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Radioforum
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Erster Beitrag:
vor 10 Jahren, 9 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 10 Jahren, 9 Monaten
Beteiligte Autoren:
Alqaszar, georgk

Faustregel: Dämpfung eines UKW-Signals bei falsch abgestimmter Frequenz?

Startbeitrag von Alqaszar am 07.02.2007 19:56

Wenn man die in den Empfängern verbauten Filter von 180 bis 230 kHz zu Grunde legt:

Welche Signaldämpfung erzeugt dann eine Fehlabstimmung des um 50 / 100 / 200 kHz zu tief oder zu hoch eingestellten Empfängers?

Antworten:

Hmm, darum ging es eigentlich nicht. Dass Filter eine Dämpfung haben, ist ja klar.

Mir geht es aber um etwas anderes, dass man auch mit "Nachbarkanaltrennung" bezeichnen könnte. Sendet ein Sender auf 100 MHz und ich stelle den Empfänger darauf ein, so habe ich ein Optimum, welches nur durch die Qualität des Empfängers bzw. dessen Bauteile bestimmt werden.

Stimme ich nun den Empfänger auf 100,05 MHz, dann liegt die Empfangsfrequenz 50 kHz neben der Sendefrequenz. Das bedeutet, dass nicht mehr das komplette Signal im Empfänger verarbeitet wird, ein Teil der Energie wird fehlen.

Je weiter ich mich also weg bewege, desto weniger Energie des Signals bekomme ich mit. Als DXer nutze ich die Verstärkung dieses Effekts ja aus, in dem ich schmalere Filter verwende.

Wenn man aber nun serienmäßige Radios betrachtet, die eben breite Filter von mehr als 200 kHz verbaut haben, dann sollten diese ja noch Teile des Sendesignals am Rande empfangen. Wie viel Energie da übrig bleibt, hängt ja vom Spektrum des Signals und der Frequenzkurve des Filters ab.

Ich frage mich daher, ob man eine Faustregel aufstellen kann, etwa: 100 kHz daneben = 50 % des Signals etc.

von Alqaszar - am 08.02.2007 01:58
Die bei den Filtern angegebene Bandbreite ist normalerweise die 3dB-Bandbreite. D.h. stimmt man um die halbe Bandbreite oberhalb der Mittenfrequenz ab, hat man 3dB Verlust (d.h. 50% der Leistung bzw. 70% der Signalspannung kommen noch durch den Filter). Genaueres erfährt man aus den Datenblättern der Filter (etwa http://www.murata.com/catalog/p50e.pdf). Hat man mehr als einen Filter und sind diese durch eine dazwischengeschaltete Verstärkerstufe entkoppelt, dann addieren sich die dB-Werte einfach.

Georg

von georgk - am 08.02.2007 12:12
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