1x 280 kHz + IFT oder gar 2x 280 kHz drinstecken - ich hätte gern mal 2x 180 kHz gematcht + IFT).
Mit antiken 600-Ohm-Hörern kamen bis dato alle klar, der AE6775 wird da aber vermutlich scheitern. Der Grundrauschpegel (Testkandidat: AKG K26P) bewegte sich bis dato im Bereich von "akzeptabel" bis "hoch", so mucksmäuschenstill wie der G3 war kein Gerät. Frequenzgänge liegen irgendwo zwischen "ziemlich gerade" (2x), "falsche Deemphasis" (1x, +G3) und "deutliche Höhenabsenkung" (2x), wobei auch das letzte seine Vorteile haben kann (wer einen Etymotic ER-6 oder ähnlich höhenlastige IEMs hat, wird wissen, was ich meine).
Mangelnde "Handyfestigkeit" (im Sinne wirklich hoher resultierender Lautstärken) ist nur beim einem ein Problem, liegt vermutlich an einer schlechten AM-Unterdrückung auf UKW.
Und ja, eines der Geräte schleppe ich immer zusätzlich zum MP3-Player mit, falls mir mal nach "Live-Radio" ist (das aus der Dose ist ja schon auf dem Player ;) ).

Das größte und leider grundsätzliche Problem bei den heute in MP3-Player und Co. verbauten All-in-one-Chips ist, daß es keine Möglichkeit zur schmalbandigen mitlaufenden Selektion im Frontend gibt - weder ist eine genügend hohe Abstimmspannung vorhanden noch gibt es Platz für Luftspulen. Selbst wenn die integrierten Mischer dann aufwendiger sind (und das ist der Regelfall), sind sie deswegen trotzdem recht schnell überfordert. Was aufwendigerer Mischer plus anständige Vorselektion bringen, sieht man gut am Roadstar TRA-2350P - wobei mensch sich vermutlich bei einem Taschenradio auf zwei mitlaufende Vorkreise beschränken würde, 1x vor dem HF-Verstärker und dann nochmal vor dem Mischer.

Ich hätte gern mal eine richtige "DX-Kiste" für unterwegs, meinetwegen auch auf Kosten des Batterieverbrauchs (viele der Dinge, die den Empfang verbessern, bedingen auch den Einsatz zusätzlicher Verstärkerstufen), ich habe ja Akkus. Dabei sollte natürlich auch der Klang nicht zu kurz kommen. Kleiner als 11x6x2 cm muß es gar nicht sein, aber auch nicht viel größer. Ob das in diesem Leben nochmal was wird?

von Stephan Großklaß - am 02.02.2007 16:34
Hallo,

kann man mit Akkus den Empfang verbessern? Die haben doch eine höhere Leistung.

Gruß Sven

von samot - am 02.02.2007 18:50
Zitat
samot
Hallo,

kann man mit Akkus den Empfang verbessern? Die haben doch eine höhere Leistung.

Aber eine kleinere Spannung (wenn wie jetzt von Rundzellen reden). Das kann je nach Auslegung bzw. IC-Bestückung des Geräts der Verstärkung und damit der Empfindlichkeit schon abträglich sein, gerade wenn sich die Spannung deutlich der 1,2V-Marke nähert. Der geringere Innenwiderstand ist nicht wirklich relevant, Radios ziehen i.allg. recht wenig Strom (

von Stephan Großklaß - am 03.02.2007 18:13
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